[0001] Die Erfindung betrifft ein Heizsystem nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Es sind luftbeheizte und warmwasserbeheizte Fußbodenheizungen bekannt geworden.
[0003] Aus der europäischen Patentanmeldung Nr. 111763 des Anmelders ist ein Fliesenbaustein
bekannt geworden, der sich sowohl zum Einsatz als Luftheizung, infolge seines Kanallabyrinths
mit Längs- und Querkanälen jedoch vorzugsweise als Warmwasser-Heizungssystem eignet.
Die Heizrohre werden in die von unten zu öffnenden Kanäle eingebracht.
[0004] Unter dem System "Ökotherm" ist ein Heizsystem für Fußbodenheizungen oder Wandheizungen
bekannt geworden, bei welchem Hohlkörpersteine aus gebranntem Ton in einer Richtung
verlaufende Kanäle aufweisen, so daß sich ein parallel verlaufendes Kanalsystem ohne
Querverbindungen dieser Kanäle ergibt. Über ein Zuluftrohr auf einer Wandseite wird
Warmluft in die Kanäle eingeblasen und auf der gegenüberliegenden Wandseite wieder
entnommen, so daß sich ein Luftkreislauf, der ggf. geschlossen ausgeführt ist, ergibt.
Dieses System hat den Nachteil, daß die in der Zuluft zugeführte Wärme schon nach
kürzester Entfernung an die Fliese abgegeben ist, da Ton ein extrem guter Wärmeleiter
ist. Der Fußboden wird demnach im Bereich des ersten Meters aufgeheizt, während der
restliche Boden kalt bleibt. Nur über eine sehr lange Aufheizzeit mit ununterbrochener
Wärmeluftzufuhr kann eine Bodenfläche von beispielweise 4 m Länge einigermaßen gleichmäßig
erwärmt werden. Dies wurde durch genaue Messungen mit Computerauswertung in einer
Klimakammer in einer Hochschule festgestellt.
[0005] Das bekannte System hat weiterhin den Nachteil, daß die Luftströmung im Zuluftkanal
selbt abgeblockt wird, da die Warmluft quer zur ursprünglichen Strömungsrichtung durch
Öffnungen im Zuluftkanal in den Fußboden ausströmen soll. Ein wirksamer Überdruck
kann in einem solchen Kanalsystem nur unzureichend aufgebaut werden.
[0006] Bei dem weiterhin bekannten System "Hypokausten-Heizung Bio-Therm" wird ein Hohlraum-Fußboden
dadurch geschaffen, daß im Bodenunterbau mit Höckern versehene Kunststoff-Platten
verlegt werden. Wird z. B. eine Hartfaserplatte oder eine Estrichplatte auf diese
Höcker gelegt, so entsteht ein Hohlraum, der nur durch diese Kegelstümpfe unterbrochen
ist. Das System sieht vor, daß von unten, d. h. von dem Raum, der unter diesem Zimmer
liegt, über einen Kanal Warmluft in einen flachen, runden Verteiler eingespeist wird.
Von diesem Verteiler zweigen mehrere flexible Rohre ab, die die Warmluft möglichst
gleichmäßig im Boden verteilen sollen. Da auch dieses System eine wirksame Fußbodenerwärmung
in angemessener Zeit nicht zuläßt, läßt man die in den Boden geführte Warmluft durch
Gitterroste im Fußboden in den Raum austreten, um hierdurch den Raum schneller zu
erwärmen. Diese Raumluft wird dann wieder abgesaugt und zur Wiederaufheizung gebracht.
[0007] Dieses "Bio-Therm"-System entspricht einer direkten Warmluftheizung mit allen bekannten
Nachteilen, die mit frei strömender Warmluft verbunden sind. Dies sind insbesondere
Schmutz und Bakterien sowie trockene und damit ungesunde Luft. Durch das offene System
werden Schmutz und Bakterien auch in dem Kammerbereich des Fußbodens abgelagert, was
zu Infektionsherden führen kann. Außerdem ist es bauphysikalisch und baubiologisch
unerwünscht, Kunststoffplatten im Boden zu verwenden, da eine natürliche Diffusion
im Deckenbereich unterbunden wird. Weiterhin ist die mangelnde Schallisolierung bei
offenen Warmluftheizsystemen hinreichend bekannt. Die Schalldämmung des Bodenaufbaus
reduziert sich deshalb aufgrund der Boden-Gitter-Durchgänge auf die spezifische Schalldämmung
der verwendeten Isoliermatten.
[0008] Die beiden zuvor beschriebenen Systeme haben gemeinsam den Nachteil, daß die Warmluftkanäle
von einer externen Heizzentrale aus gespeist werden müssen. Die erzeugte Warmluft
muß mittels eines großen Ventilators - der allerdings keinen Druck aufbauen kann -
durch die Kanäle und weiterhin durch das ganze Haus in alle Räume geleitet werden.
Es ist bekannt, daß sich Warmluft nicht wie z. B. Wasser fortbewegen läßt. Mit jedem
Meter Transportweg der Luft findet ein erheblicher Druckabfall und eine Verminderung
der Strömungsgeschwindigkeit statt. Schließlich muß die Luft bei den bekannten Systemen
um Kurven und Ecken geführt werden, was bei einer zentralen Versorgung mit heißluft
in einem Haus unvermeidlich ist. Um die Wärmeverluste klein zu halten, müssen die
Luftkanäle sehr groß dimensioniert werden, was Platzprobleme mit sich bringt.
[0009] Weiterhin ist bei den bekannten Systemen der bautechnische Aufwand sehr groß. Dabei
werden meist schalttechnische Maßnahmen aus Kosten- und Platzgründen vernachläßigt,
so daß eine wirksame Schalldämmung nicht in ausreichendem Maße gewährleistet ist.
Warmluftkanäle werden nicht ohne Grund als "Haustelefon" bezeichnet. Es ist weiterhin
bekannt, daß Ventilatoren keinen nennenswerten Druck aufbauen können. Je weiter Räume
von Ventilationsaggregat entfernt liegen, desto schlechter werden sie versorgt.
[0010] Schließlich ist eine individuelle Wärmesteuerung einzelner Räume, und zwar unter
Einsatz nur derjenigen Energiemenge, die am Ort des Verbrauchs tatsächlich benötigt
wird, ausgeschlossen. Auch wenn nur ein Teil der Räume beheizt werden soll, muß das
ganze Heizaggregat in Betrieb gesetzt werden. Teilauslastung bedeutet aber einen ungünstigen
Wirkungsgrad und damit hohe spiezfische Energiekosten. Die bekannten Systeme sind
träge mit entsprechend eingeschränkter Anpassung an Lastwechsel. Sie sind weiterhin
verlegetechnisch aufwendig und eignen sich insbesondere nicht zum Selbstbau bzw. zum
nachträglichen Einbau und zur Altbausanierung.
[0011] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorgenannten Nachteile
zu vermeiden und insbesondere ein Heizsystem für Fußböden oder Wandbeheizung zu schaffen,
welches mit Warmluft wirksam beheizt wird. In einem geschlossenen System soll insbesondere
die aufheizbare Luft derart geführt werden, daß sich eine völlig gleichmäßige oder
auch gezielte Flächenerwärmung ergibt.
[0012] Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Heizsystem der einleitend bezeichnenden Art
erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0013] Die in den Unteransprüchen angegebenen Maßnahmen stellen eine Weiterentwicklung und
Verbesserung des im Hauptanspruch dargestellten Heizsystems dar.
[0014] Das erfindungsgemäße Heizsystem verwendet vorzugsweise den in der europäischen Patentanmeldung
Nr. 111763 angegebenen Fliesenbaustein. Diese Veröffentlichung wird deshalb ausdrücklich
zum Inhalt dieser Anmeldung gemacht. Auf die Vorteile dieses Fliesenbausteins wird
hingewiesen.
[0015] Für die vorliegende Erfindung maßgeblich ist die Verwendung einer einstückig ausgeführten
Keramikfliese aus gebranntem Ton mit charakteristischen Längs- und Querkanälen im
Unterbau und präzisionsbeschliffener allseitiger Nut- und Federverzahnung. Die Kanäle
fluchten miteinander in Längs- und Querrichtung, wobei sie nach unten durch Ausbrechen
der Bodenplatte leicht geöffnet werden können, sofern dies erforderlich ist. Sie können
beispielsweise so über verlegte Rohre gestülpt werden.
[0016] Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß Luft stets den Weg des geringsten
Widerstands nimmt und in dieser Richtung eine Hauptstromrichtung bildet. Hindernisse,
Umlenkungen oder Reibung an rauher Wandung bewirken eine starken Abfall der Strömungsenergie.
Sofern Luft éber weite Strecken unkontrolliert durch Kanäle, Abzweigungen, Labyrinthe
usw. geführt wird, tritt ein starker Druckverlust auf. Dies hat zur Folge, daß Luft
nur über relativ kurze Strecken und in möglichst reibungsarmen Kanälen und nur geradlinig
wirksam geführt werden kann. Ein Gebläse kann auch nur über kurze Wege einen geringen
Druck (bis ca. 250 Pa) aufbauen, d. h. nur über wirksame Luft-Strömungsgeschwindigkeit
erzielbar.
[0017] Schließlich ist noch die Erkenntnis maßgeblich, daß nur schnellströmende Luft eine
genügende Wärmeenergie transportieren kann, denn im Vergleich zu Wasser wird etwa
die 2000-fache Luftmenge benötigt, um die gleiche Wärmemenge wie Wasser zu transportieren.
[0018] Demzufolge sieht die Erfindung vor, daß die zu beheizende Fläche, z. B. Fußbodenfläche,
mit einem Luftkanalsystem durchzogen ist, welches gewährleistet, daß warme Luft auch
in die entlegendsten Ecken und Winkel der zu beheizenden Fläche gelangt. Hierbei ist
es maßgeblich, daß nur geradlinige, reibungsarme und gezielt geführte Luftkanäle vorhanden
sind, die zu den übrigen zu beheizenden Fliesen mit Längs- und Querkanälen führen.
Erfindungsgemäß werden hierfür die Haupt- und Nebenluftkanäle sowie eventuell der
Boden in diesem Bereich mit einer selbstklebenden Alu-Folie beklebt, wobei nur dort
Öffnungen eingeschnitten werden, die zur Luftführung notwendig sind. Hierdurch findet
in diesen geradlinigen, rundum verspiegelten Haupt- und Nebenluftkanälen mit geringster
Reibung ein sehr rascher Lufttransport, jedoch infolge der Isolierwirkung der Folie
kaum ein Warmeaustausch mit diesen Fliesen statt. Erst wenn die Warmluft von den Nebenluftkanälen
in die speziellen Fliesen mit Längs- und Querkanälen strömt, findet ein rascher Wärmeaustausch
bzw. eine rasche Erwärmung dieser Heizfliesen statt. Die Haupt- und Nebenluftkanäle
dienen deshalb zur schnellen Zuführung der Warmluft an die Stellen der Fläche, die
beheizt werden sollen. Durch entsprechendes Aufschneiden der Alu-Folie zur Anordnung
der Luftaustrittsöffnungen kann eine ganz gezielte Luftführung vorgenommen werden.
[0019] Die von den Nebenkanälen zu den Heizfliesen geführte Warmluft wird über Luftsammelkanäle
und Rückluftkanäle zu einem Gebläse zurückgeführt um auf diesem Weg wiederum erwärmt
und in die Hauptluftkanäle transportiert zu werden.
[0020] Die Erwärmung geschieht vorzugsweise mittels Heizstäben, die in den Hauptluftkanälen
einem Radialgebläse nachgeschaltet sind. Alternativ oder zusätzlich können in den
Luftsammelkanälen oder im Rückluftkanal Wasserrohre als Heizelemente für die zirkulierende
Warmluft vorhanden sein.
[0021] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind in den Figuren dargestellt und
im nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 ein Strömungsschema für die Luftführung im Heizsystem,
Fig. 2a bis g verschiedene Ausführungsformen und Ansichten von zu verwendenden Fliesen
und
Fig. 3a bis d ein Ausführungsbeispiel für ein Heizsystem.
[0022] Die in der Fig. 1 dargestellte Fläche (10) stellt beispielsweise den Fußboden eines
Raumes der Länges l₁ = 8 m und der Breite b₁ = 5 m dar. Die Fläche (10) kann jedoch
auch eine Wand der Höhe l₁ und der Breite b₁ darstellen. Im weiteren wird die Fläche
als Fußbodenfläche beschrieben.
[0023] Die Fläche (10) ist mit einer Vielzahl von Keramikfliesen (11) belegt, wie sie in
ihren verschiedenen Bauformen in Fig. 2 dargestellt sind. In der Mittte des Raumes
laufen zwei geradlinige, parallele Hauptluftkanäle (12, 13), gebildet aus den in Fig.
2a oder 2b dargestellten Hauptkanal-Fliesenbaustein (14), die jeweils paarweise nebeneinander
angeordnet sind. In Fig. 1 sind beispielsweise 2 x 31 Hauptkanal-Fliesenbausteine
nebeneinander angeordnet. Wie aus Fig. 2a bzw. 2b ersichtlich, erthält der Hauptkanal-Fliesenbausteine
im unteren Bereich eine größere Aussparung (15), die beispielsweise durch Herausbrechen
der Bodenplatte (16) U-förmig geöffnet wird. Hierfür sind Sollbruchstellen (17) über
die ganze Länge der Fliese vorgesehen.
[0024] Sämtliche Fliesenbausteine (11), d. h. auch die Hauptkanal Fliesenbausteine (14)
weisen neben den Längskanälen (18) wie in Fig. 2a bis c dargestellt, auch hierzu senkrecht
verlaufende Querkanäle (19) auf, wie in Fig. 2d sowie Fig. 2a im Schnitt dargestellt.
Die Kanäle (18, 19) kreuzen sich deshalb in jeder Fliese, wobei die Kanäle (18 bzw.
19) aller hintereinander und nebeneinander angeordneten Fliesen in Längsrichtung (Pfeil
20) sowie in Querrichtung (Pfeil 21) fluchten.
[0025] Um nun in den hintereinander aufgereihten Hauptkanal-Fliesenbausteinen einen geradlinigen,
zunächst geschlossenen Hauptluftkanal (12, 13) zu bilden, wird die U-förmige Aussparung
(15), d. h. der größere mittlere Längskanal mit einer werkseitig zuvor passend zugeschnittenen,
selbstklebenden Folie (56), vorzugsweise einer Aluminium-Folie ausgeklebt, nachdem
zuvor die Bodenplatte (16) herausgenommen wurde. Damit entstehen zunächst zwei geradlinige
geschlossene spiegelglatte Hauptluftkanäle (12, 13), deren geöffnete Bodenfläche ebenfalls
noch mit Folie verspiegelt wird, so daß sich eine Rundumverspiegelung ergibt. Am Lufteintrittsbereich
(22) sind die Hauptluftkanäle durch ein Radialgebläse begrenzt und an der gegenüberliegenden
Stirnseite (24) durch eine speizielle Randfliese (25) verschlossen.
[0026] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 werden von den Hauptluftkanälen (12, 13) seitlich
abzweigende Nebenluftkanäle (26, 27) dadurch gebildet, daß in die zunächst durchgehende
Alu-Folie (56) Hauptluftaustrittsöffnungen (28) als Zugangsöffnungen zu den Querkanälen
(19) eingeschnitten werden. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 geschieht dies bei
jeder zweiten Fliese, so daß in jeder zweiten Quer-Fliesenreihe (33) ein Nebenluftkanal
(26) in Querrichtung (Pfeil 21) gebildet wird. Jeder Nebenluftkanal wird wiederum
durch Entfernung einer entsprechenden Bodenplatte (29) geöffnet und wiederum mit einer
Alu-Folie U-förmig und am Boden geschlossen ausgekleidet. Hierdurch ensteht wiederum
ein in sich geschlossener, geradliniger und glatter, rundum verspiegelter Nebenluftkanal.
[0027] In den Nebenluftkanal (26, 27) werden wiederum Einschnitte in die Alu-Folie eingebracht,
zur Bildung der Nebenluftaustrittsöffnungen (30), die in der Fig. 1 mit kleinen Pfeilen
(31) angedeutet sind. Die Luft strömt damit erstmals unkontrolliert in den die Nebenluftaustrittsöffnungen
(30) umgebenden Bereich der Fliese. Hauptluftkanal (12, 13) sowie Nebenluftkanal (26,
27) dienen demnach nicht zur Wärmeübertragung an die Fliese, sondern vornehmlich zum
Transport der Luft an die Nebenluftaustrittsöffnungen in den Nebenluftkanälen. Die
Luft gelangt dann in die Längs- und Querkanäle der jeweiligen sich anschließenden
Heizfliesen (32), d. h. in die Fliesenreihe, die zwischen jeweils zwei parallel verlaufenden,
Nebenluftkanäle (26, 27) aufweisenden Fliesenreihen angeordnet sind. Selbstverständlich
können auch mehr als eine Heizfliesenreihe (32) zwischen jeweils zwei parallel und
nebeneinander laufenden Fliesenreihen mit Nebenluftkanälen angeordnet sein.
[0028] Das Prinzip der Haupt- und Nebenluftkanäle beruht demnach darin, daß die mit Alu-Folie
ausgeklebten Kanäle überall dort aufgeschnitten werden, wo die Warmluft bevorzugt
hinströmen soll. Da die Alu-Folie selbst eine Art Isolierung gegenüber der Fliese
darstellt, wird ein schnelles Aufheizen der Hauptkanal-Fliesenbausteine (14) sowie
Nebenkanal-Fliesenbausteine (33) vermieden. Erst wenn die Warmluft aus den Nebenluftkanälen
(26, 27) durch die entsprechenden Nebenluftaustrittsöffnungen (30) (Pfeil 31) austritt,
erfolgt der eigentliche Aufheizvorgang in den sich anschließenden Heizfliesen (32).
In diesem Stadium hat sich aber die Warmluft über die gesamte zu heizende Fläche gleichmäßig
verteilt bzw. wurde durch entsprechende Luftführung gezielt verteilt. So können beispielsweise
in einem Raum bestimmte Bodenbereiche stärker aufgeheizt werden als andere. Dies geschieht
durch die gezielte Luftführung in den Haupt- und Nebenkanälen sowie Vorsehung der
entsprechenden Luftaustrittskanälen.
[0029] Die aus den Nebenluftaustrittsöffnungen (30) ausströmende Heizluft erwärmt die Heizfliesen
(32), indem die Warmluft durch die in dieser Heizfliese offenen Längs- und Querkanäle
strömt. Die Anordnung der Längs- und Querkanäle (18, 19) in den Heizfliesen (32) wird
derart gewählt, daß ein besonders guter Wärmeübergang von den Kanälen (18, 19) zur
Oberfläche erfolgt. Die Heizfliesen (32) können demnach prinzipiell entsprechend der
Figurendarstellung 2a bis 2c für die Längskanäle (18) bzw. 2d für die Querkanäle ausgestaltet
sein. Eine weitere Variante für eine Boden/Wandfliese ist in der Fig. 2e mit entsprechenden
Längskanälen (18) dargestellt.
[0030] Da es sich dem erfindungsgemäßen Prinzip um ein geschlossenes Heizsystem handelt,
d. h. die Heißluft verbleibt ausschließlich innerhalb des Heizsystems und tritt nicht
in das Rauminnere, wird die Heißluft aus den Heizfliesen (32) in seitlich der zu beheizenden
Fläche (10) angeordneten Luftsammelkanäle (34, 35) geführt (Pfeil 36). Die Luftsammelkanäle
(34, 35) laufen demnach parallel zu den Luftsammelkanäle (12, 13) mit einer gleichsinnigen
Strömungsrichtung (Pfeil 37), d. h. die aus den Heizfliesen (32) austretende Luft
(Pfeil 36) wird zunächst bis zum entgegengesetzten Ende (38) von Lufteintrittsbereich
(22) geführt bevor sie über parallel zu den Luftsammelkanälen (34, 35) verlaufenden
Rückluft-Längskanälen (39, 40) seitlich der Fläche (10) in Richtung Lufteintrittsbereich
(22) zurückgeführt wird (Pfeil 41).
[0031] Die Luftführung bis zum hinteren Ende (38) bewirkt, daß kein Luftkurzschluß dadurch
entsteht, daß die Eintrittswarmluft im Bereich (22) über den kürzesten Weg, d. h.
über den ersten Nebenluftkanal zum Ausgangspunkt zurückströmt. Die gesamte Warmluft
muß deshalb den gleichen Weg zurücklegen und damit den gleichen Strömungswiderstand
überwinden.
[0032] Am Ende der Rückluft-Längskanäle (39, 40) schließen sich stirnseitig der Fläche (10)
die Rückluft-Querkanäle (42, 43) an. Die an der Fläche (10) abgekühlte Warmluft gelangt
damit zurück zu dem Ausgangsbereich (22). Die Luftströmung im Heizsystem wird durch
das Radialgebläse (23), welches vorzugsweise beidseitig saugend ausgebildet ist, befördert.
Die seitlich angesaugte Luft wird mit hoher Geschwindigkeit in Richtung der Hauptluftkanäle
(12, 13) ausgestoßen. Bei zunehmendem Gegendruck steigt die Leistung des Gebläses
an. Der Platzberdarf ist so gering, daß er vor den Hauptluftkanälen (12, 13) im Lufteintrittsbereich
(22) angeordnet werden kann.
[0033] Bei einer Fläche von beispielweise 8 x 5 m² werden ca. 450 m³ pro Stunde Luft umgewälzt.
Die Luft strömt mit einer hohen Geschwindigkeit durch die Haupt- und Nebenluftkanäle
bevor sie in die Heizfliesen (32) gelangt. Der Rücksog erfolgt über die Luftsammelkanäle
(34, 35) bzw. Rückluftkanäle (39, 40 bzw. 42, 43).
[0034] Die an der Gebläseöffnung ausströmende Luft wird durch geeignete Führungsprofile,
die bereits im Gebläse (23) angesetzt sind so geteilt, daß sie genau in die beiden
Hauptluftkanäle (12, 13) strömt. Es kann für jeden Hauptkanal auch ein eigenes Gebläse
(23) eingesetzt werden.
[0035] Der gesamte Fußboden gemäß Darstellung in Fig. 1 wird allseitig luftdicht verschlossen,
was mittels passenden Randfliesen (44) und Eckfliesen (45) wie in Fig. 2f und 2g dargestellt,
geschieht. Alle Fliesen weisen seitlich eine rundum laufende präzisionsgeschliffene
Nut- und Federverbindung (57) auf, die das verlegte System völlig abdichtet. Die Herstellung
dieser Präzisionsfliese ist in der vorgeschlagenen deutschen Patentanmeldung Nr. 35
29 358.6 angegeben. Auf dieses Herstellungsverfahren wird ausdrücklich Bezug genommen.
[0036] Für die Aufheizung der Warmluft kommen drei verschiedene Möglichkeiten in Betracht.
[0037] Als einfache und wirksame Methode zur Aufheizung der Warmluft haben sich elektrische
Heizstäbe (46) erwiesen, die schematisch in Fig. 1 angedeutet sind. Die Heizstäbe
oder Heizreigister (46) werden dem Gebläse (23) entweder vor- oder nachgeschaltet.
Die Fig. 1 zeigt ein nachgeschaltetes Heizsystem, d. h. die vom Gebläse (23) ausströmende
Luft wird erwärmt. Bei vorgeschalteten Heizregistern wird die in das Gebläse strömende
Luft erwärmt. Die Heizstäbe (46) können thermostatisch geregelt und mit den Einschaltzeiten
des Gebläses kombiniert werden. Die Leistung ist stufenlos oder in Stufen regelbar.
[0038] Besonders vorteilhaft ist, daß die elektrischen Heizstäbe nachträglich ein- und ausgebaut
werden können. Sie bleiben deshalb stets für eventuelle Reparaturen oder Kontrollen
zugänglich. Wie in Fig. 3 dargestellt, kann der Heizstab (46) U-förmig ausgebildet
sein, wobei er etwa die Länge einer Fliese einnimmt (Fig. 3a). Der Heizstab (46) wird
in Aussparungen (47) einer Drahthalterung (48) eingelegt und festgeklemmt. Die Drahthalterung
(48) wird in ein Führungsblech (49) mit ca. 20 mm hohen Seitenwänden gestellt. Die
seitlichen Einbuchtungen (50) in der Drahthaltrung (48) dienen der Kabelführung für
den Stromanshluß der Heizstäbe. Die Drahthalterung (48) wird aus nicht rostendem und
hitzbeständigem Material gefertigt, da sich das Heizregister auf ca. 800° C erwärmen
kann.
[0039] Das in Fig. 3c dargestellte Führungsblech ist in Fig. 3d aufgeklappt gezeichnet.
Die Abmaße sind beispielsweise wie folgt: l₂ = 240 mm, b₂ = 108 mm, b₃ = 68 mm, h₁
= 20 mm, l₃ = 120 mm.
[0040] Die Abmaße der Drahthalterung (48) sind etwa wie folgt:
l₄ = 120 mm, b₄ = 67 mm, b₅ = 42 mm, b₆ = 33 mm, h₂ = 27 mm.
[0041] Das Führungsblech (49) weist seitlich je zwei umbiegbare Laschen (51) auf. Die Laschen
(51) werden über die seitlich laufenden Kabel heruntergebogen, so daß das Drahtgestell
bzw. die Drahthalterung im Führungsblech (49) sowohl horizontal als auch vertikal
arretiert ist.
[0042] Der Durchmesser des Heizstabs (46) beträgt ca. 6,5 mm.
[0043] Das Führungsblech (49) mit dem Heizstab (46) wird in die große Aussparung (15) des
Hauptkanal-Fliesenbausteins (14) eingeschoben. In Fig. 2a ist das Heizelement (46,
48, 49) schematisch mit dem Bezugszeichen (52) gekennzeichnet. Durch die Drahthalterung
(48) liegt der Heizstab (46) hoch im Luftstrom, so daß ein guter Wärmeaustausch stattfinden
kann. Über die Verbindungskabel für den Elektroanschluß können eine beliebige Anzahl
solcher Heizstäbe in die Hauptluftkanäle (12, 13) hinterinandergeschaltet und so die
Leistung bestimmt werden. Beispielsweise ergeben zehn Stäbe à 350 W eine Heizleistung
von 3.500W. Die elektrischen Heizregister liefern die Wärme, die dann vom Gebläse
im Boden verteilt wird.
[0044] Als Alternative zur vorbeschriebenen Heizungsmöglichkeit kommt eine kombinierte Warmwasser-/Luftheizung
in Betracht. Wie zuvor bereits ausgeführt, ist es 2000 x einfacher, Wärme mittels
Wasser anstatt mittels Luft zu transportieren, d. h. man braucht die 2000-fache Luftmenge
um die glieche Energie wie mit einer entsprechenden Wassermenge zu transportieren.
Andererseits ist es Sinn einer Luftheizung, Wasserrohre im Boden möglichst dort zu
vermeiden, wo ggf. irreparable Schäden z. B. durch defekte Rohre im Estrich auftreten
können und in der Proxis auch auftreten. Bisher gab es keine geeignete Möglichkeiten,
diesen beiden Ansprüchen gerecht zu werden und dabei alle vorbeschriebenen Nachteile
der Luftheizung und zugleich die Nachteile der Warmwasser-Fußbodenheizung zu vermeiden.
[0045] Beim vorliegenden erfindungsgemäßen Heizungssystem können in den Rückluft-Längskanälen
(39, 40) bzw. Rückluft-Querkanälen (42, 43) eine Warmwasser-Ringleitung (53), bestehend
aus wasserführenden Kupferrohren mit Wärmetauschflächen installiert sein. Die Warmwasserzufuhr
bzw. Abfuhr ist mit den Pfeilen (54, 55) gekennzeichnet. Die Wasserrohre liegen auf
Stützunterlagen frei im Luftraum und können sich ggf. ausreichend bewegen, so daß
Spannungen o. dgl. nicht entstehen.
[0046] Sowohl bei der reinen elektrischen als auch bei der kombinierten elektrischen/Warmwasserheizung
drückt das Gebläse (23) die Luft mit hoher Geschwindigkeit in die Hauptluftkanäle
(12, 13). Dort staut sich die Luft aufgrund der verschlossenen Enden an der Stirnseite
(24) und sie kann nur seitlich in die Nebenluftkanäle (26, 27) entweichen, was über
die gesamte Länge l₁ gleichzeitig geschieht. Von dort entweicht die Luft durch die
Nebenluftaustrittsöffnungen (30) in den Fußboden, d. h. in die übrigen Heizfliesen
(32). Der übrige Fußboden bzw. die Heizfliesen werden durch das Kammersystem der verwendeten
Keramikfliesen (11) gebildet, die allseitig offen, d. h. mit Längs- und Querkanälen
versehen sind. Hierdurch wird die Wärmeenergie gleichmäßig flächig an den ganzen Fußboden
abgegeben.
[0047] Da der gesamte Boden allseitig luftdicht verschlossen ist, kann das Gebläse nur die
im Boden befindliche Luft bewegen. Durch die Luftsammelkanäle (34) und die Rückluftkanäle
(39, 40; 42, 43) wird die Luft zurückgesaugt, d. h. der Unterdruck in diesen Rückluftkanälen
bewirkt, daß die aus den Nebenluftkanälen (26, 27) in den Fußboden strömende Luft
in die Luftsammelkanäle (34, 35) gesaugt, von dort aus zu dem Endbereich (38) und
von dort aus in die Rückluftkanäle zurück zum Gebläse (23) strömt.
[0048] Auf dem langen Rückweg in den Rückluftkanälen (39, 40, 42, 43) kann sich die Luft
an den warmen Kupferrohren der Warmwasserheizung erwärmen. Ggf. kann hierdurch gänzlich
auf die elektrische Heizung mittels den Heizstäben (46) verzichtet werden. Der Druck
und der Unterdruck im Fußboden gleichen sich ständig aus, solange das Gebläse läuft.
Dies geschieht mit hoher Geschwindigkeit. Bei einem Boden von ca. 40 m² wird die gesamte
Luft etwa alle 3 Sek. umgewälzt und die von ihr aufgenommene Wärme der Fußbodenfläche
zugeführt.
[0049] Während demnach Wärme problemlos über weite Strecke mittels des Warmwassers zum Ort
des Verbrauchs transportiert wird, erfolgt die eigentliche Wärmeverteilung im Boden
durch die umlaufende Warmluft in den gut wärmeleitenden Fliesen. Schallprobleme gibt
es dabei nicht.
[0050] Das Gebläse (23) wird schalldicht eingebettet und beansprucht etwa einen Raum von
ca. 55 cm Breite, 25 cm Tiefe und 16 cm Höhe.
[0051] Eine überaus interessante Lösung für ein Heizsystem ist die Kombination der Warmwasser-/Elektro-/Luftheizung.
Ein System schließt nämlich das andere nicht aus und behindert es auch nicht. Hierdurch
ergibt sich die Möglichkeit, den Boden bei Bedarf schnell elektrisch anzuwärmen, ohne
daß gleich das ganze Zentralheizungssystem des Hauses in Gang gesetzt werden muß.
Dabei kann sich ein schnelles Anwärmen auch auf nur einen einzigen Raum beschränken
und zu jeder beliebigen Zeit, z. B. auch mit Zeitschaltuhr erfolgen.
[0052] Das System ist insofern energetisch optimal aufgebaut, als daß es kaum über Wärmeverluste
und keinen überflüssigen Energieaufwand verfügt. Selbst die Abwärme des Gebläsemotors
kommt der Raumbeheizung noch zu Gute. Es gibt auch keine Kanalsysteme außerhalb des
Orts des Verbrauchs, d. h. Kanalfährungen durch Decken und Wände entfallen vollständig.
[0053] Jeder Raum kann zu 100%ig individuell gesteuert werden wobei zugleich eine perfekte
Anpassung an äußere Wärmebeeinflussung, wie z. B. Sonneneinstrahlung gegeben ist.
Weiterhin ist eine exakte Raum-Verbrauchsmessung möglich. Die Erfindung bietet demnach
eine Reihe von entscheidenden Vorteilen, die mit herkömmlichen Systemen nicht erzielbar
sind.
[0054] Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt. Sie umfaßt vielmehr
auch sämtliche fachmännischen Abwandlungen und Weiterbildungen ohne eigenen erfinderischen
Gehalt.
[0055] Da es sich um eine Niedertemperaturheizung handelt, wäre die Kombination der Warmwasserheizung
mit Sonnenenergie mittels Sonnenkollektoren durchaus sinnvoll. Ebenso kann die Fläche
sowohl als Fußbodenfläche als auch Wandfläche beheizt werden.
1. Heizsystem für eine Fußboden- oder Wandheizung, mit, einen Unterbau aufweisenden
Fliesen die parallel und quer zu den Seitenkanten verlaufende Längs- und Querkanäle
aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die verlegten Fliesenbausteine ein gegenüber
der Umgebung verschlossenes System bilden, daß zur Bildung von wenigstens einem geradlinig
verlaufenden Hauptluftkanal (12, 13) und hiervon seitlich wegführende geradlinige
Nebenluftkanäle (26, 27) nach unten hin geöffnete, U-förmige Kanäle (15, 19) vorgesehen
sind, die mit einer Folie, insbesondere selbstklebenden Alu-Folie (56) ausgekleidet
sind, und daß Luftaustrittsöffnungen (28, 30) in den Hauptluftkanälen (12, 13) bzw.
Nebenluftkanälen (26, 27) zur Luftführung in die zu beheizenden Fliesen (Heizfliesen)
(32) durch Einschneiden der Folie (56) gebildet sind.
2. Heizsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden des Hauptluftkanals
(12, 13) und der Nebenluftkanäle (26, 27) verschlossen sind, daß zwei parallel verlaufende,
Nebenluftkanäle (26, 27) aufweisende Nebenkanal-Fliesenbaustein-Reihen (33) wenigstens
eine weitere Heizfliesen-Reihe (32) mit offenen Längs- und Querkanälen (18, 19) zwischen
sich einschließen, daß das dem Hauptluftkanal gegenüberliegende, stirnseitig geöffnete
Ende der Heizfliesenreihe (32) in einen parallel zum Hauptluftkanal (12, 13) verlaufenden
Luftsammelkanal (34) mündet, daß der Luftsammelkanal (34) bis zum entferntesten Ende
(38) vom Lufteintrittsbereich 922) de zu beheizenden Fläche (10) führt und sich hieran
ein Rückluftkanal (39, 40; 42, 43) zur Rückführung der Luft zum Hauptluftkanal (12,
13) anschließt.
3. Heizsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Hauptluftkanal
(12, 13) ein Gebläse, vorzugsweise ein Radialgebläse (23) vor- oder nachgeschaltet
ist, wobei Luftführungsprofile zur Zuführung der Luft zum Hauptluftkanal (12, 13)
vorgesehen sind.
4. Heizsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei parallel nebeneinanderlaufende,
die zu verlegende Fläche mittig teilende Fliesenreihen (14) mit Hauptluftkanälen (12,
13) vorgesehen sind, von denen durch Hauptluftaustrittsöffnungen (28) jeweils seitlich
Nebenluftkanäle (26, 27) in Nebenkanal-Fliesenbausteine (33) abzweigen, daß durch
Nebenluftaustrittsöffnungen (30) die Nebenluftkanäle (26, 27) mit Heizfliesen (32)
zwischen jeweils zwei parallel verlaufenden Nebenkanälen (26, 27) verbunden sind,
deren Längs- und Querkanäle (18, 19) geöffnet sind und die zu den parallel zu den
Hauptluftkanälen (12, 13) und hinter den stirnseitigen Enden der Nebenluftkanäle (26,
27) verlaufenden Luftsammelkanälen (34, 35) führen, wobei die Luftführung in den Luftsammelkanälen
(34, 35) gleichsinnig und parallel zur Luftführung in den Hauptkanälen (12, 13) erfolgt,
und daß von Ende (38) der beiden Luftsammelkanäle (34, 35) parallel hierzu, jedoch
mit gegensinniger Luftführung, Rückluft-Längskanäle (39, 40) und stirnseitig Rückluft-Querkanäle
(42, 43) vorgesehen sind.
5. Heizsystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die verlegte Fläche (10) an zwei Längsseiten und einer Stirnseite durch Fliesenreihen
mit Rückluft-Längskanälen (39, 40) bzw. Rückluft-Querkanälen (42, 43) und an der weiteren
Stirnseite durch Randfliesen (44) begrenzt ist, wobei diese Fliesenreihen nach außen
hin durch Randfliesen (44) bzw. Eckfliesen (45) abgeschlossen sind.
6. Heizsystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß im Hauptluftkanal (12, 13) thermostatisch geregelt Elektro-Heizstäbe (46) im Luftstrom
eingebettet sind, wobei der Heizstab (46) auf einem Führungsblech (49) mit Halterung
(48) in den Hauptluftkanal (15) einschiebbar und wieder entnehmbar ist.
7. Heizsystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5 dadurch gekennzweichnet,
daß in den Rückluftkanälen (39, 40; 42, 43) und/oder in den Luftsammelkanälen (34,
35) warmwasserführende Rohre, insbesondere Kupferrohre o. dgl. als Heizelemente ggf.
mit Warmeaustauschflächen vorgesehen sind.
8. Heizsystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß eine kombinierte elektrische und eine Warmwasser-Heizung vorgesehen ist.
9. Heizsystem nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptluftkanäle
(12, 13) und/oder die Nebenluftkanäle (26, 27) allseitig mit einer Alu-Folie begrenzt
sind.