(19)
(11) EP 0 254 925 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.02.1988  Patentblatt  1988/05

(21) Anmeldenummer: 87109881.0

(22) Anmeldetag:  08.07.1987
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4H04R 25/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR GB IT LI NL

(30) Priorität: 21.07.1986 DE 3624568
21.07.1986 DE 3624588
21.07.1986 DE 3624619

(71) Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Büttner, Gerhard
    D-8521 Grossenseebach (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Hörgerät mit einer Kontaktfederanordnung


    (57) Das Hörgerät (1) umfaßt eine schwenkbare Batterielade (20) mit zugeordneter Rastvorrichtung (22, 25, 26, 28). Durch Zusammen­wirken der Batterielade und einer im Hörgerätgehäuse angeord­nete Kontaktfederanordnung (36 bis 38, 44 bis 48) werden ver­schiedene Schaltpositionen für das Hörgerät ermöglicht, die in vorteilhafter Ausführung zu einer Mehrzahl an elektrischen An­schlußmöglichkeiten zu den im Hörgerät angeordneten Hörgerät­bauteilen (52, 56) führen. Die Batterie wackelt dabei in den verschiedenen Rastpositionen nicht.




    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Hörgerät mit einer Kontaktfederanordnung gemäß Oberbegriff des Patentan­spruchs 1.

    [0002] Das Ein- und Ausschalten bekannter Hörgeräte (z.B. DE-AS 25 03 253) erfolgt häufig wegen Raumbedarf nicht durch einen zusätzlich angeordneten Schalter, sondern durch eine schwenk­bare Batterielade. Die zwei üblichen Kontakte sind derart in bezug auf die Batterielade im Hörgerät eingebaut, daß beide nur dann die Batterie berühren, wenn diese völlig in das Hörgerät­gehäuse eingeschwenkt ist. In dieser ersten Stellung ("Ein"-­Stellung) ist das Hörgerät eingeschaltet, d.h., alle Hörgerät­bauteile, die mit Strom versorgt werden müssen (einschließlich des Hörgerätverstärkerteils), liegen an Spannung. Die schwenk­bare Batterielade weist jedoch noch zwei zusätzliche Schwenk­stellungen auf. In einer zweiten, etwas ausgeschwenkten Stel­lung ("Aus"-Stellung) berührt die Batterie höchstens eine Kon­taktfeder, kann aber nicht entfernt werden oder herausfallen, da die Batterielade nur teilweise aus dem Gehäuse ragt. Diese Stellung entspricht dem völlig ausgeschalteten Zustand des Hörgerätes, da alle mit Strom zu versorgenden Hörgerätbauteile (einschließlich des Hörgerätverstärkerteils) von der Batterie abgeschaltet sind. In einer dritten Stellung ("Batteriewech­sel"-Stellung) ist die Lade ganz aus dem Hörgerätgehäuse he­rauszuschwenken. Die Batterie kann in dieser Stellung herausgenommen werden.

    [0003] Durch die EP-A-0 176 838 ist ferner ein Hinter-dem-Ohr-Hörgerät vorbekannt, das am distalen Ende eine abklappbare Batterie­lade mit Rastnasen/Rastmulden-Einrichtung umfaßt. Die Rast­ nasen/Rastmulden-Einrichtung ist jedoch als einfacher Verschluß (nicht als z.B. Ein-und Ausschalter) für das Hörgerät ausge­bildet. Wären mehrere Rastmulden vorgesehen, so würde außerdem die Batterie in der Batterielade zumindest bei den äußeren Raststellungen der Lade wackeln.

    [0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Hörgerät mit besonders einfa­cher und platzsparender Rastvorrichtung aufzubauen, bei der zu­dem in verschiedenen Schaltpositionen die Batterie nicht wackelt.

    [0005] Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des An­spruchs 1 gelöst.

    [0006] Das Andrücken mit unterschiedlicher Federkraft verhindert, daß die Batterie auch in unterschiedlichen Schaltpositionen der Batterielade wackelt.

    [0007] In Anbetracht der heutigen Möglichkeiten der Fernsteuerung und Datenspeicherung bei Hörgeräten (z.B. DE-OS 34 31 584) ergibt sich bei den bekannten Hörgeräten zudem noch der Nachteil, daß in der "Aus"-Stellung alle mit Strom zu versorgenden Hörge­rätbauteile gleichzeitig ausgeschaltet sind. Eine Fernsteuerung im ausgeschalteten Zustand ist also nicht mehr möglich; außer­dem können nach der Abschaltung eines Datenspeichers von der Stromversorgung gespeicherte Kontrolldaten für das Hörgerät verloren gehen, die dann nach jeder folgenden weiteren Ein­schaltung des Hörgerätverstärkerteils (und nicht lediglich bei Batteriewechsel) wiederholt eingegeben werden müßten. Dies wird verhindert, wenn ein Hörgerät gemäß den Ansprüchen 2 oder 3 bzw. 23 ausgebildet ist. Dadurch wird die Abschaltung eines Teiles der Hörgerätbauteile, z.B. des Verstärkerteils ("Aus"-­Stellung des Hörgerätes) ermöglicht, während gleichzeitig andere Hörgerätbauteile, z.B. Fernsteuerung und Datenspeicher, weiter an der Batterie angeschaltet sein können. In der Aus­führungsform des Anspruchs 4 oder auch des Anspruches 5 bzw. Anspruchs 24 wird eine Teilabschaltung bestimmter Hörgerätbau­teile ohne zusätzlichen Schalteraufwand ermöglicht, da ledig­lich eine Kontaktfeder innerhalb der Kontaktfederanordnung verstellt zu werden braucht.

    [0008] Eine bevorzugte Ausgestaltung ergibt sich auch aus dem Anspruch 6. Hier ist die verstellbare Kontaktfeder doppelzüngig ausge­bildet. Die Umschaltung zwischen der ersten und zweiten Schalt­position erfolgt über die eine Zunge, während die andere in diesen beiden Schaltpositionen ständig an der Batterie liegt. Wird das Hörgerät auch noch entsprechend dem Anspruch 10 aus­gebildet, so stellt die an der Batterie anliegende Doppelzunge sicher, daß die Batterie in der ersten und zweiten Schaltposi­tion elastisch gegen den Klappenboden und gleichzeitig an den ersten Kontakt gedrückt wird, so daß immer eine einwandfreie Kontaktierung ohne Wackeln der Batterie gewährleistet ist.

    [0009] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand von fünf Figuren und in Verbindung mit den weiteren Unteransprüchen.

    [0010] Es zeigen:

    Figur 1 ein hinter dem Ohr gehaltenes Hörgerät in Seitenan­sicht, das eine Batterielade und eine Kontaktfederanordnung mit einem Schaltmittel gemäß der Erfindung umfaßt,

    Figur 2 das in Fig. 1 abgebildete Hörgerät losgelöst vom Ohr in perspektivischer Ansicht mit ganz angeklappter Batterielade,

    Figur 3 das vergrößerte distale Ende des in Figur 1 abgebil­deten Hörgerätes, teilweise im Längsschnitt, mit ganz ange­klappter Batterielade,

    Figur 4 das vergrößerte distale Ende des Hörgerätes, teilweise im Längsschnitt, mit etwas abgeklappter Batterielade,

    Figur 5 das distale Ende des Hörgerätes mit völlig abgeklappter Batterielade.



    [0011] Die Figuren 1 und 2 zeigen ein hinter dem Ohr zu tragendes Hör­gerät 1, dessen Gehäuse 2, in dem die Hörgerätbauteile, wie z.B. Mikrofon, Verstärker, Hörer, Batterie usw., angeordnet sind, mittels eines Hakens 4 hinter dem Ohr 5 aufgehängt ist. Das Hörgerätgehäuse 2 ist über den Haken 4 sowie einen Schlauch 6 und einer am Ende des Schlauches angeschlossenen, im Hörgang sitzenden Ohrolive 8 (oder ein beliebiges Ohrpaßstück) mit dem Gehörgang des zu versorgenden Ohres akustisch verbunden. Das Hörgerätgehäuse 2 umfaßt eine erste und eine zweite Seiten­fläche 10 bzw. 12, eine beim Tragen dem Ohr zugewandte Vorder­fläche 14, eine dem Ohr abgewandte Rückfläche 16 und eine nach unten gerichtete distale Stirnfläche 18.

    [0012] Am die Stirnfläche 18 umfassenden distalen Ende des Hörgerätes ist eine schwenkbare Klappe 20 als Batterielade angeordnet. Die Klappe 20 ist als Teil des Hörgerätgehäuses in dem Sinne aus­gebildet, daß sie distale Teile der beiden Seitenflächen 10, 12, der Vorderfläche 14 und der Stirnfläche 18 des Hörgerätge­häuses 2 umfaßt.

    [0013] An der Stirnfläche der Klappe 20 befindet sich ein fest mit der Klappe 20 verbundener Finger 22. Er ragt etwa zur Hälfte aus der Stirnfläche 21 der ganz angeklappten Klappe 20 über die Stirnfläche 18 des Hörgerätgehäuses 2 in Richtung Rückfläche 16 des Hörgerätgehäuses 2 hinaus.

    [0014] Am hinausragenden Fingerende 23 läuft quer über die Innenfläche 24 des Fingers 22 eine wulstförmige Rastnase 25. Die Rastnase 25 rastet je nach Klappstellung der Klappe 20 wahlweise in eine von zwei Rastmulden 26, 28, die parallel zueinander an der Stirnfläche 18 des Hörgerätgehäuses 2 angeordnet sind, ein.

    [0015] Falls erwünscht, können auch umgekehrt die Rastmulden am Finger und die Rastnase entsprechend an der Stirnfläche des Gehäuses angeordnet sein.

    [0016] Die Figuren 3, 4 zeigen vergrößert das distale Ende des Hör­gerätgehäuses 2 mit der Klappe 20 als Batterielade, den Rast­nasen/Rastmulden-Mechanismus 22 bis 28, der das Ein- und Aus­schalten des Hörgerätes ohne Verwendung zusätzlicher Schalter ermöglicht, und die Kontaktfederanordnung 36, 38, 44 bis 48.

    [0017] In der Figur 3 rastet die Rastnase 25 des Fingers 22 in die erste Rastmulde 26. Die Klappe 20 ist ganz an das Hörgerätge­häuse 2 angeklappt. In dieser Raststellung sitzt eine Batterie 30 fest in einer Ausnehmung 32 der Batterielade 20. Mit ihrem, den Pluspol bildenden Mantel 33 berührt die Batterie 30 eine erste Kontaktfeder 36. Die den Minuspol bildende große Batte­riefläche 39 kontaktiert eine erste Zunge 44 einer doppelzüngig ausgebildeten zweiten Kontaktfeder 38. Diese drückt die Batte­rie 30 elastisch in die Ausnehmung 32 der Batterielade 20, wo­durch die Batterie die erste Kontaktfeder 36 kontaktiert. Die Batterie 30 drückt in der gezeichneten Stellung der Batterie­lade 20 gleichzeitig auch noch die zweite Kontaktfeder 38 in Richtung Rückfläche 16 des Hörgerätgehäuses 2. Dadurch legt sich eine zweite Zunge 46 der doppelzüngigen zweiten Kontakt­feder 38 an eine Kontaktbahn 48, die elektrisch über einen Lei­tungsananschluß 50 mit einer ersten Gruppe 52 von Hörgerätbau­teilen, die insbesondere auch das Hörgerätverstärkerteil mit umfassen, verbunden ist. Über einen weiteren Leitungsanschluß 54 steht die erste Gruppe 52 von Hörgerätbauteilen auch noch mit der ersten Kontaktfeder 36 elektrisch in Verbindung. Der Stromkreis ist damit über die erste Gruppe von Hörgerätbautei­len, insbesondere den Hörgerätverstärkerteil, geschlossen.

    [0018] Gleichzeitig ist auch noch der Stromkreis über eine zweite Gruppe von Hörgerätbauteilen 56, die insbesondere auch ein Fernsteuerteil sowie einen Datenspeicher umfaßt, geschlossen, weil die erste Kontaktfeder 36 über einen Leitungsanschluß 58 und die zweite Kontaktfeder 38 über einen Leitungsanschluß 60 mit der zweiten Gruppe 56 von Hörgerätbauteilen verbunden sind. In der "Ein"-Stellung des Hörgerätes sind also alle mit Strom zu versorgenden Gruppen 52 und 56 von Hörgerätbauteilen ge­meinsam an die Batterie angeschaltet.

    [0019] In der Figur 4 rastet die Rastnase 25 des Fingers 22 in die zweite Rastmulde 28. In dieser Raststellung kontaktiert die erste Zunge 44 der doppelzüngig ausgebildeten zweiten Kon­taktfeder 38 weiterhin die große Batteriefläche 39 der Batterie 30 und drückt damit die Batterie 30 auch weiterhin elastisch in der Ausnehmung 32 der Klappe 20. Die Batterie 30 liegt also weiterhin fest an der ersten Kontaktfeder 36. Es fließt jedoch kein Strom zwischen der Batterie 30 und der ersten Gruppe 52 von Hörgerätbauteilen, da die der Batterie 30 abgewandte zweite Zunge 46 der doppelzüngigen zweiten Kontaktfeder 38 nicht mehr die Kontaktbahn 48 kontaktiert. In dieser so definierten "Aus"-­Stellung des Hörgerätes ist nun zwar insbesondere das Hörge­rätverstärkerteil abgeschaltet; die Bauteile der zweiten Gruppe 56 von Hörgerätbauteilen, insbesondere der Fernsteuerteil und/oder Datenspeicher, bleiben jedoch weiterhin an der Batte­rie 30 angeschaltet, weil nämlich der Kontakt zur Batterie 30 über die erste Kontaktfeder 36 und den Leitungsanschluß 58 so­wie die zweite Zunge 44 der zweiten Kontaktfeder 38 und den Leitungsanschluß 60 weiter bestehen bleibt.

    [0020] Die Figur 5 zeigt die Klappe 20 in ganz geöffneter Stellung. Eine Batterie 30 kann in diesem Fall in die Ausnehmung 32 der Klappe 20 gelegt bzw. aus der Klappe 20 herausgenommen werden. Obwohl der Mantel 33 der Batterie 30 dadurch mit der ersten Kontaktfeder 36 in Kontakt bleibt, ist die zweite Kontaktfeder 38 in dieser Stellung von der zweiten großen Batteriefläche 39 abgekoppelt, so daß kein Strom fließen kann. Das Gerät ist also völlig abgeschaltet.

    [0021] Die Klappe 20 wird geschlossen, indem sie um eine zu den Sei­tenflächen 10, 12 des Hörgerätgehäuses 2 senkrechte Schwenk­achse 40 zum Gehäuse 2 hingeschwenkt wird. Die Rastnase 25 des Fingers 22 muß dabei mit erhöhtem Kraftaufwand über eine Erhö­hung 42 auf der Stirnfläche 18 gedrückt werden. Die Erhöhung 42 verhindert, daß bei angeklappter Klappe 20 die Klappe unab­sichtlich geöffnet wird.

    [0022] Die als Batterielade dienende Klappe 20 kann wieder abgeklappt werden, indem der Träger des Hörgerätes z.B. mit dem Daumen das hintere Ende des Fingers 22 ergreift und durch Zurückziehen des Fingers die Klappe in die jeweils erwünschte Stellung abklappt.

    [0023] Die Batterie 30 liegt in der Klappe 20 distal quer zu den Sei­tenflächen 10, 12 des Gehäuses 2 und wird angeklappt, also nicht wie bei vielen herkömmlichen Hörgeräten eingeschwenkt. Dadurch kann bei distal nach oben gerichtetem Hörgerät 1 bei abgeklappter Klappe 20 die Batterie 30 nicht von selbst heraus­fallen. Die zweite Zunge 44 der doppelzüngigen Kontaktfeder 38 hebt sich in diesem Klappenzustand deutlich von der Batterie­ausnehmung 32 ab. Beim Einschwenken der Batterie 30 ins Gehäuse 2 können die Kontaktfedern nicht an der Batterie haken. Die Ge­fahr, die oft bei früheren Hörgeräten bestand, nämlich daß die Kontaktfedern durch häufiges Auf- und Zumachen leicht verbogen wurden, ist durch die vorliegende Kontaktfederanordnung be­seitigt.


    Ansprüche

    1. Hörgerät mit einem Gehäuse für Hörgerätbauteile und einer schwenkbaren, mit Rastvorrichtung versehenen Batterielade, in der eine Batterie und eine Kontaktfederanordnung angeordnet sind, gekennzeichnet durch eine solche Rastvorrichtung (22, 25, 26, 28), die verschiedene Schaltpositionen für das Hörgerät ermöglicht, in denen die Kontaktfederanordnung (36 bis 38, 44 bis 48) mit unter­schiedlicher Federkraft gegen die Batterie (30) drückt.
     
    2. Hörgerät nach Anspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, daß die verschiedenen Schaltpositionen ver­schiedene elektrische Anschlußmöglichkeiten zu den im Hörgerät angeordneten Hörgerätbauteilen (52, 56) ermöglichen.
     
    3. Hörgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, gekenn­zeichnet durch ein Schaltmittel (38), durch das wahlweise alle (52, 56) oder lediglich ein Teil (56) der Hörgerätbauteile mit der Batterie (30) verbindbar oder alle (52, 56) Hörgerätbauteile gemeinsam von der Batterie abschalt­bar sind.
     
    4. Hörgerät nach Anspruch 3, dadurch gekenn­zeichnet, daß das Schaltmittel (38) wenigstens eine verstellbare Kontaktfeder innerhalb der Kontaktfederanordnung (36 bis 38, 44 bis 48) ist.
     
    5. Hörgerät nach Anspruch 4, dadurch gekenn­zeichnet, daß eine einzelne Kontaktfeder (38) inner­halb der Kontaktfederanordnung wahlweise in eine von drei Schaltpositionen verstellbar ist, wobei in der ersten Schalt­position alle (52, 56) Hörgerätbauteile, in der zweiten Schalt­position hingegen ein Teil (56) der Hörgerätbauteile mit der Batterie (30) verbunden sind, während in der dritten Position alle (52, 56) Hörgerätbauteile gemeinsam von der Batterie abge­schaltet sind.
     
    6. Hörgerät nach Anspruch 5, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Batterie (30) mit dem einen Batte­riepol (33) an einem ersten Kontakt (36) der Kontaktfederanord­nung fest anliegt und der zweite Kontakt (38) eine einzelne doppelzüngig ausgebildete Kontaktfeder ist, die mit einer ersten Zunge (44) in der ersten und zweiten Schaltposition mit unterschiedlicher Federkraft, jedoch ständig, am anderen Batte­riepol (39) der Batterie anliegt und mit einer zweiten Zunge in der ersten Schaltposition an einen ersten Verbindungskontakt (48, 50, 60) anliegt, der über alle (52, 56) mit Strom zu ver­sorgende Hörgerätbauteile mit dem ersten Kontakt (36) der Kon­taktfederanordnung verbunden ist, sowie in der zweiten Schalt­position an einem zweiten Verbindungskontakt (60) anliegt, der über lediglich einen Teil (56) der Hörgerätbauteile mit dem ersten Kontakt der Kontaktfederanordnung verbunden ist.
     
    7. Hörgerät nach Anspruch 6, dadurch gekenn­zeichnet, daß der erste Verbindungskontakt (48, 50, 60) durch die Kombination einer zu einer ersten Gruppe (52) von Hörgerätbauteilen führenden ersten elektrischen Verbindungslei­tung (48, 50) und einer zu einer zweiten Gruppe (56) von Hör­gerätbauteilen führenden zweiten elektrischen Verbindungslei­tung (60) gebildet ist und daß die zweite Zunge (46) der doppelzüngigen Kontaktfeder (38) zusammen mit der ersten Zunge (44) sowohl während der ersten als auch der zweiten Schalt­position mit der zweiten elektrischen Verbindungsleitung (60) verbunden ist, während sie lediglich in der ersten Schaltposi­tion auch noch mit der ersten elektrischen Verbindungsleitung (48, 50) verbunden ist.
     
    8. Hörgerät nach Anspruch 6 oder 7, dadurch ge­kennzeichnet, daß in der dritten Schaltposition die normalerweise an der Batterie (30) anliegende erste Zunge (44) der einzelnen doppelzüngigen Kontaktfeder (38) von der Batterie abgehoben ist, so daß die Batterie vom ersten Kontakt (36) abgehoben und ausgetauscht werden kann.
     
    9. Hörgerät nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei die Batte­rielade (20) samt Batterie (30) relativ zum Gehäuse (2) in ihrer Stellung veränderbar ist, dadurch ge­kennzeichnet, daß durch Verstellen der Batte­rie (30) die doppelzüngige Kontaktfeder (38) in die unter­schiedlichen Schaltpositionen gebracht wird.
     
    10. Hörgerät nach Anspruch 9, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Batterie (30) in einer re­lativ zum Hörgerätegehäuse (2) schwenkbaren Batterielade (20) angeordnet ist, in der die Batterie bei Kontakt mit der ersten Zunge (44) der doppelzüngigen Kontaktfeder (38) durch die erste Zunge elastisch gegen den ersten Kontakt (36) gedrückt wird, solange die Batterielade zusammen mit der Batterie sich in einer ersten Schwenkstellung, die der ersten Schaltposition der Kontaktfeder entspricht, oder in einer zweiten Schwenkstellung, die der zweiten Schaltposition der Kontaktfeder entspricht, be­findet.
     
    11. Hörgerät nach Anspruch 10, dadurch ge­kennzeichnet, daß in einer dritten Schwenkstel­lung der Batterielade (20) die erste Zunge (44) der doppelzün­gigen Kontaktfeder (38) von der Batterie (30) abgehoben ist, was der dritten Schaltposition entspricht.
     
    12. Hörgerät nach Anspruch 11, dadurch ge­kennzeichnet, daß die erste Zunge (44) in der dritten Schwenkstellung der Batterielade (20) so weit von der Batterie (30) abgehoben ist, daß die Batterie problemlos aus der Batterielade entfernt werden kann bzw. in eine leere Bat­terielade eine neue Batterie eingelegt werden kann.
     
    13. Hörgerät nach einem der Ansprüche 5 bis 12, da­durch gekennzeichnet, daß in der er­sten Schaltposition der einzelnen Kontaktfeder (38) der Hör­gerätverstärkerteil zusammen mit Hörgerätbauteilen zur Fern­steuerung und/oder Datenspeicherung mit der Batterie (30) verbunden sind.
     
    14. Hörgerät nach Anspruch 13, dadurch ge­kennzeichnet, daß in der zweiten Schaltposi­tion der einzelnen Kontaktfeder der Hörgerätverstärkerteil ab­geschaltet ist, während Hörgerätbauteile zur Fernsteuerung und/oder Datenspeicherung weiter an der Batterie (30) ange­schaltet sind.
     
    15. Hörgerät nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß in der dritten Schaltpo­sition sowohl der Hörgerätverstärkerteil als auch die Hör­gerätbauteile zur Fernsteuerung und/oder Datenspeicherung von der Batterie (30) abgeschaltet sind.
     
    16. Hörgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 17, da­durch gekennzeichnet, daß die Rast­vorrichtung einen am Gehäuse (2) angeordneten Rastna­sen/Rastmulden-Mechanismus (25, 26, 28) und einen an der Bat­terielade (20) angeordneten und über die äußere Wandung (18) des Gehäuses (2) greifender Finger (22) umfaßt.
     
    17. Hörgerät nach Anspruch 16, dadurch ge­kennzeichnet, daß die dem Gehäuse (2) zuge­wandte Innenfläche (24) des Fingers (22) sowie die der Innen­fläche des Fingers zugewandte Außenfläche (18) des Gehäuses den Rastnasen/Rastmulden-Mechanismus (25, 26, 28) umfassen.
     
    18. Hörgerät nach Anspruch 17, dadurch ge­kennzeichnet, daß sich eine Rastnase (25) am Finger (22) der Batterielade (20) befindet und zwei zugehö­ rige Rastmulden (26, 28) als Vertiefungen am Gehäuse (2) an­geordnet sind.
     
    19. Hörgerät nach Anspruch 17 oder 18, wobei das Gehäuse (2) zwei Seitenflächen (10, 12), eine Vorder- (14) und Rückfläche (16) sowie eine distale Stirnfläche (18) aufweist, da­durch gekennzeichnet, daß distale Teile von beiden Seitenflächen sowie von einer der Vorder- und Rückflächen und von der Stirnfläche als eine die Batterielade (20) abgebende Klappe ausgebildet sind, die vom Gehäuse um eine zu den Seitenflächen senkrechte Schwenkachse (40) vom Gehäuse abklappbar ist und die eine nach Abklappen von außen zugängli­cher Ausnehmung (32) für die Batterie (30) umfaßt und daß der Finger (22) an der Außenwand (21) der Klappe (20) angeordnet ist.
     
    20. Hörgerät nach Anspruch 19, dadurch ge­kennzeichnet, daß die Ausnehmung (32) für die Batterie (30) einen Klappenboden (34) umfaßt, der bei ange­klappter Klappe (20) im wesentlichen parallel zur Vorder- (14) bzw. Rückfläche (16) des Gehäuses angeordnet ist, so daß in dieser Klappenstellung eine Batterie mit ihren parallelen großen Batterieflächen (33, 39) ebenfalls im wesentlichen pa­rallel zur Vorder- und Rückfläche des Gehäuses in der Ausneh­mung liegt.
     
    21. Hörgerät nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Finger (22) an der Stirnfläche (21) der Klappe (20) angeordnet ist.
     
    22. Hörgerät nach Anspruch 21, dadurch ge­kennzeichnet, daß der Finger (22) über den vom Klappenboden (34) abgewandten Rand der Stirnfläche der Klappe hinausragt und sich das hinausragende Fingerende (23) in einem angeklappten Zustand der Klappe an dem nicht Bestandteil der Klappe bildenden Teil der Gehäusestirnfläche (18) einrasten läßt.
     
    23. Hörgerät mit einer Batterie und einer Kontaktfederanord­nung zur Verbindung der Batterie mit Hörgerätbauteilen, die mit Strom versorgt werden müssen, gekennzeichnet durch ein Schaltmittel (38), durch das wahlweise alle (52, 56) oder lediglich ein Teil (56) der Hörgerätbauteile mit der Batterie (30) verbindbar oder alle (52, 56) Hörgerät­bauteile geimeinsam von der Batterie abschaltbar sind.
     
    24. Hörgerät nach Anspruch 23, dadurch ge­kennzeichnet, daß das Schaltmittel (38) wenigstens eine verstellbare Kontaktfeder innerhalb der Kon­taktfederanordnung (36 bis 38, 44 bis 48) ist.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht