[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Hörgerät mit einer Kontaktfederanordnung
gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Das Ein- und Ausschalten bekannter Hörgeräte (z.B. DE-AS 25 03 253) erfolgt häufig
wegen Raumbedarf nicht durch einen zusätzlich angeordneten Schalter, sondern durch
eine schwenkbare Batterielade. Die zwei üblichen Kontakte sind derart in bezug auf
die Batterielade im Hörgerät eingebaut, daß beide nur dann die Batterie berühren,
wenn diese völlig in das Hörgerätgehäuse eingeschwenkt ist. In dieser ersten Stellung
("Ein"-Stellung) ist das Hörgerät eingeschaltet, d.h., alle Hörgerätbauteile, die
mit Strom versorgt werden müssen (einschließlich des Hörgerätverstärkerteils), liegen
an Spannung. Die schwenkbare Batterielade weist jedoch noch zwei zusätzliche Schwenkstellungen
auf. In einer zweiten, etwas ausgeschwenkten Stellung ("Aus"-Stellung) berührt die
Batterie höchstens eine Kontaktfeder, kann aber nicht entfernt werden oder herausfallen,
da die Batterielade nur teilweise aus dem Gehäuse ragt. Diese Stellung entspricht
dem völlig ausgeschalteten Zustand des Hörgerätes, da alle mit Strom zu versorgenden
Hörgerätbauteile (einschließlich des Hörgerätverstärkerteils) von der Batterie abgeschaltet
sind. In einer dritten Stellung ("Batteriewechsel"-Stellung) ist die Lade ganz aus
dem Hörgerätgehäuse herauszuschwenken. Die Batterie kann in dieser Stellung herausgenommen
werden.
[0003] Durch die EP-A-0 176 838 ist ferner ein Hinter-dem-Ohr-Hörgerät vorbekannt, das am
distalen Ende eine abklappbare Batterielade mit Rastnasen/Rastmulden-Einrichtung
umfaßt. Die Rast nasen/Rastmulden-Einrichtung ist jedoch als einfacher Verschluß
(nicht als z.B. Ein-und Ausschalter) für das Hörgerät ausgebildet. Wären mehrere
Rastmulden vorgesehen, so würde außerdem die Batterie in der Batterielade zumindest
bei den äußeren Raststellungen der Lade wackeln.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Hörgerät mit besonders einfacher und platzsparender
Rastvorrichtung aufzubauen, bei der zudem in verschiedenen Schaltpositionen die Batterie
nicht wackelt.
[0005] Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Das Andrücken mit unterschiedlicher Federkraft verhindert, daß die Batterie auch
in unterschiedlichen Schaltpositionen der Batterielade wackelt.
[0007] In Anbetracht der heutigen Möglichkeiten der Fernsteuerung und Datenspeicherung bei
Hörgeräten (z.B. DE-OS 34 31 584) ergibt sich bei den bekannten Hörgeräten zudem noch
der Nachteil, daß in der "Aus"-Stellung alle mit Strom zu versorgenden Hörgerätbauteile
gleichzeitig ausgeschaltet sind. Eine Fernsteuerung im ausgeschalteten Zustand ist
also nicht mehr möglich; außerdem können nach der Abschaltung eines Datenspeichers
von der Stromversorgung gespeicherte Kontrolldaten für das Hörgerät verloren gehen,
die dann nach jeder folgenden weiteren Einschaltung des Hörgerätverstärkerteils (und
nicht lediglich bei Batteriewechsel) wiederholt eingegeben werden müßten. Dies wird
verhindert, wenn ein Hörgerät gemäß den Ansprüchen 2 oder 3 bzw. 23 ausgebildet ist.
Dadurch wird die Abschaltung eines Teiles der Hörgerätbauteile, z.B. des Verstärkerteils
("Aus"-Stellung des Hörgerätes) ermöglicht, während gleichzeitig andere Hörgerätbauteile,
z.B. Fernsteuerung und Datenspeicher, weiter an der Batterie angeschaltet sein können.
In der Ausführungsform des Anspruchs 4 oder auch des Anspruches 5 bzw. Anspruchs
24 wird eine Teilabschaltung bestimmter Hörgerätbauteile ohne zusätzlichen Schalteraufwand
ermöglicht, da lediglich eine Kontaktfeder innerhalb der Kontaktfederanordnung verstellt
zu werden braucht.
[0008] Eine bevorzugte Ausgestaltung ergibt sich auch aus dem Anspruch 6. Hier ist die verstellbare
Kontaktfeder doppelzüngig ausgebildet. Die Umschaltung zwischen der ersten und zweiten
Schaltposition erfolgt über die eine Zunge, während die andere in diesen beiden Schaltpositionen
ständig an der Batterie liegt. Wird das Hörgerät auch noch entsprechend dem Anspruch
10 ausgebildet, so stellt die an der Batterie anliegende Doppelzunge sicher, daß
die Batterie in der ersten und zweiten Schaltposition elastisch gegen den Klappenboden
und gleichzeitig an den ersten Kontakt gedrückt wird, so daß immer eine einwandfreie
Kontaktierung ohne Wackeln der Batterie gewährleistet ist.
[0009] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand von fünf Figuren und in Verbindung
mit den weiteren Unteransprüchen.
[0010] Es zeigen:
Figur 1 ein hinter dem Ohr gehaltenes Hörgerät in Seitenansicht, das eine Batterielade
und eine Kontaktfederanordnung mit einem Schaltmittel gemäß der Erfindung umfaßt,
Figur 2 das in Fig. 1 abgebildete Hörgerät losgelöst vom Ohr in perspektivischer Ansicht
mit ganz angeklappter Batterielade,
Figur 3 das vergrößerte distale Ende des in Figur 1 abgebildeten Hörgerätes, teilweise
im Längsschnitt, mit ganz angeklappter Batterielade,
Figur 4 das vergrößerte distale Ende des Hörgerätes, teilweise im Längsschnitt, mit
etwas abgeklappter Batterielade,
Figur 5 das distale Ende des Hörgerätes mit völlig abgeklappter Batterielade.
[0011] Die Figuren 1 und 2 zeigen ein hinter dem Ohr zu tragendes Hörgerät 1, dessen Gehäuse
2, in dem die Hörgerätbauteile, wie z.B. Mikrofon, Verstärker, Hörer, Batterie usw.,
angeordnet sind, mittels eines Hakens 4 hinter dem Ohr 5 aufgehängt ist. Das Hörgerätgehäuse
2 ist über den Haken 4 sowie einen Schlauch 6 und einer am Ende des Schlauches angeschlossenen,
im Hörgang sitzenden Ohrolive 8 (oder ein beliebiges Ohrpaßstück) mit dem Gehörgang
des zu versorgenden Ohres akustisch verbunden. Das Hörgerätgehäuse 2 umfaßt eine erste
und eine zweite Seitenfläche 10 bzw. 12, eine beim Tragen dem Ohr zugewandte Vorderfläche
14, eine dem Ohr abgewandte Rückfläche 16 und eine nach unten gerichtete distale Stirnfläche
18.
[0012] Am die Stirnfläche 18 umfassenden distalen Ende des Hörgerätes ist eine schwenkbare
Klappe 20 als Batterielade angeordnet. Die Klappe 20 ist als Teil des Hörgerätgehäuses
in dem Sinne ausgebildet, daß sie distale Teile der beiden Seitenflächen 10, 12,
der Vorderfläche 14 und der Stirnfläche 18 des Hörgerätgehäuses 2 umfaßt.
[0013] An der Stirnfläche der Klappe 20 befindet sich ein fest mit der Klappe 20 verbundener
Finger 22. Er ragt etwa zur Hälfte aus der Stirnfläche 21 der ganz angeklappten Klappe
20 über die Stirnfläche 18 des Hörgerätgehäuses 2 in Richtung Rückfläche 16 des Hörgerätgehäuses
2 hinaus.
[0014] Am hinausragenden Fingerende 23 läuft quer über die Innenfläche 24 des Fingers 22
eine wulstförmige Rastnase 25. Die Rastnase 25 rastet je nach Klappstellung der Klappe
20 wahlweise in eine von zwei Rastmulden 26, 28, die parallel zueinander an der Stirnfläche
18 des Hörgerätgehäuses 2 angeordnet sind, ein.
[0015] Falls erwünscht, können auch umgekehrt die Rastmulden am Finger und die Rastnase
entsprechend an der Stirnfläche des Gehäuses angeordnet sein.
[0016] Die Figuren 3, 4 zeigen vergrößert das distale Ende des Hörgerätgehäuses 2 mit der
Klappe 20 als Batterielade, den Rastnasen/Rastmulden-Mechanismus 22 bis 28, der das
Ein- und Ausschalten des Hörgerätes ohne Verwendung zusätzlicher Schalter ermöglicht,
und die Kontaktfederanordnung 36, 38, 44 bis 48.
[0017] In der Figur 3 rastet die Rastnase 25 des Fingers 22 in die erste Rastmulde 26. Die
Klappe 20 ist ganz an das Hörgerätgehäuse 2 angeklappt. In dieser Raststellung sitzt
eine Batterie 30 fest in einer Ausnehmung 32 der Batterielade 20. Mit ihrem, den Pluspol
bildenden Mantel 33 berührt die Batterie 30 eine erste Kontaktfeder 36. Die den Minuspol
bildende große Batteriefläche 39 kontaktiert eine erste Zunge 44 einer doppelzüngig
ausgebildeten zweiten Kontaktfeder 38. Diese drückt die Batterie 30 elastisch in
die Ausnehmung 32 der Batterielade 20, wodurch die Batterie die erste Kontaktfeder
36 kontaktiert. Die Batterie 30 drückt in der gezeichneten Stellung der Batterielade
20 gleichzeitig auch noch die zweite Kontaktfeder 38 in Richtung Rückfläche 16 des
Hörgerätgehäuses 2. Dadurch legt sich eine zweite Zunge 46 der doppelzüngigen zweiten
Kontaktfeder 38 an eine Kontaktbahn 48, die elektrisch über einen Leitungsananschluß
50 mit einer ersten Gruppe 52 von Hörgerätbauteilen, die insbesondere auch das Hörgerätverstärkerteil
mit umfassen, verbunden ist. Über einen weiteren Leitungsanschluß 54 steht die erste
Gruppe 52 von Hörgerätbauteilen auch noch mit der ersten Kontaktfeder 36 elektrisch
in Verbindung. Der Stromkreis ist damit über die erste Gruppe von Hörgerätbauteilen,
insbesondere den Hörgerätverstärkerteil, geschlossen.
[0018] Gleichzeitig ist auch noch der Stromkreis über eine zweite Gruppe von Hörgerätbauteilen
56, die insbesondere auch ein Fernsteuerteil sowie einen Datenspeicher umfaßt, geschlossen,
weil die erste Kontaktfeder 36 über einen Leitungsanschluß 58 und die zweite Kontaktfeder
38 über einen Leitungsanschluß 60 mit der zweiten Gruppe 56 von Hörgerätbauteilen
verbunden sind. In der "Ein"-Stellung des Hörgerätes sind also alle mit Strom zu versorgenden
Gruppen 52 und 56 von Hörgerätbauteilen gemeinsam an die Batterie angeschaltet.
[0019] In der Figur 4 rastet die Rastnase 25 des Fingers 22 in die zweite Rastmulde 28.
In dieser Raststellung kontaktiert die erste Zunge 44 der doppelzüngig ausgebildeten
zweiten Kontaktfeder 38 weiterhin die große Batteriefläche 39 der Batterie 30 und
drückt damit die Batterie 30 auch weiterhin elastisch in der Ausnehmung 32 der Klappe
20. Die Batterie 30 liegt also weiterhin fest an der ersten Kontaktfeder 36. Es fließt
jedoch kein Strom zwischen der Batterie 30 und der ersten Gruppe 52 von Hörgerätbauteilen,
da die der Batterie 30 abgewandte zweite Zunge 46 der doppelzüngigen zweiten Kontaktfeder
38 nicht mehr die Kontaktbahn 48 kontaktiert. In dieser so definierten "Aus"-Stellung
des Hörgerätes ist nun zwar insbesondere das Hörgerätverstärkerteil abgeschaltet;
die Bauteile der zweiten Gruppe 56 von Hörgerätbauteilen, insbesondere der Fernsteuerteil
und/oder Datenspeicher, bleiben jedoch weiterhin an der Batterie 30 angeschaltet,
weil nämlich der Kontakt zur Batterie 30 über die erste Kontaktfeder 36 und den Leitungsanschluß
58 sowie die zweite Zunge 44 der zweiten Kontaktfeder 38 und den Leitungsanschluß
60 weiter bestehen bleibt.
[0020] Die Figur 5 zeigt die Klappe 20 in ganz geöffneter Stellung. Eine Batterie 30 kann
in diesem Fall in die Ausnehmung 32 der Klappe 20 gelegt bzw. aus der Klappe 20 herausgenommen
werden. Obwohl der Mantel 33 der Batterie 30 dadurch mit der ersten Kontaktfeder 36
in Kontakt bleibt, ist die zweite Kontaktfeder 38 in dieser Stellung von der zweiten
großen Batteriefläche 39 abgekoppelt, so daß kein Strom fließen kann. Das Gerät ist
also völlig abgeschaltet.
[0021] Die Klappe 20 wird geschlossen, indem sie um eine zu den Seitenflächen 10, 12 des
Hörgerätgehäuses 2 senkrechte Schwenkachse 40 zum Gehäuse 2 hingeschwenkt wird. Die
Rastnase 25 des Fingers 22 muß dabei mit erhöhtem Kraftaufwand über eine Erhöhung
42 auf der Stirnfläche 18 gedrückt werden. Die Erhöhung 42 verhindert, daß bei angeklappter
Klappe 20 die Klappe unabsichtlich geöffnet wird.
[0022] Die als Batterielade dienende Klappe 20 kann wieder abgeklappt werden, indem der
Träger des Hörgerätes z.B. mit dem Daumen das hintere Ende des Fingers 22 ergreift
und durch Zurückziehen des Fingers die Klappe in die jeweils erwünschte Stellung abklappt.
[0023] Die Batterie 30 liegt in der Klappe 20 distal quer zu den Seitenflächen 10, 12 des
Gehäuses 2 und wird angeklappt, also nicht wie bei vielen herkömmlichen Hörgeräten
eingeschwenkt. Dadurch kann bei distal nach oben gerichtetem Hörgerät 1 bei abgeklappter
Klappe 20 die Batterie 30 nicht von selbst herausfallen. Die zweite Zunge 44 der
doppelzüngigen Kontaktfeder 38 hebt sich in diesem Klappenzustand deutlich von der
Batterieausnehmung 32 ab. Beim Einschwenken der Batterie 30 ins Gehäuse 2 können
die Kontaktfedern nicht an der Batterie haken. Die Gefahr, die oft bei früheren Hörgeräten
bestand, nämlich daß die Kontaktfedern durch häufiges Auf- und Zumachen leicht verbogen
wurden, ist durch die vorliegende Kontaktfederanordnung beseitigt.
1. Hörgerät mit einem Gehäuse für Hörgerätbauteile und einer schwenkbaren, mit Rastvorrichtung
versehenen Batterielade, in der eine Batterie und eine Kontaktfederanordnung angeordnet
sind, gekennzeichnet durch eine solche Rastvorrichtung (22, 25, 26, 28), die verschiedene Schaltpositionen für
das Hörgerät ermöglicht, in denen die Kontaktfederanordnung (36 bis 38, 44 bis 48)
mit unterschiedlicher Federkraft gegen die Batterie (30) drückt.
2. Hörgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen Schaltpositionen verschiedene elektrische Anschlußmöglichkeiten
zu den im Hörgerät angeordneten Hörgerätbauteilen (52, 56) ermöglichen.
3. Hörgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein Schaltmittel (38), durch das wahlweise alle (52, 56) oder lediglich ein Teil
(56) der Hörgerätbauteile mit der Batterie (30) verbindbar oder alle (52, 56) Hörgerätbauteile
gemeinsam von der Batterie abschaltbar sind.
4. Hörgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltmittel (38) wenigstens eine verstellbare Kontaktfeder innerhalb der
Kontaktfederanordnung (36 bis 38, 44 bis 48) ist.
5. Hörgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine einzelne Kontaktfeder (38) innerhalb der Kontaktfederanordnung wahlweise
in eine von drei Schaltpositionen verstellbar ist, wobei in der ersten Schaltposition
alle (52, 56) Hörgerätbauteile, in der zweiten Schaltposition hingegen ein Teil (56)
der Hörgerätbauteile mit der Batterie (30) verbunden sind, während in der dritten
Position alle (52, 56) Hörgerätbauteile gemeinsam von der Batterie abgeschaltet sind.
6. Hörgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Batterie (30) mit dem einen Batteriepol (33) an einem ersten Kontakt (36)
der Kontaktfederanordnung fest anliegt und der zweite Kontakt (38) eine einzelne
doppelzüngig ausgebildete Kontaktfeder ist, die mit einer ersten Zunge (44) in der
ersten und zweiten Schaltposition mit unterschiedlicher Federkraft, jedoch ständig,
am anderen Batteriepol (39) der Batterie anliegt und mit einer zweiten Zunge in der
ersten Schaltposition an einen ersten Verbindungskontakt (48, 50, 60) anliegt, der
über alle (52, 56) mit Strom zu versorgende Hörgerätbauteile mit dem ersten Kontakt
(36) der Kontaktfederanordnung verbunden ist, sowie in der zweiten Schaltposition
an einem zweiten Verbindungskontakt (60) anliegt, der über lediglich einen Teil (56)
der Hörgerätbauteile mit dem ersten Kontakt der Kontaktfederanordnung verbunden ist.
7. Hörgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Verbindungskontakt (48, 50, 60) durch die Kombination einer zu einer
ersten Gruppe (52) von Hörgerätbauteilen führenden ersten elektrischen Verbindungsleitung
(48, 50) und einer zu einer zweiten Gruppe (56) von Hörgerätbauteilen führenden zweiten
elektrischen Verbindungsleitung (60) gebildet ist und daß die zweite Zunge (46) der
doppelzüngigen Kontaktfeder (38) zusammen mit der ersten Zunge (44) sowohl während
der ersten als auch der zweiten Schaltposition mit der zweiten elektrischen Verbindungsleitung
(60) verbunden ist, während sie lediglich in der ersten Schaltposition auch noch
mit der ersten elektrischen Verbindungsleitung (48, 50) verbunden ist.
8. Hörgerät nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß in der dritten Schaltposition die normalerweise an der Batterie (30) anliegende
erste Zunge (44) der einzelnen doppelzüngigen Kontaktfeder (38) von der Batterie abgehoben
ist, so daß die Batterie vom ersten Kontakt (36) abgehoben und ausgetauscht werden
kann.
9. Hörgerät nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei die Batterielade (20) samt Batterie
(30) relativ zum Gehäuse (2) in ihrer Stellung veränderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß durch Verstellen der Batterie (30) die doppelzüngige Kontaktfeder (38) in die
unterschiedlichen Schaltpositionen gebracht wird.
10. Hörgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Batterie (30) in einer relativ zum Hörgerätegehäuse (2) schwenkbaren Batterielade
(20) angeordnet ist, in der die Batterie bei Kontakt mit der ersten Zunge (44) der
doppelzüngigen Kontaktfeder (38) durch die erste Zunge elastisch gegen den ersten
Kontakt (36) gedrückt wird, solange die Batterielade zusammen mit der Batterie sich
in einer ersten Schwenkstellung, die der ersten Schaltposition der Kontaktfeder entspricht,
oder in einer zweiten Schwenkstellung, die der zweiten Schaltposition der Kontaktfeder
entspricht, befindet.
11. Hörgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß in einer dritten Schwenkstellung der Batterielade (20) die erste Zunge (44)
der doppelzüngigen Kontaktfeder (38) von der Batterie (30) abgehoben ist, was der
dritten Schaltposition entspricht.
12. Hörgerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Zunge (44) in der dritten Schwenkstellung der Batterielade (20) so
weit von der Batterie (30) abgehoben ist, daß die Batterie problemlos aus der Batterielade
entfernt werden kann bzw. in eine leere Batterielade eine neue Batterie eingelegt
werden kann.
13. Hörgerät nach einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß in der ersten Schaltposition der einzelnen Kontaktfeder (38) der Hörgerätverstärkerteil
zusammen mit Hörgerätbauteilen zur Fernsteuerung und/oder Datenspeicherung mit der
Batterie (30) verbunden sind.
14. Hörgerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß in der zweiten Schaltposition der einzelnen Kontaktfeder der Hörgerätverstärkerteil
abgeschaltet ist, während Hörgerätbauteile zur Fernsteuerung und/oder Datenspeicherung
weiter an der Batterie (30) angeschaltet sind.
15. Hörgerät nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß in der dritten Schaltposition sowohl der Hörgerätverstärkerteil als auch die
Hörgerätbauteile zur Fernsteuerung und/oder Datenspeicherung von der Batterie (30)
abgeschaltet sind.
16. Hörgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastvorrichtung einen am Gehäuse (2) angeordneten Rastnasen/Rastmulden-Mechanismus
(25, 26, 28) und einen an der Batterielade (20) angeordneten und über die äußere
Wandung (18) des Gehäuses (2) greifender Finger (22) umfaßt.
17. Hörgerät nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Gehäuse (2) zugewandte Innenfläche (24) des Fingers (22) sowie die der
Innenfläche des Fingers zugewandte Außenfläche (18) des Gehäuses den Rastnasen/Rastmulden-Mechanismus
(25, 26, 28) umfassen.
18. Hörgerät nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß sich eine Rastnase (25) am Finger (22) der Batterielade (20) befindet und zwei
zugehö rige Rastmulden (26, 28) als Vertiefungen am Gehäuse (2) angeordnet sind.
19. Hörgerät nach Anspruch 17 oder 18, wobei das Gehäuse (2) zwei Seitenflächen (10,
12), eine Vorder- (14) und Rückfläche (16) sowie eine distale Stirnfläche (18) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß distale Teile von beiden Seitenflächen sowie von einer der Vorder- und Rückflächen
und von der Stirnfläche als eine die Batterielade (20) abgebende Klappe ausgebildet
sind, die vom Gehäuse um eine zu den Seitenflächen senkrechte Schwenkachse (40) vom
Gehäuse abklappbar ist und die eine nach Abklappen von außen zugänglicher Ausnehmung
(32) für die Batterie (30) umfaßt und daß der Finger (22) an der Außenwand (21) der
Klappe (20) angeordnet ist.
20. Hörgerät nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (32) für die Batterie (30) einen Klappenboden (34) umfaßt, der
bei angeklappter Klappe (20) im wesentlichen parallel zur Vorder- (14) bzw. Rückfläche
(16) des Gehäuses angeordnet ist, so daß in dieser Klappenstellung eine Batterie mit
ihren parallelen großen Batterieflächen (33, 39) ebenfalls im wesentlichen parallel
zur Vorder- und Rückfläche des Gehäuses in der Ausnehmung liegt.
21. Hörgerät nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Finger (22) an der Stirnfläche (21) der Klappe (20) angeordnet ist.
22. Hörgerät nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Finger (22) über den vom Klappenboden (34) abgewandten Rand der Stirnfläche
der Klappe hinausragt und sich das hinausragende Fingerende (23) in einem angeklappten
Zustand der Klappe an dem nicht Bestandteil der Klappe bildenden Teil der Gehäusestirnfläche
(18) einrasten läßt.
23. Hörgerät mit einer Batterie und einer Kontaktfederanordnung zur Verbindung der
Batterie mit Hörgerätbauteilen, die mit Strom versorgt werden müssen, gekennzeichnet durch ein Schaltmittel (38), durch das wahlweise alle (52, 56) oder lediglich ein Teil
(56) der Hörgerätbauteile mit der Batterie (30) verbindbar oder alle (52, 56) Hörgerätbauteile
geimeinsam von der Batterie abschaltbar sind.
24. Hörgerät nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltmittel (38) wenigstens eine verstellbare Kontaktfeder innerhalb der
Kontaktfederanordnung (36 bis 38, 44 bis 48) ist.