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EP 0 255 863 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.07.1992 Patentblatt 1992/27 |
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Anmeldetag: 25.06.1987 |
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Geschirrspülmaschine
Dishwashing machine
Lave-vaisselle
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR IT |
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Priorität: |
04.08.1986 DE 3626351
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.02.1988 Patentblatt 1988/07 |
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Patentinhaber: Licentia Patent-Verwaltungs-GmbH |
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60596 Frankfurt (DE) |
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Erfinder: |
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- Stamminger, Rainer, Dr., Dipl.-Phys.
D-8560 Lauf (DE)
- Käfferlein, Heinz
D-8500 Nürnberg (DE)
- Krueger, Wolf-Dieter
D-8500 Nuernberg (DE)
- Kohles, Karlheinz
D-8500 Nuernberg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 188 858 DE-A- 2 949 254 FR-A- 2 367 475 US-A- 3 888 269
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DE-A- 2 013 716 DE-A- 3 424 711 FR-A- 2 417 967
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Eine bekannte Geschirrspülmaschine dieser Art (US-A-3 888 269) ist mit einer Programmschalteinrichtung
zur Steuerung eines mehrgängigen Gesamtspülganges versehen. Die Programmschalteinrichtung
steuert dabei nacheinander zunächst das Vorspülen aus vier aufeinanderfolgenden Vorspülgängen,
einen Reinigungsgang mit aufgeheizter Spülflüssigkeit und Spülmittelzugabe in die
Spülflüssigkeit, zwei nachfolgende Klarspülgänge und schließlich einen Trocknungsgang.
In den Programmschritten für Vorspülen, dem Reinigungsgang und die Zwischenspülgänge
wird Flüssigkeit in einen Spülbehälter der Geschirrspülmaschine eingelassen, die von
einer Umwälzpumpe über Sprühvorrichtungen umgepumpt wird. Die Programmschalteinrichtung
weist auch Programmschritte auf, durch die zwischen den vorgenannten Spülgängen jeweils
ein Spülflüssigkeitswechsel gesteuert wird, der aus dem vollständigen Abpumpen der
Spülflüssigkeit und dem Zulauf von frischem Wasser für den folgenden Spülgang besteht.
An die Programmschalteinrichtung ist außerdem ein Sensor zur Erfassung des Verschmutzungsgrades
der Spülflüssigkeit angeschaltet, der während der einzelnen Vorspülgänge die Trübung
der Spülflüssigkeit mißt. Wenn dieser Sensor im jeweils laufenden Vorspülgang ein
Signal abgibt, das eine mindere, unter einem Grenzwert liegende Verschmutzung der
Spülflüssigkeit signalisiert, dann schaltet die Programmschalteinrichtung sofort auf
den Programmschritt für den Reinigungsgang um. Hierbei wird der sonst nach dem Spülgang
folgende Spülflüssigkeitswechsel ausgeblendet, so daß die Spülflüssigkeit aus dem
Vorspülgang in den Reinigungsgang übernommen wird. Die Messung der Trübung der Vorspül-Spülflüssigkeit
erfolgt hierbei jedoch erst im zweiten Vorspülgang und wird bedarfsweise im dritten
Vorspülgang wiederholt mit der Folge, daß bei minderer Verschmutzung der Vorspül-Spülflüssigkeit
wieder die unmittelbare Umschaltung auf den Reinigungsgang erfolgt und bei über dem
Grenzwert liegender Verschmutzung der vierte Vorspülgang komplett einschließlich eines
Spülflüssigkeitswechsels abgearbeitet wird. Nach dem Abschluß des Vorspülens erfolgt
keine Beeinflußung der nachfolgenden Spülgänge mehr durch den Sensor zur Erfassung
des Verschmutzungsgrades. Der nachfolgende Reinigungsgang und die anschließenden beiden
Zwischenspülgänge werden dann im jeden Fall abgearbeitet. Bei dieser Ausgestaltung
tritt ersichtlich ein beachtlicher Wasserverbrauch und zumindest der für die Umwälzung
der Spülflüssigkeit in diesen Spülgängen erforderliche Energieverbrauch auf.
[0003] Es ist auch eine Geschirrspülmaschine bekannt (EP-A-0 188 158), deren Programmschalteinrichtung
einen mehrgängigen Gesamtspülgang aus drei Vorspülgängen, zwei Reinigungsgängen mit
erwärmter Spülflüssigkeit und Waschmittelzugabe und einen Zwischenspülgang steuert,
an den sich ein Programmschritt für einen Trockengang anschließt. Zwischen den einzelnen
Spülgängen ist jeweils ein Programmschritt für die Durchführung eines Spülflüssigkeitswechsels
vorgesehen. Die Programmschalteinrichtung ist hier mit einem Sensor zur Erfassung
des Verschmutzungsgrades der Spülflüssigkeit in den Vorspülgängen verbunden. Bei über
einem Grenzwert liegender Verschmutzung der Spülflüssigkeit im jeweiligen Vorspülgang
wird danach jeweils die Vorspül-Flüssigkeit abgepumpt und ein neuer Vorspülgang durchgeführt.
Wenn auch im dritten Vorspülgang eine zu hohe Verschmutzung signalisiert wird, erfolgt
ein Abbruch des Programmablaufs, weil dann mit einem Fehler in der Steuerung gerechnet
werden muß. Wenn der Sensor dagegen keine über dem Grenzwert liegende Verschmutzung
feststellt, wird der jeweils laufende Vorspülgang bis zu seinem Ende abgearbeitet
und in jedem Fall ein Spülflüssigkeitswechsel durchgeführt. Danach werden die vorgegebenen
Reinigungsgänge und der Zwischenspülgang unverändert durchgeführt. Auch bei der so
gesteuerten Geschirrspülmaschine ist ein hoher Wasserverbrauch und zumindest der für
das Umpumpen der Spülflüssigkeit erforderliche Energieverbrauch gegeben.
[0004] Schließlich ist auch eine Geschirrspülmaschine bekannt (FR-A-2 417 967), bei der
an die Ausgangsleitung einer Umwälzpumpe für das Umpumpen von Spülflüssigkeit ein
Drucksensor zur Erfassung des Verschmutzungsgrades der Spülflüssigkeit angesetzt ist.
Dieser Sensor steuert die Programmschalteinrichtung in der Weise, daß im jeweils ablaufenden
Spülgang eines mehrgängigen Gesamtspülganges zu Beginn Flüssigkeit solange in den
Spülbehälter eingelassen wird, bis der abgefühlte Druck an der Pumpenausgangsleitung
einen vorgegebenen Wert aufweist. Hierdurch wird sichergestellt, daß die Geschirrspülmaschine
mit der für diesen Druckwert erforderlichen minimalen Wassermenge arbeiten kann. Im
weiteren Ablauf des Spülprogrammes wird dann ein zweiter, höherer Druckwert vorgegeben.
Hierfür wird wieder Spülflüssigkeit solange zugeführt, bis am Pumpenausgang der vorgegebene
Druckwert erreicht ist. Dieser Druckwert wird demnach ebenfalls mit der geringstmöglichen
Flüssigkeitsmenge erreicht. Dabei ist der vom Sensor erfasste Druckwert abhängig vom
Verschmutzungsgrad der Spülflüssigkeit in der Weise, daß mit zunehmendem Verschmutzungsgrad
eine größere Spülflüssigkeitsmenge vorhanden sein muß, bis der jeweils vorgegebene
Druckwert erreicht ist. Dabei können noch Maßnahmen vorgesehen sein, um den gesamten
Spülkreislauf in Funktion davon zu verlängern oder zu verkürzen, ob das Geschirr rein
ist oder nicht. Es können dann unnötige Füllkreisläufe ausgeschaltet oder zusätzliche
Kreisläufe hinzugefügt werden. Es sind jedoch auch hier zwischen den einzelnen Spülgängen
komplette Spülflüssigkeitswechsel vorgesehen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Geschirrspülmaschine gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 Maßnahmen zu treffen, durch welche bei geringer Verschmutzung
des zu spülenden Geschirrs eine weitere Reduzierung des Wasser-und Energieverbrauchs
ermöglicht wird.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale
des Anspruchs 1.
[0007] Bei einer Ausgestaltung einer Geschirrspülmaschine gemäß der Erfindung wird davon
ausgegangen, daß im einzigen Vorspülgang die am zu reinigenden Geschirr haftenden
Schmutzteile abgelöst werden, die mit einer Spülflüssigkeit ohne Reinigungsmittelzugabe
sich üblicherweise ablösen. Ein wesentlich größerer Teil dieser zunächst ablösbaren
Schmutzteile läßt sich auch in einem weiteren Vorspülgang nicht vom Geschirr entfernen,
so daß der Wasser- und Energieaufwand für weitere Vorspülgänge eingespart wird. Die
nach dem Vorspülgang am Geschirr verbleibenden, im wesentlichen nur durch Reinigungsmittelzugabe
zur erwärmten Spülflüssigkeit lösbaren Schmutzanteile führen dann im dementsprechend
durchgeführten nachfolgenden Reinigungsgang zu einer Verschmutzung der Reinigungs-Spülflüssigkeit.
Wenn die daraus resultierende Verschmutzung oberhalb eines vorgegebenen Grenzwertes
liegt, wird der Reinigungsvorgang komplett abgearbeitet, wobei während des Reinigungsganges
ein Programmschritt vorgesehen ist, in dem eine Teilmenge der verschmutzten Spülflüssigkeit
aus dem Bereich der für die Filterung der Spülflüssigkeit vorgesehenen Siebe abgeführt
wird, wo die Schmutzteile in konzentrierter Form angehäuft sind. Die entfernte Teilmenge
der Spülflüssigkeit wird dann durch Frischwasser ersetzt. Auf Grund der hohen Verschmutzung
im Reinigungsgang werden dann zwei nachfolgende Zwischenspülgänge durchgeführt. Wenn
dagegen im Reinigungsgang ein minderer, unter dem Grenzwert liegender Verschmutzungsgrad
der Spülflüssigkeit vom Sensor ermittelt wird, dann wird die Teilentleerung im Reinigungsgang
nicht ausgeführt und auch nur ein einziger Zwischenspülgang abgearbeitet. Bei sehr
geringer Verschmutzung des zu reinigenden Geschirrs wird demnach die für den Vorspülgang
vorgesehene Reinigungsflüssigkeit in den Reinigungsgang übernommen und dort unter
Erwärmung und Zusatz von Spülmitteln für den Reinigungsgang ausgenutzt. Es erfolgt
auch keine Teilentleerung im Reinigungsgang und nur ein einziger Zwischenspülgang.
Es wird hierbei somit die für den Reinigungsgang und die im Reinigungsgang als Ersatz
für die Teilentleerung erforderliche Flüssigkeitsmenge sowie auf die Flüssigkeitsmenge
für einen Zwischenspülgang eingespart. Auch die Programmablaufdauer kann entsprechend
verkürzt werden.
[0008] Ist die Verschmutzung nur im Reinigungsgang gering, dann wird nach der Durchführung
eines kompletten Vorspülganges die Teilentleerung im Reinigungsgang und ein Zwischenspülgang
und die dafür erforderlichen Flüssigkeitsmengen eingespart. Der Grenzwert für das
vom Sensor gelieferte Signal kann dabei einstellbar sein, um in unterschiedlichen
Spülgängen auch unterschiedliche Verschmutzungsgrade als Ausgangsbasis für die Feststellung
eines minderen bzw. erhöhten Verschmutzungsgrades vorbestimmen zu können. Ermittelt
der Sensor im übrigen einen geringen Verschmutzungsgrad, dann wird die der Geschirrspülmaschine
zugeordnete Programmsteuerung so beeinflußt, daß die in diesem Falle verkürzbaren
Programmabschnitte übersprungen werden bzw. das Einschalten der Entleerungspumpe verhindert
wird.
[0009] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von Skizzen eines Ausführungsbeispiels näher
erläutert.
[0010] Es zeigen:
Figur 1: Eine Prinzipdarstellung einer Geschirrspülmaschine mit Steuereinrichtungen
für einen verkürzten Programmablauf und
Figur 2: Ein Schema eines ungekürzten Programmablaufs sowie
Figur 3 ein Schema für einen verkürzten Programmablauf.
[0011] Im Spülgutbehälter (1) einer Geschirrspülmaschine befindet sich ein oberer Sprüharm
(2) und ein unterer Sprüharm (3), die über zugehörige Druckleitungen (4 bzw. 5) mit
Spülflüssigkeit gespeist werden. Die Druckleitungen (4,5) zweigen von einer Strömungsumsteuervorrichtung
(6), zum Beispiel einem kontinuierlich umlaufenden Drehschieber ab, der an den Druckstutzen
(7) einer Umwälzpumpe (8) angeschlossen ist. Von der Umwälzpumpe (8) führt ein Ansaugstutzen
(9) in eine Ablaufwanne (10), die im Boden (11) des Spülgutbehälters (1) vorgesehen
und durch ein trichterförmiges Feinsieb (12) zum Innenraum (13) des Spülgutbehälters
(1) hin abgedeckt ist. Das Feinsieb (12) geht im unteren Teil in einen zylindrischen,
senkrecht nach unten gerichteten Feinsiebzylinder (14) über, der in einen Ablaufschacht
(15) mündet. Vom Ablaufschacht (15) führt ein Ablaufstutzen (16) zu einer nicht dargestellten
Entleerungspumpe. Innerhalb des Feinsiebzylinders (14) befindet sich ein Grobsieb
(17). Das Füllen des Spülgutbehälters mit Flüssigkeit erfolgt über eine Wasserleitung
(18) mit eingeschaltetem steuerbarem Ventil (19), das über eine auch die Umwälzpumpe
(8) und andere elektrische Bautteile steuernden Programmschalteinrichtung (20) gesteuert
wird.
[0012] Um den Verschmutzungsgrad der Spülflüssigkeit, die durch den Zusatz von Spülmittel
zum eingefüllten Wasser erzeugt wird in den aufeinanderfolgenden Spülgängen des von
der Programmschalteinrichtung (20) gesteuerten Gesamtspülprogramms während der Reinigung
von verschmutzten Gütern zu ermitteln, ist im Spülsystem wenigstens ein Sensor (21)
angeordnet, der ein vom ermittelten Verschmutzungsgrad abhängiges Steuersignal an
die Programmschalteinrichtung abgibt. Dabei können in unterschiedlichen Spülgängen
auch unterschiedliche Verschmutzungsgrade als Ausgangsbasis für die Feststellung eines
minderen bzw. erhöhten Verschmutzungsgrades vorbestimmt werden.
[0013] Der Sensor (21) kann dabei als Drucksensor (21.1) ausgebildet werden, der an den
Druckstutzen der Umwälzpumpe angeschlossen ist. Es können jedoch auch Drucksensoren
(21.2 bzw. 21.3) an die Druckleitungen (4) bzw. (5) zu den Sprüharmen (2) bzw. (3)
angeschlossen werden. Auch kann ein Drucksensor (21.4) dem Ansaugstutzen (9) der Umwälzpumpe
(8) zugeordnet werden. Der Sensor (21) kann jedoch auch als optischer Sensor ausgebildet
sein und auf die Trübung der Spülflüssigkeit ansprechen. Daneben ist es aber auch
möglich, mit dem Sensor (21) die Wichte der Spülflüssigkeit oder die Strömungsgeschwindigkeit
der Spülflüssigkeit zu erfassen. Es kann jedoch auch mit einem Sensor (21.5) die Drehzahl
der Sprüharme (2 bzw. 3) abgetastet werden. Ebenso kann mit einem Sensor (21.6) die
leistungsabhänige Drehzahl der Umwälzpumpe (8) oder die Stromaufnahme des Antriebsmotors
für die Umwälzpumpe (8) erfaßt werden. Schließlich ist es auch möglich, das in Spülbetrieb
sich einstellende dynamische Arbeitsniveau des Flüssigkeitsstandes in der Ablaufwanne
(10) abzutasten, das sich mit dem Verschmutzungsgrad ändert. Ferner kann im Spülflüssigkeitsweg,
insbesondere im Rohrsystem ein Beipaßweg vorgesehen werden, in dem ein Filtersieb
angeordnet ist, wobei ein Drucksensor den am Filtersieb auftretenden Druckverlust
oder Staudruck misst. Dieses Filtersieb muß nach jedem Spülgang freigespült werden,
um Verfälschungen des Meßergebnisses aus vorausgehenden Spülgängen zu vermeiden.
[0014] Zu Beginn eines Spülganges wird die Spülflüssigkeit praktisch mit dem Verschmutzungsgrad
0 im Spülsystem umgepumpt. Wird beispielsweise der Drucksensor (21.1) zur Ermittlung
des Verschmutzungsgrades herangezogen, dann steht daran zunächst der maximal erreichbare
Druck im Spülsystem an. Fällt dieser Druck im Laufe des jeweils abzuarbeitenden Spülganges
unter einen vorbestimmten Wert, der im Vorspülgang anders als im Reinigungsgang sein
kann, dann bedeutet das eine normale oder erhöhte Verschmutzung des zu spülenden Gutes.
Es besteht dann kein Anlaß dazu, ein übliches Grundspülprogramm gemäß Figur 2 abzuändern.
Demnach wird nach dem Zulauf von Wasser für den Vorspülgang der von der Programmschalteinrichtung
vorgegebene komplette Vorspülgang ausgeführt. Nachdem die im Verlauf des Vorspülganges
verfolgte Druckmessung einen normalen bis hohen Verschmutzungsgrad signalisiert, wird
der Vorspülgang bis zum Ende abgearbeitet. Es erfolgt dort eine Entleerung der schmutzbeladenen
Spülflüssigkeit und ein erneuter Zulauf von Frischwasser für den nachfolgenden Reinigungsgang.
Ergibt die vorzugsweise am Ende des Aufheizvorganges für die Reinigungsflüssigkeit
erfolgende Druckmessung wieder einen normalen bis erhöhten Verschmutzungsgrad, wird
eine teilweise Entleerung von Spülflüssigkeit über die Entleerungspumpe vorgenommen.
Dabei wird insbesondere der im Grobsieb und im Ablaufschacht angesammelte Hauptteil
von Verschmutzungen aus der Spülflüssigkeit entfernt und anschließend der Spülflüssigkeitspegel
wieder auf das Ausgangsniveau aufgefüllt, sowie der laufende Reinigungsgang bis zum
maximalen, von der Programmschalteinrichtung (20) vorgegebenen End. weitergeführt.
Es fügen sich dann jeweils nach einer Entleerung und erneutem Zulauf von Wasser beispielsweise
zwei Zwischenspülgänge und ein Klarspülgang an, wobei in letzterem die Spülflüssigkeit
wieder aufgeheizt wird, damit das zu spülende Gut für den anschließenden Trockengang
am Ende des Gesamtspülganges getrocknet aus der Geschirrspülmaschine entnommen werden
kann.
[0015] Wird über den Sensor (21) eine unter einem vorbestimmten Wert liegende Verschmutzung
im Vorspülgang ermittelt, dann wird gemäß Figur 3 ab dem Zeitpunkt der Auswertung
der Druckmessung die restliche Zeitdauer des Vorspülganges im Programmablauf ausgeblendet
bzw. überfahren. Ist der Verschmutzungsgrad sehr gering, dann kann die Spülflüssigkeit
aus dem Vorspülgang unmittelbar für den nachfolgenden Reinigungsgang verwendet werden.
Es braucht dann kein aus Entleerung und Zulauf bestehender Wasserwechsel vorgenommen
zu werden. Bei höherem, jedoch unter dem Normalwert liegenden Verschmutzungsgrad ist
es zweckmäßig, einen Wasserwechsel vorzunehmen. In jedem Fall wird dann jedoch die
Programmablaufdauer um den ausgeblendeten Teil des Vorspülganges verkürzt. Wird im
nachfolgenden Reinigungsang zum Zeitpunkt der Druckmessung ein unterhalb des Normalwertes
liegender Verschmutzungsgrad festgestellt, dann kann der Teilwasserwechsel nach dem
Aufheizen der Reinigungsflüssigkeit entfallen und zumindest der für den Wasserwechsel
erforderliche Programmzeitabschnitt ausgeblendet werden. Gegebenenfalls kann dabei
auch der Zeitraum verkürzt werden, in dem das Geschirr nach dem Ende der Aufheizphase
weitergespült wird. Diese Weiterspüldauer kann abhängig vom Verschmutzungsgrad gewählt
werden. Am Ende des Reinigungsganges erfolgt wieder ein Wasserwechsel, wobei einer
der Zwischenspülgänge ausgeblendet wird. Danach folgt in unverändertem Programmablauf
der Klarspülgang und Trockengang. Soweit in den ausgeblendeten Teilen von Spülgängen
keine Heizenergie eingespart wird, ergibt sich jedoch durch den entsprechend verkürzten
Lauf der Umwälzpumpe neben dem eingesparten Wasser auch eine Verminderung der Antriebsenergie
für die Umwälzpumpe und insgesamt ein verkürzter Spülprogrammablauf.
[0016] Da sich bei ändernden Druckverhältnissen im Spülsystem auch die Geschwindigkeit der
Spülflüssigeit verändert, kann der Verschmutzungsgrad über einen auf die Strömungsgeschwindigkeit
ansprechenden Sensor ermittelt werden.
[0017] Bei sich ändernden Druckverhältnissen im Spülsystem verändert sich aber auch die
Umlaufgeschwindigkeit der durch Rückstoß angetriebenen Sprüharme, so daß deren Drehgeschwindigkeit
ebenfalls ein Maß für den Verschmutzungsgrad sein kann. Außerdem ändert sich mit der
vom Verschmutzungsgrad abhängigen Dichte der Spülflüssigkeit der Leistungsbedarf für
den Antriebsmotor der Umwälzpumpe, so daß sich über deren Drehzahl oder Stromaufnahme
ebenfalls durch entsprechende Sensoren der Verschmutzungsgrad ermitteln läßt. Ferner
ändert sich bei unterschiedlichem Fördervolumen der Umwälzpumpe auch der Flüssigkeitsstand
in der Ablaufwanne, so daß hieraus über einen Niveausensor (21.7) der Verschmutzungsgrad
ermittelt werden kann.
1. Geschirrspülmaschine mit einer zur Steuerung eines mehrgängigen Gesamtspülganges vorgesehenen
Programmschalteinrichtung (20), die zumindest nacheinander ablaufende Programmschritte
für einen Reinigungsgang mit aufgeheizter Reinigungsflüssigkeit und Zwischenspülgänge
steuert, in welchen Flüssigkeit in einen Spülbehälter (1,13) eingelassen wird, die
von einer Umwälzpumpe (8) über Sprühvorrichtungen (2,3) umgepumpt wird, wobei zwischen
den einzelnen Spülgängen jeweils ein Flüssigkeitswechsel vorgesehen ist, der aus dem
vollständigen Abpumpen der Flüssigkeit und dem Zulauf von frischem Wasser in den folgenden
Spülgang besteht, und mit einem Sensor (21) zur Erfassung des Verschmutzungsgrades
der Flüssigkeit der bei minderer, unter einem Grenzwert liegender Verschmutzung der
Spülflüssigkeit beim Vorspülen ein Signal an die Programmschalteinrichtung (20) abgibt,
das den Spülflüssigkeitswechsel nach dem Vorspülen unterbindet bzw. die Programmschalteinrichtung
(20) über den unmittelbar folgenden Programmschritt für den Spülflüssigkeitswechsel
hinwegschaltet, dadurch gekennzeichnet, daß die Programmschalteinrichtung (20) einen
Programmschritt für nur einen einzigen Vorspülgang aufweist,
daß im Programmschritt für den Reinigungsgang der Sensor (21) eingeschaltet ist,
daß im Programmschritt für den Reinigungsgang ein Teilflüssigkeitswechsel vorgesehen
ist, in dem nur eine Teilmenge der schmutzbeladenen Reinigungsflüssigkeit abgepumpt
und der Flüssigkeitspegel auf das Ausgangsniveau aufgefüllt wird,
und daß das vom Sensor (21) bei minderem Verschmutzungsgrad der Reinigungsflüssigkeit
im Reinigungsgang an die Programmschalteinrichtung (20) abgegebene Signal den Teilflüssigkeitswechsel
ausblendet und nur den Programmschritt für einen einzigen Zwischenspülgang freigibt.
2. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grenzwert für
das vom Sensor (21) gelieferte Signal einstellbar ist.
3. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der weitere
Zwischenspülgang bei minderem Verschmutzungsgrad im Reinigungsgang von der Programmschalteinrichtung
zeitlich übersprungen wird.
4. Verfahren zum Betreiben einer Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1,2 oder 3 mit einem
mehrgängigen Gesamtspülprogamm, das zumindest aus Vorspülen, einem Reinigungsgang
und Zwischenspülgängen besteht, zwischen welchen jeweils ein kompletter Spülflüssigkeitswechsel
vorgesehen ist, wobei während des Vorspülens der Verschmutzungsgrad der Spülflüssigkeit
ermittelt sowie bei gegenüber einem vorbestimmten Verschmutzungsgrad vermindertem
Verschmutzungsgrad der nachfolgende Spülflüssigkeitswechsel ausgeblendet und Vorspülflüssigkeit
in den Reinigungsgang übernommen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß ein einziger Vorspülgang durchgeführt wird,
daß im Reinigungsspülgang der Verschmutzungsgrad gemessen wird,
daß im Reinigungsspülgang ein Teilflüssigkeitswechsel vorgesehen ist, bei dem nur
eine Teilmenge der verschmutzten Reinigungsflüssigkeit abgepumpt und der Flüssigkeitspegel
auf das Ausgangsniveau aufgefüllt wird und
daß im Reinigungsgang bei minderem Verschmutzungsgrad der Teilflüssigkeitswechsel
ausgeblendet und nachfolgend nur ein Zwischenspülgang mit vorausgehendem, kompletten
Flüssigkeitswechsel durchgeführt wird.
1. Dishwasher, having a programmer (20) for controlling a multi-cycle total washing cycle,
which programmer controls at least consecutive program stages for pre-rinsing, a cleaning
cycle with heated cleaning fluid, and intermediate rinsing cycles, in which fluid
is allowed into a rinsing container (1,13) and is pumped round by a circulating pump
(8) via spray devices (2, 3), a change of fluid taking place between the individual
rinsing cycles, which involves complete evacuation of the fluid and the supply of
fresh water into the next rinsing cycle. and having a sensor (21) for detecting the
dirt level of the fluid, which, in the case of a low dirt level in the rinsing fluid
of below a certain limit value, during pre-rinsing transmits a signal to the programmer
(20), which suppresses the change of rinsing fluid after pre-rinsing or moves the
programmer (20) on beyond the immediately following program stage for the change of
rinsing fluid, characterised in that the programmer (20) has a program stage for only
one single pre-rinsing cycle, in that in the program stage for the cleaning cycle
the sensor (21) is switched on, in that in the program stage for the cleaning cycle
a partial change of fluid is provided, in which only some of the dirty cleaning fluid
is discharged and the fluid level is filled up to the starting level, and in that
the signal transmitted by the sensor (21) to the programmer (20) in the case of a
low dirt level of the cleaning fluid in the cleaning cycle blocks the partial change
of fluid and only releases the program stage for a single intermediate rinsing cycle.
2. Dishwasher according to claim 1, characterised in that the limit value for the signal
supplied by the sensor (21) is adjustable.
3. Dishwasher according to claim 1 or 2, characterised in that the further intermediate
rinsing cycle is temporarily jumped by the programmer in the case of a low dirt level
in the cleaning cycle.
4. Process for operating a dishwasher according to claim 1, 2 or 3, having a multi-cycle
total washing program, which consists at least of pre-rinsing, a cleaning cycle and
intermediate rinsing cycles, between each of which a complete change of rinsing fluid
takes place, wherein during pre-rinsing, the dirt level of the rinsing fluid is detected
and, if the level of dirt is less than a preset dirt level, the subsequent change
of rinsing fluid is blocked and the pre-rinsing fluid is taken over into the cleaning
cycle, characterised in that a single pre-rinsing cycle is carried out, in that in
the cleaning cycle the dirt level is measured, in that in the cleaning cycle a partial
change of fluid is provided, in which only some of the dirty cleaning fluid is discharged
and the fluid level is filled to the starting level, and in that in the cleaning cycle,
in the case of a low dirt level, the partial change of fluid is blocked and then only
one intermediate rinsing cycle is carried out with a preliminary, complete change
of fluid.
1. Machine à laver la vaisselle comportant un dispositif de changement de programme (20)
prévu pour commander un cycle de lavage global à plusieurs phases, dispositif qui
commande au moins et successivement des unités d'un traitement se déroulant pour un
prélavage, un cycle de lavage avec du liquide de lavage chauffé et des cycles de lavage
intermédiaires, dans lequel du liquide est admis dans un récipient de lavage (1, 13),
et est transvasé par une pompe de circulation (8) à l'aide d'un dispositif de pulvérisation
(2, 3), un changement de liquide étant prévu respectivement entre chaque cycle de
lavage individuel, ce changement de liquide réalisant l'évacuation totale du liquide
et l'admission d'eau fraîche dans le cycle de lavage suivant, et un capteur (21) étant
destiné à l'enregistrement du degré d'encrassement du liquide, ledit capteur (21)
appliquant un signal au dispositif de changement de programme (20) pendant le cycle
de prélavage, lorsque l'encrassement du liquide de lavage indique une valeur faible
en dessous d'une valeur limite, ce signal interrompant le changement du liquide de
lavage après le cycle de prélavage, ou commutant le dispositif de changement de programme
(20) sur l'unité de traitement suivant immédiatement pour le changement du liquide
de lavage, caractérisée en ce que le dispositif de changement de programme (20) présente
une unité de traitement pour un cycle de prélavage unique, en ce qu'un capteur (21)
est connecté à l'unité de traitement pour le cycle de lavage, en ce qu'un changement
partiel de liquide est prévu dans l'unité de traitement pour le cycle de lavage, durant
lequel seule une quantité partielle de liquide de lavage chargé de saleté est évacuée
par la pompe et le niveau de liquide est rétabli au niveau d'origine par remplissage,
et en ce que le signal supprime le changement partiel du liquide, ledit signal étant
donné par le capteur (21) au dispositif de changement de programme (20) dans le cas
d'un degré d'encrassement faible du liquide de nettoyage dans le cycle de lavage et
ne libèrant l'unité de programme que pour un cycle intermédiaire unique.
2. Machine à laver la vaisselle selon la revendication 1, caractérisée en ce que la valeur
limite pour le signal donnée par le capteur (21) est réglable.
3. Machine à laver la vaisselle selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que
le cycle de lavage intermédiaire ultérieur est temporairement supprimé du dispositif
de changement de programme dans le cas d'un degré d'encrassement faible dans le cycle
de lavage.
4. Procédé pour actionner une machine à laver la vaisselle selon l'une des revendications
1, 2 ou 3 avec un programme de lavage global à plusieurs cycles, comprenant au moins
un prélavage, un cycle de lavage, des cycles de lavage intermédiaires, entre lesquels
un changement complet du liquide de lavage est respectivement prévu, le degré d'encrassement
du liquide de lavage étant déterminé pendant le prélavage, ainsi que la suppression
du changement du liquide de lavage suivant, et le liquide de prélavage étant pris
en considération pour le cycle de lavage, dans le cas d'un degré d'encrassement plus
réduit par rapport à un degré d'encrassement prédéfini, caractérisé en ce qu un seul
cycle de prélavage est exécuté,
en ce que le degré d'encrassement est mesuré pendant le cycle de lavage
en ce qu'un changement partiel de liquide est prévu dans le cycle de lavage, pendant
lequel seule une quantité partielle de liquide de lavage encrassé est évacuée et le
niveau de liquide est rétabli au niveau initial par remplissage et,
en ce que le changement partiel du liquide est supprimé dans le cycle de lavage lorsque
le degré d'encrassement est plus faible et qu'ensuite seul un cycle de lavage intermédiaire
avec un changement de liquide complet, le précédant, est exécuté.

