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(11) |
EP 0 255 938 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.02.1991 Patentblatt 1991/08 |
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Anmeldetag: 04.08.1987 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: A61G 13/00 |
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Operationstisch, insbesondere zur Versorgung Unfallverletzter
Operating table in particular for the care of accident casualties
Table d'opération, particulièrement pour le soin des accidentés
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
05.08.1986 EP 86110806
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.02.1988 Patentblatt 1988/07 |
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Patentinhaber: Krips, Franz Josef, Dr. med. |
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D-4048 Grevenbroich (DE) |
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Erfinder: |
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- Krips, Franz Josef, Dr. med.
D-4048 Grevenbroich (DE)
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| (74) |
Vertreter: Behrendt, Arne, Dipl.-Ing. |
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Schneiders . Behrendt . Finkener . Ernesti,
Rechtsanwälte - Patentanwälte,
Südring 8 44787 Bochum 44787 Bochum (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-B- 1 054 663 DE-C- 297 104 GB-A- 481 836 US-A- 2 258 782
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DE-C- 66 409 DE-U- 8 621 065 GB-A- 1 312 050
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Operationstisch, insbesondere zur Versorgung Unfallverletzter.
Für diesen Zweck sind Operationstische bekannt, bei denen eine Tischplatte auf eines
teleskopartig verlängerbaren und verkürzbaren Säule anhebbar und absenkbar angeordnet
ist. Die Säule kann stationär auf dem Fussboden eines Operationssaales befestigt
oder auf einem Fahrgestell angeordnet sein. Zusätzlich zu der Möglichkeit des anhebens
und absenkens der Tischplatte ist es auch bekannt, diese um eine Achse zu kippen,
die parallel zur Tischplatte und parallel zur schmalen Kante der Tischplatte verläuft.
Aus der GB-A-481 836 ist es darüberhinaus bekannt, einen Operationstisch so auszubilden,
dass seine Tischplatte sowohl um eine parallel zur schmalen Kante als auch um eine
parallel zur Längsachse der Tischplatte verlaufende Achse kippbar ist. Die Bewegungsmöglichkeiten
reichen jedoch nicht aus, um den Körper des Unfallverletzten in die bei häufigen Operationen
erforderliche Position zu bringen. Insbesondere ist die Nagelung des Oberschenkels
nur unter Schwierigkeiten möglich, es muss sogar inkauf genommen werden, dass zur
Anbringung einer Drahtextension der Oberschenkel in Kniegelenksnähe durchbohrt werden
muss. Schliesslich ist die Bruchstelle in vielen Fällen für das zur Überwachung der
Operation erforderliche Röntgenbildverstärkergerät nur schlecht zugänglich.
[0002] Ausserdem weisen die bekannten Tische zahlreiche weitere Mängel auf, zu denen insbesondere
eine notwendig grosse Länge der Holme gehört, so dass diese bei Nichtgebrauch des
Tisches unnötig viel Platz wegnehmen.
[0003] Diese Nachteile werden durch den Operationstisch gemäss der Erfindung vermieden.
[0004] Gegenstand der Erfindung ist ein Operationstisch insbesondere zur Versorgung Unfallverletzter,
dessen Tischplatte um eine zu ihrer Längsachse parallel verlaufende Achse kippbar
und um eine senkrecht zu ihr verlaufende Achse drehbar ist, wobei die Kippachse unterhalb
der Tischplatte in einem bestand von ihr verläuft und der dadurch gekennzeichnet ist,
dass ein Drehgelenk zur Drehung der Tischplatte um die senkrecht zu ihr verlaufende
Achse im Bereich zwischen der Kippachse und der Tischplatte angeordnet ist.
[0005] Bei dem Operationstisch gemäss der Erfindung lässt sich durch eine Kippbewegung um
die X-Achse und gleichzeitiges Drehen des Tisches um die Z-Achse eine Körperposition
herstellen, in der der Oberschenkel leicht zur Nagelung erreichbar und gleichzeitig
für den Bildverstärker gut und aus allen Richtungen zugänglich bleibt.
[0006] Die Kippachse verläuft unterhalb der Tischplatte in einem Abstand von dieser und
das Drehgelenk ist zwischen der Kippachse und der Tischplattz angeordnet. Bei dieser
Ausbildung lässt sich eine geringe Bauhöhe der die beiden genannten Bewegungen duchführenden
Getriebe erreichen und die zum Antrieb der Getriebe dienenden Wellen bleiben bei allen
Stellungen des Tisches leicht zugänglich.
[0007] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Tisches gemäss der Erfindung ist ein Fahrgestell
vorhanden, das zwei parallel zueinander verlaufende Holme und zwei in einem Winkel
zueinander verlaufende Holme aufweist. Hierdurch ist es möglich, die Stabilität des
Tisches erheblich zu verbessern. Insbesondere dann, wenn die parallel zueinander
verlaufenden Holme zum Kopfende der Tischplatte und deshalb die in einem Winkel zueinander
verlaufenden Holme zum Fussende der Tischplatte hinweisen, lässt sich die begrenzte
Verdrehbarkeit der Tischplatte um die ZAchse so einstellen, dass der Drehbereich
oberhalb der beiden winklig zueinander verlaufenden Holme endet, so dass eine instabile
Lage, auch bei schwergewichtigen Patienten nicht erreicht werden kann. Weiterhin ist
es zweckmässig, die Lenkrollen an den Enden der parallel zueinander verlaufenden Holme,
also am Kopfende des Tisches anzuordnen, damit das Fussende des Tisches besonders
stabil mit dem Boden verbunden ist.
[0008] Von besonderem Vorteil ist weiterhin, dass unter der Tischplatte ein parallel zu
dieser und in Querrichtung der Tischplatte verfahrbarer Schlitten angeordnet ist,
an dessen zu den Längskanten der Tischplatte weisenden Enden Armstrecken anbringbar
sind. Auf diese Weise lassen sich Armoperationen durchführen, ohne dass die bisher
erforderlichen Zusatzteile am Tisch angebracht werden müssen. Ausserdem lässt sich
infolge der Verfahrbarkeit des Schlittens die Armstrecke den Körpermassen des Patienten
anpasse und schliesslich ist auf leichte Weise ein Einrichten des Oberarmbruches möglich.
Wenn, was weiterhin bevorzugt ist, die Armstrecke um parallel zu den Längskanten der
Tischplatte verlaufende Achsen schwenkbar und arretierbar ist, so kann durch Herahbschwenken
dieses den Unterarm aufnehmenden Teiles dieser herabhängen und anschliessend zur
Behandlung des Unterarmes hochgeschwenkt werden.
[0009] Von besonderem Vorteil ist eine zur Aufnahme der Beine des Patienten dienende Holmanordnung,
deren Holme um je eine senhkrecht zur Tischplatte verlaufende Achse und um je eine
parallel zur schmalen Kante der Tischplatte verlaufende Achse schwenkbar sind. Bei
dieser Holmanordnung kann man die Holme leicht und ohne Verwendung von Zusatzteilen
an die jeweils gewünschte Beinstellung anpassen. Auf den Holmen sind Extensionsschlitten
verschiebbar und arretierbar angeordnet. An diese Extensionsschlitten können Fusshalter
herkömmlicher Bauart ohne Zuhilfenahme von Verlängerungen angebracht werden.
[0010] Die Holmanordnundg kann einen balkenartig ausgebildeten Zentralausschub aufweisen,
an den über zwei Gelenke mit senkrechten Achsen zwei Zwischenholme angeschlossen sind,
wobei an jeden der Zwischenholme über ein Gelenk mit waagerechter Achse ein Endholm
angeschlossen ist. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Zentralausschub in einem
unterhalb der Tischplatte angeordneten Aufnahmekanal, der parallel zur Tischplatte
und in deren Längsrichtung verläuft, verschiebbar und arretierbar ist. Auf diese Weise
lässt sich die Position der Holmanordnung einfach an die Körpermasse des Patienten
anpassen.
[0011] Ein weiterer Vorteil des Operationstisches gemäss der Erfindung besteht in einer
die Tischplatte durchdringenden Aufnahmeöffnung mit dem Querschnitt eines regelmässigen
Vieleckes für den einen entsprechenden Querschnitt aufweisenden Fuss eines Schritthalters,
wobei Fuss und Kopf des Schritthalters exzentrisch miteinander verbunden sind. Hierdurch
lässt sich der Schritt halterkopf in mehrere verschiedene Positionen bringen, was
wiederum zur Anpassung an die Körpermasse des Patienten von Nutzen ist und eine Arretierung
des Schritthalters im Tisch ist nicht mehr erforderlich. Ein Ausführungsbeispiel
eines Operationstisches gemäß der Erfindung ist im folgenden anband der Zeichnung
beschrieben. Darin zeigt
[0012] Figur 1 eine Seitenansicht des und
[0013] Figur 2 eine Aufsicht auf den Operationstisch.
[0014] Figur 3 zeigt anhand einer Aufsicht auf den Operationstisch die Vorrichtungen zur
Lagerung der Arme des Patienten sowie am Fußende des Tisches die Lagerung für einen
Zentralausschub, der in
[0015] Figur 4 in Aufsicht und in
[0016] Figur 5 in Seitenansicht dargestellt ist.
[0017] Figur 6 zeigt in Seitenansicht einen in den Tisch einsteckbaren Schritthalter, der
in
[0018] Figur 7 in Aufsicht dargestellt ist.
[0019] Der in Figur 1 in Seitenansicht dargestellte Operationstisch weist ein Fahrgestell
auf, das in seiner Gesamtheit mit 1 bezeichnet und unten näher beschrieben ist. Auf
dem Fahrgestell 1 ist eine teleskopartig längenveränderliche Säule befestigt, deren
unterer Teil mit 2 und deren oberer Teil mit 3 bezeichnet ist. Mit dem oberen Teil
3 der Säule ist eine in ihrer Gesamtheit mit 4 bezeichnete Lagerfläche verbunden,
die ihrerseits eine Tischplatte 5 trägt. Die Lagerfläche 4 ist nicht vollflächig,
sonder beispielsweise rahmenartig ausgebildet und die Tischplatte 5 besteht aus einem
strahlendurchlässigen Material, beispielsweise aus Holz. Die Säule 2, 3 kann zum
Anheben bzw. Absenken der Lagerfläche 4 und der Tischplatte 5 in Richtung ihrer senkrechten,
in Figur 1 mit z bezeichneten Längsachse verlängert bzw. verkürzt werden, wozu ein
in der Zeichnung nicht dargestelltes,in der Säule 2, 3 befindliches selbsthemmendes
Getriebe dient, das über eine Gelenkwelle 6 durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte
Handkurbel angetrieben wird, die in einen Kurbelkasten 7 einsteckbar ist. Im Kurbelkasten
7 befindet sich ein mit der Gelenkwelle 6 verbundenes Übersetzungsgetriebe, so daß
die Handkurbel wahlweise unmittelbar auf die Gelenkwelle 6 aufgesteckt werden kann
oder auf die Antriebsachse des Getriebes, so daß der Tisch wahlweise mit kleinerer
oder größerer Geschwindigkeit gehoben bzw. gesenkt werden kann
[0020] Zwischen dem oberen Teil 3 der Säule und der Lagerfläche 4 ist ein Gelenk ageordnet,
dessen Achse x horizontal und parallel zur Tischplatte 5 verläuft. Durch betätigen
des Antriebes dieses Gelenkes, der in seinen Einzelheiten in der Zeichnung nicht dargestellt
ist, wird der Tisch um seine Längsachse gekippt. Die Kippbewegung ist nach beiden
Seiten, jedoch nur um begrenzte Winkelbeträge, möglich. Die Antriebswelle ist von
beiden Schmalseiten des Tisches zugänglich, so dass die zum Antrieb dienende Handkurbel
wah-lweise an der einen oder anderen Tischseite aufgesteckt werden kann. Das zweckmässigerweise
als Schneckengetriebe ausgebildete Getriebe ist entweder selbsthemmend oder mit einer
Arretierung versehen, damit unbeabsichtigte Kippbewegungen vermieden werden.
[0021] In der Achse x des zur Kippbewegung dienenden Gelenkes oder zwischen dieser Achse
und der Tischplatte 5 befindet sich ein Drehgelenk mit dessen Hilfe die Tischplatte
5 um eine senkrecht zu ihr verlaufende Achse, die in Fig. 1 mit z bezeichnet ist,
verdreht werden kann. Die Drehbewegung kann in beiden Richtungen erfolgen, jedoch
nur um begrenzte Winkelbeträge. Der Antrieb des Drehgelenkes ist in ähnlicher Weise
ausgebildet wie der des Kippgelenkes.
[0022] Wie in Figur 2 zu erkennen ist, weist das in seiner Gesamtheit mit 1 bezeichnete
Fahrgestell zwei parallel zueinander verlaufende Holme 8 und zwei in einem Winkel
zueinander verlaufende Holme 9 auf. In den Holmen 9, die zum Fußende des Tisches weisen,
sind feste Rollen 10 angeornet, während sich an den zum Kopfende des Tisches weisenden
Holmen 8 Lenkrollen 11 befinden. An den Lenkrollen 11 befinden sich Bremsvorrichtungen
und Feststellvorrichtungen, durch deren Betätigung jede unbeabsichtigte Bewegung
des Fahrgestells 1 verhindert werden kann.
[0023] Wie insbesondere in Figur 2 zu erkennen ist, befinden sich an der Lagerfläche 4 Geräteträgerschienen
12, 13 und 14, die zur Befestigung von Stützen und anderen Geräten, je nach dem wie
und wo diese gebraucht werden, dienen. In Figur 1 ist in einer Geräteträgerschiene
12 eine Seitenstütze 15 eingesteckt, die den Patienten abstützt, wenn der Tisch um
seine Längsachse x geneigt ist.
[0024] Mit 16 ist in Figur 2 eine ausfahrbare Armstrecke bezeichnet, die besser in Figur
3 erkennbar ist, einer Aufsicht auf die Lagerfläche 4 unter Fortlassung der Tischplatte
5. Die Armstrecke 16 ist an einem aus Stäben 17 und Traversen 18 bestehenden rechteckigen
Gerüst befestigt, un zwar je nach Bedarf an der einen oder anderen der Traversen 18.
Die Armstrecke 16 ist un die Längsachse er Traverse 18 verschwenkbar und kann in jeder
Wïnkelstellung durch Knebelverschlüsse 19 festgestellt werden. Die Stäbe 17 sind gemeinsam
durch einen in der Zeichnung nicht dargestellten, im Unterbau 4 befindlichen Antrieb
in Längsrichtung verschiebhar. Der Antrieb weist ein selbsthemmendes Getriebe auf,
dessen Atriebswelle im Kurbelkasten 7 endet
[0025] In den figuren 1 bis 3 ist eine in der Lagerfläche 4 angeordnete, die Tischplatte
5 durchdringende Aufnahmeöffnung 20 für dei in den Figuren 6 und 7 dargestellten
Schritthalter 21 angeordnet. Die Aufnahmeöffnung 20 besitzt einen quadratischen Querschnitt,
der dem quadratischen Schritthalterfuß 22 entspricht. Mit dem Schritthalterfuß 22
ist über eine Platte 23 ein Schritthalterkopf 24 verbunden und zwar derart, daß er
exzentrisch zum Schritthalterfuß 22 angeordnet ist. Durch entsprechendes Einstecken
des quadratischen Schritthalterfußes 22 in die Aufnahmeöffnung 20 lassen sich vier
verschiedene Positionen des Schritthalterkopfes 24 in Bezug auf die Tischplatte 5
erzielen.
[0026] Wie ebenfalls in den Figuren 1 bis 3 erkennbar ist, befindet sich in der Lagerfläche
4 unterhalb der Tischplatte 5 ein waagerecht und in Längsrichtung des Tisches verlaufender
Aufnahmekanal 25. Der Aufnahmekanal 25 besitzt einen quadratischen Querschnitt und
dient zur Aufnahme eines Zentralausschubes 26, einens balkenförmigen Körpers mit
ehenfalls quadratischem Querschnitt. Der Zentralausschub 26 ist im Aufnahmekanal
25 längsverschieblich und kann in ihm durch einen Knebel 27 in der jeweils gewünschten
Stellung arretiert werden.
[0027] Der Zentralausschub 26 ist Teil einer Holmanordnung. Diese Holmanordnung, die in
der regel zur Aufnahme der Beine des Patienten dient, ist in Figur 4 in Aufsicht und
in Figur 5 in Seitenansicht dargestellt. An dem aus der Lagerfläche 4 herausragenden
Ende des Zentralausschubes 26 sind, symmetrisch zur Längsachse des Zentralausschubes,
zwei Gelenke 28 angeordnet. Die Gelenke 28 weisen vertikal verlaufende Achsen auf
und dienen zur Verbindung von zwei Zwischenholmen 29 mit dem Zentralausschub 26 .
Die Zwischenholme 29 können mittels der Gelenke 28 unabhängig voneinander in einer
waagerechten Ebene gegen die Längsachse des Zentralausschubes 26 verschwenkt und
jeder Stellung durch Knebelverschlüsse 30 arretiert werden. An die Zwischenholme 29
sind über Gelenke 31 Endholme 32 angeschlossen. Die Achsen der Gelenke 31 verlaufen
horizontal, so daß die Endholme 33 in vertikalen Ebenen gegen die Zwischenholme 29
nach oben und unten verschwenkt werden können, wobei sie in der jeweils gewünschten
Position durch Knebelverschlüsse 33 arretiert werden können.
[0028] Auf den Endholmen 32 sind Extensionsschlitten 14 verschiebbar. Die Endholme 32 sind
als Zahnstangen ausgebildet und in den Extensionsschlitten 34 sind Zahntriebe angeordnet,
die von Hand betätidgt werden, um die Extensionssclitten 34 auf den Endholmen 32
in die gewünschte Stellung zu verschieben. Die Zahntriebe der Extensionsschlitten
34 sind mit entsperrbaren Rücklaufsperren versehen, die eine unbeabsichtigte Bewegung
der Extensionsschlitten auf den Endholmen, die wegen des hohen Eigengewichtes der
Extensionsschlitten sonst möglich wäre, verhindern. Außerdem sind die Extensionsschlitten
34 mit Arretiervorrichtungen versehen, die dazu dienen, die Positionen der Extensionsschlitten
34 auf den Endholmen 32 wie gewünscht zu fixieren. Schließlich sind an den Extensionsschlitten
34 seitlich verlagert, aufsteigend verlaufende Trägerstützen 35 befestigt, an denen
Fussplatten oder andere Vorrichtungen zur Befestigung der Füsse des Patienten angebracht
werden können, wobei die Verbindung dieser in der Zeichnung nicht dargestellten Teile
mit den Trägerstützen 35 zweckmässig über arretierbare Kugelgelenke erfolgt. Die Extensionsschlitten
34 sind auf jedem der Endholme 32 verwendbar, so dass ihre verlagerten Trägestützen
35 wahlweise zwischen den Endholmen oder ausserhalb der Endholme angeorddnet sein
können.
[0029] Die Entsperrbarkeit der Zahntriebe bzw. Rücklaufsperren in den Extensionsschlitten
34 macht es möglich, diese Schlitten zunächst von Hand in die gewünschte Position
auf den Endholmen 32 zu bringen und anschliessend mit Hilfe der beispielsweise durch
Handräder betätigbaren Zahntriebe in der Weise zu bewegen, wie es zum Einrichten eines
Bruches erforderlich ist. Die Gelenke 28 und 31 ermöglichen es, die Zwischenholme
29 und insbesondere die Endholme 32 bei Nichtgebrauch des Tisches in eine platzsparende
Verstauposition zu bringen, wenn nicht beim Verstauen die gesamte Holmanordnung vom
Tisch entfernt wird dadurch, dass der Zentralausschub 26 aus dem Aufnahmekanal 25
herausgezogen wird. Zur Einstellung der Holmanordnung auf die Körpermasse des Patienten
ist lediglich die geeignete Positionierung des Zentralausschubes 26 im Aufnahmekanal
25 erforderlich, nicht etwa Manipulationen an zwei Holmen. Die Schwenkbarkeit der
Endholme 32 um die Gelenke 31 und die Verfahrbarkeit der Extensionsschlitten 34 auf
den Endholmen 32 ermöglicht die Verbindung der Füsse des Patienten mit dem Extensionsschlitten
auf kurzem Wege, so dass die beim Stand der Technik erforderlichen,sich an die Holme
anschliessenden vertikal verlaufenden und sich wiederum daran anschliessenden horizontal
verlaufenden Ausschübe fortfallen.
[0030] Durch die in Fig. 3 dargestellte und in diesem Zusammenhang beschriebene rahmenartige
Ausbildung 17, 18 des Schlittens, an den sich die ebenfalls rahmenartig oder vollflächig
aber dann röntgenstrahlendurchlässig ausgebildete Armstrecke 16 anschliesst, ist
auch im Bereich der Ober- und Unterarme der Einsatz von Röntgen-Bildverstärkern ungehinddert
möglich.
1. Operationstisch, insbesondere zur Versorgung Unfallverletzter, dessen Tischplatte
(5) um eine zu ihrer Längsachse parallel verlaufende Achse (x) kippbar und um eine
senkrecht zu ihr verlaufende Achse drehbar ist, wobei die Kippachse (x) unterhalb
der Tischplatte (5) in einem Abstand von ihr verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass ein Drehgelenk zur Drehung der Tischplatte (5) um die senkrecht zu ihr verlaufende
Achse im Bereich zwischen der Kippachse (x) und der Tischplatte (5) angeordnet ist.
2. Operationstisch nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Fahrgestell (1) das zwei parallel zueinander verlaufende Holme (8) und zwei in
einem Winkel zueinander verlaufende Holme (9) aufweist.
3. Operationstisch nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die parallel zueinder verlaufenden Holme (8) zum Kopfende der Tischplatte
(5) weisen.
4. Operationstisch nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass an den Enden der parallel zueinander verlaufenden Holme (8) Lenkrollen (11)
angeordnet sind.
5. Operationtisch nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass unter der Tischplatte (5) ein parallel zu dieser und in Querrichtung der Tischplatte
(5) verfahrbarer Schlitten (17, 18) angeordnet ist, an dessen zu den Längskanten der
Tischplatte (5) weisenden Enden (18) Armstrecken (16) anbringbar sind.
6. Operationtisch nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Armstrekken (16) um parallel zu den Längskanten der Tischplatte (5) verlaufende
Achsen (18) schwenkbar und arretierbar (19) sind.
7. Operationstisch nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-6, gekennzeichnet durch eine zur Aufnahme der Beine des Patienten dienende Holmanordnung, deren Holme (32)
um je eine senkrecht zur Tischplatte (5) verlaufende Achse (28) und um je eine parallel
zur schmalen Kante der Tischplatte (5) verlaufende Achse (31) schwenkbar sind.
8. Operationstisch nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Holmen (32) Extensionsschlitten (34) verschiebbar sind.
9. Operationstisch nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Holmanordnung einen balkenartig ausgebildeten Zentralausschub (26) aufweist,
an den über zwei Gelenke mit senkrechten Achsen (28) zwei Zwischenholme (29) angeschlossen
sind, wobei an jeden der Zwischenholme (29) über ein Gelenk mit waagerechter Achse
(31) ein Endholm (32) angeschlossen ist.
10. Operationstisch nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentralausschub (26) in einem unterhalb der Tischplatte (5) angeordneten
Aufnahmekanal (25) der parallel zur Tischplatte (5) und in deren Längsrichtung verläuft
verschiebbar und arretierbar ist.
11. Operationstisch nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-10, gekennzeichnet durch eine die Tischplatte (5) durchdringende Aufnahmeöffnung (20) mit dem Querschnitt
eines regelmässigen Vieleckes für den einen entsprechenden Querschnitt aufweisenden
Fuss (22), eines Schritthalters (21), wobei Fuss (22) und Kopf (24) des Schritthalters
(21) exzentrisch miteinander verbunden sind.
1. Operation table, particularly for care of casualty, the table board (5) of which
is tiltable about an axis (x) extending parallel with its longitudinal axis and rotatable
about an axis perpendicular thereto, the tilting axis (x) extending below the table
board (5) and spaced therefrom, characterized in that a hinge is arranged in the area
between the tilting axis (x) and the table board (5) for rotating the table board
(5) about the axis extending perpendicular thereto.
2. Operation table as set forth in claim 1, characterized by an undercarriage (1)
which has two bars (8) extending parallel with each other and two bars (9) forming
an angle with each other.
3. Operation table as set forth in claim 2, characterized in that the two bars (8)
extending parallel with each other point towards the head end of the table board (5).
4. Operation table as set forth in claim 2 or 3, characterized in that steering rollers
(11) are arranged at the ends of the bars (8) extending parallel with each other.
5. Operation table as set forth in one or several of the claims 1-4, characterized
in that a carriage (17, 18) movable parallel to and in transverse direction to the
table board (5) is arranged below the table board (5), elbow-supports being adapted
to be attached to the ends (18) of the carriage pointing towards the longitudinal
edges of the table board (5).
6. Operation table as set forth in claim 5, characterized in that the elbow-supports
(16) are adapted to be locked and pivoted about axes (18) extending parallel with
the longitudinal edges of the table board (5).
7. Operation table as set forth in one or several of the claims 1-6, characterized
by a bar arrangement serving to hold the legs of the patient, each bar (32) of which
being pivotally about an axis (28) extending perpendicular to the table board (5)
and about an axis (31) parallel with the narrow edge of the table board (5).
8. Operation table as set forth in claim 7, characterized in that extension carriages
(34) are slidable on the bars (32).
9. Operation table as set forth in claim 7 or 8, characterized in that the bar arrangement
has a beam-like central extension (26) to which two intermediate bars ( 29 ) are connected
through two joints having perpendicular axes (28), an end bar (32) being connected
to each of the intermediate bars (29) through a joint having horizontal axis (31).
10. Operation table as set forth in claim 9, characterized in that the cental extension
(26) is movable and adapted to be locked in an accommodation passage (25) which is
arranged below the table board (5) and extends parallel with the table board (5) and
in its longitudinal direction.
11. Operation table as set forth in one or several of the claims 1-10, characterized
by an accommodation opening (20) penetrating the table board (5) and having a cross
section of a regular polygon for the foot (22) of a crotch holder (21) having a corresponding
cross section, the foot (22) and the head (24) of the crotch holder (21) being eccentrically
interconnected.
1. Table d'opérations, particulièrement pour pendre soin de blessés d'accident, dont
la plaque de table (5) est culbutable autour d'un axe (x) s'étendant parallèlement
à son axe longitudinal, et rotative autour d'un axe perpendiculaire sur celui-ci,
l'axe de renversement (x) s'étendant au dessous de la plaque de table (5) espacé de
celle-ci, caractérisée par le fait qu'une articulation tournante destinée à la rotation
de la plaque de table (5) autour de l'axe perpendiculaire sur elle, est disposée entre
l'axe de renversement (x) et la plaque de table (5).
2. Table d'opérations selon la revendication 1, caractérisée par un chariot (1) présentant
deux barres (8) s'étendant parallèlement, et deux barres (9) s'étendant angulairement
l'une relativement à l'autre.
3. Table d'opérations selon la revendication 2, caractérisée par le fait que les barres
s'étendant parallèlement (8) visent vers la tête de la plaque de table (5).
4. Table d'opérations selon la revendication 2 ou 3, caractérisée par le fait que
des poulies de guidage (11) sont disposées aux extrémités des barres (8) parallèles.
5. Table d'opérations selon l'une ou plusieurs des revendications 1-4, caractérisée
par le fait qu'un glissoir (17, 18) déplacable parallèlement à la plaque de table
et en direction transversale de celle-ci, est disposé sous la plaque de table (5),
des dispositifs d'allongement des bras (16) étant montables aux extrémités du glissoir
montrant vers les arêtes longitudinales de la plaque de table (5).
6. Table d'opérations selon la revendication 5, caractérisée par le fait que les dispositifs
d'allongement des bras sont arrêtables (19) et pivotables autour d'axes (18) s'étendant
parallèlement aux arêtes longitudinales de la plaque de table (5).
7. Table d'opérations selon l'une ou plusieurs des revendications 1-6, caractérisée
par une disposition de barres destinée à reçevoir les jambes du patient, et dont les
barres (32) sont pivotables chacune autour d'un axe (28) s'étendant perpendiculairement
sur la plaque de table (5) et autour d'un axe (31) s'étendant parallèlement à la petite
arête de la plaque de table (5).
8. Table d'opérations selon la revendication 7, caractérisée par le fait que des glissoires
d'extension (34) sont déplacables sur les barres (32).
9. Table d'opérations selon la revendication 7 ou 8, caractérisée par le fait que
la disposition de barres a un dispositif d'étirage central (26) en forme de poutre,
auquel deux barres intermédiaires (29) sont raccordées par deux articulations ayant
des axes perpendiculaires (28), une barre finale (32) étant raccordée à chacune des
barres intermédiaires (29) par une articulation ayant des axes horizontaux (31).
10. Table d'opérations selon la revendication 9, caractérisée par le fait que le dispositif
d'étirage central (29) est déplacable et arrêtable dans une conduite de réception
(25) disposée au dessous de la plaque de table (5) et s'étendant parallèlement à la
plaque de table (5) et dans sa direction longitudinale.
11. Table d'opérations selon l'une ou plusieurs des revendications 1-10, caractérisée
par une ouverture de réception (20) passant par la plaque de table (5) et ayant la
section transversale d'un polygone régulier pour le pied (22) d'un support d'entre-jambes
(21) ayant une section transversale correspondante, le pied et la tête du support
d'entre-jambes (21) étant reliés excentriquement.