| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 256 318 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
03.10.1990 Patentblatt 1990/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.07.1987 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E05F 5/00 |
|
| (54) |
Betätigungshilfe zum Öffnen und Schliessen einer Türe, insbesondere für geschirmte
Räume und Kabinen
Manipulating aid for assisting the opening and closing of doors, especially those
of protected enclosures
Moyens d'assistance à l'ouverture et la fermeture de portes, notamment portes d'enceintes
protégées
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
08.08.1986 DE 3626836
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
24.02.1988 Patentblatt 1988/08 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
|
80333 München (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Wäger, Johann, Dipl.-Ing. (FH)
D-8535 Emskirchen (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Betätigungshilfe zum Öffnen und Schließen einer Türe,
insbesondere für geschirmte Räume und Kabinen, wie sie beispielsweise im Datenbuch
"Geschirmte Kabinen und Raumabschirmungen" 1983/84, S. 128, 129, Herausgeber Siemens
AG, beschrieben und dargestellt sind.
[0002] Die dort gezeigte mechanische Betätigungshilfe für geschirmte Kabinen arbeitet mittels
eines durch ein Impulsventil gesteuerten Pneumatikzylinders, der über einen Hebel
die Tür schließt.Die Öffnung der Tür erfolgt durch Betätigung eines im Bereich des
Türgriffs angeordneten Tasters. Der Schließvorgang wird schließlich durch einen Endschalter
ausgelöst, der bei Annäherung anspricht.
[0003] Der Pneumatikzylinder dieser Betätigungshilfe steht ständig unter Druck, so daß z.
B. auch bei klimatisierten Räumen mit einem Überdruck von einigen mbar die Tür sich
nicht selbständig, sondern erst bei Drucken von mindestens 6 bar und mehr öffnen kann.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Betätigungshilfe zu schaffen,
die ein müheloses Öffnen und Schließen von Türen, insbesondere für gechirmte Räume
und Kabinen ermöglicht, die bedingt durch eine z. B. erforderliche staub- oder elektromagnetische
Abdichtung im Bereich ihrer Schließstellung von Hand nur schwer oder nicht geöffnet
bzw. geschlossen werden können.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Betätigungshilfe vor, bei der
bevorzugt die zur angeschlagenen Türblattkante gegenüberliegende Türblattkante einen
vorspringenden Bolzen aufweist, der beim Schließen der Tür in einen Schlitz in der
Türzarge eintaucht, wobei in der Türzarge ein Schieber geführt ist, der mittels Linearantrieb
quer zur Schlitzlängsrichtung schiebbar ist, und der Schieber einen zur Antriebsrichtung
geneigten, gegen die Wirkung einer Federkraft und begrenzt um seinen Mittelteil schwenkbaren
Hebel trägt, so daß der in den Schlitz eintauchende Bolzen je nach Antriebsrichtung
des Schiebers mit seiner Mantelfläche gegen die eine oder andere Stimkante des Hebels
anliegt und mit fortschreitendem Transport des Schiebers das Türblatt gegen die Türzarge
gedrückt bzw. von dieser abgehoben wird.
[0006] Der Schieber samt Linearantrieb und Steuereinrichtungen läßt sich bei dieser Art
von Betätigungshilfe vollständig in eine an der Türzarge befestigte Fingerschutzleiste
integrieren; d. h. daß diese Betätigungshilfe eine glatte Türe ohne zusätzliche Gehäuse
für Schließhilfen ermöglicht.
[0007] Die im übrigen mit im Vergleich zu bekannten Ausführungen mit erheblich geringerem
Aufwand herstellbare Betätigungshilfe bewirkt, daß bei Ausfall des Antriebs der Schieber
durch sein Eigengewicht bzw. durch die Federkraft, die als Rückholfeder gestaltet
ist, in Richtung Öffnen befördert wird. Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand
der Ansprüche 2 bis 7.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes nach der Erfindung sind nachstehend anhand
der Zeichnung erläutert. Es zeigt:
Figur 1: in schematischer und teils gebrochener Darstellung eine Draufsicht auf eine
mit einer Betätigungshilfe nach der Erfindung ausgerüstete Tür,
Figur 2: einen Schieber für die Betätigungshilfe nach Figur 1, in teils gebrochener
und strichlinierter Darstellung,
Figur 3: eine Seitenansicht des Schiebers nach Figur 2 in der Darstellung nach Figur
2,
Figur 4: einen Ausschnitt aus dem Türblatt und der Türzarge, aus dem die Anordnung
des Schließbolzens erkennbar ist, der mit dem Schieber nach Figur 2, 3 in Wirkverbindung
tritt.
[0009] Die Figur 1 zeigt eine Tür mit einer Türzarge 1 und einem Türblatt 2, das mit seiner
Türblattkante 2 a mittels Scharnieren 3 an der Türzarge 1 angeschlagen ist. Die Tür
besitzt auf beiden Türblattseiten angeordnete Türgriffe 4 und eine in den Figuren
2 bis 4 eingehend dargestellte Betätigungshilfe.
[0010] Die Betätigungshilfe weist einen Linearantrieb, z. B. einen pneumatisch betätigbaren
Zylinder auf, der über einen Stößel 6 einen Schieber 5 betätigt. Die gesamte Betätigungshilfe
ist dabei in einer in der Türzarge 1 angeordneten, nicht näher dargestellten Fingerschutzleiste
geführt. In die Türblattkante 2 b ist in geeigneter Höhe des Schiebers 5 ein in Figur
4 gezeigter Schließbolzen 11 mittels einer Schraube 14 ortsfest eingelassen, der mit
seinem über die Türblattkante 2 b vorspringenden Teil im geschlossenen Zustand der
Tür in einen Schlitz 15 in der Türzarge 1 eintaucht. Auf dem Schließbolzen 11 ist
eine durch eine Sicherungsscheibe 13 gesicherte Hülse 12 drehbar gelagert.
[0011] Der durch den Linearantrieb 6, 7 in Stößellängsrichtung beförderbare Schieber 5 nach
Figur 2, 3 besitzt einen bevorzugt in der Fingerschutzleiste geführten Führungsklotz
28 mit einer Ausnehmung 26, in der eine Grundplatte 27 angeordnet ist. Auf dieser
Grundplatte ist ein Schließhebel 21 etwa in Schließhebelmitte mittels eines Lagerbolzens
22 drehbar gelagert. Der Schließhebel 21 ist durch einen Anschlagbolzen 29 in seiner
Dreh- bzw. Schwenkbewegung begrenzt und wird beim Schwenken aus seiner Ruhestellung
durch eine Rückholfeder 20 in diese zurückgeführt.
[0012] Die Rückholfeder 20 ist in einer Aussparung 25 im Führungsklotz 28 angeordet. Die
Enden der Rückholfeder 20 sind dabei jeweils an Stiften 23 bzw. 24 befestigt, die
in den Schließhebel 21 bzw. in die Grundplatte 27 fest eingelassen sind.
[0013] Der Schließhebel 21 besitzt parallelogrammförmigen Umfang mit gegenüberliegenden
unterschiedlichen Kantenlängen 30, 31.
[0014] Die Wirkungsweise der Betätigungshilfen nach Figur 1 bis 4 ist wie folgt:
[0015] Wird das Türblatt 2 bis zum Eingriff des Schließbolzens 11 in den Schlitz 15 der
Fingerschutzleiste gedrückt, so wird über einen bevorzugt versenkt in der Fingerschutzleiste
angeordneten Endschalter 8 der an sich bekannte Linearantrieb 6, 7 eingeschaltet und
der Schieber 5 - betrachtet in Türebene - in Schließrichtung bewegt.
[0016] Der drehbar gelagerte Schließhebel 21, der durch den Anschalgbolzen 29 in seiner
Schwenkbewegung begrenzt ist, drückt dabei in zunehmendem Maße auf den gegen die Schließhebelkante
31 anliegenden Schließbolzen 11 und damit die Tür zu.
[0017] Die arretierte Schließstellung des Schließbolzens 11 ist hier die in Figur 2 strichpunktiert
angedeutete Lage 33 des Schließbolzens. In dieser Stellung des Schließbolzens 11 kehrt
der Schließhebel 21, bedingt durch die Rückholkraft der Rückholfeder 20 in seine in
Figur 2 ausgezogen dargestellte Ausgangsstellung zurück. Nach Betätigung eines in
der Zeichnung nicht dargestellten, üblichen Öffnungstasters wird durch den Linearantrieb
6, 7 der Schieber 5 - betrachtet in Türblattebene - in Öffnungsrichtung bewegt, so
daß der Schließbolzen 11 gegen die Schließhebelkante 30 zur Anlage gelangt und schließlich
die Tür in der Stellung 34 des Schließbolzens aufgedrückt wird. Auch in dieser Öffnungsstellung
des Schließbolzens 11 kehrt der Schließhebel 21 unter der wirkung der Federkraft der
Rückholfeder 20 in seine Ausgangslage zurück.
1. Betätigungshilfe zum Öffnen und Schließen einer Tür, insbesondere für geschirmte
Räume und Kabinen, dadurch gekennzeichnet, daß bevorzugt die zur angeschlagenen Türblattkante
(2 a) gegenüberliegende Türblattkante (2 b) einen vorspringenden Schließbolzen (11)
aufweist, der beim Schließen der Türe in einen Schlitz (15) in der Türzarge (1) eintaucht,
daß in der Türzarge (1) ein Schieber (5) geführt ist, der mittels eines Linerarantriebs
(6, 7) quer zur Schlitzlängsrichtung schiebbar ist, und daß der Schieber (5) einen
quer zur Antriebsrichtung geneigten, gegen die Wirkung einer Federkraft (20) und begrenzt
um seinen Mittelteil schwenkbaren Schließhebel (21) trägt, so daß der in den Schlitz
(15) eintauchende Schließbolzen (11) je nach Antriebsrichtung des Schiebers (15) mit
seiner Mantelfäche gegen die eine oder andere Stirnkante (30, 31) des Schließhebels
(21) anliegt und mit fortschreitendem Transport des Schiebers (5) das Türblatt (5)
gegen die Türzarge (1) gedrückt bzw. von dieser abgehoben wird.
2. Betätigungshilfe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber (5) und der Linearantrieb (6, 7) in einer
an der Türzarge (1) angeordneten Fingerschutzleiste geführt sind.
3. Betätigungshilfe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Linearantrieb (6, 7) über einen Endschalter (8) geschaltet
ist.
4. Betätigungshilfe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schließhebel (21) in Hebelmitte drehbar gelagert ist.
5. Betätigungshilfe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schließhebel (21) parallelogrammförmigen Umfang mit
abgerundeter Schließkurve aufweist mit gegenüberliegenden unterschiedlichen Kantenlängen
(30,31).
6. Betätigungshilfe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schließhebel 21 mittels eines Anschlagbolzens (29)
in seiner Schwenkbewegung begrenzt ist.
7. Betätigungshilfe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß als Federkraft eine Rückholfeder (20) vorgesehen ist,
deren eines Ende exzentrisch am Schließhebel (21) und deren anderes Ende ortsfest
angeordnet ist.
1. Système d'assistance d'actionnement pour l'ouverture et la fermeture d'une porte,
notamment pour des pièces et cabines blindées, caractérisé par le fait que de préférence
le bord (2 b) du ventail de porte, qui est situé à l'opposé du bord de montage (2
a) du ventail de porte, possède un boulon de fermeture saillant (11) qui, lors de
la fermeture de la porte, s'engage dans une fente (15) ménagée dans l'huisserie (1),
que dans l'huisserie (1) est guidé un curseur (5), qui peut être repoussé à l'aide
d'un dispositif d'entraînement linéaire (6, 7) transversalement par rapport à la direction
longitudinale de la fente, et que le curseur (5) porte un levier de fermeture (21),
qui est incliné transversalement par rapport à la direction d'entraînement et peut
pivoter à l'encontre de l'action d'une force (20) d'un ressort, et ce de manière limitée
autour de sa partie centrale, de sorte que le boulon de fermeture (11 ), qui pénètre
dans la fente (15), s'applique par sa surface enveloppe contre l'un ou l'autre des
bords frontaux (30, 31) du levier de fermeture (21), en fonction de la direction d'entraînement
du curseur (15), et que sous l'effet de la poursuite du déplacement du coulisseau
(5), le ventail de porte (2) est repoussé contre l'huisserie (1) ou est écarté de
cette dernière.
2. Système d'assistance d'actionnement suivant la revendication 1, caractérisé par
le fait que le curseur (5) et le dispositif d'entraînement linéaire (6, 7) sont guidés
dans une barrette de protection pour les doigts, montée sur l'huisserie (1).
3. Système d'assistance d'actionnement suivant la revendication 1, caractérisé par
le fait que le dispositif d'entraînement linéaire (6, 7) est activé par l'intermédiaire
d'un interrupteur de fin de course (8).
4. Système d'assistance d'actionnement suivant la revendication 1, caractérisé par
le fait que le levier de fermeture (21) est monté de manière à pouvoir tourner en
son centre.
5. Système d'assistance d'actionnement suivant la revendication 1, caractérise par
le fait que le levier de fermeture (21) possède un contour en forme de parallélogramme,
qui possède une came de fermeture arrondie et comporte des bords opposés (30, 31)
possédant des longueurs différentes.
6. Système d'assistance d'actionnement suivant la revendication 1, caractérisé par
le fait que le mouvement de pivotement du levier de fermeture (21) est limité au moyen
d'un boulon de butée (29).
7. Système d'assistance d'actionnement suivant la revendication 1, caractérisé par
le fait qu'il est prévu, pour produire la force élastique, un ressort de rappel (20),
dont une extrémité est montée de façon excentrée sur le levier de fermeture (21) et
dont l'autre extrémité est montée fixe.
1. Operating aid for opening and closing a door, particularly for shielded rooms and
cubicles, characterised in that the edge (2 b) of a door leaf opposite the butting
edge (2 a) of the door leaf preferably has a protruding cotter pin (11) which extends
into a slot (15) in the door frame (1) when the door is closed, in that guided in
the door frame (1) is a slide bar (5) which is capable of sliding transversely to
the longitudinal direction of the slot by means of a linear drive (6, 7), and in that
the slide bar (5) bears a closing lever (21) inclined transversely to the drive direction
and capable of swivelling abouts its centre section against the action of a spring
force (20) and to a limited extent, so that, depending on the drive direction of the
slide bar (15), the surface of the cotter pin (11) extending into the slot (15) rests
against one or other front edge (30, 31) of the closing lever (21) and as the slide
(5) is moved further, the door leaf (5) is pressed against the door frame (1) or is
lifted away therefrom.
2. Operating aid according to claim 1, characterised in that the slide bar (5) and
the linear drive (6, 7) are guided in a finger protection strip arranged on the door
frame (5).
3. Operating aid according to claim 1, characterised in that the linear drive (6,
7) is actuated via a limit switch (8).
4. Operating aid according to claim 1, characterised in that the closing lever (21)
is rotatably mounted at the centre of the lever.
5. Operating aid according to claim 1, characterised in that the cross-section of
the closing lever (21) is in the shape of a parallelogram with a rounded closing curve
and with opposite edges (30, 31) of different lengths.
6. Operating aid according to claim 1, characterised in that the swivelling movement
of the closing lever 21 is limited by a stop pin (29).
7. Operating aid according to claim 1, characterised in that a return spring (20)
is provided as the spring force, one end of which is arranged eccentrically on the
closing lever (21) and the other end is arranged so as to be fixed in position.

