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EP 0 256 483 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.05.1991 Patentblatt 1991/18 |
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Anmeldetag: 10.08.1987 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: G08G 1/09 |
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Verkehrsleit- und Informationssystem
Traffic guidance and information system
Système pour guider et informer le trafic
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
13.08.1986 DE 3627474
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.02.1988 Patentblatt 1988/08 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Kappeller, Reinhard
D-8000 München 71 (DE)
- von Tomkewitsch, Romuald, Dipl.-Ing.
D-8026 Ebenhausen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 025 193 DE-C- 3 304 451
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EP-A- 0 218 046
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verkehrsleit- und Informationssystem in einem
Straßennetz mit an den Straßen angeordneten ortsfesten Leitbaken, welche zyklisch
Leitinformationen aufgrund einer wechselseitigen Datenübertragung mit allen passierenden,
mit einer entsprechenden Empfänger-/Sender- und Verarbeitungseinrichtung ausgestatteten
Fahrzeugen übermitteln, wobei die Leitbaken von Infrarot-Köpfen mit Sendern und Empfängern,
die an vorhandenen Signalmasten einer Lichtsignalanlage angeordnet sind, und von einer
Bakenelektronik, die im Schrank eines dazugehörigen Verkehrsschaltgerätes angeordnet
ist, gebildet sind.
[0002] In einem Verkehrsleit- und Informationssystem, wie es beispielsweise in der DE-A-29
36 062 & EP-A-25193 und EP-B1-29 201 beschrieben ist, werden Leitinformationen zur
Erreichung der von ihrem Standort aus wählbaren Fahrziele zu den Fahrzeugen übermittelt
und Verkehrsdaten, wie z.B. Reisezeit je Streckenabschnitt, von den Fahrzeugen an
die Leitstellen gemeldet. Die Infrastruktur für ein solches Verkehrsleit- und Informationssystem
soll mit möglichst geringem Aufwand geschaffen werden. So können beispielsweise vorhandene
Verkehrssignalrechner für Verkehrssignalanlagensteuerungen mit herangezogen werden.
Der Verkehrsleitrechner liefert beispielsweise die notwendigen Informationen an eine
Bakenelektronik, die im Schaltschrank des Verkehrsschaltgerätes angeordnet ist. Zur
Informationsübertragung zwischen Infrarotkopf und der drahtgebunden zum Infrarotkopf
übermittelt werden. Eine Verlegung zusätzlicher Kabel zwischen den Verkehrsschaltgeräten
und den Signalmasten ist sehr aufwendig und teuer und sollte aus wirtschaftlichen
Gründen unbedingt vermieden werden. Daher wurde schon vorgeschlagen (DE-Patentanmeldung
DE-A-35 29 166 & EP-A-218046, publiziert 15.4.7) bei wenigstens drei freien vorhandenen
Adern sowohl die Datenübertragung als auch die Stromfernversorgung vorzunehmen. Dies
erfordert aber immerhin noch drei freie Adern. Sehr häufig steht aber nur eine freie
Ader, wenn überhaupt zur Verfügung.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, für ein eingangs beschriebenes Verkehrsleit-
und Informationssystem eine Einrichtung zur Übertragung der Daten und der erforderlichen
Versorgungsspannung anzugeben, wenn lediglich eine freie oder überhaupt keine freie
Leitungsader zur Verfügung steht, ohne dabei eigens ein gesondertes Kabel verlegen
zu müssen.
[0004] Diese Aufgabe wird bei einem eingangs geschilderten Verkehrsleit-und Informationssystem
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Datenübertragung Signalleitungen benützt werden,
die bereits für die Lichtsignalanlage benötigt sind, daß im Verkehrsschaltgerät für
jeden Infrarotkopf jeweils ein erster Übertrager angeordnet ist, der eine erste Übertragerwicklung
für die Ein- und Auskopplung der Datentelegramme aufweist, daß ein erster Signalrückleiter
über eine zweite Übertragerwicklung des ersten Übertragers an den Massepunkt geführt
ist, daß im Signalmast an dem ersten Signalrückleiter eine Übertragerwicklung eines
im Infrarotkopf angeordneten zweiten Übertragers angeklemmt ist, daß in Reihe zu dieser
Übertragerwicklung ein Kondensator angeschlossen ist, der an einem zweiten Signalrückleiter
angeklemmt ist, ein Kondensator und in Reihe dazu eine Übertragerwicklung eines im
Infrarotkopf angeordneten zweiten Übertragers angeklemmt sind, daß der zweite Übertrager
eine erste Wicklung aufweist, über die die Daten von und zum Verkehrsschaltgerät für
den Infrarotsender und -empfänger übertragen werden, wobei die zweiten Wicklungen
mit dem Kondensator über die beiden Signalrückleiter in Reihe geschaltet sind und
eine Leiterschleife bilden, die im Verkehrsschaltgerät geerdet ist, und daß die für
den Infrarotkopf erforderliche Betriebsspannung aus der Netzwechselspannung im Verkehrsschaltgerät
oder im Signalmast gewonnen wird.
[0005] Erfindungsgemäß werden Signalleitungen mit verwendet, über die Lampenströme fließen.
Dabei nützt die Erfindung die Tatsache aus, daß jeder Signalgeber einen eigenen Rückleiter
zum Verkehrsschaltgerät besitzt, wobei diese Rückleiter im Schaltgerät auf einer für
alle Signalgeber gemeinsamen Massepunkt-Schiene gelegt sind. Zur Datenübertragung
zwischen der Bakenelektronik im Schaltgerät und dem Infrarotkopf am Signalmast werden
die Rückleiter zweier Signalgruppen durch einen Kondensator zu einer Leiterschleife
verbunden. Dieser Kondensator stellt für die Netzfrequenz von 50 Hz einen großen Widerstand
dar, jedoch nicht für die Impulse der Datentelegramme, die in einem Frequenzbereich
beispielsweise oberhalb von 100 kHz übertragen werden. Diese Impulse werden auf beiden
Seiten der Übertragungsstrecke, also im Verkehrsschaltgerät und im Infrarotkopf, über
die Übertrager ein- bzw. ausgekoppelt. Diese Schaltungsanordnung hat den Vorteil,
daß mit wenig Schaltelementen und ohne zusätzliche Leitungen die Datentelegramme übertragen
werden. Steht eine freie Ader zur Verfügung, so kann für die erforderliche Betriebsspannung
ein Netztransformator im Verkehrsschaltgerät vorgesehen sein, der die berührungssichere
Niederwechselspannung zum Infrarotkopf überträgt, wo sie gleichgerichtet wird und
dem Infrarotsender und -empfänger zur Verfügung steht. Steht keine freie Ader zur
Verfügung, jedoch eine Netzspannung am Signalmast, weil beispielsweise dort ein dauernd
leuchtender Fußgänger-Druckkopf oder ein Fahrradsymbol mit der Netzspannung versorgt
ist, so wird zweckmäßigerweise der Netztransformator im Mast angeordnet.
[0006] Fehlt eine freie Ader und ist auch am Signalmast keine Netzspannung vorhanden, so
wird in Weiterbildung der Erfindung der Netztransformator mit seiner Primärwicklung
parallel zu einer Signalgeber-Lampe geschaltet. Da die Signalgeberlampe nicht dauernd
leuchtet, wird bei dieser Ausführung der Erfindung ein Akkumulator als Energiepuffer
nach der Gleichrichterschaltung angeordnet, der die Infrarot-Sender/Empfänger in den
Perioden mit der notwendigen Betriebsspannung versorgt, währendessen der betreffende
Signalgeber abgeschaltet ist. Dabei wird zweckmäßigerweise der Netztransformator an
einer Signallampe angeschaltet, die nicht auf Fadenbruch überwacht wird, also beispielsweise
die Grünlampe.
[0007] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen im folgenden
erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 eine schematische Darstellung des Funktionsprinzips des bekannten Verkehrsleit-
und Informationssystems,
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung mit einer freien Leitungsader und
Fig. 3 eine Weiterbildung der Erfindung ohne freie Leitungsader.
[0008] Fig. 1 zeigt das Funktionsprinzip des Leit- und Informationssystems. In Form einer
bestehenden Lichtsignalanlage LSA ist ein Signalmast SM mit einem Signalgeber SG und
mit dem Infrarotkopf IRK gezeigt. Der Signalmast SM ist über Signalleitungen SL mit
dem Verkehrsschaltgerät VSG verbunden. In diesem Schaltgerät ist für das Leit-und
Informationssystem die Bakenelektronik BE angeordnet, die ihrerseits mit einem Verkehrsleitrechner
VLR verbunden ist. Der Datenaustausch erfolgt über Infrarotsender und -empfänger SB
und EB der Leitbake über den Infrarotkopf IRK. Im Kraftfahrzeug FZ ist die Empfangs-
und Sendeeinrichtung EF und SF für die Infrarotsignale, die die Datentelegramme DT
übermitteln, angeordnet. Ferner weist das Fahrzeug FZ eine Verarbeitungseinrichtung
für diese Daten und zur Gewinnung aller anderen notwendigen Daten auf. Schematisch
ist hier noch gezeigt die Magnetfeldsonde MS und das Ortungsgerät O, das andererseits
auch noch Daten von einem Ratimpulsgeber RIG erhält. Neben einem Reisezeitmesser RZM
und einem Navigationsgerät N ist im Fahrzeug FZ noch ein Bediengerät B mit einer Eingabetastatur,
einer Richtungsanzeige RZ und einem Zielspeicher ZSp angeordnet und gezeigt. Weitere
Einzelheiten des bekannten Verkehrsleit-und Informationssystems brauchen nicht erläutert
zu werden.
[0009] Die Fig.2 zeigt die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung in Form einer Schnittstelle
zwischen der Bakenelektronik BE und dem Infrarotkopf IRK. Das Verkehrsschaltgerät
VSG weist u.a. für die Lichtsignalanlage Schalter, beispielsweise Relaiskontakte,
für die Signalgeber auf. Die Phase Ph ist über diese Schalter S11 bis S22 über Signalleitungen
SL11 bis SL22 mit hier nur zwei dargestellten Signalgebern SG1 und SG2 verbunden.
Der jeweilige Rückleiter eines Signalgebers, hier RL1 des Signalgebers SG1 und RL2
des Signalgebers SG2, sind vom Signalmast SM zum Verkehrsschaltgerät VSG getrennt
geführt, wo sie an einer Nulleiterschiene MpS gemeinsam angeschlossen sind. Erfindungsgemäß
ist nun am Rückleiter RL2 an der Klemme K2 eine Leitung angeklemmt, die zu dem Kondensator
C führt, der seinerseits - hier vereinfacht dargestellt - zur Ankopplung an den (Ringkern)-Übertrager
UEI nur durch den Ring geführt ist. Dies ist mit dem Bezugszeichen W2 für eine zweite
Übertragerwindung gekennzeichnet. Der Anschluß ist dann weitergeführt zur Klemme K1
des Rückleiters RL1, so daß hierdurch eine Leiterschleife gebildet ist. Die Leiterschleife
ist im Verkehrsschaltgerät VSG ebenfalls an einem (Ringkern-) Übertrager UEV mit einer
zweiten Windung W2 angekoppelt. Hier in der Zeichnung ist dies ebenfalls vereinfacht
dargestellt, indem der Rückleiter RL1 durch den Ringkern geführt und dann entsprechend
an der Nulleiterschiene MpS angeschlossen ist. Die von der Bakenelektronik BE kommenden
Datentelegramme DT werden über eine erste Übertragerwicklung W1 eingekoppelt und gelangen
über die beiden Rückleiter RL1 und RL2 über die Wicklung W1 des Übertragers UEI im
Infrarotkopf IRK zu den hier nicht mehr dargestellten Infrarotsender und -empfangseinrichtungen.
Die hier freie Ader der Signalleitung SL wird zur Übertragung der Betriebsspannung
für den Infrarotkopf benützt. Deshalb ist ein Netztransformator TR im Verkehrsschaltgerät
VSG angeordnet, der primärseitig an der Phase Ph und an der Nulleiterschiene MpS angeschlossen
ist. Sekundärseitig ist die Wicklung einerseits auch an der Nulleiterschiene NpS1
angeschlossen, andererseits an der freien Ader SL.
[0010] Die Erfindung ist hier nur prinzipiell am Beispiel eines Signalmastes gezeigt. Die
Bakenelektronik versorgt jedoch an einer Kreuzung im allgemeinen mehrere Infrarotköpfe,
die an den verschiedenen Signalmasten angeordnet sind. Daher ist - wie das gestrichelt
angedeutet ist - sowohl die Betriebswechselspannung (z.B. 24 Volt) als auch die Übertragung
über Rückleiter anderer Signalgeber notwendig. Die Betriebswechselspannung wird über
die freie Ader der Signalleitung SL zum Infrarotkopf IRK übertragen und dort mittels
der Gleichrichterschalter GS gleichgerichtet. Dieser ist ein Glättungskondensator
CG nachgeschaltet. An diesem wird die Betriebsgleichspannung für die Sende- und Empfangseinrichtungen
des Infrarotkopfes abgegriffen.
[0011] Zweckmäßigerweise ist der Ringkernübertrager UEV im Verkehrsschaltgerät VSG so dimensioniert,
daß er bei den erforderlichen Signallampenströmen nicht in Sättigung gelangt. Diese
Maßnahme sichert eine zuverlässige Informationsübertragung mittels der Datenimpulse
DT. Darüber hinaus hat diese erfindungsgemäße Schaltungsanordnung noch den Vorteil,
daß dieser Übertrager UEV die Impulse so formen, daß keine Oberwellen entstehen, die
zu Funkstörungen führen könnten. Die Anordnung der Gleichrichterschalter GS im Infrarotkopf
IRK hat den Vorteil, daß auf der freien Ader SL eine Wechselspannung im Gegensatz
zu einer Gleichspannung übertragen wird, weil die Lichtsignalanlagen auf das Auftreten
von Gleichspannungen überwacht werden. Dies wird als Fehlverhalten interpretiert und
führt zur Abschaltung der Anlage.
[0012] Fig. 3 zeigt eine Weiterbildung der Erfindung. Die hier gezeigte Schaltungsanordnung
ist ähnlich der in der fig.2 dargestellten Schaltung jedoch mit dem Unterschied, daß
eine freie Signalleitung SL fehlt und im Verkehrsschaltgerät VSG kein Netztransformator
TR zur Gewinnung der Betriebsspannung angeordnet ist. Die Übertragung der Datentelegramme
DT über die entsprechenden Übertrager UEV, UEI ist bei diesem Ausführungsbeispiel
genauso wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß der Fig.2. Lediglich die Gewinnung der
Betriebsspannung für den Infrarotkopf IRK ist erfindungsgemäß anders gestaltet. Die
Primärwicklung des Netztransformators TR liegt parallel zu einer Signalgeberlampe,
vorzugsweise zur Grünlampe des Signalgebers SG1. Die Sekundärwicklung des Netztransformators
TR wird unmittelbar zur Gleichrichterschaltung GS geführt. Da die Signalgeberlampe
nicht dauernd leuchtet, muß bei dieser Art der Stromversorgung ein Akkumulator AK
gepuffert werden, der die Infrarot-Sender/Empfänger in den Perioden mit der Betriebsspannung
versorgt, während denen der betreffende Signalgeber abgeschaltet ist. Daher ist der
Gleichrichterschaltung ein Energiespeicher AK nachgeschaltet.
1. Verkehrsleit- und Informationssystem in einem Straßennetz mit an den Straßen angeordneten
ortsfesten Leitbaken, welche zyklisch Leitinformationen aufgrund einer wechselseitigen
Datenübertragung (DT) mit allen passierenden, mit einer entsprechenden Empfänger-/Sender-
und Verarbeitungseinrichtung (EF/SF) ausgestatteten Fahrzeugen (FZ) übermitteln, wobei
die Leitbaken von Infrarotköpfen (IRK) mit Sendern (SB) und Empfängern (EB), die an
vorhandenen Signalmasten (SM) einer Lichtsignalanlage (LSA) angeordnet sind, und von
einer Bakenelektronik (BE), die im Schrank eines dazugehörigen Verkehrsschaltgerätes
(VSG) angeordnet ist, gebildet sind,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Datenübertragung (DT) Signalleitungen benützt werden, die bereits für die
Lichtsignalanlage (LSA) benötigt sind, daß im Verkehrsschaltgerät (VSG) für jeden
Infrarotkopf (IRK) jeweils ein erster Übertrager (UEV) angeordnet ist, der eine erste
Übertragerwicklung (W1) für die Ein- und Auskopplung der Datentelegramme (DT) aufweist,
daß ein erster Signalrückleiter (RL1) über eine zweite Übertragungswicklung (W2) des
ersten Übertragers (UEV) an den Massepunkt (Mp) geführt ist, daß im Signalmast (SM)
an dem ersten Signalrückleiter (RL1) eine zweite Übertragerwicklung (W2) eines im
Infrarotkopf (IRK) angeordneten Übertragers (UEI) angeklemmt (K1) ist, daß in Reihe
zu dieser Übertragerwicklung (W2) ein Kondensator (C) angeschlossen ist, der an einem
zweiten Signalrückleiter (RL2) angeklemmt (K2) ist, daß der zweite Übertrager (UEI)
eine erste Wicklung (W1) aufweist, über die die Daten (DT) von und zum Verkehrsschaltgerät
(VSG) für den Infrarotsender und -empfänger übertragen werden, wobei die zweiten Wicklungen
(W2) mit dem Kondensator (C) über die beiden Signalrückleiter (RL1, RL2) in Reihe
geschaltet sind und eine Leiterschleife bilden, die im Verkehrsschaltgerät (VSG) geerdet
(Mp) ist, und daß die für den Infrarotkopf (IRK) erforderliche Betriebsspannung aus
der Netzwechselspannung im Verkehrsschaltgerät (VSG) oder im Signalmast (SM) gewonnen
wird.
2. Verkehrsleit- und Informationssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß im Verkehrsschaltgerät (VSG) ein Netztransformator (TR) angeordnet ist, dessen
Sekundärwicklung mit einer berührungssicheren Niederwechselspannung über jeweils eine
freie Signalleitung (SL) und jeweils eine beschaltete Signalrückleitung (RL2) mit
einer im Infrarotkopf (IRK) angeordneten Gleichrichterschaltung (GS) verbunden ist,
wobei an einem der Gleichrichterschaltung (GS) nachgeschalteten Glättungskondensator
(CG) die Betriebsgleichspannung ansteht.
3. Verkehrsleit- und Informationssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß im Signalmast (SM) ein Netztransformator (TR) parallel an einer nicht auf Fadenbruch
überwachten Signalgeber-Lampe (z.B. Grün-Lampe) angeordnet ist, und daß die Sekundärwicklung
des Transformators (TR) unmitelbar mit der Gleichrichterschaltung (GS) verbunden ist,
wobei der Gleichrichterschaltung (GS) ein Energiespeicher (AK) nachgeschaltet ist,
der die Betriebsgleichsspannung abgibt.
4. Verkehrsleit- und Informationssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Übertrager (UEV) im Verkehrsschaltgerät (VSG) so dimensioniert ist, daß
er bei den erforderlichen Signallampenströmen nicht in Sättigung gelangt.
1. Traffic guidance and information system in a road network having fixed guidance beacons
arranged on the street, which beacons cyclically transfer guidance information on
the basis of an alternating data transfer (DT) to all passing vehicles (FZ) equipped
with a corresponding receiver/transmitter and processing device (ET/SF), the guidance
beacons being formed by infrared heads (IRK) with transmitters (SB) and receivers
(EB) which are arranged on existing signalling masts (SM) of a traffic light system
(LSA) and are formed by a beacon electronic system (BE) which is arranged in the cabinet
of an associated traffic control device (VSG), characterised in that for the data
transmission (DT) signalling lines are used which are already required for the traffic
light system (LSA), in that in each case a first transformer (UEV) for each infrared
head (IRK) is arranged in the traffic control device (VSG), which transformer has
a first transformer winding (W1) for the inputting and outputting of the data telegrams
(DT), in that a first signal return line (RL1) is connected to the earth point (Mp)
via a second transformer winding (W2) of the first transformer (UEV), in that in the
signalling mast (SM) a second transformer winding (W2) of a transformer (UEI) arranged
in the infrared head (IRK) is connected (K1) to the first signal return line (RL1)
in that connected in series with this transformer winding (W2) there is a capacitor
(C) which is connected (K2) to a second signal return line (RL2), in that the second
transformer (UEI) has a first winding (W1), via which the data (DT) are transmitted
from and to the traffic control device (VSG) for the infrared transmitter and receiver,
the second windings (W2) being connected in series to the capacitor (C) via the two
signal return lines (RL1, RL2) and forming a conductor loop which is earthed (Mp)
in the traffic control device (VSG), and in that the operating voltage required for
the infrared head (IRK) is acquired from the mains alternating voltage in the traffic
control device (VSG) or in the signalling mast (SM).
2. Traffic guidance and information system according to Claim 1, characterised in that
arranged in the traffic control device (VSG) there is a mains transformer (TR), the
secondary winding of which is connected to a protected low alternating voltage via
one free signalling line (SL) in each case and one wired signalling return line (RL2)
in each case to a rectifier circuit (GS) arranged in the infrared head (IRK), the
operating direct voltage being present at a filter capacitor (CG) connected downstream
of the rectifier circuit (GS).
3. Traffic guidance and information system according to Claim 1, characterised in that
in the signalling mast (SM) a mains transformer (TR) is arranged in parallel with
a signal transmitter lamp (e.g. green lamp) which is not monitored for a filament
break, and in that the secondary winding of the transformer (TR) is connected directly
to the rectifier circuit (GS), a power storage device (AK) which emits the operating
direct voltage being connected downstream of the rectifier circuit (GS).
4. Traffic guidance and information system according to Claim 1, characterised in that
the transformer (UEV) in the traffic control device (VSG) is dimensioned in such a
way that it does not become saturated with the required signalling lamp currents.
1. Système de guidage et d'information concernant le trafic dans un réseau routier comportant
des balises fixes, installées dans les rues et transmettant cycliquement des informations
de guidage, sur la base d'une transmission alternée de données (DT), à tous les véhicules
(FZ) passant devant ces balises et équipés d'un dispositif correspondant d'émission/réception
et de traitement (ET/SF), les balises étant formées par des têtes à infrarouge (IRK)
comportant des émetteurs (SB) et des récepteurs (EB), qui sont disposés sur des poteaux
existants de signalisation (SM) d'une installation de signalisation lumineuse (LSA),
et par un système électronique de balise (BE) disposé dans l'armoire d'un appareil
(VSG) de commutation du trafic, qui est associé à ce système électronique,
caractérisé par le fait que pour la transmission de données (DT) on utilise des
lignes de transmission de signaux, qui sont déjà nécessaires pour l'installation de
signalisation lumineuse (LSA), que dans l'appareil (VSG) de commutation du trafic
est disposé respectivement, pour chaque tête à infrarouge (IRK), un premier transformateur
(UEV), qui possède un premier enroulement de transformation (W1) pour l'injection
et le découplage des télégrammes de données (DT), qu'un premier conducteur (RL1) de
retour des signaux est raccordé à la masse (Mp) par l'intermédiaire d'un second enroulement
de transformation (W2) du premier transformateur (UEV), que dans le poteau de signalisation
(SM), un second enroulement de transformation (W2) d'un second transformateur (UEI)
disposé dans la tête à infrarouge (IRK) est raccordé à un second enroulement de transformation
(W2), qu'en série avec cet enroulement de transformation (W2) est branché un condensateur
(C), qui est raccordé à un second conducteur (RL2) de retour des signaux, que le second
transformateur (UEI) possède un premier enroulement (W1), au moyen duquel les données
(DT) sont transmises en provenance et en direction de l'appareil (VSG) de commutation
du trafic, pour l'émetteur à infrarouge et le récepteur à infrarouge, les seconds
enroulements (W2) étant branchés en série avec le condensateur (C) par l'intermédiaire
des deux conducteurs (RL1,RL2) de retour des signaux et formant un conducteur en boucle,
qui est raccordé à la terre (Mp) dans l'appareil (VSG) de commutation du trafic, et
que la tension de service nécessaire pour la tête infrarouge (IRK) est obtenue à partir
de la tension alternative du secteur dans l'appareil (VSG) de commutation du trafic
ou dans le poteau de signalisation (SM).
2. Système de guidage et d'informations concernant le trafic suivant la revendication
1, caractérisé par le fait que dans l'appareil (VSG) de commutation du trafic est
disposé un transformateur (TR) de raccordement au secteur, dont l'enroulement secondaire
est placé à une basse tension alternative, protégée contre tout contact, au moyen
d'une ligne respective libre (SL) de transmission de signaux, et respectivement une
ligne câblée (RL2) de retour des signaux et est raccordé à un circuit redresseur (GS)
installé dans la tête à infrarouge (IRK), la tension continue de service étant appliquée
à un condensateur de lissage (CG) branché en aval du circuit redresseur (GS).
3. Système de guidage et d'informations concernant le trafic suivant la revendication
1, caractérisé par le fait que dans le poteau de signalisation (SM), un transformateur
(TR) de raccordement au secteur est branché en parallèle avec une lampe du générateur
de signaux (par exemple lampe verte) dans laquelle il n'existe aucun contrôle d'une
rupture du filament, et que l'enroulement secondaire du transformateur (TR) est raccordé
directement au circuit redresseur (GS), en aval duquel est branché un accumulateur
d'énergie (AK) qui délivre la tension de service.
4. Système de guidage et d'informations concernant le trafic suivant la revendication
1, caractérisé par le fait que le transformateur (UEV) situé dans l'appareil (VSG)
de commutation du trafic est dimensionné de telle sorte qu'il n'est pas placé à la
saturation par les courants nécessaires des lampes de signalisation.