(19)
(11) EP 0 257 509 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
02.03.1988  Patentblatt  1988/09

(21) Anmeldenummer: 87111898.0

(22) Anmeldetag:  17.08.1987
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4H01C 1/01, H01C 3/10
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE FR GR LI

(30) Priorität: 29.08.1986 DE 8623260 U

(71) Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Liebel, Manfred, Dipl.-Ing.(FH)
    D-8501 Burgthann (DE)
  • Willner, Horst, Dipl.-Ing. (FH)
    D-8500 Nürnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Keramischer Abstandshalter


    (57) Zur Anordnung an ebenen Bandabschnitten (4) von Wider­standsbändern weist der starre ringförmige Abstandshalter (1) einen gestuften zentralen Durchlaß (1A,1B) zur Führung und Abstützung eines aus Edelstahl gebildeten Befestigungs­niets (2) auf, dessen Nietkopf (2A) im größeren Durchlaß (1A) versenkt und dessen Nietschaft (2B) durch eine Öff­nung (3) im ebenen Bandabschnitt (4) gesteckt und dahinter vernietet ist.




    Beschreibung


    [0001] Gegenstand der Erfindung ist ein keramischer Abstandshal­ter für breitseitig benachbart angeordnete Bandabschnitte eines mäanderförmig in Gestellen gefalteten elektrischen Widerstandsbandes nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Solche aus dem DE-GM 85 07 393 bekannte Abstandshalter sind nur für gekiemte Widerstandsbänder mit beidseitig offenen Kiemen geeignet, wobei die jeweilige Lage der einzelnen Abstandshalter an ebenen Stellen von der An­ordnung der Kiemen bestimmt ist, da die Halterung jedes starren Abstandshalters mittels einer in die Kiemen ragenden Federklammer erfolgt, die entweder als flache hakenförmige Federklammer je mit zwei hintereinander angeordneten Kiemen in Eingriff steht, so daß der betreffende Abstandshalter zwischen diesen Kiemen liegt oder aber in Form einer bügelartigen Federklammer jeweils einen Abstandshalter neben einer Kieme hält, indem die bügelartige Federklammer von der einen Seite her diese Kieme durchdringt. Die Abstandshalter überragen die Kiemen, so daß eine Berührung der benachbarten Bandabschnitte im Betrieb durch Wär­medehnung, mechanische Krafteinwirkung oder dergleichen sicher vermieden wird. Die örtliche Anordnung und die Zahl der Abstandshalter kann im Kiemenbereich nach den jeweiligen Anforderungen gewählt werden.

    [0003] Der Erfindung liegt Aufgabe zugrunde, einzelne Ab­standshalter an ganz, teilweise oder nicht gekiemten Bandabschnitten an beliebigen gewünschten Stellen mit einfacheren Mitteln ohne aufwendige Federklammern be­triebssicher befestigen zu können und die Befestigungs­orte schon vor der Mäanderfaltung vorzusehen.

    [0004] Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt durch die Maßnahmen nach dem Kennzeichen des Anspruchs 1.

    [0005] Ein besonders vorteilhafter Abstandshalter ist Gegen­stand des Anspruchs 2, der bei kleinstmöglicher Auflage­fläche auch zwischen ihn umgebende Kiemen sicher ange­ordnet werden kann und der infolge verminderter Kerb­wirkung besonders bruch- und stoßfest ist.

    [0006] Ein solcher Abstandshalter ist in der Zeichnung an einem gekiemten Bandabschnitt dargestellt und nachfol­gend erläutert:

    FIG 1 zeigt einen Längsschnitt durch den am Band aufge­nieteten Abstandshalter,

    FIG 2 eine Draufsicht auf einen mit Abstandshaltern bestückten gekiemten Bandabschnitt.



    [0007] Der starre ringförmige Abstandshalter 1 aus hitze­beständiger Keramik ist durch einen hitzebeständigen Befestigungsniet 2 an einer Öffnung 3 des Bandab­schnittes 4 zwischen Kiemen 5 angenietet. Der Abstands­halter 1 weist einen gestuften zentralen Durchlaß für den Befestigungsniet 1 auf. Der größere Durchlaß 1A im Oberteil des Abstandshalters 1 für den darin versenkten Nietkopf 2A geht zur Verminderung einer Kerbwirkung abge­rundet in die Stufe 1C und diese über eine kegelstumpf­förmige Abschrägung in den kleineren Durchlaß 1B für den Nietschaft 2B über. Der Abstandshalter 1 ist an seiner unteren Stirnkante 1D kegelstumpfförmig abgeschrägt, um auf diese Weise eine verkleinerte Auflagefläche zum Band zu erhalten und die Anbringung zwischen benachbarten Kiemen 5 zu erleichtern.

    [0008] Der ringförmige Abstandshalter 1 ist an seinen übrigen ringförmigen Stirnkanten 1E, 1F ebenfalls abgeschrägt, um randseitige Beschädigungen weitgehend zu vermeiden.

    [0009] Da der Befestigungsniet 2 einen größeren Wärmeausdeh­nungskoeffizienten als der keramische Abstandshalter 1 hat, tritt im Betrieb keine mechanische Verspannung des Abstandshalters durch den Befestigungsniet auf, die zur Beschädigung des Abstandshalters führen könnte.


    Ansprüche

    1. Keramischer Abstandshalter für breitseitig benach­bart angeordnete Bandabschnitte eines mäanderförmig ge­falteten elektrischen Widerstandsbandes, der durch ein metallisches Befestigungsglied gesondert an einem Band­abschnitt gehalten ist, indem das Befestigungsglied in Druchbrechungen des Abstandshalters und des Bandab­schnitts eingreift,
    dadurch gekennzeichent,
    daß der Abstandshalter (1) einen gestuften zentralen Durchlaß (1A, 1B) zur Führung und zur Abstützung des versenkten Nietkopfes (2A) eines Befestigungsniets (2) für den Abstandshalter (1) an einer ebenen gelochten Stelle (3) des Bandabschnitts (4) aufweist.
     
    2. Abstandshalter nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß er ringförmig mit abgeschrägten Stirnkanten (1D, 1E, 1F) ausgebildet ist und der Übergang von dem größeren Durch­laß (1A) zur Stufe (1C) abgerundet sowie der Übergang von der Stufe (1C) zum kleineren, an den Nietschaft (2B) angepaßten Durchlaß (1B) kegelstumpfförmig abgechrägt ist.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht