[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Härtung proteinartige Bindemittel enthaltender
Schichten durch Verwendung eines Soforthärtungsmittels, insbesondere carboxylgruppen-aktivierenden
Härtungsmittels.
[0002] Proteinartige Bindemittel enthaltende Schichten werden auf den verschiedensten Gebieten
der Technik verwendet, z.B. als Schutzüberzüge von Gegenständen oder als Bindemittelschichten,
die reaktive Stoffe dispergiert enthalten wie etwa in Materialien für analytisch oder
diagnostische Zwecke oder in fotografischen Aufzeichnungsmaterialien. Für den praktischen
Gebrauch müssen solche Schichten gehärtet sein. Eine Vielzahl von Härtungsmitteln
sind für diesen Zweck bekannt geworden. Die Härtungsmittel reagieren in der Regel
mit freien Amino-, Imino- oder Hydroxylgruppen des proteinartigen Bindemittels unter
Vernetzung desselben.
[0003] Die Verwendung langsam reagierenden Härtungsmittel ist insofern nachteilig als beispielsweise
in fotografischen Aufzeichnungsmaterialien wichtige Parameter der gegossenen Schichten
sich mit zunehmender Lagerungszeit verändern. Insbesondere können sensitometrische
Daten wie Empfindlichkeit, Gradation und Maximaldichte langsam driften und die endgültigen
Eigenschaften der Schicht oder des Schichtverbandes werden oft erst nach einer beträchtlichen
Lagerungsdauer erreicht. Dies macht bei der Produktion einen erhöhten Prüfaufwand
erforderlich. Es ist daher sehr erwünscht schnell wirkende Härtungsmittel zu verwenden,
weil mit ihnen die endgültigen Eigenschaften innerhalb kurzer Zeit nach dem Beguß
erreicht sind, so daß die erforderlichen Lagerungs- bzw. Wartezeiten abgekürzt werden
können und der Prüfaufwand reduziert werden kann. Sehr brauchbare schnellwirkende
Härtungsmittel, im folgenden auch Soforthärter genannt, sind in DE-A-22 25 230, DE-A-23
17 677 und DE-A-24 39 551 beschrieben.
[0004] Unter Soforthärtern werden Verbindungen verstanden, die geeignete Bindemittel so
vernetzen, daß unmittelbar nach Beguß bzw. spätestens nach 24 Stunden, vorzugsweise
nach 8 Stunden die Härtung soweit abgeschlossen ist, daß keine weitere durch die Vernetzungsreaktion
bedingte Änderung der Sensitometrie und der Quellung des Schichtverbandes auftritt.
Unter Quellung wird die Differenz von Naßschichtdicke und Trockenschichtdicke bei
der wäßrigen Verarbeitung des Films verstanden (Photogr. Sci. Eng. 8 (1964), 275;
Photogr. Sci. Eng. 16 (1972), 449).
[0005] Bei diesen mit Gelatine sehr schnell reagierenden Soforthärtungsmitteln handelt es
sich z.B. um Carbamoylpyridiniumsalze, die vermutlich mit freien Carboxylgruppen des
proteinartigen Bindemittels zu reagieren vermögen, so daß letztere mit freien Aminogruppen
unter Ausbildung von Peptidbindungen und Vernetzung des Bindemittels reagieren können.
Wegen dieser schnellen Wirkung dürfen die erwähnten Soforthärter gelatinehaltigen
Gießlösungen im allgemeinen erst kurz vor dem Beguß zugesetzt werden, da anderenfalls
durch vorzeitige Reaktion die Gießeigenschaften inbesondere die Viskosität der Gießlösungen
rasch und nachhaltig verändert würden. Im allgemeinen wird der Soforthärter der obersten
Schicht (Schutzschicht) zugesetzt (z.B. DE-A-3 307 506 , Beispiel 2). Durch Diffusion
gelangt er in die anderen zu härtenden gelatinehaltigen Schichten und vernetzt darin
die Gelatine so schnell, daß bereits nach erfolgter Trocknung die Härtung nahezu abgeschlossen
ist und die für die physikalischen und fotografischen Eigenschaften charakteristischen
Parameter ihre endgültigen Werte erreicht haben.
[0006] Mit der Verwendung von Soforthärtern sind jedoch auch Nachteile verbunden, die darauf
beruhen, daß der Soforthärter, der in der betreffenden Gießlösung in beträchtlichem
Überschuß vorliegt, bereits vor dem Vergießen mit der Gelatine reagiert, wodurch ein
Teil der Gelatinemoleküle intrakatenar vernetzt wird, wodurch die Gelatine ihre Gelierfähigkeit
verliert, so daß sie selbst nach optimierter Trocknung im wesentlichen in der Solform
vorliegt. Die Solform erhöht in bekannter Weise die Brüchigkeit und reduziert die
Naßkratzfestigkeit. Außerdem neigt eine solche Schutzschicht, in der wesentliche Teile
der Gelatine in der Solform vorliegen, besonders unter Tropenbedingungen zum Kleben,
was beispielsweise in modernen Motorkameras zum Funktionsausfall durch Stocken des
Filmtransports führen kann.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren zur Härtung
proteinartige Bindemittel enthaltender Schichten unter Verwendung von Soforthärtern
anzugeben.
[0008] Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Härtung proteinartiger Bindemittel
enthaltender Schichten, wobei auf die zu härtenden Schichten ein Soforthärter, insbesondere
ein carboxylgruppen-aktivierendes Soforthärtungsmittel aufgetragen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß auf die zu härtenden Schichten eine untere Schicht, die den Soforthärter enthält,
und mindestens eine weitere Schicht, die proteinartiges Bindemittel, aber im wesentlichen
keinen Soforthärter enthält, gleichzeitig oder nacheinander aufgetragen werden.
[0009] Nach vorliegender Erfindung wird somit die Härtung der Bindemittelschichten durch
Überschichten mit einem mindestens zweischichtigen Härtungssystem bewirkt, wobei das
Soforthärtungsmittel beim Beguß im wesentlichen in der unteren Teilschicht enthalten
ist, während die anderen Teilschichten praktisch kein Soforthärtungsmittel enthalten.
Auf diese Weise wird erreicht, daß die zu härtenden Schichten einschließlich derjenigen
Teilschichten des Härtungsbegusses, die kein Soforthärtungsmittel enthielten, rasch
gehärtet werden, ohne daß hierbei in merklichem Ausmaß intrakatenare Vernetzung des
Bindemittels eintritt. Die intrakatenare Vernetzung läßt sich im Normalfall nicht
vollständig vermeiden, wenn die das Soforthärtungsmittel enthaltende Teilschicht auch
härtbares Bindemittel enthält, so daß eine Reaktion zwischen Bindemittel und Soforthärtungsmittel
bereits vor dem Beguß eintritt. Tatsächlich kann in der das Soforthärtungsmittel enthaltenden
Schicht im Regelfall nicht völlig auf Bindemittel verzichtet werden, wenn ein gleichmäßiger
Antrag des Soforthärtungsmittels sichergestellt werden soll. Ein Vorteil wird jedoch
schon dann erreicht, wenn die meist unvermeidbare intrakatenare Vernetzung nur in
einer Teilschicht des Härtungbegusses auftritt.
[0010] Geeignete Beispiele für Sofort-Härtungsmittel sind Verbindungen der folgenden allgemeinen
Formeln:
(a)

worin
- R₁
- Alkyl, Aryl oder Aralkyl bedeutet,
- R₂
- die gleiche Bedeutung wie R₁ hat oder Alkylen; Arylen, Aralkylen oder Alkaralkylen
bedeutet, wobei die zweite Bindung mit einer Gruppe der Formel

verknüpft ist, oder
- R₁ und R₂
- zusammen die zur Vervollständigung eines gegebenenfalls substituierten heterocyclischen
Ringes, beispielsweise eines Piperidin-, Piperazin- oder Morpholinringes erforderlichen
Atome bedeuten, wobei der Ring z.B. durch C₁-C₃-Alkyl oder Halogen substituiert sein
kann,
- R₃
- für Wasserstoff, Alkyl, Aryl, Alkoxy, -NR₄-COR₅, -(CH₂)m-NR₈R₉, -(CH₂)n-CONR₁₃R₁₄ oder

oder ein Brückenglied oder eine direkte Bindung an eine Polymerkette steht, wobei
- R₄, R₆, R₇, R₉, R₁₄, R₁₅, R₁₇, R₁₈, und R₁₉
- Wasserstoff oder C₁-C₄-Alkyl,
- R₅
- Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl oder NR₆R₇,
- R₈
- -COR₁₀
- R₁₀
- NR₁₁R₁₂
- R₁₁
- C₁-C₄-Alkyl oder Aryl, insbesondere Phenyl,
- R₁₂
- Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl oder Aryl, insbesondere Phenyl,
- R₁₃
- Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl oder Aryl, insbesondere Phenyl,
- R₁₆
- Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, COR₁₈ oder CONHR₁₉,
- m
- eine Zahl 1 bis 3
- n
- eine Zahl 0 bis 3
- p
- eine Zahl 2 bis 3 und
- Y
- O oder NR₁₇ bedeuten oder
- R₁₃ und R₁₄
- gemeinsam die zur Vervollständigung eines gegebenenfalls substituierten heterocyclischen
Ringes, beispielsweise eines Piperidin-, Piperazin- oder Morpholinringes erforderlichen
Atome dargestellen, wobei der Ring z.B. durch C₁-C₃-Alkyl oder Halogen substituiert
sein kann,
- Z
- die zur Vervollständigung eines 5- oder 6-gliedrigen aromatischen heterocyclischen
Ringes, gegebenenfalls mit anelliertem Benzolring, erforderlichen C-Atome und
- X⊖
- ein Anion bedeuten, das entfällt, wenn bereits eine anionische Gruppe mit dem übrigen
Molekül verknüpft ist;
(b)

worin
- R₁, R₂, R₃ und X⊖
- die für Formel (a) angegebene Bedeutung besitzen;
(c)

worin
- R₂₀, R₂₁, R₂₂, R₂₃
- C₁-C₂₀-Alkyl, C₆-C₂₀-Aralkyl, C₅-C₂₀-Aryl, jeweils unsubstituiert oder durch Halogen,
Sulfo, C₁-C₂₀-Alkoxy, N,N-Di-C₁-C₄-alkyl-substituiertes Carbamoyl und, im Falle von
Aralkyl und Aryl durch C₁-C₂₀-Alkyl substituiert,
- R₂₄
- eine durch ein nucleophiles Agens abspaltbare Gruppe bedeuten und
- X⊖
- die für Formel (a) angegebene Bedetung besitzt, wobei
2 oder 4 der Substituenten R₂₀, R₂₁, R₂₂ und R₂₃ zusammen mit einem Stickstoffatom
oder der Gruppe

gegebenenfalls unter Einschluß weiterer Heteroatome wie O oder N auch zu einem oder
zwei gesättigten, 5 - 7-gliedrigen Ringen vereint sein können;
(d) R₂₅―N=C=N―R₂₆
worin
- R₂₅
- C₁-C₁₀-Alkyl, C₅-C₈-Cycloalkyl, C₃-C₁₀-Alkoxyalkyl oder C₇-C₁₅-Aralkyl bedeutet,
- R₂₆
- die Bedeutung von R₂₅ besitzt oder für einen Rest der Formel

steht, wobei
- R₂₇
- C₂-C₄-Alkylen und
- R₂₈, R₂₉ und R₃₀
- C₁-C₆-Alkyl bedeuten, wobei einer der Reste R₂₈, R₂₉ und R₃₀ durch eine Carbamoylgruppe
oder eine Sulfogruppe substituiert sein kann und zwei der Reste R₂₈, R₂₉ und R₃₀ zusammen
mit dem Stickstoffatom zu einem gegebenenfalls substituierten heterocyclischen Ring,
beispielsweise einen Pyrrolidin-, Piperazin- oder Morpholinring verknüpft sein können,
wobei der Ring z.B. durch C₁-C₃-Alkyl oder Halogen substituiert sein kann, und
- X⊖
- die für Formel (a) angegebene Bedeutung besitzt;
(e)

worin
- X⊖
- die für Formel (a) angegebene Bedeutung hat,
- R₂₄
- die für Formel (c) angegebene Bedeutung besitzt,
- R₃₁
- C₁-C₁₀-Alkyl, C₆-C₁₅-Aryl oder C₇-C₁₅-Aralkyl, jeweils unsubstituiert oder durch Carbamoyl,
Sulfamoyl oder Sulfo substituiert,
- R₃₂ und R₃₃
- Wasserstoff, Halogen, Acylamino, Nitro, Carbamoyl, Ureido, Alkoxy, Alkyl, Alkenyl,
Aryl oder Aralkyl oder gemeinsam die restlichen Glieder eines mit dem Pyridiniumring
kondensierten Ringes, insbesondere eines Benzoringes, bedeuten,
wobei
R₂₄ und R₃₁ miteinander verknüpft sein können, wenn R₂₄ eine Sulfonyloxygruppe ist;
(f)

worin
- R₁, R₂ und X⊖
- die für Formel (a) angegebene Bedeutung besitzen und
- R₃₄
- C₁-C₁₀-Alkyl, C₆-C₁₄-Aryl oder C₇-C₁₅-Aralkyl bedeutet;
(g)

worin
- R₁, R₂ und X⊖
- die für Formel (a) angegebene Bedeutung besitzen,
- R₃₅
- Wasserstoff, Alkyl, Aralkyl, Aryl, Alkenyl, R₃₈O-, R₃₉R₄₀N, R₄₁R₄₂C=N- oder R₃₈S-,
- R₃₆ und R₃₇
- Alkyl,Aralkyl, Aryl, Alkenyl,

R₄₄-SO₂ oder
R₄₅-N=N- oder gemeinsam mit dem Stickstoffatom die restlichen Glieder eines heterocyclischen
Ringes oder die Gruppierung

- R₃₈, R₃₉, R₄₀, R₄₁, R₄₂, R₄₃, R₄₄ und R₄₅
- Alkyl, Aralkyl, Alkenyl, R₄₁ und R₄₂ darüberhinaus Wasserstoff, R₃₉ und R₄₀ bzw. R₄₁
und R₄₂ darüberhinaus die restlichen Glieder eines 5-oder 6-gliedrigen, gesättigten
carbocyclischen oder heterocyclischen Ringes bedeuten.
(h)

worin
- R₄₆
- Wasserstoff, Alkyl oder Aryl
- R₄₇
- Acyl, Carbalkoxy, Carbamoyl oder Aryloxycarbonyl;
- R₄₈
- Wasserstoff oder R₄₇
- R₄₉ und R₅₀
- Alkyl, Aryl, Aralkyl oder gemeinsam mit dem Stickstoffatom die restlichen Glieder
eines gegebenenfalls substiuierten heterocyclischen Ringes, beispielsweise eines Piperidin-,
Piperazin- oder Morpholinringes bedeuten, wobei der Ring z.B. durch C₁-C₃-Alkyl oder
Halogen substituiert sein kann, und
- X⊖
- die für Formel (a) angegebene Bedeutung besitzt;
(i)

worin
- R₅₁
- einen gegebenenfalls substituierten heteroaromatischen Ring, der mindestens q Ring-C-Atome
und mindestens ein Ring-O-, Ring-S- oder Ring-N-Atom enthält, und
- q
- eine ganze Zahl ≧ 2 bedeuten.
Der durch R₅₁ dargestellte heteroaromatische Ring ist beispielsweise ein Triazol-,
Thiadiazol-, Oxadiazol-, Pyridin-, Pyrrol-, Chinoxalin-, Thiophen-, Furan-, Pyrimidin-
oder Triazinring. Er kann außer den mindestens zwei Vinylsulfonylgruppen gegebenenfalls
weitere Substituenten sowie gegebenenfalls ankondensierte Benzolringe enthalten, die
ihrerseits ebenfalls substituiert sein können. Beispiele von heteroaromatischen Ringen
(R₅₁) sind im folgenden aufgeführt.

worin
- r
- eine Zahl 0 bis 3 und
- R₅₂
- C₁-C₄-Alkyl, C₁-C₄-Alkoxy oder Phenyl bedeutet.
[0011] Als Soforthärtungsmittel eignen sich schließlich die in den japanischen Offenlegungsschriften
38 540/75, 93 470/77, 43 353/81 und 113 929/83 sowie in der US-PS 3 321 313 beschriebenen
Verbindungen.
[0012] Alkyl, sofern nicht anders definiert, ist insbesondere gegebenenfalls durch Halogen,
Hydroxy, Sulfo, C₁-C₂₀-Alkoxy substituiertes C₁-C₂₀-Alkyl.
[0013] Aryl, sofern nicht anders definiert, ist insbesondere gegebenenfalls durch Halogen,
Sulfo, C₁-C₂₀-Alkoxy oder C₁-C₂₀-Alkyl substituiertes C₆-C₁₄-Aryl. Aralkyl, sofern
nicht anders definiert, ist insbesondere durch Halogen, C₁-C₂-Alkoxy, Sulfo oder C₁-C₂-Alkyl
substituiertes C₇-C₂₀-Aralkyl. Alkoxy, sofern nicht anders definiert, ist besondere
C₁-C₂₀-Alkoxy.
[0014] X
⊖ ist vorzugsweise ein Halogenidion wie Cl
⊖, Br
⊖ oder BF₄
⊖, NO₃
⊖, (SO₄²
⊖)
1/2, ClO₄
⊖, CH₃OSO₃
⊖, PF₆
⊖, CF₃SO₃
⊖.
[0015] Alkenyl ist insbesondere C₂-C₂₀-Alkenyl. Alkylen ist insbesondere C₂-C₂₀-Alkylen;
Arylen insbesondere Phenylen, Aralkylen insbesondere Benzylen und Alkaralkylen insbesondere
Xylylen.
[0016] Geeignete N-haltige Ringsysteme, die für Z stehen können, sind auf der vorigen Seite
dargestellt. Bevorzugt ist der Pyridinring.
[0017] R₃₆ und R₃₇ bilden zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, insbesondere
einen durch 2 in o-und oʹ-Stellung gebundene Oxogruppen Pyrrolidin- oder Piperidinring,
der benzo-, cyclohexeno- oder [2.2.1]-bicyclohexenokondensiert sein kann.
[0018] Acyl ist insbesondere C₁-C₁₀-Alkylcarbonyl oder Benzoyl; Carbalkoxy ist insbesondere
C₁-C₁₀-Alkoxycarbonyl; Carbamoyl ist insbesondere Mono- oder Di-C₁-C₄-Alkylaminocarbonyl;
Carbaroxy ist insbesondere Phenoxycarbonyl.
[0019] Durch nucleophile Agentien abspaltbare Gruppen R₂₄ sind beispielsweise Halogenatome,
C₁-C₁₅-Alkylsulfonyloxygruppen, C₇-C₁₅-Aralkylsulfonyloxygruppen, C₆-C₁₅-Arylsulfonyloxygruppen
und 1-Pyridinylreste.
[0020] Nachfolgend sind bevorzugt Härter aufgeführt:
Verbindungen der Formel (a)
[0022] Die Verbindungen sind in einfacher und aus der Literatur bekannter Weise darstellbar.
Aus den sekundären Aminen stellt man z.B. mit Phosgen die Carbaminsäurechloride her,
die dann unter Lichtabschluß mit aromatischen, heterocyclischen stickstoffhaltigen
Verbindungen umgesetzt werden. Die Herstellung der Verbindung 3 wird in den Chemischen
Berichten 40, (1907), Seite 1831, beschrieben. Weiterer Angaben zur Synthese finden
sich in DE-OS 2 225 230, DE-OS 2 317 677 und DE-OS 2 439 551.
Verbindungen der Formel (b)
[0023] Verfahren zur Synthese dieser Verbindungen sind beispielsweise in der DE-A 2 408
814 beschrieben:

Verbindungen der Formel (c)
[0024] Methoden zur Synthese dieser Verbindungen werden genauer beschrieben in Chemistry
Letters (The Chemical Society of Japan), Seite 1891-1894 (1982). Weitere Angaben zur
Synthese finden sich auch in der EP-A-162 308.

Verbindungen der Formel (d)
[0025] Methoden zur Synthese dieser Verbindungen werden genauer beschrieben in den JP-OS'en
126 125/76 und 48 311/77.

Verbindungen der Formel (a)
[0026] Methoden zur Synthese dieser Verbindungen werden genauer beschrieben in den JP-OS'en
44 140/82 und 46 538/82 und der JP-PS 50 669/83.

Verbindungen der Formel (f)
[0027] Methode zur Synthese dieser Verbindungen werden genauer beschrieben in der JP-OS
54 427/77.

Verbindungen der Formel (g)
Verbindungen der Formeln (h)
[0029] Die Herstellung dieser Verbindungen ist in der DD 232 564 A 1 beschrieben.

Verbindungen der Formel (i)
[0030] Methoden zur Herstellung dieser Verbindungen sind in DE-OS 35 23 360 beschrieben.

[0032] Die Verbindungen (a) sind besonders bevorzugt.
[0033] Das verwendete zu härtende Bindemittel in den Schichten, die dem erfindungsgemäßen
Härtungsverfahren unterworfen werden, ist ein proteinartiges Bindemittel, das freie
Aminogruppen und freie Carboxylgruppen enthält. Gelatine ist ein bevorzugtes Beispiel.
In fotografischen Aufzeichnungsmaterialien wird hauptsächlich Gelatine als Bindemittel
für die lichtempfindlichen Substanzen, die farbgebenden Verbindungen und gegebenenfalls
weitere Zusätze verwendet. Häufig weisen solche Aufzeichnungsmaterialien eine Vielzahl
verschiedener Schichten auf. Die Härtung mittels Soforthärter wird meist in der Weise
durchgeführt, daß das Soforthärtungsmittel im Überschuß als letzte Schicht auf die
zu härtenden Schichten aufgetragen wird, wobei der Härtungsbeschichtungslösung weitere
Substanzen, wie UV-Absorber, Antistatika, Mattierungsmittel und polymere organische
Teilchen zugesetzt werden können.
[0034] Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird gleichzeitig mit dem Auftragen der Härtungsbeschichtungslösung
oder im Anschluß daran mindestens eine weitere Bindemittelschicht aufgetragen, die
kein Soforthärtungsmittel enthält, aber Zusätze enthalten kann, die üblicherweise
der obersten Schutzschicht eines fotografischen Aufzeichnungsmaterials zugesetzt werden.
[0035] Das Auftragen des aus Soforthärtungsmittel enthaltenden Schichten und mindestens
einer weiteren Bindemittelschicht bestehenden Härtungsbegusses kann gleichzeitig oder
kurz nacheinander mittels Kaskaden- oder Vorhanggießern erfolgen. Die Gießtemperatur
kann dabei in weiten Bereichen variiert werden, z. B. zwischen 45 und 5°C vorzugsweise
zwischen 38 und 18°C. Bei Anwendung von wenig Bindemittel kann die Gießtemperatur
unterhalb von 25°C liegen.
[0036] Die Aufteilung der Schichtzusätze erfolgt in der Weise, daß das Soforthärtungsmittel
mit der unteren Teilschicht und die Hauptmenge des Bindemittels bevorzugt mit der
oder den oberen Teilschichten aufgebracht werden. Die Gesamtschichtdicke des Härtungsbegusses
liegt beispielsweise zwischen 0,2 und 2,5 µm. Weitere Zusätze wie UV-Absorber, Farbkorrekturfarbstoffe,
Antistatika und anorganische oder organische feste Teilchen, die beispielsweise als
Mattierungsmittel oder Abstandshalter verwendet werden, können der äußersten soforthärtungsmittelfreien
Teilschicht des doppel- oder mehrschichtigen Härtungsbegusses zugesetzt werden; sie
können aber auch je nach Funktion ganz oder teilweise in der unteren soforthärtungsmittelhaltigen
Teilschicht des Härtungsbegusses enthalten sein. Geeignete UV-Absorber sind beispielsweise
in US-A-3 253 921, DE-C-20 36 719 und EP-A-0 057 160 beschrieben.
[0037] Als anorganische feste Teilchen, die in eine der Teilschichten des erfindungsgemäßen
mehrschichtigen Härtungsbegusses eingearbeitet werden können, eignet sich beispielsweise
Siliziumdioxid, Magnesiumdioxid, Titandioxid und Calciumcarbonat. Solche Materialien
werden vielfach verwendet um die äußersten Schichten von fotografischen Aufzeichnungsmaterialien
zu mattieren und auf diese Weise ihre Klebrigkeit zu vermindern. Auch feste Teilchen
organischer Natur, die alkalilöslich oder alkaliunlöslich sein können, eignen sich
für diesen Zweck. Durch solche Teilchen, auch als Abstandshalter bezeichnet, wird
in der Regel die Oberfläche aufgerauht, so daß hierdurch die Oberflächeneigenschaften,
insbesondere die Haft- bzw. Gleiteigenschaften modifiziert werden können. Polymethylmethacrylat
ist etwa ein Beispiel für alkaliunlösliche Abstandshalter. Alkalilösliche Abstandshalter
sind beispielsweise in DE-A-34 24 893 beschrieben. Auch teilchenförmige organische
Polymere mit reaktiven Gruppen, insbesondere solchen reaktiven Gruppen, die mit dem
Bindemittel reagieren, wie beispielsweise in DE-A-35 44 212 beschrieben, können als
sogenannte Hartmacher einer oder mehreren Teilschichten des erfindungsgemäßen mehrschichtigen
Härtungsbegusses zugefügt werden.
[0038] Der mehrschichtige Härtungsbeguß wird nach dem erfindungsgemäßen Verfahren auf die
zu härtenden Bindemittelschichten, insbesondere Gelatineschichten aufgegossen. Die
Menge des in der einen Teilschicht enthaltenen Soforthärtungsmittels soll dabei so
bemessen sein, daß sie für die Härtung der überschichteten Schichten einschließlich
der kein Soforthärtungsmittel enthaltenden Teilschichten des Härtungsbegusses ausreicht,
Um der Gießlösung für die soforthärtungsmittelhaltige Teilschicht, die vergleichsweise
wenig Bindemittel enthält, die erforderliche Gießviskosität zu verleihen, ist es zweckmäßig,
ihr Verdickungsmittel wie Polystyrolsulfonsäure oder Hydroxyethylcellulose zuzusetzen.
[0039] Die zu härtenden Bindemittelschichten können Reagentien, insbesondere Farbreagentien
für analytische und diagnostische Zwecke enthalten, mit denen beispielsweise bestimmte
Stoffe in menschlichen oder tierischen Körperflüssigkeiten rasch nachgewiesen werden
können.
[0040] Bei fotografischen, insbesondere farbfotografischen Aufzeichnungsmaterialien, auf
die das Verfahren der vorliegenden Erfindung mit Vorteil angewendet werden kann, handelt
es sich bevorzugt um mehrschichtige Materialien, die mehrere Silberhalogenidemulsionsschichten
oder Emulsionsschichteneinheiten mit unterschiedlicher Spektralempfindlichkeit aufweisen.
Als Emulsionsschichteneinheiten werden dabei Laminate von 2 oder mehr Silberhalogenidemulsionsschichten
gleicher Spektralempfindlichkeit verstanden. Schichten gleicher Spektralempfindlichkeit
müssen aber nicht notwendigerweise benachbart zueinander angeordnet sein, sondern
können auch durch andere Schichten, insbesondere auch durch Schichten anderer Spektralempfindlichkeit
voneinander getrennt sein. Das Bindemittel in diesen Schichten ist in der Regel ein
proteinartiges Bindemittel mit freien Carboxylgruppen und freien Aminogruppen, bevorzugt
Gelatine. Das Schichtbindemittel kann aber neben dem proteinartigen Bindemittel bis
zu 50 Gew.-% nicht proteinartige Bindemittel wie Polyvinylalkohol, N-Vinylpyrrolidon,
Polyacrylsäure und deren Derivate, insbesondere Mischpolymerisate, oder Cellulosederivate
enthalten.
[0041] In farbfotografischen Aufzeichungsmaterialien ist jeder der genannten lichtempfindlichen
Silberhalogenidemulsionsschichten bzw. Emulsionsschichteneinheiten mindestens eine
farbgebende Verbindung, in der Regel ein Farbkuppler, zugeordnet, die mit Farbentwickleroxidationsprodukt
unter Bildung eines nichtdiffundierenden oder zeitlich oder örtlich beschränkt diffusionsfähigen
Farbstoffe zu reagieren vermag. Zweckmäßigerweise sind die Farbkuppler nichtdiffundierend
und in der lichtempfindlichen Schicht selbst oder in enger Nachbarschaft hierzu untergebracht.
Die den zwei oder mehr Teilschichten einer Emulsionsschichteneinheit zugeordneten
Farbkuppler brauchen nicht notwendigerweise identisch zu sein. Sie sollen lediglich
bei der Farbentwicklung die gleiche Farbe ergeben, normalerweise eine Farbe, die komplementär
ist zu der Farbe des Lichtes, gegen das die lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten
empfindlich sind.
[0042] Den rotempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten ist folglich mindestens ein
nichtdiffundierender Farbkuppler zur Erzeugung des blaugrünen Teilfarbenbildes zugeordnet,
in der Regel ein Kuppler vom Phenol- oder α-Naphtholtyp. Besonders hervorzuheben sind
beispielsweise Blaugrünkuppler, wie sie beschrieben sind in US-A-2 474 293, US-A-2
367 531, US-A-2 895 826, US-A-3 772 002, EP-A-0 028 099, EP-A-0 112 514.
[0043] Den gründempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschichten ist in der Regel mindestens
ein nichtdiffundierender Farbkuppler zur Erzeugung des purpurnen Teilfarbbildes zugeordnet,
wobei üblicherweise Farbkuppler vom Typ des 5-Pyrazolonsi oder des Indazolons Verwendung
finden. Weiter kommen als Purpurkuppler auch Cyanacetylverbindungen, Oxazolone, und
Pyrazoloazole in Frage. Besonders hervorzuheben sind beispielsweise Purpurkuppler,
wie sie beschrieben sind in US-A-2 600 788, US-A-4 383 027, DE-A-1 547 803, DE-A-1
810 464, DE-A-24 08 665, DE-A-32 26 163.
[0044] Den blauempfindlichen Silberhalogenidemulsionschichten schließlich ist normalerweise
mindestens ein nichtdiffundierender Farbkuppler zur Erzeugung des gelben Teilfarbenbildes
zugeordnet, in der Regel ein Farbkuppler mit einer offenkeitigen Ketomethylengruppierung.
Besonders hervorzuheben sind beispielsweise Gelbkuppler, wie sie beschrieben sind
in US-A-3 408 194, US-A-3 933 501, DE-A-23 29 587, DE-A-24 56 976.
[0045] Farbkuppler dieser Arten sind in großer Zahl bekannt und in einer Vielzahl von Patentschriften
beschrieben. Beispielhaft sei hier ferner auf die Veröffentlichungen "Farbkuppler"
von W. Pelz, "Mitteilungen aus den Forschungslaboratorien der Agfa, Leverkusen/München",
Band III (1961) S. 111, und von K. Venkataraman in "The Chemistry of Synthetic Dyes",
Vol. 4., 341 bis 387, Academic Press (1971), verwiesen.
[0046] Bei den Farbkupplern kann es sich um 4-Äquivalentkuppler, aber auch um 2-Äquivalentkuppler
handeln. Letztere leiten sich bekanntlich von den 4-Äquivalentkupplern dadurch ab,
daß sie in der Kupplungsstelle einen Substituenten enthalten, der bei der Kupplung
abgespalten wird. Zu den 2-Äquivalentkupplern sind sowohl solche zu rechnen, die praktisch
farblos sind, als auch solche, die eine intensive Eigenfarbe aufweisen, die bei der
Farbkupplung verschwindet bzw. durch die Farbe des erzeugten Bildfarbstoffes ersetzt
wird (Maskenkuppler). Zu den 2-Äquivalentkupplern sind im Prinzip auch die bekannten
Weißkuppler zu rechnen, die jedoch bei Reaktion mit Farbentwickleroxidationsprodukten
im wesentlichen farblose Produkte ergeben. Zu den 2-Äquivalentkupplern sind ferner
solche Kuppler zu rechnen, die in der Kupplungsstelle einen abspaltbaren Rest enthalten,
der bei Reaktion mit Farbentwickleroxidationsprodukten in Freiheit gesetzt wird und
dabei entweder direkt oder nachdem aus dem primär abgespaltenen Rest eine oder mehrere
weitere Gruppen abgespalten worden sind (z.B. DE-A-27 03 145, DE-A-28 55 697, DE-A-31
05 026, DE-A-33 19 428), eine bestimmte erwünschte fotografische Wirksamkeit entfaltet,
z,B. als Entwicklungsinhibitor oder -accelerator. Beispiele für solche 2-Äquivalentkuppler
sind die bekannten DIR-Kuppler wie auch DAR- bzw. FAR-Kuppler.
[0047] Geeignete DIR-Kuppler sind beispielsweise beschrieben in GB-A-953 454, DE-A-1 800
420, DE-A-20 15 867, DE-A-24 14 006, DE-A-28 42 063, DE-A-34 27 235.
[0048] Geeignete DAR- bzw. FAR-Kuppler sind beispielsweise beschrieben in DE-A-32 09 110,
EP-A-0 089 834, EP-A-0 117 511, EP-A-0 118 087.
[0049] Da bei den DIR-, DAR- bzw. FAR-Kupplern hauptsächlich die Wirksamkeit des bei der
Kupplung freigesetzten Restes erwünscht ist und es weniger auf die farbbildenden Eigenschaften
dieser Kuppler ankommt, sind auch solche DIR-, DAR- bzw. FAR-Kuppler geeignet, die
bei der Kupplung im wesentlichen farblose Produkte ergeben wie beispielsweise beschrieben
in DE-A-1 547 640.
[0050] Der abspaltbare Rest kann auch ein Ballastrest sein, so daß bei der Reaktion mit
Farbentwickleroxidationsprodukten Kupplungsprodukte z.B. Farbstoffe erhalten werden
können, die diffusionsfähig sind oder zumindest eine schwache bzw. eingeschränkte
Beweglichkeit aufweisen wie beispielsweise in US-A-4 420 556 beschrieben.
[0051] Hochmolekulare Farbkuppler sind beispielsweise beschrieben in DE-C-1 297 417, DE-A-24
07 569, DE-A-31 48 125, DE-A-32 17 200, DE-A-33 20 079, DE-A-33 24 932, DE-A-33 31
743, DE-A-33 40 376, EP-A-0 027 284, US-A-4 080 211. Die hochmolekularen Farbkuppler
werden in der Regel durch Polymerisation von ethylenisch ungesättigten monomeren Farbkupplern
hergestellt. Sie können aber auch durch Polyaddition oder Polykondensation erhalten
werden.
[0052] Über die genannten Bestandteile hinaus können die Schichten des nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren zu härtenden farbfotografischen Aufzeichnungsmaterials weitere Zusätze enthalten,
zum Beispiel Antioxidantien, farbstoffstabilisierende Mittel und Mittel zur Beeinflussung
der mechanischen und elektrostatischen Eigenschaften. Um die nachteilige Einwirkung
von UV-Licht auf die mit dem erfindungsgemäßen farbfotografischen Aufzeichnungsmaterial
hergestellten Farbbilderzu vermindern oder zu vermeiden, können auch die zu härtenden
Schichten UV-Licht absorbierende Verbindungen enthalten.
Beispiel 1
[0053] Ein farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial für die Colornegativentwicklung wurde
hergestellt, indem auf einen transparenten Schichtträger aus Cellulosetriacetat die
folgenden Schichten in der angegebenen Reihenfolge aufgetragen wurden. Die Mengenangaben
beziehen sich jeweils auf 1 m². Für den Silberhalogenidauftrag werden die entsprechenden
Mengen AgNO₃ angegeben. Alle Silberhalogenidemulsionen waren pro 100 g AgNO₃ mit 0,5
g 4-Hydroxy-6-methyl-1,3,3a,7-tetraazainden stabilisiert.
- Schicht 1
- (Antihaloschicht)
Schwarzes kolloidales Silbersol mit
0,5 g Ag, 0,2 g Octylhydrochinon und 15 g Gelatine.
- Schicht 2
- (Zwischenschicht)
1,0 g Gelatine
0,05 Octylhydrochinon
- Schicht 3
- (1. rotsensibilisierte Schicht)
rotsensibilisierte Silberbromidiodidemulsion aus 3,5 g AgNO₃, mit
1,7 g Gelatine und 0,7 g eines Gemisches verschiedener Kuppler zur Erzeugung eines
blaugrünen Teilfarben bildes*)
- Schicht 4
- (2. rotsensibilisierte Schicht)
rotsensibilisierte Silberbromidiodidemulsion aus 2,0 g AgNO₃, mit
2,0 g Gelatine und
0,2 g eines Blaugrünkupplers*)
- Schicht 5
- (Zwischenschicht)
0,7 g Gelatine und
0,09 g 2,5-Diisooctylhydrochinon
- Schicht 6
- (1. grünsensibilisierte Schicht)
grünsensibilisierte Silberbromidiodidemulsion aus 2,2 g AgNO₃, mit
1,7 g Gelatine und
0,5 g eines Gemisches mehrerer Kuppler zur Erzeugung eines purpurnen Teilfarbenbildes*)
- Schicht 7
- (2. grünsensibilisierte Schicht)
grünsensibilisierte Silberbromidiodidemulsion
aus 1,5 g AgNO₃, mit
1,7 Gelatine und 0,2 g eines Purpurkupplers*)
- Schicht 8
- (Zwischenschicht)
0,5 g Gelatine und
0,06 g 2,5-Diisooctylhydrochinon
- Schicht 9
- (Gelbfilterschicht)
gelbes kolloidales Silbersol mit
0,1 g Ag
0,35 g Gelatine und
0,2 g Verbindung WM-1
- Schicht 10
- (1. blauempfindliche Schicht)
Silberbromidiodidemulsion
aus 0,6 g AgNO₃, mit
1,4 g Gelatine und 0,85 g eines Gemisches verschiedener Kuppler zur Erzugung des gelben
Teilfarbenbildes*)
- Schicht 11
- (2. blauempfindliche Schicht)
Silberbromidiodidemulsion
aus 1,0 g AgNO₃ mit
0,6 Gelatine und 0,3 g des Gelbkupplergemisches aus Schicht 10
- Schicht 12
- (UV-Absorberschicht)
1,5 g Gelatine und
0,8 g Verbindung UV-1
- Schicht 13
- (Zwischenschicht)
0,9 g Gelatine
0,45 g Verbindung WM-1
*
) emulgiert mit Trikresylphosphat im Gewichtsverhältnis 1:1.
*
) emulgiert mit Trikresylophoshat im Gewichtsverhältnis 1:1,
[0054] Die Gesamtschichtdicke aller aufgetragenen Schichten betrug 24,3 µm.
[0055] Der beschriebene Schichtaufbau (Schichten 1 - 13) wurde durch Überschichten wie folgt
gehärtet:
Material 1 (gemäß der Erfindung)
[0056]
- Schicht 14
- (Härtungsschicht)
0,150 g Gelatine
0,024 g Verbindung VI - 1
0,700 g Soforthärtungsmittel 55
- Schicht 15
- (Schutzschicht)
0,17 g Gelatine
0,025 g Verbindung VI - 1
0,150 g Verbindung HM - 1
0,150 g Hydroxypropylmethylcellulosehexahydrophthalat
0,065 g Dimethylpolysiloxan
Material 2 (gemäß der Erfindung)
wie Material 1, jedoch mit folgender
[0057]
- Schicht 15
- (Schutzschicht)
0,170 g Gelatine
0,025 g Verbindung VI - 1
0,152 g Polymethylmethacrylat
0,150 g Hydroxypropylmethylcellulosehexahydrophthalat
0,065 g Dimethylpolysiloxan
Material 3 (nicht erfindungsgemäß)
[0058]
- Schicht 14
- (Härtungsschutzschicht)
0,200 g Gelatine
0,150 g Verbindung HM - 1
0,150 g Hydroxypropylmethylcellulosehexahydrophthalat
0,024 g Verbindung VI - 1
0,060 g Dimethylpolysiloxan
0,700 g Soforthärtungsmittel 55
Material 4 (nicht erfindungsgemäß)
[0059]
- Schicht 14
- (Härtungsschutzschicht)
0,200 g Gelatine
0,152 g Polymethylmethacrylat
0,150 g Hydroxypropylmethylcellulosehexahydrophthalat
0,025 g Verbindung VI - 1
0,063 g Dimethylpolysiloxan
0,700 g Soforthärtungsmittel 55
Folgende Verbindungen wurden verwendet
[0060]
- WM - 1
- handelsübliche wäßrige Dispersion eines anionisch modifizierten Polyurethans, Impranil®
DLN-Dispersion
(Handelsprodukt der BAYER AG, Leverkusen)

[0061] Nach dem Trocknen wurde dei Naßkratzfestigkeit, die Parallelbruchfestigkeit, der
Reibwert und das Drehmoment bestimmt. Zur Bestimmung der Naßkratzfestigkeit wurde
eine Metallspitze definierte Größe über die nasse Schicht geführt und mit zunehmendem
Gewicht belastet. Die Naßkratzfestigkeit wird durch das Gewicht [N] angegeben, bei
dem die Spitze eine sichtbare Kratzspur auf der Schicht hinterläßt. Ein hohes Gewicht
entspricht einer hohen Naßkratzfestigkeit. Die Messung wurde durchgeführt mit einer
Probe des jeweiligen Materials die zuvor bei 38° C 5 min. in Wasser mit einer Härte
von 10° DH gequollen war.
[0062] Die Parallelbruchfestigkeit wurde durch die Parameter Bruchdurchmesser [mm] und Bruchkraft
[N] charakterisiert. Hierbei wurde ein 35 mm breiter Streifen des betreffenden Materials,
der längs einer Querlinie perforiert war, zu einer Schleife geformt und diese zwischen
zwei parallelen, einander stetig annähernden Backen zusammengepreßt. Bruchdurchmesser
ist der Abstand der beiden Backen und Bruchkraft ist die Kraft, mit der die beiden
Backen auf die Schleife einwirken, und zwar in dem Moment, wo die Schleife entlang
der Perforationslinie bricht. Die Methode ist beschrieben in Research Disclosure 25254
(April 1985).
[0063] Der Reibwert (Reibwert = Zugkraft/Normalkraft x 100) ist ein Maß für die Haftreibung,
wenn das Material mit der Beschichtungsseite unter der Einwirkung einer Zugkraft über
eine Oberfläche aus V2A-Stahl (V2A/S) bzw. über die Rückseite des gleichen Material
(R/S) zu gleiten beginnt.
[0064] Das Umspuldrehmoment [mN · cm] bei Vor- und Rücktransport wurde wie folgt bestimmt.
[0065] Die fertig konfektionierten Filme wurden in der Patrone ohne Umdose 7 d an das Prüfklima
(35° C, 90 % r.F.) angeglichen, danach in eine Orthomat-Kassette der Firma Leitz eingelegt
und im Sekundenrhythmus um je eine Kleinbildlänge weitertransportiert. Das für den
Transport benötigte Drehmoment, von dem der Beitrag für die Reibung der Kassettenmechanik
subtrahiert wurde, wird als Maßgröße für den Vortransport angegeben. Sofort nach Beendigung
des Vortransportes wurde der Film innerhalb 7 s rücktransportiert. Als Maßgröße für
den Rücktransport wird das Drehmoment von Anfang des Transportes und das maximal auftretende
Drehmoment am Ende des Transportes gemessen und angegeben.
[0066] Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 (siehe Beispiel 2) zusammen gestellt.
Beispiel 2
[0067] Ein farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial für die Umkehrfarbentwicklung wurde
hergestellt, indem auf einen transparenten Schichträger aus Cellulosetriacetat die
folgenden Schichten in der angegebenen Reinhenfolge aufgetragen wurden. Die Mengenangaben
beziehen sich jeweils auf 1 m². Für den Silberhalogenidauftrag werden die entsprechenden
Mengen AgNO₃ angegeben. Alle Silberhalogenidemulsionen waren pro 100 g AgNO₃ mit 0,5
g 4-Hydroxy-6-methoxy-1,3,3a,7-tetraazainden stabilisiert.
- Schicht 1
- (Antihaloschicht)
Schwarzes kolloidales Silbersol mit
0,5 g Ag
1,5 g Gelatine.
- Schicht 2
- (Zwischenschicht)
0,9 g Gelatine
0,33 g AgNO₃ (Mikrat)
0,33 Octylhydrochinon
- Schicht 3
- (1. rotsensibilisierte Schicht)
rotsensibilisierte Silberbromidiodidemulsion (5,5 mol-% Iodid;
mittlerer Korndurchmesser 0,25 µm) aus 0,98 g AgNO₃, mit
0,81 g Gelatine und
0,26 g Kuppler C - 1
- Schicht 4
- (2. rotsensibilisierte Schicht)
rotsensibilisierte Silberbromidiodidemulsion (6,5 mol-% Iodid;
mittlerer Korndurchmesser 0,6 µm) aus 0,85 g AgNO₃, mit
0,7 g Gelatine und
0,58 g Kuppler C - 1
- Schicht 5
- (Zwischenschicht)
1,5 g Gelatine
0,2 g Octylhydrochinon
0,4 g Verbindung WM-1
- Schicht 6
- (1. grünsensibilisierte Schicht)
grünsensibiliserte Silberbromidiodidemulsion (4,8 mol-% Iodid;
mittlerer Korndurchmesser 0,28 µm) aus 0,94 g AgNO₃, mit
0,77 g Gelatine und
0,30 g Kuppler M - 1
- Schicht 7
- (2. grünsensibiliserte Schicht)
grünsensibiliserte Silberbromidiodidemulsion (4,3 mol-% Iodid;
mittlerer Korndurchmesser 0,65 µm) aus 0,94 g AgNO₃, mit
0,87 Gelatine und
0,64 g Kuppler M - 1
- Schicht 8
- (Zwischenschicht)
0,6 g Gelatine
0,15 g Ethylendiharnstoff
0,08 Verbindung WM - 1
- Schicht 9
- (Gelbfilterschicht)
gelbes kolloidales Silbersol mit
0,2 g Ag
0,5 g Gelatine und
0,12 g Verbindung WM - 1
- Schicht 10
- (1. blauempfindliche Schicht)
Silberbromidiodidemulsion (4,9 mol-% Iodid;
mittlerer Korndurchmesser 0,35 µm) aus 0,76 g AgNO₃, mit
0,56 g Gelatine
0,47 g Kuppler Y-1
0,4 g Verbindung WM - 1
- Schicht 11
- (2. blauempfindliche Schicht)
Silberbromidiodidemulsion (3,3 mol-% Iodid;
mittlerer Korndurchmesser 0,78 µm) aus 1,3 g AgNO₃, mit
0,76 g Gelatine
1,42 g Kuppler Y-1
0,3 g Verbindung WM - 1
- Schicht 12
- (UV-Absorberschicht)
1,5 g Gelatine
0,8 g Verbindung UV - 1
- Schicht 13
- (Zwischenschicht)
0,9 g Gelatine
0,4 g Ethylendiharnstoff
[0068] Der beschriebene Schichtaufbau (Schichten 1 - 13) wurde durch Überschichten wie folgt
gehärtet:
Material 5 (gemäß der Erfindung)
[0069]
- Schicht 14
- (Härtungsschicht)
0,200 g Gelatine
0,020 g Verbindung VI - 1
0,700 g Soforthärtungsmittel 55
- Schicht 15
- (Schutzschicht)
0,200 g Gelatine
0,020 g Verbindung VI-1
0,150 g Verbindung HM - 1
0,150 g Hydroxypropylmethylcellulosehexahydrophthalat
0,065 g Dimethylpolysiloxan
Material 6 (nicht erfindungsgemäß)
[0070]
- Schicht 14
- (Härtungsschutzschicht)
0,300 g Gelatine
0,150 g Verbindung HM - 1
0,100 g Hydroxypropylmethylcellulosehexahydrophthalat
0,030 g Verbindung VI - 1
0,018 g Dimethylpolysiloxan
0,700 g Soforthärtungsmittel 55
Folgende Verbindungen wurden verwendet:
[0071]
- M-1
- Kuppler 7 aus US-A-2 000 788
- Y-1
- Kuppler 16 aus US-A-3 933 501
[0072] Wie in Beispiel 1 wurde die Naßkratzfestigkeit, der Reibwert und das Umspuldrehmoment
bestimmt.
[0073] Die Ergebnisse sind aus Tabelle 1 zu ersehen.

1. Verfahren zur Härtung proteinartige Bindemittel enthaltender Schichten, wobei auf
die zu härtenden Schichten ein ein Soforthärtungsmittel enthaltender Härtungsbeguß
aufgetragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß auf die zu härtenden Schichten eine
untere Schicht, die das Soforthärtungsmittel enthält, und mindestens eine weitere
Schicht, die proteinartiges Bindemittel, aber im wesentlichen kein Soforthärtungsmittel
enthält, gleichzeitig oder nacheinander aufgetragen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den zu härtenden
Schichten um Schichten eines mehrschichtigen fotografischen Aufzeichnungsmaterials
handelt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den zu härtenden
Schichten um Schichten eines mehrschichtigen farbfotografischen Aufzeichnungsmaterials
handelt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß es sich
bei den zu härtenden Schichten um Gelatineschichten handelt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine
Teilschicht des mehrschichtigen Härtungsbegusses anorganische oder organische feste
Teilchen enthält.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die das Soforthärtungsmittel
enthaltende Teilschicht des mehrschichtigen Härtungsbegusses mindestens eine viskositätserhöhende
Verbindung enthält.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß die soforthärtungsmittelfreien
Teilschichten des mehrschichtigen Härtungsbegusses vor dem Eintrocknen der das Soforthärtungsmittel
enthaltenden Teilschicht auf jene aufgetragen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilschichten des mehrschichtigen
Härtungsbegusses gleichzeitig auf die zu härtenden Schichten aufgetragen werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß das Soforthärtungsmittel
der folgenden Formel verwendet wird:

worin
R₁ Alkyl, Aryl oder Aralkyl bedeutet,
R₂ die gleiche Bedeutung wie R₁ hat oder Alkylen, Arylen, Aralkylen oder Alkaralkylen
bedeutet, wobei die zweite Bindung mit einer Gruppe der Formel.

verknüpft ist, oder
R₁ und R₂ zusammen die zur Vervollständigung eines gegebenenfalls substituierten
heterocyclischen Ringes, erforderlichen Atome bedeuten,
R₃ für Wasserstoff, Alkyl, Aryl, Alkoxy, -NR₄-COR₅, -(CH₂)m- NR₈R₉, -(CH₂)n-CONR₁₃R₁₄ oder

oder ein Brückenglied oder eine direkte Bindung an eine Polymerkette steht, wobei
R₄, R₆, R₇, R₉, R₁₄, R₁₅, R₁₇, R₁₈, und R₁₉ Wasserstoff oder C₁-C₄-Alkyl,
R₅ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl oder NR₆R₇,
R₈ -COR₁₀
R₁₀ NR₁₁R₁₂
R₁₁ C₁-C₄-Alkyl oder Aryl,
R₁₂ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl oder Aryl,
R₁₃ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl oder Aryl,
R₁₆ Wasserstoff, C₁-C₄-Alkyl, COR₁₈ oder CONHR₁₉,
m eine Zahl 1 bis 3
n eine Zahl 0 bis 3
p eine Zahl 2 bis 3 und
Y O oder NR₁₇ bedeuten oder
R₁₃ und R₁₄ gemeinsam die zur Vervollständigung eines gegebenenfalls substituierten
heterocyclischen Ringes, erforderlichen Atome darstellen,
Z die zur Vervollständigung eines 5- oder 6-gliedrigen aromatischen heterocyclischen
Ringes, gegebenenfalls mit anelliertem Benzolring, erforderlichen C-Atome und
X⊖ ein Anion bedeuten, das entfällt, wenn bereits eine anionische Gruppe mit dem übrigen
Molekül verknüpft ist.
1. A process for hardening layers containing protein-like binders, a hardening coating
containing an instant hardener being applied to the layers to be hardened, characterized
in that a lower layer containing the instant hardener and at least one other layer
which contains protein-like binder, but virtually no instant hardener are applied
simultaneously or successively to the layers to be hardened.
2. A process as claimed in claim 1, characterized in that the layers to be hardened are
layers of a multilayer photographic recording material.
3. A process as claimed in claim 2, characterized in that the layers to be hardened are
layers of a multilayer colour photographic recording material.
4. A process as claimed in any of claims 1, 2 and 3, characterized in that the layers
to be hardened are gelatine layers.
5. A process as claimed in any of claims 1 to 4, characterized in that at least one component
layer of the multilayer hardening coating contains inorganic or organic solid particles.
6. A process as claimed in any of claims 1 to 4, characterized in that the component
layer of the multilayer hardening coating which contains the instant hardener contains
at least one viscosity-increasing compound.
7. A process as claimed in any of claims 1 to 6, characterized in that the component
layers of the multilayer hardening coating which are free from instant hardener are
applied to the component layer containing the instant hardener before it dries.
8. A process as claimed in claim 7, characterized in that the component layers of the
multilayer hardening coating are simultaneously applied to the layers to be hardened.
9. A process as claimed in any of claims 1 to 8, characterized in that the instant hardener
used corresponds to the following formula:

in which
R₁ is alkyl, aryl or aralkyl,
R₂ has the same meaning as R₁ or represents alkylene, arylene, aralkylene or alkaralkylene,
the second bond being attached to a group corresponding to the formula

or
R₁ and R₂ together represent the atoms required to complete an optionally substituted
heterocyclic ring,
R₃ is hydrogen, alkyl, aryl, alkoxy, -NR₄-COR₅, -(CH₂)m-NR₈R₉, -(CH₂)n-CONR₁₃R₁₄ or

or a bridge member or a direct bond to a polymer chain,
R₄, R₆ R₇, R₉, R₁₄, R₁₅, R₁₇, R₁₈ and R₁₉ being hydrogen or C₁₋₄ alkyl,
R₅ being hydrogen, C₁₋₄ alkyl or NR₆R₇,
R₈ being -COR₁₀
R₁₀ being NR₁₁R₁₂,
R₁₁ being C₁₋₄ alkyl or aryl,
R₁₂ being hydrogen, C₁₋₄ alkyl or aryl,
R₁₃ being hydrogen, C₁₋₄ alkyl or aryl,
R₁₆ being hydrogen, C₁₋₄ alkyl, COR₁₈ or COHNR₁₉,
m being a number of 1 to 3,
n being a number of 0 to 3,
p being a number of 2 to 3 and
Y being O or NR₁₇ or
R₁₃ and R₁₄ together representing the atoms required to complete an optionally substituted
heterocyclic ring,
Z represents the C atoms required to complete a 5- or 6-membered aromatic heterocyclic
ring, optionally with a fused benzene ring, and
X⊖ is an anion which is not applicable if an anionic group is already attached to
the rest of the molecule.
1. Procédé de durcissement de couches contenant des liants de type protéiné, un revêtement
de durcissement contenant un durcisseur instantané étant appliqué sur les couches
à durcir, caractérisé en ce qu'une couche inférieure qui contient le durcisseur instantané
et au moins une autre couche qui contient le liant de type protéiné, mais essentiellement
pas de durcisseur instantané, sont appliquées simultanément ou successivement sur
les couches à durcir.
2. Procédé, selon la revendication 1, caractérisé en ce que les couches à durcir sont
les couches d'un matériau d'enregistrement photographique à plusieurs couches.
3. Procédé, selon la revendication 2, caractérisé en ce que les couches à durcir sont
les couches d'un matériau d'enregistrement photographique en couleur en plusieurs
couches.
4. Procédé, selon une des revendications 1, 2 et 3, caractérisé en ce que les couches
à durcir sont des couches de gélatine.
5. Procédé, selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'au moins une couche
partielle du revêtement de durcissement à plusieurs couches contient des particules
solides organiques ou inorganiques.
6. Procédé, selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la couche partielle
contenant le durcisseur instantané du revêtement de durcissement à plusieurs couches
contient au moins un composé augmentant la viscosité.
7. Procédé, selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les couches partielles
sans durcisseur instantané du revêtement de durcissement à plusieurs couches sont
appliquées sur celle-ci avant le séchage de la couche partielle contenant le durcisseur
instantané.
8. Procédé, selon la revendication 7, caractérisé en ce que les couches partielles du
revêtement de durcissement en plusieurs couches sont appliquées simultanément sur
les couches à durcir.
9. Procédé, selon une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le durcisseur instantané
de formule suivante est utilisé:

dans laquelle
R₁ désigne un radical alkyle, aryle ou aralkyle,
R₂ a la même signification que R₁ ou désigne un radical alkylène, arylène, aralkylène
ou alkaralkylène, la deuxième liaison étant liée avec un radical de formule

ou
R₁ et R₂ désignent ensemble les atomes nécessaires pour compléter un cycle hétérocylique
éventuellement substitué,
R₃ désigne l'hydrogène, un radical alkyle, aryle, alcoxy, -NR₄-COR₅, -(CH₂)
m-NR₈R₉, -(CH₂)
n-CONR₁₃R₁₄ ou

ou un élément de pontage ou une liaison directe à une chaîne polymère,
R₄, R₆, R₇, R₉, R₁₄, R₁₅, R₁₇, R₁₈ et R₁₉ désignant l'hydrogène ou un radical alkyle
C₁-C₄,
R₅ désigne l'hydrogène, un radical alkyle C₁-C₄ ou NR₆R₇,
R₈ désigne -COR₁₀-,
R₁₀ désigne NR₁₁R¹²
R₁₁ désigne un radical alkyle C₁-C₄ ou aryle,
R₁₂ désigne l'hydrogène, un radical alkyle C₁-C₄ ou aryle,
R₁₃ désigne l'hydrogène, un radical alkyle C₁-C₄ ou aryle,
R₁₆ désigne l'hydrogène, un radical alkyle C₁-C₄, COR₁₈ ou CONHR₁₉,
m désigne un chiffre de 1 à 3,
n désigne un chiffre de 0 à 3,
p désigne un chiffre de 2 à 3 et
Y désigne O ou NR₁₇ ou
R₁₃ et R₁₄ désignent ensemble les atomes nécessaires pour compléter un cycle hétérocyclique
éventuellement substitué,
Z désigne les atomes C nécessaires pour compléter un cycle hétérocyclique aromatique
à 5 ou 6 éléments, éventuellement avec un cycle benzène en anneau et
X
(-) désigne un anion manquant si un radical anionique est déjà lié avec le reste de la
molécule.