[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Kopf für hinterlüflete mehrschalige Hausschornsteine
gemäß dem Oberbegrif von Anspruch 1. Derartige Schornsteinköpfe sind aus der DE-OS
34 38 696 in Verbindung mit einem Zulassungsbescheid des Instituts für Bautechnik,
Berlin, vom 23. Dezember 1985, Zulassungs-Nr. Z-7.1.162 bekannt.
[0002] Hausschornsteine sind, im Gegensatz zu frei stehenden Schornsteinen, in einen Gebäudeaufbau
einbezogene Schornsteine. Bei der Errichtung von Hausschornsteinen hat sich der Aufbau
aus fabrikmäßig vorgefertigten Bauelementen eingebürgert, die wiederum einzelne Schalen
bildende Elemente oder ganze lediglich vertikal übereinander zu schachtelnde Module
sein können, welche ihrerseits wieder aus vorgefertigten Schalenelementen zusammengesetzt
sein können. Weit verbreitet - und im Rahmen der Erfindung besonders in Betracht gezogen
- ist dabei ein mindestens dreischaliger Aufbau, und zwar aus mindestens einem Rauchgas
führenden Rauchgaskanal, insbesondere aus Schamotte oder Stahl, einer umgebenden Wärmedämmschicht,
insbesondere aus Mineralfaser einschließlich Glasfaser, und einer die Wärmedämmschicht
umgebenden, eine Stützfunktion übernehmenden Ummantelung, meist aus Leichtbeton.
[0003] Aufgrund unterschiedlicher physikalischer Eigenschaften der einzelnen Schalen des
Hausschornsteins bzw. der sie aufbauenden Fertigteile kann es zu Taupunktunterschreitungen
innerhalb des Hausschornsteins kommen, was als Folge zu Durchfeuchtungs- und Versottungserscheinungen
und damit verbunden zu einer Verminderung der Wärmedämmwirkung führen kann. Diese
nachteiligen Erscheinungen werden noch durch die vom Wasserdampf mitgeführten aggressiven
Bestandteile der Rauchgase, insbesondere SO₂ und SO₃ und verschiedene Kohlenwasserstoffe,
verstärkt. Bei Kondensation kommt es dabei beispielsweise zur Niederschlagung von
schwefliger Säure oder Schwefelsäure.
[0004] Um derartigen Durchfeuchtungs- bzw. Versottungserscheinungen entgegenzuwirken, ist
man neuerdings dazu übergegangen, im Hausschornstein mindestens einen sich vertikal
erstreckenden zusätzlichen Hinterlüftungskanal auszubilden. Dieser führt einen im
allgemeinen unten eingeführten und am Schornsteinkopf abgeführten Strom aus Hinterlüftungsluft
(oder einem sonstigen Hinterlüftungsgas). Die Hinterlüftungsluft durchlüftet dabei
die von der Durchfeuchtung und Versottung gefährdeten Bereiche des Hausschornsteins
und führt Feuchtigkeit und sonstige aggressive Bestandteile zum Schornsteinkopf hin
ab. Ein Überblick über eine Vielzahl räumlich möglicher Anordnungen von Hinterlüflungskanälen
bei einem mindestens dreischaligen Hausschornstein der erörterten Art ist dabei aus
der DE-OS 32 11 536 zu entnehmen. Danach können die Entlüftungskanäle praktisch in
und zwischen allen vorkommenden Schalen des Hausschornsteins vorgesehen sein. Im Rahmen
auch der Erfindung von besonderer Bedeutung ist dabei die Anordnung von nach innen
zu offenen Kanälen in den Eckbereichen außen rechteckig, insbesondere quadratisch,
und innen rund geformter Ummantelungssteine gemäß den beiden unteren Ouadranten von
Fig. 5 der DE-OS 32 11 536. Im Einklang mit einer anderen Ausführungsform dieser DE-OS
32 11 536 ist demgegenüber bei der eingangs erwähnten DE-OS 34 38 696 die Hinterlüftungskanalausbildung
zwischen dem Rauchgaskanal und der Dämmschicht vorgesehen.
[0005] Die Erfindung befaßt sich mit der Abführung der Hinterlüftungsluft oder eines sonstigen
Hinterlüftungsgases im Schornsteinkopf.
[0006] Es ist inzwischen weit verbreitet, den eigentlichen Hausschornstein oben mit einer
Abdeckplatte zu versehen, die eine Öffnung aufweist, durch die hindurch ein den Rauchgaskanal
nach oben verlängerndes Rauchgasrohr hindurchtritt, so daß das Rauchgas oberhalb der
Abdeckplatte an die Atmosphäre abgegeben wird. Es ist dabei üblich, als Rauchgasrohr
ein eigenes Bauteil, z.B. ein Stahlrohr, zu verwenden, welches in den eigentlichen
Rauchgaskanal des Hausschornsteins eingesteckt ist.
[0007] Zur Abführung der Hinterlüftungsluft bei vergleichbaren Hausschornsteinen sind verschiedene
Bauweisen bekannt. Diese kann man im Sinne der DE-OS 33 02 889 (vgl. Beschreibungsseite
4, mittlerer Absatz) danach unterteilen, ob in der Abdeckplatte Verbindungskanäle
geformt sind oder nicht.
[0008] Bei der ersten Gruppe, bei der keine Verbindungskanäle in der Abdeckplatte geformt
sind, wird die Hinterlüftungsluft o. dgl. unterhalb der Abdeckplatte ausgeleitet,
und zwar entweder in den Rauchgaskanal hinein, z.B. durch eine durchbrochene Dehnfugenmanschette
gemäß DE-OS 33 02 889 oder durch eine Öffnung in der Ummantelung direkt nach außen
(Fig. 4 der DE-OS 32 11 536). Im erstgenannten Falle werden also das Hinterlüftungsgas
und das Rauchgas vor dem Durchtritt durch die Abdeckplatte miteinander vereint. Dies
ist wegen der gleichen Strömungsrichtung beider Gasarten verhältnismäßig unkritisch
und trotzdem nicht immer erwünscht. Im zweitgenannten Falle werden Rauchgas und Hinterlüftungsgas
entkoppelt: es werden jedoch im allgemeinen Maurerarbeiten an Ort erforderlich, die
bei der Errichtung von Hausschornsteinen aus Fertigteilen auf ein Minimum beschränkt
werden sollten und insbesondere nicht aus dem Rahmen von Routinearbeiten herausfallen
sollen. Bei der praktischen Ausführung von Schornsteinköpfen der zweitgenannten Art
kommt es daher in der Praxis zu unsachgemäßer Ausführung und dadurch gegebenenfalls
sogar zu Funktionsstörungen.
[0009] Zur zweiten Gruppe, bei der Verbindungskanäle in der Abdeckplatte vorgesehen sind,
sei die US-PS 2 446 729 erwähnt, bei welcher die Verbindungskanäle nur an der Unterseite
der Abdeckplatte ausgebildet sind und so Hinterlüftungskanäle mit dem Rauchgaskanal
verbinden. Dies stellt also eine Alternative zur Verwendung einer durchbrochenen Dehnfugenmanschette
dar.
[0010] Aus dem DE-GM 16 94 129 ist schließlich schon ein Rauchabzugsrohr bekannt, bei dem
ein Rauchgasrohr aus einem äußeren wärmedämmenden Mantel aus Schamotterohr axial hervorsteht,
wobei ein Ringraum zwischen dem Rauchgasrohr und dem Außenmantel vorgesehen ist, durch
den zur Kühlung des Rauchgasrohres kaminartig Luft von unten nach oben strömen kann.
Die Stirnseite des Außenmantels ist durch eine steile kegelförmige Schürze mit beiden
Flanken eines Giebeldaches verbunden, durch dessen Scheitel das Rauchabzugsrohr geführt
ist. An dem oberen Ende des Rauchgasrohres ist ein Aufsatz vorgesehen, der einerseits
einen Verteilungskopf für horizontale Abgabe des Rauchgases bildet und andererseits
ein Gehäuse trägt, welches zusammen mit der kegelförmigen Schürze schräg nach unten
gerichtete Austrittsöffnungen für die kühlende Konvexionsluft bildet. Eine Verbindung
des Gehäuses mit der Schürze ist nicht vorgesehen.
[0011] Nach der DE-OS 34 38 696 nebst zugehörigem eingangs erwähnten Zulassungsbescheid,
von welchem die Erfindung ausgeht, ist stattdessen die Öffnung in der Abdeckplatte,
durch welche das Rauchgasrohr hindurchtritt, mit einer Überweite ausgebildet. Der
z.B. aus Formstücken aus Schamotte bestehende Hauptkörper des Rauchgasrohres endet
dabei unterhalb der Abdeckplatte. Durch die Öffnung in der Abdeckplatte hindurch nach
oben ist das Rauchgasrohr durch ein metallisches Verlängerungsrohr ergänzt, das in
den Hauptkörper eingesteckt ist. Der Ringspalt zwischen der Mantelfläche des Rauchgasrohres
und dem Rand der Öffnung bildet dabei die Durchtrittsöffnung für die Hinterlüftungsluft
vertikal nach oben. Die Durchtrittsöffnung ist mit einer ringscheibenförmigen oberen
Abdeckung versehen, welche vom Rauchgasrohr getragen ist. Ein die Öffnung in der Abdeckplatte
auskleidender und über diese nach oben ragender Zylinder eines Dehnfugenblechs übernimmt
dabei die Funktion eines über der Abdeckplatte die austretende Hinterlüftungsluft
leitenden Austrittsgehäuses an dessen stirnseitiger Zylinderöffnung die Hinterlüftungsluft
unterhalb der oberen Abdeckung nebst Ringschurz uneingeschränkten seitlichen Durchtritt
nach außen hat.
[0012] Auch diese vorbekannte Konstruktion bietet nur beschränkten Schutz gegen Regeneintritt
in die Durchtrittsöffnung der Abdeckplatte, insbesondere, wenn man seitlich treibenden
Regen in Betracht zieht. Ebenso kann es unter Wind- und Regeneinflüssen im freien
Durchtrittsbereich zwischen Austrittsgehäuse und Ringschurz zu erheblichem Schmutzeintrag
kommen. Unter beiden Einflüssen kann das Hinterlüftungskanalsystem im Hausschornstein
selbst leiden. Auch kann sich allmählich die Durchtrittsöffnung in der Abdeckplatte
immer mehr zusetzen, gegebenenfalls sogar mit Pflanzenbewuchs zuwachsen. Schließlich
mag man manchmal auch noch die Entkoppelung des Rauchgasaustritts und des Austritts
der Hinterlüftungsluft verbessern wollen.
[0013] Ausgehend von dieser vorbekannten Bauweise liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen zumindest weitgehend in einfacher Weise in Fertigteilbauweise - im ganzen vorgefertigt
oder aus Einzelteilen aufgebaut - herstellbaren Schornsteinkopf zu schaffen, bei dem
die Durchtrittsöffnung(en) der Hinterlüftungsluft in der Abdeckplatte gegen Regen-
und Schmutzeinflüsse möglichst gut geschützt ist bzw. sind und gegebenenfalls auch
eine gute Entkoppelung von Rauchgas und Hinterlüftungsgas gewährleistet ist.
[0014] Diese Aufgabe wird bei einem Schornsteinkopf gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1
gemäß den kennzeichnenden Merkmalen von Anspruch 1 gelöst.
[0015] Bei der erfindungsgemäßen Lösung wird weiterhin die Hinterlüftungsluft oder ein sonstiges
Hinterlüftungsgas durch ein Austrittsgehäuse geleitet, welches mindestens eine von
der (jeweiligen) Durchtrittsöffnung in der Abdeckplatte unabhängige Austrittsöffnung
für das Hinterlüftungsgas darbietet.
[0016] Eine solche der Durchtrittsöffnung in der Abdeckplatte im Austrittsgehäuse vorgeschaltete
Austrittsöffnung reduziert ja schon von vornherein den Anteil von Regen oder Schmutz,
der zur Durchtrittsöffnung in der Abdeckplatte gelangen könnte. Außerdem wird der
Eintritt von Regen und Schmutz durch Ausbildung dieser Austrittssöffnung(en) noch
wesentlich weiter reduziert, nämlich durch einen labyrinthartigen Austrittsweg mit
Strömungsumkehr. Dabei ergibt sich von selbst auch eine recht gute Entkoppelung des
Rauchgasstroms vom austretenden Strom des Hinterlüftungsgases.
[0017] Grundsätzlich besteht die Schwierigkeit, daß die Abdeckplatte des Schornsteinkopfes
im Bauwerk ortsfest angeordnet wird, während das Rauchgasrohr vertikalen Strekkungen
und Kontraktionen unter den thermischen Einflüssen des Betriebs, insbesondere beim
Ein- und Ausschalten der Heizung, unterliegt. Dieser Relativbeweglichkeit wird nach
dem im Anspruch 1 schon vorausgesetzten Stand der Technik durch eine Dehnungsfuge
zwischen dem Austrittsgehäuse und dem Ringschurz Rechnung getragen, der von dem über
die Abdeckplatte nach oben ragenden Rauchgasrohr getragen ist. Dabei ist also das
Austrittsgehäuse nicht an dem Rauchgasrohr befestigt.
[0018] Die Erfindung sieht nun auch vor, den Rauchgaskanal des Hausschornsteins, nämlich
einen Schamotterohrstrang, als das Rauchgasrohr durch die Abdeckplatte hindurch nach
oben in ganz unkonventioneller Weise zu verlängern und so auch alle die Probleme zu
vermeiden, die mit dem Vorsehen eines gesonderten Verlängerungsrohres der Querschnittseinschnürung
des Rauchgasrohres durch das Verlängerungsrohr, durch die Einsteckfuge und durch das
metallische Material des Verlängerungsrohres verursacht sind. Das Abdeckgehäuse kann
dabei gemäß Anspruch 3 an der Abdeckplatte befestigt sein oder auf dieser gemäß Anspruch
2 auch nur lose aufsitzen. Im letztge-nannten Falle kommt es dabei zu einem formschlüssigen
Eingriff mit der Abdeckplatte.
[0019] We eingangs bereits erwähnt wurde , ist die Erfindung speziell auf den Fall bezogen,
daß die Hinterlüftungsluft radial außerhalb der Wärmedämmschicht geführt ist. In diesem
Falle kann man sie im Bereich des Schornsteinkopfes radial nach innen führen, indem
man das obere Ende der Wärmedämmschicht axial zurücksetzt und dadurch eine Verbindungskammer
zwischen den ieweiligen oberen Enden des Hinterlüftungskanals oder der Hinterlüftungskanäle
bildet. Dies ermöglicht es. auch bei radial relativ weitem Abstand des jeweiligen
Hinterlüftungskanals vom Rauchgasrohr bzw. dessen Achse wie im Falle der DE-OS 34
38 696, wo die räumlichen Anordnungsverhältnisse der Hinterlüftungskanäle unproblematischer
sind, zur Bildung der Öffnung für ein Rauchgasrohr und der Durchtrittsöffnung für
die Hinterlüftungsluft innerhalb der Abdeckplatte eine einzige Öffnung vorzusehen
und dabei nur einen relativ schmalen Durchtrittsquerschnitt für die Hinterlüftungsluft
zwischen dem Rand der Öffnung in der Abdeckplatte und dem Mantel des Rauchgasrohres
zu bilden.
[0020] Die Befestigung des Abdeckkragens am Rauchrohr erfolgt vorzugsweise durch eine Kittverbindung.
Dies ist von besonderer Bedeutung, da ein aus Schamotte, beispielsweise aus einzelnen
miteinander verkitteten Schamotterohren, aufgebauter Rauchgaskanal durch die Abdeckplatte
nach oben geführt ist. Insbesondere dann ist zweckmäßig auch der Abdeckkragen aus
Schamotte gebildet. Ganz allgemein ist es ferner bevorzugt, daß auch das Austrittsgehäuse
und vorzugsweise auch noch der Abdeckkragen aus Schamotte bestehen. Technische Gründe
hierfür sind die Korrosionsfestigkeit gegen von dem Hinterlüftungsgas mitgeführte
aggressive Bestandteile des Rauchgases sowie gute Geräuschdämmungseigenschaften der
Schamotte im Vergleich mit anderen in Frage kommenden Materialien, wie etwa korrosionsgeschütztem
Metall-, z.B. Stahl-, -blech.
[0021] Mindestens der überwiegende Austrittsquerschnitt für das Hinterlüftungsgas läßt sich
bei dem Schornsteinkopf gemäß der Erfindung horizontal orientieren. Dies soll auch
die konstruktive Baumöglichkeit einschließen, daß ein rings umlaufender Austrittsspalt
zwischen gesonderten oberen und unteren Bauteilen des Austrittsgehäuses vorgesehen
ist, die durch Befestigungsstreben miteinander fest verbunden sind. Dann werden diese
Befestigungsstreben als Unterteilung des umlaufenden Ringspalts in einzelne Austrittsöffnungen
angesehen.
[0022] Die Erfindung wird im folgenden anhand einer schematischen Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel
noch näher erläutert.
[0023] Es zeigt die Figur einen vertikalen Radialschnitt durch eine erste Ausführungsform
eines oberen Endes eines dreischaligen hinterlüfteten Hausschornsteins mit Schornsteinkopf.
[0024] In der Figur wird ohne Beschränkung der Allgemeinheit eine Bauform dreischaliger
hinterlüfteter Hausschornsteine vorausgesetzt.
[0025] Diese Bauart, von Hausschornsteinen ist dreischalig ausgebildet mit einem zylindrischen
Rauchgaskanal 2, der aus einzelnen zusammengekitteten Schamotterohren, besteht, einer
den Rauchgaskanal 2 umgebenden Wärmedämmschicht 4 aus Glas- oder sonstiger Mineralwolle
und aus einer stützenden Ummantelung 6 aus Leichtbeton. Die Wärmedammschicht 4 bildet
eine Zylinderschale. Ebenso ist die Innenfläche der Ummantelung zylindrisch ausgebildet,
während ihre Außenfläche vorzugsweise rechteckig bzw. quadratisch ist. Mit 8 ist die
Achse des Rauchgaskanals bezeichnet. Längs dieser erstreckt sich ein in Umlangsrichtung
zusammenhängender Hinterlüftungskanal 10 (oder eine Mehrzahl von über den Umfang verteilten
Hinterlüftungskanälen, die der Einfachheit halber mit demselben Bezugszeichen 10 bezeichnet
sind) nach oben, welcher Hinterlüftungsluft oder ein anderes Hinterlüftungsgas im
Sinne der eingezeichneten Pfeile führt.
[0026] Der Hinterlüftungskanal 10 bzw. mehrere dieser Hinterlüftungskanäle ist bzw. sind
radial außerhalb der Wärmedämmschicht 4 angeordnet. Konkret betrifft diese Figur die
Fälle, bei denen der jeweilige Hinterlüftungskanal 10 zwischen der Wärmedämmschicht
4 und der Ummantelung 6 oder innerhalb der letzteren angeordnet ist. Eine Gasdurchlässigkeit
der Wärmedämmschicht ist vorausgesetzt. Die Hauptströmung erfolgt in dem jeweiligen
Hinterlüftungskanal 10, während die Wärmedämmschicht von der Hinterlüftungsluft zur
Abführung von Wasserdampf und sonstigen dampfförmigen aggressiven Bestandteilen beaufschlagt
wird.
[0027] Zum Hausschornstein gehört auch noch eine die Ummanteltung 6 umgebende Ummauerung
12. Die Abdeckplatte 16 liegt auch noch auf der Ummauerung 12 auf, und zwar je nach
den baulichen Anforderungen ebenfalls aufgemörtelt oder aufgekittet oder gegebenenfalls
mit eigenen Hinterlüftungskanälen der Ummauerung versehen.
[0028] Die Abdeckplatte 16 weist eine zylindrische vertikale Öffnung 20 auf, die mit Übermaß
ein durch die Abdeckplatte 18 nach oben ragendes zylindrisches Rauchgasrohr 22 umgibt.
[0029] Dieses Rauchgasrohr 22 ist integraler Bestandteil des Rauchgaskanals 2, der als solcher
durch die Abdeckplatte hindurch frei nach oben ragt. Speziell handelt es sich dabei
um ein Rauchgasrohr 22 aus Schamotte, und zwar vorzugsweise als ein Rohr oder gegebenenfalls
aus Schamotterohrelementen zusammengekittet. im Prinzip ungeschwächten Querschnitts
im Verhältnis zum sonstigen Rauchgaskanal 2, wenn man einmal von bauüblichen Konizitäten
u. dgl. absieht.
[0030] Ein Ringspalt zwischen dem Rand der Öffnung 20 und dem Außenmantel des Rauchgasrohres
22 bildet eine ringförmige vertikale Durchtrittsöffnung 28 für die Hinterlüftungsluft
oder sonstiges Hinterlüftungsgas aus dem jeweiligen Hinterlüftungskanal 10 durch die
Abdeckplatte 16 vertikal nach oben. Der jeweilige Hinterlüftungskanal 10 ist mit der
Durchtrittsöffnung 28 über eine Verbindungskammer 31 verbunden, welche am axial gegenüber
der Ummantelung 6 zurückgesetzten oberen Ende der Wärmedämmschicht 4 gebildet ist.
Diese Verbindungskammer 31 dient zur Überbrückung der Wärmedämmschicht 4 vom radial
außen von dieser angeordneten jeweiligen Hinterlüftungskanal 10 zur radial weiter
innen liegenden Durchtrittsöffnung. Man kann die Verbindungskammer 31 dazu nutzen.
etwa aus der Wärmedämmschicht 4 austretendes Gas oben und zusammen mit dem direkt
aus dem jeweiligen Hinterlüftungskanal 10 kommenden Hinterlüflungsgas zur Durchtrittsöffnung
28 zu führen.
[0031] Man erkennt an der Figur, daß der maximale Abstand des Randes der Öffnung 20 von
der Achse 8 des Rauchgasrohres 22 kleiner als der minimale Absland des oder der Hinterlüftungskanals
bzw. -kanäle 10 von der Achse 8 des Rauchgasrohres 22 ist und somit die jeweiligen
Hinterlüftungskanäle 10 eine größere horizontale Erstrekkung einnehmen als die Durchtrittsöffnung
28.
[0032] Die Art und Weise, wie die Hinterlüftungsluft oder sonstiges Hinterlüftungsgas aus
der Durchtrittsöffnung 28 oben weitergerührt wird, hängt davon ab, auf welche Weise
die im Betrieb des Hausschornsteins auftretenden axialen Längenänderungen des Rauchgaskanals
2 mit Rauchgasrohr 22 relativ zur Abdeckplatte 16 ausgeglichen werden.
[0033] In allen Fällen ist oberhalb der Durchtrittsöffnung 28 ein Austrittsgehäuse 30 vorgesehen,
welches mindestens eine von der Durchtrittsöffnung 28 unabhängige Austrittsöffnung
bildet und durch welches die Hinterlüftungsluft oder sonstiges Hinterlüftungsgas zur
freien Atmosphäre geführt wird.
[0034] Da das Rauchgasrohr 22 integraler Teil des Rauchgaskanals 2 ist, erfolgt der axiale
Längenausgleich im Bereich einer Dehnungsfuge 32 zwischen dem Rauchgasrohr 22 und
dem Austrittsgehäuse 30. Das Austrittsgehäuse 30 ist dann nicht am Rauchgasrohr 22
bzw. am nach oben verlängerten Rauchgaskanal 2 befestigt, sondern nur mit der Abdeckpltte
16 stationär verbunden. Grundsätzlich reicht dabei ein loses Aufsitzen, vorzugsweise
mit formschlüssiger Zentrierung; in vielen Fällen wird man jedoch das Austrittsgehäuse
an der Abdeckplatte 16 befestigen, was zeichnerisch nicht gesondert dargestellt ist
und durch übliche bekannte Mittel erfolgen kann.
[0035] Die Figur zeigt, daß man auf horizontale gesonderte Austrittsöffnungen ganz - oder
in nicht dargestellter Weise teilweise - verzichten kann, indem man als Austrittsgehäuse
einfach einen die Durchtrittsöffnung 28 ohne merkliche radiale Überweite verlängernden
Zylindermantel 48 gestaltet, der von dem Abdeckkragen 44 unter Bildung einer den Strom
des Hinterlüftungsgases axial rücklenkenden Labyrinthdichtung überlappt ist. Der Innenraum
des Zylindermantels 48 bildet dabei zugleich die Dehnungsfuge 32 zwischen dem Austrittsgehäuse
30 und dem Rauchgasrohr 22. Der scheibenförmig umlaufende Abdeckkragen 44 hat hier
zweckmäßig umgekehrt topfförmige Gestalt mit einer Topfwand bzw. einem Ringschurz
50, welche die äußere Mantelfläche des als Austrittsgehäuse 30 bildenden Zylindermanlels
48 überlappt und so einen vertikal nach unten gerichteten Ringspall als Austrittsöffnung
bildet.Der Topfboden 51 kann hier gegebenenfalls auch umgekehrt trichterförmig gestaltet
sein, bei der dargestellten Ausführungsform ist der Topfboden 51 jedoch horizontal
ausgerichtet.
[0036] Es ist wesentlich, daß die Durchtrittsöffnung 28 in der Abdeckplatte 16 gegen den
Eintritt von Regen und Schmutz geschützt wird. Hierzu ist zunächst der obere Rand
der Durchtrittsöffnung 28 jeweils mit einem umlaufenden Randsteg ausgebildet, so daß
Wasser und Schmutz radial außerhalb davon aufgefangen und gegebenenfalls abgeleitet
werden können.
[0037] An den Randsteg kann eine Sammelrinne 54 eines Wasserablaufsystems angrenzen, welches
durch eine radial nach außen verlaufende Ablaufrinne sowie eine weitere radial nach
außen Gefälle aufweisende Schrägung der Oberfläche der Abdeckplatte 16 gebildet wird.
Es kann dabei das Wasserablaufsystem so ausgebildet sein, daß an der seitlichen Mantelfläche
des Austrittsgehäuses abtropfendes Kondenswasser von dem Wasserablaufsystem aufgefangen
wird. Um möglichst alles sich an der Unterseite des Daches des Austrittsgehäuses 30
ansammelnde Wasser in das Wasseraustrittsystem zu leiten, ist zweckmäßig das ganze
Dach als umgekehrter Trichter gestaltelt, gegebenenfalls auch nur bis zu einer Abtropfkante
reichend oder mit einer solchen versehen.
[0038] Es ist implizite davon.ausgegangen, daß das Austrittsgehäuse 30 bzw. der Außenrand
des Regen- und Schmutzabweiskragens eine zylindrische Außenkontur hat, die sich der
ebenfalls zylindrischen Außenkontur des zylindrischen Rauchgasrohres 22 anpaßt.
[0039] Man.kann ein zylindrisches Rauchgasrohr mit zylindrischer Außenkontur des Rauchgasrohres
22 gegebenenfalls, aber auch kreisförmig etwa als größten einbeschriebenen Kreis in
eine quadratische Öffnung 20 einschreiben und dabei den Durchtrittsquerschnitt 28
von vier Zwickeln zwischen Kreis bzw. Zylinder und Quadrat bzw. Kastenprofil und Öffnung
20 gewinnen. In solchen Fällen ist dann zweckmäßig auch die Außenkontur des ganzen
Austrittsgehäuses 30 entsprechend quadratisch oder, in Verallgemeinerung, langgestreckt
rechtekkig. Es versteht sich, daß auch andere geometrische Abwandlungen je nach Zweckdienlichkeit
möglich sind.
[0040] Bis auf eine gegebenenfalls vorgesehene Hochmauerung des Rauchgaskanals 2 als Rauchgasrohr
22 gemäß der Figur und eine etwaige Kittverbindung des Abdeckkragens 44 mit dem Rauchgasrohr
22 sowie bauliche Vorbereitungsarbeiten am oberen Ende des Hausschornsteins. wie spezlell
die axiale Zurücksetzung der Wärmedämmschicht, läßt sich der gesamte Schornsteinkopf
fabrikmäßig vorfertigen. Dies gilt insbesondere für das Austrittsgehäuse 30 mit zugehörigen
Regen- und Schmutzabweiselementen, die Abdeckplatte 16 sowie den Abdeckkragen 44.
[0041] Alle Ausführungsbeispiele sind unter Bezug auf einen runden Querschnitt des Rauchgasrohres
22 beschrieben. Dies ist bevorzugt; der erfindungsgemäße Schornsteinkopf läßt sich
sinngemäß abgeändert aber auch bei jedem anderen Querschnitt des Rauchgasrohres ausführen,
insbesondere bei etwa elliptischem oder rechteckigem, z.B. quadratischem, Querschnitt.
1. Kopf für hinterlüftete mehrschalige Hausschornsteine, die in ihrer Längsrichtung mindestens
einen Schamotterohrstrang (2) und mindestens einen Hinterlüftungskanal (10) aufweisen,
mit einer oberen Abdeckplatte (16) für den Schornstein, die mindestens eine Öffnung
(20) aufweist, durch die hindurch ein Rauchgasrohr (22) nach oben ragt, und die außerhalb
des Rauchgasrohres (22) mindestens eine Durchtrittsöffnung (28) für das Hinterlüftungsgas
bildet, die mit einer oberen Abdeckung versehen ist, wobei ein Austrittsgehäuse (30)
für die Hinterlüftungsluft, das einen geschlossenen Zylindermantel (48) mit geöffneter
oberer Stirnfläche aufweist, mit der Abdeckplatte (16) ortsfest verbunden ist, wobei
die Austrittsöffnung von einem vom Rauchgasrohr (22) getragenen Abdeckkragen (44)
überdeckt ist, der einen radial außen herabhängenden Ringschurz (50) trägt, der über
die Mantelfläche des Austrittsgehäuses (30) radial nach außen ragt, wobei eine Dehnungsfuge
(32) zwischen dem Austrittsgehäuse (30) und dem Ringschurz (50) ausgebildet ist, und
wobei die das Rauchgasrohr (22) umgebende Öffnung (20) zugleich die Durchtrittsöffnung
(28) für das Hinterlüftungsgas bildet, insbesondere das Rauchgasrohr (22) mit einem
die Durchtrittsöffnung (28) bildenden radialen Übermaß umgibt,
dadurch
gekennzeichnet,
daß der Rauchgaskanal (22) eine Verlängerung des Schamotterohrstrangs (2) des Hausschornsteins
nach oben ist,
daß der Ringschurz (50) des Abdeckkragens (44) unter Bildung einer Labyrinthdichtung
die Mantelfläche des Austrittsgehäuses (30) überlappt,
daß bei Anordnung des oder der Hinterlüftungskanals bzw. -kanäle (10) radial außerhalb
einer Wärmedämmschicht (4) des Hausschornsteins unter axialer Zurücksetzung der Wärmedämmschicht
eine Verbindungskammer (31) zwischen den jeweiligen oberen Enden des Hinterlüftungskanals
(10) gebildet wird und
daß der maximale Abstand der Öffnung (20) von der Achse (8) des Rauchgasrohres (22)
kleiner als der minimale Abstand des oder der Hinterlüftungskanals bzw. -kanäle (10)
von der Achse (8) des Rauchgasrohres (22) gewählt wird.
2. Kopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Austrittsgehäuse (30) unter
formschlüssigem Eingriff mit der Abdeckplatte (16) auf die Abdeckplatte lose aufgesetzt
ist.
3. Kopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Austrittsgehäuse (30) an der
Abdeckplatte (16) befestigt ist.
4. Kopf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Kittverbindung zwischen
dem, vorzugsweise aus Schamotte bestehenden, Abdeckkragen (44) und dem aus Schamotte
bestehenden Rauchgasrohr (22).
1. Head for back-ventilated multi-shell house chimneys which possess in their longitudinal
direction at least one fireclay piping (2) and at least one back-ventilation channel
(10), with an upper cover plate (16) for the chimney and having at least one orifice
(20), through which a smoke-gas pipe (22) projects upwards and which forms, outside
the smoke-gas pipe (22), at least one passage orifice (28) for the back-ventilation
gas and equipped with an upper covering, wherein an outlet housing (30) for the back-ventilation
air having a closed cylindrical casing (48) with an opened upper front face is connected
fixedly in place to the cover plate (16), the outlet orifice being covered by a cover
collar (44) carried by the smoke-gas pipe (22) carrying an angular skirt (50) which
hangs down radially on the outside and extends over the casing surface of the outlet
housing (30) radially outwards, an expansion joint (32) being constituted between
the outlet housing (30) and the annular skirt (50), and the orifice (20) surrounding
the smoke-gas pipe (22) forming at the same time the passage orifice (28) for the
back-ventilation gas, and especially surrounding the smoke-gas pipe (22) with a radial
excess amount forming the passage orifice (28),
characterised in that
the smoke-gas pipe (22) is an upward extension of the fireclay piping (2) of the house
chimney,
the annular skirt (50) of the cover collar (44) overlaps the casing surface of the
outlet housing (30) thereby building a labyrinth seal,
that if the back-ventilation channel or channels (10) are arranged radially outside
a heat-insulating layer (4) of the house chimney, with the heat-insulating layer (4)
being set back axially, a connecting chamber (31) is formed between the respective
upper ends of the back-ventilation channel (10), and
that the maximum distance between the orifice (20) and the axis (8) of the smoke-gas
pipe (22) is selected smaller than the minimum distance between the back-ventilation
channel or channels (10) and the axis (8) of the smoke-gas pipe (22).
2. Head according to claim 1, characterised in that the outlet housing (30) is placed
loosely onto the cover plate (16), at the same time engaging positively with the cover
plate.
3. Head according to claim 1, characterised in that the outlet housing (30) is fastened
to the cover plate (16).
4. Head according to one of claims 1 to 3, characterised by a cement joint between the
cover collar (44), preferably consisting of fireclay, and the smoke-gas pipe (22)
consisting of fireclay.
1. Tête pour cheminée de maison, du type à plusieurs couches, présentant dans sa direction
longitudinale au moins une ligne de tubes de chamotte (2) et au moins un canal de
ventilation (10), avec une plaque de recouvrement (16) pour recouvrir la cheminée,
cette plaque présentant au moins une ouverture (20) traversée par un tube de fumée
(22) débordant vers le haut, ladite ouverture formant, à l'éxtérieur du tube de fumée
(22), au moins une ouverture de passage (28) pour le passage du gaz de ventilation,
cette ouverture de passage étant munie de moyens de recouvrement, une enceinte de
sortie (30) pour l'air de ventilation qui a une enveloppe cylindrique fermée (48)
avec une surface terminale supérieure ouverte étant solidarisée à la plaque de recouvrement
(16), l'ouverture de sortie étant recouvert par une console de recouvrement (44) portée
par un tube de fumée (22) qui porte un tablier annulaire (50) suspendu, situé radialement
à l'extérieur, débordant à travers la surface périphérique de l'enceinte de sortie
(30) radialement vers l'extérieur, un joint de dilatation (32) étant réalisé entre
l'enceinte de sortie (30) et le tablier annulaire (50), et l'ouverture entourant le
tube de fumée (22) constituant en même temps l'ouverture de passage (28) pour le gaz
de ventilation, et entourant notamment le tube de fumée (22) avec un surdimensionnement
radial formant l'ouverture de passage (28),
caractérisée par le fait que
le tube de fumée (22) est un prolongement de la cheminée de maison de la ligne de
tubes de chamotte (2) vers le haut,
le tablier annulaire (50) de la console de recouvrement (44) recouvre la surface périphérique
de l'enceinte de sortie (30) en réalisant un joint à labyrinthe,
le ou les canaux de ventilation (10) étant agencé(s) radialement à l'extérieur d'une
couche d'isolation thermique (4) de la cheminée, cette couche d'isolation thermique
étant axialement en retrait, une chambre de communication (31) est formée entre les
extrémités supérieures du ou des canaux de ventilation (10), et
la distance maximale entre l'ouverture (20) et l'axe (8) du tube de fumée (22) est
plus petite que la distance minimale entre le ou les canaux de ventilation (10) et
l'axe (8) du tube de fumée (22).
2. Tête selon revendication 1, caractérisée par le fait que l'enceinte de sortie (30)
est posée libre sur la plaque de recouvrement (16) tout en étant en prise par conjugaison
de formes avec ladite plaque de recouvrement.
3. Tête selon revendication 1, caractérisée par le fait que l'enceinte de sortie (30)
est fixée à la plaque de recouvrement (16).
4. Tête selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée par un joint luté entre la
console de recouvrement (44) qui est de préférence en chamotte et le tube de fumée
(22) qui est en chamotte.