[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Entnahme von einzelnen Gegenständen,
insbesondere Web-, Druck- und Sticketiketten, von einem Gegenstandsvorrat in Form
eines Stapels und zum Transport der erfaßten einzelnen Gegenstände in eine vorgegebene
Abnahmeposition, wobei die Vorrichtung aus einem Traggestell mit einem in diesem angeordneten
Greifarm für ein Haftband aus einem streifenförmigen Träger mit einer außenseitigen
Beschichtung aus einem Haftklebstoff, das um das freie, kopfartig ausgebildete Ende
des Greifarmes unter Ausbildung einer kleinen Haftfläche als Gegenstandsgreifabschnitt
herumgeführt ist, und das Traggestell im Befestigungs- oder Anlenkungsbereich des
Greifarmes eine Haftband-Vorratsrolle und eine Haftband-Aufwickelrolle trägt, von
denen die Haftband-Aufwickelrolle mit einer Antriebseinrichtung für einen kontinuierlichen
oder schrittweisen Vorlauf des Haftbandes zur Erneuerung des jeweils haftunfähigen
Gegenstandsgreifabschnittes durch einen haftfähigen Gegenstandsgreifabschnitt verbunden
ist.
[0002] Für das Befestigen von Web-,Druck- und Sticketiketten durch Nähverbindungen an einem
Gewebezuschnitt, wie z.B. einem Bekleidungsstück, ist es bekannt, daß von der Näherin
die einzelnen Etiketten von Hand einem Etikettenstapel entnommen, in die für den Nähvorgang
erforderliche Position gebracht und dann angenäht werden. Diese Handhabung der Etiketten
ist jedoch mit einer geringen Arbeitsleistung und einem hohen Materialverlust verbunden,
da oftmals zusammenhängende Etiketten vor der Einzelverwendung von Hand voneinander
getrennt werden müssen oder als Ausschuß weggelegt werden, wenn das Vereinzeln zusammenhaftender
Etiketten zuviel Zeit in Anspruch nehmen sollte. Des weiteren ist es bekannt, derartige
Aufnähetiketten mittels speziell ausgebildeter Saugköpfe zu erfassen und vermittels
dieser Saugköpfe die Etiketten in die Aufnähposition zu bringen. Saugköpfe sind jedoch
nicht verwendbar bei Etiketten, die aus einem luftdurchlässigen Gewebe oder anderem,
gleiche Eigenschaften aufweisendem Material bestehen. Hinzu kommt, daß mit derartigen
Saugköpfen oftmals mehrere übereinanderliegende Etiketten gleichzeitig erfaßt werden,
so daß eine einzelne Trennung der Etiketten voneinander forderlich wird. In den meisten
Fällen werden jedoch zusammenhaftende Etiketten, um eine entsprechende Arbeitsleistung
erbringen zu können, als Ausschuß weggelegt.
[0003] Eine Vorrichtung zur Entnahme von einzelnen Gegenständen von einem Gegenstandsvorrat
in Form eines Stapels und zum Transport der erfaßten einzelnen Gegenstände in eine
vorgegebene Abnahmeposition ist durch die im Oberbegriff des Anspruches 1 berücksichtigte
DE-A-2 208 213 bekannt. Dort wird eine Vorrichtung für das Aufnehmen und Weiterführen
von Stoffwerkstücken beschrieben, die in besonderem Maße geeignet sein soll, um Stoffwerkstücke
von einer Werkstoffversorgungsquelle, wie einer Fördervorrichtung, zu einer Zuführstelle
in eine Nähmaschine fortzubewegen. Hierzu verläuft ein Klebeband über Führungsorgane
an einem vorstehenden Arm der Vorrichtung, wobei das Klebeband von einer Rolle der
Vorrichtung zu einer anderen vorgerückt wird, so daß ein frischer Teil des Bandes
für jedes Aufnehmen und Weiterführen benutzt wird. Ein Werkstück wird mit dem Band
in Berührung gebracht, z.B. mittels einer Hubvorrichtung, auf der ein Stapel von Stoffwerkstücken
angeordnet ist und die alle Werkstücke anhebt, bis das oberste Werkstück das Band
berührt. Ist der Kontakt hergestellt, dann wird der Greifarm mit dem Klebeband durch
Drehen um eine senkrechte Achse zu der Eingabefördervorrichtung verschwenkt, wobei
das einzelne Werkstück von der Oberseite des Werkstückstapels abgezogen wird. Auf
diese Weise werden die leicht aneinanderhaftenden Werkstücke durch das scherende Abnehmen
vereinzelt. Der Greifarm wird dann durch Drehen um seine senkrechte Achse zur Eingabefördervorrichtung
verschwenkt, auf die das Stoffwerkstück durch Abziehen mittels einer mechanischen
Einrichtung abgelegt wird. Vermittels der Eingabefördervorrichtung wird dann das Werkstück
zu einer Nähmaschine transportiert.
[0004] Bei dieser Vorrichtung nimmt der Greifarm mit seinem Klebeband eine zum Werkstückstapel
geneigte Stellung ein. Der Greifarm ist ausschließlich um eine senkrechte Achse verschwenkbar.
Das freie Ende des Greifarmes ist nicht hebund senkbar. Aufgrund dieser Ausgestaltung
liegt das Gegenstandsaufnahmeende des Greifarmes, und zwar auch nach jeder Drehbewegung,
immer in ein und derselben horizontalen Ebene, die durch den Neigungswinkel und die
Länge des Greifarmes vorgegeben ist. Aufgrund dieses Umstandes muß der Werkstückstapel
in Abhängigkeit von der jeweils abnehmenden Höhe nachgeführt, d.h. angehoben werden,
damit das jeweils zu oberst liegende Werkstück gegen das Klebeband am Ende des Greifarmes
gedrückt wird. Das Werkstück wird also nicht durch Absenken und Anheben des Greifarmes
vom Stapel abgenommen. Die Hubvorrichtung für den Werkstückstapel und die Abnahmevorrichtung
der einzelnen Werkstücke bilden somit eine nicht voneinander trennbare Baueinheit.
Da durch die konstruktive Ausgestaltung und Anordnung des Greifarmes die Werkstückaufnahmeebene
vorgegeben ist und der Greifarm nicht höhenverschwenkbar ist, so ist auch die Werkstückabnahmeebene
vorgegeben, die der Werkstückaufnahmeebene entspricht. Aus diesem Grunde kann die
Abnahmeposition nicht verändert werden. Es besteht keine Möglichkeit, den Greifarm
mit einem an diesem haftenden Werkstück zur Abnahme in eine für die Näherin ergonomisch
günstige Abnahmeposition zu bringen, wenn diese nicht in der Schwenkebene des Greifarmes
liegt.
[0005] Eine weitere Vorrichtung zum Anheben von Geweben, Stoffteilen, insbesondere Vliesstoffen,
ist durch die DE-A-2 157 009 bekannt. Bei dieser Vorrichtung ist das freie Ende des
Greifarmes, über das das Klebeband geführt ist, nasenförmig mit einer großen Haftfläche
des im Bereich der Hebenase liegenden Abschnittes des Klebebandes ausgebildet. Der
Greifarm mit der Hebenase ist über einen Drehpunkt mit horizontaler Drehachse in einem
einstellbaren Schwenkbereich bewegbar, so daß das freie, die Hebenase tragende Ende
des Greifarmes heb- und senkbar ist. Ein Verschwenken des Greifarmes um eine senkrechte
Achse, um das aufgenommene Stoffteil in eine in einer anderen horizontalen Ebene liegenden
Abnahmeposition zu bringen, ist nicht möglich. Diese Vorrichtung ist ausschließlich
so ausgelegt, daß von einem Stapel das jeweils zu oberst liegende Stoffteil einendseitig
angehoben wird, um ein Abziehen des angehobenen Stoffteils mittels einer Walze zu
ermöglichen. Auch hierbei muß der Stoffteilstapel nachgeführt werden, damit das jeweils
zu oberst liegende Stoffteil im Bereich der Hebenase zu liegen kommt.
[0006] Zum Aufnehmen von einzelnen blattförmigen Gegenständen von einem Blattstapel ist
nach der US-A-3,316,877 ein Gerät bekannt, das mit einem Haftfinger versehen ist,
der eine klebmitteltragende Haftfläche aufweist, so daß bei einer Anlage des Haftfingers
an das aufzunehmende Blatt dieses mittels Klebkraft an dem Haftfinger gehalten wird
und so bei einem Verschwenken des Haftfingers in eine Abnahmeposition überführt werden
kann. Die Haftfähigkeit des Haftfingers wird durch ständiges Auftragen eines Haftklebstoffes
erzielt. Hierbei ist jedoch nachteilig, daß ein gleichmäßiges Auftragen des Haftklebers
auf die Greiffläche des Haftfingers nicht möglich ist. Hinzu kommt, daß durch das
ständige Erneuern der Klebeschicht an dem Haftfinger keine hohe Arbeitsleistung dieses
Gerätes erreicht werden kann.
[0007] Die Erfindung löst die Aufgabe, eine Vorrichtung für eine einwandfreie Einzelentnahme
von Gegenständen, insbesondere von Web-, Druck- umnd Sticketiketten, und zwar unabhängig
von dem jeweiligen Material, aus dem die Gegenstände bzw. die Etiketten bestehen,
von einem Gegenstandsstapel zu schaffen, wobei der Entnahme-, Ablegungs- und Darreichungsvorgang
automatisch ablaufend ist und der entnommene einzelne Gegenstand in eine vorgegebene,
in einer beliebigen horizontalen Ebene liegende Abnahmeposition oder in eine für die
Näherin ergonomisch günstige Position gebracht wird, so daß ohne Materialverluste
eine hohe Arbeitsleistung erzielbar ist.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst.
[0009] Mit einer derart ausgebildeten Vorrichtung ist es möglich, von einem Etikettenstapel
Etiketten einzeln zu entnehmen und in eine z.B. für die Näherin ergonomisch günstige
Position entweder von Hand oder automatisch zu bringen. Vermittels des Aufnahmekopfes
des Greifarmes der Vorrichtung und des im Aufnahmekopfbereich ausgebildeten und jeweils
immer zur Verfügung stehenden Haftabschnittes des Haftbandes ist es möglich, nach
leichter Druckauflage auf das jeweils oberste Etikett eines Etikettenstapels die Etiketten
einzeln zu entnehmen und entweder von Hand oder durch die mit dem Greifarm zusammenwirkende
Steuereinrichtung das erfaßte Etikett in den Bearbeitungsbereich der Näherin zu überführen
oder in eine vorgegebene, andere Abgabeposition zu bringen, wobei das Etikett während
des Überführungs- und Transportvorganges eine etwa waagerechte Stellung einnimmt,
so daß das Etikett aufgrund seiner Positionierung lediglich für die Durchführung des
Nähvorganges auf das entsprechende Material abgesenkt zu werden braucht, auf das das
Etikett aufgenäht oder befestigt werden soll, wobei die Trennung des vom Aufnahmekopf
des Greifarmes gehaltenen Etikettes mühelos durch geringes Festhalten des Etikettes
von Hand und ohne großen Kraftaufwand vorgenommen wird, wobei jedoch auch eine Abnahme
des Etikettes mittels einer entsprechend ausgebildeten mechanischen Einrichtung vorgenommen
werden kann. Der Aufnahmekopf der Entnahmevorrichtung ist gebildet durch das freie
Ende des Greifarmes und von dem Haftbandabschnitt, der im Umlenkungsbereich des freien
Endes des Greifarmes um dessen freies Ende herumgeführt ist. Das freie Ende des Greifarmes
ist etwa fingerartig ausgebildet, so daß dem Umlenkungsbereich des Haftbandes ein
kleiner Winkel bzw. kleiner Radius zugrunde liegt, so daß aufgrund dieser Haftbandführung
um das freie Ende des Greifarmes jeweils nur eine relativ kleine Haftfläche für den
Aufnahmevorgang eines Etikettes zur Verfügung gestellt wird. Es besteht jedoch auch
die Möglichkeit, das von dem Greifarm erfaßte Etikett lediglich in die für die Näherin
ergonomisch günstige Position zu bringen, in der dann das Etikett von Hand erfaßt
und für die Durchführung des Nähvorganges auf das Material abgelegt wird, auf das
das Etikett befestigt werden soll.
[0010] Dadurch, daß das Erfassen der einzelnen Etiketten mittels einer jeweils zur Verfügung
gestellten Haftfläche eines Haftbandes, also mittels eines Haftklebers, erfolgt, können
alle Arten von Etiketten einem Etikettenstapel entnommen werden, ohne daß die Gefahr
besteht, daß mehrere Etiketten auf einmal ergriffen werden. Es ist somit möglich,
Etiketten unabhängig von ihrem Material, aus dem diese bestehen, sicher zu erfassen
und in die jeweils, gewünschte oder vorgegebene Abnahmeposition mittels der Gesamtvorrichtung
durch Verschwenken des Greifarmes zu bringen.
[0011] Dadurch, daß das Haftband an der oberen und unteren Fläche oder nur an der unteren
Fläche des Greifarmes entlang geführt ist und dadurch, daß das Haftband vermittels
einer Aufwickelrolle aufgewickelt wird, die mit einer Antriebseinrichtung in Verbindung
steht, besteht die Möglichkeit, daß im Bereich des Aufnahmekopfes des Greifarmes liegende
unwirksame Haftflächen des Haftbandes jederzeit durch wirksame Haftflächen ersetzt
werden, indem das Haftband über den Aufnahmekopf des Greifarmes gezogen wird, wobei
ein selbsttätiger Vorlauf vorgesehen sein kann, so daß nach jeder Etikettenaufnahme
oder nach der Aufnahme mehrerer Etiketten hintereinander dann automatisch die bereits
benutzte Haftfläche des Haftbandes aus dem Bereich des Aufnahmekopfes wegtransportiert
und ein neuer, wirksamer Haftflächenabschnitt des Haftbandes in den Aufnahmekopfbereich
gebracht wird. Neben einem kontinuierlichen Vorlauf des Haftbandes besteht auch die
Möglichkeit eines schrittweisen Weitertransportes des Haftbandes, wobei alle Vorlaufbewegungen
des Haftbandes programmgesteuert sein können.
[0012] Durch die Anwendung der Vorrichtung, insbesondere zur Etikettenaufnahme ergeben sich
folgende weitere Vorteile:
- Verschiedene Haftbandbreiten sind verwendbar. Ein Übergang von einer Haftbandbreite
zu einer anderen Haftbandbreite erfordert keine Umstellung des Greifkopfes.
- Anpassung der Vorrichtung an unterschiedliche Etikettenformate. Jedes Etikettenformat
wird ergriffen; einsetzbar bei jedem Etikettenmaterial.
- Die Vorrichtung ist geeignet, als funktionsfähige Baugruppe in automatische Maschinenabläufe
integriert zu werden.
- Durch verstellbare und einstellbare Aufwickelgeschwindigkeiten für das verbrauchte
Haftband kann der Verbrauch an Haftband auf ein optimales Minimum herabgesetzt werden.
- Durch Auswahl eines geeigneten Haftklebstoffes arbeitet die Vorrichtung in Bezug auf
das Etikett vollkommen rückstandsfrei.
- Eine Vorbehandlung der Etiketten, z.B. durch Imprägnierung od.dgl., ist nicht erforderlich.
- Dadurch, daß der Greifarm um eine senkrechte Achse um 360° verdrehbar ist, ist jede
gewünschte oder vorgegebene Abnahmeposition erreichbar.
- Die Anzahl der Etikettenstapel, von denen die Etiketten entnommen werden sollen, ist
nicht beschränkt auf nur einen einzigen Etikettenstapel. So besteht die Möglichkeit,
mehrere Etikettenstapel nebeneinanderliegend im Schwenkbereich des Greifarmes anzuordnen
so daß z.B. programmgesteuert nacheinander verschiedenartige Etiketten von den entsprechend
vorgesehenen Stapeln entnommen werden können, wenn z.B. an einem Gegenstand mehrere,
verschiedenartig ausgebildete Etiketten angebracht werden müssen.
- Mit der Entnahmevorrichtung sind nicht nur Etiketten, sondern auch Kleinbauteile,
wie z.B. elektronische Bauteile, Kleinstbatterien od.dgl., entweder einem Stapel oder
einer in einer Ebene vorgesehenen reihenweisen Anordnung entnehmbar.
- Auch ein gewichtsmäßiges Aussortieren ist mittels der Vorrichtung möglich. Bei Verwendung
eines Haftbandes mit einer vorgegebenen Adhäsionskraft können aus einer Vielzahl von
Kleingegenständen mit unterschiedlichen Gewichten alle diejenigen Gegenstände mittels
des vom Haftband ausgebildeten Greifabschnittes an dem Ende des Greifarmes aussortiert
werden, deren Gewicht der Adhäsionskraft entspricht, während alle Gegenstände mit
einem höheren Gewicht dann von dem Haftbandgreifabschnitt nicht erfaßt werden, da
die Haftkräfte dann nicht ausreichen, um diese Gegenstände erfassen und halten zu
können.
[0013] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet,
wobei besonders vorteilhaft ist, wenn die Entnahmevorrichtung mit einem Behältnis
zusammenarbeitet, das aus einem etwa rechteckförmigen Verpackungskörper aus einem
Faltzuschnitt aus Karton, Pappe od.dgl. besteht, dessen Querschnitt dem Querschnitt
der zu einem Stapel zusammengefaßten Gegenstände, wie z.B. Etiketten, entspricht,
und dessen eine stirnseitige Wandfläche mittels einer Trennperforation an den die
Wandfläche begrenzenden Wandflächen gehalten ist, wobei eine Längswandfläche des Verpackungskörpers
mit einem sich über die gesamte Wandflächenlänge erstreckenden Wandabschnitt versehen
ist, der eine Breite aufweist, die der Breite des Greifarmes oder des Aufnahmekopfes
der Vorrichtung entspricht und der mittels einer Trennperforation derart in der Wandfläche
enthalten ist, daß nach einem Heraustrennen der stirnseitigen Wandfläche und des Wandabschnittes
eine zusammenhängende Einfahröffnung für den Greifarm erhalten wird.
[0014] Besonders vorteilhaft ist hierbei auch die Ausgestaltung des Haftbandes nach Anspruch
6, nach der das Haftband aus einem Trägerband mit einer Farbbeschichtung auf der den
Haftkleber tragenden Seite versehen ist. Die durch den Abtrag des Haftklebstoffes
sichtbar werdende Farbe des Trägerbandes kann zu Steuerungszwekken für den Vorschub
des Haftbandes herangezogen werden.
[0015] Im folgenden wird der Gegenstand der Erfindung in den Zeichnungen erläutert. Es zeigt
Fig.1 teils in Ansicht, teils in einem senkrechten Schnitt eine Entnahmevorrichtung,insbesondere
für Etiketten,
Fig.2 in einer Seitenansicht die als Handgerät ausgebildete Vorrichtung für die Entnahme
eines aufgenommenen und Weitergabe des Etiketts von Hand an eine weitere Arbeitsstation,
Fig.3 eine Seitenansicht der Entnahmevorrichtung in einer weiteren Arbeitsstellung,
Fig.4 in einer schaubildlichen Ansicht eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung,
Fig.5 die Vorrichtung gemäß Fig.4 mit auf einen Etikettenstapel aufgesetztem Greifarm,
Fig.6 die Vorrichtung gemäß Fig.4 während des Ausfahrens des Greifarmes mit einem
Etikett aus dem den Etikettenstapel aufnehmenden Behältnis,
Fig.7 die Vorrichtung gem.Fig.4 mit aus dem Bereich des Etikettenstapels herausgefahrenem
Greifarm mit einem erfaßten Etikett,
Fig.8 die Vorrichtung gemäß Fig.4 mit seitlich verschwenktem Greifarm,
Fig.9 die Vorrichtung gemäß Fig.4 während der weiteren Schwenkphase,
Fig.10 die Vorrichtung gemäß Fig.4 nach einer Drehung der Vorrichtung um etwa 180°,
Fig.11 die Vorrichtung gemäß Fig.4 nach einer fast um 360° vollzogenen Drehung,
Fig.12 in einer schaubildlichen Ansicht ein geschlossenes und versandtfertiges Behältnis
zur Aufnahme eines Etikettenstapels,
Fig.13 in einer schaubildlichen Ansicht das Behältnis gemäß Fig.12 in geöffneter Stellung,
Fig. 14 ein Prinzipschaltbild eines für die Vorrichtung gemäß Fig. 4 zu verwendendes
Programmschaltwerk, und
Fig. 15 Zeitdiagramme der in dem Programmschaltwerk gemäß Fig. 14 vorliegenden Signale.
[0016] Die in Fig. 1 dargestellte und mit 200 bezeichnete Vorrichtung zur Entnahme von einzelnen
Gegenständen, wie z.B. Etiketten E von einem Etikettenstapel ES, besteht aus einem
Traggestell 10, an dem ein stabförmiger Greifarm 211 einendseitig um eine waagerechte
Achse 13 verschwenkbar gelagert ist, so daß das freie Ende 12 des Greifarmes 211 in
Pfeilrichtung Y höhenverschwenkbar ist. Wird die Vorrichtung 200 als Handgerät benutzt,
dann ist der Greifarm 211 an dem Traggestell 10 feststehend angeordnet, wobei dann
das Traggestell 10 mit einer in der Zeichnung nicht dargestellten griffartigen Handhabe
versehen ist, um die Vorrichtung in der Hand haltend bedienen zu können. Soll jedoch
eine Etikettenentnahme kontinuierlich und automatisch und auch die Weitergabe des
aufgenommenen Etiketts an einen weiteren Arbeitsplatz durchgeführt werden, dann ist
die Vorrichtung 200 so ausgebildet, daß sowohl der Greifarm 211 als auch das Traggestell
10 alle Bewegungen vollziehen kann, die für das Aufnehmen eines Etiketts und für die
Weitergabe der aufgenommenen Etiketten erforderlich ist, wobei dann die einzelnen
Arbeitsabläufe unter Verwendung entsprechender Antriebseinrichtungen vollautomatisch
gesteuert werden bzw. nach einem vorgegebenen Programm ablaufen.
[0017] Der Greifarm 211 ist stabförmig ausgebildet und weist oben- und untenseitig Führungsflächen,
Führungsbahnen u.dgl. 211a,211b für ein Führen eines Haftbandes 20 auf, wobei dieses
Haftband 20, wie in Fig. 1 dargestellt, an dem Greifarm 211 derart geführt ist, daß
das Haftband 20 an dem freien Ende 12 des Greifarmes 211 umgelenkt wird. Das freie
Ende 12 des Greifarmes 211 ist kopfartig ausgebildet und bildet zusammen mit dem jeweils
umgelenkten Bereich des Haftbandes 20 am freien Ende des Greifarmes 211 einen Aufnahmekopf
212 für die Aufnahme von einzelnen Etiketten von einem Etikettenstapel.
[0018] Dieses Haftband 20 besteht aus einem streifenförmigen Träger, der auf seiner Außenseite
eine Beschichtung 21 aus einem Haftklebstoff aufweist. Das Trägerband selbst kann
dabei aus Papier, Gewebe oder einer Kunststoffolie bestehen und ist auf seiner Außenseite
mit dem Haftklebstoff beschichtet. Es besteht auch die Möglichkeit, ein farbiges Trägerband
zu verwenden, welches mit dem Haftklebstoff derart beschichtet ist, daß im Bereich
der Haftklebstoffbeschichtung die Farbe des Trägerbandes nicht erkennbar ist. Da bei
einem mehrmaligen Gebrauch des Haftbandes 20 die Haftklebschicht unwirksam wird, worauf
nachstehend noch näher eingegangen wird, kann die durch den Abtrag des Haftklebstoffes
sichtbar werdende Farbe des Trägerbandes zu Steuerungszwecken für den Vorschub des
Haftbandes 20 auf dem Schwenkarm 11 herangezogen werden, nämlich insofern, als z.B.
eine foto-elektronische Farb-Abtastung vorgenommen werden kann, z.B. mittels eines
lichtelektrischen Empfängers, wobei jedoch auch alle bekannten Farbmeßverfahren herangezogen
werden können. Wird über eine derartige Farbmeßeinrichtung ermittelt, daß im Bereich
des Aufnahmekopfes 212 das Haftband 20 keine Haftwirkung mehr zeigt, dann erfolgt
über die Erfassung der Farbintensität die Steuerung für den weiteren Vorlauf des Haftbandes
20 an dem Greifarm 211 , so daß im Bereich des Aufnahmekopfes, d.h. am freien Ende
des Greifarmes 211 , immer eine Haftfläche bzw. ein Haftflächenabschnitt des Haftbandes
20 zur Verfügung steht, der seine volle Kleb- bzw. Haftkraft besitzt. Vorzugsweise
ist die Farbmeßeinrichtung im Bereich des freien, kopfartigen Endes des Greifarmes
211 an dem Traggestell 10 angeordnet.
[0019] Als Haftband 20 können alle geeigneten, insbesondere alterungsbeständigen,Klebebänder
mit Klebstoffen verwendet werden, die eine ausreichende Haftung gewährleisten. Besonders
vorteilhaft sind Haftbänder, die mit einer elastischen und über einen längeren Zeitraum,
d.h. dauernd,klebfähigen Selbstklebemasse mit großen Adhäsions- und kleinen Kohäsionskräften
beschichtet sind, die schon unter geringem Druck bei Raumtemperatur auf den verschiedenen
Oberflächen sofort haften und deren Verbindung meist mehrmals gelöst werden kann.
[0020] Der Tragrahmen 10 der Entnahmevorrichtung 200 weist ferner eine Vorratsrolle 22 für
das Haftband 20 und eine Aufwickelrolle 23 für dieses Haftband auf, wobei die Anordnung
sowohl der Vorratsrolle 22 als auch der Aufwickelrolle 23 derart ist, daß das Haftband
20 an den beiden Führungsflächen oder Führungsbahnen 211a,211b des Greifarmes 211
bei gleichzeitiger Umlenkung an dem freien Ende des Greifarmes 211 geführt ist. Die
Aufwickelrolle 23 steht mit einer bei 125 angedeuteten Antriebseinrichtung in Verbindung,
so daß die Aufwickelrolle 23 in Pfeilrichtung X umlaufend antreibbar ist und während
des Umlaufs das Haftband 20 aufwickelt und gleichzeitig das Haftband von der Vorratsrolle
22 abzieht. Zusätzliche bei 26 angedeutete Führungsrollen können vorgesehen sein.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform ist das Lager für die Haftband-Vorratsrolle
22 in Verlängerung des Greifarmes 211 an dem Traggestell 10 angeordnet, so daß dann
die zwischen dem Ende 12a des Greifarmes 211 und der Vorratsrolle 22 liegende Führungsrolle
26 derart angeordnet ist, daß das Haftband 20 an der unteren Führungsfläche 211b des
Greifarmes 211 entlanggeführt werden kann. Die Haftband-Aufwickelrolle 23 ist dann
versetzt zu der Vorratsrolle 22 oberhalb des rückwärtigen Endes 12a des Greifarmes
211 an dem Traggestell 10 gelagert, wobei auch die Antriebseinrichtung 125 für die
Aufwickelrolle 23 in oder an dem Traggestell 10 angeordnet ist. Bei der Verwendung
einer elektromotorischen Antriebseinrichtung ist dann eine in der Zeichnung nicht
dargestellte erforderliche Stromzuführungsleitung vorgesehen. Es besteht jedoch auch
die Möglichkeit, daß für einen Handbetrieb der Vorrichtung 200 an oder in dem Traggestell
10 vorzugsweise wiederaufladbare Batterien für den Antrieb der Antriebseinrichtung
125 vorgesehen sind. Die Betätigung der Antriebseinrichtung 125 erfolgt dann über
einen Ein- und Ausschalter oder einen Momentanschalter.
[0021] Das kopfartig ausgebildete freie Ende 12 des Greifarmes 211 ist, was seine Größe
anbelangt, sehr klein ausgebildet, da ja nur eine kleine Anlagefläche benötigt wird,
über die das Haftband geführt wird, um beim Aufsetzen des freien Endes des Greifarmes
211 auf das aufzunehmende Etikett dieses mittels des Haftklebstoffes des Haftbandes
20 zu erfassen, wobei die Größe des Haftaufnahmeabschnittes oder der Haftfläche des
Haftbandes im Bereich des Aufnahmekopfes 212 in Anpassung an die jeweils verwendeten
Größen an Etiketten ausgebildet ist.
[0022] Für das senkrechte Verschwenken des Greifarmes 211 um die waagerechte Achse 13 steht
diese mit einer vorzugsweise elektromotorischen Antriebseinrichtung 15 in Verbindung,
so daß zur Automatisierung der Vorrichtung 200 das Höhenverstellen und Verschwenken
des Greifarmes 211 in Pfeilrichtung Y automatisch über eine Steuereinrichtung oder
ein Programmschaltwerk vermittels der Antriebseinrichtung 15 vorgenommen werden kann,
wobei in dieser Steuereinrichtung 40 bzw. in diesem Programmschaltwerk 340 auch alle
weiteren Antriebseinrichtungen zusammengeführt sind, die für die erforderlichen Bewegungsabläufe
benötigt werden.
[0023] Wird die Vorrichtung 200 als Handgerät verwendet, dann ist der Greifarm 211 feststehend
an dem Traggestell 10 angeordnet, so daß durch entsprechende Arm- und Handbewegungen
der Vorrichtung oder des Greifarmes der Aufnahmekopf 212 der Vorrichtung 200 in die
jeweils erforderliche Etikettenaufnahmeposition und Abgabeposition gebracht wird.
[0024] Arbeitet die Etikettenentnahmevorrichtung 200 vollautomatisch, dann ist das Traggestell
10 mit dem Greifarm 211 und der Vorratsrolle 22 sowie der Aufwickelrolle 23 in einer
senkrechten Standsäule 30 angeordnet, und zwar derart, daß die Vorrichtung 200 in
dieser Standsäule 30 um eine senkrechte, bei 14 in Fig. 1 angedeutete Achse in Pfeilrichtung
X1 verdrehbar ist, so daß nach erfolgter Aufnahme eines Etiketts durch den Aufnahmekopf
212 durch seitliches Verdrehen der Aufnahmekopf 212 in eine vorgegebene Abnahmeposition
verschwenkt werden kann. Für dieses Verschwenken um die senkrechte Achse 14 ist eine
weitere Antriebseinrichtung 334 vorgesehen, die ebenfalls mit der Steuereinrichtung
40 oder dem Programmschaltwerk 340 zusammenwirkt. Für das Verdrehen des Greifarmes
211 um die senkrechte Achse 14 ist die Standsäule 30 mit ihrem bodenseitigen Ende
in einer Standplatte 332 gelagert.
[0025] Die einzelnen Schwenkbewegungen des Greifarmes 211 werden vermittels der Steuereinrichtung
40 unter Verwendung von z.B. als Sensoren ausgebildeten Fühlern selbsttätig durchgeführt.
Ein derartiger Sensor 45 ist bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel im Bereich
des Aufnahmekopfes 212 des Greifarmes 211 der Vorrichtung 200 vorgesehen und dient
als Fühler, vorzugsweise bestehend aus Halbleiterbauelementen in integrierter Technik,
so daß der Sensor zur Erfassung digitaler oder physikalischer, nicht-elektrischer
analoger Größen dienen kann und ferner dazu geeignet ist, eine neue erfaßte Größe
in eine proportionale elektrische Größe, z.B. Stromspannung od. dgl., umzusetzen,
um über diese elektrische Größe die Steuerung der einzelnen Antriebselemente für den
Arbeitsablauf vorzunehmen.
[0026] Vermittels der Antriebseinrichtung 125 ist die Möglichkeit gegeben, das Haftband
20 über den Aufnahmekopf 212 des Greifarmes 211 zu ziehen, so daß im Auflagebereich
des Aufnahmekopfes 212 sich immer ein wirksamer Abschnitt des Haftbandes 20 befindet,
um ein Etikett aufnehmen zu können. Wird dieser Haftabschnitt bzw. diese Haftfläche
durch mehrfaches Erfassen von mehreren Etiketten verbraucht, d.h. wenn die Klebkraft
nicht mehr ausreichend ist , dann wird das Haftband 20 in Pfeilrichtung Y1 über den
Aufnahmekopf 212 gezogen, bis eine neue wirksame Haftfläche im Aufnahmebereich des
Aufnahmekopfes 212 zu liegen kommt. Dieser wirksame Aufnahmebereich ist in Fig. 1
bei 26 angedeutet. Dieser Vorgang kann von Hand oder automatisch gesteuert werden.
Die Haftbandvorschubgeschwindigkeit ist regelbar.
[0027] Der Etikettenstapel ES, dessen Etiketten E einzeln zu entnehmen sind, ist vorzugsweise
in einem in den Fig. 2 und 3 dargestellten, nachstehend noch näher beschriebenen ,
kartonartigen Behältnis 150 untergebracht , das etwa kartuschenförmig ausgebildet
ist und in einem Halter 160 leicht geneigt auf der Standplatte 332 derart angeordnet
ist, daß eine Entnahme der einzelnen Etiketten aus dem Behältnis möglich ist. Das
kartonartige Behältnis 150 ist so ausgebildet und bemessen, daß die zu einem Stapel
zusammengefaßten Etiketten in Reihe übereinanderliegend angeordnet sind. Das Behältnis
150 weist eine obere Öffnung 150a und eine seitliche Längsöffnung 150b auf so daß
mittels des Aufnahmekopfes 212 des Greifarmes 211 von oben her in den Innenraum des
Behältnisses 150 eingefahren werden kann, um die einzelnen Etiketten zu erfassen (Fig.2).
Es besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit, das Behältnis 150 nur mit der oberen
Öffnung zu versehen, so daß dann der Greifarm 211 senkrecht stehend in das Behältnis
einzuführen ist, um die einzelnen Etiketten zu erfassen. In den beiden Fällen der
Fig. 2 und 3 erfolgt eine Handbedienung der Vorrichtung 200, jedoch besteht entsprechend
Fig. 3 auch die Möglichkeit, die einzelnen Etiketten aus dem seitlich offen ausgebildeten
Behältnis 150 mit der vollautomatisch arbeitenden Vorrichtung zu entnehmen, so daß
jedes einzelne entnommene Etikett dann nach entsprechend ausgeführten Schwenkbewegungen
des Greifarmes 211 in eine Position gebracht wird, in der die Abnahme der Etiketten
erfolgt.
[0028] Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, entsprechend Fig. 1 ein schachtartiges Behältnis
50 für die Aufnahme eines Etikettenstapels ES einzusetzen, wobei dieser Etikettenaufnahmeschacht
50 bodenseitig offen und mittels der Plattform einer Hubbühne 151 einer Hubeinrichtung
51 verschlossen ist. Auf diese Hubbühne 151 ist der Etikettenstapel ES aufgesetzt.
Das Verfahren der Hubbühne in Pfeilrichtung X3 erfolgt mittels einer bei 55 angedeuteten
Antriebseinrichtung, wobei auch diese Antriebseinrichtung mit der Steuereinrichtung
40 zusammenwirken kann, so daß nach der jeweiligen Entnahme eines Etiketts E die Hubbühne
151 um die Höhe eines Etiketts nach oben verfahren wird, so daß eine einwandfreie
Abnahme der einzelnen Etiketten mittels des Aufnahmekopfes 112 der Vorrichtung 200
möglich ist.
[0029] Arbeitet die Vorrichtung 200 unter Verwendung von Fühlelementen, Sensoren 45 od.dgl.
vollautomatisch, dann tastet die Vorrichtung vermittels ihres Greifarmes 211 die jeweilige
Endposition des Etikettenstapels selbsttätig ab, verfährt bzw. verschwenkt in die
Etikettenentnahmeposition und nimmt das oberste Etikett des Etikettenstapels auf,
wobei der Etikettenstapel selbst nicht bewegt wird (Fig.2 und 3), während bei der
in Fig. 1 gezeigten Möglichkeit der Greifarm 211 jeweils in die gleiche Entnahmeposition
verfährt, während der Etikettenstapel jeweils so nachgeführt wird, daß das zu entnehmende
Etikett im Entnahme - bereich zu liegen kommt. Die in der Vorrichtung 200 eingesetzten
Antriebseinrichtungen sind elektromotorischer Art, jedoch auch andersartig ausgebildete
und geeignete Antriebseinrichtungen können zur Anwendung gelangen. Das Etikettenstapelaufnahmebehältnis
50 bzw. 150 kann auch integrierter Bestandteil der Gesamtvorrichtung 200 sein.
[0030] Die in Fig. 4 gezeigte Ausführungsform der Vorrichtung 200 zur Entnahme von einzelnen
Gegenständen, insbesondere Web-, Druck- und Sticketiketten oder Kleinbauteilen von
einem Gegenstandsvorrat und zum Transport der erfaßten einzelnen Gegenstände in eine
vorgegebene Abnahmeposition besteht aus einer etwa senkrecht stehenden Führungsschiene
201 mit einem in Führungsschienenlängsrichtung mittels einer Antriebseinrichtung 230
verfahrbaren Schlitten. Die Verfahrbarkeit des Schlittens erfolgt in Pfeilrichtung
Y. Die Führungsschiene ist mit einer entsprechenden Profilgebung versehen, um ein
Halten und Führen des Schlittens 205 auf der Führungsschiene 201 zu gewährleisten.
Die beiden Enden der Führungsschiene 201 sind mit 201a und 201b bezeichnet. Mit ihrem
bodenseitigen Ende 201b ist die Führungsschiene 201 an einer Tragscheibe 330 befestigt,
die auf einer Standplatte 332 um eine senkrechte Achse 314 verdrehbar angeordnet ist.
Das Verdrehen um die senkrechte Achse 314 erfolgt über ein bei 333 angedeutetes Zahnradgetriebe
vermittels einer Antriebseinrichtung 334. Auf der Standplatte 332 ist in einem Abstand
von der Führungsschiene 201 mindestens ein oben und seitlich offen ausgebildetes Behältnis
150 für einen Stapel der zu erfassenden Gegenstände , z.B. Etiketten, angeordnet.
[0031] Der Schlitten 205 trägt in seinem unteren Bereich 205b den seitlich auskragenden
Greifarm 211 mit einer sich über die Greifarmlänge an der Greifarmunterseite erstreckenden
Führungsbahn 211b für ein an dieser entlanggeführtes Haftband 20 aus einem streifenförmigen
Träger mit einer außenseitigen Beschichtung 21 aus einem Haftklebstoff. Das Haftband
20 ist in gleicher Weise wie voranstehend zur Vorrichtung 200 beschrieben ausgebildet.
[0032] Das Haftband 20 ist um das freie, kopfartig ausgebildete Ende 212 des Greifarmes
211 unter Ausbildung einer kleinen Haftfläche als Gegenstandsgreifabschnitt 26 herumgeführt.
[0033] Der Schlitten 205 weist in seinem oberen Bereich 205a einen sich nach beiden Seiten
des Schlittens 205 erstreckenden, etwa parallel und in einem Abstand zu dem Greifarm
211 verlaufenden Tragarm 215 auf, dessen dem Greifarm 211 abgekehrter und rückwärtiger
Tragarmabschnitt 215a eine Vorratsrolle 222 für das Haftband 20 und der dem Greifarm
211 zugekehrte Tragarmabschnitt 215b eine Aufwickelrolle 223 für das Haftband 20 trägt.
Die Aufwickelrolle 223 ist mit einer Antriebseinrichtung 225 für einen kontinuierlichen
oder schrittweisen Vorlauf des Haftbandes 20 zur Erneuerung der jeweils haftunfähigen
Gegenstandsgreifabschnitte durch haftfähige Gegenstandsgreifabschnitte 26 verbunden.
Während bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform die Aufwickelrolle 223 dem Greifarm
211 zugekehrt an dem Tragarm 215 befestigt ist und die Vorratsrolle 222 im rückwärtigen
Bereich des Tragarmes 215 gelagert ist, besteht auch die Möglichkeit, eine umgekehrte
Anordnung der Vorratsrolle 222 und der Aufwickelrolle 223 vorzunehmen, nämlich insofern,
daß dann der Tragarm 215 des Schlittens 205 an seinem auskragenden und dem Greifarm
211 zugekehrten Abschnitt die Vorratsrolle 222 trägt, während der rückwärtige auskragende
Tragarmabschnitt 215a dann die Aufwickelrolle 223 aufnimmt. Der jeweilige Antrieb
der Vorratsrolle 222 oder der Aufwickelrolle 223 ist jeweils so ausgelegt, daß das
Haftband 20 über das freie Ende 212 des Greifarmes 211 führbar ist. Sowohl ein kontinuierlicher
Vorlauf als auch ein schrittweiser Vorlauf des Haftbandes 20 kann durch entsprechende
Steuerung der Antriebseinrichtung 225 vorgenommen werden.
[0034] Um den Schlitten 205 in Pfeilrichtung Y verfahren zu können, ist eine Antriebseinrichtung
230 vorgesehen, die bei dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel als Riementrieb
231 ausgebildet ist. Dieser Riementrieb besteht aus je einer an dem oberen Ende 201a
und an dem bodenseitigen Ende 201b der Führungsschiene 201 angeordneten Führungsrolle
232,233 und einem über diese Führungsrollen 232,233 geführten Riemen 235. Der der
Führungsschiene 201 zugekehrte Trum des Riemens 235 ist mit dem Schlitten 205 fest
verbunden, so daß bei einem Umlauf des Riemens in der einen Richtung oder in der anderen
Richtung der Schlitten 205 mit dem Greifarm 211 mitgenommen wird. Die bodenseitige
Führungsrolle 233 wird von einem Antriebsmotor 234 angetrieben, während für das Verdrehen
der Führungsschiene 201 mit dem Greifarm 211 um die senkrechte Drehachse 314 der bei
334 angedeutete Antrieb vorgesehen ist.
[0035] Wie Fig. 4 zeigt, weist die Führungsschiene 201 eine leicht geneigte Stellung auf,
während der Greifarm 211 in etwa im rechten Winkel zur Führungsschiene liegend ist.
Aufgrund dieser leicht geneigten Stellung der Führungsschiene 201 wird das Erfassen
einzelner Etiketten von dem Stapel ES aus dem Behältnis 150 erleichtert, d.h. es wird
eine großflächigere Druckauflage des freien Endes 212 des Greifarmes 211 auf den zu
erfasssenden Etiketten erreicht. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, die Führungsschiene
201 senkrechtstehend anzuordnen, während der Schwenkarm 211 um eine waagerechte Achse
in bezug auf seine Winkelstellung zur Führungsschiene 201 verändert werden kann. Bei
dieser Ausgestaltung ist dann der Greifarm 211 mittels in an sich bekannter Weise
ausgebildeter Feststelleinrichtungen, wie Rasteinrichtungen od.dgl. feststellbar,
so daß jede Winkelstellung einstellbar ist.
[0036] Die Vorrichtung 200 arbeitet vollautomatisch, indem die Antriebseinrichtungen 225,234
und 334 in einem Steuerwerk, d.h. einem Programmsteuerwerk 340, zusammengeführt sind.
über ein vorgegebenes Programm laufen die einzelnen Bewegungen des Greifarmes 211
ab, um einzelne Etiketten von dem Etikettenstapel ES zu entnehmen und in eine vorgegebene
Abnahmeposition zu überführen. Dadurch, daß der Greifarm 211 um 360° verschwenkbar
ist, d.h. eine Vollschwenkung vollziehen kann, besteht die Möglichkeit, daß von dem
Greifarm 211 jede Abnahmeposition um das Gerät herum erreichbar ist.
[0037] Bei dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel ist nur ein einziges Behältnis 150
mit einem Etikettenstapel ES angeordnet. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, z.B.
die Standplatte 332 kreisscheibenförmig auszubilden, wobei dann die senkrechte Verdrehachse
314 im Mittelpunkt der Standplatte 332 liegt. Am äußeren Umfang und im jeweils erforderlichen
Abstand von der Führungsschiene 201 können dann mehrere Behältnisse 150 nebeneinanderliegend
angeordnet sein, wobei jedes Behältnis einen Etikettenstapel mit unterschiedlich ausgebildeten
und beschrifteten Etiketten aufweist, so daß mittels des Schwenkarmes 211 nacheinander
die Etiketten aus den einzelnen Behältnissen entnommen werden können, wenn z.B. an
ein und derselben Abnahmeposition zwei unterschiedliche Etiketten gefordert werden.
[0038] Wie Fig. 12 und 13 zeigen, besteht das Behältnis 150 zur Aufnahme eines Etikettenstapels
aus einem etwa rechteckförmigen Verpackungskörper 170, und zwar aus einem Faltzuschnitt
aus Karton, Pappe od.dgl. Der Querschnitt des Behältnisses 150 entspricht dem Querschnitt
bzw. den Abmessungen der aufzunehmenden Etiketten. Die stirnseitige Wandfläche 171
des Behältnisses 150 ist mittels einer Trennperforation 172 an den die Wandfläche
171 begrenzenden Wandflächen 171,173,174,175,176 gehalten. Des weiteren ist eine Längswandfläche
173 des Verpackungskörpers 170 mit einem sich über die gesamte Wandflächenlänge erstreckenden
Wandabschnitt 177 versehen, der eine Breite aufweist, die der Breite des Schwenkarmes
11 oder des Greifarmes 211 oder des Aufnahmekopfes 112 der Vorrichtung 100 bzw. 200
entspricht. Dieser Wandabschnitt 177 ist mittels einer Trennperforation 178 derart
in der Wandfläche 173 gehalten, daß nach einem Heraustrennen der stirnseitigen Wandfläche
171 und des Wandabschnittes 177 eine zusammenhängende Einfahröffnung für den Schwenkarm
11 oder den Greifarm 211 erhalten wird, wie dies aus Fig. 13 ersichtlich ist.
[0039] Anstelle von Behältnissen 50 bzw. 150 können auch andersartig ausgebildete Behältnisse
zur Anwendung gelangen; so z.B. Behältnisse mit einer großen waagerechten Aufnahmefläche,
auf der reihenweise nebeneinander und übereinander angeordnet Kleinbauteile, wie z.B.
elektronische Bauelemente,angeordnet sind. Auch diese Kleinbauteile werden in gleicher
Weise durch Verschwenken des Greifarmes 211 einzeln erfaßt und zu einer vorgegebenen
Aufnahmeposition befördert. Auch bei dieser Ausführungsform sind die einzelnen Bewegungsabläufe
vorprogrammiert, so daß die Vorrichtung vollautomatisch arbeitet.
[0040] Die Fig. 5 bis 11 zeigen die Vorrichtung 200 in verschiedenen Schwenkstellungen des
Greifarmes 211. Zur Aufnahme eines Etiketts wird der Schlitten 205 mit seinem Greifarm
211 in das geöffnete Behältnis 150 so eingefahren und auf den Stapel ES in Pfeilrichtung
Y2 abgesenkt, bis der Greifabschnitt 26 des Haftbandes 20 an dem freien Ende des Greifarmes
auf dem obersten Etikett des Etikettenstapels ES zu liegen kommt. Nach leichtem Druck
auf das Etikett haftet dieses an dem Greifarm 211. Hierauf wird der Schlitten 205
in Pfeilrichtung Y3 nach oben verfahren, wodurch das vom Greifarm 211 aufgenommene
Etikett E vom Etikettenstapel 150 herausgeführt wird. (Fig. 6). Der Schlitten 211
wird dann in Pfeilrichtung Y4 weiter nach oben verfahren, bis das freie Ende des Greifarmes
211 mit dem Etikett E in einem Abstand oberhalb des Behältnisses 150 zu liegen kommt
(Fig. 7). Danach wird die Führungsschiene 201 mit dem Schlitten 205 und dem Greifarm
211 in Pfeilrichtung Y5 verschwenkt, wobei gleichzeitig der Schlitten 205 nach unten
verfahren wird (Fig. 8). Die Abwärtsbewegung des Schlittens 205 mit dem Greifarm 211
in Pfeilrichtung Y5 kann bei gleichzeitigem Weiterdrehen der Vorrichtung fortgesetzt
werden, bis z.B. der Greifarm 211 die in Fig. 9 gezeigte Abnahmeposition eingenommen
hat. Bei einer weiteren Drehung der Vorrichtung und bei gleichzeitigem weiteren Absenken
des Greifarmes 211 kann die in Fig. 10 gezeigte tiefste Abnahmeposition erreicht werden.
Sollte darüber hinaus der Greifarm 211 um eine waagerechte Achse an dem Schlitten
205 noch weiter nach unten verschwenkbar sein, dann kann eine Abnahmeposition erreicht
werden, die unterhalb der von der Standplatte 332 gebildeten Ebene liegt. Letztlich
kann die Vorrichtung weitergedreht werden, bis der Greifarm 211 die in Fig. 11 gezeigte
Abnahmeposition einnimmt. Hat der Greifarm 211 diese Position erreicht, dann wird
er wieder nach oben verfahren und in die Position gebracht, in der der Greifarm 211
zur Aufnahme eines neuen Etikettes auf den Etikettenstapel ES absenkbar ist.
[0041] Der Arbeitsbereich der Vorrichtung 200 wird noch dadurch erhöht, daß die Standplatte
332 als Schlitten ausgebildet und auf einer Führungsschiene 240 in Pfeilrichtung Z
verfahrbar ist, wozu der bei 291 angedeutete Schlitten mit einer Antriebseinrichtung
versehen ist (Fig. 11). Als Antrieb für das wechselseitige Verfahren des Schlittens
205 mit dem Greifarm 211 kann auch anstelle eines Riementriebes 230 eine andersartig
ausgebildete Antriebseinrichtung Verwendung finden, wie z.B. ein Zahnstangentrieb.
In diesem Falle ist die Führungsschiene 201 als Zahnstange mit seitlichen Führungen
für den Schlitten 205 ausgebildet, der mit einem Antriebsritzel versehen ist, dessen
Zähne mit den Zähnen der Zahnstange kämmen. Die Vorrichtung 200 kann in den Arbeitsprozeß
einer Maschine als Zubringer vereinzelter Gegenstände integriert werden. Ist der Greifarm
211 an dem Schlitten 205 um eine waagerechte Achse verschwenkbar gelagert und mittels
einer Antriebseinrichtung verschwenkbar, dann können eine Vielzahl von Abnahmepositionen
eingenommen werden, wobei dann auch die Bewegungsabläufe des Greifarmes 211 in die
Bewegungsabläufe der vollautomatisch arbeitenden Vorrichtung 200 mit einbezogen werden.
[0042] Das Prinzipschaltbild gemäß Fig. 14 der für die Vorrichtung nach Fig. 4 verwendeten
Elektronik ist wie folgt aufgebaut: Der Fühler 45 ist in unmittelbarer Nähe des Endes
212 des Greifarmes 211 angeordnet und ist als Näherungssensor ausgebildet , so daß
er feststellen kann, ob sich ein Etikett an dem Ende 212 befindet oder nicht. Vorzugsweise
ist der Sensor farbunempfindlich, so daß Etiketten unterschiedlicher Farbe gleichermaßen
verwendet werden können. Neben der in Fig. 14 dargestellten optischen Ausführung des
Sensors 45 kommt beispielsweise auch ein Ultraschall-Näherungssensor oder aber ein
sehr leichtgängiger mechanischer Fühler in Betracht. Das Ausgangssignal des Sensors
45 wird einem Verstärker 260 zugeführt. Dessen Ausgangssignal wird einem A/D-Wandler
261 zugeführt, der beispielsweise eine Auflösung von 8 Bit hat. Das Ausgangssignal
des A/D-Wandlers wird dem als Mikrocomputer ausgebildeten Programmschaltwerk 340 zugeführt.
Der Mikrocomputer 340 weist eine Mehrzahl von Ausgangsanschlüssen auf, die über eine
Datenleitung 262 mit einem Mehrkanal-D/A-Wandler 263 verbunden ist. Der D/A-Wandler
263 ist in der Lage, mittels einer an sich bekannten Sample/Hold-Technik drei digitale
Eingangssignale parallel in analoge Ausgangssignale zu überführen. Die Ausgangssignale
des D/A-Wandlers 263 werden Treibververstärkern 264a, 264b, 264c zugeführt. Die Treiberverstärker
264a bis 264c steuern die Antriebseinrichtungen 225, 234 bzw. 334 für den Klebeband-Vortrieb,
die Höhenverstellung des Schlittens 205 bzw. die Drehposition der gesamten Vorrichtung
200 an. In dem in Fig. 14 dargestellten Ausführungsbeispiel weisen diese Antriebseinrichtungen
Gleichstrommotoren auf. Zur Erfassung der jeweiligen Lage der je von den Antriebseinrichtungen
angetriebenen Einrichtungen sind daher Lagesensoren vorgesehen, die schematisch bei
365 dargestellt sind. Die Ausgangssignale der Lagesensoren 365 werden dem Mikrocomputer
340 zugeführt.
[0043] Ferner ist ein Bedienpult 266 vorgesehen. Das Bedienpult 266 weist neben dem - nicht
dargestellten - üblichen Netzschalter für die gesamte Vorrichtung zwei Betätigungselemente
AUTO und MAN auf. Das Bedienpult 266 ist ebenfalls an den Mikrocomputer 340 angeschlossen.
Durch Betätigung des Betätigungselementes AUTO wird der Automatikbetrieb der Vorrichtung
eingeschaltet.
[0044] Der Automatikbetrieb wird im folgenden anhand von Fig. 15 beschrieben:
In Fig. 15 sind vier Zeitdiagramme in zeitlicher Zuordnung zueinander dargestellt.
Das Diagramm I zeigt die Höhe h des Schlittens 205 gegenüber der Tagscheibe 330. Dies
entspricht der Position der Antriebseinrichtung 234. Das Diagramm II zeigt die Winkelstellung
des Tragarms 215 gegenüber dem Etikettenstapel ES, entsprechend der Lage der Antriebseinrichtung
334. Das Diagramm III zeigt die Ausgangsspannung des Sensors 45. Das Diagramm IV zeigt
die Vortriebsgeschwindigkeit der Antriebseinrichtung 225 für das Haftklebeband 20.
[0045] Nachdem der Greifarm 211 ein Etikett aufgenommen hat, wird zunächst zum Zeitpunkt
A der Schlitten aus einer mittleren Stellung, der der gerade bestehenden Resthöhe
des Etikettenstapels entspricht, in die höchste Stellung gefahren, so daß der Greifarm
211 frei schwenkbar ist. Dies ist zum Zeitpunkt B geschehen. Zur gleichen Zeit wird
die Antriebseinrichtung 334 eingeschaltet, die die Tragplatte mitsamt dem Greifarm
211 dreht. Die Abgabeposition kann sich beispielsweise im Winkel von 180° gegenüber
der Position des Etikettenstapels ES befinden. Nach einem vorgegebenen Zeitintervall
(c) nach dem Beginn des Schwenkens schaltet der Mikrocomputer 340 die Antriebseinrichtung
234 dergestalt ein, daß der Schlitten 205 auf eine Höhe fährt, die für die Abgabeposition
erforderlich ist. Sobald die Vorrichtung 200 die Abgabeposition erreicht hat (Zeitpunkt
D), werden alle Motoren abgeschaltet und die Vorrichtung verbleibt in dieser Stellung,
bis das Etikett abgenommen wird.
[0046] Die Entfernung des Etiketts von dem Aufnahmekopf 212 wird durch den Sensor 45 erkannt.
Das Ausgangssignal des Sensors 45 wird über den Verstärker 260 verstärkt und über
den A/D-Wandler 261 digitalisiert und in den Mikrocomputer 240 mit einem Schwellwert
verglichen, der per Programm einstellbar ist. Dieser digitale Schwellwert entspricht
der Ausgangsspannung S des Sensors 45, die wiederum unterhalb der Ausgangsspannung
des Sensors beim Anhaften der dunkelsten verwendeten Etiketten liegt.
[0047] Bei der Abnahme des Etiketts von dem Greifarm 211 unterschreitet das Ausgangssignal
des Sensors 45 zum Zeitpunkt E den Schwellwert S. Dies wird von dem Mikrocomputer
als Signal dafür interpretiert, daß ein neues Etikett bereitgestellt werden soll.
Dazu wird zunächst die Antriebseinrichtung 334 eingeschaltet und kurz darauf zum Zeitpunkt
F die Antriebseinrichtung 234, die den Schlitten 205 auf die maximale Höhe fährt,
bevor der Greifarm 211 in den Bereich des Etikettenstapels gelangen kann. Zum Zeitpunkt
G hat der Schlitten 205 die maximale Höhe erreicht, und zum Zeitpunkt H hat der Greifarm
211 die Winkelstellung des Etikettenstapels (0° ) erreicht. Ebenfalls zum Zeitpunkt
H schaltet der Mikrocomputer die Antriebsvorrichtung 234 erneut ein, um den Schlitten
205 auf die Höhe des Rest-Etikettenstapels abzusenken. Da das nächste Etikett entnommen
wird, ist diese Höhe etwas tiefer als die Höhe beim vorigen Zyklus, was in Fig. 15
durch die Höhendifferenz d angedeutet ist. Während der Annäherung an den Etikettenstapel
steigt das Ausgangssignal des Fühlers 45 an, bis es zum Zeitpunkt I eine Höhe erreicht
hat, die darauf hindeutet, daß das Etikett anhaftet. Dadurch wird die Antriebseinrichtung
234 abgeschaltet.
[0048] Das sichere Anhaften des Etiketts wird dadurch sichergestellt, daß kurz nach dem
Zeitpunkt I, zum Zeitpunkt I₁, der Schlitten 205 erneut abgesenkt wird, so daß ein
Andruck des obersten Etiketts des Etikettenstapels ES an das Ende 212 des Greifarmes
erfolgt. Dieser Druck wird kurz Zeit später (Zeitpunkt I₂) wieder gelöst, indem der
Schlitten 205 wieder auf die ursprüngliche Höhe, die er zwischen dem Zeitpunkt I und
I₁ innehatte, hochgefahren wird.
[0049] Das Maß des Drucks entsprechend dem Maß der Absenkung a läßt sich leicht auf eine
gewünschte Größe einprogrammieren. In besonders vorteilhafter Weise ist die Absenkung
a bei vollem Etikettenstapel relativ groß und bei nahezu leerem Etikettenstapel klein.
Dies läßt sich leicht durch ein entsprechendes Programm im Mikrocomputer 340 bewerkstelligen.
[0050] Zum Zeitpunkt K wird der Schlitten 205 erneut in die oberste Stellung gefahren, die
er zum Zeitpunkt L erreicht. Die weitere Steuerung der Vorrichtung 200 durch den mikrocomputer
350 entspricht derjenigen des vorigen Zyklus, wobei die Zeitpunkte L,M und N den Zeitpunkten
B, C und D entsprechen.
[0051] Der Mikrocomputer zählt ferner die Anzahl der Etikettenabgabe-Zyklen und transportiert
das Klebeband 20 nach einer vorgegebenen Anzahl von Abgabezyklen (beispielsweise 3)
um ein der Größe des maximal verwendeten Etiketts entsprechendes Maß weiter. Diese
Größe kann ebenfalls programmiert werden und entspricht der Differenz der Zeitpunkte
O und P, zu denen die Antriebseinrichtungen 225 für das Haftklebeband ein- bzw. ausgeschaltet
werden.
[0052] Ferner ist auch die Einschaltung des manuellen Betriebs durch die Betätigung des
Betätigungskopfes MAN möglich. In diesem Betriebszustand müssen die Antriebseinrichtungen
durch weitere, in Fig. 14 nicht dargestellte Betätigungselemente solange eingeschaltet
verbleiben, bis die gewünschte Position des Greifarmes 211 erreicht ist.
[0053] Es ist jedoch auch möglich, die jeweiligen Positionen in einer Art und Weise zu programmieren,
wie es aus dem Bereich numerisch gesteuerter Werkzeugmaschinen an sich bekannt ist,
und die Vorrichtung 200 lediglich im erläuterten Automatik-Betrieb arbeiten zu lassen.
[0054] Die Programmierung der einzelnen Parameter kann entweder über weitere Betätigungselemente
oder aber durch einen angeschlossenen Zentralcomputer erfolgen, der mehrere der beschriebenen
Vorrichtungen überwacht und steuert.
1. Vorrichtung zur Entnahme von einzelnen Gegenständen, insbesondere Web-, Druck- und
Sticketiketten,von einem Gegenstandsvorrat in Form eines Stapels und zum Transport
der erfaßten einzelnen Gegenstände in eine vorgegebene Abnahmeposition, wobei die
Vorrichtung (200) aus einem Traggestell mit einem in diesem angeordneten Greifarm
(211) für ein Haftband (20) aus einem streifenförmigen Träger mit einer außenseitigen
Beschichtung (21) aus einem Haftklebstoff, das um das freie, kopfartig ausgebildete
Ende (212) des Greifarmes (211) unter Ausbildung einer kleinen Haftfläche als Gegenstandsgreifabschnitt
(26) herumgeführt ist und das Traggestell im Befestigungs- oder Anlenkungsbereich
(13) des Greifarmes (211) eine Haftband-Vor-ratsrolle (22,222) und eine Haftband-Aufwickelrolle
(23,223) trägt, von denen die Haftband-Aufwickelrolle (23,223) mit einer Antriebseinrichtung
(125,225) für einen kontinuierlichen oder schrittweisen Vorlauf des Haftbandes (20)
zur Erneuerung des jeweils haftunfähigen Gegenstandsgreifabschnittes durch einen haftfähigen
Gegenstandsgreifabschnitt (26) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung
(200) aus einer etwa senkrecht stehenden Standsäule (30) mit einer in Standsäulenlängsrichtung
verlaufenden Führungsschiene (201) mit einem in Führungsschienenlängsrichtung mittels
einer Antriebseinrichtung (230) verfahrbaren Schlitten (205) besteht, der in seinem
unteren Bereich (205b) einen seitlich auskragenden, stabförmigen Greifarm (211) mit
einer sich über die Greifarmlänge an der Greifarmunterseite erstreckenden Führungsbahn
(211b) für das an dieser entlang geführte Haftband (20) und wobei der in seinem oberen
Bereich (205a) einen sich nach beiden Seiten des Schlittens (205) erstreckenden, etwa
parallel und in einem Abstand zu dem Greifarm (211) verlaufenden Tragarm (215) aufweist,
dessen dem Greifarm (211) abgekehrter, rückwärtiger Tragarmabschnitt (215a) die Vorratsrolle
(222) für das Haftband (20) und der dem Greifarm (211) zugekehrte Tragarmabschnitt
(215b) die Aufwickelrolle (223) für das Haftband (20) trägt, daß als Antriebseinrichtung
(230) für den Schlitten (205) ein Riementrieb (231) vorgesehen ist, der aus je einer
an dem oberen Ende (201a) und an dem bodenseitigen Ende (201b) der Führungsschiene
(201) angeordneten Führungsrolle (232,233) und einem über diese Führungsrollen (232,233)
geführten Riemen (235) besteht, dessen der Führungsschiene (201) zugekehrter Trum
mit dem Schlitten (205) fest verbunden ist, wobei die bodenseitige Führungsrolle (233)
mit einem Antriebsmotor (234) verbunden ist, und daß die Führungsschiene (201) mit
ihrem bodenseitigen Ende (201b) an einer Tragscheibe (330) befestigt ist, die auf
einer Standplatte (332) um eine senkrechte Achse (314) verdrehbar angeordnet und die
über ein Zahnradgetriebe (333) mit einer Antriebseinrichtung (334) verbunden ist,
wobei auf der Standplatte (332) in einem Abstand von der Führungsschiene (201) mindestens
ein oben und seitlich offen ausgebildetes Behältnis (50;150) für einen Stapel der
zu erfassenden Gegenstände angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für das Verdrehen des Traggestells
(210) mit dem Greifarm (211) um die senkrechte Achse (14;114) vorzugsweise elektromotorische
Antriebseinrichtungen (15;334) vorgesehen sind, die zusammen mit der Antriebseinrichtung
(125;225) für den Vorlauf des Haftbandes (20) in einer Steuereinrichtung (40;340)
zusammengeführt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifarm (211)
an seinem freien Ende (212) eine z.B. kugelförmig ausgebildete Verstärkung als Aufnahmekopf
(112;312) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Schwenkbereich des
freien Endes des Greifarmes (211) mindestens ein auf der Standplatte (332) angeordnetes,
oben und seitlich offen ausgebildetes Behältnis (150) für einen Stapel (ES) der zu
erfassenden Etiketten angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Behältnis (150) aus einem
etwa rechteckförmigen Verpacksungskörper (170) aus einem Faltzuschnitt aus Karton,
Pappe od.dgl. besteht, dessen Querschnitt dem Querschnitt der zu einem Stapel zusammengefaßten
Gegenstände, wie z.B. Etiketten, entspricht und dessen eine stirnseitige Wandfläche
(171) mittels einer Trennperforation (172) an den die Wandfläche (171) begrenzenden
Wandflächen (173,174,175,176) gehalten ist, und daß eine Längswandfläche (173) des
Verpackungskörpers (170) mit einem sich über die gesamte Wandflächenlänge erstreckenden
Wandabschnitt (177) versehen ist, der eine Breite aufweist, die der Breite des Greifarmes
(211) oder des Aufnahmekopfes (112) der Vorrichtung (200) entspricht und der mittels
einer Trennperforation (178) derart in der Wandfläche (173) gehalten ist, daß nach
einem Heraustrennen der stirnseitigen Wandfläche (171) und des Wandabschnittes (177)
eine zusammenhängende Einfahröffnung für den Greifarm (211) erhalten wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der streifenförmige
Träger des Haftbandes (20) aus einem Trägerband mit einer Farbbeschichtung auf der
den Haftkleber tragenden Seite besteht, wobei der Haftkleber auf der Farbbeschichtung
angeordnet ist, und daß im Bereich des freien, kopfartig ausgebildeten Endes des Greifarmes
(211) eine den nach Verbrauch des Haftklebers im Gegenstandsgreifabschnitt (26) freigelegten
Farbabschnitt erfassende fotoelektrische Farb-Abtasteinrichtung angeordnet ist, vermittels
der der Vorschub des Haftbandes (20) steuerbar ist.
1. Device for removing single articles, in particular woven, printed and embroidered
labels from a stock of articles in the form of a stack and for transporting the grasped
single articles into a predetermined reception position, in which the device (200)
comprising a supporting frame with a seizing arm (211) for an adhesive tape (20) from
a strip-shaped carrier with an external coating (21) of an adhesive which is passed
around the free head-like-constructed end (212) of the seizing arm (211) while forming
a small adhesive surface in the form of an article-grasping section (26) and the supporting
frame, within the attachment or hinging area (13) of the seizing arm (211), carries
an adhesive tape supply roll (22,222) and an adhesive tape take-up reel (23,223),
of which the adhesive tape take-up reel (23,223) is connected to a driving means (125,225)
for a continuous or intermittent advance of the adhesive tape (20) for replacing the
respective non-adhesive article grasping section with an adhesive article grasping
section (26), characterized in that the device (200) comprises an approximately vertical
standard (30) with a guide rail (201) proceeding in the longitudinal direction of
the standard with a carriage (205) which is displaceable in the longitudinal direction
of the guide rail with the aid of a driving means (230) which, within its lower area
(205b), is provided with a laterally projecting, rod-like seizing arm (211) with a
guide track (211b) extending across the length of the seizing arm on the underside
of the seizing arm for the adhesive tape passed along the same, and wherein the same,
within its upper area (205a), is provided with a supporting arm (215) extending to
both sides of the carriage (205) and proceeding approximately parallel to and at a
distance from the seizing arm section (215a) which faces away from the seizing arm
(211) carries the supply roll (222) of adhesive tape (20) and the supporting arm section
(215b) which faces the seizing arm carries the take-up reel (223) of the adhesive
tape (20), in that, as a driving means (230) for the carriage (205), a belt drive
(231) is provided which comprises one guide pulley each (232,233) disposed on the
upper end (201a) and at the bottom end (201b) of the guide rail (201) and a belt (235)
run over these guide pulleys (232,233), whose strand facing the guide rail (201) is
rigidly connected to the carriage (205), while the bottom guide pulley (233) is connected
to a drive motor (234) and in that the guide rail (201), with its bottom end (201b),
is secured to a supporting disk (330) which is disposed on a base plate (332) so as
to be rotatable about a vertical shaft (314) and which, by means of a gear wheel drive
(333), is connected to a drive means (334), while on the base plate (332), at a distance
from the guide rail (201), at least one container (50;150) which is constructed so
as to be open at the top and at the sides for a stack of the articles to be grasped
is disposed.
2. Device according to Claim 1, characterized in that, for the rotation of the supporting
frame (210) with the seizing arm (211) about the vertical shaft (14;114), preferably
electromotive driving means (15;334) are provided which, together with the driving
means (125;225), for advancing the adhesive tape (20), are brought together in a control
unit (40;340).
3. Device according to Claim 1 and 2, characterized in that the seizing arm (211), at
its free end (212), is provided with an e.g. spherically constructed reinforced portion
to serve as receiving head (112;312).
4. Device according to Claims 1 to 3, characterized in that, within the swivelling area
of the free end of the seizing arm (211), at least one container (150) disposed on
the base plate (332) and constructed so as to be open at the top and at the sides
is arranged for a stack (ES) of the labels to be grasped.
5. Device according to Claim 4, characterized in that the container (150) comprises an
approximately rectangular packaging body (170) made up of a folding blank of cardboard,
pasteboard or the like, the cross-section of which corresponds to the cross-section
of the articles, such as e.g. labels combined into a stack, and the one front-end
wall area of which (171) is retained by means of a cutting perforation (172) on the
wall surfaces (173,174,175,176) delimiting the wall area (171), and in that a longitudinal
wall area (173) of the packaging body (170) is provided with a wall section (177)
that extends across the entire length of the wall areas and which possesses a width
which corresponds to the width of the sizing arm (211) or of the receiving head (112)
of the device (200) and which, with the aid of a cutting perforation (178), is retained
within the wall area (173) in such a way that, subsequent to a cutting out of the
front-end wall area (171) and of the wall section (177), a cohesive inserting aperture
for the seizing arm (211) is obtained.
6. Device according to Claims 1 to 5, characterized in that the strip-shaped carrier
of the adhesive tape (20) comprises a supporting tape with a color coating on the
side to which the adhesive is applied, and in that, within the area of the free, head-like-constructed
end of the seizing arm (211), a photoelectric color scanning device is disposed which
detects the color section exposed in the article grasping section after the adhesive
has been used up, with the aid of which the advance of the adhesive tape can be controlled.
1. Dispositif pour prélever des articles individuels, en particulier des étiquettes tissées,
imprimées et brodées ou des petits éléments d'un stock d'articles en forme de pile
et pour transporter les articles individuels saisis dans une position de réception
prédéfinie, le dispositif (200) étant composé d'un châssis porteur avec un bras de
préhension (211) placé dans celui-ci pour une bande adhésive (20) composée d'un support
en forme de bande avec une enduction (21), constituée par une colle adhésive sur la
face extérieure, bande qui est guidée autour de l'extrémité (212) libre, configurée
à la façon d'une tête, du bras de préhension (211) en formant une petite surface adhésive
comme section de préhension d'articles (26) et le châssis porteur portant, dans la
zone de fixation ou d'articulation (13) du bras de préhension (211), un rouleau d'approvisionnement
en bande adhésive (22, 222) et un rouleau d'enroulement de bande adhésive (23, 223),
le rouleau d'enroulement de bande adhésive (23, 223) étant relié à un dispositif de
commande (125, 225) pour l'avance continue ou progressive de la bande adhésive (20)
pour renouveler la section de préhension d'articles respective qui n'adhère pas par
une section de préhension d'articles adhésive (26), caractérisé en ce que le dispositif
(200) est constitué par une colonne (30) qui se tient à peu près verticalement avec
un rail de guidage (201) dans le sens longitudinal de la colonne avec un coulisseau
(205) déplaçable dans le sens longitudinal du rail de guidage au moyen d'un dispositif
de commande (230), coulisseau qui présente, dans sa zone inférieure (205b), un bras
de préhension (211) en forme de barre qui fait saillie latéralement avec une glissière
de guidage (211b) qui s'étend sur la longueur du bras de préhension sur la face inférieure
du bras de préhension, pour la bande adhésive (20) guidée le long de cette glissière
et qui présente, dans sa zone supérieure (205a), un bras porteur (215) qui s'étend
à peu près parallèlement des deux côtés du coulisseau (205) et à une certaine distance
du bras de préhension (211), bras porteur dont la partie arrière (215a), détournée
du bras de préhension (211), porte le rouleau d'approvisionnement (222) pour la bande
adhésive (20) et dont la partie (215b) tournée vers le bras de préhension (211) porte
le rouleau d'enroulement (223) pour la bande adhésive (20), qu'il est prévu, comme
dispositif de commande (230) pour le coulisseau (205), une commande à courroie (231)
qui se compose d'une poulie de guidage (232, 233) placée à chacune des extrémités,
respectivement à l'extrémité supérieure (201a) et à l'extrémité du côté du sol (201b)
du rail de guidage (201) et d'une courroie (235) guidée sur ces poulies de guidage
(232, 233) dont le brin qui est tourné vers le rail de guidage (201) est relié de
manière fixe au coulisseau, la poulie de guidage (233) du côté du sol étant reliée
à un moteur de commande (234) et que le rail de guidage (201) est relié, par son extrémité
(201b) du côté du sol, à un disque porteur (330) qui est placé sur une plaque (332)
en étant rotatif autour d'un axe vertical (314) et qui est relié à un dispositif de
commande (334) par un engrenage (333), au moins un conteneur (50, 150) formé en étant
ouvert en haut et sur les côtés pour une pile d'articles à saisir étant placé sur
la plaque (332) à une certaine distance du rail de guidage (201).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que des dispositifs de commande
(15 ; 334), de préférence électromoteurs, sont prévus pour la rotation du châssis
porteur (210) avec le bras de préhension (211) autour de l'axe vertical (14 ; 114),
dispositifs de commande qui sont réunis avec le dispositif de commande (125 ; 225)
pour l'avance de la bande adhésive (20) en un dispositif de commande (40 ; 340).
3. Dispositif selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le bras de préhension
(211) présente, à son extrémité libre (212), un renforcement, configuré par exemple
en forme de boule, comme tête de logement (112 ; 312).
4. Dispositif selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'au moins un conteneur
(150), formé en étant ouvert en haut et sur les côtés et placé sur la plaque (332),
pour une pile (ES) d'étiquettes à saisir est placé dans la zone de pivotement de l'extrémité
libre du bras de préhension (211).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que le conteneur (150) est
constitué par un corps d'emballage (170) de forme approximativement rectangulaire
formé par une pièce découpée pliante en carton, carton-pâte ou équivalent dont la
section correspond à la section des articles réunis en une pile, tels que, par exemple,
des étiquettes, et dont une face de paroi sur le devant (171) est maintenue sur les
faces de paroi (173, 174, 175, 176) qui délimitent la face de paroi (171) au moyen
d'une perforation de séparation (172) et qu'une face de paroi longitudinale (173)
du corps d'emballage (170) est pourvue d'une section de paroi (177), qui s'étend sur
toute la longueur de la face de paroiet qui présente une largeur qui correspond à
la largeur du bras de préhension (211) ou de la tête de logement (112) du dispositif
(200) et qui est maintenue par une perforation de séparation (178) dans la face de
paroi (173) de manière telle que l'on obtient, après avoir enlevé par séparation la
face de paroi sur le devant (171) et la section de paroi (177), une entrée continue
d'une pièce pour le bras de préhension (211).
6. Dispositif selon les revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le support en forme
de bande de la bande adhésive (20) est constitué par une bande de support avec une
enduction de couleur sur la face qui porte la colle adhésive, la colle adhésive étant
placée sur l'enduction de couleur et qu'un dispositif photoélectrique détecteur de
couleur, qui détecte la section de couleur mise à nu dans la zone de préhension d'articles
(26) après consommation de la colle adhésive est placé dans la zone de l'extrémité
libre du bras de préhension (211) configurée à la façon d'une tête, dispositif détecteur
au moyen duquel l'avance de la bande adhésive (20) peut être commandée.