(19)
(11) EP 0 259 800 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
29.01.1992  Patentblatt  1992/05

(21) Anmeldenummer: 87112970.6

(22) Anmeldetag:  04.09.1987
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5H01H 71/10

(54)

Zweipoliger Leitungsschutzschalter

Bipolar automatic cutout

Disjoncteur de protection de ligne bipolaire


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI

(30) Priorität: 09.09.1986 DE 3630643

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
16.03.1988  Patentblatt  1988/11

(73) Patentinhaber: Asea Brown Boveri Aktiengesellschaft
68309 Mannheim (DE)

(72) Erfinder:
  • Schmitt, Volker
    D-6901 Bammental (DE)
  • Goehle, Rolf
    D-6906 Leimen (DE)

(74) Vertreter: Rupprecht, Klaus, Dipl.-Ing. et al
c/o ABB Patent GmbH, Postfach 10 03 51
68128 Mannheim
68128 Mannheim (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 161 968
DE-A- 2 048 256
US-A- 3 193 646
DE-A- 1 286 188
DE-A- 2 234 423
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen zweipoligen Leitungsschutzschalter nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

    [0002] Zweipolige Leitungsschutzschalter dienen verschiedenen Zwecken, so z. B. zur Absicherung von einphasigen Leitungszügen mit gleichzeitiger Trennung des Nulleiters. Eine andere Einsatzmöglichkeit besteht darin, das Abschaltvermögen durch Kopplung der beiden Kontaktunterbrechungsstellen, d. h. durch Doppelunterbrechung, zu erhöhen. Auch wird häufig aus Platzgründen auf raumsparende zweipolige Leitungsschutzschalter zurückgegriffen, wobei allerdings zwei elektrisch voneinander getrennte Leiternetze gleichzeitig durch gemeinsame mechanische Betätigung geschaltet werden.

    [0003] Ein zweipoliger Leitungsschutzschalter in Schalenbauweise ist aus der DE-OS 2 234 423 bekanntgeworden, die einen Installationsselbstschalter mit einem Kurzschluß-und/oder einem Überstromauslöser, mit einem Schaltmechanismus und zwei Kontakt-Unterbrechungsstellen beschreibt. Der Schaltmechanismus ist bei diesem Schalter mittig angeordnet und wird durch entsprechende Ansätze an den Gehäuseschalen gehalten, während die Kontakt- Unterbrechungsstellen seitlich in beiderseits des Schaltmechanismus befindlichen Lichtbogenkammern angeordnet sind. Diese Ausbildung gestattet es, den für einpolige Selbstschalter in Schalenbauweise mit Einfachunterbrechung üblichen Schaltmechanismus zu verwenden und die Auslösebewegung vom Auslöser über ein traversenähnliches Brückenelement auf die beweglichen Kontaktstücke zu übertragen. Darüberhinaus ist das Gehäuse durch zwei Einzelgehäuseteile gebildet, die eine Napfform aufweisen und mit ihrer offenen Seite gegeneinander gerichtet sind.

    [0004] Aus der DE-AS 12 86 188 ist ein Leitungsschutzschalter mit einem Hilfskontakt bekannt geworden, bei dem der Auslöser in einem Raum des Gehäuses zusammen mit Schaltwerksteilen und einer Kontaktstelle untergebracht ist, wogegen der parallel dazu verlaufende Raum eine Hilfskontaktstelle aufweist, bei der am Hilfskontakt eine Traverse angeformt ist, die in den Raum des Schaltgerätes mit den Auslöser hineinragt, so daß bei Betätigung des Hauptkontakthebels durch den Auslöser der Hilfskontakthebel von dem Hauptkontakthebel betätigt wird.

    [0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen zweipoligen Leitungsschutzschalter der eingangs genannten Art anzugeben, der einfach aufgebaut und wirtschaftlich herstellbar ist und bei dem die Betätigung der beiden Schalterpole mit nur einem Magnetauslöser erfolgt, wobei eine bestmögliche Raumausnutzung innerhalb des Schaltergehäuses verwirklicht sein soll.

    [0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1.

    [0007] Erfindungsgemäß also ist ein Brückenelement vorgesehen, das von dem in einer Hälfte des Gehäuses befindlichen Magnetauslöser verdreht wird, wobei das Brückenelement für eine synchrone Beaufschlagung der Schaltkontakte und der Schaltwerke sorgt. Durch das Führungsteil mit den zwei parallelen Führungsflächen wird ein Verkanten des Brückenelementes bei der Betätigung durch den Anker des Magnetauslösers vermieden.

    [0008] Die Breite der Führungsflächen kann dabei so festgelegt sein, daß sie wenigstens der Länge des Stellweges des Schlagankers entspricht. Die Höhe der Führungsflächen, d. h. der Abstand zwischen der Traverse und der Drehachse, beträgt etwa zwei mal die Breite der Führungsflächen, während die Dicke des Führungsteils, d. h. der Abstand der Führungsflächen voneinander, etwa deren halber Breite entspricht. Es hat sich herausgestellt, daß mit einer derartigen Ausgestaltung eine optimale Führung des Brückenelementes bewirkt wird.

    [0009] Wenn der zweipolige Leitungsschutzschalter so aufgebaut ist, daß die Schaltebenen mit den Schaltpolen jeweils in einem eigenen Polgehäuse untergebracht sind, wobei die Polgehäuse nebeneinander liegen und sich mit zwei Trennwänden berühren, dann ist es zweckmäßig, die spaltförmige Ausnehmung zwischen den Trennwänden anzuordnen, wobei gemäß kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 3 eine der Trennwände eine Auswölbung aufweisen kann, die die spaltförmige Ausnehmung auf einer Seite umgrenzt, wobei die andere Seite der spaltförmigen Ausnehmung durch die Trennwand des anderen Polgehäuses gebildet wird.

    [0010] Um die Führung des Brückenelementes noch zu verbessern, können an den Führungsflächen senkrecht dazu Wellenzapfen angeformt sein, die in entsprechend angepaßte Vertiefungen in den Seitenwänden der spaltförmigen Ausnehmung eingreifen, wobei die Mittelachsen der Wellenzapfen mit der Drehachse des Brückenelementes fluchten. Hierdurch wird eine eindeutige Drehachse für das Brückenelement definiert, so daß eine Verkantung des Brückenelementes mit Sicherheit vermieden wird.

    [0011] In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung wird die Traverse bereichsweise von Brückenelement umfaßt, wobei das Brückenelement den Abstand zwischen den Schaltwerken überdeckt, so daß die Traverse nur an den die Schaltwerke betätigenden Enden aus dem Brückenelement heraustritt.

    [0012] Vorzugsweise wird das Brückenelement gemeinsam mit den Führungsflächen und den angeformten Wellenzapfen sowie mit der Traverse als einstückiges Formstück aus Isolierstoff gefertigt. Als Isolierstoff kommt Kunststoff, ggf. auch faserverstärkter Kunststoff, in Betracht, welcher im Spritzgußverfahren verarbeitet wird. Es kann aber auch vorgesehen sein, das Brückenelement aus anderen Isolierstoffen, z. B. keramischen Formmassen, ggf. mit einer stützenden Einlage aus Draht oder ähnlichem, herzustellen.

    [0013] Eine weitere Möglichkeit besteht darin, das Brückenelement mittels Massivumformung, z. B. im Warmpreßverfahren, aus entsprechendem Einsatzmaterial herzustellen.

    [0014] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ist in dem Unteranspruch 4 dargestellt.

    [0015] Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist, sollen die Erfindung, vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung sowie weitere Vorteile näher erläutert und beschrieben werden.

    [0016] Es zeigen:
    Figur 1
    eine ausschnittweise Seitenansicht eines zweipoligen Leitungsschutzschalters mit geschlossenem Kontakt
    Figur 2
    eine Draufsicht der Anordnung gemäß Figur 1
    Figur 3
    eine ausschnittweise Seitenansicht eines Leitungsschutzschalters mit geöffnetem Kontakt
    Figur 4
    eine Draufsicht der Anordnung gemäß Figur 3
    Figur 5
    eine perspektivische Darstellung eines Brükkenelements
    Figur 6
    eine Schnittdarstellung des im das Gehäuse eingesetztem Brückenteils.


    [0017] Die Darstellung in den Figuren ist zur besseren Verständlichkeit nicht maßstäblich.

    [0018] In Figur 1 ist die Seitenansicht eines Schalterpols 12 mit Kontaktträger 11 und Magnetauslöser 16 eines zweipoligen Leitungsschutzschalters 10 wiedergegeben, wobei der geschlossene Schalterpol 12 Kontaktstücke 18, 19 hat.

    [0019] Mit Bezugsziffer 20 ist eine Begrenzungswand der Gehäusehälfte bezeichnet, welche den Schalterpol 12 aufnimmt. Die elektrischen Anschlüsse für das feste Kontaktstück 19 sowie für das an dem zu einem nicht näher gezeigten Schaltwerk 14 gehörende Kontaktträger 11 anschließende bewegliche Kontaktstück 18 sind nicht gezeigt.

    [0020] Oberhalb des Schalterpols ist ein Brückenteil 24 zu erkennen, welches zwischen dem Kontaktträger 11 und dem Magnetauslöser 16 angeordnet ist. Der Magnetauslöser 16 besitzt einen Schlaganker 22, der am Brückenteil 24 anliegt. Eine mit Bezugsziffer 26 bezeichnete Fläche stellt die Seitenansicht einer Traverse 26 dar.

    [0021] In Figur 2 ist die Draufsicht auf die in Figur 1 gezeigte Anordnung wiedergegeben. Hierbei sind Teile des Schaltwerks 14 zu erkennen, welches den darunterliegenden Schalterpol 12 verdeckt und durch die Trennwand 20 und eine zweite Trennwand 21 von dem benachbarten Schaltwerk 15 getrennt ist. Jede der Trennwände 20, 21 begrenzt eine Gehäusehälfte mit je einem Schalterpol 12, 13. Die Ebene zwischen den Trennwänden 20, 21 ist hierbei eine Teilungsebene, durch die das eingesetzte Brükkenelement 24 in zwei gleich lange Abschnitt unterteilt wird. Das Schaltwerk 15 verdeckt in gleicher Weise wie das Schaltwerk 14 den darunterliegenden Schalterpol 13. Quer zu den Schaltebenen, welche parallel zu den Gehäusetrennwänden 20, 21 liegen, ist das Brückenelement 24 mit einer Traverse 26 angeordnet. In der Schaltebene des Schalterpols 13 ist der Magnetauslöser 16 angeordnet, dessen Schlaganker 22 an der Traverse 26 des Brückenelements 24 anliegt und im Auslösefall das Brückenelement einseitig beaufschlagt. Um diese einseitige Beaufschlagung durch den Schlaganker auszugleichen und ein Verkanten zu verhindern, sind am Brückenelement 24 Führungsflächen 28 angeformt, welche in einer paßgenauen Ausnehmung 30, die zwischen den Trennwänden 20, 21 eingeformt ist, eingesetzt und geführt sind.

    [0022] Von den Schaltwerken 14, 15, welche für beide Schalterpole 12, 13 identisch aufgebaut sind, sind in dieser Darstellung lediglich die Kontaktträger 11 sowie Führungsbolzen 23 gezeigt. Im Kontaktträger 11 ist ein Langloch als Führung 25 für den Führungsbolzen 23 eingelassen.

    [0023] Der Magnetauslöser 16 mit seinem Schlaganker 22 ist in bekannter Weise aufgebaut, d.h. mit einem Spulenkörper, einer Spule und einem Magnetkern versehen, und nur schematisch dargestellt.

    [0024] Wie bereits angesprochen, ist zwischen den Trennwänden 20, 21 eine Ausnehmung 30 vorgesehen, zur Aufnahme des mit Führungsflächen 28 versehenen Führungsteils 27 des Brückenelements 24. Da aus Stabilitätsgründen das Führungsteil 27 des Brückenelements 24 eine gewisse Dicke aufweist, die größer ist als die Wanddicke der Trennwände 20, 21, ist die Trennwand 21 mit einer Auswölbung 32 versehen, welche die Ausnehmung 30 von drei Seiten begrenzt. Die vierte Seite wird von der Trennwand 20 begrenzt.

    [0025] Wie ebenfalls bereits ausgeführt, ist die Ausnehmung 30 in ihren Abmaßen paßgenau auf die des Führungsteils 27 des Brückenelements 24 abgestimmt, so daß das Brückenelement 24 mit minimalem Spiel in die Ausnehmung 30 eingesetzt werden kann und die Führungsflächen 28 dicht anliegen.

    [0026] Wie in der Figur 2 deutlich zu erkennen ist, ist das mit Führungsflächen 28 versehene Führungsteil 27 asymmetrisch, d. h. an einer Hälfte, an das Brückenelement 24 angeformt. Dadurch ist die richtige Einbauposition eindeutig festgelegt.

    [0027] In Figur 3 ist die gleiche Anordnung wie in Figur 1 dargestellt, jedoch mit geöffnetem Kontakt. Demgemäß sind auch die entsprechenden Teile mit gleichen Bezugsziffern gekennzeichnet.

    [0028] Deutlich erkennbar ist die geneigte Position des Kontaktträgers 11 des Schaltwerks 14, in der das bewegliche Kontaktstück 18 von dem festen Kontaktstück 19 abgehoben ist. Die Führung 25 im Kontaktträger 11 ist so bemessen, daß in Ausschaltposition der Führungsbolzen 23 an der zur Kontaktstelle weisenden Seite der Führung 25 anliegt. Beim Einschalten schwenkt der Kontaktträger 11 in Richtung des festen Kontaktstücks, bis er auf dieses aufschlägt. Hierbei befindet sich der Führungsbolzen erst etwa bei halber Länge der Führung 25. Der verbleibende Einschaltweg in der Führung 25 wird genutzt, um den zur Aufbringung der erforderlichen Kontaktkraft vorgesehene Überhub im Schaltwerk 14 zu erhalten.

    [0029] Der Führungsbolzen 23 gleitet in der Führung 25 des Kontaktträgers 11 bei dessen Schwenkbewegung, welche durch Beaufschlagung durch die Traverse 26 des Brückenelements 24 erfolgt, die wiederum durch den aus dem Magnetauslöser 16 herausgetretenen Schlaganker 22 beaufschlagt ist.

    [0030] Wie im Vergleich zu Figur 1 ebenfalls klar auszumachen ist, vollzieht die Traverse 26 gemeinsam mit dem Brükkenelement 24 ebenfalls eine Schwenkbewegung und nimmt bei Beaufschlagung durch den ausgelösten Schlaganker 22 eine entgegengesetzt, d. h. nach links, geneigte Position ein.

    [0031] Wie bereits in Figur 1 und in Figur 2 gezeigt, befindet sich der Magnetauslöser 16 in der Schaltebene, welche von dem in Seitenansicht sichtbaren Schalterpol 12 durch die Trennwand 20 getrennt ist.

    [0032] In Figur 4 ist eine entsprechende Draufsicht auf die Anordnung in Figur 3 wiedergegeben, wie sie in Figur 2 für die Anordnung aus Figur 1 gezeigt wurde. Auch hier sind gleiche Teile mit gleichen Bezugsziffern versehen. Im Vergleich zu Figur 2 zeigt sich hierbei recht deutlich, daß das Brückenelement 24 infolge der Beaufschlagung durch den Schlaganker 22 des Magnetauslösers 16 eine andere Position eingenommen hat. Während in Figur 2 die Anformung 27 mit den Führungsflächen 28 auf der linken Seite des Brückenelements 24 zu erkennen ist, ist das Führungsteil 27 nunmehr auf der rechten Seite des Brükkenelements 24 zu sehen. Dies hat seine Ursache, wie bereits zu Figur 3 ausgeführt, darin, daß das Brückenelement eine Schwenkbewegung nach links vollzogen hat und dadurch bei der Draufsicht den Blick freigibt auf das nun auf der rechten Seite erkennbare Führungsteil 27.

    [0033] Von den Schaltwerken 14, 15 sind wie auch in Figur 2 nur die Kontaktträger 11 sowie die Führungsbolzen 23 dargestellt, wobei die Kontaktträger 11 in dieser Position nur im Ausschnitt gezeigt sind.

    [0034] In Figur 5 ist in perspektivischer Darstellung ein Brükkenelement 24 dargestellt, welches aus einem zylindrischen Körper gebildet ist, an welchen an beiden Stirnflächen Traversen 26 mit trapezförmigem Querschnitt angeformt sind. Quer zur Zylinderachse ist am Mantel des Brückenelements 24 ein Führungsteil 27 angeformt, welches planparallele Führungsflächen 28 aufweist. Dieses Führungsteil 27, das sich zu seinem freien Ende hin verjüngt und von einem Radius begrenzt ist, wird in einem erfindungsgemäß ausgestalteten zweipoligen Leitungsschutzschalter in die hierfür vorgesehene, bei den vorstehenden Figuren bereits erläuterte Ausnehmung 30 eingeführt und dient zur exakten Ausrichtung des Brückenelements in Bezug auf die Schaltebenen der beiden Schalterpole 12, 13. Um Lageveränderungen des Brückenelements 24 im eingebauten Zustand weitgehend auszuschließen, sind an den Führungsflächen 28 kurze Wellenzapfen 33 angeformt, deren Mittelachse mit der Dreh- bzw. Schwenkachse des Brückenelements 24 fluchtet.

    [0035] In Figur 6 ist die auschnittweise Unteransicht des in die hierfür vorgesehene Ausnehmung 30 im Bereich der Trennwände 20, 21 eingesetzten Führungsteils 27 des Brückenelements 24 wiedergegeben. Deutlich erkennbar greifen die an die Führungsflächen 28 des Führungsteils 27 angeformten Wellenzapfen 33 in hierfür speziell vorgesehene Vertiefungen 31. Die Vertiefungen 31 sind sowohl in die Trennwand 20 als auch in die Auswölbung 32 der Trennwand 21 eingelassen und gewährleisten auf diese Weise die ausreichende Beweglichkeit des Brückenelements 24 unter Beibehaltung der für die Funktion erforderlichen Lage.


    Ansprüche

    1. Zweipoliger Leitungsschutzschalter mit einem mehrteiligem Gehäuse (20, 21), mit einem Magnetauslöser (16) , mit zwei Schalterpolen (12, 13), deren Schaltebenen nebeneinander angeordnet sind und denen jeweils ein Kontaktträger (11) zugeordnet ist, welche über ein Brükkenelement (24) vom Schlaganker (22) des Magentauslösers (16) gemeinsam betätigt werden, wobei das Brückenelement (24) mit einer beide Schaltebenen senkrecht durchgreifenden Traverse (26) versehen ist, welche beide Kontaktträger (11) unmittelbar beaufschlagt und mit beiden Schaltwerken (14, 15) mechanisch im Eingriff steht, und bei Beaufschlagung durch den Schlaganker (22) eine Schwenkbewegung um eine im Abstand parallel zur Traverse (26) angeordnete Drehachse ausführt, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnetauslöser (16) in einer Hälfte des Gehäuses in der Schaltebene eines Schalterpols (13) angeordnet ist und mit seinem Schlaganker (22) die Traverse (26) außermittig beaufschlagt, daß das Brückenelement (24) ein zylinderförmiger Körper ist, an dem die Traverse (26) achsparallel angeformt ist, und daß am Brückenelement (24) asymmetrisch bezogen auf die Länge des Brückenelementes (24) und senkrecht dazu ein Führungsteil (27) mit zwei parallelen Führungsflächen (28) angeformt ist.
     
    2. Zweipoliger Leitungsschutzschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltebenen mit den Schaltpolen (12, 13) jeweils in einem eigenen Polgehäuse untergebracht sind, welche Polgehäuse nebeneinander liegen und sich mit zwei Trennwänden (20, 21) berühren, wobei eine spaltförmige Ausnehmung (30) zwischen den Trennwänden (20, 21) angeordnet ist.
     
    3. Zweipoliger Leitungsschutzschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Trennwände (21) eine Auswölbung (32) aufweist, die die spaltförmige Ausnehmung (30) auf einer Seite umgrenzt, wobei die andere Seitenwand der spaltförmigen Ausnehmung (30) durch die andere Trennwand (20) gebildet ist.
     
    4. Zweipoliger Leitungsschutzschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse des Brückenelements (24) in der Einbaulage unterhalb der Traverse (26) angeordnet ist.
     
    5. Zweipoliger Leitungsschutzschalter nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsflächen (28) des Brückenelements (24) mit beiderseits angeformten Wellenzapfen (33) versehen sind, wobei die Mittelachsen der Wellenzapfen in der Drehachse des Brückenelementes (24) liegen, und daß die Wellenzapfen in daran angepaßte Vertiefungen (31) in den Seitenwänden der spaltförmigen Ausnehmung (30) eingreifen.
     
    6. Zweipoliger Leitungsschutzschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Traverse (26) bereichsweise vom Brückenelement (24) aufgenommen ist und nur an den die Schaltwerke (14, 15) betätigenden Enden aus dem Brückenelement (24) heraustritt.
     
    7. Zweipoliger Leitungsschutzschalter nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Brückenelement (24) als einstückiges Formstück aus vorzugsweise faserverstärktem Isolierstoff gefertigt ist.
     
    8. Zweipoliger Leitungsschutzschalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Brückenelement (24) im Spritzgußverfahren gefertigt ist.
     
    9. Zweipoliger Leitungsschutzschalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Brückenelement (24) aus dem vollen mittels Massivumformung und/oder mittels spanabhebender Bearbeitung gefertigt ist.
     


    Claims

    1. Two-pole circuit breaker comprising a multi-part housing (20, 21), with a magnetic trip element (16), with two switch poles (12, 13), the switching planes of which are arranged adjacently to one another and which are in each case associated with a contact carrier (11), which switch poles are actuated jointly via a bridge element (24) by the striking armature (22) of the magnetic trip element (16), the bridge element (24) being provided with a cross member (26) which perpendicularly passes through both switching planes and which directly loads both contact carriers (11) and mechanically engages both switching mechanisms (14, 15) and executes a swivelling movement around an axis of rotation arranged at a distance parallel to the cross member (26) when loaded by the striking armature (22), characterised in that the magnetic trip element (16) is arranged in one half of the housing in the switching plane of a switch pole (13) and loads with its striking armature (22) the cross member (26) outside its centre, and that the bridge element (24) is a cylindrical body on which the cross member (26) is formed in axially parallel manner, and in that on the bridge element (24) a guide part (27) with two parallel guide surfaces (28) is formed on asymmetrically with respect to the length of the bridge element (24) and perpendicular thereto.
     
    2. Two-pole circuit breaker according to Claim 1, characterised in that the switching planes with the switch poles (12, 13) are in each case accommodated in their own pole housing, which pole housings are located adjacent to one another and are in contact with one another by means of two separating walls (20, 21), a gap-shaped recess (30) being arranged between the separating walls (20, 21).
     
    3. Two-pole circuit breaker according to Claim 2, characterised in that one of the separating walls (21) exhibits a doming (32) which delimits the gap-shaped recess (30) on one side, the other side wall of the gap-shaped recess (30) being formed by the other separating wall (20).
     
    4. Two-pole circuit breaker according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the axis of rotation of the bridge element (24) is arranged below the cross member (26) in the installed position.
     
    5. Two-pole circuit breaker according to at least one of Claims 1 to 4, characterised in that the guide surfaces (28) of the bridge element (24) are provided with shaft journals (33) formed on both sides, the centre axes of the shaft journals being located in the axis of rotation of the bridge element (24), and in that the shaft journals engage in adapted depressions (31) in the side walls of the gap-shaped recess (30).
     
    6. Two-pole circuit breaker according to Claim 1, characterised in that the cross member (26) is accommodated area by area by the bridge element (24) and only emerges from the bridge element (24) at the ends actuating the switching mechanisms (14, 15).
     
    7. Two-pole circuit breaker according to one of the preceding claims, characterised in that the bridge element (24) is an integral moulded part fabricated from preferably fibre-reinforced insulating material.
     
    8. Two-pole circuit breaker according to Claim 7, characterised in that the bridge element (24) is fabricated in an injection-moulding process.
     
    9. Two-pole circuit breaker according to Claim 7, characterised in that the bridge element (24) is fabricated from solid material by means of massive forming and/or by means of cutting machining.
     


    Revendications

    1. Disjoncteur de puissance bipolaire comportant un corps (20, 21) en plusieurs parties, un déclencheur magnétique (16), deux pôles de commutateur (12, 13) dont les plans de commutation sont disposés côte à côte et auxquels sont associés chaque fois un support de contact (11), qui sont actionnés conjointement par l'armature battante (22) du déclencheur magnétique (16) par l'intermédiaire d'un élément de liaison (24), l'élément de liaison (24) étant muni d'une traverse (26) qui s'étend perpendiculairement dans les deux plans de commutation et qui agit directement sur les deux supports de contact (11) et coopère mécaniquement avec les deux mécanismes de commutation (14, 15), et qui pivote, lors de son actionnement par l'armature battante (22), autour d'un axe de rotation situé à une certaine distance parallèlement à la traverse (26), caractérisé en ce que le déclencheur magnétique (16) est disposé dans une moitié du boîtier, dans le plan de commutation d'un pôle de commutateur (13) et agit avec son armature battante (22) de manière excentrée sur la traverse (26), en ce que l'élément de liaison (24) est un corps cylindrique sur lequel est formée la traverse (26) parallèlement à l'axe, et en ce qu'une partie de guidage (27) avec des surfaces de guidages (28) est formée sur l'élément de liaison (24), de manière asymétrique par rapport à la longueur de l'élément de liaison (24) et perpendiculairement à celui-ci.
     
    2. Disjoncteur de puissance bipolaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que les plans de commutation avec les pôles de commutateur (12, 13) sont disposés chacun dans un boîtier de pôle, lesquels boîtiers de pôle sont placés côte à côte et se touchent par l'intermédiaire de deux cloisons (20, 21), un évidement (30) en forme de fente étant aménagé entre les cloisons (20, 21).
     
    3. Disjoncteur de puissance bipolaire selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'une des cloisons (21) présente une partie bombée (32) qui délimite d'un côté l'évidement (30) en forme de fente, l'autre paroi latérale de l'évidement (30) en forme de fente étant formée par l'autre cloison (20).
     
    4. Disjoncteur de puissance bipolaire selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'axe de rotation de l'élément de liaison (24), en position montée, est situé au-dessous de la traverse (26).
     
    5. Disjoncteur de puissance bipolaire selon au moins l'une des revendication 1 à 4, caractérisé en ce que les surfaces de guidage (28) de l'élément de liaison (24) sont munies des deux côtés de tourillons (33), et en ce que les axes des tourillons s'engagent dans des cavités (31) adaptées dans les parois latérales de l'évidement (30) en forme de fente.
     
    6. Disjoncteur de puissance bipolaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que la traverse (26) est localement englobée dans l'élément de liaison (24) et ne dépasse de l'élément de liaison (24) qu'aux extrémités actionnant les mécanismes de commutation (14, 15).
     
    7. Disjoncteur de puissance bipolaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de liaison (24) est réalisé sous forme de pièce moulée monobloc, de préférence en matériau isolant renforcé par fibres.
     
    8. Disjoncteur de puissance bipolaire selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'élément de liaison (24) est fabriqué par unprocédé de moulage par injection.
     
    9. Disjoncteur de puissance bipolaire selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'élément de liaison (24) est fabriqué par formage à partir d'un bloc et/ou par usinage par enlèvement de copeaux.
     




    Zeichnung