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EP 0 260 403 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.05.1991 Patentblatt 1991/20 |
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Anmeldetag: 16.07.1987 |
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Abstandshalter mit Gitterstäben eines Rohrabstandsgitters
Spacer with strips of a tube spacing grid
Ecarteur avec barreaux d'une grille d'espacement de tubes
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
19.09.1986 DE 3631886
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.03.1988 Patentblatt 1988/12 |
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Patentinhaber: MAN Gutehoffnungshütte Aktiengesellschaft |
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46122 Oberhausen (DE) |
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Erfinder: |
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- Engel, Ulrich
D-4200 Oberhausen 1 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 262 621 FR-A- 2 223 650
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DE-A- 2 541 986
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Abstandshalter mit Gitterstäben eines Rohrabstandsgitters
zum Führen von Rohren, beispielsweise bei Dampferzeugern, wobei das einteilige Gitter
aus sich kreuzenden, in mehr als einer Ebene angeordneten Gitterstäben gebildet und
von einem einteiligen Rahmen umgeben ist, der innenseitig umlaufende Nuten zur Aufnahme
der Enden der Gitterstäbe aufweist, wobei die gegenseitige Abstandsfestlegung der
Gitterstäbe im Rahmen durch Distanzbolzen, die je einen Querschlitz und eine Längsbohrung
aufweisen, erfolgt.
[0002] Zum Berohren von Wärmetauschern ist es notwendig, daß ein genau definierter Abstand
der Rohrgitterstäbe eingehalten wird. Das Einhalten der geometrischen Gitterstruktur
wird insbesondere durch die Befestigung der Gitterstabenden in der Rahmenkonstruktion
des Gitterrostes erreicht.
[0003] Nach dem Stand der Technik geschieht die Befestigung der Gitterstäbe im Rahmen auf
unterschiedliche Weise. Bei einigen Ausführungen sind die Gitterstäbe mit dem Rahmen
starr verbunden. Bei anderen Ausführungen sind Abstandshalter vorgesehen, die einen
gewissen Bewegungsspielraum für das Gitter zulassen, der einen thermischen Ausgleich
ermöglicht. Diese Ausgleichsmöglichkeit ist wichtig, wenn Gitterrost und Rahmen aus
unterschiedlichen Werkstoffen bestehen.
[0004] Der Oberbegriff des Hauptanspruchs der Erfindung geht aus von der DE-A-22 62 621.
Bei der Konstruktion nach diesem Stand der Technik sind die beiden stirnseitig im
Rahmen angeordneten durchgehenden Nuten zur Aufnahme der Gitterstäbe in der Breite
geringfügig größer als die Breite der Gitterstäbe. Einseitig mit einem Langloch versehene
Hülsen sind in der Weise in den Rahmen eingesetzt, daß der Langlochschlitz der Hülse
mit der Nut fluchtet. Die Hülsen müssen vor der Montage der Gitterstäbe in entsprechende
Bohrungen des Rahmens eingesetzt und zur Aufnahme der Gitterstäbe ausgerichtet werden.
[0005] Die Gitter können insgesamt vorgefertigt, d.h. mit Gitterstäben ausgerüstet in das
Gehäuse eingesetzt werden. Aus Gründen der Montage wird jeweils nur eine Hälfte eines
Gitters mit Gitterstäben bestückt. Durch die von Gitterstäben frei gebliebenen, abwechselnd
rechten und linken Hälften eines Gitters müssen die Monteure zum Einfädeln der Rohre
steigen.
[0006] Die DE-A-25 41 986 beschreibt die Fertigung eines Gitterrostes in der Weise, daß
die Verbindung des mehrteiligen Rahmens mit den Gitterstäben dadurch erfolgt, daß
jeweils die an dem oberen und unteren Ring des mehrteiligen Rahmens angeordneten Zähne
in Aussparungen an den ringförmigen, innerhalb des Rahmens befindlichen Blöcken eingreifen.
In Schlitzen der ringförmigen Blöcke des Rahmens sind die Gitterstäbe geführt.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es, für ein Rohrabstandsgitter zur Führung der Rohrbündel
von Wärmetauschern, insbesondere Dampferzeugern, eine gegenüber dem Stand der Technik
verbesserte und einfach herstellbare Abstandshalterung im umlaufenden Gitterrahmen
zu schaffen, die zum einen eine sichere Fixierung der Gitterstäbe für die Berohrung
und Montage gewährleistet, um ein Verschieben der Stäbe zu vermeiden. Zum anderen
darf aber im Betriebszustand des Wärmetauschers diese Fixierung nicht formschlüssig
sein, weil unterschiedliche Wärmedehnungen zwischen Gitterstäben und Rahmen infolge
der Werkstoffunterschiede bei Stäben und Rahmen aufgefangen werden müssen.
[0008] Die Erfindung löst diese Aufgabe in der Weise, wie es im Hauptanspruch angegeben
ist. Der auf den Hauptanspruch rückbezogene Anspruch 2 betrifft das Verfahren zur
Herstellung eines Rohrabstandsgitters mit einem Abstandshalter.
[0009] Die erfindungsgemäßen einfach herzustellenden Distanzbolzen bieten die Möglichkeit
der Verwendung eines einteiligen Gitterrahmens mit möglichst geringem Profilquerschnitt
und gewährleisten eine genaue Positionierung der Stäbe im Gitterrahmen.
[0010] Nachdem die Abstandsfestlegung der Gitterstäbe im Gitterrahmen durch Aufsetzen der
Distanzbolzen erfolgt ist, wird durch die Längsbohrung im Distanzbolzen ein pastöser
Kunststoff zwischen Bolzenschlitz und Gitterstab eingebracht, der nach Aushärtung
eine kraftschlüssige Verbindung von Bolzen und Gitterstab herstellt. Nach Einbringen
des Kunststoffs werden die Bohrungen des einteiligen Gitterrahmens jeweils mit einem
oberen und unteren Abdeckring verschlossen.
[0011] Der eingebrachte Kunststoff wird, wenn sich der Wärmetauscher in Betrieb befindet,
flüssig und durch das die Halterung mit bestimmter Temperatur umspülende Medium ausgespült,
so daß temperaturbedingte Ausdehnungen innerhalb der Konstruktion Gitterstab - Rahmen
stattfinden können.
[0012] Die Herstellung des Rohrabstandsgitters in einteiliger Form sowie das Einbringen
der Gitter in den Dampferzeuger wird nach der Erfindung beschleunigt und vereinfacht.
Die Monteure müssen während der Berohrung des Dampferzeugers nicht mehr in das Gehäuse
steigen, um Einführungshilfe beim Einfädeln der Rohre zu geben.
[0013] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher
erläutert.
[0014] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Rohrabstandsgitter in der Draufsicht,
- Fig. 2
- einen Schnitt längs der Linie A-A gem. Fig. 1
- Fig. 3
- eine Teildraufsicht mit Ausbrüchen,
- Fig. 4
- eine Vorderansicht des Distanzbolzens,
- Fig. 5
- einen Schnitt längs der Linie B-B gem. Fig. 4,
- Fig. 6
- eine Draufsicht des Distanzbolzens.
[0015] Nach den Figuren wird ein Distanzbolzen (1) in eine Bohrung des Gitterrahmens (2)
eingesetzt und durch einen aufliegenden Abdeckring (4) gesichert.
[0016] Ein Querschlitz (5) im Distanzbolzen (1) greift über den Gitterstab (3) und positioniert
diesen im Gitterrahmen (2).
[0017] Mit einer im Querschlitz (5) liegenden Nase (6) greift der Distanzbolzen in eine
Ausnehmung (7) des Gitterstabes (3) ein und verhindert damit ein Herausziehen des
Gitterstabes (3) aus dem Gitterrahmen (2).
[0018] Durch eine Längsbohrung (8) kann nach dem Bestücken des Gitterrahmens (2) mit Gitterstäben
(3) und Distanzbolzen (1) ein pasteuser Kunststoff (9) zwischen die Bolzenschlitze
(5) und Rohrgitterstäbe (3) eingebracht werd en. Nach Aushärtung des Kunststoffes
(9) ist eine kraftschlüssige Verbindung zwischen den Distanzbolzen (1) und den Gitterstäben
(3) hergestellt, so daß für die nachfolgenden Arbeitsgänge das Rohrabstandsgitter
im Gitterrahmen (2) positioniert und fixiert bleibt.
[0019] Während des Betriebes wird der Kunststoff (9) durch das ihn umspielende Medium bei
einer bestimmten Temperatur ausgespült und gibt somit den Gitterstab (3) für temperaturbedingte
Längenausdehnungen frei.
1. Abstandshalter mit Gitterstäben eines Rohrabstandsgitters zum Führen von Rohren, beispielsweise
bei Dampferzeugern, wobei das einteilige Gitter aus sich kreuzenden, in mehr als einer
Ebene angeordneten Gitterstäben (3) gebildet und von einem einteiligen Rahmen (2)
umgeben ist, der innenseitig umlaufende Nuten zur Aufnahme der Enden der Gitterstäbe
(3) aufweist, wobei die gegenseitige Abstandsfestlegung der Gitterstäbe (3) im Rahmen
(2) durch Distanzbolzen (1), die je einen Querschlitz (5) und eine Längsbohrung (8)
aufweisen, erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Querschlitz (5) jedes Distanzbolzens (1) durchgehend und zu einer Grundfläche
des Distanzbolzens hin offen ausgebildet ist und zur Aufnahme des Gitterstabes (3)
gegenüber dem Gitterstab eine Spielanpassung aufweist, daß der Querschlitz (5) in
seiner Höhe abgesetzt ist und dadurch einen Vorsprung (6) aufweist, der in eine entsprechende
Ausnehmung (7) des Gitterstabes (3) eingreift, daß die Längsbohrung (8) als Durchgangs-
oder Sacklochbohrung ausgeführt ist und das Einbringen eines pastösen Kunststoffes
(9) zwischen den Querschlitz (5) und den Gitterstab (3) erlaubt und daß die Distanzbolzen
(1) durch einen umlaufenden Abdeckring (4) gesichert sind.
2. Verfahren zur Herstellung eines Rohrabstandsgitters mit einem Abstandshalter nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß nach der Abstandsfestlegung der Gitterstäbe (3) im Gitterrahmen (2) durch Aufsetzen
der Distanzbolzen (1) durch die Längsbohrung (8), im Distanzbolzen (1) der pastöse
Kunststoff (9) eingebracht wird, der nach Aushärtung eine kraftschlüssige Verbindung
von Bolzen (1) und Gitterstab (3) herstellt und der beim Einsatz in einem Wärmetauscher,
im betrieb bei einer bestimmten Temperatur ausgespült wird.
1. Spacer with grid bars of a pipe spacer grid for guiding pipes, for example in steam
generators, wherein the single-piece grid is composed of intersecting grid bars (3)
arranged in more than one plane and surrounded by a single-piece frame (2) which comprises
peripheral grooves on the inside for receiving the ends of the grid bars (3), wherein
the distance between the grid bars (3) in the frame (2) is fixed by spacer bolts (1)
which each comprise a transverse slot (5) and a longitudinal bore (8), characterised
in that the transverse slot (5) of each spacer bolt (1) is straight through and opens
towards a bottom surface of the spacer bolt and comprises clearance adjustment relative
to the grid bar for receiving the grid bar (3), that the transverse slot (5) is reduced
in its height and hence comprises a projection (6) which engages in a corresponding
recess (7) of the grid bar (3), that the longitudinal bore (8) is designed as a through-hole
or blind hole and allows the introduction of a pasty synthetic material (9) between
the transverse slot (5) and the grid bar (3) and that the spacer bolts (1) are secured
by a peripheral covering ring (4).
2. Method for the manufacture of a pipe spacer grid with a spacer according to claim
1, characterised in that after the distance between the grid bars (3) in the grid
frame (2) has been fixed by mounting the spacer bolts (1) through the longitudinal
bore (8), in the spacer bolt (1) is introduced the pasty synthetic material (9) which
after hardening forms a frictional bond between bolt (1) and grid bar (3) and which,
in case of use in a heat exchanger, is flushed out during operation at a given temperature.
1. Support d'écartement des barreaux de grille d'écartement de tube pour le guidage des
tubes par exemple dans les générateurs de vapeur, la grille en une seule pièce étant
formée par des barreaux (3) se croisant, disposés sur plus d'un plan et étant entourée
d'un cadre (2) en une seule pièce, qui comporte côté intérieur des rainures circulaires
pour recevoir les extrémités des barreaux (3), la fixation de l'écartement réciproque
des barreaux (3) de la grile dans le cadre (2) se fait par des broches d'écartement
(1), qui comportent chacune une rainure transversale (5) et un alésage longitudinal
(8), caractérisé en ce que la rainure transversale (5) de chaque broche d'écartement
(1) est réalisée en continu et ouverte sur une surface de base de la broche d'écartement
et comporte un ajustement avec jeu vis-à-vis du barreau de grille pour recevoir le
barreau lui-même (3), en ce que la rainure transversale (5) est décalée sur sa hauteur
et comporte par suite une saillie (6), qui vient en prise dans un évidement correspondant
(7) du barreau de grille (3), en ce que l'alésage (8) est réalisé comme alésage de
passage ou de trou borgne et permet la mise en place d'une matière synthétique pateuse
(9) entre la rainure transversale (5) et le barreau (3) et en ce que les broches d'écartement
(1) sont bloquées par un anneau de recouvrement (4) circulaire.
2. Procédé pour la réalisation d'une grille d'écartement de tubes avec un support d'écartement
selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'après la fixation de l'écartement des
barreaux (3) dans le cadre de la grille (2) par la mise en place des broches d'écartement
(1), on introduit par l'alésage longitudinal (8) dans la broche d'écartement (1) de
la matière synthétique pateuse, qui après durcissement produit une liaison par interpénétration
par la force de la broche (1) et du barreau de grille (3) et qui par l'utilisation
dans un échangeur thermique se trouve éliminée en marche à une température déterminée.

