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EP 0 260 576 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.12.1989 Patentblatt 1989/50 |
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Anmeldetag: 08.09.1987 |
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Zündvorrichtung für luftverdichtende Brennkraftmaschinen
Igniter for air-compressing internal-combustion engines
Dispositif d'allumage pour des moteurs à combustion interne à compression d'air
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB IT NL SE |
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Priorität: |
16.09.1986 DE 3631444
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.03.1988 Patentblatt 1988/12 |
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Patentinhaber: Klöckner-Humboldt-Deutz
Aktiengesellschaft |
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51149 Köln (DE) |
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Erfinder: |
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- Finsterwalder, Gerhard, Dipl.-Ing.
D-5060 Bergisch Gladbach 1 (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-B- 1 240 335 FR-A- 2 498 384 US-A- 4 061 122
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FR-A- 1 074 180 FR-E- 61 972
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf luftverdichtende Brennkraftmaschinen nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Aus der DD-PS 39 916 ist eine luftverdichtende Brennkraftmaschine bekannt, bei der
der Brennstoff über eine Einspritzdüse in den in dem Kolben angeordneten Brennraum
eingespritzt wird. Um das in dem Brennraum befindliche Brennstoff-Luftgemisch zu entzünden
ist eine Zündvorrichtung bestehend aus einer Zündkerze mit einer zumindest die Elektroden
der Zündkerze umschließenden Hülse vorgesehen, wobei in die Mantelfläche der Hülse
Öffnungen eingearbeitet sind. Durch das Anbringen der Hülse soll ein Auskühlen der
Zündquelle durch an der Zündquelle vorbeiströmende Verbrennungsluft bzw. durch auftreffende
Kraftstoffstrahlen vermindert werden. Diese Ausbildung hat den Nachteil, daß der trotz
der teilweisen Abschirmung durch die Hülse gebildete Zündraum an der Zündkerze durch
den eintretenden Kraftstoff so stark auskühlt, daß insbesondere beim Betrieb der Brennkraftmaschine
mit zündunwilligen Kraftstoffen die Zündquelle laufend in Betrieb gehalten werden
muß, damit eine zum Verdampfen bzw. Entzünden der auftreffenden Kraftstoffstrahlen
ausreichende Wärmemenge abgegeben wird. Neben dem Nachteil der dauernd zuzuführenden
elektrischen Energie - Verminderung der von der Brennkraftmaschine abgebbaren Nutzleistung
- tritt durch den dauernden Betrieb der Zündkerze ein entsprechend hoher Elektrodenabbrand
auf, der die Lebensdauer der Zündkerze verringert.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zündvorrichtung für luftverdichtende
Brennkraftmaschinen bereitzustellen, durch die eine zuverlässige Entzündung des in
den Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzten, vorzugsweise zündunwilligen,
Brennstoffes im gesamten Betriebsbereich sichergestellt ist, wobei der Verschleiß
der Zündvorrichtung und die der Zündvorrichtung zuzuführende elektrische Energie minimiert
werden sollen.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß an einen brennraumseitigen Innenwulst der
Hülse ein in die Hülse hineinragender Stift befestigt ist, auf dem eine Glühwendel
gewickelt ist, die sich an dem Innenwulst der Hülse und an den Masseelektroden der
als Hochspannungszündkerze ausgebildeten Zündkerze abstützt, wobei der Bereich der
Hülse, der sich von dem brennraumseitigen Innenwulst bis in den Bereich der Masseelektroden
erstreckt, vollständig in den Brennraun hineinragt. Es hat sich überraschender Weise
gezeigt, daß durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung die der Zündvorrichtung zuzuführende
elektrische Betriebs- bzw. Zündleistung erheblich reduziert werden kann. Wird beispielsweise
beim Start der Brennkraftmaschine die vorzugsweise als Hochspannungssummerzündung
ausgebildete Zündanlage eingeschaltet, erwärmen sich durch das Dauerfunken die Kerzenelektroden
rasch. Dadurch wird das in die Zündkammer eingedrungene Brennstoff- Luftgemisch entzündet
und erwärmt seinerseits die in der Zündkammer angeordneten Glühwendel und den zumindest
teilweise koaxial in die Glühwendel hineinragenden Stift. Durch das erfingungsgemäße
Zusammenwirken von den Wärmespeichern, Glühwendel und Stift braucht die Hochspannungszündkerze
nur während des Starts, des Warmlaufs und nach einem Schiebbetrieb der Brennkraftmaschine
eingeschaltet werden.
[0005] Weitere erfindungsgemäße Ausgestaltungen ergeben sich aus der Zeichnungsbeschreibung,
in der ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben
ist. In einem schematisch angedeuteten Zylinderkopf 1 ist eine die Zündvorrichtung
bildende Hochspannungszündkerze 2 eingeschraubt. Dabei ist die Hochspannungszündkerze
2 soweit in den Zylinderkopf 1 hineingeschraubt, daß die Elektroden 3,4 gerade in
den Brennraum 5 der Brennkraftmaschine hineinragen. Die Elektroden 4 stellen die Masseelektroden
dar, während die Elektrode 3 die Hochspannungs- bzw. Maseelektrode ist. An der Hochspannungszündkerze
2 ist weiterhin eine Hülse 6 beispielsweise durch eine Verschraubung befestigt. Die
Hülse 6 ragt in den Brennraum 5 hinein und ist an ihrem brennraumseitigen Ende mit
einem Innenwulst 7 versehen, an dem koaxial zu der Hülse 6 ein Stift 8 befestigt ist.
Der Stift 8 ragt in das Innere der Hülse 6 hinein und endet in einem definierten Abstand
vor der Hochspannungselektrode 3. Die von der Hülse 6 und dem Stift 8 gebildete Zündkammer
9 ist über Bohrungen 10, die auf dem Außenumfang der Hülse 6 in dessen zylinderkopfnahen
Bereich angebracht sind, mit dem Brennraum 5 der Brennkraftmaschine verbunden. Weiterhin
ist um den Stift 8 eine Glühwendel 11 gewickelt, die sich auf dem Innenwulst 7 und
auf den Masselektroden 3 der Hochspannungszündkerze 2 abstützt. Weiterhin ist die
Glühwendel 11 vorteilhaft aus 0,5 bis 1 mm dickem verzunderungsbeständigem Draht gewickelt.
Der Stift 8 ist vorteilhaft als einseitig geschlossener Hohlstift ausgebildet, wobei
die geschlossene Seite das zu der Hochspannungselektrode 3 weisende Ende des Stiftes
8 darstellt.
[0006] Ein- bzw. ausgeschaltet wird die Hochspannungszündkerze 2 vorteilhaft mittels eines
Signalgebers, der mit der Regelstange der Brennstoffförderpumpe gekoppelt ist und
ein Signal an eine Steuereinrichtung abgibt, sobald die Regelstange auf Förderung
steht. Desweiteren wird von der Regeleinrichtung über einen Meßsensor die Abgastemperatur
der Brennkraftmaschine gemessen. Die beiden gemessenen Parameter werden in der Steuereinrichtung
so verarbeitet, daß bei Unterschreiten einer vorgebbaren Abgastemperatur und gleichzeitiger
Stellung der Regelstange im Betriebsbereich "Förderung" elektrische Energie an die
Hochspannungszündvorrichtung abgegeben wird.
[0007] Durch diese erfingungsgemäße Ausgestaltung ist die Zündkerze nur kurzzeitig und bei
relativ kalten Elektroden 3, 4 in Funktion, so daß neben eines geringeren Energieverbrauchs
der Elektrodenabbrand der Hochspannungszündkerze 2 minimiert ist und entsprechend
die Lebensdauer der Hochspannungszündkerze 2 hoch ist. Die Hochspannungszündkerze
2 wird vorteilhaft von einer hochfrequenten Summerzündung gespeist, wobei jede Hochspannungszündkerze
2 mit einer im Kerzenstecker integrierten Zündspule versehen ist, die niederspannungsseitig
parallel geschaltet sein können -entsprechend der Zahl der in einer Brennkraftmaschine
eingesetzten Hochspannungszündkerzen 2 - und ohne Zündverteiler gleichzeitig funken.
1. Zündvorrichtung für eine luftverdichtende Brennkraftmaschine, wobei die Zündvorrichtung
als Zündquelle eine Zündkerze aufweist, die zumindest teilweise von einer Hülse (6)
umschlossen ist, wobei die Hülse zumindest eine Bohrung (10) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß an einem brennraumseitigen Innenwulst (7) der Hülse (6) ein in die Hülse (6) hineinragender
Stift (8) befestigt ist, auf den eine Glühwendel (11) gewickelt ist, die sich an dem
Innenwulst (7) und an den Masseelektroden (4) der als Hochspannungszündkerze (2) ausgebildeten
Zündkerze abstützt, wobei der Bereich der Hülse (6), der sich von dem brennraumseitigen
Innenwulst (7) bis in den Bereich der Masseelektroden (4) erstreckt, vollständig in
den Brennraum (5) hineinragt.
2. Zündvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stift (8) einem
zum Brennraum offenen Hohlraum aufweist.
3. Zündvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum sich
über die ganze Länge des Stiftes (8) erstreckt.
1. An ignition system for an air-compressing internal combustion engine, the system
comprising a spark plug as the igniter, wherein at least a section of the plug is
surrounded by a bush (6) having at least one bore (10), characterized in that a pin
(8) protruding into the sleeve (6) is fastened to an internal bead (7) provided in
the bush (6) at the combustion-chamber side thereof, that a filament (11) spiral-
wound onto the pin bears against the bead (7) and against the ground wires (4) of
the plug (2) which is a high-voltage one, and in that the section of the bush (6)
extending from the internal bead (7) at the combustion-chamber side to the region
of the ground wires (4) protrudes entirely into the combustion-chamber (5).
2. An ignition system according to claim 1, characterized in that the pin (8) has
a bore which is open at the pin's end protruding into the combustion-chamber.
3. An ignition system according to claim 2, characterized in that the bore extends
along the entire length of the pin (8).
1. Dispositif d'allumage destiné à un moteur à combustion interne à compression d'air,
le dispositif d'allumage comportant au moins, comme source d'allumage, une bougie
d'allumage qui est entourée au moins partiellement d'un manchon (6) qui présente au
moins un alésage (10), caractérisé en ce que sur un renflement (7) du manchon (6)
est fixée une broche (8) faisant saillie à l'intérieur du manchon (6) sur laquelle
est enroulée une spirale (11) qui s'appuie sur le renflement intérieur (7) et sur
les électrodes de masse (4) de la bougie d'allumage constituée comme une bougie d'allumage
à haute tension, la zone du manchon (6) qui s'étend à partir du renflement intérieur
(7) du côté de la chambre de combustion jusque dans la zone des électrodes de masse
(4) pénètre en totalité dans la chambre de combustion (5).
2. Dispositif d'allumage selon la revendication 1, caractérisé en ce que la broche
(8) comporte une cavité ouverte vers la chambre de combustion.
3. Dispositif d'allumage selon la revendication 2, caractérisé en ce que la cavité
s'étend sur toute la longueur de la broche (8).
