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(11) |
EP 0 262 475 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.11.1993 Patentblatt 1993/45 |
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Anmeldetag: 09.09.1987 |
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Druckmaschine
Printing machine
Machine pour l'impression
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB LI NL SE |
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Priorität: |
03.10.1986 DE 3633758
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.04.1988 Patentblatt 1988/14 |
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Patentinhaber: M.A.N.-ROLAND Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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63012 Offenbach (DE) |
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Erfinder: |
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- Hirt, Alfred, Dr. Dipl.-Phys.
D-8000 München 71 (DE)
- Fuhrmann, Hartmut, Dipl.-Phys.
D-8047 Karlsfeld (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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- APPLIED PHYSICS LETTERS. vol. 23, no. 2, 15 Juli 1973, NEW YORK US Seiten 57 - 59;
C.E.Land et al.: "Reflective-mode ferroelectric-photoconductor image storage and display
devices"
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Bemerkungen: |
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The file contains technical information submitted after the application was filed
and not included in this specification |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckmaschine, die mit einer Druckform ausgestattet
ist, auf der ein zu druckendes Bild durch entsprechende phydrophobe und hydrophile
Bereiche darstellbar ist und wobei Mittel vorgesehen sind, mit denen die hydrophoben
bzw. hydrophilen Bereiche umgestaltet werden können.
[0002] Beim Flachdruck werden Druckformen verwendet, die sich dadurch auszeichnen, daß die
Oberflächeneigenschaften des Druckformmaterials zwischen druckenden und nichtdruckenden
Bereichen verschieden sind. Insbesondere beim Offset-Druck mit Feuchtwerk werden wasserannehmende
(hydrophile) und wasserabstoßende (hydrophobe) Bereiche erzeugt, die nach Anfeuchtung
und Einfärbung mit oleophiler Druckfarbe über ein Gummituch auf das Druckgut übertragen
werden.
[0003] Bei den bisher üblichen Druckverfahren im Flachdruck werden die Druckformen als dünne
Platten ausgebildet, die außerhalb der Druckmaschine in mehreren fotolithografischen
Verfahrensschritten hergestellt werden. Sie müssen vor dem Druck in die Druckmaschine
eingebracht, justiert und eingefahren werden. Dadurch entstehen Stillstandzeiten und
Makulatur während des Einfahrprozesses. Änderungen des zu druckenden Musters auf dem
Druckgut können nur durch Wechseln der Druckform erreicht werden.
[0004] Es gibt daher Bemühungen, Verfahren zur direkten Beschreibung der Druckform in der
Druckmaschine zu entwickeln. In dieser Hinsicht ist eine Druckform bekannt geworden
(EP 101266), die aus einer hydrophilen und einer in der Druckmaschine auftragbaren
hydrophoben Schicht besteht. Ein mit Hilfe von codierten Druckinformationen gesteuerter
Laserstrahl entfernt die dem zu druckenden Bild entsprechenden Bereiche der hydrophoben
Schicht. Die hydrophobe Schicht wird bei jedem Bildwechsel innerhalb der Druckmaschine
neu gebildet.
[0005] Es sind ferner Lösungen bekannt, bei denen die Hydrophilierung der Druckformoberfläche
durch elektrische Ladungen (DE 33 11 237), durch eine Aktivierung von Foto-oder Thermochromen
(US 3,422,759) oder durch eine Strukturänderung halbleitender Gläser (DE 21 11 561)
erfolgt.
[0006] Diese bekannten Verfahren benötigen entweder die Einschaltung eng definierter Verfahrensparameter
oder hohe Ansteuerungsenergie zur Änderung der Druckform. Es bestehen darüberhinaus
Zweifel, ob bei diesen Verfahren eine mehrfach reversible Änderung der Druckform möglich
ist und ob die Beständigkeit für höhere Druckauflagen gegeben ist.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung einer Druckform
zu finden, bei der in einfacher, schneller und möglichst oft wiederholbarer Weise
die Benetzungseigenschaften der Druckform selektiv umgeschaltet werden können, wobei
diese Eigenschaften während eines wiederholten Druckvorganges sich nicht ändern sollen.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale
gelöst.
[0009] Ferroelektrische Materialien besitzen die Eigenschaft, daß sie infolge ihres strukturellen
Molekülaufbaues ein permanentes, elektrisches Dipolmoment besitzen, das sich in einem
außen angelegten Feld in Feldrichtung ausrichtet. Makroskopisch zeigt sich diese Eigenschaft
als elektrische Polarisation, die nur durch Anlegen eines entsprechend großen Gegenfeldes
in ihrer Richtung geändert werden kann. In Analogie zu Ferromagnetika existiert bei
den Ferroelektrika als Punkt maximaler Temperatur ein sogenannter Curie-Punkt, bei
dem infolge thermischer Bewegung die ferroelektrischen Eigenschaften verschwinden
und ein nach außen unpolares Element entsteht.
[0010] Die Hydrophilierung bzw. Umhydrophilierung einer Druckform mit ferroelektrischen
Eigenschaften erfolgt daher durch einen Polarisier- bzw. Depolarisier-Mechanismus,
der innerhalb der Druckmaschine reversibel und unbegrenzte Male durchführbar ist.
[0011] Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht dahin, daß der Benetzungseffekt nicht
auf monomolekularen Oberflächeneigenschaften beruht, sondern auf weitreichenden elektrostatischen
Anziehungskräften. Dünne, dielektrische Verschmutzungs- bzw. Farbschichten bereiten
daher keine Schwierigkeiten beim Umsteuerungsvorgang, da die elektrische Feldstärke
dadurch nur unwesentlich beeinflußt wird.
[0012] Die Druckform kann aus einer dünnen Folie oder einer Schicht auf einem Druckformträger
bestehen, die aufgedampft oder mit anderen bekannten Verfahren auf die Druckform aufgebracht
ist. Als Material eignet sich ein ferroelektrisches Material, das als Folie oder Schicht
ausgebildet ist. Für Anwendungen, bei denen weiche Druckformen erforderlich sind,
kann ein mit ferroelektrischen Mikrokristallen versetztes Verbundmaterial verwendet
werden. In diesem Fall ist auch eine Druckform geeignet, die eine ferroelektrische
Schicht enthält, auf die eine dünne Schicht von hydrophobem Material aufgebracht ist.
[0013] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist für die Umgestaltung der Polarisationsbereiche
der Druckform ein Elektrodenpaar und eine Wärmequelle vorgesehen, die mittels einer
Informationsübertragungseinheit ansteuerbar sind. Die Informationsübertragungseinheit
schließt bekannte Systeme ein, wie elektrische Ganzseitenumbruch-, Ganzseitenmontage-Systeme,
Faksimile-Übertragungssysteme, Computersteuerung, Mikroprozessoren, die Signale zur
Ansteuerung der Wärmequelle und der Elektrodenpaare entsprechend der Bildinformationen
ausgeben.
[0014] Das Elektrodenpaar kann vielseitig ausgestaltet werden. Einfache Ausführungen bestehen
darin, daß eine Linienelektrode oder eine oder mehrere Punktelektroden mit dem als
Gegenelektrode ausgebildeten Druckformträger zusammenwirken. Mit derartigen Elektrodenpaaren
wird die Druckform zeilenweise bzw. punktweise polarisiert. Je nach der Art des Polarisationsvorganges
wird die zugehörige Wärmequelle ausgestaltet, die zur Depolarisation dient. Als Wärmequellen
können IR-Laser, Laser, konzentrierte Lichtquellen, geheizte Stifte und dergleichen
verwendet werden. Eine punktuelle Wärmequelle wird in Verbindung mit einer linienförmigen
Elektrode verwendet, d. h. mit der Elektrode werden vorhergehende Druckmuster gelöscht.
Mit der punktuellen Wärmequelle wird ein neues Druckmuster eingebracht. Es ist aber
auch der umgekehrte Weg möglich, d. h., daß die Löschung mit einer linienförmigen
Wärmequelle erfolgt, während die Umschreibung mit einer punktuellen Elektrode durchgeführt
wird.
[0015] Wenn die für die Depolarisation erforderliche Aufheizung innerhalb einer Druckmaschine
unerwünscht ist, dann kann die Depolarisation durch Einwirkung eines größeren elektrischen
Wechselfeldes erfolgen.
[0016] Eine weitere Möglichkeit, den Umschreibungsvorgang ohne Wärmequelle durchführen zu
können, besteht in der Verwendung einer Elektrode zur Erzeugung eines elektrischen
Feldes, das den ferroelektrischen Film der Druckform polarisiert und einer zweiten
Elektrode, mit der ein entsprechendes Feld zur Umpolarisierung der ferroelektrischen
Schicht erzeugbar ist. Diese Elektrode ist punktuell und dient zum Abzeichnen des
Druckmusters. Bei diesem Verfahren wird die Eigenschaft genützt, daß an Bereichen
unterschiedlicher Polarisation die nach außen wirksame freie Grenzflächenenergie derart
verändert wird, daß die Benetzungseigenschaften des Ferroelektrikums für polare (z.
B. Wasser) bzw. unpolare Fluide (z. B. Druckfarbe) drastisch geändert werden. Inbesondere
an sogenannten Domänengrenzen, an denen sich die Polarisationsrichtung umkehrt, entstehen
so starke elektrische Felder, daß polare Fluide direkt angezogen werden. Mit der Umpolarisierung
werden demzufolge den Domänenwänden entsprechende hydrophile Bereiche erzeugt. Mit
diesem Verfahren läßt sich ein Druck mit außerordentlich hoher Auflösung erreichen.
[0017] Eine weitere Lösung besteht darin, zwei Stiftelektroden zu verwenden, wobei eine
zum selektiven "Löschen" und die andere zum selektiven "Beschreiben" verwendet werden.
Damit können auch Teiländerungen des Druckmusters an der Druckform durchgeführt werden.
Dieses ist auch mit einer punktuellen Elektrode in Zusammenwirkung mit einer punktuellen
Wärmequelle erreichbar.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel,
- Fig. 2
- ein Detail aus Fig. 1 und
- Fig. 3
- ein weiteres Ausführungsbeispiel.
[0019] In Fig. 1 sind Farbübertragungszylinder einer Druckmaschine im Querschnitt dargestellt,
die nach dem Flachdruck bzw. Offset-Druckverfahren arbeitet. Das zu bedruckende Papier
(10) wird zwischen einem Druckzylinder (11) und einem Gummizylinder (12) geführt und
nimmt dabei die auf den Gummizylinder (12) aufgebrachte Druckfarbe auf. Die entsprechend
einem Schriftbild oder einer graphischen Darstellung verteilte Farbe wird von einer
Druckform (13) auf den Gummizylinder (12) übertragen. Die Druckform (13) befindet
sich auf einem ebenfalls drehbaren Formzylinder (14). Die Druckform (13) besteht aus
einem ferroelektrischen Material, wie z. B. Bariumtitanat, das als eine Beschichtung
auf den Formzylinder (14) aufgebracht ist. Es ist aber auch möglich, die ferroelektrische
Schicht auf eine Folie aufzubringen und diese beschichtete Folie als Druckform an
den Formzylinder (14) anzubringen. Die Druckform kann auch als Folie aus ferroelektrischem
Material hergestellt werden. Eine andere Möglichkeit, eine Druckform mit ferroelektrischen
Eigenschaften herzustellen, ist die Verwendung eines Grundmaterials, z. B. ein Verbundmaterial
mit hydrophoben Eigenschaften, wie z. B. weichplastische Matten, in die ferroelektrische
Mikrokristallite eingeschlossen werden.
[0020] Die Benetzungseigenschafen eines Ferroelekrikums für polare und unpolare Fluide wird
durch die Polarisation des Ferroelektrikums bestimmt. Durch Anbringung eines entsprechend
starken elektrischen Feldes läßt sich die Polarisation des Ferroelektrikums durch
geeignete Wahl der Feldeigenschaften ausrichten bzw. das Ferroelektrikum depolarisieren.
Eine Depolarisation läßt sich auch durch Erwärmung des ferroelektrischen Materials
über den Curie-Punkt erreichen. Bei Bariumtitanat legt die Curie-Temperatur bei 120°C.
[0021] Gemäß Fig. 1 ist eine flache Elektrode (15) mit einer Linienspitze (16) vorgesehen,
die zusammen mit dem als Gegenelektrode ausgebildeten Formzylinder (14) zusammenwirkt.
[0022] Wie in Fig. 2 schematisch dargestellt ist, liegt an dem Elektrodenpaar (14, 15) eine
steuerbare Spannung (20) an, die von einer Informationsübertragungseinheit (21) gesteuert
wird. Die Informationsübertragungseinheit (21) besteht in bekannter Weise aus in der
Redaktion befindlichen Infomormationsträgern (22) und einem in der Druckmaschine befindlichen
Steuergerät (23).
[0023] Zur Einleitung eines Umschreibvorganges wird, ohne die Druckmaschine abzustellen,
die Spannung (20) an die Elektroden (14, 15) angelegt. Aufgrund des zwischen der Linienspitze
(16) und der Gegenelektrode (14) sich aufbauenden elektrischen Feldes wird die dieses
Feld durchstreifende Druckform polarisiert, d. h. es entsteht ein durchgehender hydrophiler
Bereich (24). Mittels einer in Drehrichtung des Formzylinders (14) nach der Elektrode
(15) angeordneten und als Strahlenquelle ausgebildeten Wärmequelle (25) wird auf die
Druckform (13) ein Punktstrahl (26) gerichtet, der den bestrahlten Punkt über die
Curie-Temperatur des entsprechenden ferroelektrischen Materials aufheizt und damit
depolarisiert bzw. in einen hydrophoben Zustand überführt. Auf diese Weise werden
die hydrophoben Bildbereiche (27), die die Druckfarbe aufnehmen sollen, erzeugt. Die
Strahlenquelle (25) wird ebenfalls von der Informationsübertragungseinheit (21) angesteuert,
und zwar derart, daß die Strahlenquelle (25) in Längsrichtung des Formzylinders (14)
hin- und herbewegt wird und dabei entsprechend den Druckinformationen aus dem System
(22) nur dort einen Strahl ausgibt, an dem ein Bildpunkt vorgesehen ist. Der Umschreibvorgang
läßt sich umkehren, indem der Formzylinder (14) in umgekehrter Richtung gedreht, die
Wärmequelle als Linienstrahl und die Elektrode punktförmig ausgebildet werden. In
so einem Fall wird ein vorhergehendes Druckmuster mit der Wärmequelle gelöscht, indem
ein durchgehender depolarisierter bzw. hydrophober Bereich an der Druckform erzeugt
wird und die hydrophilen Bereiche durch entsprechende Steuerung des Elektrodenstiftes
erzeugt werden.
[0024] In Fig. 3 ist eine Ausführung gezeigt, bei der anstelle einer Wärmequelle eine zweite
Elektrode (30) vorgesehen ist, mit der in Zusammenwirkung mit der ersten Elektrode
(15) und dem als Gegenelektrode ausgebildeten Formzylinder (14) die Umschreibungen
vorgenommen werden. Dabei ist die Spitze der einen Elektrode punktförmig für den "Schreibvorgang"
und die andere linienförmig für den "Löschvorgang" ausgebildet. Die beiden Elektroden
(15 und 30) können dabei so angesteuert werden, daß mit der Löschelektrode die ferroelektrische
Schicht durchgehend polarisiert wird, während mit der zweiten, stiftartigen Elektrode
mit einer entsprechend hohen Spannung eine Umpolarisierung durchgeführt wird, die
zu hydrophilen Bereichen führen. Eine andere Möglichkeit, das hydrophile Muster zu
erzeugen, ist die Verwendung einer hochfrequenten Wechselspannung. Durch das damit
erzeugte Wechselfeld wird an den betreffenden Stellen die polarisierte ferroelektrische
Schicht depolarisiert.
[0025] Es ist auch denkbar, die Elektrode (15) aus Fig. 2 punktförmig auszubilden, wobei
entweder eine Reihe von Punktelektroden oder eine einzige Stiftelektrode verwendet
werden. Damit ist gleichzeitig eine selektive Löschung möglich. Im Fall des Beispieles
nach Fig. 3 würden beide Elektroden (15 und (30) punktförmig ausgebildet sein.
1. Druckmaschine, die mit einer Druckform (13) ausgestattet ist, auf der ein zu druckendes
Bild durch entsprechende hydrophobe und hydrophile Bereiche darstellbar ist und wobei
Mittel vorgesehen sind, mit denen die hydrophoben bzw. hydrophilen Bereiche umgestaltet
werden können, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform (13) Material mit ferroelektrischen
Eigenschaften enthält, das mit den Mitteln örtlich polarisierbar bzw. depolariserbar
ist.
2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform eine Folie
(13) aus ferroelektrischem Material ist.
3. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform (13) eine
Beschichtung aus ferroelektrischem Material hat.
4. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform (13) aus
einem mit ferroelektrischen Kristallen versetzten Verbundmaterial besteht.
5. Druckform nach einem der Ansprüche 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform
eine auf einen Druckformträger (14) aufgebrachte Schicht (13) ist.
6. Druckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
als Mittel für die Umsteuerung der Polarisationsbereiche (24, 27) ein Elektrodenpaar
(14, 15) und eine Wärmequelle (25) vorgesehen sind, die mittels einer Informationsübertragungseinheit
(21) ansteuerbar sind.
7. Druckmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine flache Elektrode (15)
mit einer linienförmigen Elektrodenspitze (16) vorgesehen ist, deren Länge der Breite
der Druckform (13) entspricht und die mit einem als Gegenelektrode ausgebildeten Druckformträger
(14) zusammenwirkt.
8. Druckmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine spitzauslaufende Elektrode
vorgesehen ist, die mit einem als Gegenelektrode ausgebildeten Druckformträger zusammenwirkt.
9. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmequelle
einen linienförmigen Strahl ausstraht.
10. Druckmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der linienförmige Strahl
punktuell ansteuerbar ist.
11. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine Wärmequelle
(25) mit einem punktuellen Strahl (26) vorgesehen ist.
12. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Mittel
für die Umsteuerung der Polarisationsbereiche (24, 27) über Informationsübertragungssysteme
(21) steuerbare Elektroden (14, 15, 30) vorgesehen sind.
13. Druckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das bzw. ein Elektrodenpaar mit Wechselstrom beaufschlagt wird.
14. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckform eine ferrelektrische
Schicht enthält, über die eine dünne Schicht von hydrophobem Material aufgebracht
ist.
1. Printing machine equipped with a printing forme (13) on which an image to be printed
can be represented by corresponding hydrophobic and hydrophilic areas, and wherein
means are provided whereby the hydrophobic or hydrophilic areas can be reversed, characterised
in that the printing forme (13) contains material with ferroelectric properties which
can be locally polarised or depolarised by the means.
2. Printing machine according to claim 1,
characterised in that the printing forme (13) is a film (13) of ferroelectric material.
3. Printing machine according to claim 1,
characterised in that the printing forme (13) has a coating of ferroelectric material.
4. Printing machine according to claim 1,
characterised in that the printing forme (13) comprises a composite material compounded
with ferroelectric crystals.
5. Printing forme according to one of claims 1 and 4,
characterised in that the printing forme is a layer (13) applied to a printing forme
carrier (14).
6. Printing machine according to one of the preceding claims, characterised in that a
pair of electrodes (14, 15) and a heat source (25) controllable by means of an information
transfer unit (21) are provided as the means for reversing the polarisation areas
(24, 27).
7. Printing machine according to claim 6,
characterised in that a flat electrode (15) with a linear electrode tip (16) is provided,
the length of which corresponds to the width of the printing forme (13) and which
co-operates with a printing forme carrier (14) constructed as a counter electrode.
8. Printing machine according to claim 6,
characterised in that a pointed electrode is provided which co-operates with a printing
forme carrier constructed as a counter electrode.
9. Printing machine according to one of claims 6 to 8,
characterised in that the heat source radiates a linear beam.
10. Printing machine according to claim 9,
characterised in that the linear beam can be controlled point-by-point.
11. Printing machine according to one of claims 6 to 8, characterised in that a heat source
(25) with a point-focal beam (26) is provided.
12. Printing machine according to one of claims 1 to 5, characterised in that electrodes
(14, 15, 30) controllable by means of information transfer systems (21) are provided
as the means for reversing the polarisation areas (24, 27).
13. Printing machine according to one of the preceding claims, characterised in that the
or a pair of electrodes is acted on by alternating current.
14. Printing machine according to claim 1,
characterised in that the printing forme contains a ferroelectric layer over which
a thin layer of hydrophobic material is applied.
1. Presse à imprimer qui est équipée d'une forme d'impression (13) sur laquelle une image
à imprimer peut être représentée par des régions hydrophobes et hydrophiles correspondantes,
et dans laquelle il est prévu des moyens à l'aide desquels on peut changer la forme
des régions hydrophobes et hydrophiles, caractérisée en ce que la forme d'impression
(13) contient une matière possédant des propriétés ferro-électriques qui peut être
polarisée ou dépolarisée localement à l'aide des moyens précités.
2. Presse à imprimer selon la revendication 1, caractérisée en ce que la forme d'impression
est une feuille (13) de matière ferro-électrique.
3. Presse à imprimer selon la revendication 1, caractérisée en ce que la forme d'impression
(13) possède une enduction de matière ferro-électrique.
4. Presse à imprimer selon la revendication 1, caractérisée en ce que la forme d'impression
(13) est composée d'une matière composite contenant des cristaux ferro-électriques.
5. Forme d'impression selon une des revendications 1 et 4, caractérisée en ce que la
forme d'impression est une couche (13) déposée sur un support (14) de forme d'impression.
6. Presse à imprimer selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'il
est prévu, comme moyens pour la transformation des régions de polarisation (24, 27),
un couple d'électrodes (14, 15) et une source de chaleur (25) qui peuvent être pilotées
au moyen d'une unité (21) de transmission d'information.
7. Presse à imprimer selon la revendication 6, caractérisée en ce qu'il est prévu une
électrode plate (15) possédant une pointe d'électrode de forme linéaire (16) dont
la longueur correspond à la largeur de la forme d'impression (13) et qui coopère avec
un support de forme d'impression (14) qui forme une contre-électrode.
8. Presse à imprimer selon la revendication 6, caractérisée en ce qu'il est prévu une
électrode se terminant en pointe qui coopère avec un support de forme d'impression
qui constitue la contre-électrode.
9. Presse a imprimer selon une des revendications 6 à 8, caractérisée en ce que la source
de chaleur émet un rayon de forme linéaire.
10. Presse à imprimer selon la revendication 9, caractérisée en ce que le rayon de forme
linéaire peut être piloté de façon ponctuelle.
11. Presse à imprimer selon une des revendications 6 à 8, caractérisée en ce qu'il est
prévu une source de chaleur (25) émettant un rayon ponctuel (26).
12. Presse à imprimer selon une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'il est
prévu, comme moyen pour transformer les régions de polarisation (24, 27), des électrodes
(14, 15, 30) pouvant être pilotées par des systèmes de transmission d'information.
13. Presse à imprimer selon une des revendications précédentes, caractérisée ce que le
couple d'électrodes ou un couple d'électrodes est attaqué par un courant alternatif.
14. Presse à imprimer selon la revendication 1, caractérisée en ce que la forme d'impression
renferme une couche ferro-électrique sur laquelle est déposée une mince couche d'une
matière hydrophobe.
