[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abfüllen von insbesondere Hackholz, welches
von einer Holzhackeinrichtung erzeugt und über einen Hackholzauswurf in die Vorrichtung
eingegeben wird.
[0002] Hackholz aus Holz wird heute im wesentlichen in Holzverbrennungsanlagen benützt.
Hierzu wird Holz, das sich für eine Aufbereitung zu anderen Zwecken nicht eignet,
insbesondere Holz geringeren Durchmessers oder Äste, in einer Hackholzeinrichtung
zu Hackholz verarbeitet, in käfigartige Ladewagen eingeblasen und dann in Silos abgefüllt.
Von diesen Silos gelangt das Hackholz in der Regel in mühsamer Arbeit von Hand in
den Verbrennungsraum.
[0003] Für diese normalen Holzöfen ist es bis heute noch üblich, Äste oder Holz geringeren
Durchmessers zu sogenannten Wellen oder Buscheln von Hand zu verarbeiten. Diese Arbeit
ist sehr zeitaufwendig.
[0004] Der Erfinder hat sich zum Ziel gesetzt, eine Vorrichtung der oben genannten Art zu
entwickeln, mit welcher er Hackholz auf einfache Art und Weise für einen normalen
Holzofen bereitstellen kann.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe führt, dass bei einer oben genannten Vorrichtung auf einem
Tragrahmen eine Trommel zur Aufnahme des Hackholzes drehbar angeordnet ist, wobei
eine jenseits der Beladeöffnung vorgesehene Trommelöffnung von einer Prallplatte überdeckt
und unter dieser Öffnung Abfülleimer zur Aufnahme des Hackholzes angeordnet sind.
[0006] Durch diese Vorrichtung erfolgt der Abfüllvorgang automatisch, eine Handarbeit ist,
ausgenommen vom Unterstellen der Abfülleimer unter die Abfüllöffnung bzw. vom Entnehmen
des abgefüllten Hackholzes, nicht mehr notwendig. Durch die Drehbarkeit der Trommel
wird vermieden, dass sich die Hackhölzer, welche in der Regel eine ungleichmässige
Form aufweisen, gegenseitig verhaken und so ein automatisches Abfüllen verhindert
wird.
[0007] Bevorzugt soll die Vorrichtung verfahrbar sein, wozu sie mit Rädern versehen ist.
Ebenfalls ist eine Deichsel zum Anhängen an die Hackmaschine vorgesehen. Damit ist
es möglich, die Vorrichtung an den Ort zu transportieren, an welchem das Hackholz
hergestellt wird.
[0008] Der Tragrahmen soll einen Anschlussrahmen zum Tragen der Abfülleimer und einen geneigten
Rahmen zum Halten der Trommel aufweisen. Durch letzteres Merkmal wird gewährleistet,
dass das Hackholz von der Einfüllöffnung zur Austragsöffnung gelangt.
[0009] Die Abfülleimer sitzen auf einem Drehteller, der eine vertikale Drehachse an dem
Anschlussrahmen aufweist. Auf dem Drehteller sind mehrere Abfülleimer vorgesehen,
wobei ein gefüllter Abfülleimer von der Einfüllöffnung weg- und ein neuer Abfülleimer
unter die Abfüllöffnung gedreht wird.
[0010] Zum Entnehmen des Hackholzes aus dem Abfülleimer sind in diesem eingesetzte Säcke
vorgesehen, welche beispielsweise aus einem textilen Material bestehen können. Aus
Kostengründen kann auch verbrennbares, maschenartig zusammengesetztes Kunststoffmaterial
Anwendung finden. Diese Säcke werden nach dem Befüllen aus den Abfülleimern entnommen,
zugebunden und können nun direkt in einen Brennraum einer Holzverbrennungsanlage eingegeben
werden.
[0011] Die Prallplatte ist über Gewindebolzen mit der Trommel verbunden, wobei der grundsätzliche
Abstand der Prallplatte von der Trommel bzw. der Trommelöffnung mittels der Gewindebolzen
verstellbar ist. Zum weiteren Einstellen einer auszutragenden Menge von Hackholz ist
vorgesehen, die Prallplatte mit seitlichen Klappen auszurüsten, deren Abstand relativ
zur Ebene der Öffnung der Trommel verstellbar ist. Der Einfachheit halber geschieht
dieses Verstellen über jeweils einen Hebel, der mit einer Klappe gelenkig verbunden
ist.
[0012] Zum Festhalten des Hebels in einer gwünschten Lage kann beispielsweise eine Schiene
mit unterschiedlich angeordneten Haltenocken vorgesehen sein.
[0013] Zur Zuf ührung des Hackholzes zu
einer bestimmten Einfüllöffnung über den Abfülleimern sind Leitbleche unterhalb der
Öffnung der Trommel bzw. unterhalb der Prallplatte vorgesehen. Auch diese Öffnung
kann verstellbar ausgestaltet sein.
[0014] Weiterhin wird die Trommel an ihrer Einfüllöffnung von einer Frontplatte begrenzt,
wobei die Trommel in einem bestimmten Abstand zur Frontplatte angeordnet ist, so dass
die Drehbarkeit der Trommel gewährleistet bleibt. In der Frontplatte befindet sich
auch ein Einfülltrichter, in welchen beispielsweise die Ausblasöffnung eines Hackholzgebläses
einragt. Diese Frontplatte ist im übrigen mit dem Tragrahmen verbunden und weist Führungsschienen
für die Trommel auf. Zum Gleiten in den Führungsschienen ist die Trommel mit einem
Reif belegt.
[0015] Zum Drehen der Trommel ist weiterhin ein Antrieb vorgesehen, welcher mit einer achsparallel
zur Trommelachse angeordneten Drehstange verbunden ist. An dieser Drehstange befinden
sich Rollen, bevorzugt Gummirollen, auf welchen sich die Trommel abstützt und welche
die Trommel, angetrieben von dem Antrieb, in Drehbewegung versetzt.
[0016] Durch diese erfindungsgemässe Vorrichtung ist es möglich, auf einfache Art und Weise
Hackholz automatisch in handhabbare Säcke abzufüllen.
[0017] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt
in
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung zum Abfüllen
von Hackholz;
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Abfüllen von Hackholz;
Fig. 3 eine teilweise dargestellte Rückansicht der Vorrichtung nach Fig. 2;
Fig. 4 eine teilweise dargestellte Rückansicht der Vorrichtung nach Fig. 2 unter Vernachlässigung
von Abfüllelementen.
[0018] Eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Abfüllen von Hackholz sieht nach Fig. 1 einen
fahrbaren Tragrahmen 1 vor, auf dem eine um eine Achse A drehbare Trommel 2 zur Aufnahme
von Hackholz lagert.
[0019] Der Tragrahmen 1 besteht im wesentlichen aus einem etwa rechteckigen Bodenrahmen
3, an dem stirnseitig eine Deichsel 4 angeformt ist. An der Deichsel 4 befindet sich
ein höhenverstellbares Laufrad 5. Auf dem Bodenrahmen 3 sitzt ein Stützgerüst auf,
dessen oberer Rahmen 6 geneigt zur waagerechten Laufrichtung der Vorrichtung verläuft.
Nach hinten setzt sich der Bodenrahmen 3 in einem Anschlussrahmen 7 fort.
[0020] Vom Rahmen 6 ragen beidseits der Trommel 2 Träger 8 nach oben, die eine Frontplatte
9 halten. Diese Frontplatte 9 liegt fest, während die drehbare Trommel 2 in geringem
Abstand zur Frontplatte 9 angeordnet ist. In der Frontplatte 9 befindet sich ein Einfülltrichter
10, in den Hackholz beispielsweise über ein Häckselgebläse eingefüllt werden kann.
[0021] Von der Frontplatte 9 ragen Leisten 11 ab, an denen Führungsschienen 12 festgelegt
sind, die einen die Trommel 2 umschliessenden Reif 13 zwischen sich aufnehmen. Ein
weiterer Reif 14 umschlingt die Trommel 2 am gegenüberliegenden Ende, wobei zum Führen
dieses Reifes 14 entsprechende Führungselemente 15 an einem mit dem Rahmen 6 verbundenen
Profil 16 festgelegt sind.
[0022] Auf dem Rahmen 6 sind weitere Profile 17 und 18 vorgesehen, welche Lagerschalen 19
für eine Drehstange 20 festlegen. Diese Drehstange 20 ist frontwärtig mit einem nur
schematisch dargestellten Antrieb 21 verbunden. Auf die Drehstange 20 sind im bestimmten
Abstand zueinander Gummirollen 22 aufgesetzt, welche die Trommel 2 angreifen und die
Trommel 2 in Drehung um die Achse A versetzen können. Bahnen 23 auf der Trommel 2
für die Gummirollen 22 sind mit 23 gekennzeichnet. Im Bereich der Bahnen 23 ist vorzugsweise
die Trommel 2 aufgerauht, damit die Gummirollen 22 eine bessere Angriffsfläche haben.
[0023] Den Bodenrahmen 3 quert im übrigen eine Achse 24, welche Räder 25 miteinander verbindet.
[0024] Eine Öffnung 25 (siehe Fig. 4) der Trommel 2 wird durch eine Prallplatte 26 verschlossen,
die in Fig. 3 näher beschrieben ist. Die Prallplatte 26 und die Öffnung 25 werden
teilweise von Leitblechen 27 umfangen, die dem Einleiten von aus der Öffnung 25 austretenden
Hackholzes in Abfülleimer 28 dienen. Sechs dieser Abfülleimer 28 sind auf einem Drehteller
29 angeordnet, der dem Anschlussrahmen 7 aufsitzt und mit diesem über eine Drehachse
30 verbunden ist. In diese Abfülleimer 28 können nicht dargestellte Säcke beispielsweise
aus einem Plastikgewebe, zur Aufnahme von Hackholz eingesetzt werden. Beim Material
der Abfüllsäcke sollte es sich um unschädlich verbrennbares Material handeln.
[0025] Die Prallplatte 26 ist gemäss Fig. 3 über Bolzen 31 mit der Trommel 2 verbunden,
wobei die Bolzen 31 im Inneren der Trommel 2 angeschweisst sein können, jedoch im
Bereich der Prallplatte 26 ein Gewinde zur Aufnahme einer Mutter und Gegenmutter aufweisen,
wobei der grundsätzliche Abstand der Prallplatte 26 zur Trommel 2 über diese Muttern
verändert werden kann.
[0026] Weiterhin sind über Gelenklinien 32 von einem etwa quadratischen Innenteil 33 der
Prallplatte 26 Klappen 34 abgetrennt, welche über Scharniere 35 bewegbar sind.
[0027] Mit jeder Klappe 34 ist ein Hebel 36 über ein Drehgelenk 37 verbunden, wobei dieser
Hebel 36 andererseits des Drehgelenks 37 an einer von dem Innenteil 33 aufragenden
Schiene in unterschiedlicher Höhe festgelegt werden kann. Hierzu weist die Schiene
38 in unterschiedlicher Entfernung voneinander angeordnete Haltenocken 39 auf. Mittels
dieses Hebels 36 kann der Abstand der Klappen 34 von der Öffnung der Trommel 2 verändert
werden.
[0028] Weiterhin ist aus Fig. 3 die Anordnung der Leitbleche 27 zu erkennen, welche über
eine Tragstange 40 mit dem Profil 16 fest verbunden sind.
[0029] Die Vorrichtung arbeitet folgendermassen:
[0030] Über einen nicht näher gezeigten Holzhäcksler werden Hackhölzer durch den Einfülltrichter
10 in die Trommel 2 eingeblasen. Diese Trommel 2 dreht sich laufend um die Achse A,
so dass eine Lockerung des Hackholzes stattfindet und diese zur Öffnung 25 hin transportiert
werden. Dabei gelangen sie an die Prallplatte 26 und werden zwischen der Öffnung 25
und der Prallplatte 26 entlang der Klappen 34 in die Abfülleimer 28 durch eine Einfüllöffnung
41 ausgetragen.
[0031] Die Leitbleche 27 wirken dabei als Trichter. Sobald ein Abfülleimer 28 gefüllt ist,
wird der Drehteller 29 gedreht, bis der nächste Abfülleimer 28 unter der Einfüllöffnung
41 liegt. Aus dem gefüllten Abfülleimer 28 kann nun der Sack mit dem Hackholz entnommen
und ein neuer Sack eingesetzt werden. Über die Stellung der Klappen 34 kann die Geschwindigkeit
der Austragung der Hackhölzer verändert werden. Weiterhin ist es möglich, durch die
Stellung der Klappen 34 auch unterschiedlichen Grössen von Hackholz Rechnung zu tragen.
1. Vorrichtung zum Abfüllen von insbesondere Hackholz, welches von einer Holzhackeinrichtung
erzeugt und beispielsweise über einen Hackholzauswurf in die Vorrichtung eingegeben
werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf einem Tragrahmen (1) eine Trommel (2) zur Aufnahme der Hackholzes drehbar
angeordnet ist, wobei eine jenseits der Beladeöffnung (10) vorgesehene Trommelöffnung
(25) von einer Prallplatte (26) überdeckt und unter dieser Öffnung (25) Abfülleimer
(28) zur Aufnahme des Hackholzes angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Räder (5,25) zum Verfahren
der Vorrichtung angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragrahmen
(1) einen Anschlussrahmen (7) zum Tragen der Abfülleimer (28) und einen geneigten
Rahmen (6) zum Halten der Trommel (2) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass am Anschlussrahmen (7)
eine vertikale Drehachse (30) vorgesehen ist, um welche ein Drehteller (29) dreht,
auf dem zumindest ein Abfüllei mer (28) sitzt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in den
Abfülleimer (28) ein Sack, beispielsweise aus verbrennbarem Kunststoff, zur Aufnahme
des Hackholzes eingesetzt ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Prallplatte (26) mit der Trommel (2) über Bolzen (31) so verbunden ist, daß der Abstand
zwischen Prallplatte (26) und Trommel (2) veränderbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die
Prallplatte (26) aus einem etwa quadratischen Innenteil (33) besteht, der über Scharniere
(35) mit Klappen (34) verbunden ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappen (34) zum
Verstellen ihrer Lage gegenüber der Ebene der Öffnung (25) mit einem Hebel (36) gelenkig
verbunden sind, der andererseits zwischen Haltenocken (39) einer am Innenteil (33)
festgelegten Schiene (38) eingreift und an der Schiene (38) verstellbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass unter
der Öffnung (25) bzw. unter der Prallplatte (26) Leitbleche (27) angeordnet sind,
welche eine Einfüllöffnung (41) bilden und über Tragstangen (40) fest mit dem Tragrahmen
(1) bzw. Teilen (16) desselben verbunden sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der
Trommel (2) eine Frontplatte (9) mit einem Einfülltrichter (10) vorgesetzt ist, welche
über Träger (8) mit dem Tragrahmen (1) verbunden ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Frontplatte
(9) Führungsschienen (12) verbunden sind, welche einen Reif (23) an der Trommel (2)
umgreifen und führen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein
Antrieb (21) vorgesehen ist, der über eine Drehstange (20) und die Trommel (2) angreifende
Rollen (22) die Trommel (2) in Drehrichtung um die Achse (A) versetzt.