[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Dacheindeckungsplatte gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Eine Dacheindeckungsplatte dieser Art ist durch die DE-A 2 128 035 bekannt. Diese
Dacheindeckungsplatte weist im Mittelbereich eine Lüftungsöffnung auf. Letztere wird
von einem ringsumlaufenden, zur Dacheindeckungsplatten-Oberseite weisenden Randkragen
begrenzt. Überfangen ist die Lüftungsöffnung durch einen haubenartigen Deckel. Letzterer
besteht aus gestaffelt übereinander liegenden Lamellenstreifen. Die Oberseite des
Deckels ist entweder geschlossen oder gegittert. An der Unterseite der Dacheindeckungsplatte
sitzt eine dem Umrißverlauf des Randkragens folgende Schale. Diese ist trichterförmig
ausgebildet. An tiefster Stelle setzt ein Schlauchanschlußstutzen an, der mit einer
Entlüftungsleitung verbunden werden kann. Die Schale ist verzerrt kegelförmiger Gestalt
und etwa tropfenförmigen Grundrisses. Zur Befestigung der Schale greift diese mit
einen Kragen durch die Lüftungsöffnung hindurch, um hinter eine Schulter des Deckels
zu fassen. Eine solche Ausgestaltung ist fertigungstechnisch relativ kompliziert sowie
montageungünstig. Die pagodendachartige Lamellenstruktur des Deckels bringt bei einstückiger
Herstellung komplizierte Hinterschneidungsformen.
[0003] Durch die US-A 3 374 138 ist eine Dacheindeckungsplatte bekannt, welche von einem
ihr gleich mitangeformten Rohrstutzen durchsetzt ist, welcher also mit je einem Stutzenabschnitt
die Dacheindeckungsplatten-Oberseite wie -Unterseite überragt. An den der Dacheindeckungsplatten-
Unterseite angeformten Stutzen wird unter Vermittlung einer Klemmschelle ein Krümmmer
befestigt, der wiederum mit einer Entlüftungsleitung, ebenfalls unter Verwendung einer
Schelle, verbunden ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung es, eine gattungsgemäße Dacheindekkungsplatte in herstellungstechnisch
einfacher, montagegünstiger Ausgestaltung so auszubilden, daß die Strömungsverhältnisse
optimiert sind.
[0005] Gelöst ist diese Aufgabe durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 angegebene
Erfindung.
[0006] Der Unteranspruch ist eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Dacheindeckungsplatte.
[0007] Zufolge solcher Ausgestaltung ist eine gattungsgemäße Dacheindeckungsplatte erhöhten
Gebrauchswerts erzielt: Der Randkragen setzt sich über die Dacheindeckungsplatten-Unterseite
hinaus fort. Dies führt nicht nur zu einer Stabilisierung der Randzone der Luftdurchtrittsöffnung
- es entsteht ein umlaufendes T-Profil -, sondern der Randkragen kann zugleich als
Träger für die anzubringende Schale dienen. Die diesbezügliche Zweiteiligkeit öffnet
eine praxisbezogen äußerst vorteilhafte Variabilität, dies sowohl in Bezug auf die
Ausrichtung der Schale als auch in Bezug auf die Verwendung der unterschiedlichsten
Schalentypen in Bezug auf Durchmesser und Lage des angeformten Schlauchanschlußstutzens.
Vor allem Sonderformen finden eine günstige Zuordbarkeit. Aber auch in gesamtstabilisatorischer
Hinsicht sind wesentliche Vorteile erzielt. Konkret ist so vorgegangen, daß der auch
über die Unterseite der Dacheindekkungsplatte überstehende Randkragen mit seinen querverlaufenden
Abschnitten die Innenkehlen einer Querwölbung der Dacheindeckungsplatte kreuzend schließt
und, wie schon angedeutet, Träger der Überlappung aufgesteckten Schale ist, welche
weiter den Schlauchanschlußstützen in Gegenüberlage zu einer Bogenlinie der Innenfläche
des Deckels trägt dargestellt, daß er die Mitte des Bodens der Schale tangiert. Das
entsprechende Ausfüllen der Innenkehlen verschließt nicht nur Strömungs-Nebenwege,
die einen Eintritt der Entlüftungsluft bspw. zwischen Dachhaut und Dacheindeckungsplattenunterseite
zuließen, sondern verleihen dem Randkragen einen homogenen stabilen Übergangsbereich
zum Plattenkörper der Dacheindekkungsplatte. Dementsprechend kann auch eine hochgradige
Dünnwandigkeit zugrundeliegen, was aus materialsparenden Gründen heute durchaus wieder
Bedeutung hat. Aber auch in anderer strömungstechnischer Hinsicht liegen Vorteile
vor, indem die im Mittelbereich der Dacheindeckungsplatte liegende erhabene Wölbung
der haubenartigen Decke des Deckels nicht nur die dadurch auch noch vergrößerte Zwischenkammer
der Schale begrenzt, sondern zugleich auch als Verteiler wirkt. Die aufsteigende Luftströmung
prallt gegen diesen erhaben gewölbten Mittelbereich des Deckels und verteilt sich
unter Umlenkung quer nach außen. Der Austausch über die Dacheindeckungsplatte ist
so verbessert. Der die Mitte des Bodens der Schale tangierende Schlauchanschlußstutzen
läßt sich durch Umsetzen der Schale den jeweils vorliegenden Gegebenheiten gerechtwerdend
anbringen. In stabilisatorischer Hinsicht im Hinblick auf die Schale selbst erweist
es sich schließlich noch als vorteilhaft, daß der Boden der Schale sich zum Schlauchanschlußstutzen
hin in flach-pyramidaler Gestalt trichterförmig vertieft.
[0008] Die dreieckigen Pyramidenflächen können günstigst an den rechteckigen bzw. quadratischen
Grundriß der Schale anschließen.
[0009] Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand eines zeichnerisch veranschaulichten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 die erfindungsgemäß ausgebildete Dacheindeckungsplatte in Draufsicht,
Fig. 2 eine Seitenansicht hierzu,
Fig. 3 die Unteransicht der Dacheindeckungsplatte,
Fig. 4 die Stirnansicht der Dacheindeckungsplatte, und zwar von der Firstseite aus
gesehen,
Fig. 5 den Schnitt gemäß Linie V-V in Fig. 3, in gegenüber Fig. 3 vergrößerter Wiedergabe
und
Fig. 6 den Schnitt gemäß Fig. VI-VI in Fig. 3, ebenfalls vergrößert.
[0010] Die Dacheindeckungsplatte weist in ihrem erhaben gewölbten Mittelbereich M eine Lüftungsöffnung
1 auf. Letztere ist rechteckigen Grundrisses. Die längeren Öffnungsrandkanten erstrecken
sich in der Dacheindeckungsplatten-Neigungsrichtung.
[0011] Die Lüftungsöffnung 1 ist durch einen aufwärts gerichteten Randkragen K begrenzt.
Letzterer erstreckt sich ringsumverlaufend und bildet praktisch einen Schacht. Die
Oberkante 2' beider in Querrichtung, d.h. parallel zur Traufe verlaufenden Kragenabschnitte
2 nimmt einen Verlauf, der dem des gewölbten Mittelbereichs M der Dacheindekkungsplatte
entspricht, ein. Unter Belassung eines allseitigen Luftdurchtrittsschlitzes 3 verlaufen
auch die darüber liegenden Innenflächen 4' eines die Luftdurchtrittsöffnung 1 überfangenden
Deckels 4 gewölbt. Die Bogenlinien der Innenflächen 4' können in ihrem Querwölbungsmuster
so gestaltet sein, daß die Oberkanten 2' der Kragenabschnitte 2 parallel zu den Innenflächen
4' verlaufen.
[0012] Der ebenfalls rechteckigen Umriß aufweisende Deckel 4 geht in eine umlaufend angeordnete,
abwärts gerichtete Randleiste 5 über. Randleiste 5 und Randkragen K überlappen einander
(vergl. Fig. 6), so daß der Lüftungsstrom im Bereich des Luftdurchtrittsschlitzes
3 einen Z-förmigen Verlauf 6 nimmt. Die Spaltbreite zwischen der Randleiste 5 und
dem Randkragen K entspricht in etwa der Spaltbreite zwischen Oberkante 2' und Innenfläche
4' der Abdeckhaube 4.
[0013] Der firstseitige Abschnitt 5' der Randleiste 5 reicht bis auf die oberseitige Breitfläche
der Dacheindeckungsplatte. Die Randleisten-Unterkante 5" ist dort dem Dacheindeckungsplatten-Wölbungsverlauf
angepaßt. Der diesbezügliche Abschnitt ist dachfirstseitig etwas ausgestellt. Der
tiefgezogene Abschnitt 5' der Randleiste 5 bildet einen Schurz, so daß abfließendes
Regenwasser abgehalten wird, bzw. am Randkragen K nicht überschwappen kann. Von dort
her besteht forglich auch kein direkter Luftein- bzw. Austritt. Dieser erfolgt vielmehr
von den Längsseiten und der Traufseite her.
[0014] Zur Befestigung des haubenartigen Deckels 4 an der Dacheindeckungsplatte dienen von
dessen Innenseite her ausgehende, freistehend angespritzte Zungen 7. Es sind insgesamt
vier solcher Zungen 7 vorgesehen. Letztere besitzen winkelförmigen Querschnitt. Ihre
einsteckenden Enden liegen mit ihren Außenseiten an den Innenecken des Randkragens
K an. Sie sind im Bereich ihrer Innenecken mit dem Haltekragen verklebt, verrastet
oder dergleichen. Den Steck-Begrenzungsanschlag bildet firstseitig den schurzartig
bis auf die Oberseite der Dacheindeckungsplatte heruntergezogene Randleisten-Abschnitt
5'. Traufenseitig übernimmt diese Abstützung unter Freihaltung des Luftdurchtrittsschlitzes
3 je ein auf dem Rücken der Zunge 7 angeordneter Distanzsteg 8.
[0015] Der Randkragen K setzt sich über die Dacheindeckungsplatten-Unterseite hinaus fort,
wo er in eine Schale Sch übergeht, an deren Boden ein nach unten gerichteter Schlauchanschlußstutzen
10 vorsteht. Letzterer weist kreisrunden Querschnitt auf und dient zum Aufstecken
eines Entlüftungsschlauches 11 (vergl. Fig. 5).
[0016] Der Entlüftungsschlauch 11 ist als flexibler Schlauch gestaltet und geht von einer
nicht näher dargestellten Entlüftungsleitung aus, mit welcher er ebenfalls in Wege
der Steckverbindung gekuppelt ist.
[0017] Der verlängerte, die Unterseite U deutlich überragende Randragenabschnitt K' kann
mit der Schale plus Schlauchanschlußstutzen 10 einstückig der Dacheindeckungsplatte
angeformt sein. Für eine Zugänglichkeit oder überhaupt die wahlweise Bestückung ist
das dargestellte Ausführungsbeispiel jedoch so realisiert, daß der Randkragen K als
die Halterung der als getrenntes Bauteil gestalteten Schale Sch ausgebildet ist. Hierzu
ist eine Steckverbindung dahingehend gewählt, daß die Seitenwand 12 der Schale Sch
formpassend und somit dichtend in Überlappung zum Randkragen K, genauer zum Randkragenabschnitt
K' liegt. Es ist ein außenseitiger Übergriff der Schale vorgesehen. Seitenwand 12
und Randkragenabschnitt K' sind mittels sich kreuzender Schrauben 13 miteinander verbunden.
Die diesbezüglichen Befestigungszonen liegen in den Endbereichen der Ecken. Die Durchtrittslöcher
für gegebenenfalls selbstschneidend ausgebildeten Schrauben 13 liegen im gleichen
Abstand von diesen Eckbereichen, so daß die Schale Sch wahlweise um 180
° verschwenkt zugeordnet werden kann. Dies hat im Hinblick auf die außermittige, d.h.
exzentrische Anordnung des Schlauchanschlußstutzens 10 an der Schale Sch den Vorteil,
daß für diesen Stutzen eine mehr firstseitige bzw. eine mehr traufenseitige Lage erreicht
wird. Man kann so im Wege stehenden Lattungen bzw. Sparren gut umgehen. Im Falle einer
eines quadratischen Aufbaues von Schale Sch und Randkragen K läßt sich bei entsprechend
exzentrischer Lage des Schlauchanschlußstutzens 10 eine noch weitergehende Variation
erreichen.
[0018] In jedem Fall sitzt der Schlauchanschlußstutzen 10 so am Boden 9 der Schale Sch,
daß die Rohrwandung desselben die Mitte x des Bodens 9 tangiert (vergl. Fig. 6).
[0019] Der Boden 9 ist eingedellt. Er fällt zur genannten Mitte x hin allseitig geneigt
ab, so daß eine Art Trichterform entsteht. Sich etwa ansammelndes Kondenswasser oder
von Flugschnee herrührende Feuchtigkeit kann so gut ablaufen. Unter Berücksichtigung
der Dachneigung liegt in solchen Fällen der Schlauchanschlußstutzen 10 zweckmäßig
traufenseitig.
[0020] Die Montage beschränkt sich bei lösbarer Schale Sch auf das Eindrehen der Schrauben
13.
[0021] Der Randkragen K ist, wie aus Fig. 5 hervorgeht, so gestaltet, daß seine Wandung
die aus der Querwölbung im Mittelbereich M der Dacheindeckungsplatte resultierenden
Innenkehlen 14 schließend kreuzt. Die Oberseite des Randkragens läuft in einer parallelen
Ebene zur Grundebene der Dacheindeckungsplatte.
1. Dacheindeckungsplatte mit im Mittelbereich (M) vorgesehener Lüftungsöffnung (1),
die von einem ringsumlaufenden Randkragen (K) begrenzt und von einem Deckel (4) haubenartig
überfangen ist und welcher eine zur Dacheindeckungsplattenist und welcher eine zur
Dacheindeckungsplatten- Unterseite gerichtete trichterförmige Schale (Sch) mit Schlauchanschlußstutzen
(10) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der auch über die Unterseite der
Dacheindeckungsplatte überstehende Randkragen (K) mit seinen querverlaufenden Abschnitten
die Innenkehle (14) einer Querwölbung der Dacheindeckungsplatte kreuzend schließt
und Träger der in Überlappung aufgesteckten Schale (Sch) ist, welche den Schlauchanschlußstutzen
(10) in Gegenüberlage zu einer Bogenlinie der Innenfläche (4') des Deckels (4) trägt
derart, daß er die Mitte (x) des Bodens (9) der Schale (Sch) tangiert, die einen rechteckigen
bzw. quadratischen Grundriß aufweist.
2. Dacheindeckungsplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (9)
sich zum Schlauchanschlußstutzen hin in flach-pyramidaler Gestalt trichterförmig vertieft.
1. A roofing panel formed with a ventilation aperture (1) in the central area (M),
such aperture being bouded by a peripheral edge collar (K) and having a cober (4)
engaging after the style of a hood thereover and being associated with a funnel-shaped
shell (Sch) directed towards the underside of roofing panel, said shell having a flexible
tube connection (10), characterised in that the edge collar (K) which also projects
over the underside of the roofing panel crossingly closes the inner fillet (14) of
a transverse curvature of the roofing panel by its transverse portions and is the
carrier of the shell (Sch) which is fitted overlappingly and which carries the fexible
tube connection (10) in a position opposite an arcuate line of the inner surface (4')
of the cover (4) in such manner that it is tangential to the center (x) of the base
(9) of the shell (Sch), which has a rectangular or square cross-section.
2. A roofing panel according to claim 1, characterised in that the base (9) deepens
funnel-fashion in a shallow pyramidal form towards the flexible tube connection.
1.- Plaque de couverture de toit comportant, dans sa zone médiane (M), un orifice
de ventilation (1) délimité par un col (K) formant un bord de forme annulaire, qui
est coiffé d'un couvercle (4) du genre d'un capot, et auquel est affectée une coupelle
(Sch), en forme d'entonnoir, comportant un embout (10) de raccordement de tuyau, dirigée
vers le côté inférieur de la plaque de couverture de toit, caractérisée par le fait
que le col (K) qui forme un bord et qui dépasse également au-delà du côté inférieur
de la plaque de couverture de toit, ferme en se croisant, par ses parties disposées
transversalement, les gorges intérieures (14) de la voûte transversale de la plaque
de couverture de toit et constitue le support de la coupelle (Sch), engagée par chevauchement,
qui porte l'embout (10) de raccordement de tuyau en face d'une ligne courbe de la
surface intérieure (4') du couvercle (4), de manière telle que celui-ci soit tangent
au milieu (x) du fond (9) de la coupelle (Sch), dont la projection horizontale est
de forme rectangulaire ou carrée.
2.- Plaque de couverture de toit selon la revendication 1, caractérisée par le fait
que le fond (9) s'enfonce en forme d'entonnoir qui se présente comme une pyramide
aplatie jusqu'à l'embout de raccordement de tuyau.