| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 263 323 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
17.07.1991 Patentblatt 1991/29 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.09.1987 |
|
|
| (54) |
Sitzmöbel
Sitting furniture
Meuble pour s'asseoir
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE FR GB IT NL |
| (30) |
Priorität: |
07.10.1986 DE 3634055
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
13.04.1988 Patentblatt 1988/15 |
| (73) |
Patentinhaber: Inaba Seisakusho Co., Ltd. |
|
Tokyo 146 (JP) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Uredat, Klaus
D-4592 Lindern
Oldenburg (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Seeger, Wolfgang, Dipl.-Phys. |
|
SEEGER & SEEGER
Patentanwälte & European Patent Attorneys
Georg-Hager-Strasse 40 81369 München 81369 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 069 410 DE-A- 3 537 203
|
DE-A- 2 822 574 US-A- 3 627 252
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft Sitzmöbel, mit einer vorderen Sitzteilfläche, die in ihrem
vorderen Bereich um eine quer verlaufende Achse relativ zu dem Gehäuse verschwenkbar
an diesem befestigt ist, und einer hinteren Sitzteilfläche, die relativ zur vorderen
Sitzfläche verschwenkbar angeordnet und die hinten nach oben verlängert zu einer einstückigen
Gesäß-Becken-Stütze geformt ist, und einem abgewinkelten Hebel, der um ein unterhalb
der vorderen Sitzteilfläche angeordnetes Drehlager schwenkbar gelagert ist.
[0002] Ein solcher Stuhl ist aus der EP-A-0185388 bekannt. Bei diesem gekannten Stuhl ist
die hintere Sitzteilfläche an seinem vorderen Rand über ein Gelenk direkt mit dem
hinteren Rand der vorderen Sitzteilfläche verbunden, während das hintere obere Ende
der hinteren Sitzteilfläche über ein Gelenk mit der Rückenlehne verbunden ist, welche
ihrerseits gelenkig mit dem abgewinkelten Hebel verbunden ist. Bei diesem bekannten
Stuhl kann die Neigung der hinteren Sitzfläche nur in Verbindung mit einer Neigung
der Rückenlehne relativ zur hinteren Sitzteilfläche verschwenkt werden.
[0003] Ferner ist solch ein Stuhl ist aus der DE-OS 28 22 574 bekannt. Bei diesem bekannten
Stuhl verändert sich bei Verstellung der Sitzflächenneigung der Winkel zwischen der
Rückenlehne und der hinteren Sitzteilfläche, mit der Folge, daß die Abstützung des
Rückens relativ zum Becken bei jeder Neigungseinstellung der Sitzfläche anders ist.
Nur in einer bestimmten Neigung der Sitzfläche ist eine erwünschte Winkelstellung
zwischen hinterer Sitzteilfläche einerseits und Rückenlehne andererseits möglich,
und deshalb ist auch nur in einer bestimmten Neigungseinstellung der hinteren Sitzteilfläche
die erwünschte Abstützung des Rückens möglich.
[0004] Man ist bemüht, Sitzmöbel und insbesondere Bürositzmöbel derart auszubilden, daß
ein körpergerechtes Sitzen ermöglicht wird, um einerseits Körperschäden durch falsche
Sitzhaltung zu vermeiden und um andererseits den Sitzkomfort zu erhöhen. Dabei ist
zu berücksichtigen, daß Personen nicht ständig in derselben Position verharren, sondern
vielmehr von Zeit zu Zeit ihre Sitzposition andern.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Sitzmöbel zu schaffen, das eine ergonomische
Verstellung der Sitzposition und gleichzeitig eine aktive Unterstützung des Körpers
in jeder Sitzposition ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der hintere Endabschnitt
des Hebels als Stütze der hinteren Sitzteilfläche ausgebildet und starr mit diesem
verbunden ist, und daß an diesem Hebel, im Bereich unterhalb der hinteren Sitzteilfläche,
ein starrer Ausleger des hinteren Abschnitts der vorderen Sitzteilfläche angelenkt
ist.
[0007] Die Tatsache, daß der hintere Abschnitt des Sitzes als einstückige Gesäß-Becken-Stütze
geformt ist, bewirkt eine ständige Abstützung des Beckens, unabhängig davon, in welcher
Winkelstellung die hintere Sitzteilfläche und damit die Gesäß-Becken-Stütze verschwenkt
ist. Es ist deshalb gemäß der Erfindung möglich, dem Körper in allen Bewegungsabläufen
nicht nur das Gefühl der Sicherheit zu bieten, sondern auch eine Stützung, die Verspannungen
und Verkrampfungen der Rückenmuskulatur und damit schnelle Ermüdung verhindert. Durch
diese Stützung des Beckens werden auch die sonst langfristig auftretenden Haltungsschäden
vermieden.
[0008] Die Verstellung dieses Sitzmöbels geschieht in folgender Weise:
Wenn der Hebel, der in Richtung des Drehlagers als breitflächige Platte ausgebildet
sein kann, verschwenkt wird, wird gleichzeitig auch die hintere Sitzteilfäche, und
damit auch die Gesäß-Becken-Stütze, um denselben Winkelbetrag verschwenkt.
[0009] Mit einer Verschwenkung des Hebels wird auch die vordere Sitzteilfäche in ihrer Neigung
verstellt. Diese Neigungsverstellung der vorderen Sitzteilfäche erfolgt jedoch um
einen kleineren Winkelbetrag als die Neigung der hinteren Sitzteilfäche, weil die
vordere Sitzteilfläche nicht starr mit dem Hebel verbunden ist. Vielmehr ist lediglich
der starr mit dem hinteren Abschnitt der vorderen Sitzteilfläche verbundene Ausleger
an dem Hebel angelenkt. Bei einer Verschwenkung des Hebels wird deshalb dieser angelenkte
Ausleger, entsprechend der Hebelbewegung nach unten bzw. nach oben bewegt. Dabei verschwenkt
jedoch die vordere Sitzteilfläche um ihren vorderen Bereich. Da das Drehlager unterhalb
der vorderen Sitzteilfläche angeordnet ist, wirkt somit die Verschwenkung des hinteren
Auslegers der vorderen Sitzteilfläche nach unten bzw. nach oben, nur eine Verstellung
der Neigung der vorderen Sitzteilfläche um einen relativ kleinen Winkelbetrag, da
dieser Anlenkpunkt von der vorderen Schwenkachse der vorderen Sitzteilfläche weiter
entfernt ist als von dem Drehlager.
[0010] Damit wird der gewünschte Effekt erzielt, daß nämlich die hintere Sitzteilfläche
und damit die Gesäß-Becken-Stütze bei Verschwenkung des Hebels um einen anderen, größeren
Winkel verschwenkt wird als die vordere Sitzteilfläche.
[0011] Bei der Verstellung der Neigung des Sitzes ist die Neigungsänderung der hinteren
Sitzteilfläche gekoppelt mit der weniger starken Neigungsänderung der vorderen Sitzteilfläche.
Es erfolgt somit eine Synchronverstellung der beiden Sitzteilflächen und der mit der
hinteren Sitzteilfläche verbundenen Rückenlehne zueinander. So ist es z.B. möglich,
beide Sitzteilflächen horizontal auszurichten, oder aber auch, die vordere Sitzteilfläche
um z.B. -5° und die hintere Sitzteilfläche um z.B. -15° zu neigen.
[0012] Je weiter das unter der vorderen Sitzteilfläche angeordnete Drehlager im hinteren
Teilbereich der vorderen Sitzteilfläche angeordnet ist, und je näher bei dem Drehlager
des Hebels der hintere Ausleger der vorderen Sitzteilfläche angelenkt ist, um so stärker
ist das relative Neigungsänderungsverhältnis zwischen hinterer Sitzfläche und vorderer
Stizfläche. Durch entsprechende Auslegung dieser Längenverhältnisse ist die gewünschte
relative Sitzflächenneigungsänderung einstellbar.
[0013] Das Sitzmöbel kann gemäß der Erfindung derart ausgebildet sein, daß die hintere Kante
der vorderen Sitzteilfläche mit der vorderen Kante der hinteren Sitzteilfläche eine
quer durch das Sitzmöbel verlaufenden Spalt bildet; dieser ist zweckmäßigerweise durch
eine Polsterung abgedeckt.
[0014] Die Rückenlehne ist nach einer Weiterbildung der Erfindung mit dem oberen Abschnitt
der Gesäß-Becken-Stütze verbunden, wahlweise starr oder relativ dazu verschwenkbar.
[0015] Die Erfindung weist ferner den Vorteil auf, daß sie eine stufenlose Verstellung von
vorderer und hinterer Sitzflächenneigung und des mit der hinteren Sitzteilfläche verbundenen
Rückens ermöglicht. Gleichzeitig weist sie den Vorteil auf, daß sie die Herstellung
eines Sitzmöbels mit wenigen Bauteilen und in ökonomischer Weise ermöglicht.
[0016] Nach einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Verstellmechanik im wesentlichen
in einem Tragrohr angeordnet. Dabei ist in dem Tragrohr ein Tragschuh befestigt, an
welchem der Hebel drehbar gelagert ist. Die Ausbildung des Sitzmöbels mit einem derartigen
Träger weist eine Reihe von Vorteilen auf:
Zum einen kann das Sitzmöbel ausschließlich an dem Tragrohr montiert sein, so daß
kein Standbein erforderlich ist. Ferner ist es auch möglich, mehrere derartigen Sitzmöbel
auf einem durchgehenden Rohr anzuordnen. Es ist auf diese Weise auch möglich, in einfacher
Weise ganze Bänke oder mehrere Sitzbankreihen mit erfindungsgemäßen Sitzmöbeln auf
diesen Rohren anzuordnen. Eine derartige Ausbildung hat den Vorteil, daß der Boden
für die Reinigung frei zugänglich ist. Ein weiterer Vorteil ist auch die erhebliche
Materialersparnis, weil nicht jeder einzelne Stuhl ein oder gar mehrere Beine erfordert.
[0017] Ein anderer Vorteil dieser Anordnung der Verstellmechanik in einem Rohr ist darin
zu sehen, daß zum einen die Verstellmechanik geschützt ist und zum anderen auch Personen
davor geschützt sind, Finger oder die Hand versehentlich im Verstellmechanismus einzuklemmen.
[0018] Der Hebel kann sich innerhalb des Tragrohres im wesentlichen über die Breite der
Stizteilfläche erstrecken, wodurch eine feste Stützung der hinteren Sitzteilfläche
erleichtert wird.
[0019] Das Sitzmöbel kann durch Federeinrichtungen in gewünschte Stellungen vorgespannt
sein. Nach einer anderen Weiterbildung der Erfindung sind unterhalb des von Drehlager
zum hinteren Ende der hinteren Sitzteilfläche verlaufenden Hebelarms eine oder mehrere
Druckfeder angeordnet. Durch diese Druckfeder kann das Sitzmöbel in seine eine Endlage
vorgespannt sein, in welcher des hintere Ende der vorderen Sitzteilfläche und auch
das hintere Ende der hinteren Sitzteilfläche ihre oberste Position einnehmen. Durch
Verlagerung des Körpergewichtes kann die Neigung der Stizteilflächen und des Rückens
in synchronisiertem Bewegungsablauf verändert werden. In dieser Ausführungsform ist
das erfindungsgemäße Sitzmöbel quasi als Schaukelstuhl verwendbar.
[0020] Zweckmäßigerweise ist eine Verstellschraube vorgesehen, die die Veränderung der Druckkraft
der genannten Druckfeder ermöglicht. Auf diese Weise kann die Federkraft in gewünschter
Weise an das Gewicht der Person, die das Sitzmöbel benutzt, angepaßt werden.
[0021] Nach einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der Hebel als zweiarmiger
Hebel ausgebildet, dessen zweiter Arm sich vom Drehlager im wesentlichen nach unten
erstreckt. Diese Weiterbildung der Erfindung weist den Vorteil auf, daß zwei Enden
des Hebels mit gewünschten Einstellkräften beaufschlagt werden können, so daß auch
bei kompakter Bauweise größere Einstellkräfte auf den Hebel ausgeübt werden können.
[0022] Nach einer anderen Weiterbildung der Erfindung ist im Gehäuse, zwischen dem vorderen
Teil desselben und dem unteren Endabschnitt des zweiten Hebelarms eine Feder angeordnet.
Falls diese Feder eine Druckfeder ist, wirkt sie im gleichen Sinne wie die oben beschriebene
Druckfeder, welche unter dem ersten, also dem hinteren Hebelarm innerhalb des Tragrohrs
angeordnet ist.
[0023] Die im Gehäuse zwischen dem vorderen Gehäuseabschnitt und dem unteren Ende des zweiten
Hebelarms angeordnete Feder kann als einzige Feder oder zusätzlich zu der zu vor beschriebenen,
unter dem ersten, hinteren Hebelarm angeordneten Druckfeder vorgesehen sein.
[0024] Zweckmäßigerweise ist die im Gehäuse angeordnete Feder eine Gasfeder. Solange der
Auslösehebel dieser Gasfederpatrone hineingedrückt ist, wirkt sie wie eine normale
Feder. Der Stuhl ist in dieser Stellung als Schaukelstuhl verwendbar.
[0025] Ist jedoch der Auslösehebel der Gasfederpatrone herausgefahren, so wird diese zur
Arretierung des Sitzmöbels.
[0026] Es ist auch möglich, eine lediglich als Blockierung wirkende Gasfeder (ohne Anschubkräfte)
zu verwenden. Diese Weiterbildung der Erfindung ermöglicht die Verwendung von kostengünstigen
Gasfedern.
Nach einer anderen Weiterbildung der Erfindung ist ein Auslösemechanismus zur Betätigung
des Auslösehebels der Gaspatrone vorgesehen. Durch Betätigung dieses Auslösemechanismus
wird der Auslösehebel der Gaspatrone betätigt und dadurch eine Verstellung der Sitzflächenneigungen
ermöglicht. Wird dieser Auslösemechanismus wieder freigegeben, so arretiert die nunmehr
gesperrte Gasfeder den Sitz in der eingestellten Stellung.
[0027] Nach einer anderen Weiterbildung der Erfindung ist eine schwenkbare Federlasche vorgesehen,
welche das freie Ende des Auslösemechanismus in seiner Auslösestellung zu arretieren
vermag. Auf diese Weise ist es wiederum möglich, den Stuhl als quasi Schaukelstuhl
zu benutzen.
[0028] Die Erfindung ist im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels und in Verbindung
mit der Zeichnung näher beschrieben. Im einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Stuhls,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäß ausgebildeten Bürostuhls. Ein Ständer 10
mit fünf Füßen 12 trägt ein Gehäuse 14, das fest mit einem Tragrohr 16 verbunden ist.
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf den Stuhl der Figur ,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf einen zweiarmigen Hebel, im folgenden auch Schuh genannt,
- Fig. 5
- einen Schnitt längs der Linie 5-5 der Figur 4,
- Fig. 6
- einen Schnitt längs der Linie 6-6 der Figur 4,
- Fig. 7
- eine Seitenansicht der Verbindung zwischen dem hinteren Ende der vorderen Sitzteilfläche
und dem Hebel,
- Fig. 8
- eine Draufsicht die Verbindung der Figur 7
[0029] Die Sitzfläche dieses Stuhls ist unterteilt, sie besteht aus einer vorderen Sitzteilfläche
18 und einer hinteren Sitzteilfläche 20, die nicht direkt miteinander verbunden sind,
sondern miteinander einen schmalen durchgehenden Spalt 22 bilden. Die hintere Sitzteilfläche
ist in ihrem hinteren Bereich nach oben gebogen und bildet somit eine einstückige
Gesäß-Becken-Stütze. Der hintere obere Abschnitt 24 dieser Gesäß-Becken-Stütze stützt
das Becken insbesondere in Höhe des Beckenkamms. Am oberen Endabschnitt 24 der Gesäß-Becken-Stütze
ist die Rückenlehne befestigt.
[0030] Auf den Sitzflächen und der Lehne ist ein Polster 26 angebracht.
[0031] In der Schnittdarstellung der Figur 1 erkennt man auch die wesentlichen Elemente
der Verstellmechanik:
Ein zweiarmiger Hebel, der im folgenden auch Tragschuh genannt wird und der in Verbindung
mit Figur 3 näher beschrieben ist, ist um eine Drehachse 30 drehbar gelagert. Der
erste, hinterer Hebelarm 32 ist von der Drehachse 30 zunächst schräg nach oben, dann
nach unten abgewinkelt ausgebildet ist. Der zweite Hebelarm 34 er streckt sich von
der Drehachse 30 im wesentlichen nach unten und etwas nach vorne.
[0032] Der hintere, abgewinkelte Abschnitt des ersten Hebelarms 32 ist parallel zu der hinteren
Sitzteilfläche 20 ausgebildet und starr mit dieser verbunden. Durch Verschwenkung
des Hebels 32, 34 wird somit die hintere Sitzteilfläche 20, und damit die gesamte
Gesäß-Becken-Stütze 20, 24, um den gleichen Winkel verschwenkt, wie auch der Hebel
32, 34.
[0033] Innerhalb des Tragrohrs 16 ist unter dem ersten, hinteren Hebelarm 32 eine Druckfeder
38 angeordnet, welche einen Ausgleich zur Gewichtsbelastung durch die auf dem Stuhl
sitzende Person darstellt.
[0034] Die vordere Sitzteilfläche 18 ist auf einer Achse 50 drehbar gelagert. An dem hinteren
Endabschnitt der vorderen Sitzteilfläche 18 ist ein starrer Ausleger 78 befestigt,
der bei 44 an dem ersten, hinteren Hebelarm 32 angelenkt ist.
[0035] Wie man aus dieser Figur sieht, ist der Abstand des Anlenkpunkts 44 zu der Drehachse
30 erheblich kürzer als der Abstand zwischen dem Anlenkpunkt 44 und der Achse 50,
um welche die vordere Sitzteilfläche verschwenkt wird, wenn der Hebel 32, 34 verschwenkt
wird. Deshalb wird dann, wenn der Hebel 32, 34 in der Darstellung der Figur 2 im Uhrzeigersinn
verschwenkt wird, die vordere Sitzteilfläche um eine kleinere Winkeländerung als die
hintere Sitzteilfläche und die Rückenlehne 25 verschwenkt.
[0036] Gleichzeitig erkennt man, daß die Verschwenkung oder Neigungsänderung der beiden
Sitzteilflächen 18 bzw. 20 synchron, in festem Verhältnis zueinander erfolgen.
[0037] In diesem Ausführungsbeispiel ist ferner eine Gaspatrone 48 vorgesehen, die mit ihrem
hinteren Ende bei 36 an dem vorderen Hebelarm 34 angelenkt und mit ihrem vorderen
Ende an der Achse 50 angelenkt ist, die parallel zur Drehachse 30 angeordnet ist und
rechts und links bei 52 an dem Gehäuse befestigt ist.
[0038] Die Figur 3 zeigt eine Draufsicht auf den rohrförmigen Grundträger des Stuhles. Dieser
Grundkörper besteht im wesentlichen aus dem Rohr 16, welches in seinem mittleren,
in dieser Figur 3 linken, Bereich in einen Ausleger 14 übergeht, in dessen vorderem
Bereich bei 52 die Achse 50 angeordnet ist. In dieser Figur sieht man auch die Gasfeder
48, die mit ihrem hinteren Ende bei 36 mit dem vorderen Hebel 34 drehbar verbunden
ist, und die mit ihrem vorderen Ende an der Achse 50 befestigt ist.
[0039] Ferner sieht man in dieser Figur 3 deutlich einen Teil der Auslöse- oder Freigabemechanik
der Gasfeder 48. Diese Mechanik besteht im wesentlichen aus einem abgewinkelten Umlenkhebel
58, dessen in Figur 3 linker, parallel zum Tragrohr 16 angeordneter Winkel bei Verschwenkung
des Hebels 58 um den Drehpunkt 60 den Auslösestöpsel 56 in die Gasfeder 48 hineindrückt
bzw. ihn freigibt. Am rechten Ende des Umlenkhebel 58 sieht man den Betätigungshebel
62, mit dem das rechte Ende des Hebels 58 heruntergedrückt werden bzw. freigegeben
werden kann.
[0040] Im oberen Teil dieser Figur 3 sieht man ein Lager 64, in welchem der Schuh 13, der
anhand der Figur 4 noch näher beschrieben werden wird, drehbar angelenkt ist.
[0041] Rechts von dem Lager 64 ist durch gestrichelte Linien ein Sitz 66 angedeutet, der
zur Aufnahme einer Druckfeder vorgesehen ist, die sich zwischen der Unterseite des
Tragrohrs 16 und dem noch zu beschreibenden Schuh befindet.
[0042] Die Figur 4 zeigt eine Draufsicht auf einen Schuh 13, der im wesentlichen aus den
beschriebenen Hebelarmen 32 und 34 besteht. Der in Verbindung mit Figur 2 als erster
Hebel 32 bezeichnete Teil dieses Schuhs besteht aus einer Platte, die über zwei Lager
64 mit dem Tragrohr 16 schwenkbar verbunden ist. An der Unterseite dieses Schuhs sind
vier Druckfederaufnahmen 68 vorgesehen, die mit ihren unteren Enden gegen die entsprechende
Gegenaufnahme 66 in dem Tragrohr 16 anliegen und den Schuh 13 um die Drehlager 64
gegen den Uhrzeigersinn drängen. Der Schuh weist eine Vielzahl von Verstärkungsrippen
70 auf, auf die nicht näher eingegangen werden muß.
[0043] Die Figur 5 zeigt einen Schnitt längs der Linie 5-5 der Figur 4. In dieser Figur
sieht man, daß das Aufnahmeager 36 in dem vorderen Hebel 34 als Schlitz ausgebildet
ist, in den eine Querachse des hinteren Endes der Gasfeder eingeschoben ist. Der Schuh
ist bei 64 drehbar an dem Tragrohr 16 befestigt.
[0044] Rechts neben der Auflagefläche 68 für die Druckfeder ist bei 74 das hintere Ende
des starren Auslegers 78, der mit dem hinteren Ende der vorderen Sitzteilfläche 18
starr verbunden ist, schwenkbar befestigt.
[0045] Die Figur 6 zeigt einen Schnitt längs der Linie 6-6 der Figur 4. Dieser Teil des
hinteren Hebels 32 des Schuhs ist in dem Lager 64, welches die Drehachse 30 definiert,
drehbar mit dem Tragrohr 16 verbunden. Rechts neben der Aufnahme 68 für eine Druckfeder
ist ein weiteres Gelenk mit einem Auge 74 zum Anlenken eines starren Auslegers 78
vorgesehen, der mit dem hinteren Ende der vorderen Sitzteilfläche 18 starr verbunden
ist.
[0046] Dieser starre Ausleger 78 ist in Figur 7 in Seitenansicht und in Figur 8 in Draufsicht
dargestellt.
[0047] Der Ausleger 78 weist an seinem einen Ende ein Langloch 76 auf, während er an seinem
anderen Ende über eine Platte 80 und mittels zweier Schrauben 82 an dem hinteren Ende
der vorderen Sitzteilfläche 18 befestigt ist; vgl. auch Figur 3. Ein Bolzen 84, der
sich durch das Auge 74 als auch durch das Langloch 76 erstreckt, verbindet den Ausleger
78 mit dem Schuh 13.
[0048] Das Loch 76 in dem Ausleger 78 muß als Langloch ausgebildet sein, weil sich bei Verstellung
der Neigung der Sitzteilflächen 18 und 20 diese sich relativ zueinander bewegen und
der Abstand zwischen ihnen sich ändert.
[0049] Gemäß der vorliegenden Erfindung ist aber auch die Verstellung der Sitztiefe möglich.
Diese Sitztiefenver stellung erfolgt durch Verschiebung der vorderen Sitzteilfläche
18 relativ zu der hinteren Sitzteilfläche 20.
[0050] Zu diesem Zweck ist zum einen das Langloch 76 in dem Ausleger 78 entsprechend lang
dimensioniert.
[0051] Zum anderen ist zu diesem Zweck auch die vordere Befestigung der vorderen Sitzteilfläche
18 verschiebbar, was anhand der Figur 3 näher beschrieben wird.
[0052] An den äußeren Enden der Achse 50, die als Hülse ausgebildet sein kann, ist ein Aluminumteil
86 mit seinen zum Gehäuse 14 hin vorstehenden Klauen 88 befestigt. Dieses Aluminumteil
86, das gleichsam eine Verlängerung des Gehäuses 14 bildet, weist Schlitze 90 auf,
die zur Halterung und Führung eines Schiebers 92 dienen, der seinerseits nach unten
vorstehende Bolzen aufweist, die in den Schlitzen 90 geführt werden. Diese Schieberplatte
92 ist starr mit der vorderen Sitzeilfläche 18 verschraubt.
[0053] Bei Verschiebung der Schieberplatte 92 nach links wird die vordere Sitzteilfläche
18 von der hinteren Sitzteilfläche 20 fort nach links verschoben, wobei sich das Langloch
76 relativ zu dem Auge 74 ebenfalls nach links verschiebt. Dadurch wird die Sitztiefe
vergrößert.
[0054] Bei einer Verschiebung der Schieberplatte 92 nach rechts verschiebt die vordere Sitzteilfläche
18 sich ebenfalls nach rechts und damit zur hinteren Sitz teilfläche 20 hin, wobei
der Spalt zwischen vorderer Sitzteilfläche und hinterer Sitzteilfläche sich verringert
und damit die Sitztiefe verringert wird.
[0055] Die Klemmschraube 94 dient zur Arretierung des Stuhls in der gewünschten Sitztiefeneinstellung.
1. Sitzmöbel, mit einer vorderen Sitzteilfläche (18), die in ihrem vorderen Bereich um
eine quer verlaufende Achse relativ zu dem Gehäuse verschwenkbar an diesem befestigt
ist,
und einer hinteren Sitzteilfläche (20), die relativ zur vorderen Sitzfläche verschwenkbar
angeordnet und die hinten nach oben verlängert zu einer einstückigen Gesäß-Becken-Stütze
(20, 24) geformt ist,
und einem abgewinkelten Hebel (32, 34), der um ein unterhalb der vorderen Sitzteilfläche
(18) angeordnetes Drehlager (64) schwenkbar gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der hintere Endabschnitt des Hebels (32) als Stütze der
hinteren Sitzteilfläche (20) ausgebildet und starr mit diesem verbunden ist,
und daß an diesem Hebel (32), im Bereich unterhalb der hinteren Sitzteilfläche (20),
ein starrer Ausleger (78) des hinteren Abschnitts der vorderen Sitzteilfläche (18)
angelenkt ist.
2. Sitzmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Drehlager (64) unterhalb
des hinteren Bereichs der vorderen Sitzteilfläche (18) angeordnet ist.
3. Sitzmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die hintere Kante der vorderen
Sitzteilfläche (18) mit der vorderen Kante der hinteren Sitzteilfläche (20) einen
quer durch das Sitzmöbel verlaufenden Spalt (22) bildet.
4. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rückenlehne (25) mit dem oberen Teil der Gesäß-Becken-Stütze (20, 24) verbunden ist.
5. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als
Grundkörper ein Tragrohr (16) mit einem Ausleger (14) vorgesehen ist, an dem der Hebel
(32, 34) angelenkt ist.
6. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß hinter
der Achse des Drehlagers (64) unterhalb des Hebels (32) eine Druckfeder (38) angeordnet
ist.
7. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Schrauben
zur Verstellung der Druckkraft der Druckfeder vorgesehen sind.
8. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Hebel als zweiarmiger Hebel (32, 34) ausgebildet ist, dessen vorderer Arm sich vom
Drehlager (64) aus im wesentlichen nach unten und/oder vorne erstreckt.
9. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im
Bereich zwischen dem nach vorne vorstehenden Ausleger (14) des Tragkörpers (16) und
dem unteren Endbereich des zweiten Hebelarms (34) eine Feder (48) angeordnet ist.
10. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
zwischen dem vorderen Bereich des Auslegers (14) des Tragkörpers (16) und dem Endbereich
des zweiten Hebelarms (34) angeordnete Feder eine Gasdruckfeder (48) ist.
11. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
zwischen dem vorderen Bereich des vorderen Auslegers (14) und dem Endbereich des zweiten
Hebelarms (34) angeordnete Feder eine lediglich als Blockierung wirkende Gasfeder
ist.
12. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Freigabemechanismus (62, 58) zur Betätigung des Auslösestöpsels (56) der Gaspatrone
(48) vorgesehen ist.
13. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hebelvorrichtung (62) zur Auslösung der Gaspatrone in ihrer Auslösestellung arretierbar
ausgebildet ist.
14. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es
als Einzelsitz (10) oder einzelne Sitzeinheit auf einem Tragrohr (16) ausgebildet
ist.
15. Sitzmöbel nach einem vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Einzelsitze (10) nebeneinander auf einem Tragrohr (16) angeordnet sind.
16. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es
als Einzelstuhl (10) mit seinem Tragrohr (16) auf einem Ständer ausgebildet ist.
17. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im
vorderen Bereich der vorderen Sitzteilfläche (18) eine Einrichtung zur Verstellung
der Sitztiefe (50, 76, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92) vorgesehen.
18. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtung zur Verstellung der Sitztiefe eine Schieberplatte (92) umfaßt, die starr
mit der vorderen Sitzteilfläche (18) verbunden ist und die relativ zu dem Gehäuse
(14) verschiebbar angeordnet ist.
19. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an
dem vorderen Teil des Gehäuses (14) eine Platte (86) befestigt ist, die Führungsschlitze
(90) zur verschiebbaren und verschwenkbaren Halterung der vorderen Sitzteilfläche
(18) aufweist.
20. Sitzmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rückenlehne (25) verschwenkbar an der Gesäß-Becken-Stüze (20, 24) befestigt ist.
1. Chair comprising a front seat subarea (18) which in its front region is secured to
the housing pivotal relatively thereto about a transversely extending axis,
and a rear seat subarea (20) which is pivotally arranged relatively to the front seat
area and is rearwardly upwardly extended to form an integral buttocks-pelvis support
(20, 24)
and an angled lever (32, 34) which is pivotally mounted about a pivot bearing (64)
arranged beneath the front seat subarea (18),
characterized in that the rear end portion of the lever (32) is formed as support
of the rear seat subarea (20) and is rigidly connected to the latter and that in the
region beneath the rear seat subarea (20) a rigid cantilever member (78) of the rear
portion of the front seat area (18) is articulately connected to said lever (32).
2. Chair according to claim 1, characterized in that the pivot bearing (64) is arranged
beneath the rear region of the front seat subarea (18).
3. Chair according to claim 1, characterized in that the rear edge of the front seat
subarea (18) forms with the front edge of the rear seat subarea (20) a gap (22) extending
transversely through the chair.
4. Chair according to any one of the preceding claims, characterized in that the backrest
(25) is connected to the upper part of the buttocks-pelvis support (20, 24).
5. Chair according to any one of the preceding claims, characterized in that as main
body a support tube (16) is provided which has a cantilever member (14) to which the
levers (32, 34) are articulately connected.
6. Chair according to any one of the preceding claims, characterized in that behind the
axis of the pivot bearing (64) a pressure spring (38) is arranged beneath the lever
(32).
7. Chair according to any one of the preceding claims, characterized in that screws are
provided for adjusting the pressure force of the pressure spring.
8. Chair according to any one of the preceding claims, characterized in that the lever
is formed as two-armed lever (32, 34), the front arm of which extends from the pivot
bearing (64) substantially downwardly and/or forwardly.
9. Chair according to any one of the preceding claims, characterized in that in the region
between the forwardly projecting cantilever member (14) of the support body (16) and
the lower end region of the second lever arm (34) a spring (48) is arranged.
10. Chair according to any one of the preceding claims, characterized in that the spring
arranged between the front region of the cantilever member (14) of the support body
(16) and the end region of the second lever arm (34) is a gas pressure spring (48).
11. Chair according to any one of the preceding claims, characterized in that the spring
arranged between the front region of the front cantilever member (14) and the end
region of the second lever arm (34) is a gas spring acting only as blocking means.
12. Chair according to any one of the preceding claims, characterized in that a release
mechanism (62, 58) is provided for actuating the trip plug (56) of the gas cartridge
(48).
13. Chair according to any one of the preceding claims, characterized in that the lever
means (62) is made arrestable for activation of the gas cartridge in its activation
position.
14. Chair according to any one of the preceding claims, characterized in that it is formed
as single seat (10) or individual seat unit on a support tube (16).
15. Chair according to any one of the preceding claims, characterized in that a plurality
of individual seats (10) are arranged adjacent each other on a support tube (16).
16. Chair according to any one of the preceding claims, characterized in that it is formed
as individual chair (10) with its support tube (16) on a stand.
17. Chair according to any one of the preceding claims, characterized in that in the front
region of the front seat subarea (18) a means is provided for adjusting the seat depth
(50, 76, 80, 82, 84, 86, 88, 90, 92).
18. Chair according to any one of the preceding claims, characterized in that the means
for adjusting the seat depth includes a slide plate (92) which is rigidly connected
to the front seat subarea (18) and is arranged displaceably relatively to the housing
(14).
19. Chair according to any one of the preceding claims, characterized in that to the front
part of the housing (14) a plate (86) is secured which comprises guide slots (90)
for the displaceable and pivotal holding means of the front seat subarea (18).
20. Chair according to any one of the preceding claims, characterized in that the backrest
(25) is pivotally secured to the buttocks-pelvis support (20, 24).
1. Siège, avec une surface partielle d'assise avant (18) qui, dans sa région avant, est
fixée sur le bâti en pouvant pivoter par rapport à lui autour d'un axe s'étendant
transversalement,
avec une surface partielle d'assise arrière (20), qui peut pivoter par rapport à la
surface d'assise avant et qui est prolongée, à l'arrière vers le haut, en un support
de fessier et de bassin en une pièce (20,24),
et avec un levier coudé (32,34), qui est monté pivotant autour d'un palier de rotation
(64) disposé en dessous de la surface partielle d'assise avant (18),
caractérisé en ce que la partie terminale arrière du levier (32) est conçue comme
support de la surface partielle d'assise arrière (20), et lui est rigidement assemblée,
et en ce qu'une patte rigide (78) de la partie arrière de la surface partielle d'assise
avant (18) est articulée à ce levier (32), dans la région située en dessous de la
surface partielle d'assise arrière (20).
2. Siège selon la revendication 1, caractérisé en ce que le palier de rotation (64) est
disposé en dessous de la région arrière de la surface partielle d'assise avant (18).
3. Siège selon la revendication 1, caractérisé en ce que le bord arrière de la surface
partielle d'assise avant (18) forme, avec le bord avant de la surface partielle d'assise
arrière (20), une fente (22) qui s'étend transversalement à travers le siège.
4. Siège selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dossier
(25) est assemblé à la partie supérieure du support de fessier et de bassin (20,24).
5. Siège selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un tube porteur
(16), muni d'un empattement (14) auquel est articulé le levier (32,34), est prévu
comme corps de base.
6. Siège selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un ressort
de pression (38) est disposé derrière l'axe du palier de rotation (64), en dessous
du levier (32).
7. Siège selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des vis sont
prévues pour régler la force de pression du ressort de pression.
8. Siège selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le levier
est réalisé en forme de levier à deux bras (32,34), dont le bras avant s'étend sensiblement
vers le bas et/ou vers l'avant en partant du palier de rotation (64).
9. Siège selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un ressort
(48) est disposé dans la région située entre l'empattement (14) partant vers l'avant
du corps porteur (16), et la région terminale inférieure du deuxième bras de levier
(34).
10. Siège selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le ressort
qui est disposé entre la région avant de l'empattement (14) du corps porteur (16)
et la région terminale du deuxième bras de levier (34), est un ressort de pression
à gaz (48).
11. Siège selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le ressort
qui est disposé entre la région avant de l'empattement avant (14) et la région terminale
du deuxième bras de levier (34), est un ressort à gaz servant uniquement de moyen
de blocage.
12. Siège selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un mécanisme
de libération (62,58) pour actionner la fiche de déclenchement (56) de la cartouche
à gaz (48).
13. Siège selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le mécanisme
à levier (62), prévu pour déclencher la cartouche à gaz, peut être bloqué en position
de déclenchement.
14. Siège selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est réalisé
en forme de siège individuel (10) ou d'une unité individuelle de siège sur un tube
porteur (16).
15. Siège selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que plusieurs
sièges individuels (10) sont juxtaposés sur un tube porteur (16).
16. Siège selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est réalisé
en forme de chaise individuelle (10), dont le tube porteur (16) est monté sur un support.
17. Siège selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un dispositif
pour régler la profondeur d'assise (50,76,80,82,84,86,88,90) est prévu dans la région
avant de la surface partielle d'assise avant (18).
18. Siège selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif
pour régler la profondeur d'assise comprend une plaque coulissante (92), qui est assemblée
rigidement à la surface partielle d'assise avant (18) et qui est montée coulissante
par rapport au bâti (14).
19. Siège selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une plaque
(86) est fixée sur la partie avant du bâti (14), et présente des fentes de guidage
(90) pour maintenir la surface partielle d'assise avant (18) avec possibilité de coulissement
et de pivotement.
20. Siège selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dossier
(25) est fixé avec possibilité de pivotement sur le support de fessier et de bassin
(20,24).