(19)
(11) EP 0 263 376 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.04.1988  Patentblatt  1988/15

(21) Anmeldenummer: 87114037.2

(22) Anmeldetag:  25.09.1987
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4E05D 11/10, E05D 11/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 30.09.1986 AT 2602/86

(71) Anmelder:
  • Siemens Aktiengesellschaft Österreich
    A-1210 Wien (AT)

    AT 
  • SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
    80333 München (DE)

    BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE 

(72) Erfinder:
  • Schlembacher, Gerhard
    A-3500 Krems a.d. Donau (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Lagerung für die Verschlussklappe eines Gehäuses


    (57) Eine Lagerung für eine Verschlußklappe (2) eines Gehäuses (1) weist auf der Schwenkachse (3) angeordnete unrunde Aufschnappkörper (4) auf, auf die die Verschlußklappe (2) mittels federnd aufweitbarer, zangenförmiger Ansätze (7) aufschnappbar ist. Beim gewaltsamen Überschwenken einer letzten vorgesehenen Offenstellung für die Verschlußklappe (2) verursacht die dabei auftretende Kraft (14) daher lediglich ein zerstörungsfreies Abschnappen d er Verschlußklappe (2) von der Schwenkachse (3).
    Eine vorteilhafte Ausführungsform für den Aufschnappkörper (4) wird angegeben.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Lagerung für eine Verschlußklappe eines Gehäuses mittels einer, im wesentlichen parallel zu einer Kante des Gehäuses in diesem gelagerten Schwenkachse, wobei durch Rastelemente gesicherte Offenstellungen der Verschlußklappe vorgesehen sind.

    [0002] Gegenüber einem Gehäuse verschwenkbare Teile sind mannigfach bekannt. So ist es etwa bei Meß- oder Kommunikationsgeräten für rauhen Betrieb vorteilhaft, das Gerät in einem schützenden Gehäuse anzuordnen und seine Frontplatte durch eine aufschwenkbare Verschlußklappe zu schützen. Damit kann das Eindringen von Verunreinigungen sowie eine mechanische Beschädigung weitgehend vermieden werden. Um die Frontplatte möglichst zur Gänze zugänglich zu machen, ist die Klappe meist um eine nahe einer Gehäusewand und parallel zu dieser angeordnete Achse schwenkbar. Meist ist eine zwischen Gehäuse und Verschlußklappe im Öffnungssinne wirkende Torsionsfeder vorgesehen.

    [0003] Bei dem genannten rauhen Betrieb kann es leicht vorkommen, daß durch Stoß oder Gewichtsbelastung die in Offenstellung befindliche Verschlußklappe gewaltsam über diese hinausgeschwenkt wird und daß dabei an der achsparallelen Gehäusekante eine neue Schwenkachse für die Verschlußklappe entsteht, wobei diese neue Konstellation wie ein zweiarmiger Krafthebel auf die Achslagerung wirkt. Durch die auftretenden Biege- oder Schwerkräfte ist sowohl für die Achslagerung als auch für die Verschlußklappe Bruchgefahr gegeben. Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung einer Lagerung, bei der diese Bruchgefahr nicht auftreten kann. Diese Lagerung ist dadurch gekennzeichnet, daß auf der Schwenkachse unrunde Aufschnappkörper angeordnet sind und daß an der Verschlußklappe zangenartige federnd aufweitbare Ansätze solcher Art angeformt sind, daß sie auf die Aufschnappkörper durch Aufschnappen in eine hinsichtlich der Verdrehung formschlüssige und hinsichtlich der Trennung kraftschlüssige Verbindung bringbar sind, wobei die zur Trennung der Verbindung vorgesehene Abschnapprichtung im wesentlichen der Richtung der Kraft entspricht, die beim gewaltsamen Öffnen der Verschlußklappe über die letzte Offenstellung hinaus zufolge des Wirksamwerdens der zur Schwenkachse parallelen Kante des Gehäuses als neue Schwenkachse für die Verschlußklappe, auf die Aufschnappverbindung ausgeübt wird.

    [0004] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lagerung ist, daß Beschädigungen von Verschlußklappe und Schwenkachse sicher vermieden werden, da deren mechanische Verbindung zerstörungsfrei aufgetrennt wird, wobei eine nachfolgende Wiederherstellung dieser Verbindung durch einfaches Aufschnappen leicht durchführbar ist.

    [0005] Eine vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß jeder Aufschnappkörper in Form einer Kreisscheibe ausgebildet ist, an die über einen Großteil ihres halben Umfanges ein im wesentlichen quaderförmiger Körper angesetzt ist und jeder Aufschnappkörper so angeordnet ist, daß zwischen Kreisscheibe und Schwenkachse Gleichachsigkeit besteht.

    [0006] Der Vorteil dieser Ausbildung liegt darin, daß bei guter mechanischer Qualität dieser Verbindung bei deren Herstellung eine nur geringfügige federnde Aufweitung des zangenförmigen federnden Teils, der auf den Aufschnappkörper aufzuschieben ist, notwendig und damit eine geringe Materialbeanspruchung gegeben ist.

    [0007] Anhand zweier Querschnittsdarstellungen soll nachfolgend eine mögliche Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Lagerung näher beschrieben werden. Die Fig.1 und 2 zeigen im Querschnitt ein Gehäuse 1 mit der erfindungsgemäßen Lagerung für eine Verschlußklappe 2. Im Gehäuse 1 ist eine Schwenk achse 3 gelagert. Auf dieser sind unrunde Aufschnappkörper 4, die vorteilhaft aus einem kreisscheibenförmigen Teil 5 mit angesetztem quaderförmigen Teil 6 in der gezeigten Weise zusammengesetzt sind, angeordnet. An jeden dieser Aufschn appkörper 4 schmiegt sich im aufgeschnappten Zustand ein, der Verschlußklappe 2 angeformter, zangenförmiger, federnd aufweitbarer Teil 7. Seine äußere Umrandung weist Elemente einer Rastvorrichtung auf, nämlich eine Rampe 8 und eine Kerbe 9. Im Gehäuse 1 ist ein federnder Rastfinger 10 angeordnet, dessen Spitze bei der Öffnungsbewegung der Verschlußklappe 2 zuerst an die Rampe 8 anläuft und die Bewegung stoppt (Fig. 1). Dabei wirkt das Schwungmoment der Verschlußklappe 2 unterstützend auf die in der Aufschnappverbindung 4, 7 bestehende mechanische Verbindung. Das zur Öffnungsbewegung der Verschlußklappe 2 dienende Drehmoment kann durch eine, zwischen Gehäuse 1 und Verschlußklappe 2 wirkende, hier nur angedeutete Feder 12 erzeugt werden. Bei weiterer Betätigung der Verschlußklappe 2 im Öffnungssinn fällt die Spitze 11 des Rastfingers 10 in die Kerbe 9 ein, wodurch eine zweite Offenstellung festgelegt ist (Fig. 2). Wenn die Verschlußklappe 2 durch eine gewaltsame Einwirkung weiter im Öffnungssinn betätigt wird, entsteht für sie in der Kante 13 des Gehäuses 1 eine neue Schwenkachse und es tritt im Randbereich der Verschlußklappe 2 ein Biegemoment und an der Schwenkachse 3 eine Biege- und Scherkraft 14 auf, die bei entsprechender Größe bei jeder nicht erfindungsgemäß ausgebildeten Lagerung zur Beschädigung von Verschlußklappe und/oder Achse führen muß, die bei der erfindungsgemäß ausgeführten Lagerung durch Abschnappen der Aufschnappverbindung 4, 7 jedoch sicher vermieden wird. Ein Wiederaufschnappen der Verschlußklappe 2 ist ohne Schwierigkeit durchzuführen.

    Bezugszeichenliste



    [0008] 

    1 Gehäuse

    2 Verschlußklappe

    3 Schwenkachse

    4 unrunde Aufschnappkörper

    5 kreisscheibenförmiger Teil

    6 quadenförmiger Teil

    7 zangenförmiger federnder Teil

    8 Rampe

    9 Kerbe

    10 federnder Rastfinger

    11 Spitze

    12 Feder

    13 Kante

    14 Kraft




    Ansprüche

    1. Lagerung für eine Verschlußklappe eines Gehäuses mittels einer, im wesentlichen parallel zu einer Kante des Gehäuses in diesem gelagerten Schwenkachse, wobei durch Rastelemente gesicherte Offenstellungen der Verschlußklappe vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet,daß auf der Schwenkachse (3) unrunde Aufschnappkörper (4) angeordnet sind und daß an der Verschlußklappe (2) zangenartige federnd aufweitbare Ansätze (7) solcher Art angeformt sind, daß sie auf die Aufschnappkörper(4) durch Aufschnappen in eine hinsichtlich der Verdrehung formschlüssige und hinsichtlich der Trennung kraftschlüssige Verbindung bringbar sind, wobei die zur Trennung der Verbindung vorgesehene Abschnappeinrichtung im wesentlichen der Richtung der Kraft (14) entspricht, die beim gewaltsamen Öffnen der Verschlußklappe (2) über die letzte Offenstellung hinaus zufolge des Wirksamwerdens der zur Schwenkachse (3) parallelen Kante (13) des Gehäuses (1) als neue Schwenkachse für die Verschlußklappe (2), auf die Aufschnappverbindung (4,7) ausgeübt wird.
     
    2. Lagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Aufschnappkörper (4) in Form einer Kreisscheibe (5) ausgebildet ist, an die über einen Großteil ihres halbes Umfanges ein im wesentlichen quaderförmiger Körper (6) angesetzt ist und jeder Aufschnappkörper (4) so angeordnet ist, daß zwischen Kreisscheibe (5) und Schwenkachse (3) Gleichachsigkeit besteht.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht