[0001] Die Erfindung betrifft einen Stuhl mit vier Beinen, einem Sitz, einer Rückenlehne,
einem die Beine verbindenden und den Sitz tragenden Zargenteil, wobei die Rückenlehne
an den hinteren, über den Sitz nach oben hinaus aufragenden Beinen befestigt ist.
[0002] Es gibt sehr viele Stuhlkonstruktionen. Allen gemeinsam ist, daß mindestens Beine,
Sitz und Rückenlehne sowie Verbindungsmittel vorgesehen sind.Für die Ausführung gibt
es sehr viele Möglichkeiten, die sich einerseits nach dem Design, andererseits nach
den Benutzerwünschen und vor allem nach den Herstellungsmöglichkeiten und dgl. richten.
[0003] Bei einem aus DE-OS 32 24 812 bekannten Stuhl ist das Beingestell aus speziell profilierten
Rohren gebogen. Daran befestigte Verbindungsteile tragen den Sitz und die Rückenlehne.
Diese herstellungstechnisch für das dabei mögliche Design vorteilhafte Konstruktion
ist jedoch daran gebunden, daß man Profilstäbe für das gesamte Beingestell verwendet,
welche auch im Abwinklungsbereich ggf. mit entsprechenden Einlagen ausreichende Stabilität
bieten. Die gesamte Form wird durch das Beingestell bestimmt, aber auch begrenzt.
[0004] Andere Stühle haben gerade aufragende Beine, die ggf. über die Sitzfläche hinaus
hinten oben verlängert zum Tragen der Rückenlehne gestaltet sind. Diese sind zumeist
aus Holz, aber auch aus Vierkant-Stahlrohren und dgl. gebildet. Mit Leichtmetall-Formgußteilen
aufgebaute Stühle haben seitlich angesetzte V-förmige Beine. Eine andere, aus Benutzungen
der Anmelderin bekannte Konstruktion sieht eine horizontale Tragelementgestaltung
mit an den Ecken senkrecht stehenden Hülsen vor, in welche von unten runde Beinstäbe
eingesteckt sind und wobei ggf. Armlehnen-und Rückenlehnen-Träger von oben eingesteckt
werden können. Jede dieser und vieler anderen Lösungen ist mit ganz speziellen Materialien,
Herstellungsverfahren und einem entsprechenden Aussehen weitgehend fest verbunden,
wobei jeweils auch die Farbgebungsmöglichkeiten und die Materialkombinationen weitgehend
vom Konstruktionskonzept des Stuhles abhängen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stuhl vorzuschlagen, bei dem geradlinige
Halbzeugelemente, wie Metallrohre oder Holzstäbe, für die Beine verwendet werden
können, wobei diese je nach den Stabilitätsbedürfnissen und den Gestaltungswünschen
unterschiedliche Zusammenstellungen gestatten und wobei die Stäbe durchgehend ausgeführt
werden können, jedoch mit einer geeigneten Tragstruktur für das Verbinden der Beine
und das Tragen des Sitzes zusammenwirken, und der in der Serienfertigung günstige
Herstellungsbedingungen auch bei unterschiedlichen Farbgebungen oder Materialzusammenstellungen
ermöglicht.
[0006] Ein erfindungsgemäßer Stuhl hat wenigstens folgende Merkmale:
- vier Beine;
- einen Sitz;
- eine Rückenlehne;
- ein die Beine verbindendes und den Sitz tragendes Zargenteil;
- der Sitz ist vorzugsweise im Abstand über dem Zargenteil gehalten;
- die Rückenlehne ist an den hinteren, über den Sitz nach oben hinaus aufragenden
Beinen befestigt;
- jedes der Beine ist aus mindestens zwei geraden, zylindrischen, unmittelbar aneinander
liegenden Rundstäben gebildet;
- das Zargenteil weist abstehende Bein-Anschluß-Arme auf;
- die Anschluß-Enden der Bein-Anschluß-Arme reichen jeweils in die nach innen weisenden
Vertiefungen zwischen den beiden Rundstäben jedes Beines;
- sie sind dort mit den Beinen die auftretenden Stütz-, Biege- und Verdrehkräfte aufnehmend
verbunden.
[0007] Die geraden, aus wenigstens zwei Rundstäben gebildeten Beine können nunmehr durchlaufen
und durch einfaches Abschneiden gebildet werden. Sie brauchen nicht in entsprechende
zylindrische Hülsen eines Zargen- und Verbindungsteiles eingesteckt und entsprechend
angepaßt zu werden. So ist man in der Wahl der Gestaltung und des Aussehens wesentlich
freier und kann durch die Doppelrundstäbe wesentlich schlanker wirkende Beine bei
großer Stabilität erzielen. Man kann für die Beine nunmehr auch Materialien verwenden,
wie sie bei abgebogenen Halbzeug-Beinen, beispielsweise nach der DE-OS 32 24 812 oder
bei den Rattan-Stühlen aus naturgewachsenen Rundstäben oder bei Stühlen aus dünnen
runden Stahlstäben, wie sie für Kaffeehausstühle verwendet wurden, nicht geeignet
waren. Dadurch, daß die Verbindung zwischen Bein und Zargenteil in dem inneren Bereich
zwischen zwei Rundstäben erfolgt, kann je nach den Festigkeitsbedürfnissen hier eine
Länge für die Verbindung gewählt werden, die vom Rundstab-Durchmesser unabhängig
ist und die selbst bei interessanten Gestaltungsvarianten mit gerade durchlaufenden,
mehrstäbigen Beinen oder zu Bündeln vereinigten Rundstab-Beinen eine an der kritischsten
Stelle ausreichende Befestigung auch bei schwierigen Werkstoffen, wie dünnen Holzstäben
oder dgl. ermöglicht. Dadurch, daß man beim Zargenteil von der üblichen außen liegenden
Rahmenkonstruktion,die in die Holzbeine eingenutet oder eingezapft ist, abgeht und
ein inneres Rahmenteil vorsieht, welches abstehende Arme aufweist, kann man eine frei
schwebende Konstruktion für den Anschluß der Beine und des Sitzes wählen und hat trotzdem
günstige Anschlußmöglichkeiten für die einzuleitenden Kräfte und vor allem herstellungsmäßig
zweckmäßige Gestaltungsfreiheiten für die Zargenteil oder Zargenteilelemente, je nachdem,
ob man eine Ausführung in Metall, in Holz oder in Holz-Verbund-Werkstoffen und/oder
ggf. Kunststoffen wünscht. Je nach der gewählten Verbindungsart und dem Material kann
man unterschiedlich aussehende Materialien, für Beinteile und/oder Zargenteil und
Zargenteilarme verwenden und ist somit bezüglich der Gestaltung und des Design des
Stuhles wesentlich freier als bei vielen anderen Konstruktionen und erreicht trotzdem
gute Stabilität und günstige Herstellungsmöglichkeit. Man kann dabei die einzelnen
Teile der Beine, wenn es gewünscht wird, unterschiedlich farbig lackieren und erst
hinterher zusammenbauen oder aus verschiedenen Werkstoffen aufbauen, wenn es die Herstellungsmöglichkeiten,
die Herstellungskosten und/oder die Ansprüche an das Design erfordern oder wünschenswert
erscheinen lassen.
[0008] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung können die Beine aus stranggepreßtem
Aluminiumrohr bestehen. Unter "Aluminiumrohr" werden auch solche Werkstoffe verstanden,
die nicht reines Aluminium sind, sondern auch Legierungen und sonstige gleichwertige
Leichtmetalle. Dieses für die Erfindungskonstruktion wichtige Merkmal läßt sich bei
einem solchen Stuhl besonders gut verwirklichen, weil man stranggepreßte Aluminiumrohre
nicht oder mit vernünftigem Aufwand nicht verformen kann und durch die Wahl des Werkstoffs
Aluminium oder dgl. Konstruktionsprinzipien zu wählen hat, die den Tatsachen der
Geradlinigkeit und des stets gleichen Querschnittes Rechnung tragen. Gerade dafür
ist es jedoch, wenn man schlanke, übersichtlich, auch im oberen Endbereich oder Durchlaufbereich
in der Nähe des Sitzes nicht unterbrochene Außenflächen haben möchte, sinnvoll, die
Lösung mit dem Zargenteil mit abstehenden Armen, die zwischen den Rundstäben angreifen,
zu wählen. Unter 'Zargenteil' wird ein die Beine verbindenes, zusammenhaltendes und
den Sitz tragendes Bauteil verstanden, dessen Tragkonstruktion nicht darauf beschränkt
ist, daß die "Zargen" wie bei üblichen Beinen in den von den Beinachsen bestimmten
Ebenen oder nahe diesen Ebenen liegen, sondern daß die die Stabilität gebenden Bereiche
als hochkantstehende, ein Rahmenwerk bildende Flachteile ausgebildet sind.
[0009] Die Rundstäbe kann man aus Einzelstäben zusammenfügen. Insbesondere für die Aluminiumrohrlösung
ist es jedoch zweckmäßig, wenn jeweils zwei Rundrohre als einstückiges Strangpreßprofil
augebildet sind. Sie lassen sich hertellungstechnisch gut fertigen, bieten bei geringem
Querschnitt und schlankem Aussehen günstige Stabilitätseigenschaften und lassen es
zu, ohne weiteres zur weiteren Verstärkung, zur Erzielung eines bestimmten Aussehens
im Sinne des Gesamtdesigns und/oder zur Anbringung einer an den Stil des Stuhles
passenden Armlehne einen dritten Rundstab in die von der Befestigung frei liegenden,
nach außen weisenden Vertiefungen der beiden an dem Zargenteil befestigten Rundstäbe
einzulegen und in geeigneter Weise zu befestigen.Von dieser Möglichkeit macht das
ansprechend gestaltete Ausführungsbeispiel bei den Vorderbeinen in vorteilhafter
Weise Gebrauch, wobei gemäß einer Weiterbildung der Erfindung das dritte Rohr der
Vorderbeine eine in die Vertiefung der beiden Rohre eingreifende spitze Außenrippe
aufweisen kann. Diese sorgt einerseits für eine leichte lagesichere Montage und andererseits
kann man mit Hilfe dieser ineinandergreifende Rippen-Nutkonstruktion auch auf größerer
Länge, beispielsweise durch Verklebung und/oder Schrauben, eine Stabilisierung erzielen.
[0010] Die Beinprofilrohre haben zweckmäßige außen längs verlaufende schmale und niedrige
Schutzrippen. Diese lassen sich im Strangpreßverfahren leicht herstellen und verhindern
Verkratzen der Oberflächen, vor allem beim Stapeln der Stühle. Die erfindungsgemäße
Konstruktion läßt es nämlich besonders günstig zu, stapelfähige Stühle zu schaffen.
[0011] Die Beinrohrprofile können zweckmäßig im Innern längsverlaufende Zentrier- und Befestigungsrippen
aufweisen. Diese dienen einerseits der Verstärkung, vor allem aber ermöglichen sie
wegen der notwendigen Schrägschnitte und der einzufügenden Formteile eine sichere
Ausrichtung der Bestandteile zueinander, wobei die Formteile sich auch an den Befestigungsrippen
festkrallen können.
[0012] Der Anschluß der Anschlußenden der abstehenden Bein-Anschluß-Arme des Zargenteiles
und ggf. der Rückenlehne kann jeweils an den äußeren Enden der Rohre erfolgen, ggf.
mit Eingriff in die Rohrenden. Solche Lösungen lassen jedoch nur ganz bestimmte Ausführungen
für die Eckverbindung zu. Besonders zweckmäßig ist es, wenn der Anschluß im Abstand
unterhalb der Enden der Beinstäbe erfolgt. Dann kann man in die Enden der Beinstäbe
geeignete Verbindungselemente und/oder Abdeckstopfen einführen, die die Beinstäbe,
welche unter den Einspannkräften von anzuschließenden Teilen, ggf. auseinander gedrückt
zu werden drohen, zusammenhalten. Außerdem ergibt sich eine im Sinne des Designs ansprechende
Gestaltung, die auch das Abschneiden oder Endenlassen der Rundstäbe in geneigten und/oder
gewölbten Flächen zuläßt. In die Rohrenden läßt man zweckmäßig passende Fuß- und/oder
Endabdeckungs- und/oder Verbindungsstopfen eingreifen.
[0013] Das Zargenteil weist zweckmäßig einen rechteckigen Grundkörper mit vertikalen Wänden
auf, in dessen Ecken diagonal die Bein-Anschluß-Arme abstehen. Andererseits kann
man jedoch auch eine gewölbte und/oder verrippte Struktur dafür vorsehen.
[0014] Die Bein-Anschluß-Arme für die vorderen Beine läßt man zweckmäßig gradlinig in der
Stuhldiagonale verlaufen. So kann man zwei nach innen liegende und einen außen eingelegten
Stab zu einem ansprechenden schlanken, jedoch ausreichend stabilen Bündel vereinigen
und das Zargenteil geometrisch günstig angreifen lassen.
[0015] Im hinteren Bereich kann es zweckmäßig sein, ggf. im Durchmesser etwas dickere Rundstäbe
zu verwenden, wobei diese bezüglich der Stuhlseitenlinie hintereinander stehen sollten,
so daß die hinteren Arme am Zargenteil bis zur Verbindungsebene der Hinter beine
diagonal verlaufen und jeweils einen in die Verbindungsebene abgewinkelten Anschlußschenkel
aufweisen. So läuft auch dieser Schenkel senkrecht auf die Verbindungsebene der Achsen
der beiden Rundstäben und kann leicht eingefügt und angeschlossen werden. Die Anschluß-Enden
der Bein-Anschluß-Arme werden zweckmäßig verjüngt und angefast ausgeführt, wenn man
eine Schweißverbindung für die Aluminiumkonstruktion wählen will, so daß die Schweißnaht
kräftig und gut tragend ausgeführt werden kann, im äußeren Erscheinungsbild jedoch
nicht nachteilig zu sehen ist.
[0016] Für die Befestigung des Sitzes und ggf. zur Unterbringung von Stapelstopfen kann
es zweckmäßig sein, in den Ecken des rechteckigen Rahmens des Zargenteils senkrecht
verlaufende Ausnehmungen vorzusehen. Diese können vorzugsweise zylindrische Form
haben. Sie lasse sich günstig mit den Zargenteilelementen herstellen und gestatten
durch einfaches Einstecken die entsprechenden Bauteile zusammenzubauen und zu befestigen.
[0017] Das Zargenteil kann einstückig oder aus mehreren Elementen zusammengefügt werden.
Für die Herstellung in Aluminium ist grundsätzlich eine Gußlösung des Gesamtteiles
möglich. Diese erfordert jedoch teuere und große Gußformen. In das Gesamtkonzept des
Stuhles mit stranggepreßten Aluminium-Rohrbeinen fügt sich besser eine Lösung ein,
bei der auch das Zargenteil aus stranggepreßten Aluminiumelementen besteht. Das gesamte
Zargenteil von einem einstückigen Strangpreßprofil abzuschneiden, würde einen großen
Aufwand für das Gesamtprofil bedeuten. Günstigere Herstellungs-, Lager- und Transportbedingungen
ergeben sich, wenn man das Zargenteil mit seinen abstehenden Armen aus vier Abschnitten
von zwei gleichen Strangpreßprofilen, die gemäß der Höhe des Zargenteiles abgeschnitten
sind, zusammenfügt. Diese haben im Verbindungs bereich zweckmäßig Schlitzaufnahmen
und ggf. Anfasungen, um Verbindungslaschen einzustecken und Verschweißungen zu ermöglichen,
wobei die Verbindungslaschen allein oder zusätzlich zur Verbindung mittels Nieten
dienen können.
[0018] Die Rückenlehne kann in vielerlei Weise befestigt werden. Zweckmäßig ist es jedoch,
die Befestigung der Rückenlehne zwischen die beiden Rundstäbe greifen zu lassen. Bei
der Ausführung mit Leichtmetall-Strangpreßprofilen kann man zweckmäßig von oben Längsschlitze
einarbeiten, in welche im Einsteckbereich verjüngte Flachteile der vorzugsweise gewölbten
Rückenlehne eingreifen. Die Rohrenden werden dann zweckmäßig durch sie zusammenhaltende
und die Stabilität sichernde Einsteckstopfen abgedeckt. Dabei kann man die Rohrenden
und/oder ihre Stopfen gemäß der schräg verlaufenden oberen Begrenzungslinie der Rückenlehne
abschrägen. Dann benötigt man nur relativ kurze Beine und einen Anschluß mit kurzen
Hebelarmen, während jedoch durch die schräg verlaufende Gestaltung zum höchsten Teil
in der Mitte der Rückenlehne eine günstige Abstützung des Rückens des Benutzers auch
in höheren Partien ermöglicht wird.
[0019] Für viele Anwendungszwecke, insbesondere unter hygienisch und reinigungstechnisch
schwierigen Verhältnissen,ist der Stuhl mit Leichtmetall-Strangpreß-Profil-Teilen
besonders geeignet. Für andere Anwendungen und inbesondere für manche Einkäufer-und
Benutzerwünsche soll ein Stuhl jedoch aus Holz bestehen oder zumindest so aussehen
oder mit äußeren Flächen aus Holz gestaltet sein. Einen solchen Stuhl kann man bei
gleichem Grundkonzept wie vorstehend beschrieben auf verschiedene Weise realisieren.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung bestehen die Beine aus miteinander verbundenen
zylindrischen Massivholzstäben. Diese Ausgestaltung läßt verschiedene Anschlüsse
am Zargenteil zu, die in konventioneller Verbindungstechnik ausgeführt werden können.
Besonders zweckmäßig ist es jedoch, daß die Enden der abstehenden Arme des Zargenteiles
schwalbenschwanzartige Verdickungen aufweisen, die in passend geformte Vertiefungen
zweier benachbarter, auf diese gesteckter und vorzugsweise angeleimter Rundstäbe eingreifen.
So ergibt sich eine großflächige stabile Verbindung zwischen Zargenteil und Beinstäben,
die in den verschiedensten geeigneten Hölzern ausgeführt werden kann. Für die Herstellung
und eine dauerhaft stabile Konstruktion ist es zweckmäßig, wenn das Zargenteil aus
formgepreßtem Kunststoff-Faser-Holz besteht, an welches die auswärts ragenden schwalbenschwanzartigen
Befestigungsverdickungen mit durchgehendem Faserverlauf angeformt sind. Eine solche
Lösung, die in am Markt verfügbaren neuen Herstellungstechniken günstig und preiswert
zu realisieren ist, führt zu einem durchgehenden Faserverlauf von den Anschlußbereichen
der Beine durch die Eckbereiche der Zargenteile, wobei die Fasern in eine entsprechende
Form,vorzugsweise gegeneinander verschränkt eingelegt und mit Harz versehen zu einem
festen Holzverbundwerkstoff-Bauteil verpreßt werden, welches gerade den besonderen
Belastungsverhältnissen von frei tragenden Stuhlkonstruktionen mit an innen liegenden
Zargen der Rahmen über Arme angesetzten Beine besonders günstig gerecht wird.
[0020] Die Verbindung zwischen Rückenlehne und hinteren Beinen kann in gleichartiger Weise
mit angeformten Verdickungen und entsprechenden Aufnahmevertiefungen an den Beinen
gebildet sein. Dabei kann man gleichartige Faser-Kunststoff-Preß-Techniken für Teile
der Rückenlehne oder die ganze Rückenlehne anwenden. Wünscht man jedoch eine aus Flachmaterial,
beispielsweise verformtem Sperrholz hergestellte Rückenlehne, so kann man diese ähnlich
wie bei der zuvor beschriebenen Konstruktion zwischen die beiden aufragenden Rundstäbe
greifen lassen. Eine andere besonders zweckmäßige und stabile Verbindung zwischen
Rückenlehne und aus zwei runden Holzstäben gebildeten Beinen sieht vor, daß die Rückenlehne
auf jeder Seite ein schwalbenschwanzartig ausgeformtes, stirnseitig angeschlossenes
Metallprofil aufweist, welches in vertikal eingearbeitete Schlitze der benachbarten
Holz-Rundstäbe eingreift. Dann kann man hier eine sehr schlanke Konstruktion verwirklichen
und trotzdem an der hoch belasteten Stelle auf großer Länge eine stabile Verbindung
herstellen, die auch bearbeitungstechnisch einfach und sicher ist.
[0021] Um dem Aussehen, der Stabilität und der Formgestaltung der aus Doppelstäben gebildeten
hinteren Beine sowohl in Stabilität als auch Gestaltung entsprechende Vorderbeine
zu schaffen, ist es zweckmäßig, dieses aus drei Stäben aufzubauen. Dabei kann der
dritte Stab des Bündels der vorderen Beine mittels verdeckter Dübel an den Anschluß-Enden
der Bein-Anschluß-Arme des Zargenteils und ggf. den übrigen Rundstäben des Beines
ebenfalls mit versenkten, ggf. federförmigen oder scheibenförmigen Dübeln angeleimt
sind. So erhält man ein aus schlanken Rundstäben gebildetes und sicher angeschlossenes
Vorderbein.
[0022] Wenn man jedoch eine in sich stabilere Konstruktion mit dem Aussehen von echtem Holz
wünscht, kann man auch ein Konzept wählen, bei dem stabile Metallstäbe von Holzteilen
umgeben sind. Dafür eignet sich gerade die Lösung mit Rundstäben deshalb, weil keine
Fugen in Erscheinung treten, wenn die Rundstäbe aneinander liegen. Für eine solche
Lösung wird zweckmäßig ein aus Metall oder formgepreßtem Faserholz bestehendes Zargenteil
vorgesehen, an dessen Bein-Anschluß-Arme im hinteren Bereich jeweils ein vertikal
verlaufendes Flachprofil und im Bereich der Vorderbeine je ein mit dem Mittelschenkel
unter 45° nach außen weisendes T-Profil angeschlossen, vorzugsweise angeschraubt,
ist. Dabei sind Schenkellänge und Schenkelstärke von Flachprofil und T-Profil wesentlich
geringer als die Durchmesser der Holz-Rundstäbe und die Holz-Rundstäbe sind mit passenden
Längsschlitzen versehen, mittels deren sie auf die Metallschenkel aufgesteckt sind.
So hat man ein schlankes Metallstützgestell, beispielsweise aus Stahl oder Leichtmetall,
über welches die geschlitzten Holzstäbe gesteckt sind. Sie kleiden dieses völlig ein.
Dabei stehen die Holzstäbe zweckmäßig über die Metalleinlage nach oben über. So ist
diese voll abgedeckt und man benötigt keine besonderen, bezüglich der Formgestaltung
ins Auge springenden Abdeck-Kappen, sondern kann das Hirnholz sichtbar werden lassen.
Auch dabei können die Holzstäbe an ihren oberen Enden in einer stark geneigten Ebene
oder sonstwie gewölbten Fläche abgeschnitten bzw. abgearbeitet sein.
[0023] Das erfindungsgemäße Stuhlkonzept sieht einen über dem Zargenteil, vorzugsweise mit
Abstand,befestigten Sitz vor. Für eine solche, aber auch für andere Stuhlkonstruktionen
sieht man zweckmäßig unter dem Sitz Abstandshalter vor, in deren unteren Enden Gewindebohrungen
vorgesehen sind, mittels deren der Sitz unter Zwischenschaltung von Federelementen
auf dem Zargenteil befestigt ist. Dann kann man auf einem Stuhl einfacher Bauart bequemes,
gefedertes Sitzen, wie bei Bürostühlen, auch dann ermöglichen, wenn man nur eine dünne
oder gar keine Polsterung verwendet. Zweckmäßig sieht man zusätzlich vor, daß die
Federelemente von Schrauben durchdrungen sind, mittels deren die Federvorspannung
und/oder die Sitzneigung einstellbar sind. So kann man einerseits die Federcharakteristik
entweder bei der Herstellung im Werk oder später beim Benutzer einstellen, vor allem
kann man jedoch auch durch unterschiedlich starkes Anziehen der Schrauben die Sitzneigung
mit einfachen Mitteln einstellen und damit an einem einfachen Stuhl einen individuellen
Sitzkomfort erzielen, wie er zuvor nur mit konstruktiv aufwendiger Polsterung üblich
war. Als Federelemente kommen Gummi-Zapfen oder -Klötze oder gummielastische Kunstoff-Zapfen
oder-Klötze in Betracht. Man kann jedoch auch Schrauben-Druckfedern verwenden. Die
Köpfe der Spannschrauben werden zweckmäßig axial unverschiebbar in Haltebohrungen
des Zargenteiles befestigt. Dafür kann man die vorn behandelten, in den Ecken des
rechteckigen Rahmenwerks des Zargenteils vorgesehenen Ausnehmungen verwenden. Eine
einfach zu montierende Anordnung sieht eine U-förmig gebogene Runddrahtklammer vor,
welche durch quer verlaufende Bohrungen in die Sitzhalte-Ausnehmungen eingreift und
wobei beiderseits der Klammerarme Unterlegscheiben liegen, die von der mit unten liegendem
Kopf eingebauten Schraube durchdrungen werden, auf der sich weiterhin das Federelement
zentriert und wobei die Schraube dann in eine Gewindebohrung des Sitzhalte-Elementes
eingreift. Bei einer solchen Konstruktion ist es möglich, selbst für guten Sitzkomfort
einen Sitz aus einem ungepolsterten harten, abwaschbaren Werkstoff, wie Formholz oder
Metall, zu verwenden und an seinen tiefsten Stellen Durchtrittsöffnungen für Flüssigkeiten
vorzusehen. So kann man einen bequemen, im Design ansprechenden Stuhl für Kantinen,
Cafés, Kindergärten, Krankenhäuser, Arztpraxen und dgl. schaffen, der im ganzen abwaschbar
ist und selbst bei übergegossenen Flüssigkeiten diese ablaufen läßt und leicht gereinigt
werden kann. Wegen der gefederten Lagerung des Sitzes erreicht man trotzdem einen
Sitzkomfort, wie er sonst nur bei Polsterstühlen zu erreichen ist.
[0024] Der Stuhl kann gemäß seinem Grundkonzept mit Rundstabbündelbeinen auch vorteilhaft
wahlweise und ggf. nachträglich mit Armlehnen versehen sein, die sich vorzugsweise
dadurch auszeichnen, daß sie einen vertikalen Rundstab aufweisen, der in die vom Anschluß
am Zargenteil wegweisende Vertiefung jedes Hinterbeines eingelegt und an diesen
befestigt ist und wobei das etwa horizontal verlaufende Armlehnenrohr an den vertikalen
Rundstab, vorzugsweise mit einer schräg verlaufenden Abknickung, angeschlossen ist
und an seinem vorderen Ende in einen vertikalen vorderen Endbereich übergeht, an welchen
sich ein unter den Sitz abgebogener Horizontalabschnitt anschließt, der vorzugsweise
am Zargenteil befestigt ist. Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale und Gesichtspunkte
der Erfindung ergeben sich auch aus dem nachfolgenden, anhand der Zeichnungen abgefaßten
Beschreibungsteil und den Ansprüchen.
[0025] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen erläutert.
[0026] Es zeigen:
Fig. 1 Die Schrägansicht schräg von rechts vorn oben auf ein erstes Ausführungsbeispiel
eines Stuhles;
Fig. 2 die Vorderansicht des Stuhles nach Fig. 1;
Fig. 3 die Rückansicht des Stuhles nach Fig. 1 und 2;
Fig. 4 die Seitenansicht des Stuhles nach den vorstehenden Figuren;
Fig. 5 die Draufsicht auf den Stuhl nach den vorstehenden Figuren;
Fig. 6 die Unteransicht des Stuhles nach den vorstehenden Figuren;
Fig. 7 einen vergrößerten Querschnitt durch das eine hintere Bein gemäß der Schnittlinie
7-7 in Fig. 1;
Fig. 8 einen vergrößerten Querschnitt durch das eine vordere Bein gemäßt der Schnittlinie
8-8 in Fig.1;
Fig. 9 eine Teildraufsicht auf etwas mehr als die linke Hälfte des Zargenteiles bei
abgenommenem Sitz samt Sitzbefestigung und mit Darstellung der Beine im Schnitt, gelegt
unmittelbar über dem Zargenteil und in einem von den vorstehenden Figuren abweichenden
Maßstab;
Fig. 10 die Teil-Seitenansicht von vorn auf das linke obere Bein mit angeschlossener
Rückenlehne, jedoch ausgezogen dargestelltem Zapfen;
Fig. 11 einen Horizontalschnitt längs der Linie 11-11 in Fig. 10 durch das rechte
Hinterbein des Stuhles, wobei jedoch der Übersichtlichkeit halber der eingesteckte
Teil der Rückenlehne nur strichpunktiert dargestellt ist;
Fig. 12 eine Explosionsdarstellung in Schrägansicht auf die hintere rechte Ecke des
Zargenteiles mit Anschluß eines hinteren Beines, wobei jedoch der obere Teil abgeschnitten
ist und mit auseinandergenommen dargestellter Befestigung für den Sitz und mit Stapelstützzapfen;
Fig. 13 die Schrägansicht eines weiteren Ausführungsbeispieles eines Stuhles entsprechend
Fig. 1, jedoch mit Armlehnen;
Fig. 14 einen vergrößerten Horizontalschnitt längs der Linie 14-14 in Fig. 13;
Fig. 15 eine der Fig. 1 entsprechende Schrägansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels
eines Stuhles mit Massivholzbeinen;
Fig. 16 einen vergrößerten Horizontalschnitt längs der Linie 16-16 in Fig. 15 durch
ein Hinterbein;
Fig. 17 einen vergrößerten Horizontalschnitt längs der Linie 17-17 in Fig. 15 durch
ein Vorderbein;
Fig. 18 einen vergrößerten Teil-Horizontalschnitt längs der Linie 18-18 in Fig. 15
durch die Befestigung von Zargenteil und Rundstäben des Hinterbeines, wobei jedoch
das Zargenteil ohne Schnittschraffur gezeichnet ist, um den Faserverlauf der Holzfasern
übersichtlich darstellen zu können;
Fig. 19 eine Teil-Seitenansicht auf das obere Ende eines Vorderbeines mit dem Bein-Anschluß-Arm,
jedoch ohne Sitz und dgl. eines Stuhles nach den Fig. 15 bis 18;
Fig. 20 eine um 90° gedrehte Ansicht des oberen Endes des Beines nach Fig. 19, wobei
der Bein-Anschluß-Arm geschnitten ist, jedoch zur Darstellung seiner Fasern auf die
Anbringung einer Schnittschraffur verzichtet wurde;
Fig. 21 einen Teil-Horizontalschnitt längs der Linie 21-21 in Fig. 19;
Fig. 22 einen vergrößerten Teil-Horizontalschnitt längs der Linie 21-21 in Fig. 15
durch das rechte Hinterbein nebst Befestigung der Rückenlehne;
Fig. 23 eine Explosionsdarstellung eines weiteren Ausführungsbeispieles für eine Ausgestaltung
von Zargenteil und Vorderbein eines Stuhles mit Metalleinlagen in den Holzbeinen;
Fig. 24 eine zur Fig. 23 gehörige Explosionsdarstellung für die Gestaltung eines Hinterbeines
mit metallenen Einlegeteilen und Massivholzstäben mit Anschluß am Zargenteil und an
der Rückenlehne.
[0027] Das erste Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Stuhles ist in den Fig. 1 bis
12 dargestellt. Der Stuhl 20 hat Vorderbeine 21.1 und 21.2 sowie Hinterbeine 21.3
und 21.4, ein Zargenteil 22, einen Sitz 23 und eine Rückenlehne 24.
[0028] Sitz 23 und Rückenlehne 24 sind nach dem gewünschten Profil aus entsprechend bearbeitbarem
Sperrholz gebildet.
[0029] Das Zargenteil 22 besteht aus einem rechteckigen Rahmen 25 und abstehenden Bein-Anschluß-Armen
26.1, 26.2, 26.3, 26.4, die zusammen eine Einheit bilden. In den inneren Ecken des
Rahmens 25 sind Befestigungsausnehmungen 27, hier in Form zylindrischer Ausnehmungen,
für die Sitzbefestigung gebildet.
[0030] Bei diesem Ausführungsbeispiel ist gemäß Fig. 6 und 9 die Herstellung aus vier Zargenteilelementen
22.1, 22.2, 22.3 und 22.4 gewählt. Diese sind, wie aus Fig. 6 ersichtlich, aus zwei
gleichen Profilteilen aufgebaut, wobei die vorderen Profilteile und die hinteren Profilteile
jeweils gleich sind, jedoch umgekehrt zueinander montiert sind. Die Zargenprofilteile
haben jeweils im rechten Winkel zueinander stehende RahmenArme 28, deren verdickte
Enden 29 mit Verbindungsschlitzen 30 ausgestattet und mit Fasen 31 angefast sind,
um eine Schweißnaht 32 aufzunehmen. Außen glattflächig abschließende Laschen 33 passen
wie ersichtlich in die Vertiefungen und Schlitze 30. Die entsprechenden Schenkel können,
wie ersichtlich und mit der Achse 34 angedeutet, vernietet sein. Die Zargenteilelemente
22.1, 22.2, 22.3 und 22.4 sind mit der Höhe 44 von entsprechend als Halbzeug gefertigten
Strangpreßprofilen abgeschnitten.
[0031] Die vorderen Zargenteilelemente 22.1 und 22.2 haben in den Diagonalen 46geradlinig
verlaufende Bein-Anschluß-Arme 26.1 und 26.2,während die Bein-Anschluß-Arme für die
hinteren Beine 21.3 und 21.4 bis in die Verbindungsebene 40 der Hinterbeine auf den
Diagonalen 46 verlaufen, dort jedoch zu Anschlußschenkeln 35 abgewinkelt sind. Die
Enden 36 aller vier Bein-Anschluß-Arme 26 sind, wie aus Fig. 9 ersichtlich,verjüngt
und am äußersten Ende angefast, so daß Schweißnähte 37 großflächig angreifend, jedoch
kaum sichtbar untergebracht werden können.
[0032] Wie aus Fig. 7 bis 9 ersichtlich, bestehen die Beine 21 aus Bündeln von Rundstäben,
wobei jeweils zwei benachbarte Rundstäbe zwischen sich eine nach innen weisendeVertiefung
38 bzw. 39 begrenzen. In diesen Vertiefungen greifen die Bein-Anschluß-Arme 26 mit
ihren verjüngten Enden 36 an. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind auch die Beine 21
aus stranggepreßtem Aluminium-Profilrohr gebildet und mit Hilfe der Schweißnähte 37
angeschweißt. So ergibt sich ein stabiles, aus Leichtmetall-Strangpreßteilen zusammengeschweißtes
Gestell. Dabei kann die Höhe 44 des Zargenteiles 22 mit seinen Bein-Anschluß-Armen
26 so gewählt werden, wie es die Festigkeitsanforderungen unter Berücksichtigung
des gewünschten Design bedingen. Durch die reine Leichtmetall-Konstruktion ergeben
sich viele Freiheiten für die optische Gestaltung, wobei stets ein in sich selbsttragendes,schlankes
Gestell realisiert werden kann, auf und an dem man Sitze und Rückenlehnen verschiedener
Art befestigen kann.
[0033] Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Beine aus Bündeln von Rundstäben gebildet,
die bei geringem Materialaufwand und schlankem, elegant wirkendem Aussehen günstige
Stabilitätseigenschaften haben.
[0034] Während die Hinterbeine aus zwei Rundstäben gebildet sind, sind die Vorderbeine aus
drei Rundstäben gebildet. Sowohl die Hinterbeine als auch die Vorderbeine haben jeweils
ein einstückig im Strang-Preß-Verfahren hergestelltes Doppel-Rohr-Paar, welches nach
Art eines Zwillingsgewehrlaufes gestaltet ist. Bei den Hinterbeinen steht die Verbindungsebene
41 der Achsen 43.1 der Rundstäbe 45.1 bzw. 45.2 senkrecht auf der Ebene 40, die die
beiden Hinterbeine verbindet, während die Verbindungsebene 42 der Achsen 43.2, der
dem Zargenteil benachbarten Rundstäbe 45.3 und 45.4 der Vorderbeine 21.1 und 21.2
zu den vorerwähnten Ebenen 40 und 41 unter 45° verläuft und senkrecht auf der Diagonalen
46 liegt. Beide Profile sind gleichartig gestaltet, haben jedoch geringfügig unterschiedliche
Durchmesser 47 und 48. Der Durchmesser 48 der drei vorderen rohrförmigen Rundstäbe
45.3, 45.4, 45.5 ist etwas kleiner als der Durchmesser 47 der rohrförmigen Rundstäbe
45.1, 45.2 der Hinterbeine 21.3, 21.4. Dadurch ergibt sich eine optisch zweckmäßig
aufeinander abgestimmter Gesamteindruck der Beine unter Berücksichtung der Stabilitätsverhältnisse.
Bei einer praktischen Ausführungsform kann der Durchmesser 48 beispielsweise 24 mm
betragen, während der Durchmesser 47 beispielsweise 27 mm beträgt. Die als Doppel-Rund-Rohe
gestalteten Rundstäbe 45 haben an ihren Innenwänden 50 gegenüberliegend nach innen
ragende Längsrippen 51, die in senkrecht zu den Ebenen 41 und 42 verlaufenden Ebenen
angeordnet sind. Sie dienen derVerstärkung und Zentrierung von weiter unten zu behandelnden
Stopfen. Zwischen den beiden rohrförmigen Rundstäben 45.1 und 45.2 bzw. 45.3 und 45.4
sind Einschnürungen oder Vertiefungen 38 bzw. 39 gebildet. An die innen liegenden
Vertiefungen 38 reichen die verjüngten Enden 36 der Bein-Anschluß-Arme 26 in den
entsprechenden Bereichen. In die außen liegenden Vertiefungen 56 der Vorderbeine ist
jeweils der rohrförmige dritte Rundstab 45.5 eingelegt. Dieser hat im Innern nur
eine zur Zentrierung und Verstärkung dienende Längsrippe 51. Er hat den gleichen Außendurchmesser
48 wie die Doppelrohre 45.3 und 45.4 der Vorderbeine 21.1 und 21.2. Im Bereich der
Innenrippe 51 ist außen eine spitz zulaufende, über den Umfang etwa dreikantprismenförmig
überstehende Außenrippe 57 gebildet, die in die Vertiefung 56 des Rohrpaares hineinpaßt.
Sie dient der Stabilisierung und Ausrichtung sowie ggf. zum Zusammenkleben und/oder
Anschrauben.
[0035] Die Außenflächen 59 aller Rundstäbe 45 sind mit dünnen niedrigen, vorzugsweise halbzylinderförmig
gebildeten Schutzrippen 60 versehen, die in geeigneten Abständen angeordnet sein können,
beispielsweise in Ebenen verlaufen, die untereinander Winkel von 45° einschließen.
[0036] Wie aus den Zeichnungen ersichtlich, sind die Beine durchlaufend aus einstückigen
Rundstäben ohne Längsunterbrechung gebildet. Die Bein-Anschluß-Arme 26.3 und 26.4
greifen an den hinteren Beinen 21.3 und 21.4 etwa in der Mitte an, so daß sich eine
geeignete Sitzhöhe ergibt. Die Vorderbeine sind in einer nicht nur das besonders ansprechende
Design bestimmenden, sondern auch herstellungs- und festigkeitsmäßig günstigen Weise
so ausgebildet, daß ihre obere Begrenzung 62 um den Betrag 63 oberhalb der Oberkante
64 des Zargenteils verläuft. Von dort aus sind die beiden Vorderbeine in schräg
nach unten außen verlaufenden Ebenen 65 abgeschnitten gestaltet. Dazu sind geeignete
Abdeck-Kappen-Stopfen 66 in die oberen schräg abgeschnittenen Enden der Rohre eingesteckt,
so daß sich ihre Haltezungen am Innenumfang und vor allem an den Zentrier- und Halterippen
51 festkrallen. So ergibt sich eine vollkommen glatte durchgehende Gestaltung des
Beines, die keine Ansatzfugen für die Befestigung an der Zarge aufweist und die auch
keine Ecken und Grate aufweist, an denen Kleidungsstücke hängenbleiben könnten.
[0037] Von unten sind Fußgleiter-Stopfen 67 und 68 in die Rohrbündel-Beine in geeignetem
Profil eingesteckt. Sie halten vor allem bei den Vorderbeinen 21.1 und 21.2 die drei
aus zwei Stücken gebildeten Rohrstäbe 45.3/45.4/45.5 zusammen. Sie werden zweckmäßig
aus geeignetem Kunststoff hergestellt, um Bodenbeschädigungen zu vermeiden.
[0038] Die Fig. 10 und 11 zeigen die Rückenlehnenbefestigung. Der Stopfen 82 ist in herausgezogener
Stellung vor dem Einschlagen in das Bein 21.3 dargestellt.
Um die Rückenlehne 24 zu befestigen, sind in die oberen Enden 70 der hinteren Beine
21.3 und 21.4 im Bereich der nach innen weisenden Vertiefung 38 Längsschlitze 71 eingefräst,
deren Form aus Fig.11 hervorgeht und de eine Breite 72 quer zur Ebene 41 aufweisen.
Die aus flachem Sperrholz bestehende Rückenlehne 24 ist im Bereich der Haltewände
74 der Schlitze 71 durch Längsvertiefungen 73 auf das Maß 72 gebracht, so daß die
Ränder 75 der Rückenlehne 24 von oben in die Schlitze 71 eingeschoben werden. Dabei
sind die Höhe 76 der Ränder 25 der Rückenlehne 24 und die Tiefe der Schlitze 71 so
bemessen, daß die Oberkanten 77 der seitlichen Ausnehmungen 78 um den Betrag 79 unterhalb
der Endbegrenzung 80 des Beines 21.3 bzw. 21.4 liegen. Dadurch wird Raum geschaffen
für die Haltezungen 81 geeignet geformter, die Deckflächen 83 bildender Stopfen 82,
die einstückig ausgebildet, mit verlängerten Schlitzausfüllzapfen 84, in die oberen
Enden der Schlitze 71 formpassend eingreifen. Vor allem werden dadurch auch die beiden
durch das Anbringen der Längsschlitze 71 nunmehr teilweise freistehenden Haltewände
74 der Rohrenden zusammengehalten, so daß durch die Biegekräfte beim Anlehnen gegen
die Rückenlehne die inneren Rohrbereiche nicht aufgebogen werden. Dazu trägt bei,
daß die Längsrippen 51 entsprechend parallel verlaufend angeordnet sind, so daß die
Abstützkräfte übertragen werden können. Die Begrenzungsfläche 85 der Beine fluchtet
mit der schrägen Begrenzungsfläche 86 der Rückenlehne 24, die zur hochliegenden Spitze
87 führt, so daß bei relativ kurzen hinteren Beinen und damit kurzen Stützhebelarmen
trotzdem eine hochliegende Abstützung des Rückens des Benutzers ermöglicht wird.
[0039] Der aus verformtem Sperrholz gebildete Sitz 23 ist in seinem tiefsten Bereich 90
mit mehreren Durchgangsbohrungen 91 versehen, die das Ablaufenlassen von Wasser beim
Abwaschen, Desinfizieren und dgl. und das Belüften gestatten. An der Unterseite 92
des Sitzes 23 sind mit passendem oberen Endprofil oder in entsprechend gegengearbeitete
Vertiefungen Abstandshalter 93.1 und 93.2 angesetzt, vorzugsweise angeleimt. In ihre
unteren Enden sind Innengewindemuffen 94 eingesetzt, an denen die Sitzbefestigung
vorgenommen wird (Fig. 12). Die hier als Zylinderkörper ausgebildeten Abstandshalter
fluchten mit den Achsen 95 der Befestigungsausnehmung 27. Die Wände 96 der Befestigungsausnehmung
27 haben in geringem Abstand quer verlaufende Einsteckbohrungen 97 für je einen U-förmigen
Runddrahtbügel 98, dessen Schenkel 98.1 einen Abstand haben, der wenig größer ist
als der Durchmesser des Bolzens 99.1 einer Befestigungs- und Spannschraube 99. Beiderseits
des Bügels 98 sind auf dem Bolzen 99.1 Unterlegscheiben 101.1 und 101.2 vorgesehen.
Auf der oberen Unterlegscheibe 101.2 stützt sich ein in der Mitte ausgenommens Federelement
102 ab. Dieses paßt in die Befestigungsausnehmung 27 und ist hier beispielsweise
als Ringzylinderhülse aus Gummi oder gummielastischem Kunststoff gebildet und in der
Länge so bemessen, daß es über die Oberkante 64 des Zargenteiles 22 ausreichend übersteht.
Eine weitere Unterlegscheibe 101.3 trennt es von der Gewindemuffe 94 bzw. dem Abstandshalter
93, so daß Beschädigungen vermieden sind. Durch Anziehen der Schrauben 99, deren Köpfe
zweckmäßig mit Innensechskant oder einem sonstigenInnenprofil gebildet sind, wird
einerseits der Sitz 23 gehalten. Andererseits kann man die Vorspannung des elastisch
aufgehängten Sitzes und damit die Federcharakteristik bestimmen. Da vier derartige
Befestigungs- und Spannvorrichtungen vorgesehen sind, kann man durch entsprechendes
Anziehen der Schrauben 99 auch die Ausgangsneigung des Sitzes 23 bestimmen, wobei
man ggf. die vorderen oder die hinteren Abstandshalter 93 bis auf das Zargenteil 22
herunterziehen und die Federungseigenschaften wenigstens für Teilbereiche aufheben
kann.
[0040] Von unten sind in die Befestigungsausnehmungen 27 Stapelstützzapfen 105 eingesteckt,
die,wie aus Fig. 4 und 12 ersichtlich, unterschiedliche Längen 107 und 108 aufweisen,
damit sie sich beim Stapeln an geeigneten Stellen des Sitzes des darunter befindlichen
Stuhles abstützen. Sie haben Eingriffszapfen 106, die in die Befestigungsausnehmungen
27 hineinpassen und mit größerem Durchmesser ausgeführte Schaftteile 109.
[0041] Wie aus den Fig. 2, 3, 5 und 6 ersichtlich,liegen die obersten Außenpunkte 103 der
nach unten etwas auswärts geneigten vorderen Beine 21.2 und 21.2 etwa auf der Linie
der Innenkanten 104 der hinteren Beine 21.3 und 21.4, welche in etwa die seitlichen
Außenbegrenzungslinien 23.1 des Sitzes darstellen. So können mehrere Stühle gestapelt
werden, in dem sich die Hinterbeine der höheren Stühle neben die Sitze 23 der niederen
Stühle legen und voreinander angeordnet werden. Dementsprechend liegen auch die Vorderbeine
beim Stapeln voreinander. Derartige Stapel müssen schräg gestellt werden, damit sie
nicht umfallen und transportiert und gelagert werden können.
[0042] An einem derartigen Stuhl kann wahlweise,wie aus Fig.13 ersichtlich,an jeder Seite
eine Armlehne 110 angesetzt werden, die einen zum jeweiligen hinteren Bein 21.3 bzw.
21.4 parallel verlaufenden vertikalen Rundstab 110.1 aufweist, der gemäß der schräg
verlaufenden Begrenzungsfläche 86 oben schräg angesetzt ein Armlehnenrohr 110.2 aufweist,
welches in seinem vorderen Endbereich 110.3 senkrecht nach unten abgewinkelt ist und
unter dem Sitz 23 in einen Horizontalabschnitt 110.4 übergeht, der mit einem Anschlußflansch
am Zargenteil 22 befestigt werden kann. Auch hier ist das Grundprinzip,Rundstab-Bündel
durch Einlegen in die Vertiefung zu bilden, beibehalten. Das Armlehnenrohr 110.2 kann
mit einer flächigen und/oder weichen Auflage oder Ummantelung im Auflagebereich 112
versehen sein, wie es bei der linken Armlehne 110 rechts in Fig. 13 strichpunktiert
angedeutet ist.
[0043] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 15 bis 22 zeigt einen im Design ähnlichen Stuhl,
der jedoch mit Massivholzbeinen gebildet ist. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen
versehen. Das Zargenteil 122 ist hier in einer neuartigen Technik aus mit Langfasern
gebildetem Kunstharz-Preßholz aufgebaut, hat jedoch eine gleichartige Gestaltung
wie bei dem zuvor behandelten, nur sind an den Bein-Anschluß-Armen 126 die Enden mit
schwalbenschwanzartigen Verdickungen 127 versehen. In diese reichen die durchgehenden
Fasern128 der Arme 126. Die Beine 121 sind aus massiven zylindrischen Rundholzstäben
145.1, 145.2, 145.3,145.4 gebildet. Diese sind mit zu den Schwalbenschwänzen 127passenden
Vertiefungen über eine der Höhe 44 des Zargenteils 122 entsprechende Länge gestaltet,
wie es aus Fig. 18 bis 21 hervorgeht. Wie ersichtlich, kann man die entsprechend ausgenommenen
massiven Rundholzstäbe seitlich auf die Verdickungen 127 aufstecken und mit Leim verbinden.
Der dritte Rundstab 145.5 wird mit versenkten Runddübeln 129 im Bereich des Zargenteiles
122 und der Verdickung 127 versenkt befestigt. In übrigen Bereichen können Dübel
130 in Rundform oder Scheibenform die Verbindung übernehmen. Wie ersichtlich, stehen
auch hier die oberen Enden der Beine über die Arme 126 des Zargenteiles 122 hervor
und bieten eine durchlaufendes geradliniges glattes Bild, bei dem sich nunmehr ohne
Abdeck-Kappen an der schräg abgeschnittenen oberen Endfläche 165 das Hirnholz sichtbar
zeigt, sofern man keine Lackierung vornimmt. Wünscht man,um besondere Farbeffekte
zu erzielen und ggf. die Vorderbeine schlanker erscheinen zu lassen, eine unterschiedliche
Farbgebung der Rundstäbe, so können die Rundstäbe sowohl der Vorderbeine als auch
der Hinterbeine vor dem Zusammenfügen unterschiedlich farbig lackiert werden. Die
Befestigung der Rückenlehne 124 kann man gleichartig wie beim ersten Ausführungsbeispiel
vornehmen und dabei ggf. durch die Stäbe hindurchgreifen lassen. Es könnte sich dann
jedoch eine Schwachstelle zwischen den Hinterbeinen ergeben. Deshalb sieht das Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 22 stirnseitig an die Vertikalbegrenzungen 125 angeschraubte,aus Flachmetall,
beispielsweise Aluminium, oder Stahl gebogene Schwalbenschwänze 132 vor. Für deren
Schenkel 132.1 und 132.2 sind entsprechend passend Schlitze 133 in die oberen Enden
der hinteren Beinstäbe eingearbeitet. So kann man die Rückenlehne 124 von oben her
einschieben. Zentralbohrungen 134 in den oberen freien Endteilen der Beinstäbe und
ein passend geformtes Einlegeteil 135, welches aus Fig. 22 ersichtlich ist, schließen
die oberen Enden ab und halten vor allem die beiden Stäbe sicher zusammen, so daß
die Rückenlehne 124 gehalten ist.
[0044] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel nach den Fig. 23 und 24 ist ein Zargenteil
222 mit gerade endenden Armen 226 vorgesehen. Dieses kann aus Metall bestehen oder
aus einzelnen Holzteilen zusammengesetzt oder auch als Formpreß-Holzteil ausgebildet
sein. An den Stirnflächen 227 der Arme 226, die bei Holz oder dgl. mit Gewindehülsen
228 versehen sein können, werden Einlageteile der Beine angeschraubt.
[0045] Für die Vorderbeine sind T-Profilstäbe 230 vorgesehen, deren Steg 231 in der Diagonalen
nach außen absteht und im oberen Endbereich etwas ausgenommen ist, um Platz für zwei
Befestigungsbohrungen 234 und die Schrauben 235 zu schaffen. Die Dicke und die Länge
des Steges 231 sowie der Schenkel 232 sind so bemessen, daß sie gut in entsprechend
in die Rundstäbe eingebrachte Längsnuten 236 eingeschoben werden können, ohne daß
Gefahr besteht, daß das Holz zerbricht. Die Rundstäbe sind hier im wesentlichen Verkleidungen
des eigentlichen T-förmigen Tragteiles. Sie ragen jedoch nach oben über das Einlegeteil
hinaus und verdecken somit die Tragkonstruktion vollkommen.
[0046] Für die hinteren Beine sind metallene Flachstäbe 240 vorgesehen, die in Dicke und
Breite derart bemessen sind, daß die aus massivem Rundholz bestehenden Rundstäbe 245.1
und 245.2 aufgesteckt werden können. An den entsprechenden Stellen sind Durchgangsbohrungen
234 für Schrauben 235 vorgesehen und zwar gleichartig auch im Bereich des oberen Endes
241. Hier ist ein geeignet dimensioniertes Rückenlehnen-Befestigungsteil 246 vorgesehen,
welches im Querschnitt T-förmig gestaltet ist und mit seinem Flachschenkel 246.1 am
Flachstab 240 festgeschraubt wird und einen nach innen abstehenden Befestigungssteg
246.2 aufweist, auf welchen der geschlitzte Formholzrücken 224 ausgesteckt und beispielsweise
mit Hilfe der Stifte 247 gesichert wird.
[0047] Zusammengefaßt kann die Erfindung auch wie folgt beschrieben werden:
[0048] Der Stuhl hat Beine, einen Sitz und eine Rückenlehne (24). Die Beine (21.1 bis 21.4)
sind aus Bündeln von Rundstäben mit mindestens zwei Rundstäben gebildet. In den nach
innen weisenden Vertiefungen zwischen den Rundstäben sind die Bein-Anschluß-Arme (26.1
bis 26.4) eines Zargenteiles angeschlossen. Das Zargenteil hat einen rechteckigen
Rahmen (25), in dessen Ecken auf den Diagonalen (46) die Bein-Anschluß-Arme (26.1
bis 26.4) angesetzt sind. Die Rundstäbe der Beine sind durchlaufend ausgeführt. Sie
können aus einzelnen Stäben zusammengesetzt sein und unterschiedlich farbig gestaltet
sein. Die Rundstäbe können aus Leichtmetllrohr oder Massivholz bestehen oder mit
metallenen Einlegeteilen gebildet sein.
Bezugszeichenliste:
[0049]
20 Stuhl
21 Bein
21.1 Vorderbein
21.2 Vorderbein
21.3 Hinterbein
21.4 Hinterbein
22 Zargenteil
22.1 Zargenteilelement
22.2 Zargenteilelement
22.3 Zargenteilelement
22.4 Zargenteilelement
23 Sitz
23.1 Außenbegrenzungslinie
24 Rückenlehne
25 rechteckiger Rahmen
26 Bein-Anschluß-Arm
26.1 Bein-Anschluß-Arm
26.2 Bein-Anschluß-Arm
26.3 Bein-Anschluß-Arm
26.4 Bein-Anschluß-Arm
27 Befestigungsausnehmung
28 Rahmen-Arm
29 verdicktes Ende
30 Verbindungsschlitz
31 Fase
32 Schweißnaht
33 Lasche
34 Achse/Niet
35 Anschlußschenkel
36 Ende von 26
37 Schweißnaht
38 Vertiefung
39 Vertiefung
40 Verbindungsebene
41 Verbindungsebene
42 Verbindungsebene
43 Achse
43.1 Achse
43.2 Achse
44 Höhe
45 Rundstab
45.1 Rundstab
45.2 Rundstab
45.3 Rundstab
45.4 Rundstab
45.5 Rundstab
46 Diagonale
47 Durchmesser
48 Durchmesser
49
50 Innenwand
51 Längsrippe
56 Vertiefung
57 Außenrippe
59 Außenfläche
60 Schutzrippe
62 obere Begrenzung
63 Betrag
64 Oberkante
65 Ebene
66 Abdeck-Kappen-Stopfen
67 Fuß-Gleiter-Stopfen
68 Fuß-Gleiter-Stopfen
70 oberes Ende
71 Längsschlitz
72 Breite
73 Längsvertiefung
74 Haltewand
75 Rand von 24
76 Höhe
77 Oberkante von 78
78 seitliche Ausnehmung
79 Betrag
80 Endbegrenzung
81 Haltezunge
82 Stopfen
83 Deckfläche
84 Schlitzausfüllzapfen
85 Begrenzungsebene
86 Begrenzungsfläche
87 Spitze
90 tiefster Bereich
91 Durchgangsbohrung
92 Unterseite
93 Abstandshalter
93.1 Abstandshalter
93.2 Abstandshalter
94 Innengewindemuffe
95 Achse von 27
96 Wand von 27
97 Einsteckbohrung
98 Runddrahtbügel
98.1 Schenkel
99 Befestigungs- und Spannschraube
99.1 Bolzen
101.1 Unterlegscheibe
101.2 Unterlegscheibe
101.3 Unterlegscheibe
102 Federelement
103 Außenpunkt
104 Innenkante
105 Stapelstützzapfen
106 Eingriffszapfen
107 Länge von 105
108 Länge von 105
110 Armlehne
110.1 vertikaler Rundstab
110.2 Armlehnenrohr
110.3 vorderer Endbereich
110.4 Horizontalabschnitt
111 Anschlußflansch
112 Auflagebereich
121 Bein
122 Zargenteil
124 Rückenlehne
125 Vertikalbegrenzung
126 Bein-Anschluß-Arm
127 schwalbenschwanzartige Verdickung
128 Faser
129 Runddübel
130 Dübel
132 Schwalbenschwanz
132.1 Schenkel
132.2 Schenkel
133 Schlitz
134 Zentralbohrung
135 Einlegeteil
145.1 Rundholzstab
145.2 Rundholzstab
145.3 Rundholzstab
145.4 Rundholzstab
145.5 Rundholzstab
165 Endfläche
222 Zargenteil
224 Formholzrücken
226 Arm
227 Stirnfläche
228 Gewindehülse
230 T-Profilstab
231 Steg
231.1
231.2
231.3 hinteres Bein
231.4 hinteres Bein
232 Schenkel
234 Befestigungsbohrung
235 Schraube
236 Längsnut
240 Flachstab
241 oberes Ende
245 Rundholzstab
245.1 Rundholzstab
245.2 Rundholzstab
245.3 Rundholzstab
245.4 Rundholzstab
245.5 Rundholzstab
246 Rückenlehnen-Befestigungsteil
246.1 Flachschenkel
246.2 Befestigungssteg
247 Stift
1. Stuhl mit wenigstens folgenden Merkmalen:
- vier Beine (21, 121);
- ein Sitz (23);
- eine Rückenlehne (24, 124, 224);
- ein die Beine (21, 121) verbindendes und den Sitz(23) tragendes Zargenteil (22,
122, 222);
- der Sitz (23) ist vorzugsweise im Abstand über dem Zargenteil (22, 122, 222) gehalten;
- die Rückenlehne (24, 124, 224) ist an den hinteren, über den Sitz nach oben hinaus
aufragenden Beinen (21.3, 21.4) befestigt;
- jedes der Beine (21) ist aus mindestens zwei geraden, zylindrischen,unmittelbar
aneinander liegenden Rundstäben (45, 145, 245) gebildet;
- das Zargenteil (22, 122, 222) weist abstehende Bein-Anschluß-Arme (26, 126, 226)
auf;
- die Anschluß-Enden (36) der Bein-Anschluß-Arme (26, 126, 226) reichen jeweils in
die nach innen weisenden Vertiefungen (38,39) zwischen den beiden Rundstäben (45,
145, 245) jedes Beines;
- sie sind dort mit den Beinen (21, 121) die auftretenden Stütz-, Biege- und Verdrehkräfte
aufnehmend verbunden.
2. Stuhl nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beine (21) aus stranggepreßtem Aluminiumrohr bestehen.
3. Stuhl nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils zwei Rundrohre (45.1, 45.2; 45.3, 45.4) als einstückiges Strangpreßprofil
ausgebildet sind. (Fig. 7, Fig. 8)
4. Stuhl nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das dritte Rohr (45.5) der Vorderbeine (21.1, 21.2) eine in die Vertiefung (56)
zwischen den beiden anderen Rohren (45.3, 45.4) eingreifende spitze Außenrippen (57)
aufweist.
5. Stuhl nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rundstäbe (45) oder stranggepreßten Rundrohre außen längs verlaufende schmale
und niedrige Schutzrippen (60) aufweisen.
6. Stuhl nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die als Rohre ausgebildeten Rundstäbe (45) im Innern längs verlaufende, zur Zentrierung
und Befestigung dienende Längsrippen (51) aufweisen.
7. Stuhl nach wenigstens einem der übrigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bein-Anschluß-Arme (26) bzw. deren Anschlußschenkel (35) sowie vorzugsweise
auch die Befestigung der Rückenlehne (24, 124) im Abstand (63,79) unterhalb der Begrenzungen
(62, 80) der Rundstäbe (45, 145, 245) der Beine (21) erfolgt.
8. Stuhl nach wenigstens einem der übrigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rundstäbe (45, 145, 245) der Beine (21) oben schräge Endflächen (65, 165,
85) aufweisen.
9. Stuhl nach wenigstens einem der übrigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in die Enden der rohrförmigen Rundstäbe (45) passende Fußgleiter-Stopfen (67,
68) und/oder Abdeckkappen-Stopfen (66) und/oder die Rohrenden zusammenhaltende Stopfen
(82) eingesteckt sind.
10. Stuhl nach wenigstens einem der übrigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das die Beine (21) verbindende und/oder den Sitz (23) tragende Zargenteil (22,
122, 222) einen rechteckigen rahmenförmigen Grundkörper (25) aufweist, von dessen
Ecken diagonal die Bein-Anschluß-Arme (26, 126, 226) abstehen.
11. Stuhl nach wenigstens einem der übrigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bein-Anschluß-Arme (26.1, 26.2; 126, 226) für die vorderen Beine (21.1, 21.2,
121.1, 121.2) geradlinig in den Stuhldiagonalen (56) verlaufen.
12. Stuhl nach wenigstens einem der übrigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bein-Anschluß-Arme (26.3, 26.4, 126, 226) für die hinteren Beine (21.3, 21.4;
121.3, 121.4) bis zur die Hinterbeine verbindenden Verbindungsebene (40) diagonal,
vorzugsweise in den Diagonalen (46) verlaufen und jeweils einen in die Verbindungsebene
(40) der hinteren Beine abgewinkelten Anschlußschenkel (35) aufweisen.
13. Stuhl nach wenigstens einem der übrigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Enden ( 36 ) der Bein-Anschluß-Arme (26) bzw. der daran vorgesehenen Anschlußschenkel
(35) verjüngt und angefast sind.
14. Stuhl nach wenigstens einem der übrigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den Ecken des rechteckigen Rahmens (25) des Zargenteiles (22) senkrecht verlaufende
Ausnehmungen (27), von vorzugsweise zylindrischer Form zur Aufnahme der Befestigung
des Sitzes (23) und ggf. von Stapelstützzapfen (105) vorgesehen sind.
15. Stuhl nach wenigstens einem der übrigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zargenteil (22) aus vier gemäß der Höhe (44) abgeschnittenen stranggepreßten
Leichtmetallprofilteilen (22.1, 22.2, 22.3, 22.4) besteht, die miteinander verbunden
sind.
16. Stuhl nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die als Leichtmetallprofilteile ausgebildeten Zargenteilelemente (22.1, 22.2,
22.3, 22.4) in verdickten Enden (29) Verbindungsschlitze (30) für passend eingesteckte
Laschen und/oder Fasen (31) für eine Schweißnaht (32) aufweisen.
17. Stuhl nach wenigstens einem der übrigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die oberen Enden (70) der hinteren Beine (21.3, 21.4) mit vertikal verlaufenden
Schlitzen (71; 133) zum Einstecken der Ränder (75, 132) der Rückenlehnen (24, 124)
ausgestattet sind.
18. Stuhl nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in die Leichtmetall-Strangpreßprofile der hinteren Beine (21.3, 21.4) eingebrachten
Schlitze (71) nach Einstecken der vorzugsweise im Einsteckbereich (73) verjüngten,
flach gewölbten Rückenlehne (24) durch je einen in die Enden der rohrförmigen Rundstäbe
(45.1, 45.2) eingesteckten und diese gegen seitliches Ausbiegen sichernden Stopfen
(82) abgedeckt sind.
19. Stuhl nach wenigstens einem der übrigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die oberen Enden (70) der hinteren Beine (21.3, 21.4; 121.3, 121.4) auf mit den
schräg verlaufenden oberen Begrenzungsflächen (86) der Rückenlehne (24, 124) fluchtenden
schrägen Begrenzungsebenen abgeschnitten und ggf. mit in diesen Ebenen endenden Stopfen
(82) verschlossen sind.
20. Stuhl nach wenigstens einem der Ansprüche
dadurch gekennzeichnet,
daß die Beine (121.1, 121.2, 121.3, 121.4) aus miteinander verbundenen zylindrischen,
aus Massivholz bestehenden Rundholzstäben (145.1, 145.2, 145.3, 145.4) bestehen.
21. Stuhl nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß das die Beine (121) verbindende und den Sitz (23) tragende Zargenteil (122) an
den Enden seiner Bein-Anschluß-Arme (126) schwalbenschwanzartige Verdickungen (127)
aufweist, die in passend ausgeformte Vertiefungen zweier benachbarter, auf diese gesteckter
und vorzugsweise angeleimter Rundstäbe (145.1, 145.2; 145.3, 145.4) gesteckt sind.
22. Stuhl nach wenigstens einem der übrigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das die Beine (21, 121) verbindende und den Sitz (23) tragende Zargenteil (122,
222) aus formgepreßtem Kunststoff-Faser-Holz besteht, an welches die auswärts ragenden
Bein-Anschluß-Arme (126, 226) mit durchgehendem Verlauf der Fasern (128) angeformt
sind.
23. Stuhl nach wenigstens einem der übrigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückenlehne (124) auf jeder Seite ein schwalbenschwanzartig ausgeformtes,
an die Vertikalbegrenzung (125) der Rückenlehne (124) angeschlossenes Metallprofil
(132) aufweist, welches in vertikal eingearbeitete Schlitze (133) der benachbarten
Rundholzstäbe (145.1, 145.2) der hinteren Beine (121.3, 121.4) eingreift.
24. Stuhl nach wenigstens einem der Ansprüche 20 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
daß der dritte Rundholzstab (145.5) des Bündels der vorderen Beine (121.1, 121.2)
mittels verdeckter Dübel (129, 130) an den Bein-Anschluß-Armen (126) bzw. deren Verdickungen
(127) des Zargenteiles (122) und ggf. den Rundholzstäben (145.3, 145.4) der Beine
(121) angeleimt ist.
25. Stuhl nach wenigstens einem der Ansprüche 1,7,8,10,12,20,
dadurch gekennzeichnet, daß ein aus Metall oder formgepreßtem Faserholz bestehendes Zargenteil (222) vorgesehen
ist, an dessen Bein-Anschluß-Armen (226) bzw. Anschlußschenkeln (35) im hinteren Bereich
je ein vertikal verlaufender Flachstab (240) und an den Bein-Anschluß-Armen (226)
für die Vorderbeine je ein mit dem Steg (231) unter 45° nach außen weisender T-Profilstab
(230) angeschlossen, vorzugsweise angeschraubt,ist, bei dem die Länge und Dicke des
Steges (231) und der Schenkel (231.1, 231.2) wesentlich geringer ist als der Durchmesser
der Rundholzstäbe (245) und daß die Rundholzstäbe (245) mit passenden Längsnuten
(236) versehen sind, mittels deren sie auf die Schenkel der Flachstäbe (240) und der
T-Profilstäbe (230) aufgesteckt sind.
26. Stuhl nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rundholzstäbe (245) nach oben über die eingelegten Flachstäbe (240) und/oder
T-Profilstäbe (230) überstehen.
27. Stuhl nach wenigstens einem der Ansprüche 20 bis 26,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rundholzstäbe (145, 245) an ihren oberen Enden in stark geneigten Endflächen
(125) abgearbeitet sind.
28. Stuhl, insbesondere nach wenigstens einem der übrigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß unter dem Sitz (23) Abstandshalter (93.1, 93.2) befestigt sind, in deren unteren
Enden Gewindebohrungen (94) vorgesehen sind, mittels deren der Sitz (23) unter Zwischenschaltung
von Federelementen (102) auf dem Zargenteil (22, 122, 222) befestigt ist.
29. Stuhl nach Anspruch 28,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Federelemente (102) von Schrauben (99) durchdrungen sind, mittels deren die
Federvorspannung und/oder die Neigung des Sitzes(23) einstellbar sind.
30. Stuhl nach Anspruch 29,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Köpfe der Schrauben (99) axial unverschiebbar in Befestigungsausnehmungen
(27) des Zargenteils (22) befestigt sind.
31. Stuhl nach Anspruch 30,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenwände (96) der Befestigungsausnehmungen (27) am Zargenteil (22) im
Bereich der Köpfe der Schrauben (99) und der Federelemente (102) sie durchdringende
Einsteckbohrungen (97) aufweisen, durch welche die Bolzen (99.1) der Schrauben (99)
umgreifende, dieselbe jedoch gegen axiale Verschiebung sichernde Runddrahtbügel (98)
eingesteckt sind.
32. Stuhl nach wenigstens einem der übrigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Sitz (23) aus einem ungepolsterten, harten, abwaschbaren Werkstoff, wie Formholz
oder Metall, besteht und in seinem tiefsten Bereich mit Durchgangsbohrungen (91)
für Flüssigkeiten versehen ist.
33. Stuhl nach wenigstens einem der übrigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß er mit Armlehnen (110) derart ausgestattet ist, daß diese einen vertikalen Rundstab
(110.1) aufweisen, der in die vom Anschluß am Zargenteil (22) wegweisende Vertiefung
(55) jedes Hinterbeines (21.3, 21.4) eingelegt und an diesen befestigt ist und wobei
das etwa horizontal verlaufende Armlehnenrohr (110.2) an den vertikalen Rundstab,
vorzugsweise mit einer schräg verlaufenden Abknickung,angeschlossen ist und an seinem
vorderen Ende in einen vertikalen vorderen Endbereich übergeht, an welchen sich ein
unter den Sitz (23) abgebogener Horizontalabschnitt (110.4) anschließt, der vorzugsweise
am Zargenteil (22) befestigt ist.