[0001] Die Erfindung betrifft einen Trinkbehälter mit einem in eine ABC-Schutzmaske einführbaren
Trinkrohr.
[0002] Sollen ABC-Schutzmasken für längere Zeit getragen werden, z.B. bei Katastrophenfällen
bzw. -einsätzen, müssen die die Schutzmaske tragenden Personen mit Nährstoffen und
Flüssigkeit versorgt werden, insbesondere mit lebensnotwendigen Nährlösungen, ohne
dabei die Schutzmasken abnehmen zu müssen.
[0003] Es sind daher bereits ABC-Schutzmasken entwickelt worden, die mit einem Sicherheitsverschluß
zum Einführen eines Trinkhalms ausgestattet sind. Über den Trinkhalm können dann dem
Schutzmaskenträger die Flüssigkeiten aus einem Behältnis zugeführt werden.
[0004] Dementsprechend lag vorliegender Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Trinkbehältersystem
zu entwickeln, das die kontaminationsfreie Anwendung bei aufgesetzter ABC-Schutzmarke
gestattet.
[0005] Die Lösung der Aufgabe besteht in einem Trinkbehäter, der gekennzeichnet ist durch
ein Verbindungsteil, welcher einerseits mittels eines Schlauches mit einem flexiblen
Trinkbehälter und andererseits mit dem in einen Sicherheitsverschluß der Schutzmarke
einführbaren Trinkrohr verbunden ist und ein betätigbares Verschlußteil aufweist.
[0006] Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
nachfolgend näher beschrieben.
[0007] Zentrales Teil des Trinkbehälters 1 ist ein rohrartiges Verbindungsteil 2 aus einem
thermoplastischen Kunststoff ausreichender Steifigkeit, z.B. Polycarbonat, welches
einerseits mit einer konischen Tülle 3 zum Aufstecken eines mit dem Trinkbehälter
verbundenen Schlauches 4 und andererseits mit einer abgestuften Öffnung 5 zur Aufnahme
eines entsprechend geformten, paßgenauen Trinkrohres 6 versehen ist.
[0008] An die Tülle 3 schließt sich ein Verschlußteil 7 an, das vorteilhafterweise aus einem
abbrechbaren Abschlußstük 8 besteht. Eine Sollbruchstelle 9 hierfür ist am Übergang
von der Tülle zum Abschlußstück vorgesehen, welches eine Handhabe 10 aufweist. Die
Handhabe ist mit an der Schauchinnenwand in gutem Reibungskontakt anliegenden Vorsprüngen
11 versehen, damit das Abschlußstück 8 nach dem Abbrechen und damit Öffnen des Flüssigkeitskanals
12 von der Öffnung an der Tülle entfernt gehalten bleibt. Alle Teile des Verschlußteils
7 befinden sich innerhalb des Schlauches 4 und sind damit gegen Kontamination geschützt.
[0009] Wenn auch nicht unbedingt erforderlich, so ist es jedoch zweckmäßig, im Verbindungsteil
2 ein Rückschlagventil 13 vorzusehen, damit ein Rückfluß von angesaugter Flüssigkeit
in den Trinkbehälter 1 verhindert wird.
[0010] Das Rückschlagventil kann beispielsweise aus einer Kugel 14 und einem Sitz 15 bestehen,
der an einer Abstufung 16 im Verbindungsteil gebildet ist. Um zu verhindern, daß die
Kugel beim Flüssigkeitssaugen die Trinkrohröffnung verschließt, ist das der Kugel
zugewandte Ende des Trinkrohres 6 mit Zwischenräumen 17 bildenden Vorsprüngen 18 versehen.
[0011] Das Trinkrohr 6 besitzt durch entsprechende Wahl des Materials, beispielsweise thermoplastische
Kunststoffe wie Polycarbonat oder Polyamid, und der Wandstärke ausreichende Steifigkeit,
die notwendig ist, um den Sicherheitsverschluß 19 der Schutzmarke 20 beim Einführen
des Rohres in dessen Öffnung betätigen zu können. Zur besseren Handhabbarkeit ist
das Trinkrohr mit einem Kragen 21 versehen. Die Verbindung zwischen Trinkrohr und
Verbindungsteil kann durch US-Schweißung oder durch Verkleben hergestellt sein.
[0012] Der Trinkbehälter 1 ist aus flexiblem Kunststoff, vorzugsweise aus Weich-PVC, hergestellt.
Der zugehörige Schlauch 4, der zweckmäßigerweise aus dem gleichen Material besteht,
ist mit dem Behälter ebenfalls durch HF-Schweißung oder Verkleben verbunden.
[0013] Eine bakteriendichte Verbindung zwischen Schlauch und Verbindungsteil kann beispielsweise
durch eine Materialpaarung w ie Weich-PVC und
Polycarbonat hergestellt werden, die durch eine Wasserdampfsterilisation die Festigkeit
eine Klebe- oder Schweißverbindung erreichen kann.
[0014] Zur Aufbewahrung des gesamten Trinkbehältersystems über längere Zeit ist es zweckmäßig,
eine Umverpackung vorzusehen, die vor Verschmutzung und Kontamination schützt und
einen Flüssigkeitsverlust durch diffundierenden Wasserdampf verhindert. Eine solche
Umverpackung kann durch vorgefertigte Siegelrandbeutel oder eine Tiefziehumhüllung
hergestellt werden. Geeignete Materialien sind z.B. PE-Verbundfolien mit Polyamid
oder Aluminium.
Trinkbehälter mit einem in eine ABC-Schutzmaske einführbaren Trinkrohr, gekennzeichnet
durch ein Verbindungsteil (2), welches einerseits mittels eines Schlauches (4) mit
einem flexiblen Trinkbehälter (1) und andererseits mit dem in einen Sicherheitsverschluß
(19) der Schutzmaske (20) einführbaren Trinkrohr (6) verbunden ist und ein betätigbares
Verschlußteil (7) aufweist.
2. Trinkbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußteil (7)
ein das Verbindungsteil (2) verschließendes und an einer Sollbruchstelle (9) abbrechbares
Abschlußstück (8) ist.
3. Trinkbehälter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsteil
(2) ein Rückschlagventil (13) enthält.