[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur helligkeitsabhängigen Steuerung einer Lampe,
welche insbesondere zur Beleuchtung einer LCD-Anzeige (
Liquid
crystal
display) dient. LCD-Anzeigen (Flüssigkristall-Anzeigen) werden bevorzugt in Quarzuhren
und Taschenrechnern eingesetzt Da LCD-Anzeigen einen nahezu leistungslosen Betrieb
gestatten und deshalb nur eine geringe Speiseleistung benötigen, werden diese im zunehmenden
Maße auch in Geräten der Nachrichtentechnik eingesetzt.
[0002] Bei LCD-Anzeigen handelt es sich um passive Anzeigen, d.h., sie steuern das auf sie
fallende Licht. LCD-Anzeigen weisen eine zwischen einem front- und rückseitigen Polarisator
befindliche Schicht aus "verdrillten nematischen Flüssigkristallen" auf. Sieht man
von Wärmeschwankungen ab, so stehen die Längsachsen der langgestreckten Moleküle in
der nematischen Phase parallel. Unter Einfluß eines an die LCD-Anzeige angelegten
elektrischen Felds kann erreicht werden, daß die anfangs undurchsichtige Flüssigkristallschicht
durchsichtig wird.
[0003] Liegt kein äußeres elektrisches Feld an, so ist die Richtung der Achsen jeder Molekülschicht
gegenüber der benachbarten Molekülschicht um einen kleinen Winkel verdreht. Tritt
beispielsweise das Licht (Beleuchtung durch Tageslicht oder Lampe) rückseitig mit
horizontaler Polarisation ein, so ist dieses beim Austreten aus der Flüssigkristallschicht
vertikal polarisiert. Ist der frontseitige Polarisator ebenfalls vertikal orientiert,
so gelangt das Licht ungehindert durch diesen hindurch und die Bildfläche erscheint
dem Betrachter hell.
[0004] LCD-Anzeigen lassen sich einteilen in eine reflektive Anzeige, d.h. von vorn einfallendes
Licht wird je nach Schaltzustand der Bildelemente reflektiert oder absorbiert, eine
transmissive Anzeige, d.h., das von der Rückseite durchtretende Licht wird entsprechend
der darzustellenden Information gesteuert und eine transflektive Anzeige, welche einen
teildurchlässigen Reflektor aufweist, welcher die Eigenschaften der transmissiven
und der reflektiven Anzeige besitzt. Bei der Dunkelfeldanzeige (negative contrast
display) erfolgt die Darstellung der Information mit hellen Zeichen auf einem dunklen
Untergrund, während bei der Hellfeldanzeige (positive contrast display) die Darstellung
der Information mit dunklen Zeichen auf einem hellen Untergrund erfolgt.
[0005] Die Flüssigkristallschicht ist bei LCD-Anzeigen zwischen rück- und frontseitigen
Glasplatten und zwischen einer zwischen den Glasplatten umlaufenden Dichtung eingebettet.
Die Glasplatten sind mit durchsichtigen Elektroden versehen, wodurch bei Anlegen einer
Spannung an die beiden Elektroden die Flüssigkristallschicht einem elektrischen Feld
ausgesetzt wird. Dieses elektrische Feld bewirkt eine Ausrichtung aller Molekülschichten
in Feldrichtung, wodurch die Verdrillung in der Flüssigkristallschicht und somit die
Drehung der Polarisationsrichtung des durchtretenden Lichts entfällt. Tritt rückseitig
Licht mit horizontaler Polarisation ein, so trifft dieses horizontal polarisiert am
frontseitig vertikal orientierten Polarisator auf und wird von diesem nicht durchgelassen.
Dem Betrachter erscheint damit die Bildfläche dunkel.
[0006] Zur Darstellung von Zeichen, Grafiken und Bildern wird häufig eine Matrixanzeige
verwendet. Eine solche Matrixanzeige weist horizontal und vertikal jeweils zueinander
parallel angeordnete Bildelemente auf. Zur Darstellung eines Satzes von bestimmten
Zeichen, z.B. Zahlen, wird häufig die Segmentanzeige, z.B. Sieben-Segment-Anzeige,
verwendet. Zur Direktansteuerung bei der Adressierung bzw. Selektion der Bildelemente
und deren Helligkeitssteuerung ist die LCD-Anzeige mit einer Steuerschaltung verbunden.
Wird jedes Segment bzw. jeder Bildp unkt (pixel) direkt
angesteuert, so ist hierfür eine große Zahl von Treiberschaltungen und Zuleitungen
erforderlich. Betrachtet man z.B. eine LCD-Anzeige für eine fünfstellige Zahl mit
je sieben Segmenten, so sind hierfür 35 Steuerleitungen und eine gemeinsame Rückleitung
erforderlich, wenn jedes Segment individuell angesteuert werden soll. Für die Ansteuerung
der LCD-Anzeige werden Wechselspannungen mit einer Frequenz über 3O Hz verwendet,
um ein flimmerfreies Bild zu bekommen.
[0007] Zur Verringerung der Anzahl an Zuleitungen und Treiberschaltungen werden LCD-Anzeigen
im Multiplex-Betrieb angesteuert, d.h. z.B. jede Spalte bzw. Zeile wird zeitlich nacheinander
aktiviert. Mit wachsendem Multiplexverhältnis sinkt die Differenz der Spannungsamplitude
zwischen Spannung von ein- und ausgeschaltetem Segment (oder Bildpunkt), wobei die
Schwellenspannung von eingeschalteten und ausgeschalteten Bildpunkten bei LCD-Displays
nicht ausgeprägt ist und außerdem mit der Temperatur variiert. Für größere Multiplexverhältnisse
ist deshalb eine entsprechende steile Steuerkennlinie erforderlich, wobei zur Helligkeitssteuerung
der Bildelemente häufig eine Pulsamplituden-Modulation verwendet wird, d.h., die Amplitude
der Ansteuerimpulse bestimmt die Lichtdurchlässigkeit und damit die Helligkeit des
Bildpunkts.
[0008] Da der Umschaltmechanismus in der Flüssigkristallschicht auf einem thermischen Effekt
beruht, muß die Wärmeerzeugung in der LCD-Anzeige in Grenzen gehalten werden. Durch
Sonneneinstrahlung können Umfeld-Beleuchtungsstärken bis zu 1O⁵ Lux auftreten, so
daß die LCD-Anzeige schlecht ablesbar ist.
[0009] Zur Verbesserung der Ablesbarkeit ist es für eine LCD-Anzeige mit Hellfeldanzeige
bekannt, an der Stirnseite der LCD-Anzeige eine Lichtquelle anzuordnen (DE-PS 23 1O
219).
[0010] Weiterhin ist aus der DE-PS 3O 29 122 eine Flüssigkristall-Anzeigevorrichtung für
ein Kraftfahrzeug bekannt. Die transmissive Anzeige weist auf der Rückseite einen
lichtführenden Körper auf, welcher zur wahlweisen Einleitung des Umgebungslichts oder
des Lichts einer Lichtquelle in die Flüssigkristallschicht bewegbar ausgebildet ist.
[0011] In der Tagstellung ist die Lichtquelle ausgeschaltet und das Tageslicht wird mittels
einer Linse gebündelt und beleuchtet den lichtführenden Körper. Der lichtführende
Körper weist rückseitig eine reflektierende Beschichtung auf, wodurch das einfallende
Tageslicht die Flüssigkristallschicht von der Rückseite her beleuchtet.
[0012] In der Nachtstellung liegt der lichtführende Körper auf der Rückseite der Flüssigkristall-Anzeigevorrichtung
an und die Lichtquelle ist eingeschaltet. Das von der reflektierten Beschichtung des
lichtführenden Körpers reflektierte Licht der Lichtquelle dient nun zur Beleuchtung
der Flüssigkristall-Anzeigevorrichtung.
[0013] Das Einschalten der Lichtquelle und das gleichzeitige motorische Verstellen des lichtführenden
Körpers in die Nachtstellung erfolgt mittels eines beim Ein- bzw. Ausschalten der
Kraftfahrzeugscheinwerfer betätigbaren Schalter. Zur Vermeidung der Betätigung eines
Schalters kann ein elektrischer Schalter verwendet werden, welcher in Abhängigkeit
von der Helligkeit (mittels beispielsweise eines Kadmiumsulfid-Fotosensors gemessenen
Helligkeit) des einfallenden Umgebungslichts die Lichtquelle und den Motor zur Verstellung
des lichtführenden Körpers einschaltet. Dadurch wird zwar eine Überhitzung der Flüssigkristall-Anzeigevorrichtung
durch Wärmestrahlung der Lichtquelle vermieden, andererseits ist jedoch ein hoher
Aufwand für die Verstellung des lichtführenden Körpers erforderlich.
[0014] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur helligkeitsabhängigen
Steuerung einer Lampe derart anzugeben, daß eine Überhitzung der LCD-Anzeige weitgehend
ausgeschlossen ist.
[0015] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0016] Das erfindungsgemäße Verfahren weist den Vorteil auf, daß durch die Veränderung der
Betriebsspan nung in Abhängigkeit von der gemessenen Helligkeit des einfallenden
Umgebungslichts einerseits eine gute Ablesbarkeit der LCD-Anzeige auch bei Sonneneinstrahlung
gewährleistet ist, andererseits eine Überhitzung der LCD-Anzeige infolge der Wärmeentwicklung
durch die Lampe weitgehend vermieden wird.
[0017] Das Verfahren gemäß Patentanspruch 2 weist den Vorteil auf, daß die LCD-Anzeige bei
jeder Umfeld-Beleuchtungsstärke optimal beleuchtet werden kann, bis beispielsweise
durch anhaltende Sonneneinstrahlung eine kritische Temperatur (Grenztemperatur ca.
9O Grad Celsius) erreicht wird. Wie Untersuchungen ergaben, wirkt die Streuscheibe
für die Hintergrundbeleuchtung (bei einer LCD-Anzeige mit Hellfeldanzeige) bei direkter
Sonneneinstrahlung wie ein Reflektor, so daß eine gute Ablesbarkeit auch bei abgeschalteter
Lampe besteht.
[0018] Vorteilhafte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in weiteren
Patentansprüchen angegeben.
[0019] Die Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens gemäß Patentanspruch 6 erfordert
einen geringen Schaltungsaufwand und kann weitgehend integriert werden.
[0020] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Schaltungsanordnung sind in den weiteren
Patentansprüchen angegeben.
[0021] Die Erfindung wird im folgenden anhand einer in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform
näher beschrieben und erläutert. Bei der in der Figur dargestellten Schaltungsanordnung
wird das Verfahren der Pulslängen-Modulation benutzt und in Abhängigkeit von der gemessenen
Helligkeit des einfallenden Umgebungslichts und in Abhängigkeit von der gemessenen
Umgebungs-Temperatur wird die Betriebsspannung UB für eine Lampe L verändert. Die
Schaltungsanordnung weist in Serie zueinander liegende Komperatoren auf, wobei als
Komperatoren entsprechend beschaltete Operationsverstärker O1 bis O4 benutzt werden.
[0022] Ein Impulsgenerator IG weist einen Sägezahngenerator SG auf, welcher aus dem mit
zwei RC-Gliedern R1, C1; R2, C2 beschalteten vierten Operationsverstärker O4, einen
diesem Operationsverstärker O4 nachgeschalteten dritten Operationsverstärker O3 und
einen mit deren Eingängen verbundenen Spannungsteiler R5, R6 besteht.
[0023] Der Widerstand R2 ist mit einem Anschluß an eine Klemme der Betriebsspannungsquelle
BQ angeschlossen und ist mit seinem zweiten Anschluß sowohl mit dem Ausgang des vierten
Operationsverstärkers O4, mit einem Anschluß des zweiten Kondensators C2, mit einem
ersten Anschluß des ersten Widerstands R1 und mit dem nichtinvertierenden Eingang
des dritten Operationsverstärkers O3 verbunden. Der zweite Anschluß des Kondensators
C2 liegt an Masse an. Mit dem zweiten Anschluß des ersten Widerstands R1 ist sowohl
der invertierende Eingang des vierten Operationsverstärkers O4 als auch der erste
Anschluß des ersten Kondensators C1 verbunden, dessen zweiter Anschluß an Masse angeschlossen
ist. Zwischen den Klemmen der Betriebsspannungsquelle BQ ist ein aus einem vierten
Widerstand R4, dem fünften und sechsten Widerstand R5, R6 bestehender Spannungsteiler
angeschlossen. Mit dem ersten Abgriff des Spannungsteilers ist der invertierende Eingang
des zweiten Operationsverstärkers O2 und der nichtinvertierende Eingang des vierten
Operationsverstärkers O4 verbunden. Am zweiten Abgriff des Spannungsteilers ist der
invertierende Eingang des dritten Operationsverstärkers O3 angeschlossen.
[0024] Weiterhin ist mit der Betriebsspannungsquelle BQ ein dritter Spannungsteiler verbunden,
welcher aus einem dritten Kondensator C3 und einem Fototransistor T1 besteht. Parallel
zur Hauptstromstrecke des Fototransistors T1 ist ein dritter Widerstand R3 angeordnet.
Mit dem Abgriff des dritten Spannungsteilers sind der nichtinvertierende Eingang des
zweiten Operationsverstärkers O2 und der Ausgang des dritten Operationsverstärkers
O3 verbunden.
[0025] Mit der Betriebsspannungsquelle BQ sind ein vierter Spannungsteiler, bestehend aus
einem siebten und einem achten Widerstand R7, R8 und ein fünfter Spannungsteiler,
bestehend aus einem n eunten Widerstand R9 und einem Kaltleiter
KL, verbunden. Der Abgriff des vierten Spannungs teilers ist sowohl an den Ausgang
des zweiten Operationsverstärkers O2 als auch an den nichtinvertierenden Eingang des
ersten Operationsverstärkers angeschlossen. Der Abgriff des fünften Spannungsteilers
ist mit dem invertierenden Eingang des ersten Operationsverstärkers O1 verbunden.
[0026] An den Ausgang des ersten Operationsverstärkers O1 ist ein erster Anschluß eines
elften Widerstands R11 und ein erster Anschluß eines zehnten Widerstands R1O angeschlossen.
Der zweite Anschluß des elften Widerstands R11 ist mit einer Klemme der Betriebsspannungsquelle
BQ verbunden. An den zweiten Anschluß des zehnten Widerstands R1O ist die Basis eines
Schalttransistors T2 angeschlossen. Der Emitter des Schalttransistors T2 ist mit einer
Klemme der Betriebsspannungsquelle BQ und der Kollektor des Schalttransistors T2 ist
mit einem Anschluß der Lampe L verbunden. Der zweite Anschluß der Lampe L ist an eine
Klemme der Betriebsspannungsquelle BQ angeschlossen.
[0027] Die Arbeitsweise der in der Figur dargestellten Schaltungsanordnung wird im folgenden
näher beschrieben und erläutert.
[0028] Der Sägezahngenerator SG weist den vierten Operationsverstärker O4 mit offenem Kollektorausgang
auf. Der erste Kondensator C1 und der zweite Kondensator C2 werden über den zweiten
Widerstand R2 nahezu gleichzeitig aufgeladen, bis die Differenzspannung zwischen invertierendem
und nichtinvertierendem Eingang des vierten Operationsverstärkers O4 negativ wird.
Der Ausgangstransistor des vierten Operationsverstärkers O4 wird dann durchgeschaltet
und der zweite Kondensator C2 innerhalb kurzer Zeit entladen. Der Ausgangstransistor
des vierten Operationsverstärkers O4 bleibt leitend, bis sich der erste Kondensator
C1 über den ersten Widerstand R1 und den Ausgangstransistor soweit entladen hat, daß
die Differenzspannung zwischen invertierendem und nichtinvertierendem Eingang des
vierten Operationsverstärkes O4 wieder positiv wird.
[0029] Die am zweiten Kondensator C2 abfallende Sägezahnspannung mit flacheren (im Idealfall
zeitlinearer) Anstieg und steileren (im Idealfall abrupten) Abfall führt im dritten
Operationsverstärker O3 zu einer kurzen leitenden Phase und zu einer langen Sperrphase
des Ausgangstransistors. Der am Kollektor dieses Ausgangstransistors angeschlossene
dritte Kondensator C3 wird schnell entladen und wird während der Sperrphase des Ausgangstransistors
über die Hauptstromstrecke des Fototransistors T1 geladen. Der von dem Fototransistor
T1 gelieferte Strom wird in der Amplitude mit steigender Lichtstärke größer, so daß
der dritte Kondensator C3 höher aufgeladen wird. Mittels des zur Hauptstromstrecke
des Fototransistors T1 angeordneten dritten Widerstands R3 wird vermieden, daß bei
völliger Dunkelheit die Lampe L ganz erlischt.
[0030] Mittels des zweiten Operationsverstärkers O2 wird aus der am dritten Kondensator
C3 abfallenden Sägezahnspannung ein rechteckimpulsförmiges Signal mit lichtabhängiger
Pulslänge und einer Amplitude der halben Betriebsspannung UB gebildet.
[0031] Der Widerstandswert des neunten Widerstands R9 ist so festgelegt, daß am invertierenden
Eingang des ersten Operationsverstärkers O1 unterhalb der kritischen Temperatur eine
Gleichspannung auftritt, die größer ist als die am nichtinvertierenden Eingang des
ersten Operationsverstärkers O1 abfallende Gleichspannung. Dadurch wird die Differenzspannung
zwischen nichtinvertierendem und invertie rendem Eingang des ersten Operationsverstärkers
O1 invertiert und der Ausgangstransistor des ersten Operationsverstärkers O1 sperrt
und leitet periodisch derart, daß der Schalttransistor T2 bei Dunkelheit jeweils lange
gesperrt und kurz leitend, bei Helligkeit entsprechend umgekehrt.
[0032] Der im steilen Bereich der R/

Kennlinie betriebene Kaltleiter KL wird bei einer Erhitzung auf eine Temperatur von
beispielsweise 9O Grad Celsius hochohmig. Durch den dadurch am invertierenden Eingang
des ersten Operationsvers tärkers O1 erhöhten Spannungsatfall wird sich die
Spannungsdifferenz zwischen invertierendem und nichtinvertierendem Eingang des ersten
Operationsverstärkers O1 nicht mehr umkehren und der Schalttransistor T2 bleibt gesperrt,
und folglich bleibt die Lampe L dunkel, bis die Temperatur wieder abgesunken ist.
[0033] Der Kaltleiter KL wird dabei so anzuordnen sein, daß Eigenerwärmung und/oder Varistoreffekt
ausgeschlossen sind. Durch entsprechende Materialien mit besonders steilem Widerstands-Temperatur-Verlauf
läßt sich eine hohe Regelgenauigkeit erreichen und ein schnelles Ansprechen des Kaltleiters
KL ist bei kleinen Abmessungen des Kaltleiters KL möglich.
1. Verfahren zur helligkeitsabhängigen Steuerung einer Lampe (L), insbesondere zur
Beleuchtung einer LCD-Anzeige, dadurch gekennzeichnet, daß in Abhängigkeit von der gemessenen Helligkeit des einfallenden Umgebungslichts
die Betriebsspannung (UB) für die Lampe (L) verändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Abhängigkeit von der gemessenen Umgebungstemperatur die Betriebsspannung
(UB) für die Lampe (L) verändert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betriebsspannung (UB) unter Verwendung einer Pulslängen-Modulation verändert
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Betriebsspannung (UB) unter Verwendung einer Pulsamplituden-Modulation verändert
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Überschreitung eines vorgebbaren Schwellenwerts der Temperatur die Betriebsspannung
(UB) ausgeschaltet wird.
6. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulsdauer von mittels eines Impulsgenerators (IG) erzeugten Impulse in
Abhängigkeit von der gemessenen Helligkeit verändert wird und daß mittels so erzeugter
Steuerimpulse ein im Stromkreis der Lampe (L) liegender Schalter (T2) gesteuert wird.
7. Schaltungsanordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulshöhe von mittels eines Impulsgenerators (G) erzeugten Impulse in Abhängigkeit
von der gemessenen Helligkeit verändert wird und daß mittels so erzeugter Steuerimpulse
ein im Stromkreis der Lampe (L) liegender steuerbarer Widerstand angesteuert wird.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerimpulse einem ersten Komperator zugeführt werden, welcher die Impulshöhe
mit einer am Abgriff eines Spannungsteilers abfallenden Spannung vergleicht, welcher
mit der Betriebsspannungsquelle (BQ) verbunden ist und aus einem Kaltleiter (KL) und
einem Widerstand (R9) besteht, und daß der erste Komperator mit der Basis eines Schalttransistors
(T2) in Verbindung steht, dessen Emitter mit einer Klemme der Betriebsspannungsquelle
(BQ) und dessen Kollektor mit einem Anschluß der Lampe (L) verbunden ist.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Impulsformung der Steuerimpulse, diese einen zweiten Komperator zugeführt
werden, dessen Ausgang mit dem ersten Komperator verbunden ist.
1O. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß mittels eines Sägezahngenerators (SG) erzeugte Impulse einem dritten Komperator
zugeführt werden, dessen Ausgang mit dem zweiten Komperator verbunden ist.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1O, dadurch gekennzeichnet, daß der Sägezahngenerator (SG) aus einem mit zwei RC-Gliedern beschalteten vierten
Komperator besteht.
12. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß als Komperatoren entsprechend b eschaltete
Operationsverstärker (O1, ..., O4) benutzt werden.
13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des dritten Operationsverstärkers (O3) mit dem Abgriff eines mit
der Betriebsspannungsquelle (BQ) verbundenen Spannungsteiler verbunden ist, welcher
aus einem Kondensator (C3) und einem Fototransistor (T1) besteht.
14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß Parallel zur Hauptstromstrecke des Fototransistors (T1) ein Widerstand (R3) angeordnet
ist.