[0001] Die Erfindung betrifft einen Biegedorn zum Biegen von Hohlprofilen aus Nichtmetallen
und ihren Legierungen sowie ein Verfahren zur Herstellung derartiger Hohlprofile unter
Verwendung des Biegedorns.
[0002] Aus der US-A-1 978 452 ist ein Hohlprofil bekannt, das aus einer Legierung von Nichtmetallen
besteht, und das eine kaltverformte Biegung mit einem inneren Biegungsradius aufweist,
der kleiner als der doppelte Durchmesser des gebogenen Teils des Profils ist. Zur
Herstellung des Rohrprofils wird ein Biegedorn beschrieben, der ein stabförmiges Bauteil
aufweist, an den ineinandergreifende, sich überlappende Glieder in Kugelabschnitts-
oder Halbkugelabschnittsform angeordnet sind.
[0003] Dieser seit mehr als 50 Jahren vorbekannte Biegedorn hat sich offenkundig nicht durchsetzen
können, wie sich beispielsweise aus dem Umstand ergibt, daß zwar kleinere Biegedurchmesser
der genannten Hohlprofile aus Raumgründen oder aus anderen technischen Gründen gefordert
werden, aber dennoch derartige Hohlprofile nicht in befriedigender Weise hergestellt
werden können.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Biegedorn der zuvor geschilderten
Art zur Verfügung zu stellen, mit dem kaltverformte Biegungen bei Hohlprofilen aus
Nichteisenmetallen und deren Legierungen hergestellt werden können, wobei der Bruch
des Rohrmaterials im Biegungsbereich tatsächlich ausgeschlossen wird und mit dem Hohlprofile
herstellbar sind, die Biegungen aufweisen, deren Biegungsdurchmesser nicht nur etwa
den doppelten Profildurchmesser unterschreiten, sondern das Herstellen von Biegungen
ermöglichen, deren Durchmesser ggfs. kleiner als das 1,5-fache, oder des einfachen
Profildurchmessers sind.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung wird durch den Biegedorn gemäß Anspruch 1 gelöst. Die nachfolgenden
Ansprüche 2 und 3 betreffen Verfahren zur Herstellung von Hohlprofilen aus Nichteisenmetallen
unter Verwendung des erfindungsgemäßen Biegedorns.
[0006] Die mit dem erfindungsgemäßen Biegedorn hergestellten Hohlprofile, insbesondere Aluminiumhohlprofile,
insbesondere in ihrer Ausführung als Strangpreß- oder Strangziehrohre besitzen eine
völlig glatte Innenfläche im Biegebereich und Biegungen, deren Biegeradius bis zum
0,4-fachen des Rohrdurchmessers entspricht. Erfindungsgemäß werden bevorzugt solche
Hohlprofile mit Biegungen hergestellt, deren Durchmesser kleiner als das 1,5-fache
des Profildurchmessers, insbesondere kleiner als der Profildurchmesser ist.
[0007] Die Erfindung wird anhand der Figuren 1 bis 5 näher erläutert.
Fig. 1 ist die Aufsicht auf den Biegungsbereich eines Aluminiumhohlprofils in Rohrform;
Fig. 2 ist ein Querschnitt durch den nicht-gebogenen Bereich des Rohres gemäß Fig.
1;
Fig. 3 ist die Seitenansicht einer bevorzugten Ausführungsform des erfindinngsgemäßen
Biegedorns;
Fig. 4 ist der schematische Querschnitt durch eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Biegedorns;
Fig. 5 zeigt schematisch im Querschnitt die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Biegedorns
im Vorgang der Biegung.
[0008] Eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäß hergestellten Hohlprofils,
beispielsweise aus Aluminium, ist in Form eines Rohres in Fig. 1 wiedergegeben, wobei
erfindungsgemäß der mit r bezeichnete Biegeradius etwa dem 0,4-fachen des Durchmessers
D des Aluminiumrohres entspricht.
[0009] Bei diesem gebogenen Rohr wird von einem stranggepreßten oder stranggezogenen Aluminiumrohr
ausgegangen, dessen bezüglich der späteren Biegung äußerere Randbereich 1 gegenüber
dem inneren Randbereich 2 verdickt ist.
[0010] Hierdurch wird gewährleistet, daß im Außenbereich der Biegung 1 genügend Material
zur Verfügung steht, um einerseits Brüche und Risse in diesem Bereich während des
Biegevorgangs zu vermeiden, wobei andererseits als Folge das gebogene Rohr in diesem
Wandbereich 1 für die weitere Verwendung ausreichende Materialstärke aufweist.
[0011] In Fig. 2 ist das Ausgangsrohr für das gebogene Rohr gemäß Fig. 1 im Querschnitt
wiedergegeben, wobei der bezüglich der späteren Biegung äußere Bereich 1 gegenüber
dem inneren Bereich 2 deutlich verdickt ist.
[0012] Eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Biegedorns, der für die Herstellung beispielsweise
des gebogenen Rohres gemäß Fig. 1 benötigt wird, ist in Fig. 3 wiedergegeben.
[0013] Dieser Biegedorn besteht in an sich bekannter Weise aus einem stabförmigen Bauteil
3 und den daran angeordneten Gliedern 4, 5.
[0014] Erfindungsgemäß bestehen die einzelnen Glieder 4, 5 aus sich überlappenden ineinander
greifenden Halbkugelabschnitten, wobei der größte Durchmesser Y des letzten Gliedes
5 größer als der der übrigen Glieder 4 ist und den Durchmesser X des zu verbiegenden
Rohres aufweist.
[0015] Die schematische Querschnittswiedergabe gemäß Fig. 4 zeigt eine bevorzugte Verbindungsform
der einzelnen Glieder 4, 5 mittels einer mittig geführten Gliederkette 6, die in dem
stabförmigen Bauteil 3 verankert ist.
[0016] Ebenso geht aus dieser Figur bei A hervor, daß bevorzugt die Glieder derart ausgebildet
sind, daß sie selbst in gekrümmtem Stand des Werkzeugs einander überlappen, bzw. ineinander
greifen, so daß sich in Gegenrichtung zum Dornauszug keine öffnung an der Außenseite
2 des gebogenen Rohres zwischen den einzelnen Gliedern bildet, wodurch bei Auszug
des Biegedorns aus dem Rohr Rohrinnenwandverletzungen vermieden werden.
[0017] Im Prinzip können auch Glieder Verwendung finden, die in gebogenem Zustand des Werkzeugs
zwischen einander eine Öffnung aufweisen; dann jedoch sind sie derart zu wählen, daß
ihre untere Kante in Richtung Dornauszug auf die Verbindungsglieder 6 derart hin umgebogen
sind, daß dieser Bereich einen kleineren Biegeradius als der der anliegenden verbogenen
Rohrwand aufweist, so daß durch diesen Kantenbereich des Gliedes Rohrinnenwandverletzungen
nicht erfolgen können.
[0018] In der Fig. 5 ist schematisch eine besonders bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Biegedorns wiedergegeben, wobei gemäß dieser Figur sich der Biegedorn noch in dem
umgebogenen Rohr befindet.
[0019] In diesem Fall bestehen die Biegedornglieder 4 aus Kugelabschnitten und das letzte
Glied 5 aus einer Kugel.
[0020] Die Kugelabschnitte sind derart ineinandergreifend und überlappend angeordnet, daß
das Glied 4a, das unmittelbar am stabförmigen Bauteil 3 angeschlagen ist, das benachbarte
Kugelabschnittsglied 4b überlappt, dieses wiederum das Kugelabschnittsglied 4c u.s.w.
[0021] Als erfindungswesentliches Merkmal geht aus dieser Figur hervor, daß das letzte Glied
5, das zudem als Vollkugel ausgebildet ist, den größten Durchmesser, und zwar den
des zu verbiegenden Rohres (D = X) aufweist; die nachfolgenden Glieder unterscheiden
sich hinsichtlich ihres größten Durchmessers entsprechend den Angaben zur Fig. 5.
[0022] Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Biegeverfahrens mit dem erfindungsgemäßen
Biegedorn werden im übrigen die an sich bekannten entsprechenden Sonderbiegewerkzeuge
Biegeschablone, Faltenglattschuh, Spannbacke etc. verwendet.
[0023] Zu den bevorzugten Nichteisenmetallen und ihren Legierungen zählen Aluminiumlegierungen,
Kupferlegierungen, Magnesiumlegierungen, Messinglegierungen, Siliziumlegierungen,
Manganlegierungen, wobei alle angeführten Legierungen in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen
untereinander angewendet werden, beispielsweise
Al Mn 1 Mg 1
Al Mn 1
Al Si 0,5
Mg Al 4 Si 1
Mg Mn 2
Al Cu 10
Al Mn Cu
Al Ti 0,1
Al Si 2 0
Mg Al 6 Zu 1
Mg Al 3 Zu.
1. Biegedorn zum Biegen von Hohlprofilen aus Nichtmetallen und deren Legierungen, nämlich
aus Aluminiumlegierungen, Kupferlegierungen, Magnesiumlegierungen, Messinglegierungen,
Siliciumlegierungen und Manganlegierungen auf einen inneren Biegeradius, der kleiner
als der doppelte Durchmesser des zu biegenden Hohlprofils ist, der ein stabförmiges
Bauteil (3) aufweist, an den ineinandergreifende, sich überlappende Glieder (4/5)
in Kugelabschnitts-, Halbkugelabschnitts- oder Scheibenform angeordnet sind, wobei
sich der Durchmesser der Glieder (4) im Anschluß an das Bauteil (3) kontinuierlich
zur Mitte der Gliederkette hin verkleinert und zum Ende hin bis auf den Profildurchmesser,
den das letzte Glied (5) aufweist, vergrößert.
2. Verfahren zur Herstellung zum Hohlprofilen aus Nichteisenmetallen und deren Legierungen,
nämlich aus Aluminiumlegierungen, Kupferlegierungen, Magnesiumlegierungen, Messinglegierungen,
Siliciumlegierungen und Manganlegierungen auf einen inneren Biegeradius, der kleiner
als der doppelte Durchmesser des zu biegenden Hohlprofils ist, unter Verwendung des
Biegedorns nach Anspruch 1.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man den Biegedorn nach Anspruch
1 verwendet, bei dem das vordere Kettenglied (4) etwas kleiner (etwa 1 mm) als der
Profildurchmesser und der kleinste Durchmesser im Mittelbereich der Gliederkette 8/10
bis 9/10 des Profildurchmessers ist.
1. Bending block for bending hollow profile sections of non-metals and their alloys,
i.e. of aluminium alloys, copper alloys, magnesium alloys, brass alloys, silicon alloys
and manganese alloys, about an inner radius of curvature which is less than twice
the diameter of the hollow profile section which is to be bent, having a rod-shaped
component (3) on which interlocking links (4/5), which overlap one another and are
in the form of spherical segments, semi-spherical segments, or disks, are arranged,
wherein the diameter of the links (4) connected to the component (3) becomes continually
smaller towards the centre of the chain of links and increases, towards the end, until
it reaches the diameter of the profile section which is the dimension of the last
link (5).
2. Method for the production of hollow profile sections of non-ferrous metals and their
alloys, i.e. of aluminium alloys, copper alloys, magnesium alloys, brass alloys, silicon
alloys and manganese alloys, about an inner radius of curvature, which is less than
twice the diameter of the hollow profile section which is to be bent, using the bending
block according to claim 1.
3. Method according to claim 2, characterised in that the bending block according to
claim 1 is used, in which the first chain link (4) is somewhat (1 mm) less than the
diameter of the profile section and the smallest diameter, in the central area of
the link chain is 8/10 to 9/10 of the diameter of the profile section.
1. Mandrin de cintrage pour le cintrage de profilés creux en éléments non métalliques
et leurs alliages, à savoir en alliages d'aluminium, alliages de cuivre, alliages
de magnésium, alliages de laiton, alliages de silicium et alliages de manganèse, selon
un rayon de cintrage intérieur qui est inférieur au double du diamètre du profilé
creux à cintrer, qui présente un composant (3) en forme de barre, sur lequel sont
disposés des éléments (4/5) s'accrochant les uns dans les autres et en recouvrement
qui ont la forme de section de sphère, de section de demi-sphère ou de disques, le
diamètre des éléments (4) diminue du raccordement au composant (3) de manière continue
vers le milieu de la chaîne d'éléments et augmente en direction de l'extrémité pour
parvenir au diamètre du profil que présente le dernier élément (5).
2. Procédé de fabrication de profilés creux en éléments non métalliques et leurs alliages,
à savoir en alliages d'aluminium, alliages de cuivre, alliages de magnésium, alliages
de laiton, alliages de silicium et alliages de manganèse, selon un rayon de cintrage
intérieur qui est inférieur au double du diamètre du profilé creux à cintrer, utilisant
le mandrin de cintrage selon la revendication 1.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'on utilise le mandrin de cintrage
selon la revendication 1 dans lequel l'élément antérieur (4) de la chaîne est un peu
plus petit (environ 1 mm) que le diamètre du profilé et le diamètre le plus petit
dans la zone centrale de la chaîne d'éléments est compris entre 8/10 à 9/10 du diamètre
du profilé.