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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE ES IT |
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Priorität: |
25.10.1986 DE 3636426
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.05.1988 Patentblatt 1988/18 |
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Patentinhaber: Alcatel SEL Aktiengesellschaft |
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D-70435 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Kehrer, Jürgen
D-7152 Ditzingen (DE)
- Schulz, Harald
D-7141 Benningen (DE)
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Vertreter: Pechhold, Eberhard, Dipl.-Phys. et al |
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Alcatel Alsthom
Intellectual Property Department,
Postfach 30 09 29 70449 Stuttgart 70449 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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- SIGNAL + DRAHT, Band 75, Heft 12, 1983, Seiten 219-223, München, DE; R.DACHWALD et
al.: "NstP S 800"
- ERICSSON REVIEW, Band 59, no. 3, 1982, Seiten 152-157, Stockholm, SE; N.SIGGAARD et
al.: "Microcomputer controlled interlocking system"
- "Computer Persönlich", Ausgabe 12 vom 29.05.1985, Seiten 53-56, 73
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Umsetzung von Bedieneingaben in Steuerbefehle
in einem rechnergesteuerten Stellwerk gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Aus einem Aufsatz von R.Dachwald und J.Raimer in "Signal + Draht 75" (1983), Heft
12, S. 219-223 der das Nummernstellpult NstP S800 der Firma Siemens beschreibt, ist
ein Eingabeverfahren der oben genannten Art bekannt. Es ist ab Seite 221 im genannten
Aufsatz beschrieben.
[0003] Bei diesem Eingabeverfahren werden die Stellbefehle in ganz bestimmter syntaktischer
Form mittels alphanumerischer Zeichen in eine Eingabeeinheit gegeben. Bevor die Umsetzung
der eingegebenen Zeichen in Zielinformationen erfolgen kann, wird eine Prüfung auf
Formatfehler durchgeführt. Diese erfordert eine sogenannte Syntax-Analyse, ein zeit-
und speicheraufwendiges Decodierverfahren. Die Einhaltung ganz bestimmter vorgegebener
Formatvorschriften ist dabei unerläßlich. Eine Umstellung der Eingabe auf ein anderes
Format ist nur zusammen mit einer Änderung des größten Teiles der Eingabesoftware
möglich.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist ein Verfahren, das eine einfache und vom Eingabeformat
unabhängige Umsetzung der eingegebenen Zeichen in Stellbefehle gestattet.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
[0006] Hierbei sind Suchverfahren,wie sie bei der Erfindung verwendet werden, in anderem
Zusammenhang bekannt (siehe z.B. Computer Persönlich, Ausgabe 12 vom 29. Mai 1985,
Seiten 53-56, 73).
[0007] Die Verwendung eines solchen Suchverfahrens erspart eine komplizierte, zeitaufwendige,
und umfangreiche Syntax-Analyse für alle Eingaben, die, wie z.B. Stellbefehlseingaben,
nur wenige Zeichen enthalten. Das Syntax-Analyseverfahren braucht damit nur noch bei
solchen Eingaben verwendet werden, die, wie z.B. freie Texteingaben oder vielstellige
Zahleneingaben zu einer unvertretbar hohen Anzahl von Kombinationen des Eingabetextes
führen würden.
[0008] Da die mittels des Suchverfahrens gefundenen Steuerbefehle zusammen mit den ihnen
zugeordneten Bedieneingaben gespeichert sind, können diese Bedieneingaben mit dem
eingegebenen Text verglichen und die zugehörigen Steuerbefehle erst nach festgestellter
Übereinstimmung der Eingaben zur Weiterverwertung freigegeben werden. Durch diesen
Vergleich werden Mehrdeutigkeiten, die z.B. bei dem im Anspruch 2 beanspruchten HASH-Code
auftreten können, eliminiert und es werden umfangreiche Plausibilitätsprüfungen vermieden,
die bei Anwendung eines Syntax-Analyse-Verfahrens notwendig sind.
[0009] Das im Anspruch 2 beanspruchte HASH-Verfahren ist für den hier vorliegenden Anwendungsfall
besonders geeignet, da es von allen Suchverfahren am schnellsten arbeitet und dabei
keinen zu hohen Speicherbedarf erfordert.
[0010] Es können bei Verwendung des HASH-Suchverfahrens außerdem befehlsartenspezifische
Software-Module durch Projektierung konfiguriert werden. Die HASH-Suchtabelle wirkt
als Schalter auf diese Module. Bedienberechtigungs-Bereiche und Bild-Bereiche können
ebenfalls durch Projektierung konfiguriert werden.
[0011] Im Folgenden soll ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens anhand
einer Figur ausführlich beschrieben werden.
[0012] Die Figur zeigt schematisch die wichtigsten Funktionsblöcke einer Stellwerkseingabe.
Einer Anzahl von Bedienplätzen sind Eingabegeräte BP1, BP2 zugeordnet, die eine alphanumerische
Tastatur und verschiedene Funktionstasten zur Eingabe besonderer Kommandos aufweisen.
Die Eingabegeräte sind über einen Bus mit jeweils einer Eingabezeile EZ verbunden.
Die Eingabezeile ist ein Speicher, der die eingegebene Information bis zu einer maximalen
Stellenzahl aufnimmt. Der Inhalt der Eingabezeile wird zu Kontrollzwecken auf einem
nicht dargestellten Display angezeigt.
[0013] Ist eine Eingabe beendet - das Ende wird durch ein besonderes Abschlußzeichen markiert
- so wird in einem besonderen Modul SE ein Suchcode ermittelt. Dieser Suchcode kann
z.B. ein sogenannter HASH-Code sein, der nach der Vorschrift

berechnet wird, wobei i die Stelle des jeweiligen Zeichens in der Eingabezeile, m
die Zahl der maximal zulässigen Stellen des eingegebenen Textes, Ki eine der i-ten
Stelle zugeordnete Konstante, Wi der ASCII-Code des Zeichens an der i-ten Stelle und
p die Länge der die Steuerbefehle enthaltenden Liste bedeuten.
[0014] Mit dem ermittelten Suchcode wird nun in einer vorbereiteten Index-Tabelle JT der
Index in eine Suchtabelle ST aufgesucht, die sämtliche zulässigen Eingabetexte als
Zieltexte ZT zusammen mit der ihnen jeweils zugeordneten Zielinformation ZJ enthält.
[0015] Da nicht jedem Index nur ein einziger Zieltext zugeordnet zu sein braucht, ist es
erforderlich, den gefundenen Zieltext mit dem ursprünglichen Eingabetext zu vergleichen,
um sicher zu sein, daß tatsächlich die dem am Eingabegerät eingegebenen Text zugeordnete
Zielinformation, die den auszuführenden Stellbefehl enthält, an die Stellwerkslogik
weitergegeben wird. Dieser Vergleich wird in einem Vergleicher V durchgeführt, der
die zu einem Index gefundenen Zieltexte nacheinander mit der ursprünglichen Eingabe
vergleicht und bei Übereinstimmung ein Freigabesignal FS ausgibt, das die Weitergabe
der Zielinformation veranlaßt. Wird zu einem Index kein Zieltext gefunden, so wird
ein Fehlersignal FA generiert, das eine Fehleranalyse in Gang setzt.
[0016] Da das vorstehend beschriebene Verfahren bei sehr langen Eingabetexten wegen des
erforderlichen Speicherplatzes unwirtschaftlich wird, können in einem in der Figur
nicht dargestellten, der Ermittlung des Suchcodes vorgeschalteten Verfahrensschritt
Eingaben, die mehr als eine bestimmte Höchstzahl von Zeichen oder bestimmte Zeichenfolgen
enthalten wie z.B. freie Texteingaben oder vielstellige Zahlen, ausgesondert und gesondert
verarbeitet werden.
1. Verfahren zur Umsetzung von Bedieneingaben in Steuerbefehle in einem rechnergesteuerten
Stellwerk, wobei diese Bedieneingaben aus jeweils einem alphanumerischen Text bestehen,
der nach Eingabe zwischengespeichert und zur Kontrolle angezeigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem eingegebenen und zwischengespeicherten Text mittels eines Pseudozufallsverfahrens
ein Suchcode gewonnen wird, daß zu dem so ermittelten Suchcode in einer zuvor hergestellten,
sämtliche Steuerbefehle mit den ihnen zugeordneten Bedieneingaben und Suchcodes enthaltenden
Liste (ST) nacheinander alle dem ermittelten Suchcode entsprechenden Steuerbefehle
zusammen mit den ihnen zugeordneten Bedieneingaben ausgelesen werden und daß durch
Identitätsvergleich der ausgelesenen Bedieneingaben mit dem eingegebenen und zwischengespeicherten
Text der diesem Text entsprechende Steuerbefehl ermittelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Suchcode ein HASH-Code
ist und die Vorschrift

erfüllt, wobei i die Stelle des jeweiligen Zeichens in der Eingabezeile, m die maximal
zulässigen Stellen des eingegebenen Textes, Ki eine der i-ten Stelle zugeordnete Konstante,
Wi der ASCII-Code des Zeichens an der i-ten Stelle und p die Länge der die Steuerbefehle
enthaltenden Liste bedeuten.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Bedieneingaben
die mehr als eine bestimmte Anzahl von Zeichen umfassen in einem der Berechnung des
Suchcodes vorgeschalteten Verfahrensschritt von anderen Bedieneingaben getrennt und
gesondert verarbeitet werden.
1. Method of converting operator inputs into control commands in a computer-controlled
interlocking, each of said control commands consisting of an alpha-numeric text which,
after being entered, is stored temporarily and displayed for checking purposes,
characterized in
that a search code is derived from the entered and temporarily stored text by a pseudorandom
technique, that all control commands corresponding to said search code, together with
the operator inputs assigned to them, are successively retrieved from a list (ST)
containing all control commands together with the operator inputs and search codes
assigned to them, and that by a logic comparison of the retrieved operator inputs
with the entered and temporarily stored text, the control command corresponding to
said text is determined.
2. A method as claimed in claim 1, characterized in that the search code is a HASH code
and satisfies the rule

where i is the location of the respective character in the input row, m is the maximum
permissible number of digits of the entered text, Ki is a constant assigned to the
ith location, Wi is the ASCII code of the character at the ith location, and p is
the length of the list containing the control commands.
3. A method as claimed in claim 1 or 2, characterized in that in a step preceding the
computation of the search code, operator inputs comprising more than a predetermined
number of characters are separated from other operator inputs and processed separately.
1. Procédé de conversion d'entrées de service en instructions de manoeuvre dans un poste
d'aiguillage commandé par ordinateur, dans lequel ces entrées de services sont constituées
chacune d'un texte alphanumérique qui, après son entrée, est mémorisé en mémoire intermédiaire
et visualisé pour contrôle, caractérisé par le fait qu'à partir du texte entré et
mémorisé en mémoire intermédiaire, on obtient, au moyen d'un procédé pseudo-aléatoire,
un code de recherche, qu'en correspondance avec le code de recherche ainsi obtenu,
dans une liste (ST) précédemment établie et contenant toutes les instructions de manoeuvre
avec les entrées de service et les codes de recherche qui leur correspondent, toutes
les instructions de manoeuvre correspondant au code de recherche obtenu sont successivement
lues avec les entrées de services qui leur correspondent, et que, par comparison de
l'identité des entrées de service lues avec le texte entré et mémorisé en mémoire
intermédiaire, on obtient l'instruction de manoeuvre correspondant à ce texte.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le code de recherche
est un code HASH qui satisfait la relation

dans laquelle i est la position du caractère respectif sur la ligne d'entrée, m est
le nombre maximal de positions autorisées du texte entré, Ki est une constante correspondant
à la position d'ordre i, Wi est le code ASCII du caractère qui se trouve à la position
d'ordre i et p est la longueur de la liste contenant les instructions de manoeuvre.
3. Procédé selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé par le fait que
les entrées de service qui contiennent plus qu'un nombre déterminé de caractères sont
séparées des autres entrées de service dans un pas du procédé placé en amont du calcul
du code de recherche et sont traitées à part.