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(11) |
EP 0 266 377 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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04.05.1994 Patentblatt 1994/18 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.08.1991 Patentblatt 1991/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.04.1987 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE8700/189 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 8706/681 (05.11.1987 Gazette 1987/24) |
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| (54) |
HEIZUNGSGERÄT MIT NACHBRENNER
HEATING DEVICE WITH REHEATER
APPAREIL DE CHAUFFAGE AVEC DISPOSITIF A POSTCOMBUSTION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
29.04.1986 DE 3614440
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.05.1988 Patentblatt 1988/19 |
| (73) |
Patentinhaber: SCHNEIDAWIND, Melitta |
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D-97478 Knetzgau (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHNEIDAWIND, Ottomar
D-8729 Knetzgau (DE)
- SCHNEIDAWIND, Wolfgang
D-8729 Knetzgau (DE)
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| (74) |
Vertreter: Pöhner, Wilfried Anton, Dr. |
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Postfach 63 23 97013 Würzburg 97013 Würzburg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 020 645 DE-A- 2 442 170 DE-U- 7 429 675 FR-A- 1 532 452 US-A- 4 174 941
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DE-A- 2 059 693 DE-A- 2 820 297 DE-U- 8 422 852 US-A- 1 603 032
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Heizungsgerät mit Nachbrenner gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-OS 2820297 bekannt Dort wird vorgeschlagen,
auf das Brennerrohr ein sog. Zusatzbrennerrohr anzuordnen, welches über den Umfang
verteilt düsenartige und zur Brennerrohmündung führende Durchgänge aufweist, deren
Aufgabe darin besteht, durch Fördern von Luft zur Mündung des Brennerrohres die Verbrennung
zu verbessern. Das Zusatzbrennerrohr ist auf dem Brennerrohr in seinem Mündungsbereich
befestigt. Eine derartige Vorrichtung erweist sich für die Praxis als ungeeignet,
da aufgrund des Kontaktes ein erheblicher Wärmeübergang auf das Zusatzbrennerrohr
stattfindet, der im Dauerbetrieb zu einem frühzeitigen Verschleiß führt. Zudem ist
die Verbrennung nach wie vor unvollständig.
[0003] Die DE-OS 2442170 sieht die Anbringung eines Hohlzylinders vor, der den Brenner koaxial
im Abstand umgibt und der so eingestellt wird, daß er an seinem auslaßseitigen Ende
glüht. Diese Maßnahme dient dem Verdampfen von Brennstoff.
[0004] Hiervon ausgehend hat sich die Erfindung die Weiterentwicklung derartiger Heizungsgeräte
mit Nachbrennem dahingehend zur Aufgabe gemacht, daß eine vollständigere Verbrennung
ermöglicht wird.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß der Hohlzylinder so dimensioniert
und der Brenner so eingestellt ist, daß der Hohlzylinder vom auslaßseitigen Ende bis
zu den Öffnungen glüht und daß zwischen je zwei Öffnungen eine von innen her am Hohlzylinder
befestigte Lamelle angeordnet ist.
[0006] Aufgrund der Tatsache, daß sich der Hohlzylinder über den gesamten Strömungsquerschnitt
erstreckt, sind die vom Brenner abgehenden Flammen und Abgase zum Passieren des Hohlzylinders
gezwungen und werden innerhalb des Volumens des Hohlyzlinders gehalten und können
sich nicht, wie im Stande der Technik, im gesamten Brennerraum ausbreiten. Aus Gründen
der Kontinuität besitzt deshalb das durchströmende Gas im Bereich der Querschnittsverengung
eine höhere Geschwindigkeit und bildet folglich einen niederen statischen Druck aus,
der bewirkt, daß durch die Öffnungen im Hohlzylinder Luft von außen angesaugt wird,
die beim Passieren eine Verwirbelung erfährt, was eine bessere Durchmischung des im
Inneren des Zylinders befindlichen Gases zur Folge hat. Durch entsprechende Einstellung
des Brenners gerät der Zylinder zumindest am auslaßseitigen Rand ins Glühen, wodurch
noch nicht verbranntes Brennstoff-Luft-Gemisch gezündet und folglich genutzt wird.
Beide Maßnahmen bedingen eine wesentlich bessere und vollständigere Verbrennung des
Brennstoffes. Die Folge sind höhere Energieausbeute bei gleicher Brennstoffmenge bzw.
geringerer Energiebedarf, schadstoffärmere Zusammensetzung der Abgase, bessere Abgaswerte
und insbesondere höheren Kohlendioxydgehalt sowie weitgehende Rußfreiheit und Selbstreinigung
des Brennerraumes.
[0007] Die soeben beschriebenen erfindungsgemäßen Verbesserungen und Weiterentwicklungen
von Heizkesseln eignen sich sowohl für gasförmige als auch flüssige insbesondere ölförmige
Brennstoffe.
[0008] Die an den Öffnungen nach innen weisenden, am Zylinder angebrachten Lamellen haben
zur Folge, daß sich in den hierdurch definierten Bereichen der effektive zur Verfügung
stehende Strömungsquerschnitt erniedrigt, folglich die Geschwindigkeit des dort befindlichen
Gases erhöht und der Unterdruck hierdurch verstärkt wird. Die Folge ist ein verstärktes
Ansaugen von Luft und zusätzlich die Erzeugung von Turbulenzen. Die Lamelle kann als
einstückiges Element einer größeren Anzahl an Öffnungen zugeordnet werden oder als
Einzelteil jeweils einer einzigen Öffnung.
[0009] Die Öffnungen befinden sich auf einem Kreis entlang des Mantels des Zylinders.
[0010] Der Brenner ist so eingestellt ist, daß der Hohlzylinder bis zu den auf dem Kreis
liegenden Öffnungen glüht. Diese Forderung ist insofern leicht einzuhalten, da durch
die Öffnungen vergleichsweise kühle Luft von außen angesaugt und diesen Bereichen
des Hohlzylinders deshalb ständig Wärme entzogen wird, so daß sich eine Ausbreitung
des Glühvorganges bis über den Kreis hinaus durch entsprechende Einstellung leicht
vermeiden und unterbinden läßt.
[0011] Die Ausgestaltung nach Anspruch 2 bewirkt eine längere Verweildauer der abströmenden
Rauchgase im Brennerraum und damit eine verbesserte Wärmeabgabe. Hierbei steht im
Rahmen der Erfindung grundsätzlich frei, ob sich die verschlossene Stirnseite der
jeweiligen Zylinder am einlaßseitigen oder am auslaßseitigen Ende des Hohlzylinders
befinden. So ist ausdrücklich der Fall umfaßt, daß ein Zylinder mit seiner geschlossenen
Stimseite am Brennerrohr anliegend und dieses umgebend außerhalb und koaxial zum Hohlzylinder
verläuft und auf diese Weise die Rückführung von Luft aus dem auslaßseitigen erhitzten
Bereich zurück zum Einlaß zwischen Brennerrohr und Hohlzylinder erleichtert.
1. Heizungsgerät mit Nachbrenner, in dem sich ein Brennerraum mit darin angeordnetem
Brenner befindet und der Nachbrenner ein Hohlzylinder ist, der sich über den gesamten
Strömungsquerschnitt erstreckt, auf einem Kreis liegende Öffnungen aufweist, eine
Querschnittsverengung innerhalb des Brennraumes bildet und im Bereich des Auslaßes
des Brennerrohres im Abstand hierzu angebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlzylinder so dimensioniert und der Brenner so eingestellt ist, daß der
Hohlzylinder vom auslaßseitigen Ende bis zu den Öffnungen glüht und daß zwischen je
zwei Öffnungen eine von innen her am Hohlzylinder befestigte Lamelle angeordnet ist.
2. Heizungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlzylinder innerhalb des Brennerraumes von einem oder mehreren, an einer
Stimseite verschlossenen Zylindern koaxial umgeben ist.
1. Heating appliance with reheater, in which is disposed a burner chamber with burner
and said reheater comprises a hollow cylinder, which spans the entire flow cross section,
has openings disposed in a circle, reduces the area in cross section within said burner
chamber and is mounted in the area of the outlet of the burner pipe at a distance
thereof wherein said hollow cylinder is dimensioned and said burner adjusted so that said hollow
cylinder glows from the outlet end to the openings and between every two openings
a lamella is disposed attached to said hollow cylinder from the inside.
2. Heating appliance according to claim 1 wherein said hollow cylinder is surrounded within said burner chamber by one or more coaxial
cylinders which are closed at one end.
1. Appareil de chauffage avec post-brûleur comportant une chambre de combustion et un
brûleur qui est disposé dans celle-ci, le post-brûleur étant un cylindre creux qui
s'étend sur l'ensemble de la section de passage, présente des orifices disposés en
cercle, forme une contraction de section a l'intérieur de la chambre de combustion
et est fixé dans la zone de la sortie du tube de brûleur avec un écart par rapport
à celui-ci, caractérisé en ce que le cylindre creux est dimensionné et le brûleur réglé de manière à ce que le cylindre
creux soit rouge de l'extrémité du côté de la sortie jusqu'aux orifices, et qu'entre
chaque deux orifices une lamelle est disposée qui est fixée depuis l'intérieur sur
le cylindre creux.
2. Appareil de chauffage selon revendications 1 , caractérisé en ce que le cylindre creux est entouré coaxialement à l'intérieur de la chambre de combustion
par un ou plusieurs cylindres fermés sur un côté frontal.