[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anlage zur Herstellung von warmgewalztem
Stahlband aus einem bandförmig stranggegossenen Vormaterial in aufeinanderfolgenden
Arbeitsschritten, wobei das bandförmige Vormaterial nach Erstarrung auf Warmwalztemperatur
gebracht und zum Auswalzen zu Fertigband in ein mehrgerüstiges Walzwerk eingeführt
wird.
[0002] Zwar ist schon früher versucht worden, aus Stranggießanlagen austretendes Vormaterial
kontinuierlich weiterzuwalzen. Die dabei jedoch auftretenden Schwierigkeiten ergeben
sich vor allem deshalb, weil die maximale Gießgeschwindigkeit, mit der der Gießstrang
die Stranggießanlage verläßt, viel geringer ist als die niedrigst mögliche Walzgeschwindigkeit
einer herkömmlichen, beispielsweise sieben Walzgerüste umfassenden Walzstraße.
[0003] Das als Strang gegossene bandförmige Vormaterial hat im allgemeinen eine Dicke im
Bereich zwischen 25 bis 60 mm. Geht man beispielsweise von einer Gießgeschwindigkeit
von etwa 0,13 m/s bei einer mittleren Banddicke von 40 mm aus und unterstellt, daß
das Band bis auf 2 mm heruntergewalzt werden soll, dann bedeutet das eine zwanzigfache
Veränderung. Im Konti-Betrieb unter der Voraussetzung, daß die Gießgeschwindigkeit
gleich der Einlaufgeschwindigkeit in das erste Gerüst ist, würde sich bei einer Tandemstraße
mit sieben Gerüsten eine Austrittsgeschwindigkeit nach dem letzten Gerüst in Höhe
von 2,67 m/s ergeben. Die minimale Austrittsgeschwindigkeit bei einer Endwalzdicke
von 2 mm beträgt aber ungefähr 10 m/s, da bei niedrigeren Geschwindigkeiten eine zu
große Temperaturabnahme das Walzen unmöglich macht. Zur Lösung dieser Probleme wurden
bisher zwei Wege beschritten. Der eine Weg sah vor, daß eine mehrgerüstige Konti-Straße
durch eine Hochverformungsmaschine (beispielsweise ein Planetenwalzwerk) ersetzt wird,
die mit einer geringen Eintrittsgeschwindigkeit in das Walzgerüst arbeitet und mit
der eine hohe Stichabnahme erzielt werden kann (vgl. Berg- und Hüttenmännische Monatshefte,
107. Jg., Seite 149). Mit einer derartigen sehr teuren Sonderkonstruktion konnten
aber bisher keine befriedigenden Ergebnisse erzielt werden, da insbesondere keine
homogene Walzqualität erzeugt werden kann.
[0004] Ein aus der deutschen Offenlegungsschrift DE-A-32 41 745 bekanntes Verfahren nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. eine Anlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
5 sieht zur Problemlösung vor, daß der bandförmige Gießstrang zu einem Bund aufgewickelt
und nach Erwärmung wieder abgewickelt einem Walzwerk zum Auswalzen zu Endquerschnitten
zugeführt wird. Das Walzwerk ist dabei als Steckelwalzwerk oder Fertiggerüstgruppe
eines Warmbandwalzwerkes ausgebildet. Nachteil dieser bekannten Anlage ist in erster
Linie der hohe Investitionsaufwand für eine mehrgerüstige Tandem-Straße, deren Kosten
sich auf weit über 100 Millionen DM belaufen. Derartig hohe Kosten sind nur zu vertreten,
wenn die Konti-Straße voll ausgelastet wird; deshalb wird in der genannten Druckschrift
auch vorgeschlagen, der Konti-Straße eine mehradrige Stranggießanlage vorzuordnen.
Dadurch erhöht sich aber der Gesamtaufwand und auch das Ausbringvermögen der Gesamtanlage,
was in vielen Anwendungsfällen gar nicht benötigt wird.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren zur Herstellung von
warmgewalztem Stahlband und eine Bandgießanlage mit nachgeordnetem Warmbandwalzwerk
vorzustellen, womit die genannten Nachteile vermieden und die Schwierigkeiten ausgeräumt
werden können und womit auch bei kleineren Produktionsmengen wirtschaftlich, d.h.
mit hoher Auslastung gearbeitet werden kann und insbesondere nur geringe Investitionskosten
erforderlich sind.
[0006] Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt für das Verfahren erfindungsgemäß durch
die Merkmale des Anspruchs 1. Die Investitionskosten für die Kontistraße können auf
diese Weise sogar erheblich gesenkt werden, bei gleichzeitiger Anpassung der technologisch
gegebenen Walzgeschwindigkeit an die Gießgeschwindigkeit.
[0007] Die Fachwelt war bisher der Meinung, daß dieser Weg nicht gangbar sei, da befürchtet
wurde, daß mit einer Verringerung der Gerüstzahl und der Erhöhung der Abnahme pro
Stich die technologischen Randbedingungen nicht mehr erfüllt sein würden. Diese sind
im wesentlichen das maximal übertragbare Drehmoment, die maximal übertragbare Walzkraft
(Linienbelastung zwischen Stützwalze und Arbeitswalze sowie Gerüstauslegung) und der
Greifwinkel im Walzspalt. Infolge der höheren Stichabnahme und der geringeren Wärmeverluste
bei verringerter Gerüstzahl kann aber nun gemäß der Erfindung die Walzgeschwindigkeit
stark gesenkt werden (von ca. 10-11 auf 4-6 m/s), wodurch sich eine Reduzierung der
Gesamtantriebsleistung und eine Verminderung des Anlagenverschleißes ergibt, d.h.
eine Senkung der Kosten auf der elektrischen und mechanischen Seite.
[0008] Nach der Erfindung ist vorgesehen, daß in den ersten zwei Gerüsten mit in etwa maximalem
Walzmoment und großem Arbeitswalzendurchmesser gearbeitet wird. Dabei werden die Arbeitswalzen
angetrieben. Die Zunahme des Greifwinkels infolge größerer Abnahme wird dabei durch
die Vergrößerung des Arbeitswalzendurchmessers und durch die Absenkung der Walzgeschwindigkeit
kompensiert, da bekanntermaßen das Greifvermögen mit sinkender Walzgeschwindigkeit
ansteigt.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung erfolgt bei dem dritten und/oder vierten
Gerüst der Antrieb über die Stützwalzen. Insbesondere bei sehr kleinen Endquerschnitten
unter 2 mm ist eine derartige Betriebsweise sinnvoll.
[0010] Mit Vorteil ist vorgesehen, daß das Vormaterial vor Einführung in die Walzstraße
zwischengespeichert wird. Auf diese Weise können die technologisch gegebenen unterschiedlichen
Geschwindigkeiten der Bandgießanlage und des Warmbandwalzwerkes optimal angepaßt werden.
Ein solcher Zwischenspeicher kann dabei sowohl als Speicherofen mit Querverschiebung
der Bandteillängen oder auch als Durchlaufofen und entsprechend länger ausgebildet
sein.
[0011] Besonders zweckmäßig und vorteilhaft wird das Verfahren zum Walzen schmaler Fertigbänder
zwischen 1000 bis 2000 mm, vorzugsweise 1350 mm Breite und mit großem Erfolg zum Walzen
von Fertigbändern niedriger Festigkeit verwendet.
[0012] Für eine Bandgießanlage mit nachgeordnetem mehrgerüstigen Kontiwalzwerk wird die
Aufgabe durch die Merkmale nach Anspruch 5 gelöst. Dabei sind vorteilhaft alle Arbeitswalzen
des Walzwerks mit eigenem Antrieb versehen. Ferner können die Arbeitswalzen der ersten
zwei Gerüste mit Antrieb und das dritte und /oder vierte Gerüst mit Stützwalzenantrieb
versehen sein, insbesondere wenn kleinste Enddicken gewalzt werden sollen.
[0013] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Erläuterung mehrerer
in den Zeichnungen schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele.
[0014] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Prinzipskizze eines Ansführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Anlage in Seitenansicht,
- Fig. 2a-d
- Prinzipdiagramme für den Walzbetrieb in vier Gerüsten nach dem Ausführungsbeispiel
des erfindungs gemäßen Verfahren,
- Fig. 3
- Walzdiagramm für die Stichabnahme im ersten Gerüst,
- Fig. 4
- Walzdiagramm für die Stichabnahme im zweiten Gerüst,
- Fig. 5
- Walzdiagramm für die Stichabnahme im dritten und letzten Gerüst.
[0015] In Figur 1 ist mit (1) eine Band- bzw. Stranggießanlage bezeichnet, der eine Querteileinrichtung
(2), beispielsweise eine Brennschneidmaschine oder Schere, zum Trennen des gegossenen
und die Bandgießanlage (1) verlassenden Bandes (3) in Teilstücke gleicher Länge nachgeschaltet
ist. Die einzelnen Teilängen des Bandes (3) werden sodann in einer Speicher- und Wärmeinrichtung
(4), beispielsweise einem Rollenherdofen, zwischengespeichert und auf eine homogene
Warmwalztemperatur von etwa 1050 bis 1100 Grad Celsius gebracht. Eine den Ofen (4)
verlassende Teillänge (5) wird in bekannter Weise entzundert und gegebenenfalls auch
auf eine neue Vorbandlänge gebracht (nicht dargestellt). Danach wird das Teilband
(5) in einer Walzstraße (6), bestehend aus drei (oder vier) Gerüsten (6', 6'', 6''')
vom Ausgangsquerschnitt auf Endwalzdicke fertiggewalzt. Nach Verlassen des letzten
Walzgerüstes (6''') der Walzstraße (6) mit einer Auslauttemperatur von etwa 860 Grad
Celsius durchläuft das Fertigband (7) die Kühlstrecke (8), um anschließend vom Unterflurhaspel
(9) bei einer Temperatur von etwa 560 Grad Celsius aufgewickelt zu werden.
[0016] In den Figuren 2a bis 2d sind die Stichabnahmen und Walzparameter in vier Gerüsten
schematisch dargestellt, wobei auf den Abszissen jeweils die Dickenabnahme "dh" des
Walzgutes in mm und auf den Ordinaten die Summe des wirksamen Walzmomentes "Ma" in
kNm angegeben ist.
[0017] In Figur 2a ist für das erste Gerüst eine Eingangsdicke des Bandmaterials von 50
mm angenommen. Das maximal übertragbare Walzmoment (10) bei einem bestimmten Arbeitswalzendurchmesser
(13 - 17) schneidet als Horizontale die Kurven (11, 12), wobei die Kurve (11) die
Walzmomentgrenze bei Stützwalzenantrieb mit einem Reibwert von µ = 0,15 und die Kurve
(12) die Walzmomentgrenze bei Arbeitswalzenantrieb angibt. Die Linien gleichen Arbeitswalzendurchmessers
(13 - 17) steigen beispielsweise von unten nach oben im Bereich von 400 bis 800 mm.
Unter Ausnutzung eines nahezu maximalen Walzmomentes bei einem bestimmten und verhältnismäßig
großen Arbeitswalzendurchmesser (zwischen den Linien 15 und 16) mit Arbeitswalzenantrieb
(12) kann der Arbeitspunkt (18) für das erste Gerüst so gewählt werden, daß die Dickenabnahme
beispielsweise 26 mm beträgt, so daß eine Restdicke nach dem ersten Gerüst von 50
- 26 = 24 mm verbleibt, die in das zweite Gerüst eingeführt wird. Die bezogene Dicken-
bzw. Stichabnahme erreicht dabei einen Wert von 52 %.
[0018] In Figur 2b sind mit den Bezugsziffern (23 - 27) wiederum steigende Arbeitswalzendurchmesser
in Abhängigkeit von Walzmoment und Dickenabnahme gekennzeichnet. Unter Ausnutzung
des maximal übertragbaren Walzmomentes (20) ergibt sich im zweiten Gerüst bei vorzugsweise
dem gleichen Arbeitswalzendurchmesser (zwischen 25 und 26) der Arbeitspunkt (28) im
Zulässigkeitsbereich oberhalb der Linie für das maximal übertragbare Walzmoment bei
Arbeitswalzenantrieb (22) aber außerhalb der Zulässigkeit für Stützwalzenantrieb (21)
mit einer Dickenabnahme von beispielsweise 12 mm, so daß von 24 - 12 eine Restdicke
= 12 mm verbleibt, entsprechend einer bezogenen Stichabnahme von 50 %. Das zulässige
Arbeitsfeld zwischen den Linien (22) und (20) wird bei höchsten Stichabnahmen nach
rechts durch die Linie des maximalen Greifwinkels (29) begrenzt.
[0019] In Figur 2c sind mit den Bezugsziffern (33 - 37) wiederum steigende Arbeitswalzendurchmesser
in Abhängigkeit von Walzmoment und Dickenabnahme bezeichnet. Die eingestellte Dickenabnahme
liegt hier beispielsweise bei 6 mm mit einer Restdicke von 6 mm, entsprechend einer
bezogenen Höhenabnahme von 50 %. Der gewählte Arbeitspunkt (38) liegt weit unterhalb
des maximal übertragbaren Walzmomentes im Zulässigkeitsbereich der Walzmomentlinie
für Stützwalzenantrieb (31). so daß die Arbeitswalzen wahlweise selbst (32) oder indirekt
über die Stützwalzen (31) angetrieben werden können.
[0020] In Figur 2d sind mit den Bezugsziffern (43 - 47) ebenfalls die gleichen steigenden
Arbeitswalzendurchmesser in Abhängigkeit von Walzmoment und Dickenabnahme dargestellt.
Die gewünschte Dickenabnahme liegt hier beispielsweise bei 3 mm mit einer Enddicke
von 3 mm, entsprechend einer bezogenen Höhenabnahme von wiederum 50 %. Der gewählte
Arbeitspunkt (48) liegt wie in Fig. 2c weit unterhalb des maximal übertragbaren Walzmomentes
im Zulässigkeitsbereich der Walzmomentlinien (41, 42) für Arbeits- und Stützwalzenantrieb,
so daß die Arbeitswalzen hier, wie auch schon im dritten Gerüst, wahlweise einn eigenen
Antrieb besitzen (42) oder über die Stützwalzen (41) angetrieben werden.
[0021] In Figur 3 sind Betriebswerte fur die Stichabnahme in einem ersten von drei Gerüsten
als Arbeitsdiagramm dargestellt, wobei auf der Abszisse wiederum die Dickenabnahme
"dh" des Walzgutes in mm und auf der Ordinate die Summe des wirksamen Walzmomentes
"Ma" in kNm angegeben ist. Mit den Bezugsziffern (53 - 57) sind von 400 auf 800 mm
steigende Arbeitswalzendurchmesser gekennzeichnet. Unter Ausnutzung des maximal übertragbaren
Walzmomentes in Höhe von 1700 kNm (50) ergibt sich hier bei einem Arbeitswalzendurchmesser
von 710 mm (zwischen 56 und 57) der Arbeitspunkt (58) im Zulässigkeitsbereich oberhalb
der Linie für das maximal übertragbäre Walzmoment bei Arbeitswalzenantrieb (52), außerhalb
der Zulässigkeit für Stützwalzenantrieb (51), mit einer Dickenabnahme von 19 mm, so
daß von einer Eingangsdicke von 41 mm - 19 eine Restdicke = 22 mm verbleibt, entsprechend
einer bezogenen Stichabnahme von 46,34 %. Das zulässige Arbeitsfeld zwischen den Linien
(52) und (50) wird durch die Linie des maximalen Greifwinkels (59) nicht begrenzt.
[0022] In Figur 4 sind mit den Bezugsziffern (63 - 67) wiederum steigende Arbeitswalzendurchmesser
in Abhängigkeit von Walzmoment und Dickenabnahme gekennzeichnet. Unter Ausnutzung
eines maximal übertragbaren Walzmomentes von 1700 kNm (60) ergibt sich im zweiten
Gerüst bei vorzugsweise dem gleichen Arbeitswalzendurchmesser wie im ersten Gerüst
von 710 mm (zwischen 66 und 67) der Arbeitspunkt (68) im Zulässigkeitsbereich oberhalb
der Linie für das maximal übertragbare Walzmoment bei Arbeitswalzenantrieb (62) aber
außerhalb der Zulässigkeit für Stützwalzenantrieb (61) mit einer Dickenabnahme von
14 mm, so daß von 22 - 14 eine Restdicke = 8 mm verbleibt, entsprechend einer bezogenen
Stichabnahme von 63,64 %. Das zulässige Arbeitsfeld zwischen den Linien (62) und (60)
wird bei hohen Stichabnahmen nach rechts durch die Linie des maximalen Greifwinkels
(69) begrenzt.
[0023] In Figur 5 bezeichnen die Ziffern (73 - 77) die Linien steigender Arbeitswalzendurchmesser
von 400 auf 800 mm. Die eingestellte Dickenabnahme liegt hier beispielsweise bei 4
mm zur Erzielung einer Restdicke von 4 mm, entsprechend einer bezogenen Höhenabnahme
von 50 %. Der gewählte Arbeitspunkt (78) liegt mit 900 kNm bei 4 mm Dickenabnahme
weit unterhalb des maximal übertragbaren Walzmomentes im Zulässigkeitsbereich der
Walzmomentlinie für Stützwalzenantrieb (nicht dargestellt) und Arbeitswalzenantrieb
(72).
[0024] Die erfindungsgemäßen Maßnahmen sind nicht auf das in den Zeichnungsfiguren dargestellte
Ausführungsbeispiel beschränkt. So können beispielsweise, ohne den Rahmen der Erfindung
zu verlassen, in den einzelnen Gerüsten Arbeitswalzen mit unterschiedlicher Walzengeometrie
zur Optimierung der einzelnen Verformungszustände angeordnet sein, beispielsweise
insbesondere in den letzten Gerüsten auch sogenannte gegeneinander verschiebbare Flaschenwalzen
zur kontinuierlichen Veränderung des Walzspaltes an den Walzenverschleiß. Die jeweilige
konstruktive Ausgestaltung ist in Anpassung an die spätere Verwendung der Vorrichtung
dem Fachmann anheimgestellt.
1. Verfahren zur Herstellung von warmgewalztem Stahlband aus einem bandförmig stranggegossenen
Vormaterial in aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten, wobei das bandförmige Vormaterial
nach Erstarrung auf Warmwalztemperatur gebracht und zum Auswalzen zu Fertigband in
eine mehrgerüstige kontinuierliche Walzstraße (6) eingeführt wird, wobei schmale Fertigbänder
zwischen 1000 und 2000 mm Breite gewalzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Auswalzen zu Fertigband in drei oder vier horizontalen Walzgerüsten (6',
6'', 6''') erfolgt, wobei in den ersten zwei Gerüsten (6', 6'') zur Erzielung möglichst
hoher Stichabnahmen unter Nutzung eines annähernd maximalen Walzmomentes bei einem
verhältnismaßig großen Arbeitswalzendurchmesser zwischen 400 und 800 mm an der Walzmomentgrenze
bei Arbeitswalzenantrieb und bei einer auf 4 - 6 m/s stark gesenkten Walzgeschwindigkeit
gearbeitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei allen Gerüsten der Antrieb über die Arbeitswalzen erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch , dadurch gekennzeichnet, daß Fertigbänder niedriger Festigkeit gewalzt werden.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Vormaterial vor Einführung in die Walzenstraße zwischengespeichert wird.
5. Bandgießanlage (1) mit nachgeordnetem mehrgerüstigem Kontiwalzwerk (6) zur Herstellung
von warrngewalztem Stahlband aus einem bandförmig stranggegossenen Vormaterial in
aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten, wobei das bandförmige Vormaterial nach Erstarrung
auf Warmwalztemperatur gebracht und zum Auswalzen zu Fertigband in das Walzwerk (6)
eingeführt wird, wobei schmale Fertigbänder zwischen 1000 und 2000 mm Breite gewalzt
werden, zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, wobei das Walzwerk (6) aus drei (6', 6'', 6''') oder vier Walzgerüsten
besteht, dadurch gekennzeichnet, daß alle Arbeitswalzen des Walzwerks (6) gleiche Walzendurchmesser zwischen 400 und
800 mm aufweisen und daß zumindest bei den ersten zwei Gerüsten Arbeitswalzen (6',
6'') mit Arbeitswalzenantrieb vorgesehen sind.
1. Method of manufacturing hot-rolled steel strip from a strip-shaped continuously cast
starting material in successive working steps, wherein the strip-shaped starting material
is brought to hot-rolling temperature after hardening and is introduced into a multi-stand
continuous roll train (6) for rolling out to finished strip, wherein narrow finished
strips of between 1000 and 2000 millimetres in width are rolled, characterised thereby
that the rolling out into finished strip takes place in three or four horizontal roll
stands (6, 6'', 6'''), wherein in the first two stands (6', 6'') for the attainment
of highest possible roll pass reductions with use of an approximately maximum rolling
moment the operation is with a relatively large working roll diameter of between 400
and 800 millimetres at the rolling moment limit with working roll drive and with a
rolling speed strongly reduced to 4 to 6 metres per second.
2. Method according to claim 1, characterised thereby that the drive by way of the working
rolls takes place for all stands.
3. Method according to claim, characterised thereby that finished strips of lower tensile
strength are rolled.
4. Method according to one or more of the claims 1 to 3, characterised thereby that the
starting material is intermediately stored before introduction into the roll train.
5. Strip casting plant (1) with multi-stand continuous rolling mill (6) arranged thereafter
for the manufacture of hot-rolled steel strip from a strip-shaped continuously cast
starting material in successive working steps, wherein the strip-shaped starting material
is brought to hot-rolling temperature after hardening and is introduced into the rolling
mill (6) for rolling out to finished strip, wherein narrow finished strips of between
1000 and 2000 millimetres in width are rolled, for the performance of the method according
to one or more of the preceding claims, wherein the rolling mill (6) consists of three
(6', 6'', 6''') or four roll stands, characterised thereby that all working rolls
of the rolling mill (6) have the same roll diameter of between 400 and 800 millimetres
and that working rolls (6', 6'') with working roll drive are provided at least in
the case of the first two stands.
1. Procédé de fabrication, par des opérations successives, d'une bande d'acier laminée
à chaud à partir d'un produit antérieur constitué par une bande obtenue par coulée
continue, ce produit antérieur en forme de bande étant, après sa solidification, amené
à la température de laminage et, pour sa transformation par laminage en une bande
constituant le produit fini, engagé dans un laminoir continu (6) à plusieurs cages
donnant comme produit des bandes étroites ayant une largeur comprise entre 1000 et
2000 mm, caractérisé en ce que le laminage de la bande constituant le produit fini
s'effectue dans trois ou quatre cages horizontales (6, 6', 6'') de telle manière qu'on
travaille, dans les deux premières cages (6, 6'), pour obtenir des réductions aux
différentes passes aussi fortes que possible, en utilisant un moment de laminage presque
maximal pour un diamètre des cylindres de travail relativement grand compris entre
400 et 800 mm, à la limite du moment de laminage avec entraînement des cylindres de
travail et à une vitesse de laminage fortement réduite de 4 à 6 m/s.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans toutes les cages, l'entraînement
s'effectue par l'intermédiaire des cylindres de travail.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'on lamine des bandes constituant
le produit fini qui ont une faible résistance mécanique.
4. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'avant
son engagement dans le laminoir, le produit antérieur est mis en réserve dans un dispositif
intermédiaire.
5. Installation de coulée continue (1) en bandes avec un laminoir continu (6) à plusieurs
cages placé en aval pour la fabrication, par des opérations successives, d'une bande
d'acier laminée à chaud à partir d'un produit antérieur constitué par une bande obtenue
par coulée continue, ce produit antérieur en forme de bande étant, après sa solidification,
amené à la température de laminage et, pour sa transformation par laminage en une
bande constituant le produit fini, engagé dans le laminoir (6) donnant comme produit
fini des bandes étroites ayant une largeur comprise entre 1000 et 2000 mm, pour l'application
du procédé selon une ou plusieurs des revendications précédentes, le laminoir (6)
comprenant trois (6', 6'', 6''') ou quatre cages, caractérisée en ce que tous les
cylindres de travail du laminoir (6) ont les mêmes diamètres de cylindres compris
entre 400 et 800 mm et en ce qu'au moins dans les deux premières cages, les cylindres
de travail (6', 6'') sont entraînés.