| (19) |
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(11) |
EP 0 266 624 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.03.1994 Patentblatt 1994/09 |
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Anmeldetag: 21.10.1987 |
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Oberer Werkzeugträger für eine Stanze od. dgl.
Upper tool holder for a punch or the like
Support d'outil supérieur pour un poinçon ou un élément similaire
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
04.11.1986 DE 3637488
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.05.1988 Patentblatt 1988/19 |
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Patentinhaber: Firma Muhr und Bender |
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D-57439 Attendorn (DE) |
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Erfinder: |
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- Schulte, Karl-Heinz
D-5940 Lennestadt 12 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Gesthuysen, Hans Dieter, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Gesthuysen, von Rohr, Weidener,
Schüll, Häckel,
Postfach 10 13 54 45013 Essen 45013 Essen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 1 502 721 DE-A- 3 440 093 NL-A- 299 765
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DE-A- 2 940 661 FR-A- 2 389 425
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- SOVIET INVENTIONS ILLUSTRATED, Woche E22, 14. Juli 1982, Derwent Publications Ltd,
London, GB, & SU-A-854 515 (AZOV FORGE-PRESS)18-08-1981
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen oberen Werkzeugträger für eine Stanze od. dgl. nach
dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Grundsätzlich gelten die nachfolgenden Erläuterungen nicht nur für obere Werkzeugträger
von als Stanzen ausgeführten Werkzeugmaschinen, sondern beispielsweise auch dann,
wenn im oberen Werkzeugträger zwei oder mehr Klinkwerkzeuge nebeneinander angeordnet
sind. Die Lehre der Erfindung ist also nicht nur auf ein Stanze und Stanzwerkzeuge
beschränkt, sondern auf alle Werkzeugmaschinen anwendbar, bei denen vergleichbare
Probleme auftreten. Die Lehre der Erfindung wird hier und nachfolgend an dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel eines oberen Werkzeugträgers für eine Stanze erläutert, um das
Verständnis der Lehre zu erleichtern.
[0003] Bei dem bekannten oberen Werkzeugträger für eine Stanze od. dgl., von dem die Erfindung
ausgeht (EP - A - 01 80 146 & DE - A - 3 440 093), ist unter Berücksichtigung der
beengten Platzverhältnisse bei mehreren nebeneinander angeordneten Stanzwerkzeugen
ein schneller Wechsel eines Stanzwerkzeugs und/oder aller Stanzwerkzeuge dadurch möglich,
daß die Aufnahme Teil des Trägerkörpers ist und die Werkzeugführungen zur Stirnseite
des Trägerkörpers hin offen sind, so daß die oberen Enden der Stanzwerkzeuge im wesentlichen
horizontal in die Werkzeugführungen einschiebbar bzw. einsetzbar sind. Eine Verschlußkappe
verschließt alle Werkzeugführungen an den offenen Enden gemeinsam. Durch Ansetzen
der Verschlußkappe und Verriegeln der Verschlußkappe mit der Aufnahme werden mit einem
Griff die offenen Enden aller Werkzeugführungen in der Aufnahme verschlossen. Damit
sind alle Stanzwerkzeuge gesichert. Im einzelnen sind dazu die Enden der Stanzwerkzeuge
mit hammerkopfartigen Erweiterungen versehen und sind die Aufnahme und die Verschlußkappe
mit zu den hammerkopfartigen Erweiterungen korrespondierenden Auflageflanschen versehen,
so daß die Stanzwerkzeuge nicht nach unten aus den Werkzeugführungen herausrutschen
können. Die Verschlußkappe ist am Trägerkörper bzw. an der Aufnahme über eine Anlenkachse
schwenkbar angelenkt und mittels einer Verriegelungsvorrichtung, die auf der gegenüberliegenden
Querseite angeordnet ist, mit dem Trägerkörper verriegelbar. Die Verriegelungsvorrichtung
besteht dabei aus einem an der Aufnahme in horizontaler Ebene schwenkbar angelenkten
Riegelbolzen und einer an der Verschlußkappe vorgesehenen, einseitig offenen Riegelaufnahme,
wobei zur Verriegelung der Riegelbolzen in die Riegelaufnahme einschwenkbar und mittels
einer Spannmutter festspannbar ist. Im übrigen sind am Trägerkörper oberhalb der Werkzeugführungen
und unterhalb einer Kraftübertragungsfläche Aufnahmeräume für die oberen Enden der
Stanzwerkzeuge vorgesehen und diese Aufnahmeräume sind mit Hilfe von im wesentlichen
senkrecht zur Stanzrichtung verschiebbaren Kraftübertragungsschiebern überbrückbar.
Jedem Stanzwerkzeug ist ein am Trägerkörper angeordneter Hubhebel zugeordnet, dessen
eines Ende das obere Ende des zugeordneten Stanzwerkzeugs seitlich von unten her unterfaßt,
so daß das obere Ende des Stanzwerkzeugs bei zurückgezogenem Kraftübertragungsschieber
mittels des Hubhebels in den Aufnahmeraum anhebbar ist. Dazu sind im einzelnen nicht
näher zu erläuternde Pneumatikantriebe od. dgl. vorgesehen.
[0004] Der zuvor erläuterte, den Ausgangspunkt für die Lehre der Erfindung bildende obere
Werkzeugträger ist hinsichtlich der schnellen Auswechselbarkeit der Stanzwerkzeuge
praktisch nicht mehr verbesserbar. Es hat sich aber gezeigt, daß die Halbschalen-Ausführung
von Aufnahme und Verschlußkappe zur Bildung der Werkzeugführungen in der Praxis problematisch
ist. Wird nämlich die Verriegelungsvorrichtung zu stark gespannt, so kann es geschehen,
daß die Stanzwerkzeuge in den Werkzeugführungen festgeklemmt werden. Damit ist dann
der obere Werkzeugträger funktionsunfähig. Das Ergebnis sind mitunter beschädigte
Stanzwerkzeuge und ggf. auch beschädigte andere Maschinenteile.
[0005] Bei einem weiteren, bekannten oberen Werkzeugträger (DE - A - 1 502 721) ist zur
Aufnahme der Stanzwerkzeuge eine durchgehende Aufnahmeplatte vorgesehen, in der sich
die Werkzeugführungen befinden. Diese sind senkrecht zur Stanzrichtung ringförmig
geschlossen und die Stanzwerkzeuge werden in Richtung senkrecht zur Aufnahmeplatte
eingeschoben bzw. herausgezogen. Die Aufnahmeplatte ist am Trägerkörper schwenkbar
angelenkt, das Auswechseln der Stanzwerkzeuge erfolgt bei vom Trägerkörper abgeschwenkter
Aufnahmeplatte. Dadurch ist ein Verklemmen der Stanzwerkzeuge unmöglich. Bei diesem
Werkzeugträger ist im übrigen der Trägerkörper ortsfest und sind die Aufnahmeräume
in die Werkzeugführungen integriert, indem die Werkzeugführungen besonders langgestreckt
ausgeführt sind. Die oberen Enden der Stanzwerkzeuge sind hammerkopfartig erweitert
und liegen auf Schraubendruckfedern auf, die ihrerseits auf den Auflageflanschen aufliegen.
Beim Stanzen wird ein Kraftübertragungsschieber zwischen Antriebskopf und oberes Ende
des Stanzwerkzeugs geschoben, der das Ende des Stanzwerkzeugs nach unten und dabei
die Schraubendruckfeder auf die Blocklänge zusammendrückt. Die beim Stanzen so erzielte
Einspannung des Endes des Stanzwerkzeugs zwischen Kraftübertragungsschieber und Schraubendruckfeder
ist nicht so exakt wie eine Einspannung zwischen Kraftübertragungsschieber und Auflageflansch,
so daß hier die Stanztoleranzen relativ groß sind.
[0006] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, den bekannten oberen Werkzeugträger
für eine Stanze od. dgl. ohne Beeinträchtigung der Stanztoleranzen so auszugestalten
und weiterzubilden, daß die Führung der Stanzwerkzeuge von der Anbringung der Verschlußkappe
am Trägerkörper unbeeinflußt ist.
[0007] Der erfindungsgemäße obere Werkzeugträger, bei dem die zuvor aufgezeigte Aufgabe
gelöst ist, ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 beschrieben. Die Werkzeugführungen
sind erfindungsgemäß vielmehr vollständig und geschlossen in einer Aufnahmeplatte
vorgesehen, wobei die Aufnahmeplatte vollständig vom Trägerkörper abnehmbar ist. Bei
vom Trägerkörper abgenommener, insbesondere abgeschwenkter Aufnahmeplatte können die
Stanzwerkzeuge praktisch genauso schnell in Stanzrichtung bzw. in Richtung senkrecht
zur Aufnahmeplatte in die Werkzeugführungen eingeschoben bzw. aus diesen herausgezogen
werden, wie das bislang mit dem Einschieben bzw. Herausziehen aus den Halbschalen-Aufnahmen
möglich war. Eine Beeinflussung der Stanzwerkzeuge in den Werkzeugführungen ist ausgeschlossen,
da die Werkzeugführungen allseits ringförmig geschlossen sind. Der Querschnitt der
Werkzeugführungen in der Ebene der Aufnahmeplatte kann durch die Spannkraft der Verriegelungsvorrichtung
nicht verändert werden. Ein Festklemmen der Stanzwerkzeuge ist unmöglich.
[0008] Das aus dem Stand der Technik bekannte aktive Anheben der nicht aktivierten Stanzwerkzeuge
in die Aufnahmeräume kann trotz der abschwenkbaren Aufnahmeplatte beibehalten werden,
indem die Aufnahmeplatte mit entsprechenden Eingriffskanälen ausgestattet wird.
[0009] Im einzelnen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, den erfindungsgemäßen oberen
Werkzeugträger für eine Stanze od. dgl. auszugestalten und weiterzubilden. Dazu wird
einerseits auf die dem Anspruch 1 nachgeordneten Ansprüche, andererseits auf die nachfolgende
Erläuterung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung
verwiesen. In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung in einer Seitenansicht eine Werkzeugmaschine, hier eine
Lochstanze,
- Fig. 2
- den Gegenstand aus Fig. 1 in einer Vorderansicht,
- Fig. 3
- den Gegenstand aus Fig. 1 in einer Draufsicht und
- Fig. 4
- den Gegenstand aus Fig. 1 in einer Draufsicht bei abgenommenem Antriebskopf.
[0010] Fig. 1 zeigt als ein besonderes, bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung eine
Werkzeugmaschine in Form einer Lochstanze mit einem lediglich angedeuteten, C-förmigen
Maschinenkörper 1, einem am Maschinenkörper 1 ausgebildeten bzw. angeordneten unteren
Werkzeugträger 2 mit einem Unterwerkzeug 3 und einem am Maschinenkörper 1 oben angeordneten
bzw. ausgeführten oberen Werkzeugträger 4 mit einem Oberwerkzeug, hier einem Stanzwerkzeug
5. Nur angedeutet ist, daß auf dem oberen Werkzeugträger 4 bzw. auf dem Maschinenkörper
1 oberhalb des oberen Werkzeugträgers 4 ein Antriebskopf 6, beispielsweise in Form
einer hydraulischen Zylinder-Kolben-Anordnung, sitzt, mit dessen Hilfe im Betrieb
das Stanzwerkzeug 5 auf das Unterwerkzeug 3 zu abgesenkt werden kann.
[0011] Wie Fig. 1 und Fig. 2 im Zusammenhang zeigen, zeichnet sich der hier dargestellte
obere Werkzeugträger 4 dadurch aus, daß mindestens zwei, hier genau gesagt drei nebeneinander
angeordnete Stanzwerkzeuge 5 vorgesehen sind. Im hier dargestellten und bevorzugten
Ausführungsbeispiel besteht jedes Stanzwerkzeug 5 aus einem Stanzstempel 7, einem
Stempelhalter 8 und einer den Stanzstempel 7 mit dem Stempelhalter 8 verbindenden
Überwurfmutter 9. Die drei Stanzwerkzeuge 5 sind, wie Fig. 2 zeigt, so nahe wie möglich
nebeneinander angeordnet.
[0012] Fig. 1 läßt erkennen, daß der obere Werkzeugträger 4 im hier dargestellten Ausführungsbeispiel
zunächst einen Trägerkörper 10 sowie eine Aufnahme aufweist. Fig. 3 macht dabei deutlich,
daß in der Aufnahme nebeneinander angeordnete, sich in Stanzrichtung erstreckende
Werkzeugführungen 12 für jedes Stanzwerkzeug 5 vorgesehen sind. Fig. 1, 2 und 3 machen
im Zusammenhang weiter deutlich, daß der obere Werkzeugträger 4 eine am Trägerkörper
10 befestigte, insbesondere und im hier dargestellten Ausführungsbeispiel um eine
Anlenkachse 13 schwenkbar am Trägerkörper 10 angelenkte Verschlußkappe (11) aufweist.
Die Fig. 1 und 2 zeigen im Zusammenhang schließlich, daß die oberen Enden der Stanzwerkzeuge
5 in den Werkzeugführungen 12, in einer Richtung durch Auflageflansche 15 begrenzt,
in Stanzrichtung, hier also vertikal, verschiebbar geführt sind. Die Auflageflansche
15 läßt Fig. 3 gut erkennen. Sie dienen dazu, ein Herausfallen der Stanzwerkzeuge
5 aus den Werkzeugführungen 12 nach unten zu verhindern.
[0013] In den Figuren ist nicht dargestellt, daß die oberen Enden der Stanzwerkzeuge 5 mit
hammerkopfartigen Erweiterungen versehen sind, die auf den in den Werkzeugführungen
12 vorgesehenen Auflageflanschen 15 aufliegen, so daß ein Durchrutschen der Stanzwerkzeuge
5 nach unten verhindert wird. Dies ist dem Stand der Technik, von dem die Erfindung
ausgeht, zu entnehmen. Auch weitere Einzelheiten des hier erläuterten oberen Werkzeugträgers
4 sind aus der EP - A - 01 80 146 zu entnehmen, so daß auf diese vorveröffentlichung
verwiesen werden darf.
[0014] Wie Fig. 4 der Zeichnung zeigt, sind auch bei dem hier erläuterten oberen Werkzeugträger
4 am Trägerkörper 10 oberhalb der Werkzeugführungen 12 und unterhalb einer Kraftübertragungsfläche
16 Aufnahmeräume 17 für die oberen Enden der Stanzwerkzeuge 5 vorgesehen. Die Aufnahmeräume
17 sind mit Hilfe von im wesentlichen senkrecht zur Stanzrichtung verschiebbaren Kraftübertragungsschiebern
18 od. dgl. überbrückbar, und zwar mit Hilfe von hier als pneumatische Zyliner-Kolben-Einheiten
ausgeführten Stellantrieben 19. Die Kraftübertragungsfläche 16 ist dabei an der Unterseite
des Antriebskopfes 6 angeordnet. Durch diese Technik wird erreicht, daß beim Abwärtshub
der Kraftübertragungsfläche 16 nur dasjenige Stanzwerkzeug 5 aktiv nach unten bewegt
wird, dessen Kraftübertragungsschieber 18 den zugehörigen Aufnahmeraum 17 überbrückt,
während die beiden anderen Stanzwerkzeuge 5 in den jeweils zugeordneten Aufnahmeraum
17 zurückweichen können.
[0015] Um die nicht aktivierten Stanzwerkzeuge 5 nicht von der Oberseite eines Werkstücks
in die Aufnahmeräume 17 zurückführen zu lassen, sondern aktiv in die Aufnahmeräume
17 zurückzuführen, ist es auch bekannt, jedem Stanzwerkzeug 5 einen am Trägerkörper
10 angeordneten Hubhebel 20 zuzuordnen. Der Hubhebel 20 ist in Fig. 4 lediglich für
jeden Aufnahmeraum 17 angedeutet. Der Hubhebel 20 kann das obere Ende des zugeordneten
Stanzwerkzeugs 5 seitlich von unten her unterfassen, so daß mittels des Hubhebels
20 das obere Ende des Stanzwerkzeugs 5 bei zurückgezogenem Kraftübertragungsschieber
18 in den Aufnahmeraum 17 anhebbar ist.
[0016] Die Lehre der vorliegenden Erfindung ist nun am besten aus Fig. 3 der Zeichnung zu
erkennen und dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme und die Verschlußkappe in einer
vom Trägerkörper 10 abnehmbaren Aufnahmeplatte 14 integriert sind, daß die Werkzeugführungen
12 in der Ebene senkrecht zur Stanzrichtung ringförmig geschlossen sind und daß die
Stanzwerkzeuge 5 bei vom Trägerkörper 10 abgenommener, insbesondere abgeschwenkter
Aufnahmeplatte 14 in Stanzrichtung bzw. in Richtung senkrecht zur Aufnahmeplatte 14
in die Werkzeugführungen 12 einschiebbar bzw. aus den Werkzeugführungen 12 herausziehbar
sind. Fig. 3 zeigt dabei weiter, daß in Anpassung an die zuvor erläuterten Hubhebel
20 zum Anheben der Enden der Stanzwerkzeuge 5 die Aufnahmeplatte 14 auf der dem Trägerkörper
10 zugewandten Seite an jeder Werkzeugführung 12 einen unter dem Auflageflansch 15
in die Werkzeugführung 12 mündenden Eingriffskanal 21 für den Hubhebel 20 aufweist.
Beim Anbringen der Aufnahmeplatte 14 am Trägerkörper 10 können so die Hubhebel 20
durch die Eingriffskanäle 21 bis unter den Rand des Stanzwerkzeugs 5, insbesondere
die hammerkopfartige Erweiterung am oberen Ende, eingreifen. Dies Einführen der Hubhebel
20 geschieht bei schwenkbarer Anlenkung der Aufnahmeplatte 14 von selbst beim Heranschwenken
der Aufnahmeplatte 14 an den Trägerkörper 10. Dazu empfiehlt es sich dann, daß die
Eingriffskanäle 21 in der Aufnahmeplatte 14 auf den der Anlenkachse 13 für die schwenkbare
Anlenkung am Trägerkörper 10 zugewandten Seiten von den Werkzeugführungen 12 zu der
dem Trägerkörper 10 zugewandten Seite hin erweitert sind. Das entspricht der kreisbogenförmigen
Bewegung der Eingriffskanäle 21 um die Anlenkachse 13.
[0017] Die Fig. 2 und 3 und auch Fig. 4 der Zeichnung machen sehr deutlich, daß im hier
dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel der Mittelpunkt der Anlenkachse
13 für die Anlenkung der Aufnahmeplatte 14 am Trägerkörper 10 seitlich mit erheblichem
Abstand, vorzugsweise mit einem Abstand von ca. 100 mm bis 200 mm, insbesondere von
ca. 150 mm, vom nächstliegenden Rand der nächstliegenden Werkzeugführung 12 angeordnet
ist. Diese seitlich-auslegerartige Konstruktion von Trägerkörper 10 und Aufnahmeplatte
14 hat den Vorteil, daß die oberen Enden der Stanzwerkzeuge 5 licht nach oben aus
den Werkzeugführungen 12 herausgezogen werden können. Durch den seitlichen Mindestabstand
der Anlenkachse 13 von der nächstliegenden Werkzeugführung 12 ist gewährleistet, daß
auch bei Vorhandensein von überkragenden Teilen des oberen Werkzeugträgers 4 die Werkzeugführungen
12 genügend weit vom Trägerkörper 10 wegbewegt werden können, um den Einschubweg für
die Stanzwerkzeuge 5 vollständig freizugeben.
[0018] Im Stand der Technik, von dem die Lehre der vorliegenden Erfindung ausgeht, ist die
Aufnahmeplatte 14 mittels einer auf der der Anlenkachse 13 gegenüberliegenden Seite
angeordneten Verriegelungsvorrichtung 22 am Trägerkörper 10 verriegelbar. Fig. 2 und
Fig. 4 zeigen nun im Zusammenhang deutlich, daß nach der hier bevorzugten Lehre der
Erfindung eine zweite Verriegelungsvorrichtung 23 nahe der Anlenkachse 13 vorgesehen
und , nach bevorzugter Lehre der Erfindung, unterhalb eines hier befindlichen, sich
zur Anlenkachse 13 erstreckenden Teils 24 der Aufnahmeplatte 14 angeordnet ist. Die
Verriegelungsvorrichtung 23 kann dabei ebenso wie die Verriegelungsvorrichtung 22
in der einleitend erläuterten Weise ausgestaltet sein, nämlich aus einem an dem Trägerkörper
10 in horizontaler Ebene schwenkbar angelenkten Riegelbolzen 25 und einer an der Aufnahmeplatte
14 vorgesehenen, einseitig, vorzugsweise zur Querseite hin offenen Riegelaufnahme
26 bestehen, wobei zur Verriegelung der Riegelbolzen 25 in die Riegelaufnahme 26 einschwenkbar
und mittels einer Spannmutter 27 od. dgl. festspannbar ist. Die Spannmutter 27 od.
dgl. kann dabei als Kniespannhebel ausgeführt sein, wie das insbesondere Fig. 4 deutlich
erkennen läßt. Die Anordnung der zweiten Verriegelungsvorrichtung 23 unterhalb des
Teils 24 der Aufnahmeplatte 14 schafft die Möglichkeit, nach Abschwenken des Riegelbolzens
25 mit der Spannmutter 27 nach links in Fig. 2 die Aufnahmeplatte 14 ebenfalls nach
links aufzuschwenken, ohne mit der Verriegelungsvorrichtung 23 zu kollidieren.
1. Oberer Werkzeugträger (4) für eine Stanze od. dgl. mit mindestens Zwei nebeneinander
angeordneten Stanzwerkzeugen (5), mit einem Trägerkörper (10), mit einer Aufnahme,
mit in der Aufnahme nebeneinander angeordneten, sich in Stanzrichtung erstreckenden
Werkzeugführungen (12) für jedes Stanzwerkzeug (5) und mit einer am Trägerkörper (10)
befestigten, insbesondere um eine Anlenkachse (13) schwenkbar angelenkten, in einer
Ebene senkrecht zur Stanzrichtung abnehmbaren, insbesondere schwenkbaren Verschlußkappe
(11), wobei die oberen Enden der Stanzwerkzeuge (5) in den Werkzeugführungen (12),
in einer Richtung durch Auflageflansche (15) begrenzt, in Stanzrichtung verschiebbar
geführt sind, wobei am Trägerkörper (10) oberhalb der Werkzeugführungen (12) und unterhalb
einer Kraftübertragungsfläche (16) Aufnahmeräume (17) für die oberen Enden der Stanzwerkzeuge
(5) vorgesehen sind und die Aufnahmeräume (17) mit Hilfe von im wesentlichen senkrecht
zur Stanzrichtung verschiebbaren Kraftübertragungsschiebern (18) od. dgl. überbrückbar
sind, wobei jedem Stanzwerkzeug (5) ein am Trägerkörper (10) angeordneter Hubhebel
(20) zugeordnet ist und der Hubhebel (20) das obere Ende des zugeordneten Stanzwerkzeuges
(5) seitlich von unten her unterfaßt und wobei mittels des Hubhebels (20) das obere
Ende des Stanzwerkzeuges (5) bei zurückgezogenem Kraftübertragungsschieber (18) in
den Aufnahmeraum (17) abhebbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme und die Verschlußkappe (11) in einer vom Trägerkörper (10) abnehmbaren
Aufnahmeplatte (14) integriert sind, daß die Werkzeugführungen (12) in der Ebene senkrecht
zur Stanzrichtung ringförmig geschlossen sind, daß die Stanzwerkzeuge (5) bei vom
Trägerkörper (10) abgenommener, insbesondere abgeschwenkter Aufnahmeplatte (14) in
Stanzrichtung bzw. in Richtung senkrecht zur Aufnahmeplatte (14) in die Werkzeugführungen
(12) einschiebbar bzw. aus den Werkzeugführungen (12) herausziehbar sind und daß die
Aufnahmeplatte (14) auf der dem Trägerkörper (10) zugewandten Seite an jeder Werkzeugführung
(12) einen unter dem Auflageflansch (15) in die Werkzeugführung (12) mündenden Eingriffskanal
(21) für den Hubhebel (20) aufweist.
2. Werkzeugträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingriffskanäle (21)
in der Aufnahmeplatte (14) auf den der Anlenkachse (13) für die schwenkbare Anlenkung
am Trägerkörper (10) zugewandten Seiten von den Werkzeugführungen (12) zu der dem
Trägerkörper (10) zugewandten Seite hin erweitert sind.
3. Werkzeugträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelpunkt
die Anlenkachse (13) für die Anlenkung der Aufnahmeplatte (14) am Trägerkörper (10)
seitlich mit erheblichem Abstand vom nächstliegenden Rand der nächstliegenden Werkzeugführung
(12) angeordnet ist.
4. Werkzeugträger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenkachse (13) für
die Anlenkung der Aufnahmeplatte (14) am Trägerkörper (10) seitlich mit einem Abstand
von 100 mm bis 200 mm vom nächstliegenden Rand der nächstliegenden Werkzeugführung
(12) angeordnet ist.
5. Werkzeugträger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenkachse (13) für
die Anlenkung der Aufnahmeplatte (14) am Trägerkörper (10) seitlich mit einem Abstand
von 150 mm vom nächstliegenden Rand der nächstliegenden Werkzeugführung (12) angeordnet
ist.
6. Werkzeugträger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Aufnahmeplatte (14) mittels
einer auf der der Anlenkachse (13) gegenüberliegenden Seite angeordneten Verriegelungsvorrichtung
(22) am Trägerkörper (10) verriegelbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite
Verriegelungsvorrichtung (23) nahe der Anlenkachse (13) vorgesehen ist.
7. Werkzeugträger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Verriegelungsvorrichtung
(23) unterhalb eines hier befindlichen, sich zur Anlenkachse (13) erstreckenden Teils
(24) der Aufnahmeplatte (14) angeordnet ist.
1. An upper tool holder (4) for a punch or the like, with at least two punching tools
(5) disposed side by side, with a support body (10), with a seating with tool guides
(12) for each punching tool (5) disposed side by side in the seating and extending
in the direction of punching, and with a closure cap (11), particularly a pivoting
closure cap, which can be removed in a plane perpendicular to the direction of punching
and which is fastened, in particular pivotally linked about a pivot pin (13), to the
support body (10), wherein the upper ends of the punching tools (5) in the tool guides
(12) are displaceably guided in the direction of punching, restricted in one direction
by contact flanges (15), wherein seating cavities (17) for the upper ends of the punching
tools (5) are provided on the support body (10) above the tool guides (12) and below
a force transmission face (16), and the seating cavities (17) can be bridged by force
transmission slides (18) or the like which are displaceable substantially perpendicularly
to the direction of punching, wherein a lifting lever (20) disposed on the support
body (10) is assigned to each punching tool (5) and the lifting lever (20) laterally
engages the upper end of the associated punching tool (5) from below, and wherein
the upper end of the punching tool (5) can be lifted into the seating cavity (17)
by means of the lifting lever (20) when the force transmission slide (18) is withdrawn,
characterised in that the seating and the closure cap (11) are integrated in a seating
plate (14) which can be removed from the support body (10), that the tool guides (12)
are closed in a ring-like manner in the plane perpendicular to the direction of punching,
that the punching tools (5) can be inserted in the tool guides (12) or withdrawn from
the tool guides (12) in the direction of punching or in a direction perpendicular
to the seating plate (14) when the seating plate (14) is removed from, particularly
swung away from, the support body (10), and that the seating plate (14) has an engagement
channel (21) at each tool guide (12) for the lifting lever (20), which engagement
channel leads into the tool guide (12) below the contact flange (15) and is disposed
on the face of the seating plate facing the support body (10).
2. A tool holder according to claim 1, characterised in that the engagement channels
(21) in the seating plate (14) on the faces facing the pivot pin (13) for the pivotal
coupling to the support body (10) are widened from the tool guides (12) towards the
face facing the support body (10).
3. A tool holder according to claim 1 or 2, characterised in that the centre point of
the pivot pin (13) for coupling the seating plate (14) to the support body (10) is
disposed to the side at a considerable distance from the nearest edge of the nearest
tool guide (12).
4. A tool holder according to claim 3, characterised in that the pivot pin (13) for coupling
the seating plate (14) to the support body (10) is disposed to the side at a distance
of 100 mm to 200 mm from the nearest edge of the nearest tool guide (12).
5. A tool holder according to claim 4, characterised in that the pivot pin (13) for coupling
the seating plate (14) to the support body (10) is disposed to the side at a distance
of 150 mm from the nearest edge of the nearest tool guide (12).
6. A tool holder according to any one of claims 1 to 5, wherein the seating plate (14)
can be locked to the support body (10) by means of a locking apparatus (22) disposed
on the side opposite the pivot pin (13), characterised in that a second locking apparatus
(23) is provided near the pivot pin (13).
7. A tool holder according to claim 6, characterised in that the second locking apparatus
(23) is disposed below a part (24) of the seating plate (14) which is situated here
and which extends towards the pivot pin (13).
1. Porte-outil supérieur (4) pour un poinçon ou un élément analogue comportant au moins
deux outils de poinçonnage (5) agencés l'un à côté de l'autre, avec un corps de support
(10), un système récepteur, avec des glissières (12) pour les outils agencées l'une
à côté de l'autre dans le système récepteur et s'étendant dans la direction de poinçonnage
pour chaque outil de poinçonnage (5) et une coiffe de fermeture (11) fixée au corps
de support (10), en particulier articulée de manière à pouvoir pivoter autour d'un
axe d'articulation (13) et à s'écarter dans un plan perpendiculaire à la direction
de poinçonnage, en particulier par pivotement, les extrémités supérieures des outils
de poinçonnage (5) étant guidées de manière à pouvoir se déplacer dans les glissières
(12), dans une direction limitée par des pattes d'appui (15), dans la direction de
poinçonnage, en prévoyant sur le corps de support (10) au-dessus des glissières (12)
et en dessous d'une surface de transmission (16) des espaces récepteurs (17) pour
les extrémités supérieures des outils de poinçonnage (5), ces espaces récepteurs (17)
pouvant être recouverts par des coulisseaux de transmission (18) ou des éléments analogues
susceptibles de se déplacer sensiblement perpendiculairement à la direction de poinçonnage,
chaque outil de poinçonnage (5) étant affecté d'un levier de levage (20) agencé sur
le corps de support (10) et le levier de levage (20) étant engagé latéralement par
le dessous sur l'extrémité supérieure de l'outil de poinçonnage correspondant (5)
et, grâce au levier de levage (20), l'extrémité supérieure de l'outil de poinçonnage
(5) étant relevée dans l'espace récepteur (17) lorsque le coulisseau de transmission
(18) est en retrait, caractérisé en ce que le système récepteur et la coiffe de fermeture
(11) sont intégrés à une plaque réceptrice (14) séparable du corps de support (10),
les glissières (12) destinées aux outils sont fermées sous une forme annulaire dans
un plan perpendiculaire à la direction de poinçonnage, les outils de poinçonnage (5)
peuvent être insérés dans les glissières (12) ou retirés des glissières (12) lorsque
la plaque réceptrice (14) est séparée du corps de support (10), en particulier par
pivotement, dans la direction de poinçonnage ou direction perpendiculaire à la plaque
réceptrice (14), et la plaque réceptrice (14) présente sur sa face tournée vers le
corps de support (10) sur chaque glissière (12) un canal d'engagement (21) débouchant
sous la patte d'appui (15) dans la glissière (12) pour le levier de levage (20).
2. Porte-outil selon la revendication 1, caractérisé en ce que les canaux d'engagement
(21) de la plaque réceptrice (14) sont élargis sur les faces des glissières (12) tournées
vers l'axe d'articulation (13) permettant de pivoter sur le corps de support (10)
vers la face tournée vers le corps de support (10).
3. Porte-outil selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le point central
de l'axe d'articulation (13) pour l'articulation de la plaque réceptrice (14) sur
le corps de support (10) est agencée latéralement à une distance importante du bord
le plus proche de la glissière-outil la plus proche (12).
4. Porte-outil selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'axe d'articulation (13)
pour l'articulation de la plaque réceptrice (14) sur le corps de support (10) est
agencé latéralement à une distance de 100 à 200 mm du bord le plus proche de la glissière-outil
la plus proche (12).
5. Porte-outil selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'axe d'articulation (13)
pour l'articulation de la plaque réceptrice (14) sur le corps de support (10) est
agencé latéralement à une distance de 150 mm du bord le plus proche de la glissière-outil
la plus proche (12).
6. Porte-outil selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans lequel la plaque
réceptrice (14) peut être bloquée sur le corps de support (10) à l'aide d'un dispositif
de blocage (22) agencé sur la face en regard de l'axe d' articulation (13), caractérisé
en ce qu'il est prévu un deuxième dispositif de blocage (23) à proximité de l'axe
d'articulation (13).
7. Porte-outil selon la revendication 6, caractérisé en ce que le deuxième dispositif
de blocage (23) est agencé en dessous d'une partie (24) de la plaque réceptrice (14)
s'étendant vers l'axe d' articulation (13).