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EP 0 266 670 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.03.1992 Patentblatt 1992/10 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.10.1987 |
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Tragetasche aus thermoplastischer Kunststoffolie
Carrier bag made of a thermoplastic foil
Sac de transport en feuille de matière thermoplastique
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
05.11.1986 DE 8629509 U 24.06.1987 DE 8708719 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.05.1988 Patentblatt 1988/19 |
| (73) |
Patentinhaber: STIEGLER GMBH MASCHINENFABRIK |
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D-73635 Rudersberg (DE) |
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Erfinder: |
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- Wagner, Robert
D-5210 Troisdorf-Sieglar (DE)
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Vertreter: Müller-Gerbes, Margot, Dipl.-Ing. |
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Friedrich-Breuer-Strasse 112 53225 Bonn 53225 Bonn (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-B- 1 479 356 FR-A- 1 579 834
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DE-U- 8 708 719 LU-A- 44 130
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Neuerung betrifft eine Tragetasche aus thermoplastischer Kunststoffolie mit Grifflöchern
in den Taschenwänden und mit die Grifflöcher umgebender mustermäßig in Teilflächen
mit den Taschenwänden verschweißter Verstärkungsfolie aus thermoplastischer Kunststoffolie,
wie Verstärkungsblättern.
[0002] Tragetaschen bzw. -beutel der vorgenannten Art sind vielfach bekannt. Das Füllgewicht
oder Traggewicht solcher Beutel wird durch die Ausreißfestigkeit der Grifflöcher bestimmt.
Diese wird durch auf der Innenseite der Tragetaschen angeordnete entweder eingeklebte
oder eingeschweißte Verstärkungsblätter erhöht. Das Einschweißen wird hierbei in bekannter
Weise mit dauerbeheizten Schweißkopfstempeln mit parallel zueinander angeordneten
Schweißleisten vorgenommen, wodurch ein Streifenmuster für die verschweißten Flächen
entsteht. Statt mit Schweißleisten ist es auch bekannt, mit Impulsbändern zu arbeiten.
Bei diesen gebräuchlichen Schweißverfahren zur Herstellung von flachen Schweißnähten
erfolgt die Wärmebeaufschlagung durch den Schweißstempel einseitig. Dadurch, daß die
Schweißnähte anschließend nicht unter Druck abgekühlt werden, erhalten sie bei vielen
Kunststoffolientypen ein welliges Aussehen. Da für die wirtschaftliche Herstellung
von Tragetaschen die Produktionsgeschwindigkeiten hoch gehalten werden müssen, ist
es auch nicht möglich, die dem Schweißen folgende mit Abkühlungszeit zu erhöhen, um
einen Abkühlungseffekt durch verlängertes Ruhen auf der Schweißunterlage zu erzielen.
Es stellt sich so die Aufgabe, die Schweißnähte bzw. Schweißflächen so klein wie möglich
zu gestalten, um einen minimalen aus der Schweißnaht abzuführenden Wärmeinhalt zu
schaffen. Die Verringerung der zu verschweißenden Fläche bei partieller Verschweißung,
d.h. nur in Teilflächen erfolgenden Verschweißung des Verstärkungsblattes mit den
Wänden der Tragetasche, hat jedoch zugleich eine Verrringerung der Festigkeiten und
damit der Belastbarkeit der Tragetasche zur Folge. Deshalb wird beim Herstellen von
Verschweißungen mittels Schweißleisten oder Impulsbändern zum Verbinden der Verstärkungsblätter
mit den Wandungen der Tragetasche eine Mindestbreite der Schweißnahtstreifen sowie
Maximalabstände der Streifen voneinander eingehalten, um die erforderlichen Festigkeiten
zu erzielen und der Nachteil eines welligen Aussehens wird ebenfalls in Kauf genommen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das beim partiellen Anschweißen der Verstärkungsblätter
an die Tragetaschen erzeugte wellige Aussehen bzw. das Verschrumpfen der Folien zu
verringern und gleichzeitig die notwendigen Schweißfestigkeiten zu erzielen und die
Tragfähigkeit der Tasche zu erhöhen Gleichzeitig ist darauf zu achten, daß die Produktionszyklen
nicht verlängert werden.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Verstärkungsfolie
und die Taschenwände durch rasterförmig angeordnete Punktflächen einer Größe von etwa
2 bis 16 mm² miteinander verschweißt sind und die Summe der die Verschweißungen bildenden
Punktflächen zu der Summe der unverschweißten Flächen der Rasterfläche im Verhältnis
von etwa 1:2 bis 1:4 steht. Die punktförmigen Flächen können hierbei viereckige, quadratische,
rechteckige oder dreieckige oder abgerundete bzw. runde Form aufweisen.
[0005] Mit dem erfindungsgemäßen Vorschlag werden viele kleine verschweißte Verbindungsflächen
zwischen Verstärkungsblatt und Taschenwand geschaffen, die bevorzugt annähernd gleich
groß, annähernd gleichartig geformt und annähernd gleichmäßig verteilt auf der Verstärkungsfolie,
z.B. in Gestalt von Verstärkungsblättern angeordnet sind. Überraschend gelingt es
durch die Vielzahl sehr kleiner verschweißter Flächen, sogenannter Punktflächen, das
Verschrumpfen der Folien zu verringern und damit ein gleichmäßigeres und besseres
Aussehen der verschweißten Bereiche zu erzielen, und das glatte Aussehen der miteinander
verschweißten Folien im wesentlichen zu erhalten. Dies ist darauf zurückzuführen,
daß viele kleine verschweißte Flächen nur viele kleine Schrumpfanteile erzeugen, die
sich über eine große Fläche relativ gleichmäßig verteilen. Dabei hat sich überraschend
ergeben, daß - um gleiche Festigkeiten und Ausreißfestigkeiten bei Belastung der Tragetasche
im Grifflochbereich mit Verstärkungsblatt zu erzielen - die Summe der die Verschweißungen
bildenden Punktflächen zu der Summe der unverschweißten Flächen des Rasters sehr klein
gehalten werden kann. Bevorzugt steht die Summe der die Verschweißungen bildenden
Punktflächen zu der Summe der unverschweißten Flächen der Rasterfläche im Verhältnis
von etwa 1 : 2 bis 1 : 4. Hieraus resultiert, daß bei der erfindungsgemäßen Art der
Ausbildung der Verschweißungsflächen ein geringerer Wärmeinhalt aus dem Schweißbereich
abzuführen ist, infolgedessen sich nicht nur die Verschrumpfung verringert, sondern
überraschend auch eine höhere Schweißgeschwindigkeit und damit Produktionsgeschwindigkeit
bei der Herstellung erzielt werden kann. Darüber hinaus hat sich völlig überraschend
herausgestellt, daß die rasterförmige Schweißverbindung zwischen Taschenwänden und
Verstärkungsblättern mindestens die mit bekannten Verschweißungen erzielbaren Festigkeiten
erreicht, und diese - je nach Ausbildung des Rasters - noch übertrifft. Die Erfindung
umfaßt dabei als Verstärkungsblätter sowohl die separaten als auch die durch Umschlagen
der Folie der Tasche gebildeten Grifflochverstärkungsblätter.
[0006] Die von den Punktflächen gebildeten Reihen des Rasters können bei der einfachsten
Anordnung senkrecht bzw. annähernd senkrecht zueinander verlaufen. Bei einer möglichen
Ausführung verlaufen dabei die Reihen parallel zum Taschenboden bzw. zur Taschenlängsachse.
Es ist auch möglich, die senkrecht aufeinanderstehenden Rasterreihen insgesamt unter
einem Winkel zur Taschenlängsachse anzuordnen.
[0007] Eine bevorzugte Ausbildung und Anordnung des Verschweißungsrasters von Verstärkungsblatt
und Tragetaschenwand sieht vor, daß die Rasterreihen unter einem Winkel α von 45°
zur Längsachse der Tragetaschen verlaufen. Bei quadratischen Punktflächen erhält man
dann ein Schweißbild von Verstärkungsblatt und Tragetaschenwand, bei dem die Schweißquadrate
mit einer Diagonalen parallel zur Längsachse der Tragetasche ausgerichtet sind. Diese
Anordnung des Rasters bewirkt eine gute Verstärkung des Griffloches. Es findet insbesondere
eine gleichmäßige Lastverteilung statt. Es ist aber auch möglich, das Raster so auszubilden,
daß die Rasterreihen sich unter einem anderen (als 90°) Winkel kreuzen. Jedoch sollte
das Raster stets zur Taschenlängsachse symmetrisch sein, um eine gleichmäßige Tragfähigkeit
zu gewährleisten.
[0008] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung und Anordnung des Verschweißungsrasters von
Verstärkungsblatt mit den Taschenwänden sieht vor, daß die einen Reihen des Rasters
parallel zur Längsachse der Tragetasche und die anderen Reihen des Rasters in bezug
auf den Tragrand der Tragetasche in leicht konkav gebogener Form angeordnet sind.
Durch die erfindungsgemäße leicht bogenförmige, z.B. an einen Kreisringabschnitt angelehnte
Form des Rasters wird überraschend eine wesentlich verbesserte Ausreißfestigkeit im
Bereich der Grifflochecken erzielt. Diese Ausbildung des Rasters bewirkt eine besonders
gute Verstärkung des Griffloches und hat bei geringem Aufwand eine optimale Ausreißfestigkeit
und Belastbarkeit zur Folge. Es ist auch möglich, sowohl die einen Rasterreihen bogenförmig
als auch die anderen Rasterreihen strahlenförmig (radial) verlaufend auf einen auf
der Längsachse der Tragetasche liegenden Mittelpunkt zulaufen zu lassen. Die Punktflächen
können hierbei entweder alle gleich groß und gleich gestaltet oder aber dem Reihenverlauf
angepaßt werden. Bevorzugt sind die bogenförmigen Rasterreihen parallel zueinander
mit gleichen Abständen voneinander angeordnet, ebenso die parallel zur Längsachse
der Tragetasche verlaufenden Rasterreihen.
[0009] Die neuerungsgemäßen Tragetaschen und -beutel werden üblicherweise aus Mono- oder
Verbundfolien auf Basis von Polyolefinen, wie Hochdruckpolyethylen, lineares Polyethylen,
Niederdruckpolyethylen und ggf. weiteren geeigneten thermoplastischen Kunststoffen
hergestellt und weisen Verstärkungsblätter einer Dicke von etwa 50 bis 120 µ aus Folien
auf Basis Polyolefinen auf, die gut mitden Folien der Taschen verschweißbar sind.
Die Größe der Verstärkungsblätter richtet sich auch nach der Grifflochform und der
Größe der Tragetaschen, und sollte in der Regel das Griffloch ringsumlaufend um jeweils
etwa 20 mm mindestens umranden. Für die Anwendung der Erfindung können Verstärkungsblätter
entweder separat ausgebildet sein und aufgebracht werden oder aber z.B. durch einfaches
oder doppeltes Umschlagen der Folie des oberen Taschenrandes ausgebildet werden. Das
für die Ausbildung der Verschweißungsflächen gemäß der Erfindung zu verwendende Raster
wird vorteilhaft mit Punktflächen einer Größe von etwa 2 bis etwa 16 mm² und Rasterreihen
mit einem Abstand voneinander von etwa 3 bis 10 mm, gemessen von den Mittelachsen
der Reihen, ausgebildet. Bei einem gleichmäßigen Raster, bei dem die Rasterreihen
annähernd zueinander senkrecht verlaufen, werden annähernd rechteckige bzw. quadratische
Punktflächen ausgebildet. Es ist jedoch auch möglich, die Rasterreihen unter einem
anderen Winkel sich kreuzen zu lassen, so daß rautenförmige Punktflächen entstehen.
[0010] Um ggf. die Ausreißfestigkeiten im Bereich des Griffloches weiter zu erhöhen, wird
gemäß einem weiteren Vorschlag vorgesehen, daß in dem an das Griffloch seitlich insbesondere
zum Taschenboden anschließenden Bereich ein dichteres Raster, d.h. gegenüber den übrigen
Bereichen vergrößerte Verschweißungsflächen, vorgesehen ist. Das dichtere Raster kann
hierbei durch gegenüber den übrigen Bereichen vergrößerte Punktflächen oder aber bei
gleicher Punktfläche vergrößerter Anzahl der Punktflächen je Flächeneinheit gebildet
sein.
[0011] Die erfindungsgemäße Art der Verschweißung von Verstärkungsblättern mit den Wänden
der Tragetaschen wird mit einem entsprechend dem Vorschlag der Erfindung ausgebildeten
Schweißstempel mit Erhebungen, d.h. Schweißköpfchen und -kanälen entsprechend den
punktförmigen Flächen und Rasterreihen des Rasters profilierter Oberfläche ausgebildet.
Der Schweißstempel soll nach der Methode des Wärmekontaktschweißens - also einseitig
mit Wärme zu beaufschlagende Schweißnaht - betrieben werden und kann z.B. mittels
Heizpatronen aufgeheizt und mit einem Temperaturregler für die jeweils gewünschte
Schweißtemperatur und -zeit ausgerüstet werden.
[0012] Die erfindungsgemäße Ausbildung der Verschweißungsflächen der Verstärkungsblätter
bei Tragetaschen hat des weiteren den Vorteil, daß für die Zuordnung des Schweißstempels
zum Griffloch das Einhalten von Maßtoleranzen erleichtert und vereinfacht wird, da
Toleranzen des Griffloches zum Schweißmuster bei der Neuerung eine geringere Rolle
spielen -beim Verrutschen - als bei den herkömmlichen Schweißstreifenmustern. Eine
Unsymmetrie der Zuordnung des Griffloches zu den Schweißstreifen der bekannten Techniken
führt sofort zu einem Verlust an Festigkeit, während eine solche Unsymmetrie bei dem
erfindungsgemäßen Schweißbild mit einer Vielzahl von punktförmigen Schweißflächen
eine geringere Auswirkung hat. Darüber hinaus ist es möglich, beim Stanzen die Stanzränder
des Griffloches ebenfalls zu verschweißen, so daß auch dadurch der Grifflochbereich
verstärkt wird.
[0013] Die Erfindung wird in der Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen erläutert.
[0014] Es zeigen
- Figur 1
- eine Vorderansicht einer Tragetasche und
- Figur 2
- einen schematischen Längsschnitt durch die Tragetasche nach Figur 1
- Figur 3
- ausschnittsweise die Kräftverhältnisse im Bereich des Griffloches der Tragetasche
- Figur 4 und 7
- verschiedene Ausbildungen der Verschweißungen von Verstärkungsblatt und Tragetasche
in Aufsicht auf das Verstärkungsblatt
- Figur 5
- einen Schweißstempel auszugsweise im Querschnitt.
- Figur 6
- die Ansicht A des Schweißstempels nach Figur 5 für eine Rasterverschweißung nach Figur
4.
[0015] Die Figur 1 zeigt eine Tragetasche 1 mit Vorder- und Rückwand 1a, b, mit Bodenfalte
4 am Taschenboden und unterhalb des Tragerandes und der Öffnung 9 ausgebildetem Griffloch
2 in jeder Wand. Das Griffloch 2 ist durch innenseitig auf den Wänden 1a, b der Tragetasche
eingeschweißte Verstärkungsblätter 3a, 3b aus Kunststoffolie verstärkt. Bei der in
der Figur 1 und 2 dargestellten Tragetasche sind die Seitenränder 10 verschweißt.
[0016] Es ist jedoch auch möglich, anders ausgestattete Tragetaschen, wie ggf. mit Seitenfalten
oder ohne Bodenfalten neuerungsgemäß auszustatten. Das Griffloch kann die Form eines
Langloches, Banane oder Ellipse oder dergleichen aufweisen. Die Verstärkungsblätter
2 können auch außenseitig auf den Tragetaschenwänden aufgeschweißt sein.
[0017] In der Figur 3 ist das beim Befüllen der Tragetasche 1 und durch Tragen infolge des
Traggewichtes erzeugte Kräftefeld 5 schematisch dargestellt. Die Kraftlinien verlaufen
etwas aus der Längsachse 6 der Tragetasche geneigt in Richtung auf die Ecken am Boden
der Tragetasche. Die stärksten Belastungen treten im Bereich der seitlichen Grifflochkanten
unterhalb derselben auf. Dieses Kraftfeld wird durch die durchgeführte rastermäßige
Verschweißung von Verstärkungsblättern 3a, 3b mit den Wänden 1a, 1b der Tragetasche
vorteilhaft aufgenommen, und dadurch die Festigkeit und Tragfähigkeit der Tragetasche
1 erhöht.
[0018] In der Figur 4 ist auszugsweise eine mögliche Rasterausbildung mit Punktflächen 7,
die in Reihen 8,18 in der Rasterfläche 20 angeordnet sind, für die Verschweißung der
Verstärkungsblätter 3 im Bereich des Griffloches 2 mit der Kunststoffolie der Taschenwand
la dargestellt. Das gezeigte Raster und Griffloch haben etwa natürliche Größe. Das
Raster weist quadratische Punktflächen 7 mit einer Länge a = 2 mm und Breite b = 2
mm, die die verschweißten Bereiche von etwa 4 mm² darstellen, auf, wobei die von den
punktförmigen Flächen 7 gebildeten Rasterreihen 8, 18 senkrecht zueinander verlaufen
und zwischen den Punktflächen ein freier Abstand c von 2 mm verbleibt. Hieraus ergibt
sich ein Verhältnis der verschweißten Flächen 7 zu den unverschweißten Flächenbereichen
8 des Rasters von 1 : 3. Das Raster gemäß Figur 4 ist zur Längsachse 6 der Tragetasche
so angeordnet, daß die Rasterlinien 8 unter einem Winkel α von 45° hierzu verlaufen.
Es sind auch andere Rastermuster gleichförmiger oder auch gemischter Konfigurationen
möglich. Für die Ausbildung von Tragetaschen werden die Kantenlängen a,b der punktförmigen
Fläche 7, die den verschweißten Bereich darstellt im Bereich von etwa 1,5 bis 3 mm
gewählt, wobei vorzugsweise a = b ist. Der freie Abstand c zwischen den Rasterreihen
wird etwa zwischen 1,5 bis 4 mm betragen, wobei vorzugsweise c gleich oder etwas größer
als a bzw. b gewählt wird.
[0019] In der Figur 7 ist auszugsweise das bevorzugte punktflächenförmige Raster mit den
Punktflächen 7, die die verschweißten Flächen bilden, einer neuerungsgemäßen Verschweißung
der Verstärkungsblätter 3 im Bereich des Griffloches 2 dargestellt. Das gezeigte Raster
und Griffloch haben etwa natürliche Größe. Das dargestellte Raster ist noch relativ
einfach als Schweißstempel herstellbar. Die einen von den Punktflächen 7 gebildeten
Rasterreihen 8 verlaufen parallel zur Längsachse 6 der Tragetasche, die anderen Rasterreihen
18 nur etwa annähernd senkrecht dazu in bogenförmigen zueinander parallelen Linien,
so daß sie symmetrisch zur Längsachse 6 und konkav in bezug auf den Tragerand 9 bzw.
der Öffnung der Tragetasche verlaufen. Bevorzugt sind die Rasterreihen jeweils mit
gleichen Abständen voneinander angeordnet. Das Raster weist annähernd quadratische
Punktflächen 7, die die verschweißten Bereiche darstellen, von etwa 4 mm² auf, wobei
die weiter von der Längsachse 6 entfernten Punktflächen 7 leicht rechteckig rautenförmig
abgewandelt und etwas vergrößert sind. Die Punktflächen 7 der Reihen 8, 18 könnten
auch gleich groß sein, sie könnten auch auf Lücke gegeneinander versetzt angeordnet
sein. Der Abstand e bzw. d der Reihen 8, 18 voneinander, gemessen von ihren Mittelachsen
aus, beträgt etwa 4 mm, die Kantenlängen a,b der verschweißten Punktflächen je etwa
2 mm. Hieraus ergibt sich ein Verhältnis der verschweißten Flächen 7 zu den unverschweißten
Flächenbereichen des Rasters von etwa 1 : 3. Es sind auch andere Rastermuster gleichförmiger
oder auch gemischter Konfigurationen möglich. Die Abstände e und d der Rasterreihen
voneinander sollten etwa 3 bis 10 mm betragen, wobei vorzugsweise a bzw. b gleich
oder etwas kleiner als der halbe Reihenabstand voneinander gewählt werden.
[0020] Die Figuren 5 und 6 zeigen im schematischen Teilschnitt die Ausbildung eines Schweißstempels
zum Herstellen der rastermäßigen Verschweißungen bei einer Tragetasche. Der Schweißstempel
14 arbeitet nach dem Wärmekontaktschweißverfahren mit einseitiger Beaufschlagung der
herzustellenden Schweißnähte bzw. zu verschweißenden Bereiche und wird dauerbeheizt.
Die Kontaktfläche des Schweißstempels ist profiliert entsprechend dem gewünschten
Raster des Schweißmusters, d.h. z.B. der Verschweißungen gemäß Figur 4 profiliert,
ausgebildet. In dem gezeigten Beispiel sind Erhebungen 12, auch Schweißköpfchen genannt,
entsprechend der Größe der punktförmigen Flächen 7 des Rasters ausgebildet, zwischen
denen die Kanäle 13 entsprechend der Form des gewünschten Rasters 8, 18 ausgebildet
sind, siehe auch Figur 6. Diese profilierte Kontaktfläche 12, 13 wird von einer fest
anliegenden PTFE - Trennfolie 11 abgedeckt, um ein Ankleben des Schweißgutes zu vermeiden.
Der Schweißstempel wirkt auf das Verstärkungsblatt 3 als oberste Schicht ein und erzeugt
die Verschweißungen in dem Raster, wie in Figur 4 dargestellt.
1. Tragetasche aus thermoplastischer Kunststoffolie mit Grifflöchern in den Taschenwänden
und mit die Grifflöcher umgebender mustermäßig in Teilflächen mit den Taschenwänden
verschweißter Grifflochverstärkung aus thermoplastischer Kunststoffolie, wie Verstärkungsblättern,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsfolie (3a,3b) und die Taschenwände (1a,1b) durch rasterförmig
angeordnete Punktflächen (7) einer Größe von etwa 2 bis 16 mm² miteinander verschweißt
sind und die Summe der die Verschweißungen bildenden Punktflächen (7) zu der Summe
der unverschweißten Flächen der Rasterfläche (20) im Verhältnis von etwa 1 : 2 bis
1 : 4 steht.
2. Tragetasche nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Raster viereckige Punktflächen aufweist.
3. Tragetasche nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Raster runde Punktflächen aufweist.
4. Tragetrasche nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die von den Punktflächen (7) gebildeten Reihen (8,18) des Rasters senkrecht bzw.
annähernd senkrecht zueinander verlaufen.
5. Tragetasche nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die von den Punktflächen (7) gebildeten Reihen (8,18) des Rasters unter einem
Winkel α von etwa 45° zur Längsachse (6) der Tragetasche verlaufen.
6. Tragetasche nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die einen Reihen (8) des Rasters parallel zur Längsachse (6) der Tragetasche
und die hierzu annähernd senkrecht verlaufenden Reihen (18) des Rasters in bezug auf
den Tragrand (9) der Tragetasche in leicht konkav gebogener Form angeordnet sind.
7. Tragetasche nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem an das Griffloch (2) seitlich, insbesondere zum Taschenboden anschließenden
Bereich ein dichteres Raster, d.h. gegenüber den übrigen Bereichen vergrößerte Verschweißungsflächen,
vorhanden ist.
8. Tragetasche nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Reihen (8,18) des Rasters einen Abstand (c,d) voneinander, gemessen von ihren
Mittelachsen, von etwa 3 bis 10 mm aufweisen.
1. Carrier bag made of thermoplastic plastics foil having handle holes in the bag walls
and having handle hole reinforcement made of thermoplastic plastics foil, like reinforcement
sheets, surrounding the handle holes and being bonded pattern-wise in partial areas
with the bag walls, characterised in that the reinforcement foil (3a, 3b) and the
bag walls (1a, 1b) are bonded with each other by means of point areas (7) which are
arranged in a grid-like manner and are of a size of approximately 2 to 16 mm², and
the ratio of the sum of the point areas (7) forming the bonded portions to the sum
of the unbonded areas of the grid surface (20) is approximately 1 : 2 to 1 : 4.
2. Carrier bag according to claim 1, characterised in that the grid has quadrilateral
point areas.
3. Carrier bag according to claim 1, characterised in that the grid has round point areas.
4. Carrier bag according to one of the claims 1 to 3, characterised in that the rows
(8, 18) of the grid, which are formed by the point areas (7), run perpendicular or
approximately perpendicular to each other.
5. Carrier bag according to one of the claims 1 to 4, characterised in that the rows
(8, 18) of the grid, which are formed by the point areas (7), run at an angle α of
approximately 45° to the longitudinal axis (6) of the carrier bag.
6. Carrier bag according to one of the claims 1 to 4, characterised in that first rows
(8) of the grid are arranged parallel to the longitudinal axis (6) of the carrier
bag and the rows (18) of the grid which run approximately perpendicular thereto are
arranged in a slightly concavely curved form in relation to the supporting edge (9)
of the carrier bag.
7. Carrier bag according to one of the claims 1 to 6, characterised in that in the region
which is laterally adjacent the handle hole (2), in particular towards the bag base,
there is a denser grid, that is bonding areas which are larger than in the other regions.
8. Carrier bag according to claim 1, characterised in that the rows (8, 18) of the grid
are at a distance (c, d) from each other, measured from their central axes, of approximately
3 to 10 mm.
1. Sac à provisions en feuille de matière thermoplastique, avec des trous de poignée
dans les parois du sac et avec un renfort de trou de poignée soudé suivant un motif
dans des zones partielles des parois du sac, ce renfort étant constitué par une ou
plusieurs feuille(s) de matière thermoplastique,caractérisé en ce que la feuille de
renfort (3a, 3b) et les parois du sac (1a, 1b) sont assemblées par soudage les unes
aux autres par des surfaces ponctuelles (7) disposées en forme de réseau et ayant
une grandeur d'environ 2 à 16 mm²,tandis que la somme des surfaces ponctuelles (7)
formant les soudures est dans un rapport d'environ 1:2 à 1:4 par rapport à la somme
des surfaces non soudées de la surface du réseau (20).
2. Sac à provisions selon la revendication 1, caractérisé en ce que le réseau comprend
des surfaces ponctuelles carrées.
3. Sac à provisions selon la revendication 1, caractérisé en ce que le réseau comprend
des surfaces ponctuelles rondes.
4. Sac à provisions selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les rangées
(8, 18) du réseau formé par les surfaces ponctuelles (7) sont disposées perpendiculairement
ou approximativement perpendiculairement les unes par rapport aux autres.
5. Sac à provisions selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les rangées
(8, 18) du réseau formé par les surfaces ponctuelles (7) forment un angle α d'environ
45° par rapport à l'axe longitudinal (6) du sac à provisions.
6. Sac à provisions selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que certaines
rangées (8) du réseau sont disposées parallèlement à l'axe longitudinal (6) du sac
à provisions et que les rangées (18) du réseau, approximativement perpendiculaires
aux précédentes, sont disposées avec une forme cintrée légèrement concave par rapport
au bord porteur (9) du sac à provisions.
7. Sac à provisions selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'il existe
un réseau plus serré dans la zone latérale par rapport au trou de poignée (2) et en
particulier vers le fond du sac, c'est-à-dire avec des surfaces soudées plus importantes
par rapport aux autres zones.
8. Sac à provisions selon la revendication 1, caractérisé en ce que les rangées (8, 18)
du réseau présentent entre elles une distance (c, d), mesurée entre leurs axes, d'environ
3 à 10 mm.