Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein umstellbares Schloß für Zimmertüren und Wertbehälter mit
zwei dem Management und dem Kunden zugeordneten Schließwerken, bei dem jedes der Schließwerke
unabhängig vom anderen einen gemeinsamen Riegel oder Fallenriegel betätigt.
Stand der Technik
[0002] Bei Mietfachanlagen ist es üblich, die Schließfachtür mit zwei Schlössern auszurüsten,
um sicherzustellen, daß ein Bankangestellter mit eingreifen muß, um das Fach zu öffnen.
Man will damit vermeiden, daß der nicht berechtigte Besitzer eines Schlüssels ein
Schließfach gewaltlos ausrauben kann.
[0003] Es ist weiterhin üblich, bei Wertschränken, insbesondere Banktresoren, mehr als ein
Schloß vorzusehen, um eine gegenseitige Überwachung zu ermöglichen und das Ausrauben
des Schrankes durch Geiselnahme oder gewaltsame Beschaffung des Schlüssels zu erschweren.
[0004] In beiden Fällen müssen beide Verschlüsse betätigt werden, um die Tür oder den Behälter
zu öffnen.
[0005] Die Erfindung bezieht sich auf die Anwendung von Umstellschlössern im Hotelbereich,
in Büroanlagen oder bei Wertbehältern allgemein.
[0006] In vielen modernen Hotelanlagen werden sämtliche Gästezimmer, Nebenräume und Wirtschaftsräume
über Hauptschlüsselanlagen abgesichert. Jeder Gast erhält seinen Schlüssel, der Etagenservice
kann mit einem Schlüssel alle Zimmer einer Etage öffnen, der Hoteldirektor hat mit
dem Generalhauptschlüssel Zugang zu allen Räumen des Hauses.
[0007] Dieses System hat jedoch eine Reihe von Nachteilen. Beim Verlust einzelner Schlüssel
reicht es zwar aus, die betreffenden Schließzylinder auszutauschen, aber beim Verlust
von Gruppen- oder Hauptschlüsseln müssen unter hohem Aufwand Dutzende oder gar Hunderte
von Zylindern ausgewechselt werden.
[0008] Neuerdings werden elektronische Schlösser eingesetzt, die mit elektrisch kodierten
Schlüsseln oder Magnetkarten betätigt werden. Elektronische Schlösser können bei jedem
Gastwechsel leicht umprogrammiert werden. Diese Schlösser erfordern aber eine umfangreiche
Verkabelung zur Stromversorgung. Außerdem muß man bei dieser Gelegenheit Signalleitungen
mitverlegen, um den Schließzustand aller Türen zentral anzuzeigen. Eine nachträgliche
Umrüstung von Hotelanlagen ist wegen der erforderlichen Wandaufbrüche sehr teuer.
Nachteilig ist ferner, daß elektronische Anlagen störanfälliger sind als rein mechanische
Lösungen, also erhöhten Wartungsaufwand erfordern.
[0009] Aus dem US-Patent 3.130.572 ist es bekannt, ein Hoteltürschloß mit einem Hauptschließwerk
und einem Kundenschließwerk derart auszustatten, daß das Kundenschließwerk bei jedem
Gastwechsel mit Hilfe des Meisterschlüssels auf einen anderen Kundenschlüssel umgestellt
werden kann. In das Türblatt ist ein konventionelles Schloß eingebaut, das einen Vierkantdorn
aufweist, von dem eine Falle betätigt wird. Auf der Innenseite der Tür ist auf den
Dorn eine Handhabe aufgesetzt. An der Außenseite des Türblattes wird ein Gehäuse montiert,
das die Kontrollmechanismen aufnimmt. Der Vierkantdorn des Türschlosses ragt dabei
in eine Art Nuß ein, die mechanisch über eine Verzahnung mit einem oberen Kundenschließwerk
und einem unteren Hauptschließwerk gekuppelt ist. Beide Schließwerke sind als spezielle
Zylinderschlösser ausgebildet.
Über einen Druckring, Kugeln und andere mechanische Verbindungsglieder können vom
Hauptschließwerk aus die Zylinderstifte des Kundenschließwerkes für eine Umstellung
freigegeben werden. Die Umstellmechanik ist recht kompliziert und störanfällig.
[0010] Die europäische Patentanmeldung 0 111 363 zeigt ein umstellbares Wertbehälterschloß,
bei dem der Riegel aufgeteilt ist und beide Teile durch getrennte Zuhaltungen gesteuert
werden. Die Zuhaltungen stehen aber nicht unmittelbar in Kontakt mit den kodierten
Schlüsselbärten, sondern es sind abtastende Übertragungselemente vorgesehen, die über
Verzahnungen in die Zuhaltungen eingreifen.
Darstellung der Erfindung
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfaches und langlebiges Schloßsystem
zu schaffen, das bei hoher Kopiersicherheit ohne Aufwand umstellbar ist und vor allem
zur nachträglichen Ausrüstung von Hotelanlagen geeignet ist.
[0012] Ausgehend von der US-A- 3 130 572 wird die gestellte Aufgabe der Erfindung mit den
kennzeichnenden Merkmalen der Patenspruches 1 gelöst.
[0013] Der Grundgedanke dabei ist, daß der Manager bei jedem Gastoder Kundenwechsel oder
auch beim Verlust eines Schlüssels das Kunden-Schloß auf einen Schlüssel anderer Kodierung
umstellen kann, so daß Mißbräuche nahezu ausgeschlossen sind.
[0014] In der bevorzugten Ausführungsform wird das Schloß als Kastenschloß mit geringen
Umbaumaßnahmen auf das vorhandene Zimmertürschloß aufgesetzt, nachdem Klinken, Schloßschilde
und Schloßzylinder entfernt sind. Die Befestigung erfolgt mit Hilfe von Schrauben,
die von innen durchgesteckt werden.
[0015] Bei Schlössern mit 7-facher Zuhaltung erhält man 78.125 Kombinationen; man könnte
theoretisch das Schloß jeden Tag auf einen anderen von 78.000 Schlüsseln umstellen.
[0016] Das gleiche Schloßsystem kann aber auch bei Neubauten als Einsteckschloß ausgeführt
werden.
[0017] Weiterhin ist es möglich, ein solches Schloß für Wertbehälter, z.B. Zimmersafes,
einzusetzen.
Beschreibung der Zeichnungen
[0018] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand von Fig. 1 - 11 der Zeichnung erläutert.
Fig. 1 zeigt den Ausschnitt einer Zimmertür mit aufgesetztem Schloß,
Fig. 2 die Innenansicht,
Fig. 3 das eigentliche Schloß in der Perspektive,
Fig. 4 - 11 die auseinandergezogenen Einzelteile des Schlosses.
[0019] In Fig. 1 ist mit 1 das Türblatt bezeichnet, in das ein übliches Normschloß 2 eingesetzt
ist. Die Falle trägt die Ziffer 3, der nicht mehr benötigte Riegel die Ziffer 4. Von
der Flurseite her ist das neuartige Schloß mit dem Schutzgehäuse 5 aufgesetzt. Man
erkennt die langgestreckten Schlüssellöcher 6 und 7 für Doppelbartschlüssel. Das Gehäuse
5 wird mit verdeckten Schrauben von der Türinnenseite aus befestigt.
[0020] Die Türinnenansicht nach Fig. 2 zeigt über dem Schloßschild 8 eine Handhabe 9, die
über die übliche Schloßnuß die Falle 3 betätigt. Eine weitere Handhabe 10 dient der
Sperrung der Fallenbewegung. Es soll damit verhindert werden, daß der Zimmerservice
von außen aufschließt, wenn der Gast nicht gestört werden möchte. Ein Markierungspfeil
10a zeigt an, ob das Schloß gesperrt ist oder nicht.
[0021] Die perspektivische Ansicht des eigentlichen Schlosses nach Fig. 3 offenbart die
U-Form des Gehäuses 11. Ein flacher Deckel 12 zeigt verschiedene Langlöcher und die
Schlüssellöcher 6a, 7a. Er ist mit Hilfe der Schrauben 25, 26 befestigt.
[0022] Fig. 4 zeigt die Einzelheiten des U-förmigen Schloßgehäuses 11. Es kann entweder
aus abgekantetem Blech bestehen oder als Druckgußteil hergestellt sein. An die Bodenplatte
11a schließen sich langgestreckte Seitenwände 11b, 11c an. In der Symmetrieachse sind
zwei Führungssäulen 11d, 11e mit Gewindelöchern angeordnet. Eine größere Kreisöffnung
11f dient der Lagerung einer in Fig. 5 dargestellten Schloßnuß. Eine kleinere Öffnung
11g führt eine in Fig. 5 erkennbare Sperrscheibe. Vier Gewindelöcher 11h, 11i, 11j,
11k dienen der Befestigung eines Zwischendeckels nach Fig. 6. An den Seitenwänden
11b, 11c sind Aussparungen 111, 11m, 11n, 11o zur Führung des Deckels nach Fig. 11
vorgesehen.
[0023] In Fig. 5 ist ein Hauptschieber 13 dargestellt, dessen Querschnitt sich in dem Bereich
einer Schloßnuß 14 stark verringert. Eine Aussparung 13a umfaßt die Nase 14a der mit
Vierkantloch versehenen Schloßnuß. Bei einer Aufwärtsbewegung des Schiebers dreht
sich die Schloßnuß 14 im Uhrzeigersinn. Sie ist über einen nicht dargestellten Vierkantdorn
mit der Schloßnuß des Einbauschlosses 2 verbunden, so daß die Bewegung des Hauptschiebers
13 zum Rückzug der Falle 3 führt.
Die Sperrscheibe 15 nimmt eine Position ein, in der ihre Ecke 15a über eine Sperrnase
13d den Schieber 13 blockiert. Eine Linksdrehung um etwa 30° hebt die Sperre auf.
Ein Führungsstift 15b gleitet in einem Schlitz 16a eines Zwischendeckels 16, so daß
die Drehbewegung der Sperrscheibe begrenzt ist.
Der Schieber 13 trägt zwei Mitnehmerstifte 13b, 13c, die in die Tourstiftschieber
nach Fig. 9 eingreifen.
[0024] Der Zwischendeckel nach Fig. 6 weist außer verschiedenen Durchbrüchen zwei Schlüsseldorne
16b und 16c auf. Ein weiterer Dorn 16d dient als Lagerzapfen für einen Steuerhebel
(Fig. 7). Ein Dorn 16e greift in den Umstellschieber (Fig. 8) und den einen Tourstiftschieber
(Fig. 9) ein.
[0025] Fig. 7 zeigt einen Zwischenschieber 17, der eine Steuerkurve 17a für den Management-Schlüssel
aufweist. Wichtig ist ferner eine Aussparung 17b, die bei Verstellung des Schiebers
den Stift 15b mitnimmt und den Hauptschieber 13 freigibt. In Notfällen kann also der
Manager die Tür auch dann öffnen, wenn sie von innen verriegelt ist.
Weiterhin ist ein Stift 17c vorgesehen, dessen Bedeutung später erläutert wird.
Der Zwischenschieber 17 betätigt außerdem einen Steuerhebel 18, dessen Steuerstift
18a den unteren Tourstiftschieber (Fig. 9) sperrt, wenn der Management-Schlüssel um
180° gedreht wird.
[0026] Fig. 8 offenbart einen Umstellschieber 19 mit einer Steuerkurve 19a für den Management-Schlüssel
und Umstellstiften 19b und 19c. Die beiden Schieberpositionen (Arretierung der Zuhaltungen
und Freigabe zur Umstellung) werden durch einen Rasthebel 20 gesichert.
[0027] In Fig. 9 ist der Tourstiftschieber 21 für das Management-Schloß über dem Tourstiftschieber
22 des Kunden-Schlosses angeordnet. Die Steuerkurven sind mit 21a, 22a bezeichnet,
die Tourstifte mit 21b, 22b.
[0028] In Fig. 10 sind Zuhaltungen 23, 24 dargestellt, die als Pakete auf den Schiebern
21, 22 aufliegen. Die Schlitze 23a, 24a umfassen die Säulen 11d, 11g in Fig. 4. Die
Zahnbereiche 23b, 24b werden nach Neukodierung von den Stiften 19b und 19c festgehalten.
Die Zuhaltungen 24 weisen eine ganz besondere Form auf: Sie zeigen unten rechts eine
Verbreiterung mit einem Einlauftrichter 24c. Wenn der Management-Schlüssel umgedreht
wird, geht der Schieber 17 nach oben und der Stift 17c richtet die Zuhaltungen 24
einheitlich aus. Bei der Umstellung des Schlosses auf einen neuen Kunden-Schlüssel
ist es also nicht erforderlich, daß der bisherige Kunden-Schlüssel eingesteckt und
betätigt wird.
[0029] Alle Teile des Schlosses werden durch den Deckel 12 zusammengehalten, der mit den
Säulen 11d, 11e verschraubt wird. Die Vorsprünge 12a, 12b, 12c, 12d bewirken eine
zusätzliche Justierung am Gehäuse 11.
[0030] Die Handhabung des neuartigen Schlosses ist folgende: Der Kunde oder Gast steckt
seinen Schlüssel in das untere Schlüsselloch, dreht den Schlüssel bis zur Freigabe
der Tür, dreht den Schlüssel zurück und zieht ihn wieder ab. Zur Öffnung von innen
dient die obere Handhabe. Beim Eintreffen eines neuen Gastes erhält dieser einen beliebigen
neuen Schlüssel, der vom Manager dazu benutzt wird, das Schloß auf diesen ausgewählten
Schlüssel umzustellen. Dazu steckt er den Management-Schlüssel in das zugehörige Schließwerk,
dreht ihn um 180°, um den Umstellschieber 19 zu verstellen, steckt den Kundenschlüssel
ein, dreht ihn um 90°. Wenn jetzt der Management-Schlüssel zurückgedreht und abgezogen
wird, sind alle Zuhaltungen des Kunden-Schließwerkes auf den eingeführten Schlüssel
umgestellt.
[0031] Als herausragender Vorteil ist dabei anzusehen, daß man zur Neukodierung des Schlosses
den bisher passenden Schlüssel nicht benötigt. Dies stellt nicht nur eine organisatorische
Vereinfachung dar, sondern erspart auch viel Zeit und Kosten in all den Fällen, in
denen der Kunde oder Gast den Schlüssel verloren oder mitgenommen hat.
[0032] Sehr wichtig ist dabei, daß jedem Schlüsselbesitzer auch in seiner Abwesenheit die
Schlüsselgewalt entzogen werden kann. Der Kunde oder Gast sollte sogar darauf hingewiesen
werden, daß nach Ablauf der Mietdauer eine mißbräuchliche Benutzung des Schlüssels
verhindert werden kann.
[0033] Die Umstellung der Schlösser beim Gästewechsel kann auch etagenweise erfolgen, indem
man von Tür zu Tür die Schlösser umstellt und sofort die Schlüsselanhänger mit den
Zimmernummern an den ausgewählten Schlüsseln befestigt.
Gewerbliche Verwertbarkeit
[0034] Das bisher beschriebene Umstellschloß ist sehr gut für einen nachträglichen Einbau
geeignet, weil man lediglich die Türgriffe, Schloßschilder und den Schloßzylinder
entfernen muß, ohne das genormte Einsteckschloß ausbauen zu müssen. Anschließend bohrt
man mit einer Bohrlehre zwei oder vier neue Befestigungslöcher, setzt das Schloß mit
dem Vierkantzapfen auf, verschraubt es mit dem inneren Schloßschild und befestigt
die Handhaben.
Da das Schutzgehäuse und das neue Schloßschild größer gewählt werden können als die
alten Beschläge, ist noch nicht einmal die Lackierung des Türblattes auszubessern.
[0035] Bei der nachträglichen Umstellung von Anlagen im Hotelbereich oder in Büros steht
die Längsachse des Schloßgehäuses senkrecht.
[0036] Bei der Neuanfertigung von Türen kann es auch mit waagrechter Hauptachse direkt in
Türblätter mit einer Mindestdicke von 50 mm eingesetzt werden, da das eigentliche
Schloß bei 7-facher Zuhaltung nur etwa 30 mm dick ist. In diesem Falle wird der Hauptschieber
13 um einen Riegel oder eine auf dem Schieber gelagerte Falle verlängert.
[0037] Mit waagrechter Hauptachse und Zusatzriegel kann das Kastenschloß auch an der Rückseite
von Wertbehältertüren, insbesondere Zimmersafes, befestigt werden. Vorzugsweise benutzt
man ein und denselben Schlüssel für die Zimmertür und den Safe. Für den Gast hat dies
den Vorteil, daß er nur einen Schlüssel mitführen muß und daß er nicht ständig zwei
ähnliche Schlüssel verwechselt. Aus Sicherheitsgründen wird jedoch für den Zimmersafe
ein besonderer Management-Schlüssel benutzt, damit das Etagenpersonal keinen Zugang
zu den Zimmersafes hat.
[0038] Um zu vermeiden, daß der Gast seinen Kundenschlüssel aus Versehen in das dem Management
oder Service vorbehaltene Schlüsselloch 6 steckt, kann der Dorn 16b einen größeren
Durchmesser aufweisen als der Dorn 16c. Entsprechendes gilt für die Schlüsselbohrungen.
Zur Vermeidung von Verwechslungen könnte man aber auch vor dem Schlüsselloch 6 eine
Klappe anordnen.
1. Umstellbares Schloß (5) für Zimmertüren (1) und Wertbehälter mit zwei dem Management
und dem Kunden zugeordneten Schließwerken (21, 23; 22, 24), bei dem jedes der Schließwerke
(21, 23 und 22, 24) unabhängig vom anderen einen gemeinsamen Riegel oder Fallenriegel
(3) betätigt,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein mit der Schloßnuß (14) gekoppelter Hauptschieber (13) zwei Mitnehmerstifte(13b,
13c) aufweist, die in die Tourstiftschieber (21, 22) des Management-Schließwerkes
und des Kunden-Schließwerkes eingreifen,
daß sämtliche Zuhaltungen (24) des Kunden-Schließwerkes mit zusätzlichen trichterförmigen
Steueraussparungen (24c) versehen sind und
daß ein Zwischenschieber (17) mit Steuerkurve (17a) für den Management-Schlüssel vorgesehen
ist, dessen Steuerstift (17c) die Zuhaltungen (24) des Kunden-Schließwerkes ordnet
und während der Umstellung auf einen anderen Kunden-Schlüssel festhält.
2. Umstellbares Schloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Management-Schlüssel
sogenannte Serviceschlüssel zugeordnet sind, die über das Management-Schließwerk das
Schloß öffnen, ohne den Zwischenschieber zu betätigen.
3. Umstellbares Schloß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptschieber
(13) eine Sperrnase (13d) aufweist, in die eine Sperrscheibe (15) eingreift, die vom
Innenraum aus über eine Handhabe (10) betätigbar ist.
4. Umstellbares Schloß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Türinnenseite
eine mit der Schloßnuß des eingebauten Normschlosses (2) verbundene Handhabe (9) vorgesehen
ist und daß der Schloßriegel als Falle (3) aus-gebildet ist.
5. Umstellbares Schloß nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Schließwerke (21, 23 und 22, 24) untereinander in einem Schutzgehäuse (5) untergebracht
sind, daß der Abstand der Schlüssellochachsen dem Abstand der Zimmertürstandardschlösser
(72 mm) entspricht, daß die Schlüssellochachse des Management-Schließwerkes (21, 23)
mit der Schloßnußachse des Standardschlosses (2) zusammenfällt und daß die Schlüssellochachse
des Kunden-Schließwerkes (22, 24) mit der Betätigungsachse der Innenverriegelung (Handhabe
10) und der Schlüssellochachse des Standardschlosses (2) zusammenfällt.
6. Umstellbares Schloß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptschieber
(13) in Schließrichtung in einen Riegel übergeht und daß das Schloßgehäuse an der
Rückseite der Tür eines Zimmersafes befestigt ist, wobei eine beliebige Anzahl von
unterschiedlichen Kunden-Schlüsseln vorgesehen ist, die vom Management beim Kundenwechsel
zugeteilt werden.
7. Umstellbares SChloß nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein und derselbe
Kundenschlüssel zur Betätigung von Zimmertür und Zimmersafe dient, während die Management-Schließwerke
unterschiedlich kodiert sind.
8. Umstellbares Schloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlüsseldorn
(16b) des Management-Schließwerkes (21, 23) einen anderen Durchmesser aufweist als
der Schlüsseldorn (16c) des Kunden-Schließwerkes (22, 24).
1. A convertible lock (5) for room doors (1) and containers of valuables, having two
locking mechanisms (21, 23; 22, 24) allocated to the management and to the customer,
wherein each of the locking mechanisms (21, 23 and 22, 24), independently of the other,
actuates a common bolt or falling latch (3),
characterised in that,
a main slide (13) which is coupled to the lock hub (14) comprises two entrainment
pins (13b, 13c)which engage in the turn pin slides (21, 22) of the management's locking
mechanism and of the customer's locking mechanism,
that all the tumblers (24) of the customer's locking mechanism are provided with additional
funnel-shaped control recesses (24c), and
that an intermediate slide (17) with a cam (17a) is provided for the management's
key, and its control pin (17c) arranges the tumblers (24) of the customer's locking
mechanism and holds them during the adaptation to another customer's key.
2. A convertible lock according to Claim 1, characterised in that so-called service keys
are associated with the management's key and open the lock via the management's locking
mechanism without actuating the intermediate slide.
3. A convertible lock according to Claims 1 and 2, characterised in that the main slide
(13) comprises a detent projection (13d) in which there engages a detent wheel (15)
which can be actuated from the inside room via a handle (10).
4. A convertible lock according to Claims 1 and 2, characterised in that a handle (9)
connected to the lock hub of the installed standard lock (2) is provided at the inside
of the door and that the lock bolt is constructed in the form of a latch (3).
5. A convertible lock according to Claims 1 and 4, characterised in that the two locking
mechanisms (21, 23 and 22, 24) are accommodated one below the other in a protective
housing (5), that the spacing of the keyhole axes corresponds to the spacing of the
standard room door locks (72 mm), that the keyhole axis of the management's locking
mechanism (21, 23) coincides with the axis of the hub of the standard lock (2), and
that the keyhole axis of the customer's locking mechanism (22, 24) coincides with
the actuating axis of the inside locking means (handle 10) and with the keyhole axis
of the standard lock (2).
6. A convertible lock according to Claims 1 and 2, characterised in that the main slide
(13) changes over into a bolt in the closing direction, and that the lock housing
is secured to the back of the door of a room safe, and any desired number of different
customer's keys is provided which are allocated by the management on a change of customer.
7. A convertible lock according to Claim 6, characterised in that one and the same customer's
key serves to actuate room door and room safe while the management's locking mechanisms
are differently coded.
8. A convertible lock according to Claim 1, characterised in that the key pin (16b) of
the management's locking mechanism (21, 23) has a different diameter from the key
pin (16c) of the customer's locking mechanism (22, 24).
1. Serrure adaptable (5) pour portes de chambres (1) et de coffres-forts qui comporte
deux dispositif de fermeture (21, 23 ; 22, 24), l'un pour la direction, l'autre pour
le client, et dans laquelle chaque dispositif de fermeture (21, 23 et 22, 24) actionne
indépendamment de l'autre un verrou ou un loqueteau (3) commun, caractérisé en ce
qu'un poussoir (13) accouplé au pignon de serrure (14) comporte deux chevilles d'entraînement
(13b, 13c) qui sont en prise avec les poussoirs (21, 22) à chevilles à tour du dispositif
de fermeture réservé à la direction et du dispositif de fermeture réservé au client,
en ce que tous les arrêts de pênes (24) du dispositif de fermeture réservé au client
comportent des évidements de commande supplémentaires (24c) en forme d'entonnoirs
et en ce que le dispositif de fermeture de la direction comporte un poussoir intermédiaire
(17) qui comprend une courbe de commande (17a) et dont la cheville de commande (17c)
met en ordre les arrêts de pênes (24) du dispositif de fermeture du client et les
maintient pendant la réadaptation à une autre clé du client.
2. Serrure adaptable selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'à la clé de la direction
sont associées des clés de service qui ouvrent la serrure par l'intermédiaire du dispositif
de fermeture de la direction sans aucune manoeuvre du poussoir intermédiaire.
3. Serrure adaptable selon la revendication 1 et 2, caractérisée en ce que le poussoir
principal (13) comporte un bec d'arrêt (13d) entre lequel s'engage un disque d'arrêt
(15) qui peut être manoeuvré de l'intérieur au moyen d'une poignée (10).
4. Serrure adaptable selon la revendication 1 et 2, caractérisée en ce qu'elle comporte,
du côté de l'intérieur de la porte, une poignée (9) reliée au pignon de la serrure
normale encastrée (2) et en ce que le verrou de la serrure a la forme d'un pêne dormant
(3).
5. Serrure adaptable selon la revendication 1 et 4, caractérisée en ce que les deux dispositifs
de fermeture (21, 23 et 22, 24) sont disposés l'un au-dessous de l'autre dans une
enveloppe de protection (5), en ce que la distance entre les axes des trous de serrure
correspond à la distance entre les trous de serrure des portes de chambres standard
(72 mm), en ce que l'axe du trou de serrure du dispositif de fermeture (21, 23) réservé
à la direction coïncide avec l'axe du pignon de la serrure standard (2) et en ce que
l'axe du trou de serrure du dispositif de fermeture (22, 24) réservé au client coïncide
avec l'axe de manoeuvre du dispositif de verrouillage intérieur (poignée 10) et avec
l'axe du trou de serrure de la serrure standard (2).
6. Serrure adaptable selon la revendication 1 et 2, caractérisée en ce que le poussoir
principal (13) se prolonge, dans la direction de fermeture, par un verrou et, en ce
que l'enveloppe de la serrure est fixée du côté arrière de la porte d'un coffre de
chambre et qu'il y a un nombre quelconque de clés différentes réservées aux clients
qui sont distribuées par la direction au moment du changement de clients.
7. Serrure adaptable selon la revendication 6, caractérisée en ce qu'une seule et même
clé réservée au client sert à la fois pour la porte de la chambre et le coffre de
la chambre tandis que les dispositifs de fermeture de la direction sont codés différemment.
8. Serrure adaptable selon la revendication 1, caractérisée en ce que le mandrin de clé
(16b) du dispositif de fermeture (21, 23) de la direction a un autre diamètre que
le mandrin de clé (16c) du dispositif de fermeture (22, 24) du client.