| (19) |
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(11) |
EP 0 268 883 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.03.1991 Patentblatt 1991/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.11.1987 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B65F 3/04 |
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| (54) |
Hubkipp- oder Kippvorrichtung zum Entleeren von Behältern, insbesondere Müllbehältern,
in einen Sammelbehälter
Apparatus for raising and tipping or for tipping a receptacle, especially a refuse
receptacle, to discharge its contents into a collecting container
Dispositif pour soulever et basculer, ou pour basculer un récipient, en particulier
un récipient à ordures, dans le but de le vider dans un réceptacle collecteur
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
21.11.1986 DE 3639861
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.06.1988 Patentblatt 1988/22 |
| (73) |
Patentinhaber: Zöller-Kipper GmbH |
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55130 Mainz (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Naab, Jakob, Dipl.-Ing.
D-6500 Mainz 43 (DE)
- Gajewski, Arno
D-6538 Münster-Sarmsheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Seids, Heinrich |
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Hubkipp- oder Kippvorrichtung zum Entleeren von Behältern
in die Öffnung eines Sammelbehälters, insbesondere zum Entleeren von Müllbehältern
in den Sammelbehälter eines Müllfahrzeuges, die eine mit einer im Randbereich der
zu entleerenden Behälter vorgesehenen Aufnahme zusammenwirkende, im wesentlichen dreieckförmige
Greif- und Tragplatte aufweist, die mit ihrer Spitze nach oben weisend an dem freien
Ende eines ausfahrbaren und/oder ausschwenkbaren Greifarm angeordnet ist und deren
oberen Dreieckseiten nach der dem aufzunehmenden Behälter abgewandten Seite hin abfallende,
abgeschrägte Greifflächen bilden.
[0002] Bei einer aus DE-AS 34 20 058 bekannten Vorrichtung dieser Art ist die im wesentlichen
dreieckförmige Greif- und Tragplatte um ihre vertikale Mittelachse begrenzt schwenkbar
auf einem Greifarm angeordnet, wobei durch ein begrenztes Absenken der Greif- und
Tragplatte unter der Last des aufgenommenen Behälters die Greif- und Tragplatte mittels
einer Nockenführung um ihre vertikale Mittelachse in eine Normalstellung geschwenkt
und in dieser festgehalten wird. Diese beschränkte Schwenkbarkeit der Greif- und Tragplatte
hat sich aber für viele praktische Zwecke als zu gering erwiesen, um in mehr oder
weniger schräger Stellung für das Entleeren bereitgestellte Behälter aufnehmen zu
können.
[0003] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Hubkipp- oder Kippvorrichtung der eingangs
angesprochenen Art dahingehend zu verbessern, daß mittels einer zusätzlichen Verstellungsbeweglichkeit
der Greif- und Tragplatte deren Zugriff zu in mehr oder weniger schräger Lage zum
Entleeren bereitgestellten Behältern erleichtert und das Greifen und Überführen des
jeweiligen Behälters in eine Normal-Ausgangsstellung zum Entleeren sicherer gemacht
wird.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist daher vorgesehen, daß die Greif-und Tragplatte über
mindestens ein Gelenk mit dem Greifarm begrenzt beweglich verbunden ist und für jedes
der in der Verbindung zwischen dem Greifarm und der Greif- und Tragplatte enthaltenen
Gelenke eine Einstelleinrichtung für die Greif- und Tragplatte in eine für den Entleervorgang
festgelegte Normal-Ausgangsstellung bezüglich des Greifarmes vorgesehen ist.
[0005] Im Rahmen der Erfindung können solche Gelenke benachbart zur Greif- und Tragplatte
oder direkt an der Greif- und Tragplatte vorgesehen sein, damit die Greif- und Tragplatte
sich beim Heranbringen an einen aufzunehmenden Behälter möglichst weitgehend an diese
Stellung anpaßt, um den Behälter nach dem Aufnehmen in die für den Entleervorgang
festgelegte Normal-Ausgangsstellung zu bewegen.
[0006] Nach einer grundsätzlichen Möglichkeit hierfür kann vorgesehen sein, daß der Greifarm
eine um eine in Ausgangsstellung vertikale Achse begrenzt drehbare Konsole als Gelenkverbindung
mit der Greif- und Tragplatte aufweist. Hierdurch wird der Greif- und Tragplatte eine
begrenzte Schwenkbewegung um eine im wesentlichen vertikale Achse ermöglicht. Schon
allein diese Möglichkeit einer begrenzte Schwenkbewegung um eine vertikale Achse bietet
sichere Aufnahme von schräg aufgestellten Behältern und die sichere Überführung der
Greif- und Tragplatte mit dem aufgenommenen Behälter in die Normal-Ausgangsstellung
für den Entleervorgang.
[0007] In vorteilhafter Weiterbildung dieser grundsätzlichen Möglichkeit kann an der Konsole
ein horizontal angeordneter Querträger angebracht sein, auf dem mindestens eine Greif-
und Tragplatte in seitlichem Abstand von der Drehachse der Konsole vorgesehen ist.
Hierdurch wird der Greif- und Tragplatte auch noch zusätzlich die Möglichkeit einer
begrenzten Translationsbewegung gegeben, wodurch die sichere Aufnahme von schräg aufgestellten
Behältern noch erleichtert wird. Diese Maßnahme kann noch bevorzugt dahingehend wesentlich
weiter gebildet und verbessert werden, daß der Querträger bezüglich der Drehachse
der Konsole in Art eines zweiarmigen Hebels ausgebildet ist und auf jedem seiner Hebelarme
eine Greif- und Trägerplatte trägt. Der in Art eines zweiarmigen Hebels ausgebildete
Querträger bildet zusammen mit den beiden Greif- und Tragplatten eine Art von Hebelsystem,
das sich ebenso gut für das Entleeren größerer Behälter, die mit zwei Aufnahmetaschen
ausgestattet sind, wie für das gleichzeitige Aufnehmen und Entleeren zweier nebeneinander
zum Entleeren bereitgestellter kleinerer Behälter eignet. Beim Heranführen des Querträgers
an einen größeren Behälter stellt sich der Querträger mit den beiden Greif- und Tragplatten
auf jegliche Schrägstellung des größeren Behälters ein. Bei Heranführen an zwei zu
entleerende Behälter stellt sich das vom Querträger mit den Greif- und Tragplatten
gebildete Hebelsystem auf die jeweils gegebene gegenseitige Stellung der beiden Behälter
ein, indem die zuerst auf den jeweiligen Behälter auftreffende Greif- und Tragplatte
beim weiteren Vorschieben der Einrichtung ein Verschwenken des Querträgers an der
Konsole hervorruft, bis auch die zweite Greif- und Tragplatte an dem zweiten Behälter
in Berührung gekommen ist. Das fertige Einführen und Aufnehmen der Behälter wird dann
durch die Form der Greif- und Tragplatten erreicht, und zwar sowohl bei einem größeren
Behälter mit zwei Aufnahmetaschen als auch bei zwei kleineren Behältern mit jeweils
einer Aufnahmetasche.
[0008] Das Zurückführen der Konsole und ggf. des Querträgers in die für den Entleervorgang
festgelegte Normal-Ausgangsstellung läßt sich wesentlich verbessern und erleichten,
indem die begrenzt drehbare Konsole eine Rückstelleinrichtung enthält, mit der die
Konsole in ihrer mittleren Drehstellung auch gegen Drehung blockierbar ist.
[0009] Für die Bildung einer solchen Rückstelleinrichtung kann beispielsweise vorgesehen
sein, daß zusätzlich zur begrenzt drehbaren Konsole mindestens eine zwischen der Greif-
und Tragplatte und dem Greifarm wirksame, beispielsweise als Federstab oder als Zugfeder
ausgebildete Rückstellfeder zur Rückstellung der Greif- und Tragplatte in ihre die
für den Entleervorgang festgelegte Normal-Ausgangsstellung bestimmende mittlere Position
vorgesehen ist. Man kann jedoch auch vorsehen, daß die begrenzt drehbare Konsole mindestens
eine Drehfeder zur Rückstellung in ihre die für den Entleervorgang festgelegte Normal-Ausgangsstellung
der Greif- und Tragplatte bestimmende mittlere Drehstellung selbst enthält.
[0010] Das Blockieren der Greif- und Tragplatte in ihrer für den Entleervorgang festgelegten
Normal-Ausgangsstellung kann dadurch erfolgen, daß die Rückstelleinrichtung eine gegen
die Kraft einer Trägerfeder durch die Last eines aufgenommenen Behälters betätigbare
Einrückvorrichtung aufweist. Es kann aber auch vorgesehen werden, daß das Blockieren
zusammen mit dem Überführen des Greifarmes in seine Normal-Ausgangsstellung für den
Entleervorgang, insbesondere beim Beiklappen des Greifarmes in diese Normal-Ausgangsstellung
erfolgt. Hierzu kann der Greifarm in eine für den Entleervorgang festgelegte Normal-Ausgangsstellung
beiklappbar an einem Schwenkarm angebracht sein, zwischen dem Greifarm und dem Schwenkarm
ein auf die Beiklappstellung des Greifarmes bezüglich des Schwenkarmes ansprechendes
Steuerelement, beispielsweise ein Hydraulikkolben-Zylinder, eingesetzt sein, und die
Rückstelleinrichtung der Konsole eine Einrückvorrichtung aufweisen, die mittels des
Steuerelements in solchem Sinne betätigbar ist, daß bei in Normal-Ausgangsstellung
beigeklapptem Greifarm die Rückstelleinrichtung die Konsole in ihrer mittleren Drehstellung
blockiert. Dabei kann eine Abstimmung der Rückstelleinrichtung und der Einrückvorrichtung
derart vorgenommen werden, daß die Beweglichkeit in der Konsole mit dem Beiklappen
des Greifarmes zunehmend verringert wird, und zwar zwischen größter Beweglichkeit
bei auswärts abgeklapptem Greifarm und völliger Festsetzung bei beigeklapptem Greifarm.
Eine weitere Möglichkeit für die Rückstelleinrichtung und Blockiereinrichtung ohne
Notwendigkeit einer Einrückvorrichtung besteht im Rahmen der Erfindung darin, daß
die Rückstelleinrichtung einen über einen Schwenkhebel an der Konsole eingreifenden,
und am Vorrichtungsrahmen um eine Vertikalachse schwenkbar angebrachten, hydraulischen
Stell-und Blockierungszylinder aufweist, der an das hydraulische Steuerungs-und Betriebssystem
der Druckmittelmotore für Heben und Kippen der Vorrichtung angeschlossen ist. Dabei
kann der hydraulische Stell- und Blockierzylinder einen ständig zweiseitig von hydraulischem
Druckmittel des Steuerungs- und Betriebssystems der Druckmittelmotore beaufschlagten
Differenz-Steuerkolben enthalten, desser der größeren Kolbenfläche zugeordnete Endstellung
die Normal-Ausgangsstellung der Greif- und Tragplatte bezüglich des Greifarmes festlegt.
[0011] Die Erfindung bietet auch eine zweite grundsätzliche Möglichkeit für die mittels
Gelenk bewegliche Anbringung der Greif- und Tragplatte am Greifarm dahingehend, daß
am Greifarm ein sich im wesentlichen horizontal erstreckender Querträger für die Greif-
und Tragplatte vorgesehen ist und die Greif- und Tragplatte einerseits über mindestens
einen Gelenkhebel und Rückstellfeder mit dem Querträger beweglich verbunden und andererseits
mittels mindestens einer Nockenführung für gleichzeitige vertikale Verschiebebewegung
und Bei- und Abschwenkbewegung bezüglich des Querträgers geführt ist.
[0012] Nach dieser zweiten Möglichkeit wird durch das funktionelle Zusammenwirken von Gelenkhebel
mit Rückstellfeder und Nockenführung der Greif- und Tragplatte eine zusätzliche Verstellbewegung
gegeben, mit der sie sich einem zu entleerenden Behälter mit der Spitze ihrer Dreiecksform
entgegenneigen kann. Die Dreiecksspitze der Greif- und Tragplatte ist in ihrer dem
zu entleerenden Behälter entgegengeneigten Lage geeignet, praktisch an jeglicher Stelle
der am Behälter vorgesehenen Aufnahme in Eingriff zu kommen. Selbst wenn die Dreiecksspitze
der Greif- und Tragplatte nur am einen oder anderen äußeren Ende der am zu entleerenden
Behälter vorgesehenen Aufnahme knapp an deren Öffnung angesetzt wird, genügt bereits
ein leichtes Anheben der Hubkippvorrichtung, um den Behälter sicher mit seiner Aufnahme
in eine definierte Lage über und auf die Greif- und Tragplatte gleiten zu lassen.
Mit dem Übertragen von Last von dem zu entleerenden Behälter auf die Greif- und Tragplatte
wird diese aufgrund ihrer beweglichen Anbringung und ihrer Nockenführung am Querträger
in die definierte Arbeitsstellung für das Entleeren des Behälters übergeführt.
[0013] Diese zweite grundsätzliche Möglichkeit kann in Verbund oder in Kombination mit der
oben erläuterten ersten grundsätzlichen Möglichkeit angewandt werden, so daß sich
praktisch eine Universalbeweglichkeit der Greif- und Tragplatte bezüglich des Greifarmes
ergibt, wobei trotzdem die sichere Überführung des zu entleerenden Behälters in die
Normal-Ausgangsstellung für den Entleervorgang gewährleistet ist.
[0014] In bevorzugter Ausführungsform dieser zweiten grundsätzlichen Aufgabenlösung ist
gegenseitige Abstimmung von Gelenkhebel, Rückstellfeder und Nockenführung vorgesehen,
derart, daß die Rückstellfeder die Greif- und Tragplatte in deren unbelastetem Zustand
bezüglich des Querträgers in angehobener, dem aufzunehmenden und zu entleerenden Behälter
entgegengeneigter Stellung hält und unter eine auf die Greif- und Tragplatte ausgeübten,
nach unten gerichteten Kraft ein Absenken und gleichzeitiges Beischwenken der Greif-und
Tragplatte bezüglich des Querträgers entsprechend der Überwindung ihrer Federkraft
zuläßt. Dabei ist die Nockenführung geeignet, der Greif- und Tragplatte auch ohne
vertikale Absenkbewegung ein Beischwenken bezüglich des Querträgers zu gestatten,
wenn beim Heranbringen der Greif- und Tragplatte diese in Berührung mit der Behälterwand
kommt und sich unter mehr oder weniger weitem Beischwenken flächig an die Behälterwand
anlegt. Dieses Anlegen der Greif- und Tragplatte an die Behälterwand erfolgt ohne
nennenswerten Kraftaufwand, so daß sich die Greif- und Tragplatte an dem zu entleerenden
Behälter sanft anlegt, ohne Gefahr, den Behälter beim Ergreifen und Aufnehmen wegzuschieben
oder umzustoßen.
[0015] Die Nockenführung kann bei dieser zweiten grundsätzlichen Aufgabenlösung einen auf
dem Querträger angebrachten, keilförmigen oder gabelförmigen Führungsnocken und eine
in oder an der Greif- und Tragplatte angebrachte Nockenabgreifrolle enthalten. In
jedem Fall soll jedoch die Nockenführung mit ihren Teilen so abgestimmt sein, daß
bei vollständig abgesenkter Greif- und Tragplatte ein sicherer Kraftschluß für die
Übertragung der Last des aufgenommenen Behälters auf den Querträger und eine feste
definierte Stellung bzw. Lage der Greif- und Tragplatte am Querträger gewährleistet
sind. Dies kann bei gabelförmiger Ausbildung des Führungsnockens beispielsweise dadurch
erreicht werden, daß der Führungsnocken einen keilförmigen Führungsfinder und einen
Begrenzungsfinger aufweist, wobei sich der Abstand zwischen diesen beiden Fingern
von oben nach unten verkleinert und am unteren Ende in eine Begrenzungsmulde übergeht.
Bei keilförmiger Ausbildung des Führungsnockens kann in analoger Weise eine untere
Führungsbegrenzung für die Nockengreiferrolle vorgesehen sein, um dort den für die
Lastübertragung auf den Querträger erforderlichen Kraftschluß zu bilden. In beiden
Fällen kann dem Führungsnocken bevorzugt eine Ausrichtkante als Anlage für das Ausrichten
der Greif- und Tragplatte in ihrer untersten Lage in vertikaler Stellung oder mit
vorher festgelegtem Neigungswinkel zugeordnet werden, um auf diese Weise eine definierte
Normal-Ausgangslage für den eigentlichen Entleervorgang sicherzustellen. Mit dieser
Ausrichtkante zusammen mit der unteren Bewegungsbegrenzung der Nockenabgreifrolle
kann eine Art von Verkeilungseingriff gebildet werden, der eine zusätzliche Verbesserung
des Kraftschlusses zwischen der Greif- und Tragplatte und dem Querträger darstellt.
[0016] Um die Greif- und Tragplatte in der Normal-Ausgangsstellung für den eigentlichen
Entleervorgang auch gegen seitliche Kippbewegung oder Verschiebung zu sichern, kann
die Nockenabreifrolle in zwei in gegenseitigem Abstand in oder an der Greif- und Tragplatte
fest angebrachten Leisten oder Blechen gelagert sein, wobei der Abstand zwischen den
beiden Leisten oder Blechen einen Aufnahme-und Führungsraum für den Führungsnocken
bildet. Für eine besonders vorteilhafte Bewegungsfunktion der Greif- und Tragplatte
beim Absenken und Anheben sowie Beischwenken und Abschwenken empfiehlt es sich, die
Rückstellfeder als eine Zugfeder vorzusehen, deren Wirkungslinie in jeder Stellung
der Greif- und Tragplatte bezüglich des Querträgers versetzt und in Abstand von den
Drehpunkten des Gelenkhebels verläuft.
[0017] In beiden grundsätzlichen Möglichkeiten der Erfindung empfiehlt es sich, die Greifflächen
der Greif- und Tragplatte mit konvexer Wölbung auszubilden und sich an der dem aufzunehmenden
Behälter zugewandten Seite der Greif- und Tragplatte unter Bildung einer Greifkante
spitzwinklig an eine im wesentlichen ebene Widerlagerfläche für den Behälter anschließen
zu lassen. Diese besonders vorteilhafte Ausführungsform der Greif- und Tragplatte
ermöglicht ein sicheres, glattes Einführen des dreieckförmigen Greifteiles in die
an dem zu entleerenden Behälter vorgesehene Aufnahme, insbesondere eine Aufnahmetasche
an dem Behälter. Ferner kann im Rahmen der Erfindung eine sichere Lastübertragung
vom Behälter auf die Greif- und Tragplatte dadurch verbessert werden, daß die Greif-und
Aufnahmeplatte in seitlicher Fortsetzung ihrer Greifflächen an ihren beiden Seiten
je ein im wesentlichen ohrenförmiges Seitenträgerelement mit oberer Auflagefläche
für die Wand einer am Behälter für die Greif- und Tragplatte vorgesehenen Aufnahmetasche
ausgebildet sein. Diese zusätzlichen, im wesentlichen ohrenförmigen Seitenträgerelemente
gewährleisten eine gleichmäßige Lastübertragung von dem aufgenommenen Behälter auf
die Greif-und Tragplatte, so daß diese wiederum eine gleichmäßige Lastübertragung
auf den Greifarm bzw. auf den Querträger ergeben, sei es direkt oder indirekt über
Gelenkhebel mit Rückstellfeder und Nockenanordnung.
[0018] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Aufnahmeklaue einer erfindungsgemäßen Hubkipp- oder Kippvorrichtung in perspektivischer
Darstellung, teilweise aufgebrochen;
- Fig. 2
- einen Schnitt durch eine Aufnahmeklaue nach Figur 1 entsprechend der Linie 2-2 der
Figur 1;
- Fig. 3
- eine mit einem Paar von Aufnahmeklauen ausgestattete Aufnahmevorrichtung einer erfindungsgemäßen
Hubkippvorrichtung oder Kippvorrichtung in rückwärtiger Ansicht;
- Fig. 4
- die mittlere Konsole einer Aufnahmevorrichtung nach Figur 3 im Schnitt nach 4-4 der
Figur 3;
- Fig. 5
- den Bereich der Fig. 4 mit Darstellung in einer um 90° verschwenkten Schnittebene;
- Fig. 6
- eine etwas abgewandelte Aufnahmevorrichtung in entsprechender Darstellungsweise wie
Fig. 3 jedoch mit im mittleren Bereich teilweise abgebrochener Darstellung der Greif-
und Tragplatten;
- Fig. 7
- eine weitere etwas abgewandelte Ausführungsform der Aufnahmevorrichtung in entsprechender
Darstellungsweise wie Fig. 3;
- Fig. 8
- eine weitere Ausführungsform der mittleren Konsole einer Aufnahmevorrichtung in entsprechender
Darstellungsweise wie Fig. 4;
- Fig. 9
- den Bereich 9 der Fig. 8 mit Darstellung in einer um 90° verschwenkten Schnittebene;
- Fig. 10
- eine abgewandelte Ausführungsform der Aufnahmevorrichtung in entsprechender Darstellungsweise
wie Figur 6;
- Fig. 11
- einen Axialschnitt durch die Konsole gem. der Linie 11-11 der Fig. 10;
- Fig. 12
- eine schematische Draufsicht auf die Aufnahmevorrichtung gem. Fig. 10 mit schematischer
Schnittdarstellung des hydraulischen Stellund Blockiersystems;
- Fig. 13
- eine vergrößerte schematische Darstellung der Kolbenstellung im Stell-und Blockierzylinder
bei Verstellung der Aufnahmevorrichtung im Sinne der Pfeile 73 in Fig. 12 und
- Fig. 14
- eine vergrößerte schematische Darstellung der Kolbenstellung im Stell-und Blockierzylinder
bei Verstellung der Aufnahmevorrichtung im Sinne der Pfeile 74 in Fig. 12.
[0019] Im dargestellten Beispiel ist die Aufnahmeklaue 11 der Aufnahmevorrichtung 10 mit
einer Greif- und Tragplatte 12 versehen, die im wesentlichen dreieckförmig mit nach
oben gerichteteter, abgerundeter Dreieckspitze 13 ausgebildet ist, die Greif- und
Tragplatte 12 ist im dargestellten Beispiel hohl ausgebildet und weist eine dem aufzunehenden
Behälter gegenüberzustellende im wesentlichen ebene Widerlagerwand 14, eine vom Behälter
abgewandte Rückwand 15 und eine die Widerlagerwand 14 und die Rückwand 15 an ihren
Oberkanten verbindende und die Greif- und Tragplatte 12 abdeckende Greifwand 16 auf.
Diese Greifwand 16 ist an ihrer Außenseite mit einer konvex gewölbten Greiffläche
17 ausgebildet, die unter Bildung einer Greifkante 18 spitzwinklig an die ebene Fläche
der Widerlagerwand 14 angeschlossen ist. An beiden Seiten der Dreiecksbasis der Greif-und
Tragplatte 12 sind ohrenförmige Seitenträgerelemente 19 angeschlossen, die eine obere
Auflagefläche 20 für die Wand einer an aufzunehmenden Behälter für die Greif- und
Tragplatte 12 vorgesehenen Aufnahmetasche aufweisen.
[0020] Im dargestellten Beispiel ist die Aufnahmeklaue 11 mit Einrichtungen zum Absenken
und gleichzeitigen Heranschwenken der Greif-und Tragplatte 12 bezüglich eines die
Aufnahmeklaue 11 tragenden Querträgers 21 ausgestattet. Hierzu sind an der Unterseite
des Querträgers 21 zwei in einem gegenseitigen Abstand angeordnete Lagerplatten 22
fest angebracht, während im Inneren der Greif-und Tragplatte 12 Versteifungsleisten
23a (Figur 1) oder Versteifungswände 23b (Figur 2) paarweise in gegenseitigem Abstand
fest angebracht sind, wobei jeweils ein Paar solcher Versteifungsleisten 23a bzw.
Versteifungswände 23b mit dem gegenseitigen Abstand einen Aufnahme- und Führungsraum
24 für einen oberhalb der Lagerplatte 22 fest auf dem Querträger 21 angebrachten Führungsnocken
25 bilden. Am unteren Ende sind diese Versteifungsleisten 23a bzw. Versteifungswände
23b mit je einem Lagerungsansatz 26 ausgebildet, während im mittleren Bereich in je
einem Paar von Versteifungsleisten 23a bzw. Versteifungswänden 23b eine mit den jeweiligen
Führungsnocken 25 zusammenwirkende Abgreiferrolle 27 drehbar gelagert ist. Zwischen
der an der Unter-seite des Querträgers 21 fest angebrachten Lagerplatte 22 und dem
Lagerungsansatz 26 der Versteifungsleiste 23a bzw. Versteifungswand 23b erstrecken
sich Gelenkhebel 28, die sowohl an der Lagerplatte 22 als auch am Lagerungsansatz
26 in Drehpunkten 30a und 30b schwenkbar gelagert sind. Ferner erstreckt sich zumindest
zwischen einem Lagerungsansatz 26 und einer Lagerplatte 22 eine Rückstellfeder 29,
die im dargestellten Beispiel als Schrauben-Zugfeder ausgebildet ist. Die Anbringungsweise
dieser Rückstellfeder 29 ist derart, daß ihre Wirkungslinie in jeder Stellung der
Greif- und Tragplatte 12 versetzt und in Abstand von den Drehpunkten 30a und 30b des
Gelenkhebel 28 und die Anbringung der Gelenkhebel 28 und die Anbringung der Rückstellfeder
29 die Greif- und Tragplatte 12 in unbelastetem Zustand federnd nachgiebig in einer
gegenüber dem Querträger 21 angehobenen Stellung gehalten, wie dies besonders deutlich
aus Figur 2 ersichtlich ist. Die obere Endlage kann dabei durch Berührung mindestens
eines Gelenkhebels 28 mit dem Querträger 21 definiert sein.
[0021] Im dargestellten Beispiel ist der Führungsnocken 25 gabelförmig ausgebildet mit einem
keilförmigen Führungsfinger 31 und einem Begrenzungsfinder 32. Der Abstand 33 zwischen
dem Führungsfinger 31 und dem Begrenzungsfinger 32 verkleinert sich nach unten und
geht in eine Begrenzungsmulde 34 über. Die Nockenabgreifrolle 27 läuft auf der dem
Begrenzungsfinger 32 zugewandten Nockenkante des Führungsfingers 31 bis hinein in
die Begrenzungsmulde 34. Die unterste Stellung der Greif- und Tragplatte 12 wird durch
die Lage der Nockenabgreifrolle 27 in der Begrenzungsmulde 34 definiert.
[0022] Zwischen der Lagerung der Nockenabgreifrolle 27 und dem unteren Lagerungsansatz 26
sind die Versteifungsleisten 23a bzw. Versteifungswände 23b mit einer Ausrichtkante
35 versehen, die sich in unterster Stellung der Greif- und Tragplatte 12 neben dem
Führungsnocken 25 an den Querträger 21 legt und dadurch die Greif- und Tragplatte
in ihrer untersten Stellung gegen jegliche Schwenk- bzw. Kippbewegung arretiert. In
jeglicher Stellung oberhalb dieser untersten Lage wird die Greif- und Tragplatte 12
mit ihren Nockenabgreifrollen 27 in Anlage an die Führungskanten des Führungsfingers
32 gehalten. Dies bedeutet, daß die Greif- und Tragplatte 12 oberhalb ihrer untersten
Lage eine der Breite des Abstandes 33 zwischen Führungsfinger 31 und Begrenzungsfinger
32 entsprechende Bewegungsmöglichkeit zum Rückwärtskippen bzw. Rückwärtsverschwenken
gegen die Kraft der Rückstellfeder 29 hat.
[0023] Wie besonders aus Figur 2 hervorgeht, ist der Führungsfinger 31 mit seiner Führungskante
derart angeordnet, daß die Greif-und Tragplatte 12 in ihrer obersten Lage mit ihrer
Widerlagerwand 14 bzw. Widerlagerfläche 14a einem aufzunehmenden Behälter entgegengeneigt
ist, während in unterster Stellung eine im wesentlichen vertikale Anordnung der Widerlagerwand
14 bzw. Widerlagerfläche 14a vorgesehen ist. Es könnte auch eine Schräge der Behälterwand
entsprechende, über die Vertikale hinausgehende Schräglage der Widerlagerfläche 14a
in unterster Lage der Greif- und Tragplatte 12 vorgesehen sein.
[0024] Beim Heranbewegen der Greif- und Tragplatte 12 an einen aufzunehmenden Behälter gelangt
die Spitze 13 unter die Öffnung einer am Behälter angebrachten Aufnahmetasche für
die Greif- und Tragplatte 12. Kommt es dabei zur Berührung zwischen der Spitze 13
und der Behälterwand, kann die Greif- und Tragplatte entgegen der Kraft der Rückstellfeder
29 nachgeben, ohne einen bereitgestellten Behälter zu verschieben oder umzustoßen,
und zwar in einem Schwenk- oder Kippbereich der durch den im oberen Teil von Führungsfinger
31 und Begrenzungsfinger 32 vorhandenen relativ großen Abstand 33 bestimmt ist.
[0025] Mit dem Anheben der Aufnahmevorrichtung 10 zum Aufnehmen des zu entleerenden Behälters
gleitet die Greif- und Tragplatte 12 von ihrer Spitze 13 her in die am Behälter dafür
vorgesehene Aufnahmetasche, wobei diesem Einführen der Greif- und Tragplatte 12 in
die Aufnahmetasche des Behälters zustatten kommen kann, wenn man den oberen Abschluß
der Widerlagerfläche 14a an der Greif- und Tragplatte 12 zumindest in der Umgebung
der Spitze 13 in Art einer ggf. abgerundeten Greifkante 18 ausgebildet, die das Hineinfinden
der Greif- und Tragplatte 12 in die Öffnung der Aufnahmetasche am Behälter erleichtert.
Der Öffnungsrand der Aufnahmetasche am Behälter gleitet dann über die konkave Greiffläche
17 der Greif- und Tragplatte 12, bis die Unterkante von Wandteilen der Aufnahmetasche
am Behälter auf die konkave Greiffläche 17 setzen, wobei die eine oder andere der
Auflageflächen 20 and den ohrenförmigen Seitenträgerelementen 19 mit Wandteilen der
Aufnahmetasche am Behälter in Berührung kommen kann, um zu große Schiefstellung des
aufgenommenen Behälters zu verhindern. Beim weiteren Anheben der Aufnahmevorrichtung
10 wird dann der zu entleerende Behälter vom Boden abgehoben und das Gewicht des Behälters
als Last auf die Greif- und Tragplatte 12 evtl. zum Teil auch auf deren ohrenförmige
Seitenträgerelemente 19 übertragen. Unter der Wirkung dieser Last schwenken die Gelenkhebel
28 entgegen der Kraft der Rückstellfeder 29 nach unten und die Abgreifrollen 27 laufen
entlang der Führungskante des Führungsnockens 25 bzw. dessen Führungsfinger 31 bis
die Nockenabgreifrollen 27 in die Begrenzungsmulde 34 laufen und die Greif-und Tragplatte
12 in ihre untere, gegenüber dem Querträger 21 arretierte Stellung gelangt.
[0026] Beim Absenken der Aufnahmevorrichtung 10 mit einem aufgenommenen Behälter wird nach
dem Abstellen des Behälters auf dem Boden die Greif- und Tragplatte durch die Kraft
der Rückstellfeder 29 zunächst bezüglich des Querträgers 21 angehoben und dabei in
ihrer Lage innerhalb der Aufnahmetasche des Behälters festgehalten. Wenn die Greif-
und Tragplatte 12 ihre oberste Stellung bezüglich des Querträgers 21 erreicht hat,
erfolgt mit dem weiteren Absenken der Aufnahmevorrichtung 10 das Herausziehen der
Greif-und Tragplatte 12 aus der Aufnahmetasche des Behälters nach unten. Dabei kann
die Greif- und Tragplatte 12 mit ihrer Widerlagerfläche 14a entlang der Wand des Behälters
geführt und ihre in der obersten Stellung festgelegte Vertikalstellung oder Neigung
bezüglich des Querträgers 21 im wesentlichen beibehalten werden. Wenn die Greif- und
Tragplatte nach unten aus der am Behälter vorgesehenen Aufnahmetasche herausgezogen
ist, kann der entleerte Behälter entfernt oder die Aufnahmevorrichtung 10 vom entleerten
Behälter zurückgezogen werden. In jedem Fall wird dann die Widerlagerfläche 14a der
Greif- und Tragplatte 12 von der Behälterwand frei und die Greif- und Tragplatte 12
schwenkt bzw. kippt unter der Kraftwirkung der Rückstellfeder 29 in die dem zu entleerenden
Behälter entgegengeneigte Ausgangsstellung zurück.
[0027] Figur 3 zeigt eine Ausführung der Aufnahmevorrichtung 10 mit zwei auf einem Querträger
21 angebrachten Greif- und Tragplatten 12. Der Querträger 21 ist in seiner Mitte zwischen
den beiden Greif- und Tragplatten 12 über eine begrenzt drehbare Konsole 36 mit einem
Greifarm 37 verbunden, der über eine in Ausgangsstellung vertikale Achse 38 ausschwenkbar
an einem Schwenkarm 39 angebracht ist. Dem Greifarm 37 bzw. der auf ihm angebrachten
Aufnahmevorrichtung 10 ist eine zwangsgesteuerte Verriegelungsvorrichtung 40 für den
bzw. die aufgenommenen zu entleerenden Behälter zugeordnet.
[0028] Wie aus Figur 3 ersichtlich, bildet der Querträger 21 mit der Konsole 36 ein System
in Art eines zweiarmigen Hebels, dessen Hebelarme 21a und 21b um die in Ausgangsstellung
vertikale Drehachse 41 der Konsole 36 begrenzt vor- und rückwärts schwenkbar sind.
Die mit einem Paar von Greif- und Tragplatten 12 ausgerüstete Aufnahmevorrichtung
nach Figur 3 ist zur Aufnahme entweder von mit zwei nebeneinander angeordneten Aufnahmetaschen
ausgestatteten Großbehältern oder zur Aufnahme von zwei mit je einer Aufnahmetasche
ausgestatteten kleineren Behälter geeignet. Dabei bietet die Schwenkbarkeit des Querträgers
21 um die Drehachse 41 der Konsole 36 die Möglichkeit, auch einen begrenzten Winkel
zwischen der herangeführten Aufnahmeeinrichtung und einem schräg aufgestellten Großbehälter
oder begrenzte Unterschiede in der Aufstellungsentfernung von nebeneinander aufgestellten
gleichzeitig aufzunehmenden Behältern auszugleichen. Im übrigen kann die Aufnahmevorrichtung
10 gemäß Figur 3 für jede der beiden Greif- und Tragplatten 12 mit den oben in Verbindung
mit Figur 1 und Figur 2 erläuterten Einrichtungen zum Absenken und Verschwenken gegenüber
dem Querträger 21 ausgestattet sein, und zwar unabhängig voneinander.
[0029] Bei der in Figur 6 gezeigten Anwandlung sind die Tragelaschen 53 am Greifarm 37 etwas
breiter ausgebildet als im Beispiel der Figur 3. Die untere Tragelasche 53 weist zu
beiden Seiten der Konsole 36 je eine Bohrung 58 auf, durch die je ein Federstab 59
gleitend hindurchgesteckt ist. Diese Federstäbe 59 sind an ihrem oberen Ende an den
Querträgerteilen 21a und 21b befestigt, beispielsweise angeschweißt. Sobald die Querträgerteile
21a und 21b um die Drehachse 41 schwenken, biegen sich entsprechend die Federstäbe
59. Auf diese Weise sind die Federstäbe 59 stets bestrebt, die Querträgerteile 21a
und 21b, d.h. den zweiarmigen Querträger mit den daran angebrachten Greif- und Tragplatten
12 in die mittige Stellung zurückzubewegen, die der Normal-Ausgangsstellung für den
Entleervorgang entspricht. Die Rückschwenkbewegung des Querträgers mit den Greif-
und Tragplatten 12 erfolgt, sobald des von der einen oder anderen Tragplatte 12 oder
von beiden Tragplatten 12 aufgenommene Behälter vom Boden abgehoben ist. Die Federstäbe
59 sind sinngemäß in ihrer Federkraft so ausgewählt, daß sie zwar die Einstellung
der Greif-und Tragplatten 12 an dem aufzunehmenden Behälter zulassen, aber andererseits
ausreichend Federkraft entwickeln, um die vom Boden aufgenommenen Behälter oder einen
vom Boden aufgenommenen Behälter in der festgelegten Normal-Ausgangsstellung für den
Entleervorgang halten. Ergänzend kann in der Konsole 36 noch eine Blockiereinrichtung
vorgesehen sein, wie sie im folgenden anhand der Figuren 4, 5 oder 8, 9 beschrieben
wird.
[0030] Wie die Figuren 4 und 5 zeigen, weist die Konsole 36 einen koaxial zur Drehachse
41 angeordneten Lager- und Führungszapfen 42 auf, der am oberen Ende und unteren Ende
über je eine Trägerlasche 53 mit dem Greifarm 37 fest verbunden ist (vergl. Figur
3). Auf dem oberen Teil dieses Lager- und Führungszapfens 42 ist eine Trägerbuchse
43 gesetzt, die an dem Querträger 21 befestigt ist. Zwischen einem inneren Bund 44
der Trägerbuchse 43 und einer Schulter 45 des Lager- und Führungszapfens 42 ist eine
Trägerfeder 46 in Form einer Schrauben-Druckfeder eingesetzt, die die Trägerbuchse
43, den Querträger 21 und die Greif- und Tragplatten 12 in unbelasteten Zustand der
Aufnahmevorrichtung 10 in oberer Stellung hält. An die Unterseite der Trägerbuchse
43 ist eine Ausrichtplatte 47 mit nach unten vorstehender Ausrichtleiste 48 angesetzt.
Diese Ausrichtleiste 48 hat - wie Figur 5 zeigt - trapezförmigen Querschnitt und kann
mit einer Hartmetallauflage 49 versehen sein. Mit einen Abstand unterhalb der Ausrichtplatte
47 ist eine Gegenplatte 51 fest auf dem Lager-und Führungszapfen 42 angebracht. Diese
Gegenplatte 51 weist eine diametrale Aufnahmenut 50 auf, die - wie Figur 5 zeigt -
gleiches Profil wie die Ausrichtleiste 48 hat. Der Abstand zwischen der Ausrichtplatte
47 zur Gegenplatte 51 kann etwas kleiner als die Höhe der Ausrichtleiste 48 sein,
so daß die Ausrichtleiste 48 auch in höchster Lage der Trägerbuchse 43 noch etwas
in die Ausrichtnut 50 ragt und dadurch den Verdrehungsbereich der Trägerbuchse 43
auf dem Lager- und Führungszapfen begrenzt. Sobald die Aufnahmevorrichtung 10 Last
von einem aufgenommenen Behälter über den Querträger 21, die Konsole 36 und die Trägerlaschen
53 auf den Greifarm 37 zu übertragen hat, senkt sich die Trägerbuchse 43 entgegen
der Kraft der Trägerfeder 46 axial auf dem Lager- und Führungszapfen 42 ab. Dadurch
tritt die Ausrichtleiste 48 in die Ausrichtnut 50 der Gegenplatte 51 ein, wobei die
Schrägflächen des Trapezprofils von Ausrichtleiste 48 und Ausrichtnut 50 teilweise
aneinander entlanggleiten und - da beide Profile zusammenpassen - dabei die Trägerbuchse
43 mit dem Querträger 21 in eine Normalstellung führen, in der der Querträger 41 gegen
jegliches Verschwenken bezüglich des Greifarmes 37 festgehalten ist. Zur besseren
Führung der Ausrichtplatte 47 an der Gegenplatte 51 und zum Schutz gegen Verschmutzen
der Ausrichtleiste 48 und der Ausrichtnut 50 kann an der Trägerbuchse 43 und der Ausrichtplatte
47 eine Abdeck- und Führungsbuchse 52 angebracht sein.
[0031] Eine weitere Ausführungsmöglichkeit für die den zweiarmigen Querträger 21a, 21b tragende
Konsole 36 ist in den Figuren 7 bis 9 dargestellt. Gemäß Figur 7 ist der um die vertikale
Achse 38 am Schwenkarm 39 an schwenkbar angebrachte Greifarm 37 an der Unterseite
der unteren Traglasche 53 schwenkbar mit einem Hydraulikkolben-Zylinder 60 verbunden,
der an seinem anderen Ende an einer Vertikalachse 61 schwenkbar am Vorrichtungsrahmen
angelenkt ist. Die Vertikalachse 61 liegt in Abstand von der vertikalen Achse 38,
so daß beim Schwenken des Greifarmes 37 der Hydraulikkolben-Zylinder 60 betätigt wird,
und dabei hydraulischen Druckmittel zur Steuerung der in der Konsole 36 vorgesehenen
Blockierungsvorrichtung liefert, wie sie im folgenden anhand der Figuren 8 und 9 erläutert
wird. Die gegenseitige Abstimmung des Hydraulikkolben-Zylinders 60 und der Blockierungsvorrichtung
ist so getroffen, daß bei vollständig auswärts geschwenkter, abgeklappter Stellung
des Greifarmes 37 die Blockierungsvorrichtung vollständig freigegeben ist. Die Blokkierungsvorrichtung
wird zunehmend eingerückt und damit der Bewegungsspielraum des Querträgers 21a, 21b
zunehmend verringert je mehr der Greifarm 37 einwärts geschwenkt, also beigeklappt
wird. In völlig beigeklapptem Zustand, also in Normal-Ausgangsstellung des Greifarms
37 für den Entleervorgang ist die Blockiervorrichtung vollständig eingerückt, so daß
auch der Querträger 21a, 21b in seiner Normal-Ausgangsstellung für den Entleervorgang
blockiert ist.
[0032] Im Beispiel der Figuren 8 und 9 unterscheidet sich die Konsole 36 in ihrem Aufbau
dahingehend von derjenigen nach Figur 4 und 5, daß keine axiale Verschiebung des Konsolenkörpers
auf dem zwischen den Tragelaschen 53 angebrachten Lager- und Führungszapfen 42 mehr
vorgesehen ist. Vielmehr sitzt die Trägerbuchse 43, an der der Querträger 21 befestigt
ist, mit ihrem inneren Bund 44 auf einem Axiallager 62, das auf einer Schulter 45
des Lager- und Führungszapfens 42 ruht. In ihrem unteren Teil nimmt die Trägerbuchse
43 innerhalb der einer entsprechenden ringförmige Ausnehmung eine schraubenförmige
Drehfeder 63 auf, die mit ihrem einen Ende 64 in den Lager- und Führungszapfen 42
und mit ihrem anderen Ende 65 in die Trägerbuchse 43 greift. Anstatt einer Drehfeder
63 können auch zwei oder mehrere Drehfedern solcher Art vorgesehen sein. Durch eine
Verdrehbewegung der Trägerbuchse 43 bzw. eine Schwenkbewegung des Querträgers 21 um
die Drehachse 41 wird die Drehfeder 43 gespannt. Hierdurch ist die Drehfeder 63 stets
bestrebt, die Trägerbuchse 43 und damit den Querträger 21 in die mittlere Position
zurückzuführen, die der festgelegten Normal-Ausgangsstellung für den Entleervorgang
entspricht. Im unteren Teil der Konsole 36 ist die Blockierungsvorrichtung 66 untergebracht,
die in diesem Beispiel eine am Lager- und Führungszapfen axial verschiebbare aber
gegen Verdrehen gesicherte Blockierplatte 67 aufweist. Hierzu ist der Lager- und Führungszapfen
im unteren Teil mit einem Führungsvierkant 68 ausgebildet. Die Blockierplatte 67 weist
an der Oberseite in gleicher Weise wie die Gelenkplatte 51 gemäß Figur 4 eine Ausrichtnut
50 auf. Verbunden mit dem unteren Ende der Trägerbuchse 43 ist - wie im Beispiel der
Figur 4 - eine Ausrichtplatte 47 mit Ausrichtleiste 48. Die gegenseitige Stellung
von Ausrichtleiste 48 und Ausrichtnut 50 ist die gleiche, wie sie in Verbindung mit
Figur 4 oben erläutert ist.
[0033] Wie Figur 9 zeigt, ist die Blockierplatte 67 mit zwei Zylinderbohrungen 69 ausgestattet,
in denen je ein Steuerkolben 70 geführt ist. Diese Steuerkolben sind mit ihren Kolbenstangen
in der unteren Traglasche 53 befestigt. Wird der obere Teil der oberhalb des jeweiligen
Steuerkolbens 70 befindliche Teil der Zylinderbohrungen 69 vom Hydraulikkolben-Zylinder
mit hydraulischem Druckmittel beschickt, dann wird die Blockierplatte 67 je nach Maß
der Druckmittelzufuhr auf dem Führungsvierkant 68 des Lager- und Führungszapfens 42
nach oben geschoben. Da die Ausrichtleiste 48 und die Ausrichtnut 50 sich entsprechenden
trapezförmigen Querschnitt aufweisen, wird die Bewegungsfreiheit der Ausrichtleiste
48 innerhalb der Ausrichtnut mit der Aufwärtsbewegung der Blockierplatte 67 kleiner,
bis die Blockierplatte 67 an die Unterseite der Ausrichtplatte 47 gelangt und damit
die Ausrichtleiste 48 vollständig in der Ausrichtnut 50 blockiert. Wird beim Auswärtsschwenken
des Greifarmes (Fig. 7) der Hydraulikkolben-Zylinder 60 in umgekehrten Sinne betätigt,
dann wird Druckmittel von oberhalb der Steuerkolben 70 aus den Zylinderbohrungen 69
abgezogen und in den Raum unterhalb der Steuerkolben 70 Druckmittel eingeführt. Hierdurch
wird die Blockierplatte 67 bis auf die Traglasche 53 abgesenkt und dabei die Ausrichtleiste
48 von der Ausrichtnut 50 freigegeben, so daß eine Bewegungsbegrenzung des Querträgers
21 bezüglich der Traglaschen 53 bzw. bezüglich des Lager- und Führungszapfens im wesentlichen
nur noch durch die Drehfeder 63 besteht. Die Greif-und Tragplatten 12 können sich
jetzt wieder entgegen der Wirkung der Drehfeder 63 an einen oder zwei aufzunehmende
Behälter angelegt werden, wobei nach Anheben des Behälters bzw. der Behälter die Drehfeder
wieder ein erstes Aufrichten des Querträgers 21 und der aufgenommenen Behälter bezüglich
des Greifarmes 31 vornimmt und beim Beiklappen des Greifarmes 37 in die Normal-Ausgangsstellung
für den Entleervorgang der oben beschriebenen Blockiervorgang mit Festsetzen des Querträgers
21, der Greif- und Tragplatten 12 und der aufgenommenen Behälter bzw. des aufgenommenen
Behälters in der Normal-Ausgangsstellung für den Entleervorgang eintritt.
[0034] Wie in Figur 2 gestrichelt und schematisch angedeutet, bildet die konvex gewölbte
Greiffläche 17 der Greif- und Tragplatte 12 zusammen mit der Wandung der Aufnahmetasche
54 am Behälter 55 eine Führungs- und Zentriereinrichtung für den Behälter 55 bezüglich
der Aufnahmeklaue 11. Beim Einführen der Greif- und Tragplatte 12 in die Aufnahmetasche
54 gleitet die Unterkante der in Abstand von der Behälterwand liegenden Taschenwand
56 über die konkav gewölbte Greiffläche 17 und richtet dabei die Aufnahmetasche 54
gegenüber der Greif- und Tragplatte 12 und damit den zu entleerenden Behälter 55 gegenüber
der Aufnahmeklaue 11 aus. Wie ferner aus Figur 2 erkennbar, bleibt im dargestellten
Beispiel bei vollständig in die Aufnahmetasche 54 eingeführter Aufnahmeklaue der untere
Rand der Taschenwand 56 noch auf der Greiffläche 17, so daß die Zentrierungswirkung
auch noch nach Anheben des Behälters 55 fortdauert.
[0035] Wie in Figur 3 gestrichelt angedeutet, kann die in Abstand von der Wandung des Behälters
55 liegende Taschenwand 56 mit einer unteren bogenförmigen oder dreieckförmigen Ausnehmung
57 versehen sein, so daß die Unterkante der Taschenwand 56 sich um ein gewisses Maß
um die Wölbung der Greiffläche 17 erstreckt und dadurch die Zentrierungswirkung erhöht.
[0036] In jedem Fall wird durch das Zusammenwirken der gewölbten Greiffläche 17 mit der
Taschenwand 56, insbesondere deren Unterkante das satte Anliegen der Behälterwand
an die Widerlagerfläche 14a der Greif- und Tragplatte 12 sichergestellt.
[0037] Im Beispiel der Figuren 10 bis 14 ist die Aufnahmevorrichtung 10 wiederum mit einem
zweiarmigen Querträger 21a, 21b versehen, der auf jedem Hebelarm eine Greif- und Tragplatte
12 trägt. Der Querträger 21a, 21b ist auf einer um die Achse 41 begrenzt drehbare
Konsole 36 fest angebracht. Wie Figur 11 zeigt, ist diese Konsole 36 wiederum mittels
eines Lager- und Führungszapfens 42 an den beiden Traglaschen 53 des Greifarmes 37
drehbar gelagert. Die Trägerbuchse 43 der Konsole 36 ist in diesem Beispiel auf einer
Trägerplatte 71 fest angebracht, die um die Achse 41 drehbar am Lager- und Führungszapfen
42 gelagert ist und einen Schwenkhebel 72 als Ansatz aufweist, an welchem die Kolbenstange
76 des hydraulischen Stell- und Blockierungszylinders 75 schwenkbar angreift. Das
zweite Ende des hydraulischen Stell- und Blockierzylinders 75 ist um eine Vertikalachse
61 schwenkbar am Vorrichtungsrahmen angelenkt.
[0038] Der Stell- und Blockierzylinder 75 enthält einen Differenz-Doppelkolben 77, der aus
einem fest mit der Kolbenstange 76 verbundenen plungerartigen vorderen Kolbenteil
78 und einem ringförmigen, aber abgedichtet hinter dem Kolbenteil 78 auf der Kolbenstange
76 axial verschiebbaren Ringkolben 79 gebildet ist. Dementsprechend ist der Innenraum
des Stell- und Blockierzylinders 75 mit zwei Innenraumteilen ausgebildet, die durch
eine Schulter 80 voneinander abgesetzt sind, und zwar einem engeren Innenraumteil
81, in welchem der plungerartige vordere Kolbenteil 78 läuft und einem weiteren Innenraumteil
82, in welchem der ringförmige Kolbenteil 79 läuft. Der vor dem plungerartigen Kolbenteil
78 liegende Innenraumteil 81 ist mit einem Druckmittelanschluß 83 versehen während
der Innenraumteil 82 hinter dem ringförmigen Koblenteil 79 mit einem Druckmittelanschluß
84 versehen ist. Im Bereich der Schulter 80 befindet sich ein weiterer Druckmittelanschluß
85. Die Druckmittelanschlüsse 83 und 84 sind über eine Druckmittelleitung 86 miteinander
verbunden und in dieser Parallelschaltung an die Druckmittelleitungen des hydraulischen
Steuerungs- und Betriebssystems der Vorrichtung angeschlossen, über die die für das
Heben und Kippen vorgesehenen Druckmittelmotore der Vorrichtung mit hydraulischem
Druckmittel beschickt werden. Der im Bereich der Schulter 80 vorgesehene Druckmitteleinlaß
85 ist an die Niederdruckseite des hydraulischen Steuerungs- und Betriebssystems,
beispielsweise das Druckmittelreservoir, angeschlossen, oder überhaupt nur nach der
Außenluft hin geöffnet. Wie die Figuren 13 und 14 zeigen, hat der ringförmige Kolbenteil
79 nach seiner Druckmittelkammer 82 hin eine mit Druckmittel zu beaufschlagende Stirnfläche
F1 und der kolbenartige Kolbenteil 78 nach seiner Druckmittelkammer 81 hin eine mit
Druckmittel zu beaufschlagende Stirnfläche F2. Dabei ist die Stirnfläche F1 des ringförmigen
Kolbenteils 79 erheblich größer als die Stirnfläche F2 des Kolbenteils 78, beispielsweise
doppelt so groß.
[0039] Die Arbeitsweise der im Beispiel der Figuren 10 bis 14 vorgesehenen Rückstelleinrichtung
ist wie folgt:
Bei abgesenkter Aufnahmevorrichtung 10 sind die zu den Druckmittelmotoren zum Heben
und Kippen des zu entleerenden Behälters führenden Druckmittelleitungen weitgehend
druckentlastet. Die Kolbenteile 78 und 79 lassen sich deshalb durch Einwirkung auf
die Kolbenstange 76 mit relativ geringer Kraftaufwendung im Inneren des Stell- und
Blockierungszylinders 75 verschieben, wobei das in den Innenraumteilen 81 und 82 vorhandene
hydraulische Druckmittel mehr oder weniger nur diese Verschiebungsbewegung dämpft.
Beim Heranfahren der Aufnahmevorrichtung 10 an einen Großbehälter oder einen oder
zwei aufgestellte kleinere Behälter kann sich der Querträger 21a, 21b mit den auf
ihm angebrachten Greif- und Tragplatten 12 gegenüber dem jeweils aufzunehmenden Behälter
bzw. Behältern durch Verschwenken an der Konsole 36 entweder der in Figur 12 gezeigten
Pfeile 73 oder der in Figur 12 gezeigten Pfeile 74 verschwenken, um die Lage der Greif-
und Tragplatten 12 der Wandung des jeweiligen Behälters bzw. der jeweiligen Behälter
anzupassen. Erfolgt dabei eine Verschwenkung des Querträgers 21a, 21b im Sinne der
Pfeile 73, so wird die Kolbenstange 76 nach dem Inneren des Stell- und Blockierungszylinders
75 verschoben, wobei der plungerartige vordere Kolbenteil 78 in seinem Innenraumteil
81 verschoben wird, wie dies in Figur 13 gezeigt ist. Diese Verschiebungsbewegung
wird begrenzt durch einen im Innenraumteil 81 angebrachten Begrenzungsanschlag 87,
der dadurch auch die Begrenzung der Verschwenkungsmöglichkeit des Querträgers 21a,
21b im Sinne der Pfeile 73 festlegt. Der ringförmige Kolbenteil 79 bleibt bei diesem
Bewegungsablauf an der Schulter 80 stehen. Wird ausgehend von einer Kolbenstellung
nach Figur 13 das hydraulische Steuerungs- und Betriebssystem der Vorrichtung dazu
betätigt, die für das Heben und Kippen der zu entleerenden Behälter vorgesehenen Druckmittelmotore
der Vorrichtung mit Druckmittel zu beschicken, so wird im Inneren der Innenraumteile
81 und 82 wieder erhöhter Druck aufgebaut, und zwar in beiden Innenraumteile 81 und
82 gleicher Druck. Der ringförmige Kolbenteil 79 wird dadurch gegen die Schulter 80
gedrückt, während der plungerartige Kolbenteil 78 von seiner in Figur 13 gezeigten
Stellung bis gegen den ringförmigen Kolbenteil 79 geschoben wird. Dadurch wird der
Querträger 21a, 21b in die Normal-Ausgangsstellung für den Entleervorgang zurückgeschwenkt.
Da die Stirnfläche F1 des ringförmigen Kolbenteils 79 wesentlich größer als die Stirnfläche
F2 des plungerartigen Kolbenteils 78 ist, bleibt der plungerartige Kolbenteil 78 an
dem ringförmigen Kolbenteil 79 und dieser wiederum an der Schulter 80 stehen. Die
Rückstelleinrichtung ist somit in dieser Koblenstellung blockiert und hält die Aufnahmevorrichtung
somit blockiert in der Normal-Ausgangsstellung für den Entleervorgang.
[0040] Wird beim Heranbringen der Greif- und Rastplatten 12 an einen zu entleerenden Behälter
oder an zwei zu entleerende Behälter der Querträger 21 im Sinne der Pfeile 74 in Figur
12 verschwenkt, dann wird die Kolbenstange 76 aus dem Stell- und Blockierzylinder
75 herausgezogen. Der plungerartige Kolbenteil 78 schiebt dabei den ringförmigen Kolbenteil
79 vor sich her, bis sich die Greif-und Tragplatten 12 an den zu entleerenden Behälter
bzw. die zu entleerenden Behälter angepaßt haben oder der ringförmige Kolbenteil 79
auf einen im Inneren des Stell- und Blockierzylinders 75 angebrachten Endanschlag
88 trifft. Dieser Endanschlag 87 begrenzt die Verschwenkbarkeit des Querträgers 21a,
21b in Sinne der Pfeile 74. Wird ausgehend von einer Kolbenstellung gemäß Figur 14
das hydraulische Steuerungs- und Betriebssystem der Vorrichtung zum Heben und Kippen
eines zu entleerenden Behälters in Betrieb gesetzt, um die entsprechenden Druckmittelmotore
mit hydraulischen Druckmittel zu beschicken, so wird gleichzeitig in den Innenraumteilen
81 und 82 des Stell- und Blockierungszylinders 85 erhöhter, jedoch gleicher Druck
aufgebaut. Da die Stirnfläche F1 des ringförmigen Kolbenteiles 79 wesentlich größer
als die Stirnfläche F2 des plungerartigen Kolbenteils des im Innenraumteil 81 vorhandenen
Druckmittels in eine Stellung geschoben, in der der ringförmige Kolbenteil 79 an der
Schulter 80 anliegt. Durch den in dem Innenraumteil 81 herrschenden Druck des hydraulischen
Druckmittels wird der plungerartige Kolbenteil 78 gegen den ringförmigen Kolbenteil
79 gedrückt, kann aber diesen nicht von der Anlage an die Schulter 80 wegbewegen.
Es erfolgt somit auch ausgehend von der Kolbenstellung gemäß Figur 14 eine Rückstellung
und ein Zurückschwenken des Querträgers 21a, 21b in die Normal-Ausgangsstellung für
den Entleervorgang und ein Blockieren in der Normal-Ausgangsstellung.
1. Hubkipp- oder Kippvorrichtung zum Entleeren von Behältern (55) in die Öffnung eines
Sammelbehälters, insbesondere zum Entleeren von Müllbehältern in den Sammelbehälter
eines Müllsammelfahrzeugs, die eine mit einer am Randbereich des Behälters (55) vorgesehenen
Aufnahme zusammenwirkende Aufnahmeklaue (11) mit einer im wesentlichen dreieckförmigen
Greif- und Tragplatte (12) aufweist, welche mit ihrer Spitze (13) nach oben weisend
am freien Ende eines ausfahrbaren und/oder ausschwenkbaren Greifarmes (37) angeordnet
ist und deren oberen Dreieckseiten nach der dem aufzunehmenden Behälter (55) abgewandten
Seite hin abfallende abgeschrägte Greifflächen (17) bilden,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Greif- und Tragplatte (12) über mindestens ein Gelenk (28, 36) mit dem Greifarm
(37) begrenzt beweglich verbunden ist und für jedes der in der Verbindung zwischen
dem Greifarm (37) und der Greif- und Tragplatte (12) enthaltenen Gelenke (28, 36)
eine Einstelleinrichtung (27.34;48,50)für die Greif- und Tragplatte (12) in eine für
den Entleervorgang festgelegte Normal-Ausgangsstellung bezüglich des Greifarmes (37)
vorgesehen ist.
2. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß der Greifarm
(37) eine um eine in Ausgangsstellung vertikale Achse (41 ) begrenzt drehbare Konsole
(36) als Gelenkverbindung mit der Greif- und Tragplatte (12) aufweist.
3. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der
Konsole (36) ein horizontal angeordneter Querträger (21) angebracht ist, auf dem mindestens
eine Greif- und Tragplatte (12) in seitlichem Abstand von der Drehachse (41) der Konsole
(36) vorgesehen ist.
4. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Querträger
(21) bezüglich der Drehachse (41) der Konsole (36) in Art eines zweiarmigen Hebels
ausgebildet ist und auf jedem seiner Hebelarme (21a, 21b) eine Greif- und Trägerplatte
(12) trägt.
5. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die begrenzt drehbare Konsole (36) eine Rückstelleinrichtung (48 bis 51; 71 bis
88) enthält, mit der die Konsole (36) in ihrer mittleren Drehstellung gegen Drehung
blockierbar ist.
6. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzlich zur begrenzt drehbaren Konsole (36) mindestens eine zwischen der Greif-
und Tragplatte (12) und dem Greifarm (37) wirksame, beispielsweise als Federstab (59)
oder als Zugfeder ausgebildete Rückstellfeder zur Rückstellung der Greif- und Tragplatte
(12) in ihre die für den Entleervorgang festgelegte Normal-Ausgangsstellung bestimmende
mittlere Position vorgesehen ist.
7. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die begrenzt drehbare Konsole (36) mindestens eine Drehfeder (63) zur Rückstellung
in ihre die für den Entleeryorgang festgelegte Normal-Ausgangsstellung der Greif-
und Tragplatte (12) bestimmende mittlere Drehstellung enthält.
8. Hubkipp-oder Kippvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstelleinrichtung
(48 bis 51) eine gagen die Kraft einer Trägerfeder (46) durch die Last eines aufgenommenen
Behälters betätigbare Eindrückvorrichtung aufweist.
9. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifarm
(37) in eine für den Entleervorgang festgelegte Normal-Ausgangsstellung beiklappbar
an einem Schwenkarm (39) angebracht ist, zwischen dem Greifarm (37) und dem Schwenkarm
(39) ein auf die Beiklappstellung des Greifarmes (37) bezüglich des Schwenkarmes (39)
ansprechendes Steuerungselement (Hydraulikkolben-Zylinder 60) eingesetzt ist, und
die Rückstelleinrlchtung (48 bis 51) der Konsole (36) eine Einrückvorrichtung aufweist,
die mittels des Steuerelements in solchem Sinne betätigbar ist, daß bei in Normal-Ausgangsstellung
beigeklapptem Greifarm (37) die Rückstelleinrichtung (48 bis 51) die Konsole (36)
in ihrer mittleren Drehstellung blockiert.
10. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstelleinrichtung
(48 bis 51; 71 bis 88) und die Einrückvorrichtung derart aufeinander abgestimmt sind,
daß die Beweglichkeit in der Konsole (36) mit dem Beiklappen des Greifarmes (37) zwischen
größter Beweglichkeit bei auswärts abgeklapptem Greifarm (37) und völliger Festsetzung
bei beigelapptem Greifarm (37) zunehmand verringert wird.
11. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstelleinrichtung
(71 bis 88) einen über einen Schwenkhebel (72) an der Konsole (36) angreifenden und
am Vorrichtungsrahmen um eine Vertikalachse (61) schwenkbar angebrachten hydraulischen
Stell- und Blockierzyl inder (75) aufweist, der an das hydraulische Steuerungs- und
Betriebssystem der Druckmittelmotore für Heben und Kippen der Vorrichtung angeschlossen
ist.
12. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, daß der hydraulische
Stell- und Blockierzylinder (75) einen ständig zweiseitig vom hydraulischen Druckmittel
des Steuerungs- und Betriebssystems der Druckmittelmotore beaufschlagten Differenz-Doppelsteuerkolben
(77) enthält, dessen der größeren Kolbenfläche (F1 ) zugeordnete Endstellung die NormalAusgangsstellung
der Greif- und Tragplatte (12) bezüglich des Greifarmes (37) festlegt.
13. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß am Greifarm (37) ein sich im wesentlichen horizontal erstreckender Querträger
(21) für die Greif- und Tragplatte (12) vorgesehen ist und die Greif- und Tragplatte
(12) einerseits über mindestens einen Gelenkhebel (28) und Rückstellfeder (29) mit
dem Querträger (21) beweglich verbunden und andererseits mittels mindestens einer
Nockenanordnung (25, 27) für gleichzeitige vertikale Verschiebebewegung und Bei- und
Abschwenkbewegung bezüglich des Querträgers (21) geführt ist.
14. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch gegenseitige
Abstimmung von Gelenkhebel (28), Rückstellfeder (29) und Nockenführung (25, 27) derart,
daß die RückstellFeder (29) die Greif- und Tragplatte (12) in deren unbelasteten Zustand
bezüglich des Querträgers (21) in angehobener, dem aufzunehmenden, zu entleerenden
Behälter (55) entgegengeneigter Stellung hält und unter einer auf die Greif- und Tragplatte
(12) ausgeübten, nach unten gerichteten Kraft ein Absenken und gleichzeitiges Beschwenken
der Greif- und Tragplatte (12) bezüglich des Querträgers (21) entsprechend der überwindung
der Federkraft zuläßt.
15. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die Nockenanordnung (25, 27) einen auf dem Querträger (21) angebrachten, keilförmigen
oder gabelförmigen Führungsnocken (25) und eine in oder an der Greif- und Tragplatte
(12) angebrachte Nockenabgreifrolle (27) enthält.
16. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsnocken
(25) bei gabelförmiger Ausbildung einen keilförmigen Führungsfinger (31) und einen
Begrenzungsfinger (32) aufweist, wobei sich der Abstand (33) zwischen diesen beiden
Fingern von oben nach unten verkleinert und am unteren Ende in eine Begrenzungsmulde
(34) übergeht.
17. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungsnocken
(25) bei keilförmiger Ausbildung eine die Abwärtsbewegung der Greif- und Tragplatte
begrenzende Auflaufkante für die Nockenabgreifrolle (27) aufweist.
18. Hubkipp-oder Kippvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Führungsnocken (25) eine Ausrichtkante (35) als Anlage für das Ausrichten
der Greifund Tragplatte (12) in ihrer untersten Lage in vertikaler Stellung oder mit
vorher festgelegtem Neigungswinkel zugeordnet ist.
19. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet,
daß die Nockenabgreifrolle (27) in zwei in gegenseitigem Abstand in oder an der Greif-
und Tragplatte (12) fest angebrachten Leisten oder Blechen (23a, 23b) gelagert ist,
wobei der Abstand zwischen den beiden Leisten oder Blechen (23a, 23b) einen Aufnahme-
und Führungsraum (24) für den Führungsnocken (25) bildet.
20. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet,
daß die Greif- und Tragplatte (12) hohl ausgebildet ist und die Nockenanordnung (25,
27) zumindest teilweise im Inneren der hohlen Greif- und Tragplatte (12) angeordnet
ist.
21. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach Anspruch 19 und 20, dadurch gekennzeichent, daß
die die Lagerung der Nockenabgreifrolle enthaltenden Leisten oder Bleche als Versteifungen
zumindest der dem zu entleerenden Behälter zugewandten Widerlagerwand (14) der Greif-
und Tragplatte (12) ausgebildet sind.
22. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 21, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückstellfeder (29) eine Zugfeder ist, deren Wirkungslinie in jeder Stellung
der Greifund Tragplatte (12) versetzt und in Abstand von den Drehpunkten (30a, 30b)
des Gelenkhebels (28) verläuft.
23. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet,
daß die Greifflächen (17) der Greifund Tragplatte (12) mit konvexer Wölbung ausgebildet
sind.
24. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach Anspruch 23, gekennzeichnet durch Krümmung sowohl
der horizontulen wie vertkalen Mantellinien der Greifflächen (17).
25. Hubkipp- oder Kippvorrichtung nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß
die Greif- und Tragplatte (12) in beidseitiger Fortsetzung ihrer Greifflächen (17)
Seitenträgfortsätze (19) mit oberer Auflagefläche (20) für die Unterkante der wand
einer am Behälter (55) für die Greif- und Tragplatte (12) vorgesehenen Aufnahmetasche
(54) aufweist.
1. Lift-tipping or tipping device for emptying containers (55) into the opening of a
collecting container, in particular for emptying refuse containers into the collecting
container of a refuse collection vehicle, comprising a pickup claw (11) cooperating
with a pickup device provided in the vicinity of the edge of the container (55), with
an essentially triangular gripping and lifting plate (12) which is disposed, with
its point (13) uppermost, on the free end of a gripping arm (37) which can be extended
or swung out and of which the upper triangle sides form chamfered gripping surfaces
(17) which taper away towards the side that is turned away from the container (55)
which is to be picked up,
characterised in that
the gripping and lifting plate (12) is connected to the gripping arm (37) via at least
one joint (28, 36) in such a way as to allow it limited movement and each of the joints
(28, 36) contained in the connection between the gripping arm (37) and the gripping
and lifting plate (12) is equipped with a device (27,34;48,50) for adjusting the gripping
and lifting plate (12) in an initial position which is determined for the emptying
procedure and is perpendicular with respect to the gripping arm (37).
2. Lift-tipping or tipping device according to claim 1, characterised in that the gripping
arm (37) comprises a console (36) as a joint connection with the gripping and lifting
plate (12), it being possible to rotate the console (36) in a limited manner about
an axis (41) which is vertical in the initial position.
3. Lift-tipping or tipping device according to claim 2, characterised in that on the
console (36) horizontally disposed transverse beam (21) is mounted and is equipped
with at least one gripping and lifting plate (12) at a lateral distance from the rotational
axis (41) of the console (36).
4. Lift-tipping or tipping device according to claim 3, characterised in that the transverse
beam (21) is, in relation to the rotational axis (41) of the console (36), formed
in the shape of a two-armed lever and has a gripping and lifting plate (12) on each
of its lever arms (21a, 21b).
5. Lift-tipping or tipping device according to one of the claims 2 to 4, characterised
in that the console (36), which can be rotated to a limited extent contains a resetting
device (48 to 51; 71 to 88) by means of which the console (36) can be blocked against
rotation in the central rotational position thereof.
6. Lift-tipping or tipping device according to one of the claims 2 to 5, characterised
in that, in addition to the console (36), which can be rotated to a limited extent,
there is provided at least one resetting spring for resetting the gripping and lifting
plate (12) in its central position determining the perpendicular initial position
set for the emptying procedure, the resetting spring being effective between the gripping
and lifting plate (12) and the gripping arm (37) and being in the form of a spring
bar (59) or tension spring for example.
7. Lift-tipping or tipping device according to one of the claims 2 to 5, characterised
in that the console (36), which can be rotated to a limited extent, contains at least
one rotary spring (63) for restting in its central position determining the perpendicular
initial position of the gripping and lifting plate (12) that has been selected for
the emptying procedure.
8. Lift-tipping or tipping device according to claim 5, characterised in that the resetting
device (48 to 51) has a pressing device which can be activated against the force of
a carrier spring (46) by the load of a container which has been picked up.
9. Lift-tipping or tipping device according to claim 7, characterised in that the gripping
arm (37) on a swinging arm mounted in a manner such that it can be folded into a perpendicular
position determined for the emptying procedure; a control element (hydraulic piston
cylinder (60), which reacts to the folded position of the gripping arm (37) with respect
to the swinging arm (39), is situated between the gripping arm (37) and the swinging
arm (39); and the resetting device (48 to 51) of the console (36) has a coupling device
which, by means of the control element, can be activated in such a way that when the
gripping arm (37) is folded in the perpendicular initial position the resetting device
(48 to 51) blocks the coonsole in the central rotational position thereof.
10. Lift-tipping or tipping device according to claim 9, characterised in that the resettng
device (48 to 51; 71 to 88) and the coupling device are matched to each other in such
a way that the mobility in the console (36) is increasingly reduced as the gripping
arm is folded, from the greater degree of mobility when the clamping arm (37) is folded
outwards to complete immobility when the clamping arm (37) is folded inwards.
11. Lift-tipping or tipping device according to claim 7, characterised that the resetting
device (71 to 88) comprises an hydraulic adjusting and blocking cylinder (75) which
engages with the console (36) by means of a swing lever (72), is mounted on the device
frame in such a way that it can be pivoted about a vertical axis, and which is connected
to the hydraulic control and operating system of the pressure-medium motors for lifting
and tipping the device.
12. Lift-tipping or tipping device according to claim 11, characterised in that the hydraulic
adjusting and blocking cylinder (75) contains a differential dual-control piston (77)
which is constantly acted upon from both sides by the pressure medium of the control
and operating system of the pressure medium motors, and the end position of which
assosciated with the larger piston area (F1) determines the perpendicular initial
position of the gripping and lifting plate (12) with regard to the gripping arm (37).
13. Lift-tipping or tipping device according to one of the claims 1 to 12, characterised
in that on the gripping arm (37) an essentially horizontally extending transverse
beam (21) is provided for the gripping and lifting plate (12), and the gripping and
lifting plate (12) is, on the one hand, moveably connected to the transverse beam
by means of at least one jointed lever (28) and resetting spring (29), and on the
other hand, is guided by at least one cam arrangement (25, 27) which ensures simultaneous
vertical displacemnt movement reciprocating swinging and movements in relation to
the transverse beam.
14. Lift-tipping or tipping device according to claim 13: characterised in that the jointed
lever (28), resetting spring (29) and cam guide (25,27) are adapted with respect to
each other in such a way that the resetting spring (29) holds the gripping and lifting
plate (12), in its unloaded condition relative to the transverse beam (21) in a raised
position inclined towards the container (55) which is to be raised and emptied, and,
with a downward force exerted on the gripping and lifting plate (12) which allows
the gripping and lifting plate (12) to be simultaneously lowered and rotated in relation
to the transverse beam (21) by an amount relative to the force exerted by the spring.
15. Lift-tipping or tipping device according to claim 13 or 14, characterised in that
the cam arrangement (25,27) contains a wedge-shaped or forked guide cam (25) mounted
on the transverse beam (21) as well as a cam pickup roller (27) which is mounted in
or on the gripping and lifting plate (12).
16. Lift-tipping or tipping device according to claim 15, charactersed in that, when the
control cam (25) is formed as a fork, it comprises a wedge-shaped guide finger (31)
and a contact finger (32), wherein the distance from top to bottom between these two
fingers becomes narrower and merges at the lower end into a delimiting hollow (34).
17. Lift-tipping or tipping device according to claim 15, characterised in that when the
control cam (25) is formed as a wedge, it comprises a run-up edge for the cam pickup
roller (27) which limits the downwards movement of the gripping and lifting plate.
18. Lift-tipping or tipping device according to one of the claims 15 to 17, characterised
in that an alignment edge (35) is assiciated with the control cam (25) as a device
for aligning the gripping and lifting plate (12) in the lowermost position thereof,
in a vertical position or at a preset angle of inclination.
19. Lift-tipping or tipping device according to one of the claims 15 to 18, characterised
in that the cam pickup roller (27) is mounted in two bars or plates (23a, 23b) which
are rigidly mounted at a mutual distance in or on the gripping and lifting plate (12),
wherein the distance between the two bars or plates (23a, 23b) forms a pickup and
guide area (24) for the control cam (25).
20. Lift-tipping or tipping device according to one of the claims 13 to 19, characterised
in that the gripping and lifting plate (12) is hollow and the cam arrangement (25,27)
is situated, at least partially, inside the hollow gripping and lifting plate (12).
21. Lift-tipping or tipping device according to claims 19 and 20, characterised in that
the bars or plates containing the cam pickup roller mounting are formed as reinforcements
for at least the abutment wall (14), of the gripping and lifting plate (12), facing
the container which is to be emptied.
22. Lift-tipping or tipping device according to one of the claims 13 to 21, characterised
in that the resetting spring (29) is a tension spring of which the line of application
can be displaced in any position of the gripping and lifting plate (12) and extends
at a distance from the rotational points (30a, 30b) of the jointed lever (28).
23. Lift-tipping or tipping device according to one of the claims 1 to 22, characterised
in that the gripping surfaces (17) of the gripping and lifting plate (12) are formed
with a convex curvature.
24. Lift-tipping or tipping device according to claim 23, characterised in that both the
horizontal and vertical generatrices of the gripping surface (17) are curved.
25. Lift-tipping or tipping device according to claim 23 or 24 characterised in that the
gripping and lifting plate (12) comprises, as an extension, on both sides, of its
gripping surfaces (17), lateral carrier extensions (19) with an upper carrying surface
(20) for the lower wall edge of a pickup bin (54) which is provided on the container
(55) for the gripping and lifting plate (12).
1. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur servant à vider des conteneurs
(55) dans l'ouverture d'un conteneur collecteur, en particulier pour vider des conteneurs
d'ordures dans la benne collectrice d'un camion à ordures, qui comprend une griffe
d'enlèvement (11) coopérant avec une niche prévue dans la région du bord du conteneur
(55) et comportant elle-même une plaque preneuse et porteuse (12) sensiblement triangulaire
et qui est agencée, avec sa pointe (13) dirigée vers le haut, sur l'extrémité libre
d'un bras preneur (37) qu'on peut mettre en extension et/ou faire pivoter vers l'extérieur,
et dont les côtés supérieurs du triangle forment des surfaces preneuses (17) chanfreinées
qui s'inclinent vers le côté le plus éloigné du conteneur (55) à enlever, caractérisé
en ce que la Plaque preneuse et porteuse (12) est reliée au bras preneur (37), avec
possibilité de mouvement limité, par au moins une articulation (28,36) et en ce que,
pour chacune des articulations comprises dans la liaison entre le bras preneur (37)
et la plaque preneuse et porteuse (12), il est prévu un dispositif de réglage (27,34;48,50)
servant à placer la plaque preneuse et porteuse (12) dans une position de départ normale,
prévue pour l'opération de vidage, par rapport au bras preneur (37).
2. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon la revendication 1, caractérisé
en ce que le bras preneur (37) présente une console (36) qui peut tourner d'un angle
limité autour d'un axe (41) vertical dans la position de départ, cette console servant
de liaison articulée avec la plaque preneuse et porteuse (12).
3. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon la revendication 2, caractérisé
en ce que, sur la console (36), est montée une poutre transversale (21) disposée horizontalement,
sur laquelle une plaque preneuse et porteuse (12) est prévue à un certain écartement
latéral de l'axe de rotation (41) de la console (36).
4. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon la revendication 3, caractérisé
en ce que, considérée par rapport à l'axe de rotation (41) de la console (36), la
poutre transversale (21) est réalisée sous la forme d'un levier à deux bras et porte
une plaque preneuse et porteuse (12) sur chacun de ses bras (21a, 21b).
5. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon une des revendications
2 à 4, caractérisé en ce que la console (36) capable de tourner d'un angle limité
comprend un dispositif de rappel (48 à 51 ; 71 à 88) à l'aide duquel la console (36)
peut être bloquée à l'encontre de la rotation dans sa position de rotation centrale.
6. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon une des revendications
2 à 5, caractérisé en ce que, en supplément de la console (36) capable de tourner
d'un angle limité, il est prévu au moins un ressort de rappel, agissant entre la plaque
preneuse et porteuse (12) et le bras preneur (37), et constitué, par exemple, par
une barre de torsion (59) ou par un ressort de traction, et qui sert à rappeler la
plaque preneuse et porteuse (12) à sa position centrale qui détermine la position
normale ou de départ prévue pour l'opération de vidage.
7. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon une des revendications
2 à 5, caractérisé en ce que la console (36) pouvant tourner d'un angle limité, renferme
au moins un ressort de torsion (63) destiné à rappeler cette console à la position
de rotation moyenne, qui détermine la position normale ou de départ de la plaque preneuse
et porteuse (12) prévue pour l'opération de vidage.
8. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon la revendication 5, caractérisé
en ce que le dispositif de rappel (48 à 51) présente un dispositif de refoulement
pouvant être actionné par la charge d'un conteneur enlevé, à l'encontre de la force
d'un ressort de poutre (46).
9. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon la revendication 7, caractérisé
en ce que le bras preneur (37) est monté sur un bras oscillant (39) de façon à pouvoir
être rapproché par pivotement dans une position de départ normale prévue pour l'opération
de vidage, un élément de commande du dispositif hgdraulique à piston et cylindre (60)
qui répond à la position de rapprochement du bras preneur (37) par pivotement par
rapport au bras oscillant (39) étant interposé entre le bras preneur (37) et le bras
oscillant (39), et le dispositif de rappel (48 à 51) de la console (36) comprend un
dispositif d'ericlenchement qui peut être actionné à l'aide de l'élément de commande
dans un sens tel que, lorsque le bras preneur (37) est rapproché dans sa position
de départ normale, le dispositif de rappel (48 à 51) bloque la console (36) dans sa
position de rotation centrale.
10. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon la revendication 9, caractérisé
en ce que le dispositif de rappel (48 à 51 ; 71 à 88) et le dispositif d'enclenchement
sont adaptés l'un à l'autre de telle manière que la mobilité dans la console (36)
décroisse progressivement avec le rapprochement du bras preneur (37), entre la grande
mobilité qui existe lorsque le bras preneur (37) est repoussé vers l'extérieur et
l'immobilisation totale lorsque le bras preneur (37) est rapproché.
11. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon la revendication 7, caractérisé
en ce que le dispositif de rappel (71 à 88) comprend un cylindre de positionnement
et de blocage hydraulique (75) qui attaque la console (36) par l'intermédiaire d'un
levier oscillant (72) et qui est monté sur le châssis du dispositif, pour pouvoir
pivoter autour d'un axe vertical (61), cylindre qui est raccordé au système hydraulique
de commande et de fonctionnement des moteurs à fluide de pression utilisés pour élever
et culbuter le dispositif.
12. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon la revendication 11,
caractérisé en ce que le cylindre de positionnement et de blocage hydraulique (75)
renferme un piston de commande différentiel double (77) qui est sollicité en permanence
sur les deux forces par le fluide de pression hydraulique du système de commande et
de fonctionnement des moteurs à fluide de pression, piston dont la position extrême
associée à la grande face de piston (F1) fixe la position normale ou de départ de
la plaque preneuse et porteuse (12) par rapport au bras preneur (37).
13. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon une des revendications
1 à 12, caractérisé en ce que sur le bras preneur (37) est prévue une poutre transversale
(21) s'étendant sensiblement horizontalement, pour supporter la plaque preneuse et
porteuse (12) et la plaque preneuse et porteuse (12) est, d'une part, reliée à la
poutre transversale (21) avec possibilité de mouvement relatif à l'aide d'au moins
un levier articulé (28) et d'un ressort de rappel (29) et, d'autre part, guidée par
rapport à la poutre transversale (21) à l'aide d'au moins un dispositif à came (25,27)
pour le déplacement en translation verticale simultané avec le mouvement de rapprochement
et d'éloignement par pivotement.
14. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon la revendication 13,
caractérisé par une adaptation mutuelle du levier articulé (28) du ressort de rappel
(29) et du guidage à came (25,27) qui est telle que le ressort de rappel (29) maintienne
la plaque preneuse et porteuse (12), dans son état déchargé par rapport à la poutre
transversale dans une position relevée inclinée vers le conteneur à enlever et à vider,
et que, sous l'effet d'une force dirigée vers le bas exercée sur la plaque preneuse
et porteuse (12), ce ressort permette une descente et un rapprochement par pivotement
simultanés de la plaque preneuse ou porteuse (12) par rapport à la poutre transversale
(21), lorsque sa force élastique est surmontée.
15. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon la revendication 13 ou
14, caractérisé en ce que le dispositif à came (25,27) comprend une came de guidage
(25) solidaire de la poutre transversale (21), en forme de coin ou de fourchette,
et un galet de contre-came (27) qui est solidaire de la plaque preneuse et porteuse
(12).
16. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon la revendication 15,
caractérisé en ce que lorsqu' elle possède la configuration d'une fourche la came
de guidage (25) présente un doigt de guidage (31) en forme de coin et un doigt de
limitation (32), la distance (33) entre ces deux doigts se rétrécissant du haut vers
le bas tandis qu'à l'extrémité inférieure, elle se termine par une cuvette de limitation
(34).
17. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon la revendication 15,
caractérisé en ce que lorsqu'elle présente une configuration en forme de coin, la
came de guidage (25) présente un bord d'entrée pour le galet de contre-came (27) qui
limite le mouvement descendant de la plaque preneuse ou porteuse.
18. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon une des revendications
15 à 17, caractérisé en ce qu'à la came de guidage (25) est associé un bord d'alignement
(35) qui se comporte comme une butée pour l'alignement de la plaque preneuse et porteuse
(12) dans sa position extrême inférieure, dans la position verticale ou la position
inclinée fixée à l'avance.
19. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon une des revendications
15 à 18, caractérisé en ce que le galet de contre-came (27) est tourillonné dans deux
nervures ou plaques (23a,23b) montées solidairement, à un certain écartement latéral,
dans ou sur la plaque preneuse et porteuse (12), la distance entre les deux nervures
ou plaques (23a,23b) formant un espace de logement et de guidage (24) pour la came
de guidage (25).
20. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon une des revendications
13 à 19, caractérisé en ce que la plaque preneuse et porteuse (12) est de forme creuse
et le dispositif à came (25,27) est disposé au moins partiellement dans la cavité
intérieure de la plaque preneuse et porteuse creuse (12).
21. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon les revendications 19
à 20, caractérisé en ce que les nervures ou plaques qui renferment les éléments de
montage du galet de contre-came constituent des raidisseurs au moins pour la paroi
de contre-butée (14) de la plaque preneuse et porteuse (12) qui est dirigée vers le
conteneur à vider.
22. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon une des revendications
13 à 21, caractérisé en ce que le ressort de rappel (29) est un ressort de traction
dont la ligne d'action est décalée par rapport aux points de rotation (30a,30b) du
levier oscillant (28) et à distance de ces points de rotation dans toutes les positions
de la plaque preneuse et porteuse (12).
23. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon une des revendications
1 à 22, caractérisé en ce que les surfaces preneuses (17) de la plaque preneuse et
porteuse (12) présentent un bombé convexe.
24. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon la revendication 23,
caractérisé par une courbure des génératrices horizontales et verticales de la surface
preneuse (17).
25. Dispositif élévateur-culbuteur ou simplement culbuteur selon la revendication 23 ou
24, caractérisé en ce que la plaque preneuse et porteuse (12) présente, dans le prolongement
bilatéral de ses surfaces preneuses (17), des prolongements porteurs latéraux (19)
qui comportent eux-mêmes une surface de portée supérieure (20) pour le bord inférieur
de la paroi d'une niche réceptrice (54) prévue sur le conteneur (55) pour recevoir
la plaque preneuse (12).