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(11) |
EP 0 268 977 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.02.1991 Patentblatt 1991/09 |
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Anmeldetag: 17.11.1987 |
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Vorrichtung zum galvanischen Beschichten eines elektrisch leitenden Gegenstandes
Apparatus for the galvanic coating of an elongated electrically conductive object
Dispositif de placage électrolytique d'un objet allongé.
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
22.11.1986 DE 3639975
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.06.1988 Patentblatt 1988/22 |
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Patentinhaber: Schempp & Decker Maschinenbau GmbH |
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D-1000 Berlin 42 (DE) |
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Erfinder: |
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- Niemeyer, Rolf
D-1000 Berlin 48 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Döring, Roger, Dipl.-Ing. |
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Weidenkamp 2 30855 Langenhagen 30855 Langenhagen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
FR-A- 2 139 037
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US-A- 4 431 500
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 8, Nr. 106 (C-223)[1543], 18. Mai 1984; & JP-A-59
20 489 (NIHON EREKUTOROPUREITEINGU ENGINEERS K.K.) 02-02-1984
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN, Band 8, Nr. 98 (C-221)[1535], 9. Mai 1984; & JP-A-59 13
090 (FUJIKURA DENSEN K.K.) 23-01-1984
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum galvanischen Beschichten von
Teilen eines langgestreckten, in seiner Längsrichtung bewegten elektrisch leitfähigen
Gegenstandes, bestehend aus einem drehbar gelagerten Rad aus Kunststoff, an dem der
über Führungsrollen geführte leitfähige Gegenstand auf einem Teil der Umfangsfläche
feuchtigkeitsdicht anliegt, aus mindestens einem über Umlenkrollen geführten endlosen
Band aus Isoliermaterial, das unter Freilassung der zu beschichtenden Teile in gespanntem
Zustand dicht an dem leitfähigen Gegenstand anliegt und mit der gleichen Geschwindigkeit
wie dieser bewegbar ist, aus einem das Beschichtungsmaterial enthaltenden Elektrolytbehälter
und aus mindestens einer auf die Bewegungsbahn des leitfähigen Gegenstandes gerichteten
Spritzdüse (DE-OS 24 47 091).
[0002] Eine derartige Vorrichtung wird beispielsweise zur Herstellung der Kontaktflächen
von elektrischen Bauelementen benötigt. Der langgestreckte, elektrisch leitfähige
Gegenstand kann ein Metallband sein, das im kontinuierlichen Durchlauf mit Streifen
oder unterbrochenen Mustern beschichtet wird und aus dem entsprechende Kontaktelemente
oder auch Leiterzüge herausgestanzt werden. Bei dem langgestreckten, elektrisch leitfähigen
Gegenstand kann es sich aber auch um eine Vielzahl von metallischen Hülsen handeln,
die an einem gemeinsamen Band befestigt sind und innen beschichtet werden sollen.
Der Einfachheit halber wird im folgenden statt der Worte "langgestreckter, elektrisch
leitfähiger Gegenstand" das Wort "Metallband" verwendet.
[0003] Bei der bekannten Vorrichtung nach der eingangs erwähnten DE-OS 24 47 091 taucht
das Rad etwa bis zur Hälfte in den Elektrolyten ein. Die Spritzdüse ist ebenfalls
im Elektrolyten angeordnet. An einem Teil der Umfangsfläche des Rades liegt feuchtigkeitsdicht
ein zu beschichtendes Metallband an, das kontinuierlich bewegt und durch mindestens
ein Band aus Isoliermaterial zumindest teilweise abgedeckt wird. Bei dieser bekannten
Vorrichtung ist das während der Beschichtung sich langsam um seine Achse drehende
Rad ständig unterschiedlichen Temperaturen ausgesetzt. Der Elektrolyt ist auf eine
Temperatur von etwa 60° C aufgeheizt, während außerhalb des Elektrolyten Raumtemperatur
von etwa 20° C herrscht. Die Abmessungen (Durchmesser) des aus Kunststoff bestehenden
Rades schwanken demtentsprechend, was auch zu Maßschwankungen bzw. Ungenauigkeiten
bei den abgeschiedenen Schichten führt. Der Elektrolyt wird außerdem vom sich drehenden
Rad mitgeschleppt. Er kann dadurch an dessen Lagerstelle gelangen, die dadurch zerstört
werden kann. Weiterhin benötigt die bekannte Vorrichtung wegen des eintauchenden Rades
ein relativ großes Volumen für den Elektrolyten. Sie wird dadurch insbesondere dann
teuer, wenn ein Edelmetall, wie beispielsweise Gold oder Silber, abgeschieden werden
soll. Die Wirksamkeit der Spritzdüse ist bei dieser bekannten Vorrichtung stark beeinträchtigt,
da dieselbe in dem Elektrolyten angeordnet ist, so daß der aus der Spritzdüse austretende
Strahl vom dieselbe umgebenden Elektrolyten gebremst wird. Das Band aus Isoliermaterial
wird außerdem mit einer komplizierten Spannvorrichtung gespannt, durch welche das
Einführen des Metallbandes bei Inbetriebnahme der Vorrichtung erschwert wird.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum galvanischen Abscheiden
von Schichten auf einem in seiner Längsrichtung bewegten, teilweise an einem Rad aus
Kunststoff anliegenden Metallband anzugeben, die einfach zu handhaben ist, bei der
das Rad keinen großen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist und die mit einem kleinen
Elektrolytvolumen auskommt.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs geschilderten Art gemäß der
Erfindung dadurch gelöst,
- daß in dem Bereich, in dem das Metallband an der Umfangsfläche des nicht in den Elektrolyten
eintauchenden Rades anliegt, eine mit dem Elektrolytbehälter in Verbindung stehende,
außerhalb des Elektrolyten liegende Spritzeinrichtung mit mindestens einer in Richtung
des Metallbandes weisenden Öffnung, aus welcher der Elektrolyt unter Druck austritt,
angebracht ist und
- daß das Rad etwa rechtwinklig zu dem am leitfähigen Gegenstand anliegenden Teil des
Bandes aus Isoliermaterial in radialer Richtung verstellbar ist.
[0006] Bei dieser Vorrichtung taucht das Rad nicht in den Elektrolyten ein, sondern der
Elektrolyt wird mit einer Spritzeinrichtung unter Druck auf die zu beschichtenden
Stellen des Metallbandes aufgespritzt. Ein Ausschleppen von Elektrolyt durch das Rad
ist dadurch verhindert, so daß seine Lagerstelle nicht belastet wird. Das Elektrolytvolumen
kann aus diesem Grunde klein gehalten werden, so daß die Vorrichtung besonders für
die Beschichtung mit Edelmetallen, wie Gold und Silber, geeignet ist. Das Rad wird
außerdem während des Betriebes keinen unterschiedlichen Temperaturen ausgesetzt, so
daß seine Abmessungen während des Betriebes nicht schwanken. Die abzuscheidenden Schichten
können daher mit großer Maßgenauigkeit aufgebracht werden. Da der Elektrolyt ständig
aus seinem Behälter herausgepumpt wird und nach dem Verlassen der Spritzeinrichtung
in denselben zurückgelangt findet ständig ein schneller Austausch des Elektrolyten
statt, so daß ein guter Stofftransport gewährleistet ist. Durch den unter Druck unbehindert
auf die zu beschichtenden Stellen des Metallbandes aufgebrachten Elektrolyten wird
außerdem die Diffusionsschicht zerstört, so daß sich eine maximale Stromausbeute ergibt.
Durch die radiale Verstellbarkeit des Rades ist außerdem eine einfache Möglichkeit
zur Spannung des Bandes aus Isoliermaterial gegeben. Das macht sich insbesondere bei
der Inbetriebnahme der Vorrichtung vorteilhaft bemerkbar, wenn ein Metallband um das
Rad herumgeführt wird.
[0007] In einer bevorzugten Ausführungsform der Vorrichtung wird ein an seiner Umfangsfläche
profiliertes Rad verwendet. Es weist in der Umfangsfläche eine umlaufende, U-förmige
Vertiefung auf, in welcher das Metallband und das Band aus Isoliermaterial liegen.
Da beide mit großer Maßgenauigkeit hergestellt sind, ergeben sich hier keine Führungsprobleme.
Die Spritzeinrichtung wird so nahe an das Metallband herangeführt, daß sie bis in
die Vertiefung hineinragt. Dadurch ist eine zusätzliche Sicherheit gegen eine Benetzung
der Außenflächen des Rades durch den Elektrolyten gegeben. Die überstehenden Ränder
des Rades an beiden Seiten der Vertiefung können spitz oder in Form einer Hohlkehle
ausgeführt sein. Es bilden sich an den dadurch spitzen Kanten Tropfnasen, von denen
der überschüssige Elektrolyt sich leicht ablöst.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung nach der Erfindung gehen aus
den Unteransprüchen hervor.
[0009] Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in den Zeichnungen dargestellt.
[0011] Fig. 1 eine Gesamtansicht der Vorrichtung nach der Erfindung in schematischer Darstellung.
[0012] Fig. 2 eine Draufsicht auf die Spritzeinrichtung.
[0013] Fig. 3 und 4 den Randbereich des in der Vorrichtung verwendeten Rades in zwei unterschiedlichen
Ausführungsformen in vergrößerter Darstellung.
[0014] Fig. 5 einen Abschnitt eines beschichteten Metallbandes.
[0015] Fig. 6 eine Anzahl von innen zu beschichtenden, an einem Band befestigten Hülsen.
[0016] Die Vorrichtung nach Fig. 1 weist eine Grundplatte 1 auf, an der ein aus Kunststoff
bestehendes Rad 2 drehbar gelagert ist. Das aus einem temperaturfesten und mechanisch
stabilen Kunststoff - beispielsweise PMMA - bestehende Rad 2 ist entsprechend dem
Doppelpfeil 3 in radialer Richtung verstellbar. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist das Rad 2 in der Höhe verstellbar. Für die Verstellung wird vorzugsweise eine
Pneumatik eingesetzt, damit im Falle von Undichtigkeiten keine Verschmutzung des Elektrolyten,
beispielsweise durch austretende Hydrauliköle, eintreten kann.
[0017] An der Grundplatte 1 sind außerdem zwei Führungsrollen 4 und 5 drehbar gelagert,
deren Achse parallel zur Achse des Rades 2 verlaufen. Ein teilweise zu beschichtendes
Metallband 6 ist zwischen den beiden Führungsrollen 4 und 5 um das Rad 2 herumgeführt,
an dessen Umfangsfläche es fest und feuchtigkeitsdicht anliegt. Die Führungsrollen
4 und 5 können auch der Stromzuführung an das Metallband 6 dienen, das dadurch als
Kathode geschaltet ist. Zu der Vorrichtung gehören weiterhin vier ebenfalls an der
Grundplatte 1 angebrachte Umlenkrollen 7 bis 10, um die herum mindestens ein aus Isoliermaterial
bestehendes Band 11 als endloses Band herumgeführt ist. Zwischen den Umlenkrollen
7 und 8 liegt das Band 11 ebenfalls fest an der Umfangsfläche des Rades 2 an. Es wird
dadurch gegen das Metallband 6 gedrückt. Durch die Anordnung des Rades 2, der Führungsrollen
4 und 5 und der Umlenkrollen 7 bis 10 an der Grundplatte 1 ist sichergestellt, daß
alle Achsen dieser Teile parallel zueinander verlaufen. Metallband 6 und Band 11 können
daher ein wandfrei geführt werden. Dazu kann an allen Rollen und am Rad 2 eine in
einer Ebene liegende Kante angebracht werden.
[0018] Das abdeckende Band 11 kann aus zwei oder mehr nebeneinander liegenden Teilbändern
(Fig. 3) bestehen, wenn auf dem Metallband 6 durchgehende Streifen abgeschieden werden
sollen. Es kann aber auch als einteiliges Band mit voneinander getrennten Durchbrechungen
versehen sein, welche die Oberfläche des Metallbandes 6 partiell zur Beschichtung
freilassen.
[0019] In dem Bereich, in dem das Metallband 6 und das abdeckende Band 11 am Rad 2 anliegen,
ist eine Spritzeinrichtung 12 an der Grundplatte 1 befestigt, die mit einem Elektrolytbehälter
13 über ein nicht dargestelltes Pumpsystem in Verbindung steht. In der Spritzeinrichtung
12 ist mindestens eine nicht dargestellte Anode angebracht. Die Spritzeinrichtung
12 ist vorzugsweise mit einem Krümmungsradius gebogen, der dem Radius des Rades 2
entspricht. Sie weist mindestens eine in Richtung des Rades 2 weisende Öffnung 14
auf, aus welcher der das Beschichtungsmaterial enthaltende Elektrolyt unter Druck
austreten kann. Die Spritzeinrichtung 12 ist von einer Wanne 30 umgeben, durch welche
überschüssiger Elektrolyt aufgefangen und in den Behälter 13 zurückgeführt wird.
[0020] Die Grundplatte 1 und der Elektrolytbehälter 13 können auf einem Gestell 15 angeordnet
sein, das vorzugsweise mit Rollen 16 ausgerüstet und dadurch leicht als auswechselbare
Einheit an jeden beliebigen Einsatzort transportiert werden kann. Auf dem Gestell
können auch die für eine galvanische Anlage sonst noch benötigten peripheren Systeme,
wie Gleichrichter, Pumpen, Verstellorgane und Dosiereinrichtung, angebracht sein.
[0021] Für die Inbetriebnahme der Vorrichtung wird das Rad 2 in die in Fig. 1 strichpunktiert
eingezeichnete Position gebracht. Das abdeckende Band 11 ist dabei entspannt. Das
zu beschichtende Metallband 6 kann jetzt sehr einfach in die Vorrichtung eingelegt
werden. Es wird dazu auf die beiden Führungsrollen 4 und 5 aufgelegt und mit seinem
freien Ende an einen Abzug angeschlossen. Danach wird das Rad 2 nach unten bewegt
und in die in Fig. 1 eingezeichnete Position gebracht. Es nimmt dabei das Metallband
6 mit und drückt dasselbe sowie das Band 11 fest an seine Umfangsfläche an. Das Band
11 wird auf diese Weise sehr einfach mit der erforderlichen Kraft gespannt. Ein gesonderter
Spannmechanismus ist nicht erforderlich.
[0022] Beim Betrieb der Vorrichtung wird das Metallband 6 von einer nicht dargestellten
Vorratsspule beispielsweise in Richtung des Pfeiles P oder auch in entgegengesetzter
Richtung abgezogen. Es liegt dabei beispielsweise zwischen den beiden Führungsrollen
4 und 5 an elektrischer Spannung. Im Bereich der Spritzeinrichtung 12 wird das Metallband
6 an den nicht durch das Band 11 abgedeckten Stellen beschichtet. Das beschichtete
Metallband 6 kann auf eine Spule aufgewickelt oder auch direkt der Weiterbearbeitung
zugeführt werden.
[0023] Das Rad 2 ist vorzugsweise aus Scheiben 17 aufgebaut, so daß es leicht an unterschiedlich
breite und unterschiedlich profilierte Metallbänder 6 angepaßt werden kann. In den
Ausführungsbeispielen nach den Fig. 3 und 4 sind jeweils vier Scheiben 17 vorhanden.
Statt vollständiger Scheiben 17 können auch Ringscheiben verwendet werden, die in
gewünschter Anzahl auf einen zentralen zylindrischen Grundkörper des Rades 2 aufgeschoben
werden.
[0024] In bevorzugter Ausführungsform weist das Rad 2 in seiner Umfangsfläche eine umlaufende,
U-förmige Vertiefung 18 zur Aufnahme und Führung des Metallbandes 6 und des Bandes
11 auf. Die Vertiefung 18 wird auf beiden Seiten von Vorsprüngen 19 und 20 begrenzt,
die bezogen auf das Rad 2 radial abstehen. Die freien Enden der Vorsprünge 19 und
20 können spitz zulaufen (19) oder als Hohlkehle (20) ausgeführt sein. Die so geschaffenen
spitzen Kanten wirken als Tropfnasen, von denen sich überschüssiger Elektrolyt leicht
ablöst. Der Spritzkopf der Spritzeinrichtung 12 wird möglichst dicht an das zu beschichtende
Metallband 6 herangeführt. Er ragt vorzugsweise bis in die Vertiefung 18 hinein. Dadurch
ist eine zusätzliche Sicherheit dafür gegeben, daß das Rad 2 an seiner Außenseite
nicht verschmutzt wird.
[0025] Damit das Metallband 6 nicht direkt am Rad 2 anliegt, ist um dasselbe herum vorzugsweise
ein aus Isoliermaterial bestehendes Abdeckband 21 angebracht. Die Vorrichtung nach
Fig. 3 weist drei Bänder 11 auf, zwischen denen Lücken vorhanden sind. Mit dieser
Vorrichtung lassen sich daher Streifen 22 (Fig. 5) auf einem Metallband 6 abscheiden.
[0026] Das Rad 2 nach Fig. 4 ist so aufgebaut, daß unter Einsatz desselben metallische Hülsen
23 (Fig. 6) innen beschichtet werden können. Es weist auf einer Seite einen radial
vorstehenden, als Begrenzung dienenden Ansatz 24 auf, der wiederum spitz zulaufen
oder als Hohlkehle enden kann. Die Spritzeinrichtung 12 ist bei dieser Ausführungsform
auf der dem Ansatz 24 gegenüber liegenden Seite des Rades 2 angebracht. Sie weist
als Öffnung mindestens eine Düse 25 auf, welche parallel zur Achse des Rades 2 verläuft
und möglichst nah bis an die zu beschichtenden Hülsen 23 herangeführt ist. Das Rad
2 ist mit einem axialen Vorsprung 26 ausgerüstet, welcher die Düse 25 weitgehend abdeckt
und dadurch verhindert, daß aus der Düse 25 austretender Elektrolyt an die Außenseite
des Rades 2 gelangt.
[0027] Die Hülsen 23 sind an einem Streifen 27 befestigt. Die Einheit aus Streifen 27 und
Hülsen 23 ist an der Umfangsfläche des Rades 2 zwischen zwei entsprechend profilierten
Bändern 28 und 29 angeordnet. Das Band 29 entspricht dem im vorangehenden geschilderten
Band 11. Die Hülsen 23 sind durch die beiden Bänder 28 und 29 von außen abgedeckt.
Es werden daher mit entsprechend niedrigem Materialverbrauch nur die inneren Oberflächen
beschichtet.
1. Vorrichtung zum galvanischen Beschichten von Teilen eines langgestreckten, in seiner
Längsrichtung bewegten elektrisch leitfähigen Gegenstandes, bestehend aus einem drehbar
gelagerten Rad aus Kunststoff, an dem der über Führungsrollen geführte leitfähige
Gegenstand auf einem Teil der Umfangsfläche feuchtigkeitsdicht anliegt, aus mindestens
einem über Umlenkrollen geführten endlosen Band aus Isoliermaterial, das unter Freilassung
der zu beschichtenden Teile in gespanntem Zustand dicht an dem leitfähigen Gegenstand
anliegt und mit der gleichen Geschwindigkeit wie dieser bewegbar ist, aus einem das
Beschichtungsmaterial enthaltenden Elektrolytbehälter und aus mindestens einer auf
die Bewegungsbahn des leitfähigen Gegenstandes gerichteten Spritzdüse,
dadurch gekennzeichnet,
- daß in dem Bereich, in dem der leitfähige Gegenstand an der Umfangsfläche des nicht
in den Elektrolyten eintauchenden Rades (2) anliegt, eine mit dem Elektrolytbehälter
in Verbindung stehende, außerhalb des Elektrolyten liegende Spritzeinrichtung (12)
mit mindestens einer in Richtung des leitfähigen Gegenstandes weisenden Öffnung, aus
welcher der Elektrolyt unter Druck austritt, angebracht ist und
- daß das Rad (2) etwa rechtwinklig zu dem am leitfähigen Gegenstand anliegenden Teil
des Bandes (11) aus Isoliermaterial in radialer Richtung verstellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang des Rades (2) eine umlaufende, im Querschnitt U-förmige Vertiefung
(18) zur Aufnahme des leitfähigen Gegenstandes und des Bandes (11) aus Isoliermaterial
angebracht ist, die auf beiden Seiten von radial vorstehenden Vorsprüngen (19,20)
begrenzt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden der Vorsprünge (19,20) spitz oder als Hohlkehle ausgeführt
sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Vertiefung (18) und damit die Breite des Rades (2) verstellbar
ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Rad (2) aus mindestens zwei Scheiben (17) bzw. Scheibenringen aufgebaut
ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Spritzeinrichtung (12) in Richtung des Umfanges des Rades (2) gebogen verlaufend
ausgeführt ist, mit einem etwa dem Radius des Rades (2) entsprechenden Krümmungsradius.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Spritzeinrichtung (12) in die Vertiefung (18) am Umfang des Rades (2) hineinragt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Seite des Rades (2) ein umlaufender, radial vorstehender Ansatz (24)
angebracht ist und daß die auf der gegenüberliegenden Seite des Rades (2) angeordnete
Spritzeinrichtung (12) mindestens eine in Richtung der Achse des Rades (2) verlaufende
Düse (25) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß alle Bauteile derselben, wie Rollen, Rad und Spritzeinrichtung, auf einer gemeinsamen
Grundplatte (1) angeordnet sind.
10. Verfahren zum teilweise galvanischen Beschichten eines elektrisch leitfähigen Gegenstandes
mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der das Beschichtungsmaterial enthaltende Elektrolyt auf die zu beschichtenden,
nicht in den Elektrolyten eintauchenden Teile aufgespritzt wird.
11. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und 9 zum teilweisen
Beschichten eines Metallbandes (6).
12. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 sowie 8 und 9 zum Innenbeschichten
von an einem Streifen (27) befestigten metallischen Hülsen (23).
1. An apparatus for the galvanic coating of parts of a long, electrically conductive
article which is being moved in its longitudinal direction, consisting of a rotatably
mounted wheel of plastics material, against which the conductive article, guided over
guide rollers, bears over a portion of the circumferential surface in a moisture-tight
manner, of at least one endless band of insulating material which is guided over guide
rollers and lies closely against the conductive article in the taut state leaving
the parts to be coated free, and can be moved at the same speed as this article, of
an electrolyte container containing the coating material and of at least one spraying
nozzle directed onto the path of movement of the conductive article,
characterised in that
- in the region in which the conductive article bears against the circumferential
surface of the wheel (2), which wheel does not dip into the electrolyte, there is
provided a spraying device (12) which is in communication with the electrolyte container
and is situated outside the electrolyte and which has at least one opening facing
in the direction of the conductive article, out of which opening the electrolyte emerges
under pressure, and
- that the wheel (2) is adjustable in the radial direction substantially at right
angles to the part of the band (11) of insulating material lying against the conductive
article.
2. An apparatus according to Claim 1, characterised in that provided at the circumference of the wheel (2) there is an encircling recess (18)
which is U-shaped in cross-section to receive the conductive article and the bond
(11) of insulating material and which is bounded on both sides by radially projecting
projections (19, 20).
3. An apparatus according to Claim 1 or 2, characterised in that the free ends of the projections (19, 20) are made pointed or concave.
4. An apparatus according to any one of Claims 1 to 3, characterised in that the width of the recess (18) and hence the width of the wheel (2) is adjustable.
5. An apparatus according to any one of Claims 1 to 4, characterised in that the wheel (2) is composed of at least two discs (17) or annular discs.
6. An apparatus according to any one of Claims 1 to 5, characterised in that the spraying device (12) is made extending curved in the direction of the circumference
of the wheel (2), with a radius of curvature corresponding substantially to the radius
of the wheel (2).
7. An apparatus according to any one of Claims 1 to 6, characterised in that the spraying device (12) projects into the recess (18) at the circumference of the
wheel (2).
8. An apparatus according to Claim 1, characterised in that an encircling, radially projecting extension (24) is provided at one side of the wheel
(2) and that the spraying device (12), disposed at the opposite side of the wheel
(2), comprises at least one nozzle (25) extending in the direction of the axis of
the wheel (2).
9. An apparatus according to any one of Claims 1 to 8, characterised in that all the components thereof, such as rollers, wheel and spraying device, are disposed
on a common base plate (1).
10. A method for the partial galvanic coating of an electrically conductive article with
an apparatus according to any one of Claims 1 to 9, characterised in that the electrolyte containing the coating material is sprayed onto the parts to be coated
which do not dip into the electrolyte.
11. The use of an apparatus according to any one of Claims 1 to 7 and 9 for the partial
coating of a metal strip (6).
12. The use of an apparatus according to any one of Claims 1, 8 and 9 for the internal
coating of metallic sleeves (23) secured to a strip (27).
1. Dispositif de placage électrolytique de parties d'un objet allongé, conducteur d'électricité,
se déplaçant dans sa direction longitudinale, constitué d'une roue en matière plastique
montée rotative contre laquelle est appliqué l'objet conducteur, de manière étanche
à l'humidité sur une partie de surface périphérique, guidé par des rouleaux de guidage,
constitué d'au moins un ruban sans fin en matière isolante guidé par des poulies de
renvoi, qui tout en dégageant les parties à plaquer, est appliqué à l'état tendu tout
contre l'objet conducteur, et se déplace à la même vitesse que celui-ci, constitué
d'une cuve d'électrolyse contenant la matière de placage, ainsi que d'au moins un
gicleur orienté vers la voie de déplacement de l'objet conducteur,
caractérisé
- en ce que dans la zone dans laquelle l'objet conducteur est appliqué contre la surface
périphérique de la roue (2) non immergée dans l'électrolyte, il est disposé un dispositif
de pulvérisation (12) communiquant avec la cuve d'électrolyse, situé à l'extérieur
de l'électrolyte, comportant au moins un orifice dirigé vers l'objet conducteur, par
lequel l'électrolyte sort sous pression,
- en ce que la roue (2) est réglable radialement, à peu près perpendiculairement à
la partie du ruban (11) en matière isolante, appliquée contre l'objet conducteur.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que sur le pourtour de la roue
(2), est pratiqué un creux (18) périphérique, de section transversale en U, destiné
à recevoir l'objet conducteur et le ruban (11) en matière isolante, lequel creux est
limité des deux côtés par des saillies radiales (19, 20).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les extrémités libres
des saillies (19, 20) sont pointues ou en forme de gorge.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la largeur
du creux (18) et par conséquent la largeur de la roue (2) est réglable.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la roue (2)
est constituée d'au moins deux disques (17) ou anneaux de disque.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif
de pulvérisation (12) est courbé dans la direction du pourtour de la roue (2), selon
un rayon de courbure correspondant à peu près au rayon de la roue (2).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le dispositif
de pulvérisation (12) pénètre dans le creux (18) pratiqué sur le pourtour de la roue
(2).
8. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un talon continu (24) faisant
saillie radialement est placé sur une face de la roue (2) et en ce que le dispositif
de pulvérisation (12) disposé sur la face opposée de la roue (2), comporte au moins
un gicleur (25) dirigé vers l'axe de la roue (2).
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que tous les éléments
constitutifs tels que les rouleaux, la roue et le dispositif de pulvérisation, sont
disposés sur un socle (1) commun.
10. Procédé de placage électrolytique partiel d'un objet conducteur d'électricité, comportant
un dispositif selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'électrolyte
contenant la matière de placage est pulvérisé sur les parties à plaquer, immergées
dans l'électrolyte.
11. L'application d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 7 et 9 au placage
partiel d'un ruban métallique (6).
12. L'application d'un dispositif selon l'une des revendications 1 ainsi que 8 et 9 pour
le placage intérieur de douilles (23) métalliques fixées sur une bande (27).

