[0001] Die Erfindung betrifft eine Mischvorrichtung nach dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Eine Mischvorrichtung der vorausgesetzten Art ist beispielsweise aus der DE-PS 21
10 047 bekannt. Bei dieser Mischvorrichtung befindet sich das Rührwerk in dem zweiten
Behälterteil der an der ortsfesten Halterung schwenkbar gelagert ist, wodurch der
transportabel ausgebildete erste Behälterteil, nachdem er unter den zweiten Behälterteil
gebracht worden ist, durch eine verhältnismäßig kleine vertikale Relativbewegung
zwischen beiden Behälterteilen mit dem zweiten Behälterteil verbunden werden kann.
Durch Wegfall einer größeren vertikalen Relativbewegung zwischen dem transportabel
ausgebildeten ersten Behälterteil und dem das Rührwerk enthaltenden zweiten Behälterteil
verringert sich nicht nur der anlagentechnische Aufwand, sondern es vereinfacht sich
auch die Handhabung der Mischvorrichtung.
[0003] Da der Mischbehälter und das Rührwerk dann aus der etwa vertikalen Ausgangsstellung
um 180° in eine vertikale Mischstellung geschwenkt werden, in der der zweite Behälterteil
den Boden des Mischbehälters bildet, wird erreicht, daß das Mischwerk sich dicht
am Boden des Mischbehälters befindet, wodurch auch bei schwierig zu mischenden Gütern
eine vollständige Durchmischung gewährleistet wird.
[0004] Bei dieser bekannten Mischvorrichtung ist der An triebsmotor für das Rührwerk in
axialer Verlängerung des Rührwerks auf der Außenseite des zweiten Behälterteiles
angeordnet, so daß der Antriebsmotor zusammen mit dem zweiten Behälterteil beim Übergang
von der Ausgangsstellung in die Mischstellung (und umgekehrt) geschwenkt wird.
[0005] Bei diesen und ähnlichen Mischvorrichtungen ist es in der Praxis wünschenswert, daß
das im Mischbehälter enthaltene Gut nach dem Mischvorgang und Zurückschwenken des
Mischbehälters in die vertikale Ausgangsstellung ein zumindest annähernd parallel
zur Oberkante des ersten Behälterteiles verlaufendes oberes Gutniveau einnimmt.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Mischvorrichtung der im Oberbegriff
des Anspruches 1 vorausgesetzten Art in der Weise weiterzubilden, daß bei verhältnismäßig
einfacher konstruktiver Ausführung der Mischvorrichtung selbst das fertige Mischgut
nach Rückkehr des Mischbehälters in seine stabile Ausgangsstellung (in der der erste
Behälterteil vom zweiten Behälterteil wieder abgekuppelt wird) im ersten Behälterteil
ein oberes Gutniveau einnimmt, das annähernd parallel zur Oberkante dieses ersten
Behälterteiles liegt.
[0007] Erfindungsgemäß wird dies durch das im Kennzeichen des Anspruches 1 angegebene Merkmal
erreicht.
[0008] Während bei der oben beschriebenen bekannten Ausführung (DE-PS 21 10 047) der Mischbehälter
um 180° um die horizontale Tragachse aus der vertikalen Ausgangsstellung in die vertikale
Mischstellung und nach Beendigung des Mischvorganges wieder um 180° in die vertikale,
stabile Ausgangsstellung zurückgeschwenkt wird, ist bei der vorliegenden Erfindung
für den Mischbehälter eine derart ausgebildete Schwenkantriebsvorrichtung vorgesehen,
daß der Mischbehälter bei der Rückschwenk-Bewegung aus der Mischstellung in die stabile
Ausgangsstellung zunächst um ein einstellbares Winkelmaß über diese Ausgangsstellung
hinausgeschwenkt wird, und zwar in eine Niveau-Ausgleichsstellung, und erst dann
wird der Mischbehälter auf dieser Niveau-Ausgleichsstellung in die stabile Ausgangsstellung
zurückgeschwenkt. Wenn der Mischbehälter nach Beendigung des Mischvorganges aus der
vertikalen Mischstellung um nur 180° in die Ausgangsstellung zurückgeschwenkt worden
ist, dann böscht sich das Mischgut innerhalb des Mischbehälters noch unter einem auf
die Guteigenschaften zurückzuführenden Schüttwinkel ab, d. h. das obere Gutniveau
bildet einen Winkel zur Oberkante des Mischbehälters. Indem man nun erfindungsgemäß
den Mischbehälter bei seinem Zurückschwenken aus der Mischstellung zunächst über die
vertikale Ausgangsstellung, d. h. über 180° hinaus in die Niveau-Ausgleichsstellung
schwenkt, vollzieht sich eine entgegengesetzte Schüttbewegung des Schüttgutes innerhalb
des Mischbehälters, so daß nach dem Zurückschwenken aus der Niveau-Ausgleichsstellung
in die vertikale, stabile Ausgleichsstellung das Mischgut ein annähernd parallel
zur Oberkante des ersten Behälterteiles aufweisendes oberes Gutniveau einnimmt. Es
versteht sich von selbst, daß die Größe des Winkelmaßes, um das die Rückschwenkbewegung
über 180° hinausgeht, sich nach den Fließeigenschaften (Böschungswinkel) des Schüttgutes
richtet, d. h. bei leicht fließendem Gut kommt man mit einem relativ kleinen Winkelmaß
aus, während bei schwerfließendem Mischgut das Winkelmaß entsprechend größer sein
muß, um den gewünschten Niveauausgleich herbeizuführen.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen sowie konstruktive Ausgestaltungen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] Die Erfindung sei im folgenden Anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispieles näher
erläutert. In der weitgehend schematisch gehaltenen Zeichnung zeigen
Fig. 1 bis 5 gleichartige Seitenansichten bei jeweils verschiedenen Stellungen und
Betriebszuständen der Mischvorrichtung, insbesondere des Mischbehälters;
Fig. 6 eine Teilaufsicht auf die Mischvorrichtung.
[0011] Der allgemeine Aufbau dieser erfindungsgemäßen Mischvorrichtung sei zunächst anhand
der Fig. 1 beschrieben, wobei jedoch betont wird, daß in allen anderen Fig. dieselben
Vorrichtungsteile mit denselben Be zugszeichen versehen sind, so daß sich die anhand
der Fig. 1 vorgenommene Beschreibung auch auf die übrigen Fig., insbesondere die Fig.
2 bis 5 bezieht.
[0012] Die in Fig. 1 veranschaulichte Mischvorrichtung enthält einen Mischbehälter 1, der
aus zwei schalenförmigen Behälterteilen, nämlich dem ersten Behälterteil 2 und dem
zweiten Behälterteil 3 besteht. Die beiden Behälterteile 2 und 3 sind in an sich bekannter
und daher im einzelnen nicht näher veranschaulichter Weise miteinander verbindbar.
Der erste Behälterteil 2 ist mit Hilfe eines Fahrgestells 4 oder dergleichen transportabel
ausgebildet und besitzt im dargestellten Ausführungsbeispiel einen Bodenauslauf 2a.
[0013] Der zweite Behälterteil 3 ist an einer gestellartigen, ortsfesten Halterung 5 mittels
einer horizontalen Tragachse 6 in einer Weise drehbar gelagert, wie es weiter unten
noch im einzelnen erläutert wird. Im zweiten Behälterteil 3 ist ein Rührwerk 7 angeordnet,
das ebenfalls in an sich bekannter Weise ausgeführt sein kann und über eine Rührwerkswelle
8 von einem Antriebsmotor 9 angetrieben wird, der an die Bodenwand 3a dieses zweiten
Behälterteiles 3 angeflanscht ist. Die Rührwerkswelle 8 steht in der Ausgangsstellung
und Mischstellung des Mischbehälters 1 vertikal, entsprechend der vertikalen Achse
1a des Mischbehälters 1.
[0014] Es sei an dieser Stelle bemerkt, daß das Rührwerk 7 selbstverständlich auch in der
Mischvorrichtung gemäß den Fig. 2 bis 5 im zweiten Behälterteil 3 vorhanden ist,
daß dieses Rührwerk 7 jedoch in diesen Fig. 2 bis 5 der Übersichtlichkeit halber nicht
besonders veranschaulicht ist.
[0015] Die Mischvorrichtung enthält eine Schwenkantriebseinrichtung 10 für den Mischbehälter
1. Mit Hilfe dieser Schwenkantriebseinrichtung 10 kann der Mischbehälter 1 aus seiner
insbesondere in Fig. 3 gezeigten vertikalen, stabilen Ausgangsstellung, in der der
zweite Behälterteil 3 den Deckel des Mischbehälters 1 bildet und mit dem ersten Behälterteil
2 verbunden (zusammengekuppelt) ist, um 180° um seine horizontale Tragachse 6 in
seine vertikale, stabile Mischstellung geschwenkt werden, die in Fig. 4 veranschaulicht
ist und in der der zweite Behälterteil 3 den Boden des Mischbehälters 1 bildet.
[0016] Nach Beendigung des Mischvorganges (in der Mischstellung gemäß Fig. 4) wird der
Mischbehälter 1 dann wieder in seine vertikale, stabile Ausgangsstellung gemäß Fig.
3 zurückgeschwenkt, damit der erste Behälterteil 2 vom zweiten Behälterteil 3 wieder
abgekuppelt werden kann, um diesen ersten Behälterteil 2 mit dem fertiggemischten
Gut auf dem Fahrgestell 4 abzutransportieren.
[0017] Um nun den Mischbehälter 1 nach Beendigung des Mischvorganges in seine stabile Ausgangsstellung
(gemäß Fig. 3) zu bewegen, wird der Mischbehälter 1 aus der vertikalen Mischstellung
(Fig. 4) nicht einfach um 180° wieder zurückgeschwenkt, sondern die Schwenkantriebseinrichtung
10 ist derart ausgebildet, daß der Mischbehälter 1 bei der Rückschwenkung in seine
stabile Ausgangsstellung (Fig. 3) zunächst in eine um ein einstellbares Winkelmaß
(vgl. Winkel α in Fig. 5) über diese Ausgangsstellung hinausgehende Niveau-Ausgleichsstellung
geschwenkt wird, wie sie in Fig. 5 veranschaulicht ist. Dies bedeutet also, daß der
Mischbehälter 1 aus der vertikalen Mischstellung (Fig. 4) um 180° plus das Winkelmaß
α in die Niveau-Ausgleichsstellung gemäß Fig. 5 geschwenkt wird. Erst dann wird der
Mischbehälter 1 wieder um das Winkelmaß α in die stabile Ausgangsstellung gemäß Fig.
3 zurückgeschwenkt, in der also der Mischbehälter 1 vertikal ausgerichtet ist.
[0018] Der große Vorteil der aufeinanderfolgenden Schwenkabschnitte beim Zurückschwenken
des Mischbehälters 1 aus der Mischstellung in seine vertikale, stabile Ausgangsstellung
ist folgender: Wenn der Mischbehälter 1 nach Beendigung des Mischvorganges aus seiner
vertikalen Mischstellung (Fig. 4) nur um 180° in seine vertikale Ausgangsstellung
(Fig. 3) zurückgeschwenkt wird, dann böscht sich das im dann unten befindlichen ersten
Behälterteil 2 aufgenommene Mischgut - entsprechend seinem natürlichen Schüttwinkel
- im ersten Behälterteil 2 derart ab, daß sich ein oberes Schüttgutniveau einstellt,
das mit der Oberkante 2b dieses ersten Behälterteiles 2 einen Winkel bildet, wobei
- entsprechend dem Füllungsgrad des Behälterteiles - das Schüttgut über die Behälterteil-Oberkante
2b hinausgehen kann. Indem nun der ganze Mischbehälter 1 beim Zurückschwenken in
seine Ausgangsstellung zunächst über diese Ausgangsstellung hinaus in die Niveau-Ausgleichsstellung
(Fig. 5) geschwenkt wird, vollzieht sich eine entgegengesetzte Mischgutbewegung (durch
die erneute Schrägstellung des Mischbehälters 1 in entgegengesetzter Richtung) wodurch
das Mischgut gewissermaßen zurückfällt (entsprechend seinem natürlichen Schüttwinkel),
so daß das obere Gutniveau im ersten Behälterteil 2 annähernd parallel zur Oberkante
2b dieses ersten Behälterteiles 2 ausgerichtet wird. Wenn der Mischbehälter 1 dann
aus dieser Niveau-Ausgleichsstellung gemäß Fig. 5 in seine vertikale-stabile Ausgangsstellung
(gemäß Fig. 3) zurückgeschwenkt ist, dann nimmt das im ersten Behälterteil 2 enthaltene
Mischgut ein ausgeglichenes Niveau ein, wie es in den Fig. 3 und 5 bei 11 gestrichelt
angedeutet ist.
[0019] Die Größe des Winkelmaßes α (Fig. 5), um das der Mischbehälter 1 bei der Rückschwenkung
zunächst über die Ausgangsstellung des Mischbehälters 1 hinausschwenkt, ist abhängig
von der Fließeigenschaft des jeweiligen Mischgutes, d. h. bei leichtfließendem Mischgut
ist das Winkelmaß α relativ klein und bei schwerfließendem Mischgut ralativ groß.
Um den gewünschten Niveau-Ausgleich des Mischgutes im ersten Behälterteil 2 zu erreichen,
ist es zweckmäßig, wenn das Winkelmaß wenigstens 15° beträgt.
[0020] Als Schwenkantriebseinrichtung für die oben erläuterten Schwenkbewegungen des Mischbehälters
1 kann generell jede geeignete Ausführung verwendet werden, und zwar selbst eine solche,
die manuell betätigbar ist.
[0021] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Schwenkantriebseinrichtung 10 ist
ebenfalls in der Zeichnung veranschaulicht. Zur Erläuterung dieser Schwenkantriebseinrichtung
10 sei zunächst wiederum auf Fig. 1 Bezug genommen.
[0022] Diese Schwenkantriebseinrichtung 10 enthält ein Zahnrad-Übersetzungsgetriebe, das
als Antriebselement ein Antriebszahnsegment 12 besitzt, das um eine parallel zur horizontalen
Mischbehälter-Tragachse 6 verlaufende, ortsfest in der Halterung 5 gelagerte erste
Drehachse 13 drehbar ist. Dieses Antriebszahnsegment 12 steht in Verzahnungseingriff
mit einem Antriebszahnrad 14, das um eine ebenfalls ortsfest in der Halterung 5
gelagerte und horizontal zur Tragachse 6 verlaufende zweite Drehachse 15 drehbar
ist. Drehfest auf der Tragachse 6 ist ein Abtriebszahnrad 16 angeordnet, das mit
dem Antriebszahnrad 14 in Antriebsverbindung steht, und zwar unter Zwischenanordnung
wenigstens eines weiteren Zwischenzahnrades 17, das für eine entsprechende Zahnradübersetzung
sorgt und frei drehbar gelagert ist. Das Antriebszahnsegment 12 ist im Bereich seines
einen Umfangsabschnittes mit einer Art Verbindungsklaue 18 ausgebildet, so daß es
hierdurch hebelarmartig mit dem einen Ende 19a einer Kolbenstange 19 gelenkig verbunden
ist, wobei diese Kolbenstange 19 Teil eines druckmittelbetriebenen Schwenkantriebszylinders
20 ist, dessen eines, unteres Zylinderende 20a an der ortsfesten Halterung 5 gelenkig
gehaltert ist. Der Schwenkantriebszylinder 20 bildet somit das eigentliche Antriebsorgan
der Schwenkantriebseinrichtung und kann in Form eines Pneumatik- oder Hydraulikzylinders
ausgeführt sein.
[0023] Während die Schwenkantriebseinrichtung 10 dafür sorgt, daß der Mischbehälter 1 in
der oben beschriebenen Weise aus seiner Ausgangsstellung in seine Mischstellung und
zurück geschwenkt werden kann, ist es ferner sinnvoll, den zweiten Behälterteil 3
über die Mischbehälter-Tragachse 6 höhenverstellbar in der ortsfesten Halterung 5
anzuordnen, um - wie anhand der Fig. 1 bis 5 noch näher erläutert wird - mit Hilfe
einer nur geringen Höhenverstellbarkeit das Zusammenkuppeln und Auseinanderkuppeln
der beiden Behälterteile 2 und 3 zu erleichtern. Für diese Höhenverstellbarkeit
des zweiten Behälterteiles 3 ist die Mischbehälter-Tragachse 6 mitsamt ihrem Abtriebszahnrad
16 am freien Ende 21a einer nach Art eines einarmigen Hebelarmes ausgebildeten und
angeordneten Schwinge 21 gelagert. Das andere Ende 21b dieser Schwinge 21 wird von
der ortsfesten zweiten Drehachse 15 derart gehaltert, daß die ganze Schwinge 21 um
diese zweite Drehachse 15 geschwenkt werden kann. Für die Herbeiführung dieser Schwenkbewegung
greift am freien Ende 21a der Schwinge 21 ferner ein Höhenverstellungs-Schwenkantrieb
22 - ent sprechend gelenkig - an. Bei diesem Schwenkantrieb 22 kann es sich ebenfalls
um einen Pneumatik- oder Hydraulikzylinder handeln, dessen unteres Ende 22a von der
ortsfesten Halterung 5 gelenkig gehaltert ist, während das obere Ende 23a seiner Kolbenstange
23 am freien Schwingenende 21a angreift.
[0024] In vorteilhafter Weise wird es vorgezogen, die Schwinge 21 gehäuseartig derart auszuführen,
daß sie gleichzeitig eine Art Getriebekasten für den Getriebezug vom Antriebszahnrad
14 bis zum Abtriebszahnrad 16 bildet.
[0025] In der Teil-Aufsicht gemäß Fig. 6 ist zu erkennen, wie eine Seite des Mischbehälters
1 und insbesondere des zweiten Behälterteiles 3 fest mit der Tragachse 6 verbunden
ist. Danach kann die horizontale Tragachse 6 durch zwei Tragzapfen gebildet sein,
die sich diametral und genau fluchtend an den Außenwänden des zweiten Behälterteiles
3 gegenüberliegen. In dieser Fig. 6 ist außerdem angedeutet, wie die Schwinge 21 an
ihrem freien Ende 21a die Tragachse 6 lagert, an diesem freien Ende 21a mit dem oberen
Ende 23a der Kolbenstange 23 verbunden ist und wie das andere Schwingenende 21b von
der ortsfesten zweiten Drehachse 15 schwenkbar gehaltert ist. Auch die Zusammenordnung
des Zahnrad-Übersetzungsgetriebes mit dem Antriebszahnsegment 12, dem Antriebszahnrad
14, dem Zwischenzahnrad 17 und dem Abtriebszahnrad 16 ist zu erkennen. Vorzugsweise
handelt es sich beim Zahnsegment 12 und den Zahnrädern 14, 16, 17 um einfache Stirnräder
mit entsprechender Zähnezahl,um die am besten geeignete Zahnradübersetzung für die
Schwenkbewegung herbeiführen zu können.
[0026] Anhand der Fig. 1 bis 5 sei nachfolgend nochmals auf die verschiedenen Betriebszustände
der Mischvorrichtung eingegangen:
[0027] In der Darstellung gemäß Fig. 1 ist der transportable erste Behälterteil 2 etwa fluchtend
unter den zweiten Behälterteil 3 gefahren, wobei sich der erste Behälterteil 2 noch
auf seinem Fahrgestell 4 abstützt, während der zweite Behälterteil 3 durch die Schwinge
21 und mit Hilfe des HöhenverstellungsSchwenkantriebes 22 in seine obere Höhenlage
bewegt ist. Das offene Ende 3b des zweiten Behälterteiles 3 weist dabei gegen die
Oberkante 2b am oberen offenen Ende des ersten Behälterteiles 2.
[0028] Gemäß Fig. 2 ist der Höhenverstellungs-Schwenkantrieb 22 derart betätigt worden,
daß seine Kolbenstange 23 die Schwinge 21 um die ortsfeste zweite Drehachse 15 gemäß
Pfeil 24 nach unten geschwenkt hat, und zwar so weit nach unten, daß der z. Z. oben
befindliche zweite Behälterteil 3 bis gegen den ersten Behälterteil 2 geführt ist,
so daß diese beiden Behälterteile 2 und 3 in an sich bekannter Weise (daher nicht
im einzelnen dargestellt) zu einem einzigen Mischbehälter 1 fest miteinander verbunden
werden können.
[0029] Nachdem die beiden Behälterteile 2 und 3 zusammen gekuppelt sind, wird die Schwinge
21 durch den Höhenverstellungs-Schwenkantrieb 22 und dessen Kolbenstange 23 entsprechend
Pfeil 25 um die ortstfeste zweite Drehachse 15 wieder so weit nach oben geschwenkt,
daß der gesamte Mischbehälter 1 über die Tragachse 6 angehoben wird und der Bodenauslauf
2a des ersten Behälterteiles 2 ausreichend weit vom Fahrgestell 4 abgehoben ist. Diese
Stellung gemäß Fig. 3 ist im wesentlichen die vertikale, stabile Ausgangsstellung
des Mischbehälters, in der also der zweite Behälterteil 3 den Deckel des Mischbehälters
1 bildet.
[0030] Um nun den angehobenen Mischbehälter 1 aus seiner vertikalen Ausgangsstellung (Fig.
3) in seine vertikale, stabile Mischstellung zu schwenken, wird gemäß Fig. 4 die
Schwenkantriebseinrichtung 10 derart in Betrieb gesetzt, daß der Mischbehälter 1 gemäß
Pfeil 26 aus seiner in Fig. 3 gezeigten Ausgangsstellung in die in Fig. 4 dargestellte
vertikale Mischstellung geschwenkt wird, wobei er eine Schwenkbewegung von 180° um
seine horizontale Tragachse 6 ausführt. Zu diesem Zweck wird der Schwenkantriebszylinder
20 aktiviert, dessen Kolbenstange 19 in Richtung des Pfeiles 27 nach oben ausfährt
und dadurch das Antriebszahnsegment 12 um die ortsfeste erste Drehachse 13 dreht.
Durch den erläuterten Verzahnungseingriff bzw. das gebildete Zahnrad-Übersetzungsgetriebe
mit den Zahnrädern 14, 17 und 16 wird die gewünschte Schwenkbewegung des Mischbehälters
1 ausgeführt. In der vertikalen, stabilen Mischstellung gemäß Fig. 4 wird dann das
im Mischbehälter 1 enthaltene Mischgut mit Hilfe des Rührwerks 7 (Fig. 1) gemischt.
[0031] Nach Beedigung des Mischvorganges wird die Schwenkantriebseinrichtung 10 dann in
umgekehrter Richtung betrieben, indem der Schwenkantriebszylinder 20 die Kolbenstange
19 in umgekehrter Richtung (Pfeil 28) bewegt. Die Schwenkantriebseinrichtung 10 sorgt
dann dafür, daß der Mischbehälter 1 gemäß Pfeil 29 nicht nur um 180°, sondern um 180°
plus des Winkelmaß zunächst über die vertikale Ausgangsstellung (Fig. 3) hinaus in
die Niveau-Ausgleichsstellung gemäß Fig. 5 geschwenkt wird; erst von dort wird dann
- durch eine entsprechende Umsteuerung des Schwenkantriebszylinders 20 - der Mischbehälter
1 in die vertikale, stabile Ausgangslage gemäß Fig. 3 zurückgeschwenkt, so daß dann
das obere Gutniveau 11 im ersten Behälterteil 2 etwa parallel zur Oberkante 2b des
ersten Behälterteiles 2 verläuft.
[0032] Nach Erreichen der vertikalen, stabilen Ausgangslage gemäß Fig. 3 wird der Mischbehälter
1 über die Schwinge 21 und den Tragzapfen 6 wieder in die Stellung gemäß Fig. 2 abgesenkt,
so daß der jetzt wieder unten befindliche erste Behälterteil 2 mit seinem Bodenauslauf
2a auf dem Fahrgestell 4 abgestellt werden kann. Nachdem die beiden Behälterteile
2 und 3 auseinandergekuppelt sind, wird der oben befindliche zweite Behälterteil
3 über die Schwinge 21 wieder angehoben, so daß der erste Behälterteil 2 unge hindert
unter dem zweiten Behälterteil 3 herausgefahren und abtransportiert werden kann.
[0033] Es versteht sich von selbst, daß - wie zum Teil bereits angedeutet - jede geeignete
Ausführungsform als Schwenkantriebseinrichtung verwendet werden kann. So kann das
Antriebszahnsegment auch durch ein anderes geeignetes Zahnrad gebildet sein und für
den Drehantrieb dieses Antriebszahnsegmentes 12 (oder ein geeignetes anderes Zahnrad)
können auch andere geeignete Schwenkantriebsorgane als ein Antriebszylinder verwendet
werden, beispielsweise ein motorischer, mechanischer Antrieb.
[0034] Ferner sei noch darauf hingewiesen, daß in Fig. 6 zwar nur die eine Seite des Mischbehälters
bzw. der Mischvorrichtung veranschaulicht ist, an der die Schwenkantriebseinrichtung
10 und die höhenverstellbare Schwinge 21 angeordnet sind, daß die diametral gegenüberliegende
Seite des Mischbehälters 1 jedoch zumindest gleichartig höhenverstellbar gehaltert
und gelagert ist, d. h. es kann auf der der Schwenkantriebseinrichtung 10 gegenüberliegenden
Seite des Mischbehälters 1 nur eine einfache Schwinge vorgesehen sein, die synchron
mit der Schwinge 21 höhenverstellbar ist. Da beim Anheben des zweiten Behälterteiles
3 das auf der ortsfesten zweiten Drehachse angeordnete Antriebszahnrad 14 festgesetzt
ist, wird der horizontale Tragzapfen 6 des Mischbehälters 1 angehoben, und gleichzeitig
wird dieser Tragzapfen 6 relativ zur Schwinge 21 gedreht, so daß sich eine Parallelverschiebung
(nach oben oder unten) des zweiten Behälterteiles 3 ergibt, ohne daß dieser schwenkt.
Hierdurch wird ein genaues Zusammenführen der beiden Behälterteile 2 und 3 begünstigt.
1. Mischvorrichtung, enthaltend
a) einen Mischbehälter (1), der aus zwei miteinander verbindbaren schalenförmigen
Behälterteilen (2, 3) besteht, von denen der erste Behälterteil (2) transportabel
ausgebildet ist,
b) eine ortsfeste Halterung (5), an der der Mischbehälter über den zweiten Behälterteil
(3) um eine horizontale Tragachse (6) drehbar derart gelagert ist, daß er aus einer
etwa vertikalen, stabilen Ausgangsstellung, in der der zweite Behälterteil (3) den
Deckel des Mischbehälters (1) bildet und mit dem ersten Behälterteil (2) verbindbar
ist, in eine etwa vertikale, stabile Mischstellung, in der der zweite Behälterteil
(3) den Boden des Mischbehälters (1) bildet, schwenkbar ist,
c) ein im zweiten Behälterteil (3) angeordnetes, mit einem Antriebsmotor (9) verbundenes
Rührwerk (7), dessen Welle (8) in der Mischstellung vertikal steht,
gekennzeichnet durch
d) eine derart ausgebildete Schwenkantriebseinrichtung (10) für den Mischbehälter
(1), daß der Mischbehälter bei der Rückschwenkung in seine vertikale Ausgangsstellung
zunächst in eine um ein einstellbares Winkelmaß (α) über diese Ausgangsstellung hinausgehende
Niveau-Ausgleichsstellung und von dort in die stabile Ausgangsstellung zurückschwenkbar
ist.
2. Mischvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das über die Rückschwenkbewegung
aus der vertikalen Mischstellung in die vertikale Ausgangsstellung hinausgehende
Winkelmaß (α) wenigstens 10° beträgt.
3. Mischvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkantriebseinrichtung
(10) ein Zahnrad-Übersetzungsgetriebe enthält.
4. Mischvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zahnrad-Übersetzungsgetriebe
wenigstens ein Antriebszahnsegment (12) besitzt, das um eine parallel zur horizontalen
Mischbehälter-Tragachse (6) verlaufende, ortsfest an der Halterung (5) gelagerte erste
Drehachse (13) drehbar ist und mit einem Antriebszahnrad (14) in Verzahnungseingriff
steht, das um eine ebenfalls ortsfest an der Halterung (5) gelagerte, horizontal
zur Tragachse (6) verlaufende zweite Drehachse (15) drehbar ist und mit einem auf
der Tragachse (6) drehfest angeordneten Abtriebszahnrad (16) in Antriebsverbindung
steht.
5. Mischvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, daß das Antriebszahnsegment
(12) im Bereich eines Umfangsabschnittes hebelarmartig mit dem einen Ende (19a) einer
Kolbenstange (19) eines druckmittelbetriebenen Schwenkantriebszylinders (20) verbunden
ist, dessen eines Zylinderende (20a) an der ortsfesten Halterung (5) gehaltert ist.
6. Mischvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Antriebszahnrad
(14) und dem Abtriebszahnrad (16) wenigstens ein weiteres Zwischenzahnrad (17) angeordnet
ist.
7. Mischvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Behälterteil
(3) über die Mischbehälter-Tragachse (6) höhenverstellbar in der ortsfesten Halterung
(5) angeordnet ist.
8. Mischvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischbehälter-Tragachse
(6) mit ihrem Abtriebszahnrad (16) am freien Ende (21a) einer Schwinge (21) gelagert
ist, deren anderes Ende (21b) um die das Antriebszahnrad (14) tragende, ortrsfeste
zweite Drehachse (15) schwenkbar gehaltert ist, wobei am freien Ende (21a) der Schwinge
(21) ferner ein Höhenverstellungs-Schwenkantrieb (22) angreift.
9. Mischvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwinge (21)
gehäuseartig ausgeführt ist und gleichzeitig eine Art Getriebekasten für den Getriebezug
vom Antriebszahnrad (14) zum Anbtriebszahnrad (16) bildet.