[0001] Die vorliegene Erfindung betrifft ein neues Verfahren zum Entfernen von Säure aus
kathodischen Elektrotauchlackier-Bädern, in denen elektrisch leitende Substrate mit
in Form von wäßrigen Dispersionen vorliegenden kationischen Harzen beschichtet werden,
wobei mindestens ein Teil des Tauchlackierbades einer Ultrafiltration unterzogen wird,
bei der die Ultrafiltrationsmembran das kationische Harz zurückhält und ein Ultrafiltrat
gebildet wird, das Wasser, Lösungsmittel, niedermolekulare Stoffe und Ionen enthält
und zumindest ein Teil des Ultrafiltrates in das Tauchbad zurückgeführt wird.
[0002] Die kathodische Elektrotauchlackierung ist bekannt und wird z.B. ausführlich beschrieben
in F. Loop, "Cathodic electrodeposition for automotive coatings" World Surface Coatings
Abstracts (1978), Abs. 3929.
[0003] Bei diesem Verfahren werden elektrisch leitende Substrate mit in Form von wäßrigen
Dispersionen vorliegenden kationischen Harzen beschichtet. Kathodisch abscheidbare
Harze enthalten üblicherweise Aminogruppen. Um sie in eine stabile wäßrige Dispersion
zu überführen, werden sie mit üblichen Säuren (in einigen Veröffentlichungen auch
als Solubilisierungsmittel bezeichnet) wie Ameisensäure, Essigsäure, Milchsäure oder
Phosphorsäure protoniert. Während einer Elektrotauchlackbeschichtung wird die Protonierung
in unmittelbarer Nähe des zu beschichtenden metallischen Gegenstandes durch Neutralisation
mit den durch elektrolytische Wasserzersetzung entstehenden Hydroxylionen wieder rückgängig
gemacht, so daß das Bindemittel auf dem Substrat ausfällt ("koaguliert"). Die Säure
wird nicht mit ausgefällt, so daß es mit zunehmender Lackierdauer zu einer Anreicherung
der Säure im Bad kommt. Dadurch fällt der pH-Wert, was zu einer Destabilisierung des
Elektrotauchlackes führt. Deshalb muß die überschüssige Säure neutralisiert oder aus
dem Bad entfernt werden.
[0004] In der US-A 3 663 405 wird die Ultrafiltration von Elektrotauchlacken beschrieben.
Bei der Ultrafiltration wird der Elektrotauchlack unter einem gewissen Druck entlang
einer Membran geführt, die die höhermolekularen Bestandteile des Lacks zurückhält,
aber die niedermolekularen Bestandteile wie organische Verunreinigungen, Zersetzungsprodukte,
Harzsolubilisierungsmittel (Säuren) und Lösungsmittel passieren läßt. Zur Entfernung
dieser niedermolekularen Bestandteile wird ein Teil des Ultrafiltrates verworfen und
somit aus dem System entfernt. Ein anderer Teil des Ultrafiltrates wird in die Spülzone
der Lackierstraße geführt und wird dort zum Abspülen der noch an den lackierten Gegenständen
anhaftenden Lackdispersionen ("drag-out") verwendet. Ultrafiltrat und abgespülte Lackdispersionen
werden zwecks Rückgewinnung des Austrags wieder dem Elektrotauchlackbecken zugeführt.
Da das Solubilisierungsmittel in großen Mengen verwendet wird, ist es nicht möglich,
es durch Verwerfen von Ultrafiltrat in ausreichender Menge aus dem Bad zu entfernen.
[0005] In der US-A 3 663 406 ist die parallele Anwendung von Ultrafiltration und Elektrodialyse
zur Aufarbeitung und zur Steuerung des Solubilisierungsmittel-Haushalts von Elektrotauchlacken
beschrieben. Die Elektrodialyse wird im Elektrotauchlackbecken so installiert, daß
die Gegenelektrode zum beschichteten Gegenstand durch eine Ionenaustauschermembran
und einen Elektrolyt, der das Solubilisierungsmittel enthält, von der Lackdispersion
getrennt ist. Durch Anlegen eines elektrischen Feldes wandern die zu den ionischen
Harzgruppen entgegengesetzt geladenen Ionen durch die Ionenaustauschermembran in den
Elektrolyten und können von dort über einen separaten Kreislauf ausgeschleust werden.
Diese im Elektrotauchlackbecken installierten Elektrodialyseeinheiten benötigen viel
Platz und sind sehr wartungsintensiv. Die Membranen können sich mit Lackpartikeln
zusetzen oder können durch die zu lackierenden Gegenstände mechanisch beschädigt werden,
so daß ein Austausch der Membranen erforderlich wird. Dies ist zeit- und kostenintensiv
und kann den Lackierprozess für eine gewisse Zeit außer Betrieb setzen. Die Ultrafiltration
wird nur benötigt, um Spülwasser für die Lackierstraße zu erzeugen.
[0006] Aus diesem Grund gibt es Verfahren, die es ermöglichen, die Elektrodialyse aus dem
Elektrotauchlackbecken in die Anlagenperipherie zu verlegen. In der DE-A-32 43 770
und der EP-A-01 56 341 werden derartige Verfahren beschrieben, bei denen der Teil
des Ultrafiltrates, der in die Spülzone und dann in das Elektrotauchbecken zurückgeführt
wird, vor dem Eintritt in die Spülzone einer Behandlung im Kathodenraum einer mit
einer Anionenaustauschermembran geteilten Elektrolysezelle unterzogen wird. Dadurch
lassen sich die im Ultrafiltrat angereicherten Solubilisierungsmittel (Säuren) aus
dem Lackierprozess entfernen. Der große Nachteil dieser "Elektrodialyseverfahren"
besteht darin, daß an der Kathode aus dem Ultrafiltrat neben anderen Kationen auch
Blei abgeschieden wird, das aus einem Korrosionsschutzpigment stammt, das üblicherweise
bei der kathodischen Elektrotauchlackierung verwendet wird. Deshalb wurde die Kathode
beweglich und damit regenerierbar ausgelegt, was sehr aufwendig ist.
[0007] Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, überschüssige Säure aus dem Ultrafiltrat
von kathodischen Elektrotauchlackierbädern unter Vermeidung der zuvor beschriebenen
Nachteile, zu entfernen.
[0008] Demgemäß wurde ein Verfahren zum Entfernen von Säure aus kathodischen Elektrotauchlackier-Bädern
gefunden, in denen elektrisch leitende Substrate mit kationischen, in Form von wäßrigen
Dispersionen vorliegenden Harzen beschichtet werden, durch Trennung der Dispersion
mittels Ultrafiltration in die Harzdispersion und das Ultrafiltrat und Weiterbehandlung
des Ultrafiltrates, dadurch gekennzeichnet, daß man
A) das Ultrafiltrat durch die Kammern K₁ einer Elektrodialysezelle ZA mit der charakteristischen Sequenz
-(K₂-M₁-K₁-M₁)n- ,
in der M₁ die Anionenaustauschermembranen und n einen Wert von 1 bis etwa 500 bedeuten,
leitet, und daß man durch die Kammern K₂ eine wäßrige Base, oder daß man
B) das Ultrafiltrat durch die Kammern K₁ einer Elektrodialysezelle ZB mit der charakteristischen Sequenz
-(K₂-M₁-K₁-M₂)n- ,
in der M₁ die Anionenaustauschermembranen und M₂ bipolare Membranen bedeuten, leitet,
und daß man durch die Kammern K₂ Wasser oder einen Elektrolyten, bevorzugt die abzutrennende
Säure, ein Salz dieser Säure sowie ein Gemisch aus beiden, leitet, oder daß man
C) das Ultrafiltrat durch die Kammern K₁ einer Elektrodialysezelle ZC mit der charakteristischen Sequenz
-(K₃-M₁-K₁-M₁-K₂-M₂)n- ,
in der M₁ die Anionenaustauschmembranen und M₂ die Kationenaustauschermembranen bedeuten,
leitet, und daß man durch die Kammern K₂ eine wäßrige Base sowie durch die Kammern
K₃ Wasser oder einen Elektrolyten, bevorzugt die abzutrennende Säure, ein Salz dieser
Säure sowie ein Gemisch aus beiden, leitet und
die Elektrodialyse mit Stromdichten bis 100 mA/cm² vornimmt, wobei das hierfür benötigte
elektrische Feld mittels zweier Elektroden an den Enden der Elektrodialyse Z
A, Z
B oder Z
C angelegt wird.
[0009] Für die kathodische Elektrotauchlackierung können eine große Anzahl von Lacken verwendet
werden. Die Lacke erhalten ihren ionischen Charakter durch kationische Harze, die
üblicherweise Aminogruppen enthalten, die mit üblichen Säuren, z.B. Ameisensäure,
Essigsäure, Milchsäure oder Phosphorsäure neutralisiert werden, wobei kationische
Salzgruppen gebildet werden. Derartige kationisch abscheidbare Zusammensetzungen sind
beispielsweise in US-A-4 031 050, US-A-4 190 567, DE-A-27 52 555 und EP-A-12 463 beschrieben.
[0010] Diese kationischen Harzdispersionen werden üblicherweise mit Pigmenten, löslichen
Farbstoffen, Lösungsmitteln, Verlaufsverbesserern, Stabilisatoren, Antischaummitteln,
Vernetzern, Härtungskatalysatoren, Blei- und anderen Metallsalzen sowie sonstigen
Hilfs- und Zusatzstoffen zu den Elektrotauchlacken kombiniert.
[0011] Zur kathodischen Elektrotauchlackierung wird im allgemeinen durch Verdünnen mit entionisiertem
Wasser ein Feststoffgehalt des Elektrotauchbades von 5 bis 30, vorzugsweise 10 bis
20 Gew.% eingestellt. Die Abscheidung erfolgt im allgemeinen bei Temperaturen von
15 bis 40°C während einer Zeit von 1 bis 3 Minuten und bei pH-Werten von 5,0 bis 8,5,
vorzugsweise pH 6,0 bis 7,5, bei Abscheidespannungen zwischen 50 und 500 Volt. Nach
dem Abspülen des auf dem elektrisch leitenden Körper abgeschiedenen Films wird dieser
bei etwa 140°C bis 200°C in 10 bis 30 Minuten, vorzugsweise bei 150 bis 180°C in ca.
20 Minuten gehärtet.
[0012] Elektrotauchlackierbäder werden in aller Regel kontinuierlich betrieben, d.h. die
zu beschichtenden Gegenstände werden ständig in das Bad eingeführt, beschichtet und
dann wieder entfernt. Deshalb ist es auch erforderlich, das Bad ständig mit Lack zu
beschicken.
[0013] Nach kurzer Betriebszeit reichern sich unerwünschte Verunreinigungen und Solubilisierungsmittel
im Bad an. Beispiele für derartige Verunreinigungen sind Öle, Phosphate und Chromate,
die in das Bad von den zu beschichteten Substraten eingebracht werden, Carbonate,
überschüssige Solubilisierungsmittel, Lösungsmittel, Oligomere die sich im Bad anreichern,
weil sie nicht mit dem Harz abgeschieden werden. Derartige unerwünschte Bestandteile
beeinflussen das Beschichtungsverfahren negativ, so daß die chemischen und physikalischen
Eigenschaften des abgelagerten Filmes unbefriedigend werden.
[0014] Um diese Verunreinigungen zu entfernen und die Zusammensetzung des Elektrotauchlackierbades
relativ gleichmäßig zu halten, wird ein Teil des Bades abgezogen und einer Ultrafiltration
zugeführt.
[0015] Die zu ultrafiltrierenden Lösungen, werden unter Druck, beispielsweise entweder durch
komprimiertes Gas oder eine Flüssigkeitspumpe in einer Zelle in Berührung mit einer
Filtrationsmembrane gebracht, die auf einem porösen Träger angeordnet ist. Jede Membrane
oder jedes Filter, das mit dem System chemisch verträglich ist und die gewünschten
Trenneigenschaften aufweist, kann verwendet werden. Es entsteht kontinuierlich ein
Ultrafiltrat, das gesammelt wird, bis die in der Zelle zurückgehaltene Lösung die
gewünschte Konzentration erreicht hat oder der gewünschte Anteil an Lösungsmittel
und darin gelösten niedermolekularen Stoffen entfernt ist. Geeignete Vorrichtungen
zur Ultrafiltration sind z.B. in der US-A-3 495 465 beschrieben.
[0016] Obwohl die Ultrafiltration zum Entfernen von zahlreichen Verunreinigungen aus dem
Tauchbad einsetzbar ist, ist damit eine zufriedenstellende Entfernung von Solubilisierungsmitteln
aus dem Bad nicht möglich. Einer der Gründe dafür ist, daß bei der industriellen Verwendung
das Ultrafiltrat zum Waschen und Spülen von frisch beschichteten Gegenständen verwendet
wird, um lose haftende Lackteilchen abzuspülen. Diese Waschlösung wird in das Tauchbad
zurückgeführt. Obwohl ein Teil des Ultrafiltrates üblicherweise verworfen wird, reicht
dies in der Regel nicht aus, um den Überschuß an Säure zu entfernen. Deshalb ist es
erforderlich, mindestens einen Teil des Ultrafiltrates einer Elektrodialyse zuzuführen.
[0017] Die Elektrodialyse wird mit den Elektrodialysezellen Z
A, Z
B oder Z
C durchgeführt, die sich durch die oben beschriebenen charakteristischen Sequenzen
von Kammern und Membranen unterscheiden.
[0018] Gut geeignet sind als Elektrodialysezellen z.B. mit Austauschermembranstapeln ausgerüstete
Apparate, die bis zu 800 parallel zueinander angeordnete Kammern enthalten.
[0019] Das elektrische Feld wird bei den drei Elektrodialysezell-Typen über Elektroden am
jeweiligen Ende des Membranstapels angelegt, wobei die Elektrodenspülung über einen
separaten Elektrolyt-Kreislauf oder im Kreislauf der Kammern K₂ oder K₃ der Elektrodialysezellen
Z
A, Z
B oder Z
C integriert ist. Während die Anordnung von Anode und Kathode in der Elektrodialysezelle
Z
A frei wählbar ist, befindet sich die Anode in den Elektrodialysezellen Z
B und Z
C jeweils am linken Ende und die Kathode jeweils am rechten Ende der aufgeführten charakteristischen
Sequenz von Kammern und Membranen. Die Anordnung der bipolaren Membranen in der Elektrodialysezelle
Z
B erfolgt mit den Anionenaustauscherseiten zur Anode und Kationenaustauscherseiten
zur Kathode.
[0020] Es wird mit Gleichstrom und Stromdichten j bis 100 (mA/cm²), bevorzugt 1 bis 30 (mA/cm²)
gearbeitet. Die dafür notwendige Gleichspannung ist von den Leitfähigkeiten der Lösungen
und Membranen sowie von den Membranabständen abhängig.
[0021] In der Elektrodialysezelle Z
A wird durch die Kammern K₁ das Ultrafiltrat und durch die Kammern K₂ die wäßrige Base
geleitet.
[0022] In der Elektrodialysezelle Z
B wird durch die Kammern K₁ das Ultrafiltrat und durch die Kammern K₂ Wasser oder eine
Elektrolytlösung, bevorzugt die abzutrennende Säure, ein Salz dieser Säure sowie ein
Gemisch aus beiden, geleitet.
[0023] In der Elektrodialysezelle Z
C wird durch die Kammern K₁ das Ultrafiltrat, durch die Kammern K₂ die wäßrige Base
und durch die Kammern K₃ Wasser oder eine Elektrolytlösung, bevorzugt die abzutrennende
Säure, ein Salz dieser Säure sowie ein Gemisch aus beiden, geleitet.
[0024] Als wäßrige Basen werden anorganische oder organische Basen verwendet. Geeignete
anorganische Basen sind Hydroxide oder Carbonate der Alkali oder Erdalkalimetalle
oder des Ammoniums. Bevorzugt sind Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Natriumcarbonat,
Kaliumcarbonat, Calciumhydroxid, Bariumhydroxid, Ammoniak oder Ammoniumcarbonat. Als
organische Basen werden Amine wie die Trialkylamine, Trimethylamin und Triethylamin
oder Hilfsbasen, wie Diazabicyclooctan und Dicyclohexylethylamin oder Polyamine wie
Polyethylenimine und Polyvinylamine oder quaternäre Ammoniumverbindungen verwendet.
[0025] Die wäßrigen Basen haben einen pH-Wert bis 14. Bevorzugt ist ein pH-Wert zwischen
11 und 13, der über die Konzentration der Base eingestellt werden kann.
[0026] In den wäßrigen Basen oder dem Wasser kann mindestens ein Salz, vorzugsweise bestehend
aus einem Kation der obengenannten Basen und einem Anion der oben genannten üblichen
Säuren, in einer Konzentration von 0,001 bis 10 Äquivalenten pro Liter, vorzugsweise
0,001 bis 1 Äquivalent pro Liter mitverwendet werden. Bevorzugt sind Natrium- und
Kaliumacetat sowie Natrium- und Kaliumlactat.
[0027] Man kann das Verfahren kontinuierlich oder diskontinuierlich durchführen. Beim kontinuierlichen
Verfahren erfolgt ein einmaliger und beim diskontinuierlichen Betrieb ein mehrfacher
Durchlauf der Lösungen durch die Elektrodialysezelle. Das letztgenannte Verfahren
(Batch) läßt sich in ein quasi-kontinuierliches Verfahren umwandeln, indem man den
entsprechenden Lösungen durch pH-Wert-Steuerung frisches Ultrafiltrat sowie frische
Base zudosiert und gleichzeitig entsäuertes Ultrafiltrat und teilneutralisierte Base
abführt (Feed und Bleed). Die Lösungen können dabei im Parallel-, Kreuz- oder Gegenstrom
durch die Elektrodialysekammern geleitet werden.
[0028] Weitere Elektrodialysezellen können in Form einer mehrstufigen Kaskade angeordnet
sein, insbesondere beim kontinuierlichen Betrieb.
[0029] Als Ionenaustauschermembranen kommen an sich bekannte Membranen in Betracht, die
z.B. eine Dicke von 0,1 bis 1 mm und einen Porendurchmesser von 1 bis 30 µm bzw. eine
gelartige Struktur aufweisen.
[0030] Die Anionenaustauschermembranen sind nach einem allgemein bekannten Prinzip aus einem
Matrixpolymer aufgebaut, das chemisch gebundene kationische Gruppen enthält. Bei den
Kationenaustauschermembranen enthält das Matrixpolymer anionische Gruppen und die
bipolaren Membranen weisen auf der einen Oberflächenseite kationische und auf der
anderen Oberflächenseite anionische Gruppen auf.
[0031] Beispiele für Matrixpolymere sind Polystyrol, das mit z.B. Divinylbenzol oder Butadien
vernetzt wurde, hoch- oder niedrigdichtes Polyethylen, Polysulfon, aromatische Polyethersulfone,
aromatische Polyetherketone und fluorierte Polymere.
[0032] Die kationischen Gruppen werden durch Copolymerisation, Substitution, Pfropfung oder
Kondensationsreaktion in die Matrixpolymere eingeführt. Beispiele für derartige Monomere
sind Vinylbenzylammonium-, Vinylpyridinium- oder Vinylimidazolidinium-Salze. Über
Amid- oder Sulfonamid-Kondensationsreaktionen werden Amine, die noch quaternäre Ammoniumgruppen
aufweisen, in das Matrixpolymere eingeführt.
[0033] Die anionischen Gruppen, in der Regel Sulfonat-, Carboxylat- oder Phosphonatgruppen,
werden durch Copolymerisation, Kondensation, Pfropfung oder Substitution, z.B. im
Falle von Sulfonsäuregruppen durch Sulfonierung oder Chlorsulfonierung, eingeführt.
[0034] Membranen auf Polystyrolbasis sind z.B. unter den Bezeichnungen Selemion® (Fa. Asahi
Glas), Neosepta® (Fa. Tokoyama Soda), Ionac® (Ionac Chemical Company) oder Aciplex®
(FA. Asahi Chem.) im Handel.
[0035] Membranen auf Basis mit quaterniertem Vinylbenzylamin gepfropftem Polyethylen sind
unter der Bezeichnung Raipore® R-5035 (Fa. RAI Research Corp.), mit gepfropftem Polytetrafluorethylen
unter der Bezeichnung Raipore R-1035, mit Styrolsulfonsäure gepfropftem Polyethylen
unter der Bezeichnung R-5010 und mit Styrolsulfonsäure gepfropftem Polytetrafluorethylen
unter der Bezeichnung R-1010, erhältlich.
[0036] In der EP-A-166 015 sind Anionenaustauschermembranen auf Basis Polytetrafluorethylen
mit einer über eine Sulfonamidgruppe gebundenen quaternären Ammoniumgruppe beschrieben.
Kationenaustauschermembranen auf Basis von fluorierten Polymeren sind z.B. unter der
Bezeichnung Nafion® (Fa. DuPont) erhältlich.
[0037] Die bipolaren Membranen können hergestellt werden durch Zusammenlegen von Kationen-
und Anionenaustauschermembranen, durch Verkleben von Kationen- und Anionenaustauschermembranen
nach z.B. der DE-OS 35 08 206 oder der US-PS 4 253 900 oder als "single film"-Membranen.
So beschreibt die DE-OS 33 30 004 die Herstellung einer bipolaren Membran durch Ausfällung
einer Vorstufe einer Anionenaustauschermembran, die anschließend mit anionischen Resten
versehen wird, auf einer Kationenaustauschermembran.
[0038] Die US-PS 4 057 481 und die US-PS 4 335 116 beschreiben Verfahren zur Herstellung
von bipolaren Membranen, bei denen auf die eine Seite einer Membran Kationenaustauschergruppen
und auf die andere Seite Anionenaustauschergruppen eingeführt werden. Zur weiteren
Patentliteratur, die die Herstellung von bipolaren Membranen beschreibt, gehören z.B.
US-PS 4 140 815, EP-A-143 582 und JP-OS 80/99927.
[0039] Obwohl sich das Verfahren durch hohe Kapazitäten, die über den Strom den Erfordernissen
angepaßt werden können, auszeichnet, kann es je nach Verfahrensbedingungen und den
verwendeten Elektrotauchlackierbadzusammensetzungen nach einiger Betriebszeit zu
einer Ablagerung von organischem Material auf den Membranen kommen. In diesen Fällen
kann eine Zwischenspülung der Membranen mit verdünnten Säuren vorgenommen werden.
[0040] Die durch die Elektrodialysezellen geführten Lösungen haben eine Strömungsgeschwindigkeit
von 0,001 m/s bis 2,0 m/s, vorzugsweise 0,01 bis 0,1 m/s.
[0041] Die Elektrodialyse wird bei Temperaturen von 0 bis 100°C, vorzugsweise 20 bis 50°C
und bei Drücken von 1 bis 10 bar, vorzugsweise bei Atmosphärendruck durchgeführt.
Der Druckabfall über die eingesetzten Membranen beträgt bis zu 5 bar, in der Regel
bis zu 0,2 bar.
[0042] Mit dem Verfahren der kathodischen Elektrotauchlackierung werden elektrisch leitende
Flächen beschichtet, z.B. Automobilkarosserien, Metallteile, Bleche aus Messing,
Kupfer, Aluminium, metallisierten Kunststoffen oder mit leitendem Kohlenstoff überzogenen
Materialien, sowie Eisen und Stahl, die gegebenenfalls chemisch vorbehandelt, z.B.
phosphatiert, sind.
[0043] Das Verfahren der Entfernung von Säure aus dem Elektrotauchlackierbad mittels Elektrodialyse
zeichnet sich durch hohe Kapazitäten aus, die über eine Variation der elektrischen
Stromdichte den Erfordernissen angepaßt werden können. Neben der Säure werden nur
unwesentliche Mengen der anderen organischen und anorganischen Bestandteile des Ultrafiltrates
entfernt.
Beispiel 1
Verfahrensvariante A) mit folgendem Aufbau der Elektrodialysezelle ZA: Anode-K₂-M₁-K₁-M₁-K₂-Kathode
[0044] Durch die mittlere Kammer (K₁) einer runden Dreikammer-Elektrodialysezelle wurde
bei 25°C 150 g Ultrafiltrat mit einem pH-Wert von 5,74 über ein Vorratsgefäß und durch
die beiden äußeren Kammern (K₂) 150 g einer Natriumhydroxidlösung mit einem pH-Wert
von 12,2 über ein zweites Vorratsgefäß im Kreis gepumpt. Die verwendeten Anionenaustauschermembranen
(M₁) zwischen den Kammern K₁ und K₂ waren vom Typ Selemion® DMV (Fa. Asahi Glass).
Die Dicke der Kammern betrug 1 cm und die freie Membranfläche 3,14 cm². Über zwei
Elektroden, die in den beiden äußeren Kammern (K₂) integriert waren, wurde während
eines Versuches ein konstanter elektrischer Gleichstrom solange aufrecht erhalten,
bis das Ultrafiltrat einen pH-Wert von 6,5 aufwies. Eine Gewichtsänderung der Lösungen
war nach Versuchsende nicht feststellbar. Die Änderungen der Zusammensetzung des Ultrafiltrats
sowie die verwendeten elektrischen Stromdichten und die daraus resultierenden Kapazitäten
sind in der Tabelle 1 aufgeführt. Die elektrische Spannung zur Aufrechterhaltung eines
konstanten Stromes variierte während eines Versuches nur wenig. Die Abnahme des pH-Wertes
der Natriumhydroxidlösung war kleiner als 2 %.
Beispiel 2
Verfahrensvariante B) mit folgendem Aufbau der Elektrodialysezelle ZB: Anode-K₂-M₁-K₁-M₂-K₂-Kathode
[0045] Durch die mittlere Kammer (K₁) einer runden Dreikammer-Elektrodialysezelle wurde
bei 25°C 150 g Ultrafiltrat mit einem pH-Wert von 5,74 über ein Vorratsgefäß und durch
die beiden äußeren Kammern (K₂) 150 g einer Natriumacetat-Essigsäurelösung (Zusammensetzung:
0,067 mol Natriumacetat/kg, mit Essigsäure auf einen pH-Wert von 6,5 angesäuert) über
ein zweites Vorratsgefäß im Kreis gepumpt. Die verwendete Anionenaustauschermembran
(M₁) zwischen der Kammer K₁ und der anodenseitigen Kammer K₂ waren vom Typ Selemion®
DMV und die bipolare Membran (M₂) zwischen der Kammer K₁ und der kathodenseitigen
Kammer K₂ bestand aus zwei zusammengelegten Membranen vom Typ Selemion® CMV (Kationenaustauschermembran)
und AMV (Anionenaustauschermembran; alle Membranen Fa. Asahi Glass). Angeordnet war
die bipolare Membran mit ihrer Anionenaustauscherseite zur Anode und ihrer Kationenaustauscherseite
zur Kathode. Die Dicke der Kammern betrug 1 cm und die freie Membranfläche 3,14 cm².
Über zwei Elektroden, die in den beiden äußeren Kammern (K₂) integriert waren, wurde
während eines Versuches ein konstanter elektrischer Gleichstrom solange aufrecht erhalten,
bis das Ultrafiltrat einen pH-Wert von 6,5 aufwies. Eine Gewichtsänderung der Lösungen
war nach Versuchsende nicht feststellbar. Die Änderungen der Zusammensetzung des Ultrafiltrats
sowie die verwendeten elektrischen Stromdichten und die daraus resultierenden Kapazitäten
sind in der Tabelle 1 aufgeführt. Die elektrische Spannung zur Aufrechterhaltung eines
konstanten Stromes variierte während eines Versuches nur wenig.
Beispiel 3
Verfahrensvariante A) mit folgendem Aufbau der Elektrodialysezelle ZA: Anode-K₂-M₁-K₁-M₁-K₂-Kathode
[0046] Durch die mittlere Kammer (K₁) einer runden Dreikammer-Elektrodialysezelle wurde
bei 25°C 150 g Ultrafiltrat mit einem pH-Wert von 5,73 über ein Vorratsgefäß und durch
die beiden äußeren Kammern (K₂) 150 g einer Natriumhydroxidlösung mit einem pH-Wert
von 12,0 über ein zweites Vorratsgefäß im Kreis gepumpt. Die verwendeten Anionenaustauschermembranen
(M₁) zwischen den Kammern K₁ und K₂ waren vom Typ Ionac® MA-3475 (Fa. Ionac Chemical
Company). Die Dicke der Kammern betrug 1 cm und die freie Membranfläche 3,14 cm².
Über zwei Elektroden, die in den beiden äußeren Kammern (K₂) integriert waren, wurde
während eines Versuches ein konstanter elektrischer Gleichstrom solange aufrecht erhalten,
bis das Ultrafiltrat einen pH-Wert von 6,5 aufwies. Eine Gewichtsänderung der Lösungen
war nach Versuchsende nicht feststellbar. Die Änderungen der Zusammensetzung des Ultrafiltrats
sowie die verwendeten elektrischen Stromdichten und die daraus resultierenden Kapazitäten
sind in der Tabelle 2 aufgeführt. Die elektrische Spannung zur Aufrechterhaltung eines
konstanten Stromes variierte während eines Versuches nur wenig. Die Abnahme des pH-Wertes
der Natriumhydroxidlösung war kleiner als 2 %.
Beispiel 4
Verfahrensvariante A) mit folgendem Aufbau der Elektrodialysezelle ZA: Anode-K₂-M₁-K₁-M₁-K₂-Kathode
[0047] Durch die mittlere Kammer (K₁) einer runden Dreikammer-Elektrodialysezelle wurde
bei 25°C 150 g Ultrafiltrat mit einem pH-Wert von 5,73 über ein Vorratsgefäß und durch
die beiden äußeren Kammern (K₂) 150 g einer Natriumhydroxidlösung mit einem pH-Wert
von 12,0 über ein zweites Vorratsgefäß im Kreis gepumpt. Die verwendeten Anionenaustauschermembranen
(M₁) zwischen den Kammern K₁ und K₂ waren vom Typ Aciplex® A-201 (Fa. Asahi Chemical).
Die Dicke der Kammern betrug 1 cm und die freie Membranfläche 3,14 cm². Über zwei
Elektroden, die in den beiden äußeren Kammern (K₂) integriert waren, wurde während
eines Versuches ein konstanter elektrischer Gleichstrom solange aufrecht erhalten,
bis das Ultrafiltrat einen pH-Wert von 6,5 aufwies. Eine Gewichtsänderung der Lösungen
war nach Versuchsende nicht feststellbar. Die Änderungen der Zusammensetzung des Ultrafiltrats
sowie die verwendeten elektrischen Stromdichten und die daraus resultierenden Kapazitäten
sind in der Tabelle 2 aufgeführt. Die elektrische Spannung zur Aufrechterhaltung eines
konstanten Stromes variierte während eines Versuches nur wenig. Die Abnahme des pH-Wertes
der Natriumhydroxidlösung war kleiner als 2 %.
Beispiel 5
[0048] Verfahrensvariante C) mit folgendem Aufbau der Elektrodialysezelle Z
C: Anode-K₂-M₂-K₃-M₁-K₁-M₁-K₂-Kathode
[0049] Durch die Kammer (K₁) einer runden Vierkammer-Elektrodialysezelle wurde bei 25°C
150 g Ultrafiltrat mit einem pH-Wert von 5,73 über ein Vorratsgefäß, durch die Kammer
K₃ 150 g einer 0,14 gew.%igen Natriumacetatlösung über ein zweites Vorratsgefäß und
durch die beiden äußeren Kammern K₂ 150 g einer Natriumhydroxidlösung mit einem pH-Wert
von 12,0 über ein drittes Vorratsgefäß im Kreis gepumpt. Die verwendeten Anionenaustauschermembranen
(M₁) zwischen den Kammern K₁ und K₂ sowie K₁ und K₃ waren vom Typ Aciplex® A-201 (Fa.
Asahi Chemical) und die Kationenaustauschermembran (M₂) zwischen der Kammer K₂ und
K₃ war vom Typ Selemion® CMV (Fa. Asahi Glass). Die Dicke der Kammern betrug 1 cm
und die freie Membranfläche 3,14 cm². Über zwei Elektroden, die in den beiden äußeren
Kammern (K₂) integriert waren, wurde während eines Versuches ein konstanter elektrischer
Gleichstrom solange aufrecht erhalten, bis das Ultrafiltrat einen pH-Wert von 6,5
aufwies. Eine Gewichtsänderung der Lösungen war nach Versuchsende nicht feststellbar.
Die Änderungen der Zusammensetzung des Ultrafiltrats sowie die verwendeten elektrischen
Stromdichten und die daraus resultierenden Kapazitäten sind in der Tabelle 2 aufgeführt.
Die elektrische Spannung zur Aufrechterhaltung eines konstanten Stromes variierte
während eines Versuches nur wenig. Die Abnahme des pH-Wertes der Natriumhydroxidlösung
war kleiner als 2 %.
Beispiel 6
Verfahrensvariante A) mit folgendem Aufbau der Elektrodialysezelle ZA: Anode-K₂-M₁-K₁-M₁-K₂-Kathode
[0050] Durch die mittlere Kammer (K₁) einer runden Dreikammer-Elektrodialysezelle wurde
bei 25°C 150 g Ultrafiltrat mit einem pH-Wert von 5,73 über ein Vorratsgefäß und durch
die beiden äußeren Kammern (K₂) 150 g einer Natriumhydroxidlösung mit einem pH-Wert
von 12,0 über ein zweites Vorratsgefäß im Kreis gepumpt. Die verwendeten Anionenaustauschermembranen
(M₁) zwischen den Kammern K₁ und K₂ waren vom Typ Ionac® MA-3475 (Fa. Ionac Chemical
Company). Die Dicke der Kammern betrug 1 cm und die freie Membranfläche 3,14 cm².
Über zwei Elektroden, die in den beiden äußeren Kammern (K₂) integriert waren, wurde
während eines Versuches eine konstante elektrische Gleichspannung angelegt und der
sich einstellende elektrische Strom solange aufrecht erhalten, bis das Ultrafiltrat
einen pH-Wert von 6,5 aufwies. Der pH-Wert der Natriumhydroxidlösung betrug dann 11,8.
[0051] Nach Versuchsende wurden die Lösungen abgelassen, ohne Zwischenspülung durch neue
ersetzt und der Versuch unter gleichen Bedingungen erneut durchgeführt. In der Tabelle
3 sind für 11 aufeinander folgende Versuche der Zeitbedarf, die pH-Wertänderung des
Ultrafiltrats, die elektrische Stromdichte zum Versuchsbeginn und Ende sowie die daraus
resultierende Kapazität zusammengefaßt.
1. Verfahren zum Entfernen von Säure aus kathodischen Elektrotauchlackier-Bädern,
in denen elektrisch leitende Substrate mit kationischen, in Form von wäßrigen Dispersionen
vorliegenden Harzen beschichtet werden, durch Trennung der Dispersion mittels Ultrafiltration
in die Harzdispersion und das Ultrafiltrat und Weiterbehandlung des Ultrafiltrates,
dadurch gekennzeichnet, daß man
A) das Ultrafiltrat durch die Kammern K₁ einer Elektrodialysezelle ZA mit der charakteristischen Sequenz
-(K₂-M₁-K₁-M₁)n- ,
in der M₁ die Anionenaustauschermembranen und n einen Wert von 1 bis etwa 500 bedeuten,
leitet, und daß man durch die Kammern K₂ eine wäßrige Base leitet, oder daß man
B) das Ultrafiltrat durch die Kammern K₁ einer Elektrodialysezelle ZB mit der charakteristischen Sequenz
-(K₂-M₁-K₁-M₂)n- ,
in der M₁ die Anionenaustauschermembranen und M₂ bipolare Membranen bedeuten, leitet,
und daß man durch die Kammern K₂ Wasser oder einen Elektrolyten, bevorzugt die abzutrennende
Säure, ein Salz dieser Säure sowie ein Gemisch aus beiden, leitet, oder daß man
C) das Ultrafiltrat durch die Kammern K₁ einer Elektrodialysezelle ZC mit der charakteristischen Sequenz
-(K₃-M₁-K₁-M₁-K₂-M₂)n- ,
in der M₁ die Anionenaustauschermembranen und M₂ die Kationenaustauschermembranen
bedeuten, leitet, und daß man durch die Kammern K₂ eine wäßrige Base sowie durch die
Kammern K₃ Wasser oder einen Elektrolyten, bevorzugt die abzutrennende Säure, ein
Salz dieser Säure sowie ein Gemisch aus beiden, leitet und
die Elektrodialyse mit Stromdichten bis 100 mA/cm² vornimmt, wobei das hierfür benötigte
elektrische Feld mittels zweier Elektroden an den Enden der Elektrodialysezellen ZA, ZB oder ZC angelegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungsgeschwindigkeit
der Flüssigkeiten in den Elektrodialysezellen 0,001 bis 2 m/s beträgt.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Elektrodialyse
bei 0 bis 100°C vornimmt.
4. Verfahren nach den Anspruchsformen A und C von Anspruch 1 sowie nach den Ansprüchen
2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß man eine wäßrige Base verwendet, die einen pH-Wert
bis 14 hat.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als Basen Natriumhydroxid,
Kaliumhydroxid, Natriumcarbonat, Kaliumcarbonat, Calciumhydroxid, Bariumhydroxid,
Ammoniak, Ammoniumcarbonat, Amine sowie quaternäre Ammoniumhydroxide verwendet.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendeten
wäßrigen Basen noch Salze enthalten.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden
in den Kammern K₂, K₃ oder in einem separaten Spülkreis integriert sind, der einen
Elektrolyten, bevorzugt Natriumsulfat, Nariumhydroxid, Essigsäure oder Schwefelsäure
enthält.