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EP 0 271 652 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.02.1991 Patentblatt 1991/09 |
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Anmeldetag: 29.09.1987 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F24F 13/06 |
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Vorrichtung zur Erzeugung einer Verdrängungsströmung
Device for producing a displacement air stream
Dispositif de production d'un courant de renouvelement d'air
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
18.12.1986 DE 3643175
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.06.1988 Patentblatt 1988/25 |
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Patentinhaber: H. Krantz GmbH & Co. |
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D-52070 Aachen (DE) |
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Erfinder: |
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- Sodec, Franc, Dr.-Ing.
D-5102 Würselen-Broichweiden (DE)
- Veldboer, Werner, Dipl.-Ing.
D-5190 Stolberg (DE)
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Vertreter: Bauer, Hubert, Dipl.-Ing. |
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Am Keilbusch 4 52080 Aachen 52080 Aachen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-U- 8 633 796 GB-A- 2 120 778
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FR-A- 1 505 135 US-A- 3 074 339
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung einer Verdrängungsströmung
aus Zuluft, bestehend aus einem Gehäuse mit mindestens einer Eintrittsöffnung, die
vorzugsweise in einer Gehäusedecke vorgesehen ist, und einer Anzahl Austrittsöffnungen,
die über die Fläche eines Gehäusebodens in gleichmäßiger Verteilung angeordnet sind.
Dabei sind die Austrittsöffnungen aus über die Fläche des Gehäusebodens in Reihen
angeordneten Düsen gebildet.
[0002] Bei allgemein bekannten Vorrichtungen dieser Art ist zur Erzeugung einer Verdrängungsströmung
eine Ausblasfläche in Form eines Lochbleches, eines Siebes oder auch einer Filtermatte
ausgebildet. Über die gesamte Ausblasfläche wird die Zuluft mit einer Strömungsgeschwindigkeit
von 0,2 bis 0,5 m/sec ausgeblasen, um eine hinreichend wirksame Verdrängungsströmung
zu erzielen. Bezogen auf eine Ausblasfläche von 1 m² erfordern die bekannten Vorrichtungen
einen Luftvolumenstrom von 720 bis 1.800 m³/h.
[0003] Aus der FR-A-l505l35 ist eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art bekannt,
wobei der Gehäuseboden pyramidenförmig ausgebildet ist. Durch diese Ausbildung bildet
sich unter der Spitze der Pyramide ein Induktionsbereich aus, der die Verdrängungsströmung
teilt. Die Folge daraus ist, daß der Raumbereich, der von der Verdrängungsströmung
erfaßt wird, erheblich eingeengt wird.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen
Art so zu verbessern, daß ein wesentlich geringerer Luftvolumenstrom ausreicht, um
eine stabile Verdrängungsströmung zu erhalten. Die Vorrichtung soll darüber hinaus
nicht nur wirtschaftlicher zu betreiben sein als die bekannten Vorrichtungen dieser
Art, sondern in Relation zu diesen auch einen geringeren Platzbedarf für ihre Unterbringung
und die Unterbringung der Versorgungsanlage aus Ventilator, Wärmetauscher, Filter
u.a. Anlagenteilen erfordern.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe wird von einer Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs
1 genannten gattungsgemäßen Art ausgegangen, die erfindungsgemäß die im kennzeichnenden
Teil desselben angegeben Merkmale aufweist.
[0006] Die konventionellen Vorrichtungen zur Erzeugung einer Verdrängungsströmung ermöglichen
zwar die Ausbildung von Luftstrahlen mit einer geringeren Turbulenz als die aus den
erfindungsgemäßen Düsen austretenden Luftstrahlen, jedoch kann bei zahlreichen Anwendungsfällen
auf eine extrem turbulenzarme Verdrängungsströmung verzichtet werden. So ist es bei
speziellen Einsatzgebieten, wie beispielsweise in Textil- oder Chemiebetrieben, wo
mit der Vorrichtung die bei der Produktion entstehenden Dämpfe, Gase oder feste Partikel
aus dem Aufenthaltsbereich verdrängt werden sollen, zu tolerieren, daß gewisse Vermischungen
und auch Rückströmungen auftreten können. Praktische Auswirkungen haben diese Strömungen
jedenfalls dann nicht, wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung oberhalb des Aufenthaltsbereichs
angeordnet wird und damit eine vertikal gerichtete Verdrängungsströmung erzeugt wird.
Diese kann den Aufenthaltsbereich mit Frischluft durchströmen, womit unerwünschte,
beim Prozeß entstehende Stoffe zum Boden abgedrängt werden, wo sie in einfacher Weise
abgesaugt werden können.
[0007] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung können zur Einhaltung eines ausreichenden
Impulses der Zuluftstrahlen bei einem reduzierten Zuluftvolumenstrom wahlweise einzelne
Düsen oder Gruppen von Düsen durch ein manuell oder mit Hilfe eines Stellmotors betätigbares
Absperrglied verschließbar sein.
[0008] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung beträgt der Austrittsdurchmesser
der Düsen 6 - 20 mm, vorzugsweise 8 - 12 mm, wobei der für eine Verdrängungsströmung
erforderliche Luftvolumenstrom, bezogen auf 1 m² Ausblasfläche, in der Regel ca. 100
bis maximal 500 m³/h beträgt.
[0009] Nach weiteren Ausgestaltungen der Erfindung verläuft die mit Düsen versehene Fläche
des Gehäusebodens teilweise horizontal und teilweise in einem Winkel zur Horizontalen
geneigt, so daß beispielsweise ein mittlerer Flächenteil des Gehäusebodens horizontal
und daran angeschlossene Flächenteile in einem Winkel zur Horizontalen zum Außenrand
des Gehäusebodens hin ansteigend verlaufen können. Entsprechend der Neigung der Auslaßteilflächen
kann die Verdrängungsströmung in mehreren gezielten Richtungen durchgeführt werden.
[0010] Zur Vergleichmäßigung des den einzelnen Düsen zugeleiteten Luftvolumenstromes ist
nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung der Hohlraum des Gehäuses durch ein
im wesentlichen horizontal ausgerichtetes Lochblech in einen oberen Einlaßraum und
in einen unteren Auslaßraum unterteilt.
[0011] Schließlich sieht eine Ausgestaltung der Erfindung noch vor, daß jede Düse mit einem
abgerundeten oder abgeschrägten Einlauf versehen ist und in Strömungsrichtung eine
stetige bis zur Mündung reichende Querschnittsverjüngung mit einem Winkel von 5° bis
10° aufweist. Durch diese Ausgestaltung läßt sich eine beachtliche Reduzierung des
Druckverlustes und des Schallpegels bei erfindungsgemäßen Vorrichtungen erzielen.
[0012] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung dargestellt.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht der Vorrichtung, teilweise in einem vertikalen Schnitt,
- Fig. 2
- die Anordnung der Vorrichtung gemäß Fig. 1 oberhalb des Aufenthaltsbereichs zwischen
zwei Maschinen.
[0013] Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Gehäuse 1, das über einen Zuluftstutzen
2, der an eine Gehäusedecke 3 angeschlossen ist, mit Frischluft beaufschlagt wird.
Über die Fläche eines Gehäusebodens 4 sind in gleichmäßiger Verteilung als Austrittsöffnungen
dienende Düsen 5 vorgesehen, die in einem Mittenabstand t voneinander angeordnet sind,
der mindestens dem sieben- bis neunfachen Austrittsdurchmesser d der Düsen 5 entspricht.
Es ist jedoch nicht erforderlich, daß der Mittenabstand t in Längs- und Querrichtung
des Gehäusebodens 4 übereinstimmt. Vorzugsweise beschränkt sich die Übereinstimmung
des Mittenabstands t auf die Anordnung der Düsen in jeweils einer Richtung über den
Gehäuseboden 4.
[0014] Der Gehäuseboden 4 verläuft mit einem mittleren Flächenteil horizontal, wogegen daran
angeschlossene, den Randbereich des Gehäusebodens 4 bildende Flächenteile 7 in einem
Winkel nach außen hin ansteigend verlaufen. Durch diese Ausbildung des Gehäusebodens
4 erzeugen die jeweils mit ihrer Mittelachse senkrecht auf die betreffenden Flächenteile
6 und 7 angeordneten Düsen 5, die in Fig. 2 mit Pfeilen dargestellte Verdrängungsströmung.
[0015] Der Hohlraum des Gehäuses 1 ist durch ein horizontal ausgerichtetes Lochblech 8 in
einen oberen Einlaßraum 9 und einen unteren Auslaßraum 10 unterteilt. Das Lochblech
8 bewirkt somit eine Vergleichmäßigung des Luftvolumenstromes zu den einzelnen Düsen
5.
[0016] Die mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erzielbare ausgeprägte Verdrängungsströmung
läßt sich bei einer Anordnung der Vorrichtung gemäß Fig. 2 in besonders vorteilhafter
Weise über den vollständigen Aufenthaltsbereich 11 zwischen zwei Maschinen 12 ausbreiten,
wobei die mit Dampf, Gasen und festen Partikeln vermische Luft über je ein Gitter
13 im Boden unterhalb der Maschinen 12 in einen Abluftkanal 14 gelangt.
1. Vorrichtung zur Erzeugung einer Verdrängungsströmung aus Zuluft, bestehend aus einem
Gehäuse (1) mit mindestens einer Eintrittsöffnung (2) , die in einer Gehäusedecke
(3) vorgesehen ist, und einer Anzahl Austrittsöffnungen (5) , die über die Fläche
eines Gehäusebodens (4) in gleichmäßiger Verteilung angeordnet sind, wobei die Austrittsöffnungen
(5) aus über die Fläche des Gehäusebodens (4) in Reihen angeordneten Düsen (5) gebildet
sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittenabstand (t) der Düsen (5) mindestens dem
siebenbis neunfachen Austrittsdurchmesser (d) der Düsen (5) entspricht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, zeichnet, daß wahlweise einzelne
Düsen (5) oder Gruppen von Düsen (5) durch ein manuell oder mit Hilfe eines Stellmotors
betätigbares Absperrglied verschließbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Austrittsdurchmesser
der Düsen (5) 6 - 20 mm, vorzugsweise 8 - 12 mm beträgt.
4. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die mit Düsen (5) versehene Fläche (6, 7) des Gehäusebodens (4) teilweise horizontal
und teilweise in einem Winkel zur Horizontalen geneigt verläuft.
5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
ein mittlerer Flächenteil (6) des Gehäusebodens horizontal und daran angeschlossene
Flächenteile (7) des Gehäusebodens in einem Winkel zur Horizontalen zum Außenrand
des Gehäusebodens (4) hin ansteigend verlaufen.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Hohlraum des Gehäuses (1) durch ein im wesentlichen horizontal ausgerichtetes
Lochblech (8) in einen oberen Einlaßraum (9) und in einen unteren Auslaßraum (10)
unterteilt ist.
7. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dadurch
gekennzeichnet, daß jede Düse (5) mit einem abgerundeten oder abgeschrägten Einlauf
versehen ist und in Strömungsrichtung eine stetige bis zur Mündung reichende Querschnittsverjüngung
mit einem Winkel von 5° bis 10° aufweist.
1. A device for producing a displacement stream of intake air, comprising a housing (1)
with at least one inlet aperture (2), which is provided in a housing cover (3), and
a number of outlet apertures (5), which are arranged across the surface of a housing
bottom (4) in even distribution, in which respect the outlet apertures (5) are formed
by nozzles (5), which are arranged in rows over the surface of the housing bottom
(4), characterised in that the centre to centre distant (t) between nozzles (5) equals at least seven- to nine
times the outlet diameter (d) of the nozzles (5).
2. A device according to claim 1, characterised in thatindividual nozzles (5) or groups of nozzles (5) are selectively closeable by a closure
member, which is operated manually or by way of a motor.
3. A device according to claim 1 or 2, characterised in that the outlet diameter of the nozzles (5) is 6 - 2Omm, preferably 8 - 12mm.
4. A device according to at least one of claims 1 to 3, characterised in that the surface (6, 7) of the housing bottom (4), which surface is provided with nozzles
(5), extends partly horizontally and partly inclined at an angle relative to the horizontal.
5. A device according to at least one of the claims 1 to 4, characterised in that a central surface section (6) of the housing bottom extends horizontally, and surface
sections (7) of the housing bottom adjacent thereto incline at an angle relative to
the horizontal towards the outside edge of the housing bottom (4).
6. A device according to at least one of the claims 1 to 5, characterised in that the hollow space of the housing (1) is divided by a substantially horizontally orientated
perforated sheet (8) into an upper inlet chamber (9) and a lower outlet chamber (10).
7. A device according to at least one of the claims 1 to 6, characterised in that each nozzle (5) is provided with a rounded or slanting inlet and in the flow direction
with a steady cross-sectional narrowing, which extends up to the mouth, at an angle
of 5° to 10°.
1. Dispositif destiné à la production d'un courant de refoulement de l'air amené composé
d'un boîtier (1) avec au moins une ouverture d'entrée (2) prévue dans un couvercle
du boîtier (3) ainsi que d'une série d'ouvertures de sortie (5) réparties régulièrement
sur la surface du fond (4) du boîtier, ces ouvertures de sortie étant composées de
buses (5) alignées sur la surface du fond de boîtier, caractérisées en ce que l'écartement
(t) entre le milieu des buses (5) est au moins de sept à neuf fois le diamètre de
sortie (d) des buses (5).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que certaines buses (5) ou
certains groupes de buses (5) peuvent, au choix, être fermés par un élément de fermeture,
et ce manuellement ou via un moteur de commande.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le diamètre de sortie
des buses (5) est compris entre 6 et 20 mm, et de préférence entre 8 et 12 mm.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
la surface (6,7) garnie de buses (5) au fond (4) du boîtier présente une position
partiellement horizontale, partiellement inclinée formant un angle par rapport à l'horizontale.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'une
partie centrale (6) de la surface du fond du boîtier est horizontale, et que les parties
attenantes (7) de la surface du fond du boîtier remontent de façon ascendante vers
le bord du fond du boîtier (4) en formant un angle par rapport à l'horizontale.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que
l'espace intérieur du boîtier (1) est divisé par une tôle perforée (8), principalement
horizontale, en une chambre d'entrée (9) supérieure et une chambre de sortie (10)
inférieure.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que
chaque buse (5) est munie d'une tête arrondie ou biseautée et présente, dans le sens
du courant, une réduction constante de section dans un angle de 5° à 10° et ce jusqu'à
l'ouverture.

