[0001] Die Erfindung betrifft ein Handgerät mit einer Werkzeugaufnahme für Werkzeuge und
einer dem Erfassen der Kontur der Werkzeuge dienenden Tastvorrichtung zum Einleiten
eines Schaltvorganges.
[0002] Aus der DE-OS 29 43 508 ist ein elektrisch betriebenes Handgerät in Form einer Bohrmaschine
bekannt, welches von der Kontur der eingesetzten Werkzeuge gesteuerte Schaltvorgänge
ausführt, wobei durch die Schaltvorgänge die jeweils geeignete Betriebsart eingestellt
wird. Mittels einer als verschiebbarer Stift ausgebildeten Tastvorrichtung wird die
Kontur der Werkzeuge mechanisch eruiert, was zu unterschiedlichen Verschiebewegen
der Tastvorrichtung führt. Entsprechend des Verschiebeweges wird von der Tastvorrichtung
ein elektrischer Regler eingestellt, der wiederum den Antrieb des Handgerätes auf
einen jeweils richtigen Wert schaltet.
[0003] Die dem Steuerungsvorgang dienende Kontur der Werkzeuge wird durch die in Einsetzrichtung
der Werkzeuge gewandte Stirnseite einer Gewindehülse gebildet. Die Gewindehülse ist
mit einem Adapter verschraubt, in welchem ein Bohrer festsitzt. Die aus Gewindehülse,
Adapter und Bohrer bestehenden Werkzeuge werden durch einen Schnellverschluss austauschbar
in der Werkzeugaufnahme des Handgerätes gehalten. Zum Einstellen der jeweils geeigneten
Betriebsart wird die Gewindehülse vor dem Einsetzen der Werkzeuge in die Werkzeugaufnahme
gegenüber dem Adapter in eine entsprechende axiale Stellung gebracht.
[0004] Diese werkzeugbezogene Steuerung ist nicht für Handgeräte, wie Bohrhämmer, geeignet,
die den Werkzeugen axial gerichtete Schlagimpulse vermitteln, da die Beaufschlagung
der Werkzeuge eine intermittierende Axialbewegung derselben hervorruft. Diese Axialbewegung
der Werkzeuge würde auf die Tastvorrichtung übertragen und einen Steuerungsvorgang
verunmöglichen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Handgerät mit einer auch bei Abgabe
von Schlagimpulsen an die Werkzeuge geeigneten Tastvorrichtung zur werkzeugbezogenen
Einleitung von Schaltvorgängen zu schaffen.
[0006] Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Tastvorrichtung einen
entlang der Werkzeugachse verstellbaren Schieber und zumindest ein im wesentlichen
quer zur Werkzeugachse in die Führungsbohrung der Werkzeugaufnahme einrückbares Steuerelement
aufweist, wobei der Schieber sich an dem vom Werkzeug aus der Führungsbohrung ausgerückten
Steuerelement abstützt und bei in die Führungsbohrung eingerücktem Steuerelement
dieses überfährt.
[0007] Durch Zweiteilung der Tastvorrichtung in einen Schieber und zumindest ein Steuerelement,
das im wesentlichen quer zur Werkzeugachse und damit auch quer zur Verschieberichtung
des Schiebers in die Führungsbohrung der Werkzeugaufnahme einrückbar ist, lassen
sich radiale Konturen der Werkzeuge abtasten und zum Einleiten eines Schaltvorganges
verwerten. Die abzutastende radiale Kontur kann sich über eine axiale Wegstrecke
entlang der Werkzeuge erstrecken. Ein axiales Bewegen der Werkzeuge im Ausmass dieser
Wegstrecke beeinflusst demnach die Taststellung des Steuerelementes nicht. Demzufolge
eignet sich diese Tastvorrichtung auch, wenn den Werkzeugen Schlagimpulse vermittelt
werden.
[0008] Ist ein Werkzeug in die Werkzeugaufnahme eingesetzt, dessen Kontur ein Einrücken
des Steuerelementes in die Führungsbohrung erlaubt, fällt die Verschiebebegrenzung
für den Schieber weg, so dass der Schieber das Steuerelement überfährt. Der dadurch
entstandene Verschiebeweg des Schiebers wird zum Einleiten eines Schaltvorganges
beispielsweise zum Umstellen in eine andere Getriebestufe oder einer Aenderung der
Schlagleistung verwertet. Wird hingegen ein Werkzeug in die Werkzeugaufnahme eingesetzt,
dessen Kontur das Steuerelement in ausgerückter Stellung hält, fällt der Verschiebeweg
des Schiebers dahin. Ein Schaltvorgang im vorerwähnten Sinne kann im Gerät dadurch
nicht ausgelöst werden, so dass dem Werk zeug beispielsweise die für solche Fälle
vorgesehenen Standardfunktionen des Gerätes vermittelt werden.
[0009] Zur Erzielung mehrerer Schaltmöglichkeiten sind vorzugsweise mehrere Steuerelemente
vorgesehen, die hintereinander in die Führungsbohrung der Werkzeugaufnahme einrückbar
sind. Abgestimmt auf die Anzahl Steuerelemente können die Werkzeuge entsprechend
der jeweils günstigsten Betriebsart eine gleiche Anzahl Längsnuten oder weniger Längsnuten
bzw gar keine Längsnut aufweisen.
[0010] Einfachheitshalber sind die Steuerelemente als Kugeln ausgebildet und in radialen
Durchtrittsöffnungen der Werkzeugaufnahme gelagert. Der Durchmesser der Kugeln ist
so gewählt, dass dieser die Wandstärke der im wesentlichen hülsenförmigen Werkzeugaufnahme
übersteigt. Dadurch überragen die Kugeln zwangsweise die Werkzeugaufnahme radial nach
aussen oder ragen in die Führungsbohrung der Werkzeugaufnahme.
[0011] Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind die Steuerelemente in Umfangsrichtung
der Werkzeugaufnahme zueinander versetzt angeordnet. Durch eine axial gestufte, dem
Auflaufen an einem ausgerückten Verriegelungselement dienende Stirnseite des Schiebers
lassen sich so je nach Radialposition der Verrieglungslemente unterschiedliche Axialpositionen
des Schiebers zum Einleiten eines Schaltvorganges erzielen. Dabei ist jedem Steuerelement
eine andere axiale Stufe der Stirnseite des Schiebers zugeordnet.
[0012] Einer weiteren Ausführung der Erfindung entsprechend sind die Steuerelemente in Axialrichtung
der Werkzeugaufnahme zueinander versetzt angeordnet. Diese Anordnung der Steuerelemente
erlaubt eine axial ungestufte und damit einfache Ausführung der Stirnseite des Schiebers.
Je nach Radialposition der Steuerelemente kann sich so der Schieber zum Einleiten
des entsprechenden Schaltvorganges in die jeweilige Axialposition verschieben. Die
axial versetzte Anordnung der Steuerelemente ist zudem kombinierbar mit der in Umfangsrichtung
versetzten Anordnung von Steuerelementen, wobei eine solche Kombination weitere Schaltstellungen
ermöglicht.
[0013] Der Schieber ist mit Vorteil als die Werkzeugaufnahme umfassende Hülse ausgebildet.
Die dem Werkzeug zugewandte umlaufende Stirnseite der Hülse stützt sich an dem jeweils
ausgerückten Steuerelement ab.
[0014] Vorzugsweise ist der Schieber von einem diesen gegen die Steuerelemente treibenden
Federelement beaufschlagt. Je nach Radialposition der Steuerelemente treibt das Federelement,
vorzugsweise eine Druckfeder, die Hülse automatisch in die jeweilige axiale Schaltstellung.
Sind sämtliche Steuerelemente eingerückt, so überfährt die Hülse die Steuerelemente
und nimmt die dem maximalen Verschiebeweg entsprechende Schaltstellung ein. Das Zurückführen
der Hülse in die Ausgangsstellung erfolgt unter Ueberwindung der Federkraft, beispielsweise
durch manuelles Verschieben der Hülse von aussen. Mit diesem Verschiebevorgang ist
zweckmässig der Verriegelungsvorgang der Werkzeuge gekoppelt.
[0015] Nach einer bevorzugten Ausführungsform leitet die Tastvorrichtung den Schaltvorgang
mechanisch, optisch oder elektrisch ein. Dabei wird jeweils das Verschieben des Schiebers
der Tastvorrichtung als Signal für den Schaltvorgang genutzt.
[0016] Zur mechanischen Einleitung des Schaltvorganges weist die Tastvorrichtung zweckmässig
eine Schaltkulisse für ein Mehrstufengetriebe auf. Die Schaltkulisse kann dabei einstückig
am Schieber angeordnet oder beispielsweise Teil einer mit dem Schieber zusammenwirkenden
separaten Schaltstange sein. Die Schaltkulisse ist zB als Ziehkeil ausgebildet, der
wahlweise unterschiedliche Antriebsräder zur Uebertragung von Drehbewegung mit der
Werkzeugaufnahme kuppelt.
[0017] Zur elektrischen Einleitung des Schaltvorganges weist die Tastvorrichtung nach einer
weiteren Ausführung einen mit einem Sensor zusammenwirkenden Induktionskern zur Erzeugung
induktiver Schaltsignale auf. Der Induktionskern ist zweckmässig einstückig am Schieber
angeordnet und liegt zumindest in einer Axialposition des Schiebers im Induktionsbereich
des Sensors. Zur Erzielung mehrerer Schaltvorgänge weist der Induktionskern mit Vorteil
entlang der Verschieberichtung hintereinander angeordnete Abschnitte unterschiedlichen
Volumens auf. Die Abschnitte unterschiedlichen Volumens können stufig oder stufenlos
zum Sensor unterschiedlich beabstandet sein.
[0018] Je nach Axialposition des Schiebers gibt der Sensor durch Einwirkung des Induktionskerns
unterschiedliche elektrische Schaltsignale ab, die vorzugsweise indirekt den jeweiligen
Schaltvorgang bewirken. Bei dem Schaltvorgang kann es sich beispielsweise um die Aenderung
der Drehzahl oder der Drehrichtung handeln.
[0019] Die vom Steuerelement abzutastende Kontur kann nach einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung dadurch erzielt werden, dass der Einsteckschaft wenigstens eine Vertiefung
für das Steuerelement der Tastvorrichtung aufweist, wobei eine solche Vertiefung beispielsweise
als Längsnut ausgebildet sen kann. Bei eingesetztem Werkzeug liegt diese Längsnut
im Bewegungsbereich des Steuerelementes, so dass dieses in die Längsnut eintauchen
kann. Dadurch fällt die Verschiebebegrenzung für den Schieber dahin, so dass sich
letzterer verschieben kann, wobei dieser Verschiebeweg als Schaltvorgang im Gerät
verwertet wird.
[0020] Wird dagegen ein Werkzeug, das nicht mit einer Vertiefung, beispielsweise in Form
der erwähnten Längsnut versehen ist, in die Werkzeugaufnahme eingesetzt, kann das
Steuerelement nicht in die Führungsbohrung einrücken und bildet dadurch eine Verschiebebegrenzung
für den Schieber. Dadurch verbleibt der Schieber in einer anderen Axialposition,
welche dazu benutzt werden kann, dass auch in dieser Position ein - allerdings zu
anderen Betriebspunkten führender - Schaltvorgang eingeleitet wird.
[0021] Mit Vorteil weist die beispielsweise als Längsnut ausgebildete Vertiefung eine die
eintauchende Axialerstreckung des Steuerelementes um ein mehrfaches überragende Axialerstreckung
auf, um insbesondere das axiale Bewegen der Werkzeuge, beispielsweise bei Schlagübertragung
nicht zu behindern.
[0022] Vorzugsweise sind entlang dem Umfang des Einsteckschaftes mehrere Vertiefungen angeordnet.
Die Teilung dieser wiederum beispielsweise als Längsnuten ausgebildeten Vertiefungen
kann dabei gleichmässig oder ungleichmässig sein. In Zusammenwirkung mit einem Schieber,
der beispielsweise eine axial gestufte, den Verriegelungselementen zugewandte Stirnseite
aufweist, lassen sich so unterschiedliche Axialpositionen zum Einleiten von Schaltvorgängen
erzielen.
[0023] Eine weitere Möglichkeit der Anordnung der Vertiefungen besteht zweckmässigerweise
darin, dass mehrere Vertiefungen axial zueinander versetzt angeordnet sind. Diese
axiale Versetzung kann in Verbindung mit der Verteilung entlang dem Umfang des Einsteckendes
gesehen werden, so dass sich in Kombination eine grosse Anzahl von Codiermöglichkeiten
ergibt. Die axiale Versetzung ist insbesondere so zu verstehen, dass Anfang und
Ende benachbarter beispielsweise als Längsnuten ausgebildeter Vertiefungen an axial
unterschiedlichen Stellen sind, was vor allem auch durch unterschiedliche Längen
der Vertiefungen erzielbar ist.
[0024] Die Erfindung wird nachstehend anhand von Zeichnungen, die Ausführungsbeispiele wiedergeben,
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 den Vorderbereich eines Handgerätes mit Tastvorrichtung zur mechanischen Einleitung
eines Schaltvorganges und eingesetztem Werkzeug im Längsschnitt;
Fig. 2 den Vorderbereich des Handgerätes nach Fig. 1 mit eingesetztem, ein Paar Längsnuten
zum Abtasten durch die Tastvorrichtung aufweisendem Werkzeug;
Fig. 3 den Vorderbereich des Handgerätes nach Fig. 1 mit eingesetztem, zwei Paare
Längsnuten zum Abtasten durch die Tastvorrichtung aufweisendem Werkzeug;
Fig. 4 einen Schnitt durch den Vorderbereich des Handgerätes nach Fig. 1 bis 3, gemäss
Schnittverlauf IV-IV in Fig. 3;
Fig. 5 den Vorderbereich einer anderen Ausführungsform eines Handgerätes mit Tastvorrichtung
zur elektrischen Einleitung eines Schaltvorganges und eingesetztem Werkzeug im Längsschnitt;
Fig. 6 den Vorderbereich des Handgerätes nach Fig. 5 mit eingesetztem, ein Paar Längsnuten
zum Abtasten durch die Tastvorrichtung aufweisendem Werkzeug;
Fig. 7 den Vorderbereich des Handgerätes nach Fig. 5 mit eingesetztem, zwei Paare
Längsnuten zum Abtasten durch die Tastvorrichtung aufweisendem Werkzeug.
[0025] Bei den in den Fig. 1 bis 7 mit dem Vorderbereich dargestellten Handgeräten handelt
es sich um Bohrhämmer, die eingespannten Werkzeugen Drehbewegung und Schläge zu vermitteln
vermögen. Die an die Werkzeuge abgegebene Schlagenergie geben diese an ein Bearbeitungsgut
weiter, wozu eine begrenzte axiale Verschiebbarkeit der Werkzeuge in den Handgeräten
erforderlich ist.
[0026] Der Bohrhämmer gemäss den Fig. 1 bis 4 verfügt über eine im wesentlichen hülsenförmige
Werkzeugaufnahme 1, an die sich einstückig achsgleich ein Führungszylinder 2 anschliesst.
[0027] Der Führungszylinder 2 ist von einer Lagerbohrung 3 durchsetzt, in die eine die
Werkzeugaufnahme 1 durchragende Führungsbohrung 4 kleineren Durchmessers einmündet.
In der Lagerbohrung 3 ist ein Döpper 5 verschiebbar und durch einen Ring 6 dichtend
angeordnet. Der von einem nicht dargestellten Antrieb in hin- und hergehende Bewegung
versetzte Döpper 5 dient dem fortwährenden Beaufschlagen eines Werkzeugs, beispielsweise
eines Bohrers, welches mit seinem Einsteckschaft 7 in die Führungsbohrung 4 der Werkzeugaufnahme
1 einragt.
[0028] Zur begrenzt verschieblichen Halterung und Drehmitnahme des Werkzeugs verfügt der
Einsteckschaft 7 über zwei einander diametral gegenüberliegende Mitnahmenuten 8,
in die geräteseitige Verriegelungswalzen 9 eingreifen. Im weiteren verfügt der Einsteckschaft
7 des in Fig. 1 eingesetzten Werkzeugs über eine zylindrische Mantelfläche. Die Verriegelungswalzen
9 sind in fensterartigen Oeffnungen 11 der Werkzeugaufnahme 1 gelagert und werden
von einem hülsenförmigen Schieber 12, der die Werkzeugaufnahme 1 konzentrisch umfasst,
in der gezeigten Verriegelungsstellung gehalten.
[0029] Zum Entriegeln der Verriegelungswalzen 9 kann der Schieber 12 in der Darstellung
nach Fig. 1 bis 3 nach rechts verschoben und sodann verdreht werden, wodurch an sich
bekannte Vertiefungen an der Innenseite des Schiebers 12 die Verriegelungswalzen
9 radial nach aussen freigeben. Das Verschieben des Schiebers 12 erfolgt durch manuellen
Angriff von aussen, wozu mit dem Schieber 12 eine Betätigungsmanschette 13 fest verbunden
ist. Dabei ist die Kraft einer Druckfeder 14, die sich einerseits an der Innenseite
der Betätigungsmanschette 13 und andererseits an einer Schulter des Führungszylinders
2 abstützt, zu überwinden.
[0030] In dem in Bohrrichtung weisenden Endabschnitt der Werkzeugaufnahme 1 sind in axialem
Abstand zueinander zwei Durchtrittsöffnungen 15, 15ʹ vorgesehen, die zueinander in
Umfangsrichtung um 90° versetzt sind, wie die Fig. 4 verdeutlicht. In den Durchtrittsöffnungen
15, 15ʹ ist jeweils ein Steuerelement 16, 16ʹ in Form einer Kugel gelagert. Die Steuerelemente
16, 16ʹ stützen sich an der zylindrischen Mantelfläche des Einsteckschaftes 7 des
Werkzeugs nach Fig. 1 ab und überragen so die Aussenkontur der Werkzeugaufnahme 1
radial. Der Schieber 12 kann dadurch von der Druckfeder 14 nur bis zu dem den Verriegelungswalzen
9 näheren Steuerelement 16 in der Fig. 1 nach links verschoben werden. Die am Steuerelement
16 aufgelaufene linke Stirnseite des Schiebers 12 ist in Fig. 1 zur Verdeutlichung
dieser Steuerposition strichliert dargestellt.
[0031] Die axialen Verschiebungen des Schiebers 12 führt auch eine Schaltstange 17 mit aus,
die durch eine weitere Druckfeder 18 in Anlage an der rechten Stirnseite des Schiebers
12 gehalten wird. Die Schaltstange 17 ist in der Wandung des Führungszylinders 2
gelagert und von einem Dichtungsring 19 umgeben. Das vom Schieber 12 abgewandte Ende
der Schaltstange 17 ist als Schaltkulisse 21 in Form eines Ziehkeiles ausgebildet.
Die Schaltkulisse 21 ist in einer radial offenen Hohlkehle 22 des Führungszylinders
2 gelagert und so in Umfangsrichtung des Führungszylinders 2 abgestützt.
[0032] Auf dem Führungszylinder 2 sitzen frei drehbar drei unterschiedlich grosse Zahnräder
23, 24, 25, von denen jedes über ein Keilnabenprofil verfügt. Je nach Axialposition
des Schiebers 12 tritt die Schaltkulisse 21 der mit dem Schieber 12 miteilenden Schaltstange
17 in Eingriff mit einer Nut 26, 27, 28 der Keilnabenprofile der Zahnräder 23, 24,
25. Die Fig. 1 zeigt den Eingriff der Schaltkulisse 21 in die Nut 26, wodurch das
Zahnrad 23 drehschlüssig mit dem Führungszylinder 1 gekuppelt ist.
[0033] Mit den Zahnrädern 23, 24, 25 kämmen Stirnzahnräder 31, 32, 33, die drehfest auf
einer Antriebswelle 34 sitzen. Zufolge der Kupp1ungsverbindung des Zahnrades 23 mit
dem Führungszylinder 2 wird die Drehbewegung des Stirnzahnrades 31 auf den Führungszylinder
2 übertragen, was der kleinstmöglichen schaltbaren Drehzahl des Führungszylinders
2 entspricht. Die Antriebswelle 34 ist in einem Gerätegehäuse 35 drehgelagert, wozu
Lager 36, 37 dienen. Ein Wälzlager 38 sowie ein Dichtring 39 dienen der Drehlagerung
bzw Abdichtung des Führungszylinders 2 im Gerätegehäuse 35.
[0034] Der in Fig. 2 gezeigte Einsteckschaft 41 eines anderen Werkzeugs verfügt zur automatischen
Einstellung der für dieses Werkzeug geeigneten Drehzahl über ein Paar zueinander diametral
angeordneter Längsnuten 42 in dem entgegen der Einsteckrichtung an die Mitnahmenuten
43 angrenzenden Abschnitt, wobei in dieser Darstellung nur die vorderseitige Längsnut
42 erkennbar ist. Das den Verriegelungswalzen 9 axial nähere Steuerelement 16 kann
in die hinterseitige verdeckte Längsnut 42 des eingesteckten Einsteckschaftes 41
eintauchen. Dies kommt durch den von der Druckfeder 14 beaufschlagten Schieber 12
zustande, der sohin dieses Steuerelement 16 überfährt und sich an dem axial nächsten,
die Werkzeugaufnahme 1 radial überragenden Steuerelement 16ʹ abstützt. Die Schaltkulisse
21 der miteilenden Schaltstange 17 gelangt so in die Nut 27 des mittleren Zahnrades
24, so dass im Vergleich zur Stellung nach Fig. 1 dem Führungszylinder 2 eine höhere
Drehzahl vermttelt wird.
[0035] In Fig. 3 verfügt der Einsteckschaft 45 eines wiederum anderen Werkzeugs über zwei
zueinander axial und um 90° versetzte Paare von Längsnuten 46, 47 zum Eintauchen beider
Steuerelemente 16, 16ʹ, wie dies die Fig. 4 verdeutlicht. Die Längsnuten 46, 47
sind wiederum in dem entgegen der Einsteckrichtung an die Mitnahmenuten 48 angrenzenden
Bereich des Einsteckschaftes 45 angeordnet. Der Schieber 12 kann die eingetauchten
Steuerelemente 16, 16ʹ überfahren und läuft zur Verschiebebegrenzung an einem topfförmigen
Anschlagteil 49 auf, das mit dem Werkzeughalter 1 fest verbunden ist. In der durch
Auflaufen des Schiebers 12 am Anschlagteil 49 erzielten Axialposition kuppelt die
Schaltkulisse 21 das Zahnrad 25 mit dem Führungszylinder 2, was der grössten schaltbaren
Drehzahl entspricht.
[0036] Das diametrale paarweise Anordnen der Längsnuten 42, 46, 47 erlaubt das Einstecken
beziehungsweise Verriegeln des Einsteckschaftes 41, 45 in beiden alternativen Verriegelungsdrehstellungen
unter Erzielung der Steuerung.
[0037] Zum Werkzeugwechsel wird, wie voran beschrieben, der Schieber 12 durch manuellen
Angriff an der Betätigungsmanschette 13 in Einsteckrichtung des Werkzeugschaftes 7,
41, 45 verschoben. Dadurch werden die Steuerelemente 16, 16ʹ radial nach aussen freigegeben
und nehmen nach dem Einsetzen eines jeweiligen Werkzeugs und neuerlicher Freigabe
des Schiebers 12 eine der in den Fig. 1 bis 4 gezeigten schaltwirksamen Positionen
ein.
[0038] Auch bei dem in den Fig. 5 bis 7 dargestellten Handgerät handelt es sich um einen
Bohrhammer, dessen konstruktiver Aufbau sowie die Ausbildung der Werkzeuge weitgehend
den Fig. 1 bis 4 entspricht. Aus Vereinfachungsgründen sind folglich die konstruktiv
und funktionell analogen Geräteteile mit den gleichen Bezugszeichen versehen und auf
eine neuerliche Erläuterung dieser Teile wird verzichtet.
[0039] Der Schieber 12 weist in dem in Einsteckrichtung der Werkzeuge gerichteten Endbereich
einen Induktionskern 51 auf. Der Induktionskern 51 ist in axiale Abschnitte unterschiedlichen
Volumens unterteilt, wobei die Abschnitte zudem auch unterschiedliche Radialabstände
zu einem induktiven Sensor 52 an sich bekannter Bauart besitzen. Der Sensor 52 ist
in einem Isolationsring 53, der am Gerätegehäuse 35 festgelegt ist, gehaltert. Je
nach axialer, von der Kontur des Einsteckschaftes 7, 41, 45 des jeweiligen Werkzeugs
abhängiger Schaltstellung des Schiebers 12 befindet sich über dem Sensor 52 der Induktionskern
51 mit dem Abschnitt grossen Volumens und kleinem Radialabstand (Fig. 5) oder der
Abschnitt kleinen Volumens mit grossem Radialabstand (Fig. 6) oder der Sensor 52 wird
vom Induktionskern 51 überhaupt nicht überdeckt (Fig. 7). Je nach Ueberdeckungssituation
des Sensors 52 durch den Induktionskern 51 ändert sich die magnetische Leit fähigkeit
für das vom Sensor aufgebaute magnetische Feld, was zu unterschiedlichen verwertbaren
Schaltsignalen im Sensor 52 führt. Diese Schaltsignale werden zur Ausführung entsprechender
Schaltvorgänge verwertet. So kann beispielsweise die Drehzahl oder die Drehrichtung
des Antriebsmotors gesteuert werden. Anstelle eines induktiven Sensors 52 kann aber
auch beispielsweise ein optischer Sensor Verwendung finden.
1. Handgerät mit einer Werkzeugaufnahme (1) für Werkzeuge und einer dem Erfassen der
Kontur der Werkzeuge dienenden Tastvorrichtung zum Einleiten eines Schaltvorganges,
dadurch gekennzeichnet, dass die Tastvorrichtung einen entlang der Werkzeugachse verstellbaren Schieber
(12) und zumindest ein im wesentlichen quer zur Werkzeugachse in die Führungsbohrung
(4) der Werkzeugaufnahme (1) einrückbares Steuerelement (16) aufweist, wobei der Schieber
(12) sich an dem vom Werkzeug aus der Führungsbohrung (4) ausgerückten Steuerelement
(16) abstützt und bei in die Führungsbohrung (4) eingerücktem Steuerelement (16) dieses
überfährt.
2. Handgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Steuerelemente
(16, 16ʹ) vorgesehen sind, die hintereinander in die Führungsbohrung (4) der Werkzeugaufnahme
(1) einrückbar sind.
3. Handgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelemente
(16, 16') als Kugeln ausgebildet und in radialen Durchtrittsöffnungen (15, 15ʹ) der
Werkzeugaufnahme (1) gelagert sind.
4. Handgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelemente
(16, 16ʹ) in Umfangsrichtung der Werkzeugaufnahme (1) zueinander versetzt angeordnet
sind.
5. Handgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelemente
(16, 16ʹ) in Axialrichtung der Werkzeugaufnahme (1) zueinander versetzt angeordnet
sind.
6. Handgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber
(12) als die Werkzeugaufnahme (1) umfassende Hülse ausgebildet ist.
7. Handgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber
(12) von einem diesen gegen die Steuerelemente (16, 16ʹ) treibenden Federelement
(14) beaufschlagt ist.
8. Handgerät, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
dass die Tastvorrichtung den Schaltvorgang mechanisch, optisch oder elektrisch einleitet.
9. Handgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur mechanischen Einleitung
des Schaltvorganges die Tastvorrichtung eine Schaltkulisse (21) für ein Mehrstufengetriebe
aufweist.
10. Handgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur elektrischen Einleitung
des Schaltvorganges die Tastvorrichtung einen mit einem Sensor (52) zusammenwirkenden
Induktionskern (51) zur Erzeugung induktiver Schaltsignale aufweist.
11. Werkzeug für ein Handgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
dass am Einsteckschaft (41, 45) wenigstens eine Vertiefung (42, 46) für das Steuerelement
(16) der Tastvorrichtung vorgesehen ist.
12. Werkzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass entlang dem Umfang des
Einsteckschaftes (41, 45) mehrere Vertiefungen (42, 46; 47) angeordnet sind.
13. Werkzeug nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Vertiefungen
(42, 46; 47) axial zueinander versetzt angeordnet sind.