Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kraftstoffzuteilung während Beschleunigungsvorgängen
in einer Mehrzahl von Zylindern einer Brennkraftmaschine nach der Gattung des Hauptanspruchs.
[0002] AusderDE-A-34 18 387 ist ein ,,Steuerverfahren zu Kraftstoffeinspritzung bei mehrzylindrigen
Brennkraftmaschinen vom sequentiellen Einspritztyp bei der Beschleunigung" bekannt.
Dort wird die Menge des an die Maschine gelieferten Kraftstoffes auf einen für den
ermittelten Betriebszustand geeigneten Wert jeweils nach der Erzeugung eines Triggersignales
eingestellt und die sequentiellen Einspritzungen der derart eingestellten Kraftstoffmenge
werden in einer vorbestimmten Folge synchron mit dem Triggersignal bewirkt. Beim Erkennen
des Beschleunigungszustandes wird ein sogenannter Zwsichenspritzer für denjenigen
Zylinder bereitgestellt, dessen Einlassventil noch nicht wieder geschlossen hatte
und demzufolge auch eine zusätzliche Kraftstoffmenge aufnehmen kann. Bei Einspritzungen,
die erst im Anschluss an die Beschleunigungserkennung beginnen, ist für die Einspritzung
beim nächstliegenden Zylinder ein Zwischenspritzer vorgesehen und bei den folgenden
dann eine Einspritzzeitverlängerung (siehe Figur 3).
[0003] Die US-PS 4 463 732 offenbart ein Einspritzsteuersystem, bei dem nach Erkennen einer
Beschleunigungsanforderung eine Verlängerung der gerade laufenden Einspritzung vorgesehen
ist, ansonsten ein Zwischenspritzer zugemessen wird.
[0004] Die DE 30 12 424 C2 betrifft eine "Kraftstoffeinspritzsteuereinrichtung für eine
Brennkraftmaschine", bei dem im Anschluß an eine Beschleunigungserkennung die nachfolgende
Kraftstoffeinspritzung beim nächstfolgenden Bezugssignal auftritt. (Spalte 2, Zeile
60ff).
[0005] Ferner zeigt die US-A-4 541 388 eine Kraftstoffeinspritzsteuereinheit mit dem Merkmal
einer Beschleunigungsanreicherung, bei der der Einspritzbeginnwinkel entsprechend
einer angegebenen Formel unter anderem drehzahlabhängig vorverlegbar ist (Spalte 4,
Zeilen 62 bis Spalte 5, Zeile 30).
[0006] Es hat sich nun gezeigt, dass die bekannten Kraftstoffzumesssysteme nicht alle Erfordernisse
einer Brennkraftmaschinensteuerung optimal abzudecken vermögen.
Vorteile der Erfindung
[0007] Das erfindungsgemässe Verfahren zur Kraftstoffzuteilung während Beschleunigungsvorgängen
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat gegenüber dem bekannten Verfahren
den Vorteil, dass eine unmittelbare und schnelle Zuteilung der dem Beschleunigungszustand
entsprechenden Kraftstoffmenge erfolgt und damit auch eine Verbesserung der Kraftstoffaufbereitung
ermöglicht wird. Mit dem Erkennen des Beschleunigungszustandes und der neu Errechnung
bzw. Neufeststellung der Kraftstoffmenge wird die Differenzmenge zu der im vorangegangenen
Arbeitstakt ermittelten Kraftstoffmenge bestimmt. Diese Mehrmenge wird den Zylindern
zugeteilt, deren reguläre Kraftstoffeinspritzung begonnen wurde und deren Ansaugtakt
jedoch noch nicht abgeschlossen wurde. Dies erfolgt zum einen in Form von zusätzlichen
Kraftstoffeinspritzungen bei Zylindern, deren Kraftstoffzuteilung abgeschlossen ist
oder durch Verlängern laufender Kraftstoffeinspritzungen um die errechnete Mehrmenge.
Ferner werden die Einspritzventile für alle Kraftstoffeinspritzungen, deren Beginn
sich durch die neue berechnete Kraftstoffmenge in die Vergangenheit verschoben hat,
sofort geöffnet Während des Beschleunigungsvorgangs wird also besonderer Wert auf
eine schnelle Zuteilung der erhöhten Kraftstoffmenge gelegt. Dies erfolgt vorrangig
die durch den Vorlagerungswinkel vorgegebenen Beendigung einer Kraftstoffeinspritzung.
Die sequentiellen Einspritzungen der eingestellten Menge des Kraftstoffs erfolgen
in einer vorbestimmten Folge zu einem vom Betriebspunkt der Brennkraftmaschine abhängigen
Zeitpunkts innerhalb des durch das Triggersignal vorgegebenen Arbeitstaktes. Dabei
werden die Kraftstoffeinspritzungen, deren Beginn vor Erkennen des Beschleunigungszustandes
noch in der Zukunft lag, früher als für einen stationären Betriebszustand vorgesehen
oder auch sofort begonnen, um die Beendigung des Einspritzvorganges noch vor dem Schliessen
des Einlassventils zu gewährleisten.
Zeichnung
[0008] Das erfindungsgemässe Verfahren ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt ein Zeitdiagramm der
Kraftstoffzuteilung nach Erkennen eines Beschleunigungszustandes.
Beschreibung der Erfindung
[0009] In der Zeichnung wird von einer Brennkraftmaschine mit vier Zylindern ausgegangen,
wobei in der obersten Linie die Triggersignale TS dargestellt sind. Dieses Triggersignal
TS ist um einen applikationsspezifischen Winkel gegenüber den oberen Totpunkten der
einzelnen Zylinder nach früh verschoben. Die Zeitdauer TK entspricht einer Kurbelwellendrehung
von 180°. Für jeden der Zylinder 1 bis 4 sind die Öffnungszeiten der Einlassventile
V1 bis V4 dargestellt. Der Betriebszustand der Brennkraftmaschine wird synchron zum
Triggersignal TS erfasst. Die Definition des Beschleunigungszustandes wird anhand
des aktuellen Betriebszustandes und den Daten vorangegangener Betriebszustände vorgenommen,
wobei insbesondere die.Last, Laständerungen, Drehzahl usw. erfasst werden. Ist in
der hier nicht weiter zu erläuternden Weise der Beschleunigungszustand definiert und
festgestellt, so wird während des Beschleunigungszustandes der Brennkraftmaschine
die Kraftstoffzuteilung um eine dem jeweiligen Beschleunigungszustand angemessene
Mehrmenge erhöht. Erfindungsgemäss erfolgt die Zuteilung für all die Zylinder, deren
reguläre Kraftstoffzuteilung begonnen wurde und deren Ansaugvorgang noch nicht beendet
wurde, d. h., das Einlassventil ist noch nicht geschlossen. Nachfolgend sei davon
ausgegangen, dass zur Zeit t der Beschleunigungszustand erkannt ist.
[0010] Nach diesem Zeitpunkt t wird gerade das Einlassventil V2 vom Zylinder 2 geöffnet.
Aufgrund des erkannten Beschleunigungszustandes erfolgt sofort eine zusätzliche Kraftstoffeinspritzung,
Zwischenspritzer genannt, in den Zylinder 2, wie es durch das Signal a dargestellt
ist. Im nächsten Arbeitsspiel erfolgt dann in den gleichen Zylinder wieder die termingerechte,
an die neue Last angepasste, Kraftstoffeinspritzung, die durch das Si gnal d dargestellt
ist. Im Rahmen dieser Erfindung erfolgt der Beginn der termingerechten sequentiellen
Kraftstoffeinspritzung entsprechend der Kraftstoffmenge, der Batteriespannung, des
Vorlagerungswinkels sowie der Drehzahl. Der Vorlagerungswinkel bestimmt dabei die
Lage des Endes der sequentiellen Einspritzung bezüglich dem Offnen des zugehörigen
Einlassventils. Nach jedem Triggersignal wird innerhalb des nachfolgenden Arbeitstaktes
die auszulösende Kraftstoffeinspritzung initiiert.
[0011] Im Zylinder 3 wäre an sich kurz nach der Zeit t die Kraftstoffeinspritzung zu Ende.
Aufgrund des erkannten Beschleunigungszustandes wird jedoch die noch laufende Kraftstoffeinspritzung
in den Zylinder 3 verlängert, wie es durch das Signal b dargestellt ist. Aufgrund
dieser erfindungsgemässen Verlängerung der Kraftstoffeinspritzung steht daher unverzüglich
eine erhöhte Kraftstoffmenge zur Verfügung.
[0012] Schliesslich wird in dem Zylinder 4 sofort mit der nächsten Kraftstoffeinspritzung
begonnen, die durch das Signal c angedeutet ist. Für diesen Zylinder4 hätte die Einspritzung
normalerweise, also ohne dass der Beschleunigungszustand erkannt worden wäre und ohne
Wirksamwerden des erfindungsgemässen Verfahrens, erst zu einem späteren Zeitpunkt
begonnen. Durch den dargestellten sofortigen Beginn der Kraftstoffeinspritzung erfolgt
erfindungsgemäss eine schnelle Zuteilung der dem Beschleunigungszustand entsprechenden
Kraftstoffmenge.
[0013] Wesentlich dabei ist, dass die neu berechnete Kraftstoffmenge zum Zeitpunkt t für
alte Kraftstoffeinspritzungen massgebend ist, deren Einspritzbeginn an bzw. nach diesem
Triggersigna! TS initiiert werden muss und für alle Zylinder, bei denen die termingerechte
Einspritzung bereits abgeschlossen, deren Einlassventil aber noch offen ist.
1. Verfahren zur Kraftstoffzuteilung während Beschleunigungsvorgängen in eine Mehrzahl
von Zylindern einer Brennkraftmaschine mit sequentieller Einspritzung, bei dem die
einzuspritzende Kraftstoffmenge entsprechend dem Betriebszustand ermittelt und der
Beschleunigungszustand bestimmt wird, wobei nach Bestimmen des Beschleunigungszustandes
eine zusätzliche Kraftstoffmenge eingespritzt wird in einen Zylinder, dessen Einlaßventil
noch nicht geschlossen ist und abgestimmt auf die gewünschte Beschleunigung, dadurch
gekennzeichnet, daß die zumZeitpunkt der Ausführung der zusätzlichen Kraftstoffeinspritzungen
bereits laufende Kraftstoffeinspritzungen entsprechend der errechneten Mehrmenge (b)
verlängert werden, und daß solche Kraftstoffeinspritzungen, deren Beginn vor dem Erkennen
des Beschleunigungszustandes noch in der Zukunft lag, im Vergleich zu den Verhältnissen
beim stationären Betrieb früher und dann sofort begonnen werden, wenn ihr neu errechneter
Einspritzbeginn vor dem Erkennen des Beschleunigungszustandes liegen würde.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftstoffeinspritzungen
in einem vom Betriebszustand der Brennkraftmaschine abhängigen Zeitpunkt abhängig
eines durch das Triggersignal (TS) bestimmten Arbeitstaktes erfolgen.
1. Process forfuel metering during acceleration procedures into a plurality of cylinders
of an internal combustion engine with sequential injection, in which the fuel quantity
to be injected is calculated in accordance with the operating state and the acceleration
state is determined, the acceleration state having been determined an additional quantity
of fuel is injected into a cylinder whose inlet valve is not yet closed and matched
to the desired acceleration, characterised in that the fuel injections already proceeding
at the time of the execution of the additional fuel injections are prolonged in accordance
with the additional quantity (b) calculated and in that those fuel injections, the
start of which was still in the future prior to the detection of the acceleration
state, are begun earlier in comparison to the conditions in the case of steady-state
operation or immediately if their recalculated beginning of injection precedes the
detection of the acceleration state.
2. Process according to Claim 1, characterised in that the fuel injections are effected
at a time dependent on the operating state of the internal combustion engine as a
function of a power cycle determined by the trigger signal (TS).
1. Procédé de dosage de carburant pendant des processus d'accélération dans plusieurs
cylindres d'un moteur à combustion interne, à injection séquentielle, procédé selon
lequel la quantité de carburant à injecter se détermine en fonction de l'état de fonctionnement
et selon lequel on détermine l'état d'accélération, et après avoir déterminé l'état
d'accélération, on injecte une quantité complémentaire de carburant dans un cylindre
dont la soupape d'admission n'est pas encore fermée et en accord avec l'accélération
souhaitée, procédé caractérisé en ce que les injections de carburant, déjà en cours
à l'instant où s'effectuent les injections supplémentaires, sont prolongées de façon
correspondante à la quantité complémentaire calculée, et en ce que les injections
de carburant, dont le début était encore à venir avant la détection de l'état d'accélération,
vont alors commencer immédiatement, de façon anticipée par rapport aux conditions
du fonctionnement stationnaire, et si leur début d'injection nouvellement calculé
se serait situé avant la détection de l'état d'accélération.
2. Procédé selon la revendication 1 caractérisé en ce que les injections de carburant
à un instant dépendant de l'état de fonctionnement du moteur à combustion interne,
se font en fonction d'une cadence de travail déterminée par le signal de déclenchement
(TS).