(19)
(11) EP 0 272 324 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG
veröffentlicht nach Art. 158 Abs. 3 EPÜ

(43) Veröffentlichungstag:
29.06.1988  Patentblatt  1988/26

(21) Anmeldenummer: 86906034.3

(22) Anmeldetag:  20.06.1986
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4B65H 54/28, B65H 54/30, B65H 59/10
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/SU1986/000063
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 1987/007882 (30.12.1987 Gazette  1987/29)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
CH DE FR GB IT LI

(71) Anmelder: TASHKENTSKOE SPETSIALNOE KONSTRUKTORSKOE BJURO TEXTILNYKH MASHIN
Tashkent, 700100 (SU)

(72) Erfinder:
  • MIROSHNICHENKO, Jury Borisovich
    Tashkent, 700135 (SU)
  • SABATELLI, Vladimir Vitalievich
    Tashkent, 700069 (SU)

(74) Vertreter: Finck, Dieter et al
v. Füner Ebbinghaus Finck Hano Postfach 95 01 60
81517 München
81517 München (DE)

   


(54) VORRICHTUNG ZUM ABLEGEN FASERFÖRMIGER MATERIALIEN


(57) Die Einrichtung zum Legen des fadenförmigen Materials enthält zwei parallele hin- und hergenend verschiebbare Leisten (1 und 2), einen feststehenden Fadenleiter (12) eines Abzugswalzenpaares (13), einen an der Leiste (2) montierten Fadenleger (4) mit Fadenleiter (5) sowie einen schwenkbaren Ausgleichhebel (3) mit Fadenführer (7), der mit der Leiste (1) über eine an der Leiste (1) befestigte Führungsgabel (8) und einen am Ausgleichhebel (3) befestigten Zapfen (9) verbunden ist. Der feststehende Fadenleiter (12), der Schwenkpunkt (0) des Ausgleichhebels (3) und der Fadenleiter (5) des Fadenlegers (4) in seiner mittleren Stellung liegen auf der geometrischen Schwenkachse (a - a) des Ausgleichhebels (3), wobei der Schwenkpunkt (0) des Ausgleichhebels (3) den Abstand zwischen dem feststehenden Fadenleiter (12) und dem Fadenleiter 15) des Fadenlegers (4) in seiner mittleren Stellung halbiert.




Beschreibung

Technisches Gebiet



[0001] Die Erfindung bezient sich auf das Gebiet des Textilmaschinenbaus, insbesondere auf eine Einrichtung zum Legen des fadenförmigen Materials, die in Textilmaschinen mit Kreuzwicklung des fadens auf den Bobinen verwendet wird.

Zugrundeliegender stand aer Technik



[0002] Bekanntlich ist bei den Einrichtungen zum Legen des fadenförmigen Materials die Fadenspannungsregelung problematisch, weil die Abstandsdifferenz von der Einspannungsstelle aes Fadens im Abzugspaar bis zu den mittleren und Randwindungen der aufzuwickelnden Bobine eine ungleicnmaßige Fadenspannung in den mittleren und Randabschnitten einer Bobine bedingt, wodurch die Booine in inren mittleren Abschnitten undicht, locker, in den Randabscennitten aber überdicht wird.

[0003] BeKannt sind verscaiedenartige Einrichtungen zum Lösen des genannten Proolems durch Ausgleicu der Fadenlänge in der mittleren und Randstellung des Fadens bei Kreuzwicklung auf der Bobine. So ist eine Einricntung zum Legen des fadenformigen Materials (siehe z.B. die US-PS Nr. 4121781, IPK B65H 59/10) bekannt, in welcher der Ausgleich der Lange des aufzuwickelnden Fadens mit Hilfe eines fliegend gelagerten Ausgleicnnebels mit einem elastiscnen Element erfolgt, das aus Kunststoff bzw. Gummi mit einer im Innern angeordneten Stahlplatte besteht, dessen eine Fadenleitrolle tragendes Enae unter der Wirkung der Fadenspannungskraft in der VertiKalebene verscnoben wird.

[0004] Die bekannte Einrichtung Kann allerdings zum Lagen solcher Fadenarten wie Vorgarn bzw. selbstgezwirnter Faden aus kurzen Fasern mit niedrigen Festigreitseigenschaften nicht verwendet werden, weil der Faden in ihr unter ständiger Einwirkung aer vom elastiscnen Element erzeugten Spannung steht, was zum verdeckten Strecken bzw. zum Bruch desselben führen kann.

[0005] Der Erfindung am nächsten kommt nach ihrem techniscnen Wesen und dem erzielbaren Resultat eine Einrichtung zum Legen des fadenförmigen Materials (siehe z.B. die GB-PS Nr. 1393324, NPK DIJ, 1975), die zwei parallele Leisten, welche mit Möglichkeit einer gleichzeitigen hin- und hergehenden Verschiebung angebracht sind, einen an einer der Leisten montierten Fadenleger mit Fadenleiter sowie einen schwenkbaren Ausgleichebel mit Fadenführer enthält, der mit der anderen Leiste kinematisch verbunden ist und dessen geometrische Schwenkachse durch den feststehenden Fadenleiter des Abzugswalzenpaares geht. Die Verbindung des Ausgleichhebels mit der Leiste ist über eine Zahnscneibe hergestellt, auf deren Achse der Ausgleichhebel angebracht und mit ihr starr verbunden ist, wobei die Scheibe mit einem Zahnriemen zusammenwirft, der von der Leiste angetrieben wird, und wobei der Zahnriemen zwei benachbarte Scheiben zum Antrieb zweier Nachbarnebel der Einrichtung umschlingt.

[0006] Das Vorhandensein eines schwenkbaren Ausgeleichhebels, dessen geometriscne SchwenKacnse durch den feststenenden Fadenleiter geht und dessen Bewegung mit der Bewegung der Fadenlegerleiste zusammehhängt, gewährleistet eine konstante Fadenlänge und demgemäß eine Konstante Fadenspannung zwischen dem feststehenden Fadenleiter und dem Fadenleiter des Fadenlegers beim AufwicKeln, was diese Einrichtung zum Aufwickeln von Faden geringer Festigkeit, darunter Vorgarn, zu verwenden erlaubt.

[0007] Allerdings bedingt die unbestimmte Lage des Fadenleiters vom Fadenleger in bezug auf die geometrische Schwenkachse des Ausgleichnebels und dessen Schwenkpunkt, der als Schnittpunkt eines aus der Umbiegestelle des Fadens im Fadenführer auf die Schwenkachse gefälltes, Lotes definiert wird, ein kompliziertes Bewegungsgesetz der Leiste mit dem Fadenleger und ein variierendes Geschwindigkeitsübersetzungsverhältnis der Leiste mit dem Fadenleger und der Leiste mit dem Ausgleichhebel während deren Verschiebung.

[0008] Ein derart kompliziertes Bewegungsgesetz der Leiste mit dem Fadenleger und ein variierendes Übersetzungsverhältnis der Bewegungsgeschwindigkeiten der Leisten sind in der bekannten Einrichtung durch einen komplizierten und sperrigen Antrieb gewährleistet, der ein Ellipsenrad einschließt, das mit einem exzentriscnen Zahnrad im Eingriff steht und die Bewegung auf die Leiste mit dem Fadenleger und über diese mit Hilfe von zwei Zahnriementrieben, die mittels durch Riemen verbundenen NocKen miteinander in Verbindung stehen, auf die Leiste mit dem Ausgleichhebel überträgt, welche ihrerseits über einen Zahnriemen die Bewegung auf eine Scheibe und den mit ihr verbundenen Ausgleicnhebel überträgt.

[0009] Ein solches Antriebsystem ist sperrig, kompliziert in der Herstellung und arbeitsaufwendig bei Montage und Bedienung. Überdies ist bekannt, daß ihre Hauptbestandteile - Zahn- und Zugriemen - geringe Lebensdauer besitzen, rascn verschleißen und zur Ausdehnung neigen, was eine Störung der vorberecnneten Verhältnisse der Übersetzungsparameter beim Betrieb herbeiführt und die Funktionszuverlässigkeit der gesamten Einrichtung vermindert.

Offenbarung der Erfindung



[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Legen des fadenförmigen Materials mit einer solchen Ausführung der kinematischen Verbindung des Ausgleichhebels mit der Leiste und einer solchen gegenseitigen Anordnung von Einrichtungselementen zu schaffen, die es erlauben würden, bei Gewährleistung der Spannungskonstanz des aufzuwickelnden Fadens den zur Leistenverschiebung verwendeten Antrieb und dessen kinematische Verbindung mit den Leisten zu vereinfacnen und hierdurch die Funktionszuverlässigkeit der Einrichtung zu erhöhen, die HerstellungsKOSten von Antrieb und Einrichtung insgesamt zu senken, die 'Bedienung derselben sicnerzustellen und ihre Abmessungen zu verringern.

[0011] Die gestellte Aufgabe ist dadurch gelöst, daß in der Einrichtung zum Legen des fadenförmigen Materials, die zwei parallele Leisten, einen Antrieb zur gleicnzeitigen hin- und hergenenden Verschiebung derselben, einen Fadealeger mit Fadenleiter, der an einer der Leisten montiert ist, einen schwenkbaren Ausgleicnhebel mit Fadenführer enthält, der mit der anderen Leiste kinematisch verbunden ist und dessen geometrische Schwenkachse durch den feststehenden Fadenleiter eines Abzugswalzenpaares geht, erfindungsgemäß die kinematiscne Verbindung des Ausgleicahebels mit der Leiste in Gestalt einer an dieser Leiste starr befestigten Führungsgabel und eines Zapfens ausgebildet ist, der am Ausgleicnnebel parallel zu dessen Schwenkachse montiert und in der Gabel angeordnet ist, während der Fadenleiter des Fadenlegers in seiner mittleren Stellung auf der geometriscnen Schwenkachse des Ausgleicnhebels und in einem Abstand vom Schwenkpunkt des Aus6leichnebels liegt, der dem Abstand vom Scnwenkpunkt des Ausgleicnhebels bis zum feststehenden Fadenleiter gleich ist.

[0012] zweckmäßigerweise ist der Leistenantrieb mit einem konstanten Übersetzungsverhältnis ausgeführt, das aus der folgenden Formel ermittelt wird:

wo es bedeutet:

L - Abstand vom Schwenkpunkt des Ausgleichhebels bis zum Fadenführer desselben;

ℓ - Abstand vom Schwenkpunkt des Ausgleichhebels bis zum Zapfen desselben.



[0013] Die Ausführung der kinematischen Verbindung des Ausgleichhebels mit der denselben antreibenden Leiste in Gestalt eines am Ausgleichhebel montierten und in einer an der Leiste starr befestigten Gabel angeordneten Zapfens sowie die Lage des Fadenleiters vom Fadenleger in dessen mittlerer Stellung auf einer Fortsetzung der geometrischen Schwenkachse des Ausgleichhebels und in einem solchen Abstand vom Ausgleichhebel, dass der Schwenkpunkt des Ausgleichhebels, der als Schnittpunkt eines aus der Umbiegestelle des Fadens im FadenfÜhrer auf die geometrische Schwenkachse gefüllten Lotes definiert wird, den Abstand vom feststehenden Fadenleiter des Abzugswalzenpaares bis zum Fadenleiter des Fadenlegers halbiert, gestatten es, bei konstanter Spannung des aufzuwickelnden Fadens eine einfache Leistenbewegungskinematik in Form einer gleichmässigen hin-und hergehenden Verschiebung zu erzielen und ein konstantes Übersetzungsverhältnis der Leistengeschwindigkeiten sicherzustellen, welches aus der Formel

zu ermitteln ist, d.h. nur vom Verhältnis der Armlängen des Ausgleichhebels mit Bezug auf dessen Schwenkachse abhängt. Dies erlaubt es wiederum, als Antriebsmittel einen beliebigen konstruktiv einfachen und betriebssicheren Antrieb zu verwenden, der eine gleichzeitige gleichmässige hin- und hergehende Leistenverschiebung gewährleistet, und hierdurch die Punktionszuverlässigkeit der Einrichtung zu erhöhen, ihre Kosten sowie den Arbeitsaufwand bei Herstellung, Montage und Betrieb zu senken und ihre Abmessungen zu vermindern.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen



[0014] Im folgenden wird die Erfindung durch ein konkretes Ausfuhrungsbeispiel derselben anhand beiliegender Zeichnungen erläutert, in denen es zeigt:

Fig. 1 eine schematische Darstellung der Gesamtansicht der Einrichtung, ihren räumlichen Getriebeplan;

Fig. 2 die Konstruktion des Ausgleichhebels und seine kinematische Verbindung mit einer der Leisten;

Fig. 3 den Lageplan des Fadens während seines Verschiebens durch den Fadenleger und den Ausgleichhebel.


Beste Ausführungsform der Erfindung



[0015] Die Einrichtung zum Legen des fadenförmigen Materials enthält zwei parallele Leisten 1 (Fig. 1) und 2, die mit Möglichkeit einer gleicnzeitigen hin- und hergehenden Verschiebung angeordnet sind, einen schwenK- baren Ausgleichhebel 3, einen Fadenleger 4 mit Fadenleiter 5 und einen Antrieb 6 zum Verschieben der Leisten 1 und 2.

[0016] Der Faaenleger 4 mit dem Fadenleiter 5 ist an der Leiste 2 montiert. Der schwenkbare Ausgleichhebel 3 besitzt einen Fadenführer 7 einer beliebigen bekannten Konstruktion und ist mit der Leiste 1 kinematisch verbunaen, wobei die Kinematiscne Verbindung des Ausgleicähebels 3 mit αer Leiste 1 aus einer an der Leiste 1 starr befestigten Führungsgabel 8 und einem Zapfen 9 ausgeführt ist, der am Ausgleicnhebel 3 montiert und in der Gabel 8 angebracht ist, wobei die Gabel 8 unter dem Ausgleichhebel 3 bzw. über demselben liegen kann, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist.

[0017] Der Ausgleicnhebel 3 ist zweiarmig mit Armlängen 1 und L ausgeführt, wobei an dem Arm mit der Länge 1 der Zapfen 9, an dem Arm mit der Länge L aber der Fadenführer 7 angebracht sind. Der Ausgleichhebel 3 ist auf einer Scnwenkacnse 10 senkrecht zu dieser Acnse 10 montiert, während sein Zapfen 9 parallel zur Schwenkachse 10 angeordnet ist. Die Achse 10 ist in einer Stütze des Einricntungsrahmens gelagert, wobei die geometrische SchweKachse a-a des Ausgleichhebels 3 durch den Fadenleiter 5 des Fadenlegers 4 in dessen mittlerer Stellung sowie einen feststehenden Fadenleiter 12 eines Abzugswalzenpaares 13 geht. Der Fadenleiter 5 des Fadenlegers 4 ist in einem Abstand h vom Schwenkpunkt 0 des Ausgleicnhebels 3 angeordnet, der dem Abstand h1 vom Schwenkpunkt 0 des Ausgleichhebels 3 bis zum feststehenden Fadenleiter 12 des Abzugswalzenpaares 13 gleich ist, d.n. der Schwenkpunkt 0 des Ausgleichhebels 3 ist mitten zwischen ihnen angeordnet.

[0018] Wie die Urheber festgestellt haben, ergeben sich günstige Bedingungen zum Aufwickeln des Fadens mit Kons- tanter Spannung bei einer gleicnbleibenden BewegungsgeschwindigKeit der Leisten 1 und 2, wenn die Armlänge L des Ausgleichhebels 3 vom SchwenKpunkt 0 desselben bis zum Fadenführer 7 größer als 1/4-Hub H (Fig. 3) des Fadenleiters 5 vom Fadenleger 4 und der Antrieb 6 (Fig.1) der Leisten 1 und 2 mit einem kontanten Übersetzungsverhältnis ausgeführt ist, der nach der Formel

zu ermitteln ist, wo L den Abstand vom SchwenKpunkt 0 des Ausgleichhebels 3 bis zu seinem Fadenleiter 7 und 1 den Abstand vom Schwenkpunkt 0 des Ausgleichhebels 3 bis zum Zapfen 9 desselben bedeutet.

[0019] Dank einer derartigen kinematischen Verbindung des Ausgleichhebels 3 mit der Leiste 1 und der Ausführung des Antriebes 6 mit einem konstanten Übersetzungsvernältnis

wird es möglich, eine gleichmäßige uin- und hergehende Verschiebung der Leisten 1 und 2 zu erzielen, wobei bei der Bewegung des Fadenlegers 4 entlang einer Bobine 14 der Faden sich auf einem Kreisbogen A mit einem konstanten Halbmesser bewegt, welcher der Armlänge L des Ausgleichhebels 3 entspricht, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. Aus dem räumlichen Bewegungsplan eines Fadens 15 beim Legen desselben auf der Bobine 14 ist ersichtlich, daß auf einer Geraden B, die die Punkte 12 und 5 (diese Punkte entsprecnen dem feststehenden Fadenleiter 12 und dem Fadenleiter 5 des Fadenlegers 4 in seiner mittleren Stellung) verbindet, ein einziger, in der Mitte dieser Geraden liegende Punkt 0 vorhanden ist, und daß sich der Fadenleiter 7 bei seiner Drehbewegung um aenselben auf dem Kreisbogen A in einer zu dieser Geraden 12-5 senkrechten Ebene bewegt, wodurch die Länge des Fadens 15 vom Punkt 12 bis zu einer Linie C - G, die der Bewegungsbahn des Fadenleiters 5 entspricht, stets konstant bleibt. Die LängenKonstanz des Fadens 15 gewährleistet seine konstante Spannung in den mittleren und Randwindungen auf der Bobine 14, so daß es kein Dehnen und keinen Bruch des Fadens gibt, was eine hohe Qualität des Produktes gewährleistet.

[0020] Also besitzt die erfindungsgemäße Einrichtung zum Legen des fadenförmigen Materials eine einfacne Konstruktion dank einer einfachen Bewegungsübertragung zum Ausgleichhebel 3 über ein translatorisch arbeitendes Paar aus der Gabel 8 und dem Zapfen 9. Diese Konstruktion ist zuverlässig im Betrieb und einfach in der Bedienung. Die Oberfläcaen der Gabel 8 und des Zapfens 9 lassen sich von Staub und Fasern unschwer reinigen, was die Bedienung der Einrichtung während des Betriebes erleichtert. Darüber hinaus Kann dank der einfachen Abhängigkeit, die die Abstimmung der GeschwindigKeiten der aer Leisten 1 und 2 sicherstellt, ein beliebiger bekannter Antrieb in der Einrichtung verwendet werden, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist.

[0021] Der Antrieb aer Leisten 1 und 2 erfolgt mittels eines Antriebsrades 16, an dessen Stirnfläche ein Zapfen 17 angebracht ist, der in einem Schlitz 18 einer mit der Leiste 1 starr verbundenen Leiste 19 aufgenommen ist. Die Leiste 2 ist mit der Leiste 1 mittels eines zweiarmigen Schwinghebels 20 kinematisch verbunden, der auf einer Achse 21 schwenkbar angebracht ist, die in einem Kragstück 22 mit Möglichkeit ihrer regelbaren Lageeinstellung in bezug auf die Leisten 1 und 2 durch Verschieben in einer Nut des Konsols 22 in der zur Bewegungsrichtung der Leisten 1 und 2 senkrechten Richtung montiert ist.

[0022] Die Einrichtung funktioniert folgenuerweise.

[0023] Der Faaen 15 läuft aus dem Abzugspaar 13 über den feststehenden Fadenleiter 12 in die Öffnung des Fadenführers 7 des Ausgleichhebels 3 und aus ihr in den Fadenleiter 5 des Fadenlegers 4, der das Legen des Fadens 15 in Form einer Krezuwicklung auf der Bobine 14 vornimmt, die durch eine wickelwalze 23 dank bestehender Reibung angetrieben wird. Gleichzeitig mit der Bewegung des Fadenlegers 4 entlang der Bobine 14 zum Ablegen des Fadens 15 auf derselben verschiebt sich in derselben Richtung auch der Fadenführer 7 des Ausgleichhebels 3, der um die Achse 10 schwenkt.

[0024] Der Ausgleichhebel 3 wird durch den Zapfen 9 angetrieben, uer in der Gabel 8 angeordnet ist, die gemeinsam mit der Leiste 1 eine hin- und hergehende Verschiebung vollführt. Die letztere wiederum wird mittels der Leiste 19 in Bewegung gesetzt, in deren Schlitz 18 der Zapfen 17 des mit gleicnbleibender Geschwindigkeit rotierenden Antriebsrades 16 verscnoben wird. Die Verschiebung aer Leiste 1 wird auf die Leiste 2 über den Scnwinghebel 20 übertragen, der in jedem seiner Arme Schlitze aufweist, in denen die Endteile der Leisten 1 und 2 als Zapfen aufgenommen sind. Die Schwenkacnse 2 des Schwinghebels 20 ist derart montiert, daß sie im Kragstücke 22 in einem belie- bigen Abstand f1 und f2 in bezug auf die Leisten 1 und 2 ein- und feststellbar ist, wobei die Wahl des Verhältnisses dieser Abstände konstruktiv entsprechend der Möglichkeit der Erzielung eines für die Verschiebung der Leisten 1 und 2 jeweils erforderlichen Übersetzungsverhältnisses

gegeben ist, das durch das Verhältnis der Armlängen L und 1 des Ausgleichhebels 3 bestimmt ist.

[0025] Die Bewegung des Fadenführers 7 ist auf die Bewegung des Fadenleiters 5 vom Fadenleger 4 abgestimmt. Hierbei ist die Projektion der Geschwindigkeit des Fadenführers 7 auf die Verscniebungsrichtung des Fadenlegers 4 doppelt so klein wie die Geschwindigkeit des Fadenleiters 5 vom Fadenleger 4. Diese Bedingung ist dadurch gewaurleistet, daß das Produkt aus dem Übersetzungsverhaltnis i des Antriebes und dem Verhältnis des Abstandes L vom SchwenKpunkt des Ausgleichhebels 3 bis zum Fadenführer 7 zum Abstand 1 vom Schwenicpunkt des Ausgleichhebels 3 bis zum Zapfen 9 gleich 2 ist, d.h.

Dies gewährleistet eine konstante Fadenlänge während der Aufwicklung auf die Bobine sowie eine konstante Fadenspannung in den mittleren und Ranaabschnitten der Bobine.

[0026] Eine zuverlässige Funktion der erfindungsgemäßen Einrichtung, eine SenKung ihrer Kosten und des für inre Herstellung, Montage und Betrieb erforderlichen Arbeitsaufwandes sowie eine Verringerung der Abmessungen, was dank einer einfacneren Konstruktion des Antriebs erzielt wird, können nur bei einer solchen gegenseitigen Anordnung von Einrichtungselementen und bei einer solchen konstruktiven Ausführung der kinematischen Verbindung zwischen innen gewährleistet werden, die im vorstehenden erläutert sind und den Grundgenalt der vorliegenden Erfindung darstellen, d.h. bei der Anordnung des feststehenden Fadenleiters 12, des Schwenkpunktes 0 des Ausgleicahebels 3 und des Fadenleiters 5 vom Fadenleger 4 auf einer geraden Linie, die auch die geometrische Schwenkachse a - a des Ausgleichhebels 3 ist, und in einem solchen Aostand derselben voneinander, daß der ScnwenKpunkt 0 den Abstand vom Fadenleiter 12 bis zum Fadenleiter 5 des Fadenlegers halbiert, sowie ferner bei der Ausführung der kinematischen Verbindung des Ausgleichhebels 3 mit der Leiste 1 in Gestalt eines Zapfens 9, aer in einer an der Leiste 1 oefesti6ten Gabel 8 angeordnet ist.

Gewerbliche Verwertbarkeit



[0027] Die erfindungsgemäße Einrichtung zum Legen des fadenförmigen Materials kann in Beliebigen Textilmaschinen mit Kreuzwicklung des Fadens angewendet werden, am zweckmäßigsten aber, ist ihre Anwendung in den Vorspinnmaschinen, wo aas fadenförmige Material in Form von Vorgarn eine geringe Festigkeit besitzt und gegen Änderung seiner Spannung besonders empfindlich ist.


Ansprüche

1. Einrichtung zum Legen fadenförmigen Materials, die zwei parallele Leisten (1 und 2), einen Antrieb (6) zur gleichzeitigen hin- und hergehenden Verscniebung der Leisten (1 und 2), einen an der Leiste (2) montierten Fadealeger (4) mit Fadenleiter (5), einen schwenkbaren Ausgleicnhebel (3) mit Fadenführer (7) enthält, der mit der Leiste (1) kinematisch verbunden ist und dessen geometrische Schwenkachse (a - a) durch einen feststehenaen Fadenleiter (12) eines Abzugswalzenpaares (13) geht, dadurch gekenennzeich - n e t , daß die Kinematische Verbindung des Ausgleichhebels (3) mit der Leiste (1) in Gestalt einer an dieser Leiste (1) starr befestigten Führungsgabel (8) und eines Zapfens (9) ausgebildet ist, der am Ausgleichhebel (3) parallel zu aessen Scnwenkachse (10) montiert und in der Gabel (8) angeordnet ist, während aer Fadenleiter (5) des Fadenlegers (4) in seiner mittleren Stellung auf der geometriscnen Scnwenkachse (a - a) des Ausgleichhebels (3) und in einem Abstand (h) vom SchewnKpunkt (0) des Ausgleichhebels (3) liegt, der dem Abstand (h1) vom Schwenkpunkt des Ausgleichnebels (3) bis zum festehenden Fadenleiter (12) gleich ist.
 
2. Einrichtung nach Andpruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (6) der Leisten (1 und 2) mit einem konstanten Übersetzungsverhältnis ausgeführt ist, das nach der folgenden Formel ermittel wird:

wo es bedeutet:

L - Austand vom Schwenkpunkt (0) des Ausgleicnhebels (3) bis zu dessen Fadenführer (7);

1 - Abstand vom ShwenKpunkt (0) des Ausgleichhebels (3) bis zu dessen Zapfen (9).


 




Zeichnung













Recherchenbericht