(19)
(11) EP 0 272 540 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
29.06.1988  Patentblatt  1988/26

(21) Anmeldenummer: 87118147.5

(22) Anmeldetag:  08.12.1987
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)4F23Q 3/00, F23D 14/28
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 23.12.1986 DE 3644122

(71) Anmelder: Rothenberger Werkzeuge-Maschinen GmbH
D-6000 Frankfurt am Main (DE)

(72) Erfinder:
  • Flath, Lothar
    D-6106 Erzhausen (DE)
  • Velte, Karl-Heinz
    D-6395 Weilrod - 3 (DE)

(74) Vertreter: Zapfe, Hans, Dipl.-Ing. 
Postfach 20 01 51
63136 Heusenstamm
63136 Heusenstamm (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Aufsatzbrenner mit einem Injektorsystem für Flüssiggasbehälter


    (57) Aufsatzbrenner (1) für Flüssiggasbehälter mit einem aus Gasdüse (5), Luft-Ansaugöffnungen (22) und Mischkanal (23) bestehenden Injektorsystem und mit einem einstückigen Zen­tralkörper (2), der mit einem Anschlußstutzen (6) für die Verbindung mit dem Flüssiggasbehälter versehen ist. Der Zentralkörper (2) besitzt ferner ein Stellventil (17) für das verdampfte Flüssiggas, eine Anschlußöffnung (3) für ein Brennerrohr (4) und eine Piezo-Zündeinrichtung (24). Gasdüse (5) und die Anschlußöffnung (3) weisen eine gemein­same Achse A₁ auf, die in einer gemeinsamen Ebene mit der Achse A₂ des Anschlußstutzens (6) liegt, und die Achsen stehen unter einem Winkel "a" zwischen 90 Grad und 120 Grad zueinander. Zur Erhöhung des Gasdurchsatzes und Ver­besserung der Handhabung ist die Piezo-Zündeinrichtung (24) auf der dem Anschlußstutzen (6) in Bezug auf die Achse A₁ von Gasdüse (5) und Anschlußöffnung (3) dia­metral gegenüberliegenden Seite des Zentralkörpers (2) angeordnet. Ferner sind die Luft-Ansaugöffnungen (22) beiderseits einer durch die Achsen (A₁; A₂) definierten Symmetrieebene im Zentralkörper (2) angeordnet.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Aufsatzbrenner für Flüssiggas­behälter mit einem Füllvolumen von weniger als 1000 cm³, mit einem aus Gasdüse, Luft-Ansaugöffnungen und Mischkanal bestehenden Injektorsystem und mit einem einstückigen Zentralkörper, der mit einem Anschlußstutzen für die Ver­bindung mit dem Flüssiggasbehälter, mit der Gasdüse, einem Stellventil für das verdampfte Flüssiggas, einer Anschlußöffnung für ein Brennerrohr und mit einer Piezo-­Zündeinrichtung versehen ist, wobei die Gasdüse und die Anschlußöffnung eine gemeinsame Achse A₁ aufweisen, die in einer gemeinsamen Ebene mit der Achse A₂ des Anschlußstutzens liegt und die Achsen unter einem Winkel "α" zwischen 90 Grad und 120 Grad zueinander stehen.

    [0002] Ein derartiger Aufsatzbrenner ist - allerdings ohne Piezo-Zündeinrichtung - beispielhaft durch die GB-PS 2 022 238 bekannt. Dabei sind vier Luft-Ein­trittsöffnungen als radiale bzw. diametrale Bohrungen in einem Mischrohr angeordnet, das wiederum Teil der Gasdüse und des einstellbaren Brennerventils ist, so daß das Mischrohr, auf dessen Ende ein Brenner aufgeschraubt ist, nicht ohne weiteres, schon gar nicht von einem Heimwerker auswechselbar und durch ein Mischrohr mit einem Brenner mit anderer Flammencharakteristik auswechselbar ist. Da zwischen den radialen Luftbohrungen noch eine Restwandstärke des Mischrohres vorhanden sein muß und dieses Misch­rohr auch einen geringen Außendurchmesser hat, haben die Luftbohrungen einen verhältnismäßig sehr geringen Querschnitt. Sie sind zu allem Überfluß auch noch versenkt in einem hohlzylindrischen Vorsprung des Zentralkörpers angeordnet, wobei die Verbrennungs­luft nur aus der Richtung des Brenners eintreten kann und zunächst um 180 Grad umgelenkt werden muß, bevor die Mischung mit dem Brenngas stattfinden kann. Dadurch entstehen hohe Strömungswiderstände, und da ein Verbrennungsvorgang wirtschaftlich nur innerhalb sehr enger Mischungsgrenzen von Brenngas und Luft durchgeführt werden kann, ist auch die Leistung des be­kannten Brenners begrenzt.

    [0003] Es sind auch weitere Aufsatzbrenner für Flüssiggasbe­hälter bekannt, bei denen das Misch- und Brennerrohr zumindest im ersten Teil seiner Länge in Richtung der Achse des Flüssiggasbehälters verläuft. Eine hier­zu schrägstehende Flamme wird durch eine Biegung im Misch- bzw. Brennerrohr erzeugt. Auch hierbei gehört zu dem Brennerrohr ein kurzer, mit dem Brennerrohr verschraubter Rohrstutzen, in dem radiale bzw. diametrale Luftbohrungen angeordnet sind. Dazu kommt , daß auch diese Luftbohrungen in ihrer Summe einen verhältnismäßig geringen Querschnitt aufweisen und jedes Brennerrohr mit einem solchen, in der Regel aus Messing bestehenden, Rohrstutzen ausgestattet sein muß, so daß eine Vorratshaltung verschieden großer Brennerrohre aufwendig ist. Soweit solche Aufsatzbrenner mit einer Piezo-Zündeinrichtung versehen sind, befindet sich diese in einem verhältnis­mäßig großen Kunststoffgehäuse, in dem auf der gleichen Seite eine Drucktaste für den Piezo-Zünder und ein Stellknopf für das verdampfte Gas angeordnet sind. Derartige Brenner sind äußerst kopflastig, wobei zu beachten ist, daß ein Teil der zum Einsatz gelangenden Flüssiggasbehälter schlank ausgebildet ist und eine entsprechende Bauhöhe aufweist. Es wäre jedenfalls nicht ohne weiteres möglich, unter Beibehaltung der Bauweise die Achse A₁ von Gasdüse undAnschlußöffnung (für das Brennerrohr) unter einem Winkel "α" zur Achse A₂ des Anschlußstutzens auszurichten, wobei dieser Winkel "α" zwischen etwa 90° und 120° liegt.

    [0004] Bei sämtlichen bekannten Brennern dieser Art verläuft die Zuleitung zur Zündelektrode aus Temperaturgründen außer­halb des Brennerrohres, so daß die Fertigung aufwendig und das Brennerrohr nicht ohne weiteres austauschbar ist.

    [0005] Soweit bei den bekannten Brennern Flammenstabilisatoren vorhanden sind, erzeugen diese entweder einen hohen Strö­mungswiderstand und/oder keinen Drall und begrenzen den Gasdurchsatz und damit die Leistung des Brenners. Inbeson­dere waren bisher keine Drallkörper mit Innenbohrung bekannt.

    [0006] Auf dem Markt befindet sich weiterhin ein Aufsatz­brenner, bei dem der genannte Winkel "α" genau 90 Grad beträgt. Hierbei ist der Piezo-Zünder in einem seit­lichen Ansatz am Zentralkörper untergebracht, und die Gaseintrittsbohrungen befinden sich wiederum in einem Zwischenstück zwischen dem Zentralkörper und dem Brennerrohr, so daß sie mithin wiederum einen relativ begrenzten Querschnitt haben.

    [0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Auf­satzbrenner der eingangs beschriebenen Gattung anzu­geben, der bei gegebenem Bauvolumen einen hohen Durch­satz an Brenngas und Verbrennungsluft ermöglicht, gut in der Hand zu halten ist und ein Auswechseln des Brennerrohres ermöglicht, ohne daß hierbei die Luft-­Eintrittsöffnungen mit ausgewechselt werden müßten.

    [0008] Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt bei dem ein­gangs beschriebenen Aufsatzbrenner erfindungsgemäß dadurch, daß

    a) die Piezo-Zündeinrichtung auf der dem Anschlußstutzen in Bezug auf die Achse A₁ von Gasdüse und Anschluß­öffnung diametral gegenüberliegenden Seite des Zentral­körpers angeordnet ist, und

    b) die Luft-Ansaugöffnungen beiderseits einer durch die Achsen A₁ und A₂ definierten Symmetrieebene im Zentral­körper angeordnet sind.



    [0009] Bei dem erfindungsgemäßen Aufsatzbrenner ist die Piezo-Zündeinrichtung, kurz Piezo-Zünder genannt, an einer Stelle angeordnet, an der sie bei der Hand­habung des Brenners und auch im Hinblick auf die An­bringung der Luft-Ansaugöffnungen am wenigstens stört.

    [0010] Dadurch wird es möglich, nicht nur die Luft-Ansaug­öffnungen in den im allgemeinen aus Metall bestehenden Zentralkörper zu verlagern, sondern ihnen auch noch einen großen Eintrittsquerschnitt zu geben, der einen hohen Durchsatz von Verbrennungsluft und damit auch von Brenngas durch die Gasdüse ermöglicht. Die Folge ist bei vorgegebener Baugröße des Brenners eine wesentlich höhere Flammenleistung bei gleichzeitig besserer Durchmischung von Brenngas und Luft. In welchem Maße hierdurch der Querschnitt der Luft-­Eintrittsöffnungen vergrößert werden kann, zeigt sprechend ein Blick auf Figur 2.

    [0011] Weiterhin wird durch diese Bauweise das Brennerrohr mit dem Mischkanal baulich stark vereinfacht und auch leicht auswechselbar gestaltet, so daß der Brenner kurzzeitig auf unterschiedliche Brennerrohre und Flammencharakteristika umrüstbar ist. Durch den ein­fachen Aufbau der Brennerrohre ist auch das Zubehör weniger kostspielig.

    [0012] Durch den hohen Gasdruchsatz wird auch das Innere des Brennerrohres gut gekühlt bzw. kühl gehalten, so daß es möglich geworden ist, die Zuleitung für die Zünd­elektrode in das Innere des Brennerrohres, diesem gegen­über isoliert, anzuordnen.

    [0013] Da die Luft-Ansäugöffnungen jetzt nicht mehr durch Bohren, sondern durch den Gießprozeß des Zentral­körpers erzeugt werden können, müssen sie auch keinen kreisförmigen Querschnitt mehr haben, sondern können einen rechteckigen oder quadratischen Querschnitt aufweisen, der größer gestaltet werden kann, als bei­spielsweise eine zylindrische Bohrung.

    [0014] Es ist daher weiterhin von besonderem Vorteil, wenn die dem Brennerrohr abgekehrten Ränder der Luft-An­saugöffnungen von vorn/innen nach hinten/außen abge­schrägt sind. Auf diese Weise erhält die angesaugte Luftströmung bereits innerhalb der Ansaugöffnungen eine Geschwindigkeitskomponente in Richtung des in den Mischkanal einströmenden Brenngases, wodurch die Leistung des Brenners weiter erhöht wird. Auch werden hierdurch Verwirbelungen weitgehend ausgeschlossen, wie sie beispielhaft bei einer 180-Grad-Umlenkung ent­stehen.

    [0015] Zur Verbesserung der Handhabung im Betrieb ist es weiterhin von Vorteil, wenn die Drucktaste des Piezo-­Zünders in Gebrauchshaltung des Brenners über dem Einstellknopf des Stellventils angeordnet ist.

    [0016] Diese Raumform ist dann besonders günstig, wenn der Zentralkörper auf seiner Außenseite ergonomisch günstig gestaltet und als Handgriff ausgebildet ist, derart, daß die Bedienungsperson die aus Aufsatzbrenner und Flüssig­gasbehälter bestehende Einheit am Zentralkörper ergreifen und halten kann. Es ist alsdann möglich, mit Daumen und/oder Zeigefinger sowohl den Einstellknopf für die Gasmenge als auch die Drucktaste für den Piezo-Zünder zu be­dienen.

    [0017] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen; sie werden nachfolgend in der Detailbeschreibung noch näher erläutert.

    [0018] Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird nachfolgend anhand der Figuren 1 bis 5 näher erläutert.

    [0019] Es zeigen:

    Figur 1     einen Vertikalschnitt durch einen in Gebrauchs­haltung befindlichen Aufsatzbrenner, wie er für sogenannte Gas-Kartuschen verwendet wird, deren Blechmantel von einer Nadel durchstossen wird, ohne daß die Einstichöffnung wieder verschlossen werden könnte,

    Figur 2     eine seitliche Außenansicht des Brenners nach Figur 1,

    Figur 3     einen schematischen Radialschnitt durch den Teil des Zentralkörpers, in dem sich die Luft-Ein­trittsöffnungen befinden,

    Figur 4     einen Axiälschnitt durch ein in den Zentral körper einsetzbares Brennerrohr und

    Figur 5     eine Vorderansicht des im Brennerrohr nach Figur 4 vorhandenen Flammenstabilisators.



    [0020] In Figur 1 ist ein Aufsatzbrenner 1 im Vertikalschnitt dargestellt, dessen wesentlicher Teil ein Zentral­körper 2 ist, der aus Metall, vorzugsweise aus Messing­guß besteht. Die innere und äußere Form dieses Zentral­körpers 2 wird im wesentlichen durch die räumliche Lage zweier Achsen A₁ und A₂ bestimmt, wie dies aus den Figuren 1 und 2 hervorgeht. Diese Achsen schneiden sich in einem gemeinsamen Schnittpunkt S.

    [0021] Die Achse A₁ ist maßgebend für eine Anschlußöffnung 3 für ein Brennerrohr 4 sowie für die Gasdüse 5, die unter Zwischenschaltung einer hier nicht näher be­zeichneten Rundschnurdichtung in den Zentralkörper 2 eingesetzt ist. Im Bereich der genannten Rundschnur­dichtung berühren sich Zentralkörper und Gasdüse 5 in Kegelflächen, wobei die Kegelachse gleichfalls mit der Achse A₁ zusammenfällt.

    [0022] Die Achse A₂ ist maßgebend für den räumlichen Verlauf eines Anschlußstutzens 6, der die Verbindung mit dem hier nicht dargestellten Flüssiggasbehälter herstellt. In dem Anschlußstutzen 6 befindet sich koaxial zur Achse A₂ eine Einstechnadel 7, die von einer Schiebe­hülse 8 umgeben ist, deren oberes Ende sich über eine Druckfeder 9 an einem Flansch 10 der Einstechnadel ab­stützt, während ihr unteres Ende unverlierbar mit einer elastomeren Dichtung 11 versehen ist. In jeder Lage ist die Schiebehülse 8 relativ zum Anschlußstutzen 6 durch eine Ringdichtung gegenüber einer zylindrischen Bohrung 12 im Anschlußstutzen 6 abgedichtet.

    [0023] Der Anschlußstutzen 6 ist in ein Gehäuse 13 einge­setzt, von dem nur die obere Wand gezeigt ist. In dieser Lage wird der Anschlußstutzen 6 durch eine Oberwurfmutter 14 gehalten. Beim Ansatz eines Flüssiggasbehälters, beispielsweise einer Kartusche, in das Gehäuse 13, wird der Flüssiggasbehälter perforiert und über einen hier nicht sichtbaren Kanal in der Einstechnadel 7 mit einem weiteren Gas­kanal 15 verbunden, der sich im Innern des Anschluß­stutzens 6 befindet.

    [0024] Die Erfindung ist jedoch von der Art und Beschaffenheit der Kupplung mit dem Flüssiggasbehälter unabhängig; es kann auch jede andere Art von Kupplung verwendet werden, z.B. Schraubgewinde, Klemmkrallen mit Spannmutter oder Steuerkurven etc.

    [0025] Der Gaskanal 15 mündet in einen Zylinderspalt 16 zwischen Gasdüse 5 und Zentralkörper 2. Von diesem Zylinderspalt kann das verdampfte Gas über Schräg­bohrungen in einen Ventilkörper 17 eintreten, der am hinteren Ende der Gasdüse 5 gebildet ist. In diesem Ventilkörper 17 befindet sich eine Ventilnadel 18, die über ein Stellgewinde 19 gegenüber einer zur Achse A₁ koaxialen Ventilbohrung 20 verstellbar ist. Die der Ventilbohrung 20 gegenüberliegende Spitze der Ventil­nadel 18 ist kegelförmig ausgebildet. Zur Betätigung der Ventilnadel 18 ist deren anderes Ende mit einem gerändelten Stellknopf 21 versehen. Daraus ergibt sich, daß die über die Einstechnadel 7 in den Anschluß­stutzen 6 eintretende und durch die Gasdüse 5 wieder austretende Menge an verdampftem Gas in weiten Grenzen regelbar ist.

    [0026] Die Gasdüse 5 bildet zusammen mit Luft-Ansaugöffnungen 22 und einem als Düse ausgebildeten Mischkanal 23 ein an sich bekanntes Injektorsystem, um ein im wesent­lichen stöchiometrisches Gemisch aus Brenngas (aus der Gasdüse 5) und aus Umgebungsluft (durch die Luft-­Ansaugöffnungen 22) zu erzeugen. Weitere Einzelheiten des Brennerrohres 4 werden nachfolgend anhand der Figuren 4 und 5 näher erläutert.

    [0027] Die beiden Achsen A₁ und A₂ definieren eine in Betriebs­haltung senkrechte Symmetrieebene. Es ist aus den Figuren 1 und 3 ersichtlich, daß eine dort vorhandene Piezo-Zündeinrichtung 24 auf der dem Anschlußstutzen 6 in Bezug auf die Achse A₁ von Gasdüse 5 und Anschluß­öffnung 3 diametral gegenüberliegenden Seite des Zentralkörpers 2 angeordnet ist. Weiterhin ist aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich, daß die Luft-Ansaugöffnungen 22 beiderseits der genannten Symmetrieebene E-E in dem Zentralkörper 2 angeordnet sind. Wie insbesondere unter Zuhilfenahme der Figur 3 hervorgeht, sind im Zentral­körper 2, der an dieser Stelle eine leicht kegelförmige Außenfläche 2a besitzt, zwei Luft-Ansaugöffnungen 22 vorhanden, deren Öffnungswinkel "β" in der Außenfläche 2a des Zentralkörpers 2, bezogen auf die Achse A₁ 72 Grad beträgt. Daraus ergibt sich, daß für die Ansaug­öffnungen ein erheblicher Teil des Umfangs des Zentral­körpers zur Verfügung gestellt worden ist.

    [0028] Wie sich wiederum insbesondere aus den Figuren 1 und 2 ergibt, weisen die Luft-Ansaugöffnungen 22 einen im wesentlichen rechteckigen Umriß auf. Sie liegen in der Projektion auf die genannte Symmetrieebene, aus der Richtung des Brennerrohrs 4 gesehen, unmittelbar vor dem Schnittpunkt S der Achsen A₁ und A₂.

    [0029] Aus Figur 2 geht hervor, daß die dem Brennerrohr 4 abge­kehrten Ränder 22a der Luft-Ansaugöffnungen 22 von vorn/innen nach hinten/außen abgeschrägt sind. Dieser abgeschrägte Bereich ist durch Linien angedeutet, die parallel zur Achse A₁ verlaufen. Dadurch erhält die Luftströmung bereits beim Eintritt in die Ansaug­öffnungen 22 eine Geschwindigkeitskomponente in Richtung auf das Brennerrohr 4.

    [0030] Wie wiederum besonders deutlich aus Figur 1 hervorgeht, ist die Piezo-Zündeinrichtung 24 in einem an den Zentral­körper 2 angeformten Gehäuseansatz 2b untergebracht, und die Drucktaste 25 für den Zündmechanismus ist in Gebrauchshaltung des Brenners über dem Einstellknopf 21 des Stellventils angeordnet. Weiterhin ist erkennbar, daß die Drucktaste 25 außer im Gehäuseansatz 2b auch in einer unter der Drucktaste liegenden Nut 26 des Zentralkörpers 2 geführt ist. Dadurch wird eine Lang­zeit bestriebssichere Führung der in der Regel stark beanspruchten Drucktaste 25 erreicht. Die Piezo-­Zündeinrichtung 24 ist an sich bekannt; sie ist als einbaufertige Baugruppe im Handel erhältlich. Zwischen der Piezo-Zündeinrichtung 24 und der Druck­taste 25 befindet sich noch eine Druckfeder 27, die der Piezo-Zündeinrichtung die erforderliche Be­schleunigungsgeschwindigkeit für deren beweglichen Teil (Hammer) verleiht. Da diese Einzelheiten Stand der Technik sind, wird hierauf nicht näher einge­gangen. Von der Piezo-Zündeinrichtung 24 führt eine Leitung 28 zu einer im Brennerrohr angeordneten Zündelektrode, worauf in Verbindung mit Figur 4 noch näher eingegangen werden wird.

    [0031] Das Brennerrohr 4 gemäß Figur 4 besitzt einen zylindrischen Metall­mantel 29, in dem der Mischkanal 23 untergebracht ist. An seinem hinteren Ende ist der Metallmantel 29 mit einem Außengewinde 30 versehen, das zum aus­wechselbaren Einschrauben in die Anschlußöffnung 3 dient. Der Mischkanal 23 ist wiederum koaxial in einem rohrförmigen Isolierstoffeinsatz 31 ange­ordnet, dessen Einlaufkante 31a und dessen Auslauf­kante 31b zur Erzeugung eines Düseneffekts abge­schrägt sind. Der Isolierstoffeinsatz 31 ist von einem Isolierrohr 32 umgeben, und zwischen den beiden ist eine Zuleitung 33a zu einer Zündelektrode 33 geführt, die im vorderen Teil des Brennerrohres 4 liegt. Die Zu­leitung 33a liegt im Innern des Brennerohres. Isolierstoff­einsatz und Isolierrohr können aus Kunststoff (ggf. mit Glasfasern verstärkt) oder aus keramischen Werkstoffen bestehen. Bei hoher Temperaturbelastung sind keramische Werkstoffe vorzuziehen.

    [0032] Im vorderen Teil des Brennerrohres 4 ist ein Flammen­stabilisator 34 angeordnet, dessen Einzelheiten aus Figur 5 ersichtlich sind. Die Zündelektrode 33 liegt in Strömungsrichtung des Gasgemischs gesehen,vor dem Flammenstabilisator 34, der aufgrund seiner metallischen Verbindung mit dem Brennerrohr 4 die Gegenelektrode bildet. Die Flamme brennt jedoch ausschließlich vor dem Flammenstabilisator 34, in Figur 4 über diesem. Wie sich aus Figur 5 er­gibt, besteht der Flammenstabilisator 34 aus einem koaxialen Innenrohr 34a, von dem in Richtung auf den Metallmantel 29 radiale Leitschaufeln 34b ausgehen, die in Richtung der Achse A₁-A₁ des Brennerrohres einen schraubenförmigen Verlauf haben, so daß den Gasen eine Drallbewegung erteilt wird, die sich stabilisierend auch auf die über dem Stabilisator 34 brennende Flamme auswirkt. Dies ist ganz deutlich an einer Schichtung der Flamme zwischen einem sehr heißen Flammenkern und einem weniger heißen Flammen­mantel zu erkennen. Außen sind die Leitschaufeln 34b ein­stückig von einem Außenrohr 34c umgeben. Die beidseitigen Stirnflächen von Innenrohr 34a, Leitschaufeln 34b und Außen­rohr 34c liegen in planparallelen Ebenen 34d und 34e.

    [0033] Durch die besondere Gestaltung des Flammenstabilisators, insbesondere durch dessen Mittenöffnung 34f im Innenrohr der Gasdurchsatz in Sinne einer Leistungserhöhung und Flam­menstabilisierung bei gleichzeitiger guter Kühlung des Brennerohres weiter gesteigert.


    Ansprüche

    1. Aufsatzbrenner für Flüssiggasbehälter mit einem Füllvolumen von weniger als 1000 cm³, mit einem aus Gasdüse, Luft-Ansaugöffnungen und Misch­kanal bestehenden Injektorsystem und mit einem einstückigen Zentralkörper, der mit einem An­schlußstutzen für die Verbindung mit dem Flüssiggasbehälter, mit der Gasdüse, einem Stellventil für das verdampfte Flüssiggas, einer Anschlußöffnung für ein Brennerrohr und mit einer Piezo-Zündeinrichtung versehen ist, wobei die Gasdüse und die Anschlußöffnung eine gemein­same Achse A₁ aufweisen, die in einer gemein­samen Ebene mit der Achse A₂ des Anschluß­stutzens liegt und die Achsen unter einem Winkel "α" zwischen 90 Grad und 120 Grad zuein­ander stehen, dadurch gekennzeichnet, daß

    a) die Piezo-Zündeinrichtung (24) auf der dem Anschlußstutzen (6) in Bezug auf die Achse (A₁) Gasdüse (5) und Anschlußöffnung (3) diametral gegenüberliegenden Seite des Zentralkörpers (2) angeordnet ist und

    b) die Luft-Ansaugöffnungen (22) beiderseits einer durch die Achsen (A₁; A₂) definierten Symmetrie­ebene im Zentralkörper (2) angeordnet sind.


     
    2. Aufsatzbrenner nach Anspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, daß zwei Luft-Ansaugöffnungen (22) vor­handen sind, deren Öffnungswinkel β in der Außenfläche (2a) des Zentralkörpers (2), bezogen auf die Achse A₁ jeweils mindestens 60 Grad, vorzugsweise mindestens 70 Grad, und deren Länge in Richtung der Achse A₁ mindestens 60 % des Umfangs beträgt.
     
    3. Aufsatzbrenner nach Anspruch 2, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Luft-Ansaugöffnungen (22) einen im wesentlichen rechteckigen Umriß auf­weisen.
     
    4. Aufsatzbrenner nach Anspruch 3, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Luft-Ansaugöffnungen (22) in der Projektion auf die genannte Symmetrieebene, aus der Richtung des Brennerrohres (4) gesehen, unmittel­bar vor dem Schnittpunkt "S" der Achsen A₁ und A₂ liegen.
     
    5. Aufsatzbrenner nach Anspruch 3, dadurch gekenn­zeichnet, daß die dem Brennerrohr (4) abgekehrten Ränder (22a) der Luft-Ansaugöffnungen (22) von vorn/innen nach hinten/außen abgeschrägt sind.
     
    6. Aufsatzbrenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleitung (33a) zu einer Zündelektrode (33) innerhalb des Brennerrohres (4) angeordnet ist.
     
    7. Aufsatzbrenner nach Anspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, daß das Brennerrohr (4) einen Metall­mantel (29) aufweist, in dem ein den Misch­kanal (23) enthaltender, rohrförmiger Isolier­stoffeinsatz (31) angeordnet ist.
     
    8. Aufsatzbrenner nach Anspruch 7, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Einlauf- (31a) und die Aus­laufkante (31b) des Isolierstoffeinsatzes (31) abgeschrägt sind.
     
    9. Aufsatzbrenner nach Anspruch 7, dadurch gekenn­zeichnet, daß der Isolierstoffeinsatz (31) von einem Isolierrohr (32) umgeben ist und daß zwischen beiden eine Zündelektrode (33) bis in den vorderen Teil des Brennerrohres (4) geführt ist.
     
    10. Aufsatzbrenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im vorderen Teil des Brennerrohres (4) ein Flammen­stabilisator (34) angeordnet ist.
     
    11. Aufsatzbrenner nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Flammenstabilisator (34) ein Innenrohr (34a) aufweist, von dem sich einen Strömungsdrall erzeugende Leitschaufeln (34b) nach außen erstrecken.
     
    12. Aufsatzbrenner nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündelektrode (33), in Strömungsrichtung gesehen, vor dem Flammenstabilisator (34) liegt, der die Gegen­elektrode ist.
     
    13. Aufsatzbrenner nach Anspruch 1, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Piezo-Zündeinrichtung (24) in einem an den Zentralkörper (2) angeformten Gehäuse­ansatz (2b) untergebracht ist und daß die Druck­taste (25) für den Zündmechanismus in Gebrauchs­haltung des Brenners über dem Einstellknopf (21) des Stellventils angeordnet ist.
     
    14. Aufsatzbrenner nachAnspruch 13, dadurch gekenn­zeichnet, daß die Drucktaste (25) außer im Gehäuse­ansatz (2b) auch in einer unter der Drucktaste liegenden Nut (26) des Zentralkörpers (2) geführt ist.
     




    Zeichnung