[0001] Die Erfindung betrifft einen Aufsatzbrenner für Flüssiggasbehälter mit einem Füllvolumen
von weniger als 1000 cm³, mit einem aus Gasdüse, Luft-Ansaugöffnungen und Mischkanal
bestehenden Injektorsystem und mit einem einstückigen Zentralkörper, der mit einem
Anschlußstutzen für die Verbindung mit dem Flüssiggasbehälter, mit der Gasdüse, einem
Stellventil für das verdampfte Flüssiggas, einer Anschlußöffnung für ein Brennerrohr
und mit einer Piezo-Zündeinrichtung versehen ist, wobei die Gasdüse und die Anschlußöffnung
eine gemeinsame Achse A₁ aufweisen, die in einer gemeinsamen Ebene mit der Achse A₂
des Anschlußstutzens liegt und die Achsen unter einem Winkel "α" zwischen 90 Grad
und 120 Grad zueinander stehen.
[0002] Ein derartiger Aufsatzbrenner ist - allerdings ohne Piezo-Zündeinrichtung - beispielhaft
durch die GB-PS 2 022 238 bekannt. Dabei sind vier Luft-Eintrittsöffnungen als radiale
bzw. diametrale Bohrungen in einem Mischrohr angeordnet, das wiederum Teil der Gasdüse
und des einstellbaren Brennerventils ist, so daß das Mischrohr, auf dessen Ende ein
Brenner aufgeschraubt ist, nicht ohne weiteres, schon gar nicht von einem Heimwerker
auswechselbar und durch ein Mischrohr mit einem Brenner mit anderer Flammencharakteristik
auswechselbar ist. Da zwischen den radialen Luftbohrungen noch eine Restwandstärke
des Mischrohres vorhanden sein muß und dieses Mischrohr auch einen geringen Außendurchmesser
hat, haben die Luftbohrungen einen verhältnismäßig sehr geringen Querschnitt. Sie
sind zu allem Überfluß auch noch versenkt in einem hohlzylindrischen Vorsprung des
Zentralkörpers angeordnet, wobei die Verbrennungsluft nur aus der Richtung des Brenners
eintreten kann und zunächst um 180 Grad umgelenkt werden muß, bevor die Mischung mit
dem Brenngas stattfinden kann. Dadurch entstehen hohe Strömungswiderstände, und da
ein Verbrennungsvorgang wirtschaftlich nur innerhalb sehr enger Mischungsgrenzen von
Brenngas und Luft durchgeführt werden kann, ist auch die Leistung des bekannten Brenners
begrenzt.
[0003] Es sind auch weitere Aufsatzbrenner für Flüssiggasbehälter bekannt, bei denen das
Misch- und Brennerrohr zumindest im ersten Teil seiner Länge in Richtung der Achse
des Flüssiggasbehälters verläuft. Eine hierzu schrägstehende Flamme wird durch eine
Biegung im Misch- bzw. Brennerrohr erzeugt. Auch hierbei gehört zu dem Brennerrohr
ein kurzer, mit dem Brennerrohr verschraubter Rohrstutzen, in dem radiale bzw. diametrale
Luftbohrungen angeordnet sind. Dazu kommt , daß auch diese Luftbohrungen in ihrer
Summe einen verhältnismäßig geringen Querschnitt aufweisen und jedes Brennerrohr mit
einem solchen, in der Regel aus Messing bestehenden, Rohrstutzen ausgestattet sein
muß, so daß eine Vorratshaltung verschieden großer Brennerrohre aufwendig ist. Soweit
solche Aufsatzbrenner mit einer Piezo-Zündeinrichtung versehen sind, befindet sich
diese in einem verhältnismäßig großen Kunststoffgehäuse, in dem auf der gleichen
Seite eine Drucktaste für den Piezo-Zünder und ein Stellknopf für das verdampfte Gas
angeordnet sind. Derartige Brenner sind äußerst kopflastig, wobei zu beachten ist,
daß ein Teil der zum Einsatz gelangenden Flüssiggasbehälter schlank ausgebildet ist
und eine entsprechende Bauhöhe aufweist. Es wäre jedenfalls nicht ohne weiteres möglich,
unter Beibehaltung der Bauweise die Achse A₁ von Gasdüse undAnschlußöffnung (für das
Brennerrohr) unter einem Winkel "α" zur Achse A₂ des Anschlußstutzens auszurichten,
wobei dieser Winkel "α" zwischen etwa 90° und 120° liegt.
[0004] Bei sämtlichen bekannten Brennern dieser Art verläuft die Zuleitung zur Zündelektrode
aus Temperaturgründen außerhalb des Brennerrohres, so daß die Fertigung aufwendig
und das Brennerrohr nicht ohne weiteres austauschbar ist.
[0005] Soweit bei den bekannten Brennern Flammenstabilisatoren vorhanden sind, erzeugen
diese entweder einen hohen Strömungswiderstand und/oder keinen Drall und begrenzen
den Gasdurchsatz und damit die Leistung des Brenners. Inbesondere waren bisher keine
Drallkörper mit Innenbohrung bekannt.
[0006] Auf dem Markt befindet sich weiterhin ein Aufsatzbrenner, bei dem der genannte Winkel
"α" genau 90 Grad beträgt. Hierbei ist der Piezo-Zünder in einem seitlichen Ansatz
am Zentralkörper untergebracht, und die Gaseintrittsbohrungen befinden sich wiederum
in einem Zwischenstück zwischen dem Zentralkörper und dem Brennerrohr, so daß sie
mithin wiederum einen relativ begrenzten Querschnitt haben.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Aufsatzbrenner der eingangs beschriebenen
Gattung anzugeben, der bei gegebenem Bauvolumen einen hohen Durchsatz an Brenngas
und Verbrennungsluft ermöglicht, gut in der Hand zu halten ist und ein Auswechseln
des Brennerrohres ermöglicht, ohne daß hierbei die Luft-Eintrittsöffnungen mit ausgewechselt
werden müßten.
[0008] Die Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt bei dem eingangs beschriebenen Aufsatzbrenner
erfindungsgemäß dadurch, daß
a) die Piezo-Zündeinrichtung auf der dem Anschlußstutzen in Bezug auf die Achse A₁
von Gasdüse und Anschlußöffnung diametral gegenüberliegenden Seite des Zentralkörpers
angeordnet ist, und
b) die Luft-Ansaugöffnungen beiderseits einer durch die Achsen A₁ und A₂ definierten
Symmetrieebene im Zentralkörper angeordnet sind.
[0009] Bei dem erfindungsgemäßen Aufsatzbrenner ist die Piezo-Zündeinrichtung, kurz Piezo-Zünder
genannt, an einer Stelle angeordnet, an der sie bei der Handhabung des Brenners und
auch im Hinblick auf die Anbringung der Luft-Ansaugöffnungen am wenigstens stört.
[0010] Dadurch wird es möglich, nicht nur die Luft-Ansaugöffnungen in den im allgemeinen
aus Metall bestehenden Zentralkörper zu verlagern, sondern ihnen auch noch einen großen
Eintrittsquerschnitt zu geben, der einen hohen Durchsatz von Verbrennungsluft und
damit auch von Brenngas durch die Gasdüse ermöglicht. Die Folge ist bei vorgegebener
Baugröße des Brenners eine wesentlich höhere Flammenleistung bei gleichzeitig besserer
Durchmischung von Brenngas und Luft. In welchem Maße hierdurch der Querschnitt der
Luft-Eintrittsöffnungen vergrößert werden kann, zeigt sprechend ein Blick auf Figur
2.
[0011] Weiterhin wird durch diese Bauweise das Brennerrohr mit dem Mischkanal baulich stark
vereinfacht und auch leicht auswechselbar gestaltet, so daß der Brenner kurzzeitig
auf unterschiedliche Brennerrohre und Flammencharakteristika umrüstbar ist. Durch
den einfachen Aufbau der Brennerrohre ist auch das Zubehör weniger kostspielig.
[0012] Durch den hohen Gasdruchsatz wird auch das Innere des Brennerrohres gut gekühlt bzw.
kühl gehalten, so daß es möglich geworden ist, die Zuleitung für die Zündelektrode
in das Innere des Brennerrohres, diesem gegenüber isoliert, anzuordnen.
[0013] Da die Luft-Ansäugöffnungen jetzt nicht mehr durch Bohren, sondern durch den Gießprozeß
des Zentralkörpers erzeugt werden können, müssen sie auch keinen kreisförmigen Querschnitt
mehr haben, sondern können einen rechteckigen oder quadratischen Querschnitt aufweisen,
der größer gestaltet werden kann, als beispielsweise eine zylindrische Bohrung.
[0014] Es ist daher weiterhin von besonderem Vorteil, wenn die dem Brennerrohr abgekehrten
Ränder der Luft-Ansaugöffnungen von vorn/innen nach hinten/außen abgeschrägt sind.
Auf diese Weise erhält die angesaugte Luftströmung bereits innerhalb der Ansaugöffnungen
eine Geschwindigkeitskomponente in Richtung des in den Mischkanal einströmenden Brenngases,
wodurch die Leistung des Brenners weiter erhöht wird. Auch werden hierdurch Verwirbelungen
weitgehend ausgeschlossen, wie sie beispielhaft bei einer 180-Grad-Umlenkung entstehen.
[0015] Zur Verbesserung der Handhabung im Betrieb ist es weiterhin von Vorteil, wenn die
Drucktaste des Piezo-Zünders in Gebrauchshaltung des Brenners über dem Einstellknopf
des Stellventils angeordnet ist.
[0016] Diese Raumform ist dann besonders günstig, wenn der Zentralkörper auf seiner Außenseite
ergonomisch günstig gestaltet und als Handgriff ausgebildet ist, derart, daß die Bedienungsperson
die aus Aufsatzbrenner und Flüssiggasbehälter bestehende Einheit am Zentralkörper
ergreifen und halten kann. Es ist alsdann möglich, mit Daumen und/oder Zeigefinger
sowohl den Einstellknopf für die Gasmenge als auch die Drucktaste für den Piezo-Zünder
zu bedienen.
[0017] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen;
sie werden nachfolgend in der Detailbeschreibung noch näher erläutert.
[0018] Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes wird nachfolgend anhand der Figuren
1 bis 5 näher erläutert.
[0019] Es zeigen:
Figur 1 einen Vertikalschnitt durch einen in Gebrauchshaltung befindlichen Aufsatzbrenner,
wie er für sogenannte Gas-Kartuschen verwendet wird, deren Blechmantel von einer Nadel
durchstossen wird, ohne daß die Einstichöffnung wieder verschlossen werden könnte,
Figur 2 eine seitliche Außenansicht des Brenners nach Figur 1,
Figur 3 einen schematischen Radialschnitt durch den Teil des Zentralkörpers, in
dem sich die Luft-Eintrittsöffnungen befinden,
Figur 4 einen Axiälschnitt durch ein in den Zentral körper einsetzbares Brennerrohr
und
Figur 5 eine Vorderansicht des im Brennerrohr nach Figur 4 vorhandenen Flammenstabilisators.
[0020] In Figur 1 ist ein Aufsatzbrenner 1 im Vertikalschnitt dargestellt, dessen wesentlicher
Teil ein Zentralkörper 2 ist, der aus Metall, vorzugsweise aus Messingguß besteht.
Die innere und äußere Form dieses Zentralkörpers 2 wird im wesentlichen durch die
räumliche Lage zweier Achsen A₁ und A₂ bestimmt, wie dies aus den Figuren 1 und 2
hervorgeht. Diese Achsen schneiden sich in einem gemeinsamen Schnittpunkt S.
[0021] Die Achse A₁ ist maßgebend für eine Anschlußöffnung 3 für ein Brennerrohr 4 sowie
für die Gasdüse 5, die unter Zwischenschaltung einer hier nicht näher bezeichneten
Rundschnurdichtung in den Zentralkörper 2 eingesetzt ist. Im Bereich der genannten
Rundschnurdichtung berühren sich Zentralkörper und Gasdüse 5 in Kegelflächen, wobei
die Kegelachse gleichfalls mit der Achse A₁ zusammenfällt.
[0022] Die Achse A₂ ist maßgebend für den räumlichen Verlauf eines Anschlußstutzens 6, der
die Verbindung mit dem hier nicht dargestellten Flüssiggasbehälter herstellt. In dem
Anschlußstutzen 6 befindet sich koaxial zur Achse A₂ eine Einstechnadel 7, die von
einer Schiebehülse 8 umgeben ist, deren oberes Ende sich über eine Druckfeder 9 an
einem Flansch 10 der Einstechnadel abstützt, während ihr unteres Ende unverlierbar
mit einer elastomeren Dichtung 11 versehen ist. In jeder Lage ist die Schiebehülse
8 relativ zum Anschlußstutzen 6 durch eine Ringdichtung gegenüber einer zylindrischen
Bohrung 12 im Anschlußstutzen 6 abgedichtet.
[0023] Der Anschlußstutzen 6 ist in ein Gehäuse 13 eingesetzt, von dem nur die obere Wand
gezeigt ist. In dieser Lage wird der Anschlußstutzen 6 durch eine Oberwurfmutter 14
gehalten. Beim Ansatz eines Flüssiggasbehälters, beispielsweise einer Kartusche, in
das Gehäuse 13, wird der Flüssiggasbehälter perforiert und über einen hier nicht sichtbaren
Kanal in der Einstechnadel 7 mit einem weiteren Gaskanal 15 verbunden, der sich im
Innern des Anschlußstutzens 6 befindet.
[0024] Die Erfindung ist jedoch von der Art und Beschaffenheit der Kupplung mit dem Flüssiggasbehälter
unabhängig; es kann auch jede andere Art von Kupplung verwendet werden, z.B. Schraubgewinde,
Klemmkrallen mit Spannmutter oder Steuerkurven etc.
[0025] Der Gaskanal 15 mündet in einen Zylinderspalt 16 zwischen Gasdüse 5 und Zentralkörper
2. Von diesem Zylinderspalt kann das verdampfte Gas über Schrägbohrungen in einen
Ventilkörper 17 eintreten, der am hinteren Ende der Gasdüse 5 gebildet ist. In diesem
Ventilkörper 17 befindet sich eine Ventilnadel 18, die über ein Stellgewinde 19 gegenüber
einer zur Achse A₁ koaxialen Ventilbohrung 20 verstellbar ist. Die der Ventilbohrung
20 gegenüberliegende Spitze der Ventilnadel 18 ist kegelförmig ausgebildet. Zur Betätigung
der Ventilnadel 18 ist deren anderes Ende mit einem gerändelten Stellknopf 21 versehen.
Daraus ergibt sich, daß die über die Einstechnadel 7 in den Anschlußstutzen 6 eintretende
und durch die Gasdüse 5 wieder austretende Menge an verdampftem Gas in weiten Grenzen
regelbar ist.
[0026] Die Gasdüse 5 bildet zusammen mit Luft-Ansaugöffnungen 22 und einem als Düse ausgebildeten
Mischkanal 23 ein an sich bekanntes Injektorsystem, um ein im wesentlichen stöchiometrisches
Gemisch aus Brenngas (aus der Gasdüse 5) und aus Umgebungsluft (durch die Luft-Ansaugöffnungen
22) zu erzeugen. Weitere Einzelheiten des Brennerrohres 4 werden nachfolgend anhand
der Figuren 4 und 5 näher erläutert.
[0027] Die beiden Achsen A₁ und A₂ definieren eine in Betriebshaltung senkrechte Symmetrieebene.
Es ist aus den Figuren 1 und 3 ersichtlich, daß eine dort vorhandene Piezo-Zündeinrichtung
24 auf der dem Anschlußstutzen 6 in Bezug auf die Achse A₁ von Gasdüse 5 und Anschlußöffnung
3 diametral gegenüberliegenden Seite des Zentralkörpers 2 angeordnet ist. Weiterhin
ist aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich, daß die Luft-Ansaugöffnungen 22 beiderseits
der genannten Symmetrieebene E-E in dem Zentralkörper 2 angeordnet sind. Wie insbesondere
unter Zuhilfenahme der Figur 3 hervorgeht, sind im Zentralkörper 2, der an dieser
Stelle eine leicht kegelförmige Außenfläche 2a besitzt, zwei Luft-Ansaugöffnungen
22 vorhanden, deren Öffnungswinkel "β" in der Außenfläche 2a des Zentralkörpers 2,
bezogen auf die Achse A₁ 72 Grad beträgt. Daraus ergibt sich, daß für die Ansaugöffnungen
ein erheblicher Teil des Umfangs des Zentralkörpers zur Verfügung gestellt worden
ist.
[0028] Wie sich wiederum insbesondere aus den Figuren 1 und 2 ergibt, weisen die Luft-Ansaugöffnungen
22 einen im wesentlichen rechteckigen Umriß auf. Sie liegen in der Projektion auf
die genannte Symmetrieebene, aus der Richtung des Brennerrohrs 4 gesehen, unmittelbar
vor dem Schnittpunkt S der Achsen A₁ und A₂.
[0029] Aus Figur 2 geht hervor, daß die dem Brennerrohr 4 abgekehrten Ränder 22a der Luft-Ansaugöffnungen
22 von vorn/innen nach hinten/außen abgeschrägt sind. Dieser abgeschrägte Bereich
ist durch Linien angedeutet, die parallel zur Achse A₁ verlaufen. Dadurch erhält die
Luftströmung bereits beim Eintritt in die Ansaugöffnungen 22 eine Geschwindigkeitskomponente
in Richtung auf das Brennerrohr 4.
[0030] Wie wiederum besonders deutlich aus Figur 1 hervorgeht, ist die Piezo-Zündeinrichtung
24 in einem an den Zentralkörper 2 angeformten Gehäuseansatz 2b untergebracht, und
die Drucktaste 25 für den Zündmechanismus ist in Gebrauchshaltung des Brenners über
dem Einstellknopf 21 des Stellventils angeordnet. Weiterhin ist erkennbar, daß die
Drucktaste 25 außer im Gehäuseansatz 2b auch in einer unter der Drucktaste liegenden
Nut 26 des Zentralkörpers 2 geführt ist. Dadurch wird eine Langzeit bestriebssichere
Führung der in der Regel stark beanspruchten Drucktaste 25 erreicht. Die Piezo-Zündeinrichtung
24 ist an sich bekannt; sie ist als einbaufertige Baugruppe im Handel erhältlich.
Zwischen der Piezo-Zündeinrichtung 24 und der Drucktaste 25 befindet sich noch eine
Druckfeder 27, die der Piezo-Zündeinrichtung die erforderliche Beschleunigungsgeschwindigkeit
für deren beweglichen Teil (Hammer) verleiht. Da diese Einzelheiten Stand der Technik
sind, wird hierauf nicht näher eingegangen. Von der Piezo-Zündeinrichtung 24 führt
eine Leitung 28 zu einer im Brennerrohr angeordneten Zündelektrode, worauf in Verbindung
mit Figur 4 noch näher eingegangen werden wird.
[0031] Das Brennerrohr 4 gemäß Figur 4 besitzt einen zylindrischen Metallmantel 29, in
dem der Mischkanal 23 untergebracht ist. An seinem hinteren Ende ist der Metallmantel
29 mit einem Außengewinde 30 versehen, das zum auswechselbaren Einschrauben in die
Anschlußöffnung 3 dient. Der Mischkanal 23 ist wiederum koaxial in einem rohrförmigen
Isolierstoffeinsatz 31 angeordnet, dessen Einlaufkante 31a und dessen Auslaufkante
31b zur Erzeugung eines Düseneffekts abgeschrägt sind. Der Isolierstoffeinsatz 31
ist von einem Isolierrohr 32 umgeben, und zwischen den beiden ist eine Zuleitung 33a
zu einer Zündelektrode 33 geführt, die im vorderen Teil des Brennerrohres 4 liegt.
Die Zuleitung 33a liegt im Innern des Brennerohres. Isolierstoffeinsatz und Isolierrohr
können aus Kunststoff (ggf. mit Glasfasern verstärkt) oder aus keramischen Werkstoffen
bestehen. Bei hoher Temperaturbelastung sind keramische Werkstoffe vorzuziehen.
[0032] Im vorderen Teil des Brennerrohres 4 ist ein Flammenstabilisator 34 angeordnet,
dessen Einzelheiten aus Figur 5 ersichtlich sind. Die Zündelektrode 33 liegt in Strömungsrichtung
des Gasgemischs gesehen,vor dem Flammenstabilisator 34, der aufgrund seiner metallischen
Verbindung mit dem Brennerrohr 4 die Gegenelektrode bildet. Die Flamme brennt jedoch
ausschließlich vor dem Flammenstabilisator 34, in Figur 4 über diesem. Wie sich aus
Figur 5 ergibt, besteht der Flammenstabilisator 34 aus einem koaxialen Innenrohr
34a, von dem in Richtung auf den Metallmantel 29 radiale Leitschaufeln 34b ausgehen,
die in Richtung der Achse A₁-A₁ des Brennerrohres einen schraubenförmigen Verlauf
haben, so daß den Gasen eine Drallbewegung erteilt wird, die sich stabilisierend auch
auf die über dem Stabilisator 34 brennende Flamme auswirkt. Dies ist ganz deutlich
an einer Schichtung der Flamme zwischen einem sehr heißen Flammenkern und einem weniger
heißen Flammenmantel zu erkennen. Außen sind die Leitschaufeln 34b einstückig von
einem Außenrohr 34c umgeben. Die beidseitigen Stirnflächen von Innenrohr 34a, Leitschaufeln
34b und Außenrohr 34c liegen in planparallelen Ebenen 34d und 34e.
[0033] Durch die besondere Gestaltung des Flammenstabilisators, insbesondere durch dessen
Mittenöffnung 34f im Innenrohr der Gasdurchsatz in Sinne einer Leistungserhöhung und
Flammenstabilisierung bei gleichzeitiger guter Kühlung des Brennerohres weiter gesteigert.
1. Aufsatzbrenner für Flüssiggasbehälter mit einem Füllvolumen von weniger als 1000
cm³, mit einem aus Gasdüse, Luft-Ansaugöffnungen und Mischkanal bestehenden Injektorsystem
und mit einem einstückigen Zentralkörper, der mit einem Anschlußstutzen für die Verbindung
mit dem Flüssiggasbehälter, mit der Gasdüse, einem Stellventil für das verdampfte
Flüssiggas, einer Anschlußöffnung für ein Brennerrohr und mit einer Piezo-Zündeinrichtung
versehen ist, wobei die Gasdüse und die Anschlußöffnung eine gemeinsame Achse A₁
aufweisen, die in einer gemeinsamen Ebene mit der Achse A₂ des Anschlußstutzens
liegt und die Achsen unter einem Winkel "α" zwischen 90 Grad und 120 Grad zueinander
stehen,
dadurch gekennzeichnet, daß
a) die Piezo-Zündeinrichtung (24) auf der dem Anschlußstutzen (6) in Bezug auf die
Achse (A₁) Gasdüse (5) und Anschlußöffnung (3) diametral gegenüberliegenden Seite
des Zentralkörpers (2) angeordnet ist und
b) die Luft-Ansaugöffnungen (22) beiderseits einer durch die Achsen (A₁; A₂) definierten
Symmetrieebene im Zentralkörper (2) angeordnet sind.
2. Aufsatzbrenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Luft-Ansaugöffnungen (22) vorhanden sind, deren Öffnungswinkel β in der
Außenfläche (2a) des Zentralkörpers (2), bezogen auf die Achse A₁ jeweils mindestens
60 Grad, vorzugsweise mindestens 70 Grad, und deren Länge in Richtung der Achse A₁
mindestens 60 % des Umfangs beträgt.
3. Aufsatzbrenner nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft-Ansaugöffnungen (22) einen im wesentlichen rechteckigen Umriß aufweisen.
4. Aufsatzbrenner nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Luft-Ansaugöffnungen (22) in der Projektion auf die genannte Symmetrieebene,
aus der Richtung des Brennerrohres (4) gesehen, unmittelbar vor dem Schnittpunkt
"S" der Achsen A₁ und A₂ liegen.
5. Aufsatzbrenner nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Brennerrohr (4) abgekehrten Ränder (22a) der Luft-Ansaugöffnungen (22)
von vorn/innen nach hinten/außen abgeschrägt sind.
6. Aufsatzbrenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuleitung (33a) zu einer Zündelektrode (33) innerhalb des Brennerrohres
(4) angeordnet ist.
7. Aufsatzbrenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Brennerrohr (4) einen Metallmantel (29) aufweist, in dem ein den Mischkanal
(23) enthaltender, rohrförmiger Isolierstoffeinsatz (31) angeordnet ist.
8. Aufsatzbrenner nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlauf- (31a) und die Auslaufkante (31b) des Isolierstoffeinsatzes (31)
abgeschrägt sind.
9. Aufsatzbrenner nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierstoffeinsatz (31) von einem Isolierrohr (32) umgeben ist und daß
zwischen beiden eine Zündelektrode (33) bis in den vorderen Teil des Brennerrohres
(4) geführt ist.
10. Aufsatzbrenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im vorderen Teil des Brennerrohres (4) ein Flammenstabilisator (34) angeordnet
ist.
11. Aufsatzbrenner nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Flammenstabilisator (34) ein Innenrohr (34a) aufweist, von dem sich einen
Strömungsdrall erzeugende Leitschaufeln (34b) nach außen erstrecken.
12. Aufsatzbrenner nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündelektrode (33), in Strömungsrichtung gesehen, vor dem Flammenstabilisator
(34) liegt, der die Gegenelektrode ist.
13. Aufsatzbrenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Piezo-Zündeinrichtung (24) in einem an den Zentralkörper (2) angeformten
Gehäuseansatz (2b) untergebracht ist und daß die Drucktaste (25) für den Zündmechanismus
in Gebrauchshaltung des Brenners über dem Einstellknopf (21) des Stellventils angeordnet
ist.
14. Aufsatzbrenner nachAnspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Drucktaste (25) außer im Gehäuseansatz (2b) auch in einer unter der Drucktaste
liegenden Nut (26) des Zentralkörpers (2) geführt ist.