| (19) |
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(11) |
EP 0 272 543 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.11.1990 Patentblatt 1990/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.12.1987 |
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| (54) |
Einsteckvorrichtung, insbesondere für Falzprodukte
Insertion device, in particular for folded matter
Dispositif à emboîter, en particulier pour des imprimés repliés
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI SE |
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Priorität: |
24.12.1986 DE 3644423
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.06.1988 Patentblatt 1988/26 |
| (73) |
Patentinhaber: M.A.N.-ROLAND Druckmaschinen
Aktiengesellschaft |
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63012 Offenbach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Petersen, Godber
D-8900 Augsburg (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einsteckvorrichtung, insbesondere für Falzprodukte, mit
einer ersten Träger-Struktur in der Falzprodukte V-förmig offengehalten positionierbar
sind und einer etwa parallel zu dieser angeordneten, einzufügende blattförmige Produkte
aufnehmenden zweite, Träger-Struktur, von der die einzufügenden blattförmigen Produkte
an die erste Träger-Struktur übergebbar sind.
[0002] Aus der DE-A 27 06 353 ist eine Einsteckmaschine mit längs einem endlosen Weg umlaufenden
Taschen bekannt, mit mindestens einer Hauptblatt-Anlegestation und einer dieser zugeordneten
Auslage, sowie wenigstens einem dazwischenangeordneten Beilagenanleger. Mit derartigen
Einsteckmaschinen kann beispielsweise eine Beilage in eine gefalzte Zeitung eingebracht
werden, wobei letzterer in der Mitte mittels eines Schwertes geöffnet und in dieser
Lage während dem Einstecken der Beilagen gehalten wird. Zum einen ist die Arbeitsgeschwindigkeit
derartiger quasi seriell arbeitender Einsteckmaschinen infolge der erforderlichen
Arbeitsgänge begrenzt und zum anderen würde sich eine voluminös bauende Anordnung
ergeben, wenn zur Ernöhung der Arbeitsgeschwindigkeit die erforderlichen Aggregate
mehrfach angeordnet würden. Desweiteren ist es aus der US-A 4 295 643 bekannt, in
bereits geöffnete am Falzrücken hängende Produkte Beilagen einzuführen, jedoch arbeitet
auch diese bekannte Vorrichtung seriell, so daß sich im Prinzip die vorgenannten Nachteile
ergeben. Eine Zusammenführ- bzw. Einsteckanordnung der eingangs bezeichnete Gattung
ist aus der älteren nicht verver- öffentlichen Patentanmeldung P 36 41 834.0-27 bekannt,
in der in der unteren die zugemischen Produkte aufnehmenden Träger-Struktur Falzprodukte
V-förmig offengehalten werden, so daß in diese zuzumischende Falzprodukte oder sonstige
blattförmige Beilagen einfallen können. Eine gezielte Mehrfachzumischung ist mit dieser
Einsteckvorrichtung nicht möglich.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, Falzprodukte bzw. blatt- oder bogenförmige Produkte
auf engem Raum beliebig oft wiederholbar und gezielt zusammenzuführen, ohne daß ein
System- bzw. Vorrichtungswechsel erforderlich ist.
[0004] Dieser Aufgabe wird durch die Anwendung der Merkmale des kennzeichnenden Teils des
Anspruchs 1 gelöst. Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, daß zusätzliche Einrichtungen
zum Öffnen bzw. wiederholten Öffnen nicht erforderlich sind. Weiterbildungen ergeben
sich aus den Unteransprüchen und aus der Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen.
In diesen zeigen jeweils schematisch:
Fig. 1 und 2 Die erfindungsgemäße Einsteckvorrichtung,
Fig. 3 in perspektifischer Darstellung eine in Fig. 1 und 2 verwendete Träger-Struktur,
Fig. 4 einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 1,
Fig. 5 und 6 die Einsteckvorrichtung gemäß Fig. 1 und 2 in einer Position, in der
eine Hilfshaltevorrichtung die einzusteckenden Produkte übernommen hat,
Fig. 7 ein vergrößerter Ausschnitt aus Fig. 6,
Fig. 8 und 9 die Vorrichtung gemäß Fig. 1 und 2, in einer Position, in der die Hilfshaltevorrichtung
die einzuführenden Produkte bereits teilweise in die untere Struktur eingeführt hat,
Fig. 10 und 11 die in den Fig. 8, 9 entsprechende Darstellungen, jedoch mit seitlich
auseinandergezogener unterer Träger-Struktur,
Fig. 12 eine Fig. 10 entsprechende Darstellung, jedoch mit nach erfolgter Übergabe
der einzulegenden Falzprodukte wieder zusammengefahrener unteren Träger-Struktur und
angehobener Hilfshaltevorrichtung,
Fig. 13 und 14 Ausgabemöglichkeiten oder Speicherung der zusammengeführten Produkte,
Fig. 15 bis 17 Makulaturentnahmemöglichkeiten.
[0005] Gemäß Fig. 1 und 2 werden vorzugsweise übereinanderliegend Speicherkassetten 1, 1'
verwendet, in denen auf engem Raum zick-zack bzw. zieharmonikaartige Träger-Strukturen
3, 4 in zusammengeschobenem Zustand abgespeichert sind. Vorzugsweise sind diese Träger-Strukturen
zweigeteilt, wie aus Fig. 3 hervorgeht, wobei der linke Teil der Träger-Struktur jeweils
mit 3 bzw. 4 und der rechte mit 3' bzw. 4' gekennzeichnet ist. In diesen Träger-Strukturen
3, 4 befinden sich die zusammenzuführenden bzw. zu mischenden Produkte, vorzugsweise
Falzprodukte 2, 2'. Wenn z. B. Falzprodukte 2 in der unteren Träger-Struktur 3 und
Falzprodukte 2' in der oberen Träger-Struktur 4 vorhanden sind, wobei von der oberen
Träger-Struktur 4 die Falzprodukte 2' in die Falzprodukte 2 der unteren Träger-Struktur
3 eingeführt werden sollen, müssen die Strukturen aus den Speicherkassetten 1, 1'
zunächst heraus, und auseinandergezogen werden, so daß sie die in Fig. 2 dargestellte
übereinanderliegende Lage einnehmen. Beim Auseinanderziehen der zick-zackförmigen
Träger-Strukturen 3, 4 werden die in ihnen befindlichen Falzprodukte 2, 2' durch V-förmige
Zungen 5, 5' und 6, 6' gespreizt, da die Schenkeln dieser Zungen 5, 5' ; 6, 6' jeweils
sich beim Auseinanderziehen der Träger-Strukturen 3, 4 spreizen. Die Zungen 5, 6 liegen
also bereits in den Speicherkassetten 1, 2 zwischen den in den Träger-Strukturen 3,
4 befindlichen Falzprodukten 2, 2'. Der Aufbau derartiger Träger-Strukturen 3, 4 ist
im einzelnen, beispielsweise aus der nichtvorveröffentlichten Patentanmeldung P 36
21 834 bekannt.
[0006] Wie aus Fig. 2 hervorgeht, werden mit Hilfe von Taktantrieben, beispielsweise in
Form von Antriebsketten 8, 8' für die untere Träger-Struktur 3 bzw. 9, 9' für die
obere Träger-Struktur 4 sowie mittels Schnecken 32 gleichzeitig beide Träger-Strukturen
3, 4 mit den geöffneten Falzprodukten 2, 2' aus den Speicherkassetten 1, l' der ganzen
Länge nach herausgezogen, so daß sie nach beendetem Vorgang mittig ausgerichtet übereinanderstehen.
Die Antriebsketten 8, 8' bzw. 9, 9' sind zur positionsgerechten Halterung und somit
zu einer taktgerechten Zuführung mit Nocken 7 versehen. Die unteren Teilketten 8,
8' sind in Form von hin-und herbeweglichen Endlosketten ausgebildet, während die oberen
Antriebsketten endlos sind, d.h. eine geschlossene Schleife bilden. Wie aus Fig. 4
hervorgeht, werden die Antriebsketten 8, 8', von Armen 10 bis 13, die auf Längsführungen
14 bis 17 laufen, angetrieben. Die Arme 10 bis 13 werden wiederum von Ketten 18, 18'
bewegt, die ihrerseits mit einem nicht näher dargestellten Antrieb verbunden sind.
[0007] Die Fig. 5 und 6 zeigen die vollständig aus den Speicherkassetten 1, 2 herausgezogenen,
mit Falz-oder Druckexemplaren o.ä. gefüllten Träger-Strukturen 3, 4, wobei sich die
Antriebsketten 8, 8' in ihrer Endlage befinden, wie in Fig. 6 gezeigt.
[0008] Erfindungsgemäß wird eine Hilfshalte- und Einsteckvorrichtung 19 bis 26 verwendet,
deren Aufbau und Funktion im Nachfolgenden beschrieben wird. Diese Haltevorrichtung
umfaßt Haltearme 19, 19', die auf Längsführungen 20, 20' befestigt sind und die von
der Seite her (vgl. zwischen Fig. 1 und 5) in die obere Träger-Struktur 4 einfahrbar
bzw. einschiebbar sind. Zu diesem Zweck sind die Längsführungen 20, 20' an Tragarmen
21, 21' befestigt, die wiederum in Längsführungen 22, 22' beweglich, d.h. verschiebbar
sind. Die Längsführungen 22, 22' sind mit einem Träger 23 fest verbunden. Desweiteren
umfaßt die erfindungsgemäße Hilfshalte-und Einsteckvorrichtung von oben her zwischen
die Träger-Strukturen 4 einfahrbare, vorzugsweise dreieckförmige Gegenhalteelemente,
die als Strukturen 26 bezeichnet sind und die an einem Träger 24 angeordnet werden,
der über eine verschiebbaren Längsführung 25 mit dem Träger 23 verbunden ist, so daß
die Strukturen höhenmäßig auf und ab bewegbar sind. Somit können beim Absenken der
Träger-Strukturen 26 diese in die V-förmig nach oben geöffneten Falzprodukte 2' eingeführt
werden. Bevor dies erfolgt, muß jedoch dafür Sorge getragen werden, daß die Hilfshaltevorrichtung
19 bis 26 die in den Träger-Strukturen 4 befindlichen Falzprodukte 2' erfaßt.
[0009] Wie aus den Fig. 6 und 7 hervorgeht, erfolgt durch eine kurze Bewegung der Längsführungen
20, beispielsweise in Richtung der Pfeile 27 und eine kurze Bewegung der Längsführung
20' entgegen der Richtung des Pfeiles 28 eine Klemmung der in den Träger-Strukturen
4 bzw. 4' befindlichen Falzprodukte 2', so daß die Haltearme 19 bzw. 19' in Anlage
mit den Falzprodukten 2' kommen und diese gegen die Strukturen 26 drücken. Anschließend
bewegen sich Tragschienen 29, 29' zusammen mit den auf ihnen lagernden Träger-Strukturen
4 bzw. 4' seitwärts in Richtung in Richtung der Pfeile 30 bzw. 31, so daß die Druckexemplare
2' von den Träger-Strukturen 4, 4' freikommen (Fig. 5). Die Fig. 8 und 9 zeigen, wie
mit Hilfe der Hilfshalteeinrichtung 19 bis 26 die Falzprodukte bzw. Druckexemplare
2' soweit abgesenkt werden, daß sie mit ihrem unteren Ende in die geöffneten Falzprodukte
bzw. Druckexemplare 2 kurz über den Zugen 5, 5' positioniertwerden.
[0010] Den weiteren Arbeitsgang Stellen die Fig. 10 und 11 dar. Die jeweils auf Schienen
33 bzw. 33' sitzenden Greifer 34, 34' fassen von unten her in einer gegenläufigen
Bewegung entsprechend den Richtungen der Pfeile 35, 36 die Falzexemplare 2 von unten
in der Mitte. Darauf werden die auf den Schienen 37, 37' sitzenden Träger-Strukturen
3, 3' seitwärts in Richtung der Pfeile 38 bzw. 39 auseinandergefahren. Nun werden
die Falzprodukte 2' soweit abgesenkt, daß die Zungen 5, 5' der Träger-Strukturen 3,
3' oberhalb der Unterkante der Exemplare 2' stehen, wie die Fig. 10 und 11 zeigen.
Sollen nun die Falzexemplare 2 nach Übernahme der Falzexemplare 2' wieder abgespeichert
werden, so müssen die Schienen 37 bzw. 37' zusammen mit den Träger-Strukturen 3, 3'
wieder in die alte Lage gebracht werden, wie in den Fig. 5 und 8 gezeigt ist. Dabei
dringen die Zungen 5, 5' nun wieder zwischen die Hälften des von der Struktur 26 und
den Armen 19, 19' gehaltene Falzprodukte 2'. Nach Zurückfahren der Arme 19, 19' entgegen
den vorherigen Bewegungsrichtungen 30 bzw. 31 können nun die Falzprodukte 2' vollends
unter Schwerkrafteinfluß zwischen die Hälften der Falzprodukte 2 gleiten oder von
den Träger-Strukturen 26 bis zum Falzrücken der Falzprodukte 2 gestoßen werden. Nachdem
die Vorrichtung wieder die Ausgangsstellung wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist, eingenommen
hat, können die nun zusammengefaßten Falzprodukte 2, 2' durch Zurückfahren der Antriebsketten
8, 8' wieder in die Speicherkassette 1 abgespeichert werden. Der oben beschriebene
Vorgang wird solange wiederholt, bis die in der speicherkassette 1 befindliche Falzexemplare
die nötige Sollstärke haben. Dann bleiben die Schienen 37, 37' mit den Träger-Strukturen
3, 3' in der in Fig. 12 gezeigten Position. Nachdem die Struktur 26 und die Haltearme
19, 19' ebenfalls die in Fig. 12 gezeigten Positionen eingenommen haben, können die
fertigen Exemplare, die von einem Gleitblech 40 abgestützt werden, durch Zurückfahren
der Antriebsketten 8, 8' der Vorrichtung entnommen werden. Dieser Vorgang ist in Fig.
13 dargestellt. Während die Träger-Strukturen 3, 3' und 4, 4' durch Bewegung der Antriebsketten
8, 8' bzw. 9, 9' in Richtung der Pfeile 41 und 42 ein Paket 43 oder 44 bilden, das
dann in die Leerspeicherkassetten 1, 1' zurückgefahren wird, werden die gemischten
bzw. zusammengeführten Produkte 2, 2' durch in Fig. 13 gezeigte Bandleitungen 45,
46 abgeführt. Für höhere Arbeitsgeschwindigkeiten kann zur Abnahme auch eine in Fig.
14 gezeigte Greiferkette 47 dienen. Hier wird auch gezeigt, wie die Exemplare unmittelbar
von einem Kreuzleger 48 bekannter Bauart übernommen werden können.
[0011] Anhand der Fig. 15 bis 17 soll nun gezeigt werden, wie aus teilweise mit Makulatur
gefüllten Kassetten einwandfreie Kassetten gebildet werden können. Zu diesem Zweck
wird, wie in Fig. 15 angedeutet, über einer Leerkassette 49 eine teilweise mit Makulatur
gefüllte Kassette 50 plaziert. Dann werden, wie bereits beschrieben, gleichzeitig
beide Träger-Strukturen herausgefahren. Dabei tastet ein Sensor 52 die Exemplare 51
ab.
[0012] Erfaßt dieser die in bekannter Weise, z.B. durch einen optisch lesbaren Code, gekennzeichneten
Makulaturexemplare 53, so wird der Antrieb der Ketten 8, 8' und 9, 9' ausgeschaltet.
Nun erfolgt in der bereits beschrieben Weise die Übergabe der einwandfreien Exemplare
51 in die leere Träger-Struktur 3, 3', wobei die Makulaturexemplare gegen Herunterfallen
von dem Blech 55 abgestützt werden. Danach sind die Antriebsketten 9, 9' wieder in
Bewegung, während die Antriebsketten 8, 8' in Ruhe verbleiben. Registriert der Sensor
52 ein Ende der Makulaturexemplare 53 so werden diese nach Stillsetzung der Kette
9, 9' über die Bandleitung 54 abgeführt (Fig. 16). Danach sind wieder beide Ketten
8, 8' sowie 9, 9' gleichzeitig in Bewegung, wie Fig. 17 verdeutlicht, um in der bereits
beschriebenen Weise die unteren Kassetten 49 mit einwandfreien Druckexemplaren 51
zu Füllen.
[0013] Die in geeigneter Weise durch entsprechende Vorrichtungen gefüllten taschenartigen
Kammern der Träger-Struktur 3, 3' sowie 4, 4' können unterschiedliche Druckprodukte
enthalten, die durch entsprechende örtliche Kennzeichnung der Träger-Struktur von
einem zentralen Rechner erfaßbar sind. Dadurch können sie gezielt an andere Strukturen
übergeben werden. Es wäre z.B. dadurch ohne weiteres möglich, Beilagen unterschiedlicher
Art, also von Tasche zu Tasche verschieden, in ein Hauptprodukt, z.B. in eine Tageszeitung
einzulegen.
1. Einsteckvorrichtung, insbesondere für Falzprodukte, mit einer ersten Träger-Struktur
(3, 3'), in der Falzprodukte V-förmig offengehalten positionierbar sind und einer
etwa parallel zu dieser angeordneten einzufügende blattförmige Produkte (2') aufnehmenden
zweiten Träger-Struktur (4, 4'), von der die einzufügenden blattförmigen Produkte
an die erste Träger-Struktur (3, 3') übergebbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß
an der zweiten Träger-Struktur (4, 4') eine Hilfshaltevorrichtung (19 bis 26) angeordnet
ist, die die zu übergebenden blattförmigen Produkte (2') einzeln erfaßt, daß die zweite
Träger-Struktur (4, 4') zwecks anschließender Übergabe der blattförmigen Produkte
(2') durch die Hilfshaltevorrichtung (19 bis 26) wegschiebbar-oder verschwenkbar ist,
so daß die Hilfshaltevorrichtung (19 bis 26) diese in oder neben die Falzprodukte
(2) in der ersten Träger-Struktur (3, 3') einzustecken vermag.
2. Einsteckvorrichtung nachAnspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Träger-Strukturen
(3, 3'; 4, 4') zweiteilige zick-zackförmige zusammen- und auseinanderschiebbare Träger-Strukturen
sind, die übereinander angeordnet und an Schienen (29, 29'; 37, 37') mittels Antriebsketten
(8, 8'; 9, 9') verschiebbar sind und daß V-förmige Zungen (6, 6'; 5, 5') in den Träger-Strukturen
(3, 3'; 4, 4') die Produkte (2, 2') V-förmig getrennt halten.
3. Einsteckvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfshaltevorrichtung
(19 bis 26) von den Seiten der Produkte (2') her zwischen die zweite Träger-Struktur
(4, 4') einführbare Haltearme (19, 19') und von oben her absenkbare dreieckförmige
Strukturen (26) als Gegenhalteelemente umfaßt und daß zur Klemmung der einzusteckenden
Produkte (2') in der zweiten Träger-Struktur (4, 4') nach Einführung der Strukturen
(26) und der Haltearme (19, 19') letztere quer verschiebbar sind.
4. Einsteckvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zweigeteilte
zweite Träger-Struktur (4, 4') nach dem Erfassen der einzuführenden Produkte (2')
seitlich wegbewegbar ist und die Hilfshaltevorrichtung (19 bis 26) absenkbar ist,
so daß die einzuführenden Produkte (2') teilweise in die erste Träger-Struktur (3,
3') einführbar ist, wonach die erste Träger-Struktur (3, 3') seitlich wegbewegbar
und die Produkte (2') bis zum Falzrücken in die Falzprodukte (2) der ersten Träger-Struktur
(3, 3') unter Führung durch die Hilfshaltevorrichtung (19 bis 26) einsteckbar sind.
5. Einsteckvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß nach erfolgter
Zusammenführung der Produkte (2, 2') in der ersten Träger-Struktur (3, 3') letztere
seitlich wieder zusammenschiebbar ist, so daß die an dieser angeordneten V-förmigen
Zungen (5, 5') jeweils zwischen die eingesteckten zusammengeführten Produkte (2')
eindringen.
6. Einsteckvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste unten angeordnete Träger-Struktur (3, 3') durch eine endliche hin- und
herbewegbare Antriebskette (8, 8') und die darüber angeordnete zweite Träger-Struktur
(4, 4') durch eine endlose Antriebskette (9, 9') antreibbar ist.
7. Einsteckvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß unterhalb der ersten Träger-Struktur (3, 3') ein Gleitblech (40) angeordnet ist,
auf das bei seitlich weggeschobenen Träger-Strukturhälften (3, 3') sich die Falzprodukte
(2) aufsetzen können und daß die Falzprodukte (2) durch unterhalb der ersten Träger-Struktur
(3, 3') durch Bandleitungen (45, 46) abführbar sind.
8. Einsteckvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß unterhalb der zweiten Träger-Struktur (4, 4') zur Erfassung von Makulatur ein
Sensor (52) angeordnet ist und daß die erfaßte Makulatur über der ersten Träger-Struktur
(3, 3') in einer unterhalb der zweiten Träger-Struktur (4, 4') angeordneten Bandleitung
(54) aussondierbar ist.
1. Insertion device, in particular for folded products, having a first carrier structure
(3, 3') in which folded products can be positioned held open in a V shape and a second
carrier structure (4, 4') arranged approximately parallel to this and receiving sheet-like
products (2') to be inserted, the sheet-like products to be inserted being transferrable
from this second carrier structure to the first carrier structure (3, 3'), characterised
in that an auxiliary retaining device (19 to 26) is arranged on the second carrier
structure (4, 4') and individually grips the sheet-like products (2') to be transferred,
in that the second carrier structure (4, 4') can be pushed or pivoted away by the
auxiliary retaining device (19 to 26) for the subsequent transfer of the sheet-like
products (2'), so that the auxiliary retaining device (19 to 26) is able to insert
these into or next to the folded products (2) in the first carrier structure (3, 3').
2. Insertion device according to claim 1, characterised in that the carrier structures
(3, 3'; 4, 4') are two-part zig-zag shaped carrier structures which can be pushed
together and pulled apart and which are arranged one above the other and can be moved
on rails (29, 29'; 37, 37') by means of drive chains (8, 8'; 9, 9') and in that V-shaped
tongues (6, 6'; 5, 5') in the carrier structures (3, 3'; 4, 4') keep the products
(2, 2') separated in a V shape.
3. Insertion device according to claim 1 or 2, characterised in that the auxiliary
retaining device (19 to 26) comprises retaining arms (19, 19') which can be inserted
from the sides of the products (2') between the second carrier structure (4, 4') and
triangular structures (26) which can be lowered from above as counter-retaining elements,
and in that to clamp the products (2') to be inserted in the second carrier structure
(4, 4') after insertion of the structures (26) and the retaining arms (19, 19') the
latter can be displaced transversely.
4. Insertion device according to claim 3, characterised in that the two-part second
carrier structure (4, 4') can be moved laterally away after the products (2') to be
introduced have been picked up and the auxiliary retaining device (19 to 26) can be
lowered so that the products (2') to be introduced can be partially inserted into
the first carrier structure (3, 3'), after which the first carrier structure (3, 3')
can be moved laterally away and the products (2') can be inserted up to their folded
spine into the folded products (2) of the first carrier structure (3, 3') under the
guidance of the auxiliary retaining device (19 to 26).
5. Insertion device according to claim 4, characterised in that when the products
(2, 2') have been guided together in the first carrier structure (3, 3') the latter
can again be pushed together laterally so that the V-shaped tongues (5, 5') arranged
on this carrier structure each penetrate between the inserted assembled products (2').
6. Insertion device according to one of the preceding claims, characterised in that
the first carrier structure (3, 3') arranged below can be driven by a finite backwardly
and forwardly movable drive chain (8, 8'), and the second carrier structure (4, 4')
arranged above it can be driven by an endless drive chain (9, 9' ).
7. Insertion device according to one of the preceding claims, characterised in that
below the first carrier structure (3, 3') a sliding plate (40) is arranged onto which
the folded products (2) can be placed when the carrier structure halves (3, 3') have
been moved laterally away, and in that the folded products (2) can be taken away by
conveyor belts (45, 46) below the first carrier structure (3, 3').
8. Insertion device according to one of the preceding claims, characterised in that
a sensor (52) is arranged below the second carrier structure (4, 4') to detect misprints
and in that the misprints which have been detected can be separated in a conveyor
belt (54) arranged below the second carrier structure (4, 4').
1. Dispositif d'encartage notamment pour produits pliés, comprenant un dispositif
d'encartage, notamment pour produits pliés, qui comprend une première structure porteuse
(3, 3') dans laquelle des produits pliés peuvent être positionnés, tenus ouverts en
V, et une deuxième structure porteuse (4, 4'), disposée à peu près parallèlement à
la première, et qui reçoit des produits (2') en forme de feuille qu'il s'agit d'ajouter,
et d'où les produits en forme de feuille qu'il s'agit d'ajouter peuvent être transférés
à la première structure porteuse (3, 3'), caractérisé en ce qu'au niveau de la deuxième
structure porteuse (4, 4') est disposé un dispositif auxiliaire de retenue (19 à 26)
qui saisit individuellement les produits en forme de feuille (2') à transférer, en
ce que la deuxième structure porteuse (4, 4') peut être écartée par translation ou
par pivotement au moyen du dispositif auxiliaire de retenue (19 à 26) pour le transfert
consécutif des produits en forme de feuille (2') de sorte que le dispositif auxiliaire
de retenue (19 à 26) peut ainsi encarter ces produits dans les produits pliés (2)
contenus dans la première structure porteuse (3, 3') ou à côté de ces produits pliés.
2. Dispositif d'encartage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les structures
porteuses (3, 3'; 4, 4') sont des structures porteuses en deux pièces, qui peuvent
être resserrées et déployées par translation, qui sont disposées l'une au-dessus de
l'autre et peuvent coulisser sur des barres (29, 29'; 37, 37') sous l'action de chaînes
d'entraînement (8, 8'; 9, 9') et en ce que des languettes en forme de V (6, 6'; 5,
5') logées dans les structures porteuses (3, 3'; 4, 4') maintiennent les produits
(2, 2') ouverts en V.
3. Dispositif d'encartage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le
dispositif auxiliaire de retenue (19 à 26) comprend des bras de retenue (19, 19')
qui peuvent être introduits entre la deuxième structure porteuse (4, 4'), en arrivant
par les côtés des produits (2'), et des structures triangulaires (26) qui peuvent
être abaissées de haut en bas, en qualité de contre-éléments de retenue, et en ce
que, pour serrer les produits à encarter (2') dans la deuxième structure porteuse
(4, 4') après l'introduction des structures (26) et des bras de retenue (19, 19'),
ces derniers peuvent être déplacés en translation transversalement.
4. Dispositif d'encartage selon la revendication 3, caractérisé en ce que la deuxième
structure porteuse (4, 4') divisée en deux pièces peut être écartée latéralement après
avoir saisi les produits à introduire (2') et que le dispositif auxiliaire de retenue
(19 à 26) peut être abaissé de sorte que les produits à introduire (2') peuvent être
partiellement engagés dans la première structure porteuse (3, 3'), après quoi la première
structure porteuse (3, 3') peut être écartée latéralement et les produits (2') peuvent
être encartés dans les produits pliés (2) de la première structure porteuse (3, 3'),
jusqu'au dos du pli de ces produits, en étant guidés par le dispositif auxiliaire
de retenue (19 à 26).
5. Dispositif d'encartage selon la revendication 4, caractérisé en ce que, après que
les produits (2, 2') ont été réunis dans la première structure porteuse (3, 3'), cette
dernière peut être à nouveau resserrée latéralement, de sorte que les languettes en
forme de V (5, 5') prévues sur cette structure pénètrent chacune entre les produits
réunis encartés (2').
6. Dispositif d'encartage selon une des revendications précédentes, caractérisé en
ce que la première structure porteuse (3, 3'), placée en position basse, peut être
entraînée par une chaîne d'entraînement sans fin (8, 8') mobile en va-et-vient, et
la deuxième structure porteuse (4, 4'), placée au-dessus, peut être entraînée par
une chaîne d'entraînement sans fin (9, 9').
7. Dispositif d'encartage selon une des revendications précédentes, caractérisé en
ce qu'au-dessous de la première structure porteuse (3, 3') est disposée une tôle de
glissement (40), sur laquelle les produits pliés (2) peuvent se poser lorsque les
demi-structures porteuses (3, 3') qui ont été écartées latéralement, et en ce que
les produits pliés (2) peuvent être évacués par des transporteurs à bandes (45, 46)
au-dessous de la première structure porteuse (3, 3').
8. Dispositif d'encartage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé
en ce qu'un capteur (52) est disposé au-dessous de la deuxième structure porteuse
(4, 4') pour détecter les maculatures et en ce que la maculature détectée peut être
éjectée par l'intermédiaire de la première structure porteuse (3, 3') dans un transporteur
à bande (54) disposé au-dessous de la deuxième structure porteuse (4, 4').