[0001] Die Erfin dung betrifft einen Schwimmkörper oder Rumpf für den Wassersport, insbesondere
den Wassersport des Windsurfens und des Wasserskilaufens mit besonderem Schwerpunkt
auf Monoski oder Slalomski.
[0002] Der Windsurfsport hat sich lediglich vor etwa 15 Jahren entwickelt und ist im Laufe
dieser Zeit extrem populär, insbesondere in Europa, geworden. Windsurfregatten, die
verschiedenen Wettkämpfe, Klassen oder lediglich als Sportart sind in den Vereinigten
Staaten populär und haben Europa sturmartig erobert.
[0003] Bei den fortschrittlicheren Wettkämpfen und der Zunahme der Fähigkeiten der Verwender
von Segelbrettern im Zusammenhang mit den steigenden Preisgeldern für Gewinner wurden
die Segelbretter zunehmend komplizierter, schneller und in der Verwendung flexibler
und sind auf dem Markt in den verschiedensten Formen und Größen erhältlich, um den
unterschiedlichen Gewichtsklassen der Benutzer, wie auch den verschiedensten Bedingungen
und den verschiedensten Anwendungsfällen gerecht zu werden. Abgesehen davon sind für
sämtliche Segelbretter, wie sie zur Zeit auf dem Markt erhältlich sind, sieht man
von der unwahrscheinlichen Ausnahme ab, daß das Segelbrett lediglich bei speziellen
Wetterarten und für einen speziellen Kurs im glei chen Winkel zum Wind verwendet
wird, Komprisse geschlossen worden zwischen den verschiedensten Arten, bei denen das
Brett Verwendung finden kann.
[0004] Beispielsweise ist bei einem typischen Rennen im Dreieckskurs die Konfiguration
des Rumpfes optimal, wenn sie von Bug zu Heck etwas konkav ist, insbesondere im hinteren
Abschnitt. Das nach unten geneigte Hinterende zeigt die Neigung, den Bug im Wasser
nach unten gegen die Kraft des anströmenden Windes zu halten, welcher versucht, den
Rumpf nach hinten zu rollen und das Heck in das Wasser zu drücken. Diese Wirkung tritt
hart am Wind auf. Wenn jedoch mit halbem Wind oder Vorwind gefahren wird, führt eine
konkave Rumpfkontur dazu, daß der But oder die Bugspitze unterschneidet und in das
Wasser hineingedrückt wird, so daß es unmöglich wird, hohe Geschwindigkeiten zu erreichen.
Aus diesem Grund ist eine konveze Kontur des Unterwasserschiffs des Rumpfes für Halbwindkurse
oder Vorwindkurse ideal, so daß der Bug oder die Bugspitze niemals unterschneidet.
Es ist offensichtlich, daß bei einem starren Rumpf ein Kompromiß erreicht werden muß,
welcher zu einem Rumpf führt, der weder hart am Wind noch bei Vorwindkursen optimal
ist, der jedoch trotzdem ausreichend unter beiden Bedingungen verwendet werden kann.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Rumpf der oben angegebenen Art zu
schaffen, welcher in jeweils optimaler Weise den vorhandenen Bedingungen Rechnung
trägt.
[0006] Diese Aufgabe wird durch einen Rumpf gelöst, welcher einen hinteren Bodenabschnitt
aufweist, der aus einem auslenkbaren Paneel besteht, welches es ermöglicht, daß die
wirksame Kontur des Bodens des Rumpfes geändert wird. Dies ist vorteilhaft mit oder
ohne irgendwelcher der weiter unten angegebenen Merkmale, mittels derer der Winkel
des auslenkbaren Paneels festgelegt wird. Das heißt, das auslenkbare Paneel allein
ohne irgendwelcher weiterer Bauteile gibt dem Rumpf vorteilhafte Eigenschaften, die
bei einem star ren Rumpf nicht erreichbar sind. Beispielsweise führt der vergleichsweise
hohe Wasserdruck auf das auslenkbare Paneel beim Umfahren einer Wendemarke dazu,
daß dieses nach oben gebogen wird, so daß hierdurch eine relativ konvexe Form des
Bodens des Riggs erreicht wird, wodurch eine sehr viel engere Wendung gefahren wird
als bei einem Rumpf mit geradem Boden.
[0007] Wenn das auslenkbare Paneel mit einer verstellbaren Einrichtung versehen ist, um
dieses in einem speziellen Grad der Auslenkung festzulegen, kann das auslenkbare Paneel
in dem optimalen Winkel für das jeweilige durchzuführende Manöver festgelegt werden.
Beispielsweise kann das auslenkbare Paneel ganz nach unten gedrückt werden, so daß
dem Boden des Rumpfes zwangsweise eine konkave Kontur gegeben wird, beispielsweise
hart am Wind, d. h. wenn auf die erste Wendemarke in einer üblichen Regatta entweder
hart am Wind oder auf der Kreuz gefahren wird. Nachdem die erste Wendemarke erreicht
ist und der Windsurfer auf einen Halbwindkurs gehalst hat, kann das auslenkbare Paneel
in einer mittleren Position eingestellt werden, so daß der Boden des Rumpfes weder
sehr konkav noch sehr konvex ist.
[0008] Beim Runden der zweiten Boje, wenn es vorwind auf die Ziellinie zugeht, kann das
auslenkbare Paneel gelöst werden oder zugelassen werden, daß es sich in seine oberste
Position bewegt, wodurch die maximale Konvexität des Bodens des Rumpfes erreicht
wird, um das Unterschneiden zu verhindern.
[0009] Dieses gleiche Grundprinzip wurde bei einem Slalomski für das Wasserskifahren angewandt,
welcher sich von jedem bekannten Slalomski auf dem Markt unterscheidet. Der Slalomski
nach vorliegender Erfindung unter Verwendung eines Hinterabschnitts der oben beschriebenen
Art besteht aus einer Schaumstoffkonstruktion und ist breit und dick genug, um sehr
viel mehr Auftrieb als ein üblicher Slalomski zu ergeben, welcher normalerweise kaum
genug Auftrieb hat, um selbst zu schwimmen, geschweige denn einen Benutzer zu tragen.
Die Kombination des breiteren und dickeren Skis aus dem leichtgewichtigen Baustoff
mit dem auslenkbaren Paneel führt zu einer vollständig anderen Fahrweise. Ein Verwender
kann tatsächlich auf dem Ski knien und dadurch zumindest teilweise schwimmen, anstelle
den Wasserstart aus tiefem Wasser auszuführen oder vom Ufer aus zu starten, wie dies
bei üblichen Slalomskis der Fall ist.
[0010] Beim Fahren wird das auslenkabre Paneel als Kissen oder Dämpfer wirksam, wenn auf
dem Wasser aus einem Sprung gelandet wird, und wirkt ebenso als Feder, welches es
dem Benutzer ermöglicht, von der Heckwelle des Zugboots abzuspringen.
[0011] Bei beiden Ausführungsformen nach der Erfindung können variable Anschläge verwendet
werden, welche die Obergrenzen der Auslenkung des auslenkbaren Paneels begrenzen
und welche entweder in der Mitte oder an gegenüberliegenden Seiten der Mittellinie
des Rumpfes angeordnet sein können. Die Verstellbarkeit der Anschläge oder des einen
Anschlags im Falle von Slalombrettern ermöglichen es, daß ein und derselbe Rumpf von
Benutzern unterschiedlicher Gewichte verwendet werden können. Die Federn, welche die
Anschlagsstangen umgeben, können ferner gegen Federn größerer oder geringerer Festigkeit
austauschbar sein, um dadurch den verschiedenen Gewichten der Benutzer Rechnung zu
tragen.
[0012] Im folgenden wird die Erfindung anhand von in den Zeichnungen beispielhaft veranschaulichten
Ausführungsformen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht des Rumpfes bei Verwendung als Segelbrett;
Fig. 2 eine Draufsicht des Rumpfes gemäß Fig. 1;
Fig. 3 eine teilweise Draufsicht des Hinterendes des Rumpfes;
Fig. 4 eine Teilansicht des Hinterendes eines Rumpfes derjenigen Art, wie er typischerweise
als Slalomski verwendbar wäre;
Fig. 5 eine teilweise geschnittene Seitenansicht des Hinterendes des Rumpfes gemäß
Fig. 1 und 2 längs der Linie 5 - 5 in Fig. 2;
Fig. 6 eine Schnittansicht durch die Anschlagseinrichtung längs der Linie 6 - 6 von
Fig. 2;
Fig. 7 eine teilweise geschnittene Einzelansicht, welche ein motorgetriebenes System
zum Ändern der Auslenkung veranschaulicht;
Fig. 8 eine Hinteransicht längs der Linie 8 - 8 gemäß Fig. 2, welche in gestrichelten
Linien die Art und Weise zeigt, in der sich das auslenkbare Paneel um seine Längsachse
verbindet;
Fig. 9 eine Schnittansicht längs der Linie 9 - 9 in Fig. 3, welche die Auslenkung
des auslenkbaren Paneels unter Verwendung von zwei federunterstützten Anschlägen
veranschaulicht;
Fig.10 eine Schnittansicht längs der Linie 10 - 10, welche in gestrichelten Linien
die Auslenkung des auslenkbaren Paneels unter Verwendung eines einzigen mittigen
Anschlags zeigt;
Fig.11 eine Schnittansicht einer Einzelheit einer typischen federunterstützten Anschlagseinrichtung,
welche einen Kragen in seinen konstruktiven Einzelheiten und in seiner Einbaulage
im oberen hinteren Deckbereich des Rumpfes zeigt;
Fig. 12 eine Draufsicht längs der Linie 12 - 12 von Fig. 11, welche die Oberseite
des Anschlags mit eingebetteten Abschnitten des Anschlags in gestrichelten Linien
veranschaulicht zeigt;
Fig. 13 eine Draufsicht eines typischen Slalomskis; und
Fig. 14 eine typische Schnittansicht längs der Linie 14 - 14 von Fig. 13.
[0013] Fig. 1 zeigt einen typischen Segelbrettrumpf 20 mit einem zentralen Schwert 22 und
einer hinteren Finne 24. Der Rumpf weist eine Decksfläche 26, einen Boden 28 und Seitenkanten
30 auf, welche allgemein als "rails" bezeichnet werden. Das Deck verjüngt sich nach
hinten zu einem oberen hinteren Deckabschnitt 32, welcher von dem hinteren Ende des
Bodens des Rumpfes getrennt ist, welches ein auslenkbares Paneel 34 bildet. Ein keilförmiger
offener Raum 36 ist zwischen dem allgemein starren oberen hinteren Deckabschnitt 32
und em darunterliegenden, auslenkbaren Paneel ausgebildet. Ein federnder flexibler
Schaumstoffeinsatz 38 kann eingesetzt werden, um die Kontur der Oberfläche des Rumpfes
fortzusetzen, wobei es sich hierbei um eine sozusagen kosmetische Maßnahme handelt.
[0014] Wie bereits oben beschrieben, bietet die Verwendung des auslenkbaren Paneels ohne
weitere Einzelheiten und Bauteile bestimmte definierte Vorteile im Vergleich zu einem
vollständig starren Rumpf. Ein Verwinden des auslenkbaren Paneels in Kurven ermöglicht
es, engere Wendungen zu fahren und die Flexibilität gibt dem Benutzer eine zusätzliche
Möglichkeit, seine Kreativität zu entfalten, wenn es zu Sprüngen und Landungen kommt.
Die federnden Eigenschaften des Rumpfes beim Landen ermöglichen es einem Windsurfer,
welcher sonst beim Landen aus einem hohen Sprung aufprallen würde, weich zu landen
und mit im wesentlichen gleicher Geschwindigkeit weiterzufahren. Die Verwendung des
Rumpfes in der Ausführungsform als Slalomski führt zu ähnlichen Vorteilen.
[0015] Wesentlich größere Vorteile werden jedoch durch Verwendung einer Einrichtung erreicht,
um das auslenkbare Paneel in einem gewählten Grad der Auslenkung festzulegen. In Fig.
5 ist eine Ausführungsform einer Einrichtung zum Einstellen des gewünschten Grades
der Auslenkung des Paneels 34 bei 40 veranschaulicht. Bei dieser Ausführungsform wird
ein Hauptlängenabschnitt einer Stange 42 verwendet, welcher an dem oberen hinteren
Decksabschnitt bei 44 angelenkt ist, und welcher mittels einer Feder 46 nach oben
federvorgespannt ist. Am Hinterende dieses Längenabschnitts ist ein Schwenkgelenk
48 vorgesehen, welches sowohl am Hinterende des Hauptlängenabschnitts 42 als auch
an dem auslenkbaren Paneel angelenkt ist. Der Schwenkhebel 48 gleicht die verschiedenen
Gesamtlängen der Feststelleinrichtung des Paneels aus, was vorgesehen sein muß, um
die unterschiedlichen Abstände zwischen den zwei Gelenkpunkten am hinteren oberen
Decksabschnitt und am auslenkbaren Paneel auszugleichen, wenn unterschiedliche Grade
der Auslenkung eingestellt werden. Um das auslenkbare Paneel in einer bestimmten
Lage von verschiedenen Graden der Auslenkung, die möglich sind, zu halten, ist bei
der veranschulichten Ausführungsform eine Ratschenstange 50 in Verbindung mit einer
Klaue 52 vorgesehen, wobei letztere lediglich aus einem Flansch bestehen kann, welcher,
wie in Fig. 5 veranschaulicht, in dem oberen hinteren Decksabschnitt montiert ist.
[0016] Die Ratschenstange bei der Ausführungsform gemäß Fig. 5 weist ein Fußpolster 54 am
Oberende auf und ist in die mit der Klaue in Eingriff stehende Stellung mittels einer
Feder 56 vorgespannt. Folglich kann der Benutzer, welcher auf dem Rumpf steht, das
Fußpolster nach hinten und nach unten schieben, um dadurch die maximale Auslenkung
des auslenkbaren Paneels einzustellen oder er kann alternativ das Fußpolster außer
Eingriff mit der Klaue drücken und einen Teil des Drucks auf dem auslenkbaren Paneel
entla sten, so daß dies nach oben in eine der oberen Stellungen, wie sie in Fig.
5 in gestrichelten Linien veranschaulicht sind, schwenkt. Folglich wird die wirksame
Konfiguration des Bodens des Rumpfes oder zumindest des Hinterabschnittes des Rumpfes
leicht zwischen Konvexität und Konkavität verstellbar.
[0017] Es wird darauf hingewiesen, daß, nachdem einmal das auslenkbare Paneel mittels der
Feststelleinrichtung 40 festgelegt ist, dieses in dieser Stellung unabhängig davon
verbleibt, welche Position der Windsurfer auf dem Segelbrett einnimmt. Mit anderen
Worten, hat dieser eine vollständige Bewegungsfreiheit, wie sie bei einem Rennen
oder einem anderen Wettkampf erforderlich ist, mit der einzigen Ausnahme, wenn tatsächlich
eine Umschaltung von einer Konfiguration zu einer anderen des auslenkbaren Paneels
vorgenommen wird.
[0018] Um einem Benutzer noch größere Freiheit bei Änderung und Umstellung des auslenkbaren
Paneels zu geben, kann, wie in Fig. 7 veranschaulicht, eine Ausführungsform Verwendung
finden, bei welcher ein kleiner, möglicherweise batteriegetriebener Motor 58 vorgesehen
ist, welcher eine Schnekkenwelle 60 antreibt, die sich in einem mit einem Innengewinde
versehenen Kragen 62 um die vertikale Achse dreht. Hierdurch wird die Gewindewelle
64 nach oben und nach unten bewegt, um den Hauptlängenabschnitt 40 der Feststelleinrichtung
des Paneels zu bewegen. Der Vorteil der Verwendung eines Elektromotors dieser Art
besteht darin, daß dieser von jeder Stelle des Segelbretts aus gesteuert werden kann,
beispielsweise durch ein oder mehrere Schalter 66, die an dem Gabelbaum 69 des Segelbretts
montiert sein können. Der Benutzer muß ohnehin seine Hände an dem Gabelbaum haben,
um das Segelbrett zu steuern, so daß es sehr einfach ist, die Einstellung des auslenkbaren
Paneels vorzunehmen oder Neueinstellungen durchzuführen, und zwar während eines Rennens,
ohne daß hierbei die Körperposition im geringsten geändert werden muß.
[0019] Zusätzlich zu den Feststelleinrichtungen für die Auslenkung sind Anschlagsvorrichtungen
gezeigt, welche tatsächlich nicht genau die Position des auslenkbaren Paneels steuern,
sondern lediglich dessen Position bei maximaler oberer Auslenkung definieren. Zusätzlich
dient eine Schraubenfeder um den Anschlag für maximale Auslenkung dazu, einen zunehmenden
Widerstand zu erzeugen, wenn das auslenkbare Paneel oder ein Abschnitt desselben
sich dem positiven Anschlagen am Boden der Anschlagstange nähert. Ein typischer Anschlag
ist in Einzelheiten in Fig. 11 gezeigt. Er besteht aus einem Kragen 70, welcher in
dem Schaum und er Glasmatte des oberen hinteren Decksabschnitts eingebettet ist.
Der Kragen weist einen nach außen weisenden unbeweglichen Abschnitt 72 auf, welcher
mit einem Innengewinde versehen ist, und einen inneren Abschnitt 74, welcher in den
mit Gewinde versehenen äußeren Abschnitt eingeschraubt ist und hier quasi ständig
verbleibt.
[0020] Die Innenseite des Innenabschnitts ist ebenfalls mit einem Gewinde versehen und nimmt
die ein gleiches Gewinde tragende Anschlagstange 76 auf. Die Anschlagstange bewegt
sich nach oben und nach unten in dem Kragen, wenn dieser in einer der beiden Richtungen
gedreht wird. Die Drehung erfolgt mittels der axialen Bohrung 80 in der Anschlagstange,
welche nicht kreisförmig ist. Bei der veranschauö lichten Ausführungsform ist sie,
wie in Fig. 12 bei 80 gezeigt, sechseckig ausgebildet. Eine sechseckige Welle 82 weist
einen einstückigen Knauf 84 auf, welcher in den Kragen einschnappt, so daß die Welle
und der Knauf frei drehbar sind, sich jedoch axial nicht bewegen können.
[0021] Wenn der Knauf gedreht wird, dreht dieser die sechseckige Welle, welche die Stange
76 dreht, so daß diese nach oben oder unten bewegt wird. Die Stange 76 ist die Anschlagstange,
so daß der wirksame Anschlagspunkt, welcher für einen bestimmten Teil des auslenkbaren
Paneels definiert ist, somit verstellbar ist. Der Grad, in dem die Anschlag stange
verstellt wird, kann festgelegt werden, falls ein Schaltsystem verwendet wird, wie
dies in Fig. 12 veranschaulicht ist, wobei hier eine Draufsicht des Anschlages gemäß
Fig. 11 gezeigt ist. Der Knauf 84 weist einen Zeiger 86 auf, welcher mit den verschiedensten
Rippen, Zahlen oder anderen Anzeigen auf der flachen umgebenden Fläche des Kragens
zur Deckung gebracht wird. Dieses Merkmal ist insofern von Bedeutung, indem hierdurch
der Benutzer von oben feststellen kann, wie weit nach unten die Anschlagstange eingestellt
ist. Normalerweise ist es nicht möglich, daß ein Benutzer unter den oberen hinteren
Decksabschnitt herumsehen kann, um festzustellen, wie weit nach unten sich die Anschlagstange
erstreckt.
[0022] Diese Anschläge können in seitlichen Abständen auf einander gegenüberliegenden Seiten
der Mittellinie des Rumpfes vorgesehen sein, und zwar in Verbindung mit den Feststelleinrichtungen
des Auslenkbaren Paneels, wie dies in Fig. 2 bei 88 veranschaulicht ist. Gleichfalls
können diese ohne die in der Mitte angeordnete Vorrichtung, wie in Fig. 3 veranschaulicht,
verwendet werden. Die Anschläge selbst erzeugen ein gewisses Maß der Steuerung, welche
für den Benutzer vorteilhaft ist.
[0023] In Fig. 4 ist ein einzelner mittlerer Anschlag gezeigt, wobei diese Figur der Zeichnungen
beispielsweise das Heck eines Slalomskis zeigt, wobei jedoch diese Ausführungsform
auch bei Segelbrettern durch die mögliche Verwindung trotz voreingestellter Auslenkung
von Vorteil ist. Dieses Heck ist schmäler als beim Rumpf eines Segelbretts und ist
in seiner Gesamtansicht in Fig. 13 gezeigt. Wie oben erwähnt, kann ein einziger Anschlag
mit der Möglichkeit zur Veränderung der nach oben gerichteten Auslenkung des auslenkbaren
Paneels Verwendung finden, um verschiedenen Bedingungen beim Wellenreiten und verschiedenen
Gewichten der Benutzer Rechnung zu tragen. Durch Ersetzen der Feder 88, welche die
Anschlagstange umgibt und nach oben gegen den Unterteil des Kragens 70 drückt, können
in einfacher Weise verschiedene Gewichte von Benutzern berücksichtigt werden.
[0024] Wie in Fig. 14 angedeutet, unterscheidet sich die Bauart der in Fig. 13 und 14 veranschaulichten
Ausführungsform von einem typischen Slalombrett dahingehend, daß hier eine definierte
Dicke des Brettes vorliegt, welche für eine Schwimmfähigkeit sorgt, und daß, wie bei
90 angedeutet, die Unterseite doppelt konkav ist. Die Dicke, der Auftrieb und das
auslenkbare Paneel werden zusammen wirksam, um etwas zu schaffen, was letztlich zu
einem neuen Gerät für einen neuen Sport führt. Das Fahren des für den Slalom geeigneten
Rumpfs unterscheidet sich wesentlich und führt zu einem vollständig unterschiedlichen
Gefühl im Vergleich zum Fahren mit dem üblichen dünnen, aus Holz bestehenden Slalomski.
Zusätzlich zu dem vorgesehen Auftrieb, ist dieser Ski beim Landen weicher, weist
eine höhere Sprungfähigkeit beim Springen auf und ist im allgemeinen leichter zu
verwenden als ein normaler Slalomski, wobei die dem Sportler an Hand gegebenen Möglichkeiten
sehr viel größer sind.
[0025] Zusammenfasend kann festgestellt werden, daß bei sämtlichen Ausführungsformen mit
oder ohne den Feststelleinrichtungen für das auslenkbare Paneel oder die mittleren
oder seitlichen federbelasteten Anschläge die Anwendung des Auslenkbaren Paneels beim
Segelbrett oder beim Slalomski beim Segelbrett zu einer Manövrierfähigkeit bei hohen
Geschwindigkeiten und Vorteilen beim Springen führt und beim Slalomski zu einer leichteren
Fahrweise und einer hohen Flexibilität bei Manövern, welche bei beiden Sportarten
bisher nicht erreichbar war. Wenn dieEinrichtungen zum Feststellen der Auslenkung
oder die Anschläge hinzugefügt werden, kann zusätzlich eine noch genauere Kontrolle
für den Benutzer erreicht werden, indem die oben erwähnten Vorteile dadurch ergänzt
werden, daß eine noch größere Wendigkeit, Geschwindigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und
Spannung erreicht wird als ohne diese Merkmale. In beiden Ausführungsformen ist die
Erfindung von Bedeutung und stellt ein meßbares Abweichen von üblichen Lösungen bei
der Entwicklung von Rümpfen dar, selbst wenn man die hochtechnische Natur von Lösungsvorschlägen
und Ausführungsformen bekannter Rümpfe berücksichtigt.
1. Rumpf für den Wassersport, insbesondere Segelbrettrumpf oder Wasserski mit einem
vorderen Abschnitt mit einem Deck, einem Boden und Seitenkanten (rails) und einem
hinteren Rumpfabschnitt,
gekennzeichnet durch folgende Bestandteile:
a) Einen starren oberen hinteren Decksabschnitt, welcher eine hintere Fortsetzung
des Decks des Vorderabschnittes bildet und im wesentlichen starr ausgebildet ist;
b) ein auslenkbares, federndes Bodenpaneel, welches eine Fortsetzung des Bodens des
Vorderabschnittes bildet und welches sich unterhalb des hinteren Decksabschnittes
erstreckt und nach oben unabhängig von dem hinteren Decksabschnitt derart auslenkbar
ist, daß ein zunehmender Wasserdruck gegen den Boden des auslenkbaren Paneels zunehmend
das Paneel in eine gekrümmte Konfiguration drückt, um die wirksame Kontur der Bodenfläche
des Rumpfes zu ändern.
2. Rumpf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Einrichtungen vorgesehen sind,
um im wesentlichen einen Teil des auslenkbaren Paneels gegen eine Auslenkung und in
einem wählbaren Grad der Auslenkung festzulegen.
3. Rumpf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zum Feststellen
verstellbar sind, um zumindest einen Teil des auslenkbaren Paneels in einem wählbaren
von einer Vielzahl unterschiedlicher Grade der Auslenkung festzulegen.
4. Rumpf nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Festlegen
einen Verbindungsarm aufweist, welcher an beiden Enden verschwenkbar zwischen dem
oberen hinteren Decksabschnitt und dem auslenkbaren Paneel gelagert ist.
5. Rumpf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungsarm einen Hauptlängenabschnitt
und ein verschwenkbares Verbindungsglied aufweist, und daß das verschwenkbare Verbindungsglied
zwischen dem Hauptlängenabschnitt und dem auslenkbaren Paneel gelenkig gelagert ist.
6. Rumpf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß Rasteinrichtungen zum Festlegen
des Arms in einer gewählten Winkelstellung zwischen dem oberen hinteren Decksabschnitt
und dem auslenkbaren Paneel vorgesehen sind, um wählbar die Auslenkung zu ändern.
7. Rumpf nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasteinrichtung eine Ratschenstange
und eine Klaue aufweist, um wahlweise in Ratschenstange in verschiedenen Positionen
einzurasten, wobei eines dieser Elemente an dem hinteren oberen Decksabschnitt und
das andere dieser Elemente an dem auslenkbaren Paneel montiert ist.
8. Rumpf nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Klaue an dem oberen hinteren
Decksabschnitt und die Ratschenstange gelenkig an dem auslenkbaren Paneel montiert
ist und sich nach oben durch den hinteren oberen Decksabschnitt erstreckt und dadurch
durch eine Person, die auf dem Rumpf steht, einstellbar ist, um den Grad der Auslenkung
des auslenkbaren Paneels zu verändern.
9. Rumpf nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Ratschenstange in Richtung
der Klaue federvorgespannt ist und ein Fußpolster oberhalb des oberen hinteren Decksabschnitts
aufweist, so daß ein Benutzer auf dem Rumpf mit dem Fuß das Fußpolster drücken kann,
um die Ratschenstange außer Eingriff von der Klaue zu bringen und um in einer wählbaren
Position die Ratschenstange wieder mit der Klaue in Eingriff zu bringen.
10. Rumpf nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung
zum Feststellen elektrisch angetrieben ist und durch ein Betätigungsorgan betätigt
wird, welches für einen Benutzer auf dem Rumpf leicht zugänglich ist.
11. Rumpf nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Rumpf als Rumpf eines
Segelbrettes ausgebildet ist, welches einen Gabelbaum aufweist, und daß das Betätigungsorgan
mindestens einen Schalter enthält, welcher betriebsmäßig mit der Feststelleinrichtung
verbunden ist und welcher auf dem Gabelbaum montiert ist.
12. Rumpf nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Feststelleinrichtung
eine senkrechte verstellbare Stange aufweist, welche nach unten von dem starren Deck
vorsteht und als Anschlag für mindestens einen Teil des auslenkbaren Paneels wirksam
ist.
13. Rumpf nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange mit einem Gewindekragen
in gewindemäßigem Eingriff steht, der in dem oberen hinteren Decksabschnitt montiert
ist, und daß die Stange von Hand in dem Kragen drehbar ist, um dadurch die senkrechte
Einstellung der Stange in dem Kragen durchzuführen.
14. Rumpf nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange umgebend eine Schraubenfeder
vorgesehen ist, welche an ihrem Oberende an dem Kragen anliegt und nach unten vorsteht,
um den Anschlag des auslenkbaren Paneels beim Auslenken nach oben in Berührung mit
dem Anschlag abzufedern.
15. Rumpf nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange eine nicht kreisförmige,
im wesentlichen axiale Boh rung aufweist und eine Welle von im wesentlichen gleichem
Quershcnitt wie die Bohrung enthält und in diese eingepaßt ist, daß die Welle Einrichtung
aufweist, um eine Axialbewegung zu verhindern und eine die Drehbewegung bewirkende
Einrichtung an ihrem Oberende aufweist, derart, daß die Welle von Hand drehbar ist,
um dadurch die axiale Verstellung der Stange zu bewirken, ohne daß sich die Welle
axial bewegt.
16. Rumpf nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Hervorrufen
der Drehbewegung einen gerändelten Knauf am Oberende der Welle aufweist.
17. Rumpf nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Kragen nicht drehbare
Flächenbereiche um den Knauf aufweist, und daß die nicht drehbaren Flächenbbereiche
und der drehbare Knauf zusammen eine Anzeigevorrichtung bilden, welche die unterschiedlichen
Grade relativer Drehung zwischen Knauf und Kragen anzeigt.
18. Rumpf nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange einzeln vorgesehen
ist und im wesentlichen auf der Axialmittellinie des Rumpfes angeordnet ist.
19. Rumpf nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange doppelt vorgesehen
ist und im seitlichen Abstand im wesentlichen symmetrisch zur Längsmittellinie des
Rumpfes angeordnet ist.