[0001] Die Erfindung betrifft eine Federholzleiste mit einer Umhüllung aus Kunststoff für
Bettrahmen.
[0002] Kunststoffummantelte Federholzleisten für Bettrahmen sind beispielsweise aus der
DE-PS 23 12 049 der Anmelderin bekannt. Die dortige Kunststoffumhüllung hat insbesondere
den Sinn, die umhüllten Federholzleisten vor dem Eindringen von Feuchtigkeit zu schützen.
Darüberhinaus wird die dortige Kunststoffumhüllung zugleich dazu herangezogen, Befestigungselemente
zur Befestigung derartiger Leisten an den Bettrahmen bereitzustellen.
[0003] Bei den bekannten kunststoffumhüllten Federholzleisten hat die Kunststoffumhüllung
im wesentlichen Schutzfunktionen etwa wie ein Anstrich oder eine Farblackierung. Dies
bedeutet, daß die Federleisten selbst aus hochwertigen Federhölzern gefertigt sein
müssen, um den an sie gestellten Anforderungen gerecht werden zu können, insbesondere
um ein gutes Federverhalten, eine lange Lebensdauer und eine hohe Strapazierfähigkeit
zu gewährleisten.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, der vorhandenen Kunststoffumhüllung zusätzliche
Funktionen verleihen zu können, insbesondere die Belastbarkeit und die Festigkeit
der so ausgerüsteten Federleiste zu verbessern.
[0005] Um derartigen zusätzlichen Funktionen gerecht zu werden, sieht zur Lösung der Aufgabe
die Erfindung vor, daß die Umhüllung mit einer Verstärkung aus Glasfasern od. dgl.
versehen ist.
[0006] Eine Verstärkung mit Glasfasern oder z.B. mit anderen Kunststoff- oder Metallgeweben
hat eine Fülle von Vorteilen, die insbesondere darin bestehen, daß die Festigkeit
und Belastbarkeit der einzelnen Federholzleiste erheblich erhöht werden kann. Die
Kunststoffumhüllung übernimmt dabei nicht nur Schutzfunktion, z.B. gegen das Eindringen
von Feuchtigkeit, wie dies bekannt ist, darüberhinaus übernimmt sie vielmehr auch
Festigkeitsfunktionen, da glasfaserverstärkte Kunststoffe hohen Anforderungen gerecht
werden können.
[0007] Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht darin, daß insbesondere bei mehrschichtigem
Leistenaufbau, wie er bekannt ist, wenigstens einige der Schichten aus qualitativ
minderwertigen Hölzern gebildet werden können, was nicht nur die einzelnen Leisten
preiswerter macht, sondern auch die Möglichkeit eröffnet, wenigstens teilweise Abfallhölzer,
Holzgranulate od. dgl. mit einsetzen zu können, was bei den knapper werdenden Rohstoffen
von besonderer Bedeutung ist.
[0008] In Ausgestaltung kann dabei die Erfindung vorsehen, z.B. als Holzarten Buche oder
Furniere aus Tanne oder Fichte z.B. als kurzfasrige Furniere einzusetzen. Trotz der
Kurzfasrigkeit derartiger Furniere weisen Federholzleisten nach der Erfindung gleichwohl
entsprechende Federeigenschaften und Festigkeiten auf, die sonst nur mit hochwertigeren
Hölzern erreichbar sind.
[0009] Ferner sieht die Erfindung vor, daß wenigstens ein Teil der Klebstoffschichten zwischen
den Holzschichten mit einem Zusatz aus Glasfasern oder Glaskugeln versehen ist. Mit
dem Zusatz von Glas in Faser- oder Kugelform in die Klebstoffschicht, z. B. direkt
beim Einbringen des Leimes zwischen den einzelnen Furnierschichten wird erreicht,
daß auch bereits im Leisteninneren eine hohe Belastbarkeit erzielt wird.
[0010] In weiterer Ausgestaltung sieht die Erfindung vor, daß alle Klebstoffschichten mit
einem Glasfaserzusatz versehen sind.
[0011] Eine weitere Qualitätsverbesserung, insbesondere der Handhabung, läßt sich dadurch
erreichen, daß die mit Glasfaseren oder dgl. versehene Außenumhüllung zusätzlich
mit einer weiteren verstärkungsfreien Kunststoffumhüllung versehen ist.
[0012] Um den Leisten zusätzlich ein besonderes optisches Erscheinungsbild geben zu können,
sieht die Erfindung auch vor, daß die äußere Kunststoffumhüllung mit Farbzusätzen
versehen ist.
[0013] Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Diese zeigt in
Fig. 1 einen Schnitt durch das Lagerende einer Leiste, sowie in
Fig. 2 einen vergrößerten Querschnitt durch eine Leiste.
[0014] Eine allgemein mit 1 bezeichnete Federholzleiste besteht aus einem Holzkern 2, aus
einer Mehrzahl von Furnierlagen 3 und einer Kunststoffummantelung 4, in die eine Verstärkung
aus Glasfasern eingelegt ist, was durch Punkte in den Querschnittszeichnungen dargestellt
ist. Diese Verstärkung ist mit 5 bezeichnet.
[0015] Wie aus Fig. 2 ersichtlich, umschließt die Kunststoffummantelung 4 einschließlich
den verstärkenden Glasfasern 5 die Federholzleiste 1 vollständig, d.h. auch an den
Stirnseiten 6, über die eine der Montage dienende Kappe 7 gestülpt ist, wobei in
Fig. 1 die Kappe 7 lediglich gestrichtelt dargestellt ist.
[0016] Zwischen den einzelnen Furnierschichten 3 sind Leimschichten 8 vorgesehen, die ihrerseits
mit einem Glasfaserzusatz ausgerüstet sind, was durch die Pünktchen 9 in der Fig.
2 wiedergegeben ist.
[0017] Um die Rauhigkeit der äußeren Kunststoffumhüllung 4 abzumildern, ist die Federholzleiste
1 mit einer zusätzlichen äußeren Kunststoffumhüllung 10, die farbig gestaltet sein
kann, ausgerüstet, wobei diese äußere Kunststoffumhüllung 10 keine Fasern aufweist.
[0018] Wie bekannt, schützt die vollständige Kunststoffummantelung 4 die Holzleiste 2 nicht
nur vor dem Eintritt von Feuchtigkeit, sie verhindert umgekehrt auch den Austritt
von z. B. Lösungs- oder Imprägnierungsmitteln, wie Formaldehyd od. dgl., falls derartige
Mittel in den eingesetzten Hölzern vorhanden sein sollten. Auch sorgt die vollständige
Umhüllung auch der Stirnseiten 6 für die Möglichkeit, die auftretenden Belastungen
durch den Kunststoff mit der Glasfaserverstärkung 5 aufnehmen zu lassen.
[0019] Natürlich ist das beschriebene Ausführungsbeispiel der Erfindung noch in vielfacher
Hinsicht abzuändern, ohne den Grundgedanken zu verlassen. So ist die Erfindung insbesondere
nicht auf eine Armierung aus Glasfasern beschränkt, hier können auch andere Armierungen
der Kunststoffumhüllung vorgesehen sein, z.B. Kohlenstoffasern, Metallnetze und dgl.
Der Zuschlagstoff zu den Klebeschichten zwischen den einzelnen Furnieren kann ebenfalls
aus anderen Materialen sein.
1. Federholzleiste mit einer Umhüllung aus Kunststoff für Bettrahmen,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Umhüllung (4) mit einer Verstärkung aus Glasfasern (5) od. dgl. versehen ist.
2. Federholzleiste nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei mehrschichtigem Holzaufbau innerhalb der Umhüllung (4) wenigstens einige der
Schichten (3) aus qualitativ weniger wertvollen Hölzern gebildet sind.
3. Federholzleiste nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb der glasfaserverstärkten Umhüllung (4) aus Kunststoff Furnierlagen (3)
aus Buche und/oder Tanne und/oder Fichte od. dgl. angeordnet sind.
4. Federholzleiste nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein Teil der Klebstoffschichten (8) zwischen den Holzschichten (3)
mit einem Zusatz (9) aus Glasfasern oder feinen Glaskugeln versehen ist.
5. Federholzleist nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß alle Klebstoffschichten (8) mit einem Glasfaser- bzw. Kugelzusatz (9) versehen
sind.
6. Federholzleiste nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mit Glasfasern oder dgl. versehene Außenumhüllung (4) zusätzlich mit einer
weiteren verstärkungsfreien Kunststoffumhüllung (10) versehen ist.
7. Federholzleiste nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußere Kunststoffumhüllung (10) mit Farbzusätzen versehen ist.