| (19) |
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(11) |
EP 0 274 011 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.01.1992 Patentblatt 1992/01 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.10.1987 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: F42C 19/00 |
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| (54) |
Submunitionskörper mit einer Zielerfassungsvorrichtung
Subprojectile with a targeting means
Sous-projectile avec moyens de visée
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
08.01.1987 DE 3700342
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.07.1988 Patentblatt 1988/28 |
| (73) |
Patentinhaber: Rheinmetall GmbH |
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40880 Ratingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Synofzik, Reinhard
D-4053 Jüchen 1 (DE)
- Busch, Manfred
D-4053 Jüchen 6 (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 428 051
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US-A- 3 665 477
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- AM. INST.OF AERONATICS AND ASTRONATICS: "PROCEEDINGS OF THE 1967 NATIONAL TELEMETERING
CONFERENCE AT SAN FRANCISCO" 18 Mai 1967, NEW YORK
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Submunitionskörper nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Ein gattungsgemäßer Munitionskörper ist beispielsweise aus der DE-A-34 28 051 bekannt.
[0003] Submunitionskörper mit einer Zielerfassungsvorrichtung werden vorzugsweise zum Bekämpfen
erdgebundener gepanzerter Ziele von oben eingesetzt. Zum Transport über ein Zielgebiet
befinden sich meist mehrere Submunitionskörper im Inneren eines Behälters, beispielsweise
in einer Rakete oder in der Trägerhülle eines Artilleriegeschosses, und sind aus diesem
über dem Zielgebiet in vorgebbarer Höhe ausstoßbar. Sie sinken dann einzeln und sich
um ihre jeweilige zentrale Längsachse drehend und an einer die Fallgeschwindigkeit
und die Drehzahl verringernden Einrichtung herab.
[0004] Kurze Zeit nach dem Verlassen des Transportbehälters, beispielsweise einer Rakete
oder einer Trägerhülle eines Artilleriegeschosses wird die Zielerfassungsvorrichtung
derart aktiviert, daß bei Annäherung an ein Ziel ein für dieses Ziel charakteristisches
Signal aufgenommen werden kann.
[0005] In der DE-A-34 28 051 werden verschiedene Mechanismen beschrieben, um eine Antenne
einer Zielerfassungsvorrichtung aus dem Inneren eines Submunitionskörpers in eine
Arbeitsstellung außerhalb des Submunitionskörpers zu klappen und die Antenne in dieser
Position zu arretieren.
[0006] Den beschriebenen Mechanismen ist gemeinsam, daß sie zur Einleitung und Durchführung
der Klapp-Bewegung der Antenne eine im Submunitionskörper mitgeführte zusätzliche
Energiequelle benötigen.
[0007] Durch das Zünden einer pyrotechnischen Ladung oder durch das Freigeben eines nicht
näher beschriebenen hoch gespannten Gases wird ein gewünschter Gasdruck in einem Gasdruckschieber
eingestellt und wirkt auf ein Kolbensystem. Die dadurch hervorgerufene Bewegung einer
Kolbenstange wird durch verschiedene mechanische Mittel in eine Klapp-Bewegung der
Antenne umgesetzt.
[0008] In einem Ausführungsbeispiel hängt die Arretierung der in die Arbeitsstellung geklappten
Antenne von der Endposition der Kolbenstange ab. In einem anderen Ausführungsbeispiel
wird die ausgeklappte Antenne in ihrer Arbeitsstellung durch einen federbelasteten
Bolzen gehalten.
[0009] Es hat sich gezeigt, daß bei einem Submunitionskörper nach der DE-A-34 28 051 das
Positionieren der Antenne nicht in befriedigender Weise reproduzierbar ist. Zum einen
ist die zusätzlich benötigte Energiequelle für die Bewegung der Antenne problematisch,
und zwar hinsichtlich eines nicht auszuschließenden Zünderversagens bzw. hinsichtlich
möglicher Unregelmäßigkeiten im Abbrand-Verhaltens des Treibsatzes. Zum anderen wirkt
auf die ausgeklappte Antenne beim Herabsinken des Munitionskörpers eine durch den
Luftwiderstand hervorgerufene Rückstellkraft, die durch eine entsprechende Gegenkraft
im Arretierlager kompensiert werden muß.
[0010] Diese Gegenkraft wird in einem Ausführungsbeispiel der DE-A-34 28 051 durch die Druckkraft
der Treibladungsgase auf den Kolben hergestellt. Somit kann eine präzise Arretierung
der Antenne nur gewährleistet werden, wenn der Druck der Treibgase konstant gehalten
werden kann. Dies ist aber praktisch nicht möglich.
[0011] Auch die in einem anderen Ausführungsbeispiel beschriebene Art der Arretierung der
Antenne durch einen federbelasteten Sperrbolzen ist problematisch, da bei längerfristiger
Einlagerung der Munitionskörper eine Ermüdung der bei Lagerung gespannten Feder des
Sperrbolzens nicht auszuschließen ist.
[0012] Aus der US-A-3,665,477 ist es bekannt, mittels Führungsarmen in einer mehrgelenkigen
Parallelogramm-Anordnung eine HF-Antenne aus einer Ruheposition (zusammengeklappt)
heraus in eine Arbeitsposition aufzurichten und durch Betätigen eben jener Führungsarme
auch die bei diesen Antennen üblichen Direktoren und Reflektoren gleichzeitig abzuklappen.
Diese Anordnung jedoch benötigt einen zusätzlichen Antrieb (hier: Handkurbel) und
ist auch wegen ihrer Baugröße für die am Verhältnis dazu kleinen Submunitionskörper
ungeeignet.
[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgleichen Submunitionskörper
zu schaffen, bei dem das Verschwenken des Reflektors ohne zusätzliche Energiequelle
und seine zuverlässige Arretierung in der Arbeitsstellung auf einfache Weise und frei
von ermüdungsgefährdeten Elementen ermöglicht wird.
[0014] Diese Aufgabe wird gelöst nach der Lehre des Patentanspruchs 1 mit den in seinem
kennzeichnenden Teil angegebenen erfinderischen Merkmalen.
[0015] Auf vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind die Unteransprüche
gerichtet. Die Erfindung wird nachfolgend mit Hilfe von Ausführungsbeispiele und unter
Bezug auf die Zeichnung näher erläutert.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1:
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines im wesentlichen vollständigen Submunitionskörpers
nach der Erfindung in Explosionsdarstellung;
- Fig. 2:
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines Submunitionskörpers nach der Erfindung mit in
der Arbeitsstellung arretiertem Reflektor in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 3:
- einen Submunitionskörper nach Fig. 1 in schematischer Schnitt-Darstellung, wobei der
Reflektor sich im Inneren des Submunitionskörpers befindet (Ruhelage);
- Fig. 4
- : einen Submunitionskörper nach Fig. 1 und 3 in schematischer Schnitt-Darstellung,
wobei der Reflektor in der Arbeitsstellung arretiert ist.
[0017] In Fig. 1 sind einzelne Teile eines ersten Submunitionskörpers in ihrer Lage bezogen
auf die zentrale Längsachse 12 des Submunitionskörpers dargestellt. Der Submunitionskörper
weist einen dem Ziel zugewandten Wirkkörper 57 auf, welcher mittels eines Adapters
56 mit der Hülle 20 verbunden ist. In der Hülle 20 befindet sich ein Elektronikblock
52 mit einem Sensorblock 51 und einer Energieversorgung 53, welche mit einem Reflektor
30 die Zielerfassungsvorrichtung bilden. Der Reflektor 30 ist mit vier Führungsarmen
41, 42, 43 und 44 mit der Hülle 20 gelenkig verbunden. An der Hülle 20 befindet sich
ein Arretierungslager 22, welches eine Nut 23 aufweist. Das entsprechende Widerlager
36 mit einer Feder 37 ist am Reflektor 30 befestigt. Auf der Hülle 20 wird ein Anlenkungsring
55, welcher mittels Fangleinen 61 mit einem Autorotationsfallschirm 60 verbunden ist,
angeordnet.
[0018] Der Anlenkungsring 55 ist mit der Hülle 20 durch Bänder 62 verbunden. Auf der dem
Ziel abgewandten Seite ist die Hülle 20 durch einen Stützaufbau 54 abgeschlossen,
an welchem eine textile Drallbremsscheibe 58 mittels einer Anlenkungsscheibe 59 befestigt
ist.
[0019] Nach dem Ausstoß des Submunitionskörpers aus einem Transportbehälter, beispielsweise
aus einer Rakete oder aus einer Geschoßhülle eines Artiellerie-Geschosses entfaltet
sich die textile Bremsscheibe 58. Dadurch wird die anfänglich hohe Sinkgeschwindigkeit
und Drehzahl des Submunitionskörpers auf vorgebbare Werte reduziert. Der Stützaufbau
54 wird von der Hülle 20 gelöst und der Autorotationsfallschirm 60 entfaltet sich
und vermindert erneut die Sinkgeschwindigkeit des Submunitionskörpers, wobei eine
geringe, im wesentlichen konstante Drehzahl des Submunitionskörpers eingestellt wird.
Der Reflektor 30, welcher sich noch im Inneren der Hülle 20 in seiner Ruhelage befindet,
ist nun nicht mehr in seiner Beweglichkeit behindert. Die im Schwerpunkt des Reflektors
30 angreifende Zentrifugalkraft der Drehbewegung des Submunitionskörpers bewirkt eine
Schwenkbewegung des Reflektors 30. Der Reflektor 30 wird durch die im Sinne einer
an sich aus der Getriebetechnik bekannten Parallelogramm-Führung wirkenden Führungsarme
41, 42, 43 und 44 aus seiner Ruhelage im Innern der Hülle 20 in eine Arbeitsstellung
außerhalb der Hülle 20 geführt. Der Reflektor 30 wird in der Arbeitsstellung einfach
und zuverlässig arretiert, indem die Feder 37 des am Reflektor 30 befestigten Widerlagers
36 in die entsprechende Nut 23 des an der Hülle 20 befestigten Arretierungslagers
22 greift.
[0020] Fig. 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Submunitionskörpers 10 mit einem
in einer Arbeitsstellung arretierten Reflektor 30. Ein Wirkkörper 57 auf der dem Ziel
zugewandten Seite des Munitionskörpers 10 ist mit einem Adapter 56 mit einer Hülle
20 verbunden. Der Reflektor 30 besitzt eine zum Zielgebiet weisende wirksame Fläche
32. An ihm ist das zur Arretierung in seiner Arbeitsposition notwendige Widerlager
36 angebracht. Der Reflektor 30 ist mit der Hülle 20 durch vorteilhafterweise vier
Führungsarme gelenkig verbunden, wovon in Fig. 2 die drei Führungsarme 41, 42 und
44 zu sehen sind. Die zwei gelenkigen Verbindungen (hier beispielhaft erkennbar) 25
der Führungsarme 41 und 42 mit dem Reflektor 30 bilden eine gemeinsame Drehachse 14.
Bei dem Reflektor 30 nach Fig. 2 weist die in besonders vorteilhafter Weise ausgeführte
wirksame Fläche 32 eine paraboloide Form auf. Der Reflektor 30 ist in seiner Arbeitsstellung
zum Zielgebiet weisend derart geneigt, daß die zentrale Längsachse 12 des Submunitionskörpers
eine den Rand der wirksamen Fläche 32 enthaltende gedachte Ebene nicht senkrecht durchstößt.
Die derart geneigte paraboloide wirksame Fläche 32 des Reflektors 30 ermöglicht in
vorteilhafter Weise eine Reflektion zielcharakteristischer Signale beispielsweise
des Millimeterwellen-oder optischen Bereichs zu einem Sensorblock 51 in der Hülle
20.
[0021] Fig. 3 zeigt einen Submunitionskörper 10 nach Fig. 1 mit einem Reflektor 30 in Ruhelage
im Innern der Hülle 20, welche an der gegen den Wirkkörper 57 weisenden Seite von
einem Adapter 56 verschlossen ist. Die Zielerfassungsvorrichtung des Submunitionskörpers
10 in der Hülle 20 umfaßt einen Elektronikblock 52, eine Energieversorgung 53, einen
Sensorblock 51 und den Reflektor 30. Der Schwerpunkt 34 des Reflektors 30 liegt außerhalb
der zentralen Längsachse 12 des Submunitionskörpers 10. An der Hülle 20 in Richtung
der Schwenkbewegung 70 ist ein Arretierungslager 22 mit eine Nut 23 befestigt. Am
rückwärtigen Teil des Reflektors 30 ist entgegen der Richtung der Schwenkbewegung
70 ein entsprechendes Widerlage 36 mit einer Feder 37 angebracht, welches in einer
besonders vorteilhaften Ausführung zusätzlich eine Blattfeder 38 aufweist, die als
zusätzliche Sicherung der Arretierung dient. Auf der dem Ziel abgewandten Seite des
Reflektors 30 befindet sich ein Anlenkungsring 55 und darüber ein Stützaufbau 54,
welcher den Submunitionskörper 10 verschließt.
[0022] Die zwei (wegen der besseren Übersichtlichkeit) in Fig. 3 nicht dargestellten Führungsarme
41 und 42 (siehe Fig. 1) sind in zwei gelenkigen Verbindungen am Reflektor 30 befestigt,
wobei diese beiden Gelenke eine gemeinsame Drehachse 14 aufweisen. Die zwei Führungsarme
41 und 42 sind außerdem in zwei gelenkigen Verbindungen an der Hülle 20 befestigt,
wobei diese beiden Gelenke eine gemeinsame Drehachse 17 bilden.
[0023] Die zwei (wegen der besseren Übersichtlichkeit) in Fig. 3 nicht dargestellten Führungsarme
43 und 44 (siehe Fig. 1) sind in zwei gelenkigen Verbindungen am Reflektor 30 befestigt,
wobei diese beiden Gelenke eine gemeinsame Drehachse 15 bilden. Die zwei Führungsarme
43 und 44 sind außerdem in zwei gelenkigen Verbindungen an der Hülle 20 befestigt,
wobei diese beiden Gelenke eine gemeinsame Drehachse 16 bilden.
[0024] Alle Drehachsen 14, 15, 16 und 17 sind parallel zueinander und stehen senkrecht auf
der die Längsachse 12 des Submunitionskörpers 10 enthaltenden Schnittebene der Darstellung
in Fig. 3 (Papierebene).
[0025] In dieser Papierbene liegt die Richtung der Schwenkbewegung 70 und der Schwerpunkt
34 des Reflektors 30. Der Schwerpunkt 34 liegt außerhalb der zentralen Längsachse
12 des Submunitionskörpers 10 und ist auf einem Durchmesser der Hülle 20 in Richtung
der Schwenkbewegung 70 exzentrisch verschoben. Die am rückwärtigen Teil des Widerlagers
36 angebrachte Blattfeder 38 ist in der in Fig. 3 dargestellten Ruhelage in entspanntem
Zustand. Die wirksame Fläche des Reflektors 30 weist in der Ruhelage gegen den Wirkkörper
57.
[0026] In der in Fig. 3 dargestellten Ruhelage wird der Reflektor 30 im Innern der Hülle
20 durch den Anlenkungsring 55 und den Stützaufbau 54 gehalten und in seiner Beweglichkeit
behindert. Nach dem Ablösen des Stützaufbaus 54 und der Entfernung des Ablenkungsringes
55 von der Hülle 20 greift im Schwerpunkt 34 des Reflektors 30 die Zentrifugalkraft
an, die aus der Drehbewegung des Submunitionskörpers 10 um seine zentrale Längsachse
resultiert. Durch die Einwirkung der Zentrifugalkraft am Schwerpunkt 34 des Reflektors
30 wird ein Drehmoment um die Drehachsen 14, 15, 16 und 17 erzeugt, so daß der Reflektor
30 aus seiner Ruhelage im Innern der Hülle 20 in eine Arbeitsstellung außerhalb der
Hülle 20 verschwenkt wird. Der Schwerpunkt 34 des Reflektors 30 wird während der Schwenkbewegung
in Richtung der Schwenkbewegung 70 entlang einer in der Papierebene darstellbaren
Bahnkurve allgemeinster elliptischer Form bewegt.
[0027] Fig. 4 zeigt einen Submunitionskörper 10 nach den Figuren 1 und 3 mit einem in Arbeitsstellung
arretierten Reflektor 30. Der Reflektor 30 weist eine zum Ziel gerichtete wirksame
Fläche 32 auf, die mit einer senkrecht zur zentralen Längsachse 12 des Submunitionskörpers
10 gedachten Ebene einen Winkel 18 bildet. Beispielhaft dargestellt sind zwei Führungsarme
41 und 42 (von vorzugsweise vier Führungsarme 41, 42, 43 und 44 gemäß Fig. 1), sie
bilden mit dem Reflektor 30 gelenkige Verbindungen 25 und 26 und mit der Hülle 20
gelenkige Verbindungen 27 und 28. In der dargestellten Arbeitsstellung ist der Reflektor
30 arretiert, ein am Reflektor 30 befestigtes Widerlager 36 greift in ein an der Hülle
20 befestigtes Arretierlager 22. Bei diesem vorteilhaften Ausführungsbeispiel liegt
eine am Widerlager 36 angebrachte Blattfeder 38 an einer gegen das Innere der Hülle
20 weisende Kante 24 des Arretierungslagers 22 und sichert die Arretierung zusätzlich.
[0028] Die in die Ebene der in Fig. 4 abgebildeten Schnittdarstellung (Papierebene) projezierte
kürzeste Entfernung der gelenkigen Verbindung 25 am Reflektor 30 zur gelenkigen Verbindung
27 an der Hülle 20 ist die Hebelarmlänge des Führungsarmes 41. Die in die Papierebene
der Figur 4 projezierte kürzeste Verbindung zwischen der gelenkigen Verbindung 26
am Reflektor 30 und der gelenkigen Verbindung 28 an der Hülle 20 ist die Hebelarmlänge
des Führungsarmes 44. Zum Erreichen eines optimalen Neigungswinkels 18 der wirksamen
Fläche 32 des Reflektors 30 ist es besonders vorteilhaft, wenn die Hebelarmlänge des
Führungsarmes 41 den 1,2-fachen Wert der Hebelarmlänge des Führungsarmes 44 nicht
übersteigt.
1. Submunitionskörper (10) mit einer Hülle (20), im wesentlichen rotationssymmetrischen
Querschnitts und mit einer Zielfassungsvorrichtung (30, 51, 52, 53) mit einem mit
der Hülle (20) gelenkig verbundenen unter Krafteinwirkung aus einer raumsparenden
Ruhelage in der Hülle (20) während einer Drehbewegung des Submunitionskörpers (10)
in eine Arbeitsstellung verschwenkbaren und in dieser arretierbaren Reflektor (30),
mit einem in der Arbeitsstellung gegen das Zielgebiet gerichteten über den Querschnitt
der Hülle (20) vorstehenden wirksamen Fläche (32),
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) die gelenkige Verbindung des Reflektors (30) mit der Hülle (20) umfaßt mindestens
zwei Führungsarme (41, 44) und mindestens zwei Gelenke (25, 26) am Reflektor (30)
mit Drehachsen (14, 15) und mindestens zwei Gelenke (27, 28) an der Hülle (20) mit
Drehachsen (16, 17) in einer Anordnung, wobei alle Drehachsen, sowohl die zueinander
parallelen Drehachsen (14, 15) am Reflektor (30) als auch die zueinander parallelen
Drehachsen (16, 17) an der Hülle (30), quer zur zentralen Längsachse (12) des Submunitionskörpers
(10) verlaufen;
b) in der Ruhelage liegt der Schwerpunkt (34) des Reflektors (30) außerhalb der zentralen
Längsachse (12) des Submunitionskörpers (10) in der Richtung der Schwenkbewegung (70)
verschoben;
c) die durch die am Schwerpunkt (34) des Reflektors (30) aufgrund der Drehbewegung
des Submunitionskörpers (10) angreifende Zentrifugalkraft bewirkt eine Schwenkbewegung
des Reflektors (30), wobei die Bahnkurve des Schwerpunktes (34) des Reflektors (30)
in einer die zentrale Längsachse (12) enthaltenden gedachten Ebene liegt.
2. Submunitionskörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksame Fläche (32) des Reflektors (30) eine paraboloide Form aufweist.
3. Submunitionskörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gelenkige Verbindung des Reflektors (30) mit der Hülle (20) vier Führungsarme
(41, 42, 43, 44) umfaßt.
4. Submunitionskörper nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die vier Führungsarme (41, 42, 43, 44) derart angeordnet sind, daß zwei Führungsarme
(41, 42) mit ihren Gelenken (25) am Reflektor (30) eine gemeinsame Drehachse (14)
und mit ihren Gelenken (27) an der Hülle (20) eine gemeinsame Drehachse (17) und daß
die zwei Führungsarme (43, 44) mit ihren Gelenken (26) am Reflektor (30) eine gemeinsame
Drehachse (15) und mit ihren Gelenken (28) an der Hülle (20) eine gemeinsame Drehachse
(16) bilden.
5. Submunitionskörper nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein in die die Längsachse (12) enthaltende zu den Drehachsen (14, 15, 16, 17)
senkrechte gedachte Ebene projezierter kürzester Abstand zwischen dem Gelenk (25)
und dem Gelenk (27) höchstens den 1,2-fachen Wert aufweist, als ein in diese Ebene
projezierter kürzester Abstand zwischen dem Gelenk (26) und dem Gelenk (28).
6. Submunitionskörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle (20) in einem der Richtung (70) der Schwenkbewegung zugewandten Teil
ein Arretierungslager (22) und daß der Reflektor (30) an seinem in der Ruhelage der
Richtung (70) der Schwenkbewegung abgewandten rückwärtigen Teil ein Widerlager (36)
aufweist.
7. Submunitionskörper nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Arretierungslager (22) an der Hülle (20) eine zu den Drehachsen (14, 15,
16, 17) parallel verlaufende Nut (23) enthält, in welche die Feder (37) des widerlagers
(36) am Reflektor (30) greift, um den Reflektor (30) in seiner Arbeitsstellung zu
arretieren.
8. Submunitionskörper nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß als zusätzliches Sicherungselement der Arretierung des Reflektors (30) in seiner
Arbeitsstellung mindestens eine Blattfeder (38) auf dem Widerlager (36) angebracht
ist.
9. Submunitionskörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwerpunkt (34) des Reflektors (30) in der Ruhelage auf einem Durchmesser
der Hülle (20) in einer die Längsachse (12) enthaltenden und zu den Drehachsen (14,
15, 16, 17) rechtwinkligen gedachten Ebene liegt.
1. Sub-ammunition body (10) having a casing (20) of substantially rotationally symmetrical
cross section and a target detection device (30,51,52,53) with a reflector (30) which
is articulated to the casing (20) and which by the application of force during a rotary
movement of the sub-ammunition body (10), is pivotable from a space saving rest position
in the casing (20) into an operative position and lockable therein whereby a surface
(32), when in the operative position, is directed towards the target area and projects
beyond the cross section of the casing (20), characterised by the following features:
(a) the articulated connection of the reflector (30) with the casing (20) comprises
at least two guide arms (41,44) and at least two joints (25,26) on the reflector (30)
with pivots (16,17) so arranged that all the hinge pins, both of the pivots (14,15)
parallel to each other on the reflector (30) and of the pivots (16,17) parallel to
each other on the casing (20), extend transversally to the central longitudinal axis
(12) of the sub-ammunition body (10);
(b) in the position of rest the centre of gravity (34) of the reflector (30) is outside
the central longitudinal axis (12) of the sub-ammunition (10) and displaced in the
direction of the pivoting movement (70);
(c) the centrifugal force acting through the centre of gravity (34) of the reflector
(30) as a result of the rotary movement of the sub-ammunition body (10) causes a pivoting
movement of the reflector (30), the curve of the path taken by the centre of gravity
(34) of the reflector (30) being situated in an imaginary plane containing the central
longitudinal axis (12).
2. Sub-ammunition body in accordance with Claim 1, characterised by the fact that the
effective surface area (32) of the reflector (30) is of paraboloid shape.
3. Sub-ammunition body in accordance with Claim 1, characterised by the fact that the
articulated connection of the reflector (30) with the casing (20) comprises four guide
arms (41,42,43,44).
4. Sub-ammunition body in accordance with Claim 3, characterised by the fact that the
four guide arms (41,42,43,44) are so arranged that two guide arms (41,42) form, by
joints (25) on the reflector (30), a common pivot (14), and form, by their joints
(27) on the casing (20), a common pivot (17), and that the two guide arms (43,44)
form, by joints (26) on the reflector (30), a common pivot (15), and form, by joints
(28) on the casing (20), a common pivot (16).
5. Sub-ammunition body in accordance with Claim 4, characterised by the fact that a minimum
distance between the joint (25) and the joint (27), projected into the imaginary plane
which contains the longitudinal axis (12) and which is perpendicular to the pivots
(14,15,16,17), is not more than 1.2 times a minimum distance between the joint (26)
and the joint (28) projected into the said plane.
6. Sub-ammunition body in accordance with Claim 1, characterised by the fact that the
casing (20) is provided, in a part facing in the direction (70) of the pivoting movement,
with a locking bearing (22) and that the reflector (30) is provided with an abutment
(36) on its rear part which in the position of rest faces away from the direction
(70) of the pivoting movement.
7. Sub-ammunition body in accordance with Claim 6, characterised by the fact that the
locking bearing (22) on the casing (20) contains a groove (23) which extends parallel
to the pivots (14,15,16,17) and in which the spring (37) of the abutment (36) on the
reflector (30) engages in order to secure the reflector (30) in the operating position.
8. Sub-ammunition body in accordance with Claim 7, characterised by the fact that, as
an additional securing element for locking the reflector (30) in its operating position,
at least one leaf spring (38) is provided on the abutment (36).
9. Sub-ammunition body in accordance with Claim 1, characterised by the fact that the
centre of gravity (34) of the reflector (30) is located, when in the rest position
on a diameter of the casing (20), in an imaginary plane which contains the longitudinal
axis (12) and which is at right angles to the pivots (14,15,16,17).
1. Corps de sous-munition (10), avec une enveloppe (20), de section transversale sensiblement
symétrique en rotation, et un dispositif d'acquisition d'objectif (30,51,52,53), avec
un réflecteur (30), relié articulé à l'enveloppe (20), susceptible de pivoter sous
l'effet d'une force, pour passer, pendant un mouvement de rotation du corps de sous-munition
(10), d'une position de repos, peu encombrante, dans l'enveloppe (20), à une position
de travail et d'être bloqué dans cette dernière position, le réflecteur (30) présentant
une surface active (32), orientée en position de travail vers la zone de la cible,
en faisant saillie sur la section transversale de l'enveloppe (20), caractérisé par
les caractéristiques suivantes :
a) la liaison articulée du réflecteur (30) à l'enveloppe (20) comprend au moins deux
bras de guidage (41,44) et au moins deux articulations (25,26) sur le réflecteur (30),
avec des axes de rotation (14,15), et au moins deux articulations (27,28) sur l'enveloppe
(20), avec des axes de rotation (16,17), suivant une disposition où tous les axes
de rotation, tant les axes de rotation parallèles (14,15) situés sur le réflecteur
(30), qu'également les axes de rotation parallèles (16,17) situés sur l'enveloppe
(20) s'étendent transversalement par rapport à l'axe longitudinal central (12) du
corps de sous-munition (10);
b) en position de repos, le centre de gravité (34) du réflecteur (30) est situé hors
de l'axe longitudinal central (12) du corps de sous-munition (10), décalé en direction
du mouvement de pivotement (70).;
c) la force centrifuge qui agit sur le centre de gravité (34) du réflecteur (30),
suite au mouvement de rotation du corps de sous-munition (10), provoque un mouvement
de pivotement du réflecteur (30), la courbe de trajectoire du centre de gravité (34)
du réflecteur (30) étant située dans un plan imaginaire contenant l'axe longitudinal
central (12).
2. Corps de sous-munition selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface
efficace (32) du réflecteur (30) présente une forme de paraboloïde.
3. Corps de sous-munition selon la revendication 1, caractérisé en ce que la liaison
articulée du réflecteur (30) à l'enveloppe (20) comprend quatre bras de guidage (41,42,43,44).
4. Corps de sous-munition selon la revendication 3, caractérisé en ce que les quatre
bras de guidage (41,42,43,44) sont disposés de telle façon que deux bras de guidage
(41,42), forment avec leur articulation (25), sur le réflecteur (30), un axe de rotation
(14) commun et forment, avec leurs articulations (27), sur l'enveloppe (20), un axe
de rotation (17) commun, et que les deux bras de guidage (43,44), forment avec leur
articulation (26), sur le réflecteur (30), un axe de rotation (15) commun et forment,
avec leurs articulations (28), sur l'enveloppe (20), un axe de rotation (16) commun,
5. Corps de sous-munition selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'une plus courte
distance, projetée dans le plan imaginaire, contenant l'axe longitudinal (12), perpendiculaire
aux axes de rotation (14,15,16,17), entre l'articulation (25) et l'articulation (27),
fait au plus 1,2 fois la valeur de la plus courte distance, projetée dans ce plan,
entre l'articulation (26) et l'articulation (28).
6. Corps de sous-munition selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'enveloppe
(20) présente, dans une partie tournée vers la direction (70) du mouvement de pivotement,
un palier de blocage (22) et le réflecteur (30) présente, sur sa partie arrière, opposée
en position de repos à la direction (70) du mouvement de pivotement, une butée (36).
7. Corps de sous-munition selon la revendication 6, caractérisé en ce que le palier de
blocage (22) situé sur l'enveloppe (20) contient une rainure (23), s'étendant parallèlement
aux axes de rotation (14,15,16,17), dans laquelle s'engage le ressort (37) de la butée
(36) située sur le réflecteur, afin de bloquer le réflecteur (30) dans sa position
de travail.
8. Corps de sous-munition selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'au moins un
ressort à lame (38) est monté sur la butée (36), comme élément de fixation supplémentaire
pour le blocage du réflecteur (30) dans sa position de travail.
9. Corps de sous-munition selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'en position
de repos, le centre de gravité (34) du réflecteur (30) est situé sur un diamètre de
l'enveloppe (20), dans un plan imaginaire, contenant l'axe longitudinal (12) et perpendiculaire
aux axes de rotation (14,15,16,17).