[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Anspinnen einer Offenend-Spinnvorrichtung,
bei welchem der Faden von einer Spule abgezogen, abgeschnitten und das Fadenende unter
Bildung einer Fadenreserve in das Fadenabzugsrohr eingeführt wird, wobei das Fadenende
nicht in das Innere des Spinnrotors reicht, und das Fadenende durch Auflösen der Fadenreserve
zum Anspinnen bis auf die Fasersammelfläche des Spinnrotors zurückgeliefert wird,
von wo der wieder angesponnene Faden abgezogen wird, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung
dieses Verfahrens.
[0002] Es ist bekannt, daß beim Spinnen mit verschiedener Geschwindigkeit Garne unterschiedlicher
Charakteristik entstehen. Deshalb bemüht man sich in der Praxis, das Anspinnen möglichst
bei Produktionsgeschwindigkeit vorzunehmen. Um dabei zu einem erfolgreichen Anspinnen
und auch zu einem in Garn nicht störenden Ansetzer zu gelangen, müssen beim Anspinnen
für da. Rückliefern des Fadens in den Spinnrotor, für die Zuspeisung der Fasern und
das Einsetzen des Fadenabzuges aus dem Spinnrotor genaue Zeitverhältnisse eingehalten
werden. Die entsprechenden Aggregate laufen mit den für das Ansetzen bzw. für das
Spinnen gewählten Geschwindigkeiten und werden entsprechend dem zeitlichen Einsatz
gesteuert. Je nach der zu spinnenden Garnnummer ist beim Anspinnen auf das frühzeitige
Einsetzen der Speisung zu achten, damit die entsprechende Fasermenge im Rotor rechtzeitig
zur Verfügung steht, mit welcher das zurückzulieferende Fadenende entsprechenden Kontakt
finden kann, bevor der Fadenabzug einsetzt. Erfolgt der Fadenabzug zu spät, so wird
der Faden überdreht, und es entsteht ein Fadenbruch. Andererseits kann sich bei zu
kurzer Verweildauer das Fadenende im Spinnrotor nicht genügend mit dem Faserring verbinden,
so daß durch den plötzlich einsetzenden Fadenabzug ebenfalls ein Fadenbruch entsteht.
[0003] Gemäß einem gattungsgemäßen Verfahren wird der von der Spule abgezogene Faden zum
Anspinnen vor die Mündung des Fadenabzugsrohres gebracht (DE-OS 20 12 108). Sodann
wird der Anspinnfaden durch Rückdrehen der Spule unter Ausnützung des Spinnunterdruckes
in das Fadenabzugsrohr eingeführt und sofort bis in die Sammelrille des Spinnrotors
zurückgeliefert. Wegen der Trägheit der Spule ist auf diese Weise die Verweildauer
des Fadens im Spinnrotor recht größ, so daß - insbesondere bei höheren Rotordrehzahlen
- die Gefahr besteht, daß der Faden überdreht wird und ein Fadenbruch entsteht.
[0004] Es ist bekannt, den von der Spule abgezogenen Faden an einer geeigneten Stelle abzuschneiden
und das so erzeugte Fadenende in das Fadenabzugsrohr einzuführen, wobei das Fadenende
nicht in das Innere des Spinnrotors reicht (US-PS 4 022 011). Diese Verfahrensweise
ist nicht geeignet, gute und gleichmäßige Ansetzer zu erzeugen, da auf diese Weise
keine Fadenenden entstehen, die in definierter Länge eine Verbindung mit den in den
Spinnrotor eingespeisten Fasern eingehen insbesondere, wenn Spinnrotoren mit unterschiedlichen
Durchmessern zur Verwendung kommen.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen,
die diese Nachteile vermeiden und gute Ansetzer bei hoher Spinngeschwindigkeit ermöglichen.
[0006] Zur Lösung der Aufgabe wird erfindungsgemäß der Faden auf eine solche Länge gebracht
wird, daß das dem Fadenabzugsrohr unter Bildung der Fadenreserve zugeführte Fadenende
bis vor die Mündung des Fadenabzugsrohres reicht, und daß das Fadenende aus dieser
Stellung zum Einführen in die Spinnvorrichtung durch Rücklieferung um eine bestimmte
Wegstrecke in eine Bereitschaftsstellung innerhalb des Fadenabzugsrohres gebracht
wird, wobei diese Wegstrecke in Abhängigkeit vom Durchmesser der Fasersammelfläche
der Offenend-Spinnvorrichtung bestimmt wird.
[0007] Die Rücklieferzeit des Fadens für die Kontaktaufnahme mit den Fasern im Spinnrotor
ist auf diese Weise stets gleich, so daß für die Kontaktfindung des Fadenendes unabhängig
vom Durchmesser der Fasersammelfläche stets die gleichen Bedingungen vorgegeben sind.
Dies führt zu einer wesentlich vereinfachten und präzisen Zeitsteuerung und erlaubt
das Ansetzen selbst bei hoher Spinngeschwindigkeit. Es werden präzise Ansetzer von
hoher Qualität erreicht.
[0008] Vorzugsweise beginnt der Abzug des wiederangesponnenen Fadens in einem zeitlich bestimmbaren
Abstand zum Auflösen der Fadenreserve, so daß eine Anpassung an verschiedene Materialien
etc. möglich ist.
[0009] Die Bereitstellung des Fadenendes für das Anspinnen erfolgt vorteilhafterweise dadurch,
daß die Rücklieferung in die Bereitschaftsstellung durch erneute Rück lieferung von
der Spule erfolgt.
[0010] Um eine besonders rasche Freigabe der Fadenreserve zu ermöglichen, erfolgt dieses
Freigeben der Fadenreserve vorzugsweise durch Abwerfen des Fadens.
[0011] Durch die Maßnahme, daß der Faden nach Beendigung der Rücklieferung bis zum Einsetzen
des normalen Spinnabzuges in einer größeren Entfernung von der Offenend-Spinnvorrichtung
als dieser Spinnabzug einem Hilfsabzug unterworfen wird, kann sich die für das Ansetzen
im Faden notwendige Drehung individuell dem Faden anpassen. Der Fadenabzug setzt weich
ein, wodurch das Anspinnen bei hohen Spinngeschwindigkeiten ebenfalls begünstigt wird.
Die Fadenbruchzahlen beim Anspinnen werden herabgesetzt, und die Reißfestigkeit im
Ansetzer wird wesentlich erhöht.
[0012] Der Hilfsabzug kann erfindungsgemäß - je nach Konstruktion der Anspinnvorrichtung
- unabhängig vom Aufwinden oder auch ausschließlich durch die Spule erfolgen. Nach
einer kurzen Zeit, die ausreicht, daß der Hilfsabzug seine volle Geschwindigkeit erreicht,
wird der Faden an das Abzugswalzenpaar übergeben. Da der Faden zu diesem Zeitpunkt
bereits mit voller Geschwindigkeit von der Offenend-Spinnvorrichtung abgezogen wird,
gibt es hierbei keinen Geschwindigkeitssprung, so daß auch zu diesem Zeitpunkt die
Gefahr von Fadenbrüchen nicht besteht.
[0013] Zum Kompensieren der unterschiedlichen Spulendurchmesser und der hierdurch bedingten
unterschiedlichen Spulenmitnahme ist vorteilhalfterweise vorgesehen, daß der Anpreßdruck
zwischen Spule und Spulenantrieb mit wachsendem Spulendurchmesser erhöht wird.
[0014] Zweckmäßigerweise ist vorgesehen, daß derAnlauf des Fadenabzuges bei einer geringeren
in der Offenend-Spinnvorrichtung wirksamen Fasermenge sanfter und bei einer größeren
in der Offenend-Spinnvorrichtung wirksamen Fasermenge stärker beschleunigt wird. Dadurch
ist im Augenblick des Einsetzens des Fadenabzuges weniger Fasermaterial in der Offenend-Spinnvorrichtung
erforderlich, d.h. die Verweilzeit zwischen Ende der Rücklieferung und Beginn des
Fadenabzuges kann kürzer gehalten werden, so daß die sonst zu einer Dickstelle in
der Fadenstärke führende übermäßige Fasermenge in der Offenend-Spinnstelle vermieden
werden kann, während gleichzeitig infolge der richtigen Drehungsfortpflanzung in die
Offenend-Spinnvorrichtung die Garnfestigkeit gegenüber den bisher auf übliche Weise
erzeugten Fadenansetzern nicht abfällt.
[0015] Gemäß einem besonders vorteilhaften Verfahren wird vor dem Wiederanspinnen der Druckroller
des Abzugswalzenpaares von der angetriebenen Walze abgehoben, der Faden nach dem Ablängen
dem Abzugsrohr vorgelegt, so daß der Faden einen gekrümmten Verlauf über die angetriebene
Walze nimmt, und zum Einsetzen des normalen Spinnabzuges wieder aufgesetzt, wenn die
Spule die volle Spulgeschwindigkeit erreicht hat. Hierdurch läßt sich ein präzises
und garnschonendes Einsetzen des Fadenabzuges erzielen, wobei eine Steuerung des Druckrollers
von einer Wartungsvorrichtung aus, die längs einer Vielzahl von Offenend-Spinnstellen
verfahrbar ist, eine besonders wirtschaftliche Vorrichtung ermöglicht.
[0016] Vorzugsweise wird zum Anspinnen vorgesehen, daß der Druckroller des Abzugswalzenpaares
von der angetriebenen Walze abgehoben wird, daß ferner die Spule vom Hauptantrieb
freigegeben wird, daß anschließend der Faden bei gleichzeitiger Rückdrehung der Spule
von dieser abgezogen, über ein Abwurforgan geführt, auf eine definierte Länge gebracht,
sodann das beschnittene Fadenende vor die Mündung des Fadenabzugsrohres gebracht und
dadurch zwischen die angetriebene Walze und den Druckroller des Abzugswalzenpaares
gelangt und anschließend in die Bereitschaftsstellung im Fadenabzugsrohr zurückgeliefert
wird, woraufhin das Abwurforgan den Faden abwirft, der nun durch den in der Spinnvorrichtung
herrschenden Unterdruck auf die Fasersammelfläche geliefert wird, daß anschließend
der neu gesponnene Faden von der Fasersammelfläche mit zunehmender Geschwindigkeit
abgezogen wird und daß schließlich nach Erreichen der vollen Spulgeschwindigkeit die
Spule auf den Hauptantrieb abgesenkt und der Druckroller wieder auf die angetriebene
Walze des Abzugswalzenpaares aufgesetzt wird. Dies ermöglicht nicht nur ein sicheres
Anspinnen unabhängig von den jeweiligen Spinnbedinungen, sondern darüber hinaus auch
ein kontrolliertes und garnschonendes Wiederabziehen des neu gesponnenen Fadens.
[0017] Zur Durchführung des Verfahrens ist erfindungsgemäß eine auf den Durchmesser der
Fasersammelfläche einstellbare Längenmeßvorrichtung für das Rückliefern des Fadenendes
in eine Bereitschaftsstellung innerhalb des Fadenabzugsrohres vorgesehen, so daß unabhängig
vom Durchmesser der Fasersammelfläche stets der gleiche Weg der Anspinnrücklieferung
erzielt wird.
[0018] Die Längenmeßvorrichtung hat die Aufgabe, den Faden in eine vorbestimmte Bereitschaftsstellung
zu bringen, während das Abwurforgan es dem Faden ermöglicht, in Kontakt mit den der
Offenend-Spinnvorrichtung zugeführten Fasern zu gelangen. Um stets konstante Anspinnrücklieferungen
durch das Fadenabwurforgan und um damit auch konstante Anspinnbedingungen zu schaffen,
auch wenn die Offenend-Spinnvorrichtung mit Fasersammelfächen unterschiedlicher Durchmesser
betreibbar ist, ist die Längenmeßvorrichtung auf den jeweils gewählten Durchmesser
der Fasersammelfläche des Spinnorganes einstellbar.
[0019] Hierdurch läßt sich auf einfache Weise die Anspinnrücklieferung auch für unterschiedliche
Durchmesser der Fasersammelfläche einstellen.
[0020] Um zu ermäglichen, daß sich die in der Anspinnphase entstehende Drehuhg auf eine
größere Länge des Fadens verteilen kann, ist in vorteilhafter Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes
eine Hilfsabzugsvorrichtung vorgesehen, die in größerer Entfernung von der Offenend-Spinnvorrichtung
angeordnet ist als das Abzugswalzenpaar. Hierdurch wird das Anspinnen bei besonders
hohen Drehzahlen des Spinnorganes ermöglicht.
[0021] Gemäß einer zweckmäßigen Ausbildung des Erfindungsgegenstandes ist die Hilfsabzugsvorrichtung
als Hiifsabzugswaizenpaar ausgebildet, was besonders vorteilhaft ist im Zusammenhang
mit einer den Ansetzer ersetzenden Fadenverbindungsvorrichtung, weshalb in weiterer
Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes zwischen dem Abzugswalzenpaar und dem Hilfsabzugswalzenpaar
eine Fadenverbindungsvorrichtung in den Fadenlauf bringbar ist.
[0022] Gemäß einer bevorzugten Ausführung des Erfindungsgegenstandes wird die Hilfsabzugsvorrichtung
durch die Spule und eine in beiden Drehrichtungen antreibbare Antriebsrolle gebildet,
wobei der Antrieb der Antriebsrolle zweckmäßigerweise in Anpassung an den in der Offenend-Spinnvorrichtung
wirksamen Anlauf der Fasereinspeisung einstellbar ist Diese Vorrichtung ermöglicht
es, den Fadenabzug so auf die volle Geschwindigkeit hochzufahren, daß Geschwindigkeitsssprünge
vermieden werden, so daß die Gefahr von Fadenbrüchen nicht besteht.
[0023] Zur Vermeidung starker Eindrückkanten kann erfindungsgemäß die Antriebsrolle einen
aus einem weichen Material, vorzugsweise Weichgummi, bestehenden Mantel tragen.
[0024] Durch die Maßnahme, daß der Antriebsrolle eine Anpreßvorrichtung zugeordnet ist,
durch welche die Antriebsrolle bei wachsendem Spulendurchmesser mit zunehmendem Anpreßdruck
gegen die Spule gedrückt wird, kann erreicht werden, daß unabhängig vom Spulendurchmesser
eine stets gleiche Spulenbeschleunigung erzielt wird.
[0025] Wird vorgesehen, daß die Antriebsrolle auf der der Spulwalze abgewandten Seite gegen
die Spule gepreßt wird, so erhält man je nach Größe der Spule unterschiedliche Stellungen
der Antriebsrolle beim Antreiben der Spule, so daß sich jeweils der augenblickliche
Durchmesser der Spule auswirkt.
[0026] Eine kompakte Ausbildung des Spulenhilfsantriebes wird erfindungsgemäß dadurch erzielt,
daß die Antriebsrolle von einem Schwenkarm getragen wird, auf den eine Torsionsfeder
einwirkt. Durch entsprechende Wahl der Kenndaten der Federkonstanten, Abmessungen
und Vorspannung können unabhängig vom Spulendurchmesser stets gleiche Anspinnverhältnisse
erzielt werden.
[0027] Um verschiedene während des Anspinnens arbeitende Elemente von ein und demselben
Antrieb aus steuern zu können, ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen,
daß die Antriebsrolle von einem Schwenkarm getragen wird, dessen Antrieb eine drehbare
Nockenscheibe sowie ein verstellbares Zwischengestänge zwischen Nockenscheibe und
Schwenkarm aufweist. Das Zwischengesstänge ermöglicht auf besonders einfache Weise
eine Justierung des Schwenkarmes.
[0028] Vorteilhafterweise ist ein Hubelement vorgesehen, das zwischen Spulwalze und Spule
einschiebbar ist, und eine auf die Spulenarme zur Einwirkung bringbare Stützeinrichtung,
die nach Rückziehen des Hubelementes einen stets gleichen Abstand zwischen der Umfangsfläche
der Spule und der Spulwalze sichert. Hierdurch wird die Spule bei Auftreten eines
Fadenbruches sofort von der Spulwalze abgehoben. Dies kann so rasch geschehen, daß
das Ende des gebrochenen Fadens die Spule gar nicht mehr erreicht und frei von der
Spule herabhängt. Das Aufnehmen des Fadens für die Rücklieferung ist somit besonders
einfach. Aber auch dann, wenn der Faden auf die Spule gelangt, kann er hier leicht
aufgenommen werden beim späteren Rückdrehen der Spule, da durch das rasche Stillsetzen
der Spule verhindert wird, daß der Faden fest in die Spule eingewalzt wird. Das Hubelement
ist dabei so ausgebildet, daß zwischen der Spule und der Spulwalze ein definierterAbstand
gebildet wird, so daß sich auf die Arbeitsstellung der Antriebsrolle, welche mit der
der Spulwalze abgewandten Seite der Spule zusammenarbeitet, der augenblickliche Durchmesser
der Spule auswirkt.
[0029] Bei einer bevorzugten mechano-elektrischen Ausführung des Erfindungsgegenstandes
weist die Stützeinrichtung einen durch einen steuerbaren Antrieb verschwenkbaren Antriebshebel
sowie einen auf diesem angeordneten und zwischen zwei Endstellungen verschwenkbaren
Stützhebel auf, der durch ein elastisches Element in Richtung zur Spule beaufschlagt
und dadurch in seine erste Endstellung und bei Auflaufen auf einen der beiden Spulenarme
in seine zweite Endstellung bringbar ist, der eine Schaltvorrichtung zur Beendigung
der Schwenkbewegung des Antriebshebels zugeordnet ist. Bei einer solchen Ausbildung
der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird eine Schaltvorrichtung mechanisch betätigt.
Außerdem wird mit Hilfe der vorgenannten erfindungsgemäßen Vorrichtung erreicht, daß
trotz unterschiedlicher Stellungen der Spulenarme diese von der Stützeinrichtung stets
so abgestützt werden, daß der stets gleiche Abstand zwischen den Umfangsflächen der
Spule und der Hauptantriebswalze sichergestellt ist, so daß das Hubelement zurückgezogen
werden und die Stützfunktion der Stützeinrichtung überlassen kann. Zweckmäßigerweise
werden die Endstellung des Stützhebels durch zwei am Antriebshebel angebrachte Anschläge
festgelegt. Gemäß einer bevorzugten Ausführung des Erfindungsgegenstandes ist der
steuerbare Antrieb für den Antriebshebel als elektrischer Motor und die Schaltvorrichtung
als ein auf dem Antriebshebel angeordneter elektrischer Schalter ausgebildet, welcher
bei Betätigung durch den Stützhebel die Stromzufuhr zum Motor unterbricht.
[0030] Besonders vorteilhaft ist bei einer Offenend-Spinnmaschine mit einer Vielzahl von
Offenend-Spinneinrichtungen eine Ausbildung, gemäß welcher der Druckroller, der von
einer längs einer Vielzahl von Offenend-Spinnvorrichtungen verfahrbaren Wartungsvorrichtung
aus von der angetriebenen Abzugswalze abhebbar und auf die angetriebene Abzugswalze
wieder aufsetzbar ist. Auf diese Weise läßt sich eine wenig aufwendige, für das erfindungsgemäße
Anspinnen geeignete Vorrichtung schaffen.
[0031] Der Anmeldegegenstand schafft die Voraussetzungen dafür, daß auch bei hohen Rotorgeschwindigkeiten
sicher angesponnen werden kann, so daß eine genaue zeitliche Abstimmung des Ansetzvorganges
an die Hochlaufkurve des Spinnrotors nicht erforderlich ist. Hierdurch wird eine wesentliche
Vereinfachung der Steuerung erreicht, die große zeitliche Toleranzen zuläßt und somit
leicht zu beherrschen ist.
[0032] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der nachstehenden Beschreibung
und mehrerer in Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert. Es zieigen:
Figur 1 den Erfindungsgegenstand in schematischer Seitenansicht,
Figur 2 eine Abwandlung eines Details der in Figur 1 gezeigten Vorrichtung in der
Draufsicht, und
Figur 3 und 4 eine weitere Abwandlung des Erfindungsgegenstandes in zwei verschiedenen
Arbeitsphasen in schematischer Seitenansicht.
[0033] Zunächst werden die Vorrichtung und das Verfahren anhand der Figur 1 erläutert. In
dieser Abbildung sind die wesentlichen Teile einer nach dem Offenend-Spinnverfahren
arbeitenden Spinnmaschine 1 wiedergegeben, soweit sie zum Verständnis der Erläuterung
erforderlich sind. Diese Teile sind in der Praxis in der Regel auf die Spinnmaschine
1 und eine längs der Spinnmaschine 1 verfahrbare Wartungsvorrichtung 2 verteilt, doch
ist es auch möglich, alle gezeigten Elemente auf der Spinnmaschine 1 selber vorzusehen
und auf die Wartungsvorrichtung 2 zu verzichten, insbesondere bei Testmaschinen mit
einer oder nur wenigen Spinnstellen.
[0034] Die abgebildete Spinnmaschine 1 weist eine Vielzahl von Spinnstellen auf, von denen
Figur 1 allerdings lediglich eine Spinnstelle zeigt. Pro Spinnstelle ist eine Offenend-Spinnvorrichtung
mit einem in einem Gehäuse 10 angeordneten Spinnelement, ein Abzugswalzenpaar 13 sowie
eine Spulvorrichtung 30 vorgesehen. In der gezeigten Ausführungsform dient beispielsweise
als Spinnelement ein Spinnrotor 11, der einen Faden 3 erzeugt, welcher nach dem Einbinden
von auf übliche Weise mit Hilfe einer Faserliefervorrichtung und einer Auflösevorrichtung
- z.B. in Form einerAuflösewalze - dem Spinnelement zugeführten Fasern mit Hilfe des
Abzugswalzenpaares 13 durch ein Abzugsrohr 12 aus dem Gehäuse 10 abgezogen wird. Im
Fadenlauf zwischen Gehäuse 10 und Abzugswalzenpaar 13 ist ein Fadenwächter 36 angeordnet.
[0035] Zum Aufwinden des Fadens 3 weist die Spinnmaschine 1 eine Spulvorrichtung 30 auf,
die im wesentlichen eine Hauptantriebswalze 31 zum Antreiben der von zwei schwenkbaren
Spulenarmen 32 auswechselbar aufgenommenen Spule 33 besitzt. Die Spulenarme 32 sind
um eine Achse 34 schwenkbar.
[0036] Zum Ausgleich der beim Changieren des Fadens 3 schwankenden Fadenspannung ist in
bekannter Weise im Fadenlauf zwischen dem Abzugswalzenpaar 13 und der Spule 33 ein
Fadenspannungsausgleichsbügel 14 angeordnet.
[0037] An der Spinnmaschine 1 ist ferner pro Spinnstelle ein Teil einer Spulenhubeinrichtung
4 bildendes Hubelelement 40 vorgesehen, das durch Einschieben zwischen die Hauptantriebswalze
31 und die Spule 33 letztere um einen bestimmten Wert a von der Hauptantriebswalze
31 abhebt, so daß ein durch die Stärke des Hubelementes 40 definierter Abstand a zwischen
den Umfangsflächen der Spule 33 und der Hauptantriebswalze 31 gebildet wird.
[0038] Auf der Wartungsvorrichtung 2 ist ein Saugrohr 20 angeordnet, das an die Unterseite
der von der Hauptantriebswalze 31 abgehobenen Spule 33 bringbar ist, um dort das Ende
eines gerissenen Fadens 3 aufnehmen zu können. Das Saugrohr 20 besitzt eine gekröpfte
Form und weist auf seiner der Spinnmaschine 1 zugewandten Seite einen Längsschlitz
(nicht gezeigt) auf, so daß der Faden 3 bei zunehmendem Eintreten in das Saugrohr
20 diesen Schlitz in Form einer Sehne teilweise wieder verlassen kann.
[0039] Die Wartungsvorrichtung 2 trägt ferner ein Hilfswalzenpaar 21, das von einem um eine
Achse 22 schwenkbaren Hebel 23 so getragen wird, daß das Hilfswalzenpaar 21 den sehnenartig
zum Saugrohr 20 angeordneten Faden 3 ergreifen und dem Abzugsrohr 12 zuführen kann.
[0040] Außerdem ist auf der Wartungsvorrichtung 2 ein Spulenhilfsantrieb 5 angeordnet. Der
Spulenhilfsantrieb 5 besitzt einen Schwenkarm 50, der auf einer Achse 51 schwenkbar
gelagert ist und an seinem freien Ende eine Rolle 52 trägt, die auf nichtgezeigte
Weise von einem nichtgezeigten Antrieb aus wahlweise in der einen oder anderen Richtung
angetrieben werden kann. Die Rolle 52 ist von einem aus Weichgummi oder einem anderen
weichen Material bestehenden Mantel 53 umgeben.
[0041] Auf der Wartungsvorrichtung 2 ist ferner ein Schwenkantrieb 6 für den Schwenkarm
50 angeordnet, der in der gezeigten Ausführung eine von einem Motor 60 angetriebene
Nockenwelle 61 aufweist, auf welchem eine Nockenscheibe 62 angeordnet ist. Auf einer
von der Wartungsvorrichtung 2 getragenen Achse 63 ist schwenkbar ein zweiarmiger Hebel
64 gelagert, an dessen einem Ende die Nockenscheibe 62 angreifen kann und mit dessen
anderem Ende ein Stellglied 65 verbunden ist. Diese Stellglied 65, dessen freies Ende
mit dem Schwenkarm 50 verbunden ist, besteht in der gezeigten Ausführung aus zwei
Bolzen 66 und 67, die gegenläufige Gewinde aufweisen und auf denen eine Gewindehülse
68 mit gegenläufigen Gewinden aufgeschraubt ist, so daß durch Drehen der Gewindehülse
68 der Abstand zwischen dem Hebel 64 und dem Schwenkarm 50 geändert werden kann. Auf
diese Weise ist eine genaue Justierung des Hebels 64 zum Schwenkarm 50 möglich. Die
Nockenscheibe 62 bewirkt bei entsprechender Stellung ein Abheben der Rolle 52 von
der Spule 33, während eine am Schwenkarm 50 angreifende Zugfeder 7 bewirkt, daß der
Schwenkarm 50 sich bei Freigabe des Hebels 64 durch die Nockenscheibe 62 an der Spule
33 abstützt.
[0042] Am Spulenarm 32 ist ein zusätzlicher Arm 35 angebracht, mit welchem eine Stützeinrichtung
8 zusammenarbeiten kann. In der gezeigten Ausführung besteht die Stützeinrichtung
8 im wesentlichen aus einem schwenkbar gelagerten Antriebshebel 80, an dessen freiem
Ende ein Stützhebel 81 angelenkt ist. Dieser zweiarmige Stützhebel 81 ist zwischen
zwei am Antriebshebel 80 angebrachten Anschlägen 82 und 83 bewegbar und wird mittels
eines als Druckfeder 84 ausgebildeten elastischen Elementes, das sich mit seinem einen
Ende am Antriebshebel 80 und mit seinem anderen Ende am Stützhebel 81 abstützt, so
beaufschlagt, daß sich der Stützhebel 81 normalerweise am Anschlag 82 abstützt. Am
Antriebshebel 80 ist ein Schalter 85 so vorgesehen, daß der Stützhebel 81 bei Anlage
am Anschlag 83 diesen Schalter 85 betätigt, ohne sich am Schaltergehäuse abzustützen.
Der Schalter 85 ist elektrisch mit einem Motor 86 verbunden, der als Schwenkantrieb
für den Antriebshebel 80 dient und bei Stillsetzen den Antriebshebel 80 in seiner
gegenwärtigen Position sichert. Der Motor 86 ist mit einer Steuereinrichtung 9 verbunden,
die auch mit dem Motor 60 in Verbindung steht.
[0043] Die vorstehend im Aufbau beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt:
Wenn ein Fadenbruch auftritt, so löst dieser über den Fadenwächter 36 die Beendigung
der Faserzufuhr in den Spinnrotor 11 sowie ein Abheben der Spule 33 von der Hauptantriebswalze
31 dadurch aus, daß das den wesentlichen Bestandteil der Spulenhubeinrichtung 4 bildende
Hubelement 40 zwischen Spule 33 und Hauptantriebswalze 31 geschoben wird. Die Aufwindung
des Fadens 3 auf die Spule 33 wird somit äußerst rasch unterbrochen, je nach Aufwindegeschwindigkeit
oftmals sogar, bevor das Fadenende die Spule 33 erreicht hat. Durch Einschieben des
Hubelementes 40 zwischen Hauptantriebswalze 31 und Spule 33 bildet die Spulenhubeinrichtung
4 einen genau definierten Abstand a zwischen den Umfangsflächen der Spule 33 und der
Hauptantriebswalze 31, wobei dieserAstand der Stärke des Hubelementes 40 zwischen
Spule 33 und Hauptantriebswalze 31 entspricht.
[0044] Durch die auch nach Stillsetzen der Faserliefervorichtung weiterlaufende (nichtgezeigte)
Auflösewalze wird der in den Arbeitsbereich derAuflösewalze ragende Faserbart abgefräst
und zusammen mit den in der Garnitur der Auflösewalze befindlichen Fasern dem Spinnrotor
11 zugeführt.
[0045] Von dem erwähnten Fadenwächter 36 wird auf bekannte Weise ein Signal ausgelöst, das
entweder die Wartungsvorrichtung 2 herbeiruft oder welches bewirkt, daß die stetig
umlaufende Wartungsvorrichtung 2 an der gestörten Spinnstelle anhält, um den Fadenbruch
zu beheben.
[0046] Wenn die Wartungsvorrichtung 2 an der betroffenen Spinnstelle ihre Arbeitsstellung
eingenommen hat, so wird von der Steuereinrichtung 9 aus eine nichtgezeigte Rotorreinigungsvorrichtung
vorübergehend eingeschaltet, wodurch die sich im Spinnrotor 11 befindlichen Fasern
in an sich bekannter Weise aus diesem entfernt werden. Weiterhin wird auf nichtgezeigte
Weise von der Wartungsvorrichtung 2 aus der Druckroller des Abzugswalzenpaares 13
von der angetriebenen Walze abgehoben. Außerdem wird mit Hilfe des Motors 86 der Antriebshebel
80 mit dem Stützhebel 81 aufwärts geschwenkt. Bei dieser Bewegung gelangt der am Anschlag
82 anliegende Stützhebel 81 zur Anlage am Arm 35 des Spulenarmes 32. Dadurch wird
der Stützhebel 81 relativ zum Antriebshebel 80 entgegen der Wirkung der Druckfeder
84 verschwenkt, bis er sich an den Anschlag 83 anlegt. In dieser Position betätigt
der Stützhebel 81 den Schalter 85, der hierdurch geöffnet wird und somit die Stromzufuhr
zum Motor 86 unterbricht. Die Hubbewegung des Antriebshebels 80 wird somit beendet
und dieser Hebel in der gegenwärtigen Position fixiert. Jetzt wird von der Steuereinrichtung
9 aus bewirkt, daß das Hubelement 40 zurückgezogen wird, so daß dieser die Spule 33
freigibt. Dies kann durch mechanische Einwirkung von der Wartungsvorrichtung 2 aus
auf das Hubelement 40 geschehen oder durch Betätigung eines nichtgezeigten elektrischen
Elementes, das diese Rückbeziehung bewirkt. Trotz des Rückzuges des Hubelementes 40
bleibt jedoch die Spule 33 in ihrer gegenwärtigen Position, da sie durch den Stützhebel
81 abgestützt wird.
[0047] Nach Freigabe der Spule 33 durch das Hubelement 40 bewirkt die Steuereinrichtung
9 auf nichtgezeigte Weise, daß das Saugrohr 20 in die Fadenaufnahmestellung gebracht
wird. In dieser Stellung befindet sich das Saugrohr 20 an der Unterseite der Spule
33, so daß der Abstand zwischen Saugrohr 20 und Spule 33 unabhängig vom Spulendurchmesser
im wesentlichen stets gleich ist. Außerdem schaltet die Steuereinrichtung 9 den Motor
60 ein, der eine Drehung der Nockenwelle 61 bewirkt. Die Nockenscheibe 62 gibt auf
diese Weise den Hebel 64 frei, so daß durch Einwirkung der Zugfeder 7 auf den Schwenkarm
50 die Rolle 52 zur Anlage an die Spule 33 gebracht wird. Je nach Größe der Spule
33 ist hierbei die Zugfeder 7 mehr oder weniger stark gespannt, so daß bei größerem
Spulendurchmesser die Anpreßkraft der Rolle 52 an die Spule 33 größer ist als bei
kleinerem Spulendurchmesser. Wenn somit jetzt die Rolle 52 über nichtgezeigte Antriebsmittel
zur Rücklieferung des Fadens 3 angetrieben wird, so bewirkt dieser unterschiedliche
Anpreßdruck eine Kompensierung der Massenträgheit und vermeidet einen sonst wegen
der unterschiedlichen Massen der Spule 33 auftretenden unterschiedlichen Schlupf.
[0048] Während des Rückdrehens der Spule 33 wird der Faden 3, der durch das rasche Stillsetzen
der Spule 33 mit Hilfe des Hubelementes 40 nur lose auf dem Spulenumfang liegt, in
das Saugrohr 20 gesaugt, wobei er im Verlauf des Absaugens infolge der gekröpften
Form des Saugrohres 20 in Form einer Sehne teilweise aus dem Saugrohr 20 wieder austritt.
Nachdem eine ausreichende Fadenlänge in das Saugrohr 20 gelangt ist, wird durch Steuerung
von der Steuereinrichtung 9 aus die Rücklieferung des Fadens 3 unterbrochen und das
Saugrohr20 in seine gestrichelt dargestellte Position gebracht. Anschließend wird
das Hilfswalzenpaar 21 aus einer Ruhestellung aus um die Achse 22 verschwenkt, wobei
dieses Hilfswalzenpaar 21 den Lauf des in den Schlitz des Saugrohres 20 eintretenden
Fadens 3 passiert. Durch übliche, nichtgezeigte Mittel wird der Faden auf der der
Spule 33 abgewandten Seite des Hilfswalzenpaares 21 abgetrennt und das Hilfswalzenpaar
vor die Mündung des Abzugsrohres 12 geschwenkt. Der Spinnrotor 11 oder ein anderes
Offenend-Spinnelement ist inzwischen wieder in Drehung versetzt und die Faserspeisung
auf die Fasersammelfläche ist wieder eingeschaltet worden. In geeigneter zeitlicher
Abstimmung hierzu wird der Faden 3 erneut durch Drehen von Spule 33 und Hilfswalzenpaar
21 zurückgeliefert, bis er die Fasersammelfläche des Spinnrotors 11 oder eines anderen
Offenend-Spinnelementes erreicht, woraufhin die Klemmung des Hilfswalzenpaares 21
aufgehoben wird, beispielsweise durch Abheben der weiter von der Achse 22 angeordneten
Walze von der näher zur Achse 22 angeordneten Walze. Hierdurch wird der Faden 3 vom
Hilfswalzenpaar 21 freigegeben. Das Hilfswalzenpaar 21 kehrt nun in seine Ruhestellung
zurück. Nach Freigabe des Fadens 3 durch das Hiifswaizenpaar 21 wird die Rolle 52
in umgekehrter Richtung angetrieben, so daß der Faden 3 aus dem Spinnrotor 11 abgezogen
wird. Der Faden 3 wird somit in dieser Anspinnphase ausschließlich durch die Spule
33 aus dem Spinnrotor 11 abgezogen.
[0049] Wie geschildert, wird der Antrieb der Faserliefervorrichtung zu einem auf das Rückliefern
und erneute Abziehen des Fadens 3 abgestimmten Augenblick eingeschaltet. Da sich zunächst
die zuvor geleerte Garnitur der Auflösewalze wieder füllen muß, bis der volle Faserfluß
in den Spinnrotor 11 gelangen kann, ergibt sich im Hinblick auf den Spinnrotor 11
ein weiches Wirksamwerden der Faserlieferung. Entsprechend diesem Wirksamwerden der
Faserlieferung soll auch der Fadenabzug "weich" wirksam werden, um einen Ansetzer
hoher Festigkeit zu gewährleisten und um andererseits einen übermäßig großen Sprung
in der Fadenspannung und damit Fadenbrüche zu vermeiden. Die Rolle 52 wird somit in
einer auf das Wirksamwerden der Faserlieferung im Spinnrotor 11 abgestimmten Relation
auf die normale Spulgeschwindigkeit beschleunigt, wobei der unvermeidbare Schlupf
der Spule 33 bei der Beschleunigung der Rolle 52 berücksichtigt wird. Wie erwähnt,
wird der Schlupf durch Wahl einer entsprechenden Federkonstanten, Länge und Spannung
derZugfeder 7 unabhängig vom jeweiligen Spulendurchmesser so gehalten, daß er sich
nicht oder lediglich innerhalb tolerierbarer Grenzen verfälschend auf die Fadenabzugsgeschwindigkeitauswirkt.
Wenn die Spule 33 die volle Spulgeschwindigkeit erreicht hat, werden die Spule 33
durch Verschwenken des Antriebshebels 80 auf die Hauptantriebswalze 31 abgesenkt und
durch Einwirkung der Nockenscheibe 62 auf den Hebel 64 die Rolle 52 von der Spule
33 abgehoben. Fernerwird der Druckroller des Abzugswalzenpaares 13 von der Wartungsvorrichtung
2 freigegeben. Somit erfolgen, wenn der Fadenwächter 36 nicht ein Mißlingen der Fadenbruchbehebung
anzeigt, der Fadenabzug und die Aufwindung des Fadens 3 auf die Spule 33 wieder unabhängig
von der Wartungsvorrichtung 2 durch die Spinnmaschine 1 selber. Die Fadenbruchbehebung,
deren sämtliche Arbeitsschritte durch die Steuereinrichtung 9 der Wartungsvorrichtung
2 gesteuert werden, ist somit abgeschlossen.
[0050] Das beschriebene Verfahren ist nicht auf das gezeigte Ausführungsbeispiel beschränkt.
Auch die Vorrichtung kann Abwandlungen im Rahmen technischer Äquivalente oder anderen
Kombinationen von Merkmalen erfahren.
[0051] Wie erwähnt, ist dem Hilfswalzenpaar 21 in üblicher Weise eine Fadentrennvorrichtung
zugeordnet, die den Faden 3 auf eine bestimmte Länge bringt. Außerdem ist dem Hilfswalzenpaar
21 in bekannterweise eine Rückliefermeßvorrichtung zugeordnet, welche die Anzahl Drehungen
des Hilfswalzenpaares 21 und somit die Rückliefermenge des Fadens 3 festlegt.
[0052] Wie Figur 1 in gestrichelter Darstellung zeigt, kann im Fadenlauf zwischen dem Abzugswalzenpaar
13 und der Spule 33 ein den Faden 3 umlenkendes Abwurforgan 25 vorgesehen sein.
[0053] Beim Absaugen des Fadens 3 von der Spule 33 gelangt der Faden 3 auf das Abwurforgan
25. Wenn der Faden 3 nach dem Ablängen auf ein vorgegebenes Maß anschließend mit Hilfe
des Hilfswalzenpaares 21 dem Abzugsrohr 12 vorgelegt und zugeführt wird, nimmt der
Faden 3 einen gekrümmten Verlauf. Durch die erwähnte Rückliefermeßeinrichtung - welche
beispielsweise als Zeitglied ausgebildet ist, das die Dauer der Stromzufuhr zum Antriebsmotor
des Hilfswalzenpaares 21 steuert - wird das Hilfswalzenpaar 21 um eine vorgegebene
Anzahl Drehungen in Rücklieferrichtung angetrieben. Hierdurch erreicht das Fadenende
im Fadenabzugsrohr 12 eine genau definierte Stellung, welche in Figur 1 als Stellung
B
1 gekennzeichnet ist. In dieser Stellung B
1 befindet sich das Fadenende zwischen den beiden Enden des Fadenabzugsrohres 12, wo
es durch den in der Spinnvorrichtung wirkenden Unterdruck sicher gehalten wird. Diese
Stellung B
1 ist so gewählt, daß dessen Abstand längs dem Fadenabzugsweg im wesentlichen gleich
groß ist wie die zusätzliche Fadenstrecke, die sich durch die Umlenkung durch das
Abzugsorgan 25 im Vergleich zum normalen Fadenverlauf zwischen dem Abzugswalzenpaar
13 und der Spule 33 ergibt.
[0054] Das Hilfswalzenpaar 21 gibt nun den Faden 3 frei und kann somit aus dem Bereich der
Mündung des Abzugsrohres 12 weggeschwenkt werden. Zum Anspinnen wirft nun das Abwurforgan
25 den Faden 3 ab, dessen Ende aus der Bereitschaftsstellung B
1 bis in den Bereich der Fasersammelfläche des als Beispiel gewählten Spinnrotors 11
gelangt, wo es die inzwischen eingespeisten Fasern einbindet. In zeitlicher Abstimmung
mit dem Fadenabwurf durch das Abwurforgan 25 setzt nun der Anspinnabzug durch die
Spule 33 ein.
[0055] Die freigegebene Fadenlänge hat, wie erwähnt, im wesentlichen dieselbe Länge, wie
die Entfernung der Bereitschaftsstellung B, längs des Fadenabzugsweges von der Sammelfläche
- d.h. Sammelrille des Spinnrotors 11 - beträgt; dabei ist jedoch in der abgeworfenen
Fadenreserve zu berücksichtigen, daß das Fadenende sich zum Aufbrechen und Einbinden
des Faserringes über eine gewisse Länge des Umfanges in der Sammelrille des Spinnrotors
ablegen können muß. Durch die Freigabe des Fadens 3 sowohl durch das H ilfswalzen
paar 21 als auch durch das Abwurforgan 25 wird der Faden 3 allein durch den in der
Offenend-Spinnvorrichtung wirkenden Unterdruck in den Spinnrotor 11 rückgeliefert.
Je nach den Eigenschaften des Fadens 3 erfolgt dieses Rückliefern unterschiedlich
rasch, wobei sich gezeigt hat, daß Fäden, die eine höhere Drehung aufnehmen können,
ehe es zum Abdrehen im Spinnrotor 11 kommt, diesem Unterdruck rascher folgen als Fäden,
die unelastischer sind und daher mehr zum Überdrehen und Abdrehen neigen. Hierdurch
ergibt sich eine gewisse selbsttätige Anpassung des Anspinnvorganges an die Garneigenschaften,
was die Anspinnsicherheit erhöht.
[0056] Bei Offenend-Spinnmaschinen, in denen Spinnelemente mit unterschiedlichen Durchmessern
ihrer Sammelflächen Anwendung finden können, ist vorgesehen, daß die Rückliefermeßvorrichtung
in Abhängigkeit vom jeweils gewählten Durchmesser eingestellt werden kann. Wenn beispielsweise
die Rückliefermeßvorrichtung als digital einstellbares Zeitrelais ausgebildet ist,
so genügt es, entsprechend dem gewählten Durchmesser die entsprechende Zeit als Digitalwert
vorzugeben, wodurch die Arbeitszeit des Antriebsmotors für das Hilfswalzenpaar 21
und damit auch der Rücklieferweg des Fadens 3 festgelegt wird.
[0057] In Figur 1 ist gestrichelt ein Spinnrotor 110 gezeigt, der im Vergleich zum Spinnrotor
11 einen größeren Durchmesser aufweist. Damit unabhängig von diesem Durchmesser stets
dergleiche, durch das Abwurforgan 25 erzielte Weg der Anspinnrück lieferung vorgesehen
werden kann, wird das Zeitrelais auf eine dem größeren Rotordurchmesser angepaßte,
höhere Zeit eingestellt, so daß das Hilfswalzenpaar 21 den Faden 3 bis in die Bereitschaftsstellung
B
2 liefert. Die eigentliche Anspinnrücklieferung erfolgt auch hier wieder durch das
beschriebene Abwurforgan 25.
[0058] Prinzipiell ist es zwar nicht erforderlich, daß das Abwurforgan 25 bereits vor der
Rücklieferung des Fadens 3 durch das Hilfswalzenpaar 21 in seine Arbeitsstellung gelangt,
doch erspart dies eine mit dem Aufbau der Fadenreserve durch das Abwurforgan 25 synchronisierte
Rücklieferung von der Spule 33, die notwendig ist, wenn das Abwurforgan 25 die Reservelänge
erst zu einem späteren Zeitpunkt aufbaut.
[0059] Wie vorstehend beschrieben, ist es für das Verfahren wesentlich, daß die Drehung
sich während der Anspinnphase von dem Fadenabschnitt aus, in dem die Drehung entsteht,
vorübergehend weiter als während des normalen Spinnvorganges in den dem Spinnrotor
11 abgewandten Teil des Fadens 3 fortpflanzen kann. Hierzu ist es erforderlich, die
Kräfte, die einen Drallstop bewirken könnten, auf der der Spule 33 zugewandten Seite
des erwähnten Fadenabschnittes kleiner zu halten als auf der dem Spinnrotor 11 zugewandten
Seite dieses Fadenabschnittes und so weit, wie dies konstruktiv möglich ist, zur Spule
33 zu verschieben. Dies kann dadurch geschehen, daß Umlenkpunkte für den Faden 3 während
der Anspinnphase beseitigt oder wenigstens so abgeschwächt werden, daß sie keinen
Drehungsstop bilden. Das kann z.B. so erfolgen, daß das Abzugswalzenpaar 13 oder deren
angetriebene Walze während des Anspinnens aus dem Fadenlauf weggeschwenkt wird. Wenn
durch Abheben der Druckwalze von der angetriebenen Walze des Abzugswalzenpaares 13
die Fadenklemmung aufgehoben wird, so kann sich die Drehung in Richtung zur Spule
nahezu ungehindert fortpflanzen, während die Drehungsfortpflanzung in den Spinnrotor
11 durch die Umlenkkante an der dem Spinnrotor 11 zugewandten Mündung des Abzugsrohres
12 erschwert wird.
[0060] Der Hilfsabzug für den Anspinnvorgang erfolgt in der zuvor beschriebenen Ausführung
ausschließlich durch individuelles Antreiben der Spule 33, doch ist es auch denkbar,
diesen Hilfsabzug unabhängig von der Spule 33 vorzunehmen. So kann beispielsweise
von der Wartungsvorrichtung 2 aus für den Anspinnabzug ein zusätzliches Hilfsabzugswalzenpaar900
in Nähe der Spule 33 in den Fadenlauf gebracht werden. Allerdings ist das Abziehen
des Fadens 3 in der Anspinnphase ausschließlich durch die Spule 33 besonders vorteilhaft,
da auf diese Weise für den Anspinnabzug keine zusätzlichen Elemente benötigt werden,
sondern eine entsprechende Wahl des beispielsweise als Zugfeder 7 ausgebildeten elastischen
Elementes hierfür genügt.
[0061] Anhand der Figuren 3 und 4 wird nachstehend eine derartige Abwandlung mit einem Hilfsabzugswalzenpaar
900 geschildert. Da eine solche Ausführung insbesondere dann zweckmäßig ist, wenn
sie in Verbindung mit einer Fadenverbindungsvorrichtung 97 (z.B. Knoter, Spleißvorrichtung
etc.) Anwendung findet, mit deren Hilfe die beim Anspinnen erzeugte Fadenverbindung
(Ansetzer) durch eine andere Art der Fadenverbindung ersetzt wird, wird diese Abwandlung
im Zusammenhang mit einer solchen Fadenverbindungsvorrichtung 97 beschrieben.
[0062] Das Hilfsabzugswalzenpaar 900 - das auf der dem Spinnrotor 11 abgewandten Seite des
Abzugswalzenpaares 13 vorgesehen ist - befindet sich in dem gezeigten Ausführungsbeispiel,
ebenso wie die nachstehend beschriebenen verschiedenen Elemente, auf der Wartungsvorrichtung
2 und kann bei Bedarf in seine Arbeitsstellung gebracht werden. Der Faden 3 wird in
das Hilfsabzugswalzenpaar, wenn sich dieses in Nähe des Laufes des in das Saugrohr
20 abgesaugten Fadens befindet, mit Hilfe nichtgezeigter und für derartige Zwecke
üblicher Mittel eingelegt. Auf der dem Spinnrotor 11 abgewandten Seite des Hilfsabzugswalzenpaares
900 ist die Mündung 91 einer Fadenabsaugvorrichtung 90 in den Fadenlauf bringbar,
so daß sie bei Nachlassen der Spannung im Fadenabschnitt zwischen Hilfsabzugswalzenpaar
900 und Spule 33 den überschüssigen Faden aufnehmen kann. Der Mündung 91 dieser Fadenabsaugvorrichtung
90 ist eine Schneidvorrichtung 92 zugeordnet, die auf geeignete Weise gesteuert werden
kann. Die Schneidvorrichtung 92 ist in der gezeigten Ausführung auf einem um eine
Achse 93 schwenkbaren Arm 94 angeordnet, doch ist es auch möglich, diese Vorrichtung
vor der Mündung 91 an der Fadenabsaugvorrichtung 90 zu befestigen. Auf der der Mündung
91 abgewandten Seite der Schneidvorrichtung 92 befindet sich ferner eine Fadenklemme
95, die in der gezeigten Ausführung gemeinsam mit der Schneidvorrichtung 92 mit Hilfe
eines Elektromagneten 96 betätigt wird.
[0063] Die bereits erwähnte und beispielsweise als Knoter ausgebildete Fadenverbindungsvorrichtung
97 ist im Fadenlauf zwischen dem Abzugswalzenpaar 13 und dem Hilfsabzugswalzenpaar
900 angeordnet. Zwischen dem Abzugswalzenpaar 13 und der Fadenverbindungsvorrichtung
97 befindet sich eine Fadenspeichervorrichtung 98. Des weiteren ist zwischen der Fadenverbindungsvorrichtung
97 und dem Hilfsabzugswalzenpaar 900 ein Umlenkorgan 99 vorgesehen, das den sich zur
Spule 33 erstreckenden Faden zusammen mit einer Saugdüse 24 auf einem genau definierten
Fadenlauf hält. Diese Saugdüse 24 ist aus einer Fadenaufnahmestellung, in welchersie
den sich von der Spule 33 zur Fadenklemme 95 erstreckenden Fadenabschnitt aufnimmt,
in die in Figur 4 gezeigte Stellung bringbar.
[0064] Die in den Figuren 3 und 4 gezeigte Vorrichtung arbeitet wie folgt:
Bei Auftreten eines Fadenbruches wird in der Weise, wie dies am Beispiel der Figur
1 erörtert wurde, die betreffende Offenend-Spinnvorrichtung stillgesetzt und die Wartungsvorrichtung
2 in die Anspinnstellung gebracht. Auch das Vorbereiten und Absaugen des Fadens 3
in das Saugrohr 20 erfolgen in der beschriebenen Weise. Wenn eine ausreichende Fadenlänge
in das Saugrohr 20 hineingesaugt wurde, so daß gewährleistet ist, daß der Faden 3
vom Saugrohr 20 sicher gehalten wird, wird der Faden 3 durch übliche, nichtgezeigte
Mittel in die Klemmlinie des in Nähe des Fadenlaufs befindlichen Hilfsabzugswalzenpaares
900 eingelegt. Der durch Rückdrehen der Spule 33 weiterhin abgewickelte Faden wird
nun von der sich in Nähe des Fadenlaufes zwischen Spule 33 und Hilfsbzugswalzenpaar
900 befindlichen Mündung 91 der Fadenabsaugvorrichtung 90 aufgenommen und in Form
einer Schleife 37 abgesaugt. Sowie eine für das Anspinnen ausreichende Fadenlänge
in die Fadenabsaugvorrichtung 90 abgesaugt worden ist, wird die Spule 33 stillgesetzt
und der Faden 38 zwischen Spule 33 und Mündung 91 mit Hilfe der Schneidvorrichtung
92 durchtrennt und durch die Fadenklemme 95 festgehalten.
[0065] Die Saugdüse 24 wird nun in den Bereich des Fadenlaufes zwischen Spule 33 und Fadenklemme
95 gebracht. Die Rückdrehung der Spule 33 wird fortgesetzt. Die Fadenklemme 95 gibt
den Faden 38 frei, der nun von der Saugdüse 24 aufgenommen wird. Wenn die von der
Saugdüse 24 aufgenommene Fadenlänge ein sicheres Halten des Fadens 38 auch bei Verschwenken
der Saugdüse 24 gewährleistet, wird diese in eine Position kurz nach dem Abzugswalzenpaar
13 gebracht- in Richtung des Fadenabzugs aus dem Fadenabzugsrohr 12 gesehen. Sodann
wird das Fadenumlenkorgan 99 in den Lauf des Fadens zwischen der Spule 33 und der
Saugdüse 24 geschwenkt, wodurch der Faden 38 umgelenkt wird.
[0066] Unabhängig hiervon wird der sich von der Fadensaugvorrichtung 90 zum Saugrohr 20
erstreckende und in das Hilfsabzugswalzenpaar 900 eingelegte Faden 3 vom Hilfswalzenpaar
21 aufgenommen, auf die für das Anspinnen erforderliche Länge gebracht und dem Absaugrohr
12 zugeführt. Das Hilfswalzenpaar 21 und das Hilfsabzugswalzenpaar 900 werden nun
gleichzeitig und synchron zurückgedreht, so daß der Faden 3 in den Spinnrotor 11 zurückgeliefert
wird. Sodann wird die Klemmung des Hilfswalzenpaares 21 aufgehoben, woraufhin dieses
Hilfswalzenpaar 21 in seine Ausgangsstellung zurückkehren kann. Die Klemmung des Hilfsabzugswalzenpaares
900, dessen Drehrichtung nun umgekehrt wird, bleibt jedoch aufrechterhalten. Durch
die Drehrichtungsumkehr dieses Hilfsabzugswalzenpaares 900 wird der Faden 3 wieder
aus dem Spinnrotor 11 abgezogen. Der Faden 3 wird hierbei der Fadenabsaugvorrichtung
90 zugeführt, die den gesponnenen Faden 3 aufnimmt.
[0067] Ebenso wie beim Anspinnabzug durch die Spule 33 wird auch hier der Faden 3 in der
Anspinnphase auf einer sehr großen Länge freigegeben. Die durch den mit voller Drehzahl
rotierenden Spinnrotor 11 erzeugten Drehungen im Faden 3 können sich somit auf einer
großen Länge verteilen, so daß der Widerstand gegenüber der Drehungsfortpflanzung
bis auf die Sammelfläche (Sammelrille), der durch die Fadenumlenkung an der dem Spinnrotor
11 zugewandten Mündung des Fadenabzugsrohres 12 erzeugt wird, eine wesentlich längere
Zeit ausreicht, um eine übermäßige Drehung in dem in Spinnrotor 11 befindlichen Fadenabschnitt
zu verhindern. Innerhalb bestimmter Maximalgrenzen kann so je nach Größe des Abstandes
des Hilfsabzugswalzenpaares 900 vom Fadenabzugsrohr 12 eine mehr oder weniger große
Drehzahl des Spinnrotors 11 gewählt werden.
[0068] Die Saugdüse 24 und das Umlenkorgan 99 nehmen in bezug auf den Lauf des durch das
Hilfsabzugswalzenpaar 900 aus dem Spinnrotor 11 abgezogenen Fadens eine solche Stellung
ein, daß der Fadenabschnitt zwischen Saugdüse 24 und Umlenkorgan 99 im wesentlichen
parallel zum Fadenabschnitt zwischen Fadenabzugsrohr 12 und Hilfsabzugswalzenpaar
900 verläuft. Die Spule 33 wird nun stillgesetzt.
[0069] Sodann wird der Fadenspeicher 98 in den Lauf des durch das Hilfsabzugswalzenpaar
900 aus dem Fadenabzugsrohr 12 abgezogenen Fadens geschwenkt. Anschließend wird die
Fadenverbindungsvorrichtung 97 in den Lauf der Fäden 3 und 38 gebracht. Während der
Fadenverbindungsvorgang durchgeführt wird, müssen in seinem Arbeitsbereich beide Fäden
3 und 38 stillgesetzt sein. Dies geschieht dadurch, daß die vom Spinnrotor 11 nachgelieferte
Fadenmenge vom Fadenspeicher 98 zwischengespeichert wird, während der Faden 38 durch
Stillsetzen der Spule 33 ohnehin nicht bewegt wird. Im Verlaufe des Fadenverbindungsvorganges
werden die beiden sich zur Fadenabsaugvorrichtung 90 und zur Absaugdüse 24 erstreckenden
Fäden abgeschnitten und abgeführt.
[0070] Nach Beendigung des Vorganges der Fadenverbindung gibt die Fadenverbindungsvorrichtung
97 den sich nun wieder vom Spinnrotor 11 zur Spule erstreckenden Faden frei. Die Spule
33 wird auf die Hauptantriebswalze 31 abgesenkt und von dieser erneut angetrieben,
wobei sich der Fadenspeicher 98 allmählich wieder entleert. Auch das Umlenkorgan 99
gibt nun den Faden wieder frei, so daß dieser den für die Produktion üblichen Fadenlauf
wieder einnimmt.
[0071] Soll die anhand der Figuren 3 und 4 beschriebene Vorrichtung Anwendung finden, ohne
daß derAnsetzer durch eine andere Art einer Fadenverbindung ersetzt werden soll, so
werden die Schneidvorrichtung 92 und die Fadenklemme 95 nicht betätigt. Gleichzeitig
mit dem Einsetzen des Anspinnabzuges durch das Hilfsabzugswalzenpaar 900 oder kurz
darauf wird die Spule 33 wieder zur Anlage an die Hauptantriebswalze 31 gebracht und
in zeitgerechterAbstimmung hierzu in an sich bekannter Weise der Faden vom Hilfsabzugswalzenpaar
900 freigegeben.
[0072] Bei niedrigen Arbeitsgeschwindigkeiten kann die Abzugshochlaufgeschwindigkeit frei
gewählt werden; bei hohen Fadenabzugsgeschwindigkeiten jedoch ist es aus den bereits
geschilderten Gründen zweckmäßig, wenn die Hochlaufkurve an die im Spinnrotor 11 wirksame
Hochlaufkurve der Faserspeisung angepaßt ist.
[0073] Beim Antreiben eines Hilfsabzugswalzenpaares 900 gemäß den Figuren 3 und 4 ist das
Einhalten einer bestimmten Hochlaufkurve kein Problem, da die anzutreibenden Massen
dieses Walzenpaares stets konstant sind.
[0074] Um beim Anspinnabzug durch die Spule 33 definierte Schlupfverhältnisse zu erzielen,
ist es erforderlich, daß zum Abheben der Spule 33 von der Hauptantriebswalze 31 und
zum Antreiben der Spule separate Einrichtungen vorgesehen sind. Prinzipiell ist es
dabei möglich, daß die Spulenhubeinrichtung 4 dabei am Spulenarm 32 bzw. einem an
diesem angebrachten Arm 35 angreift und gleichzeitig die Stützeinrichtung 8 bildet,
d.h. die Spule 33 mit ihrer gedachten Achse während der gesamten Fadenbruchbehebung
in einer bestimmten Abhebeposition hält. Auch hierbei ändert sich entsprechend der
Spulengröße die Position des Schwenkarmes 50 des Spulenhilfsantriebes 5, so daß auch
hier die Zugfeder 7 in Abhängigkeit vom Spulendurchmesser eine unterschiedliche Rollenanpreßkraft
erzeugt. Allerdings wirkt sich bei einer solchen Ausbildung lediglich der Radius der
Spule 33, also deren halber Durchmesser, auf die Zugfeder 7 aus.
[0075] Wenn der Spule 33 eine Lichtschrankenüberwachung zugeordnet ist, so kann mitderen
Hilfe auch ein solches Abheben der Spule 33 bewirkt werden, daß der Abstand a zwischen
dem Umfang der Spule 33 und dem Umfang der Hauptantriebswalze 31 unabhängig von dem
Spulendurchmesser stets gleich ist. Auf diese Weise kann, ebenso wie bei dem anhand
der Abbildung 1 beschriebenen Ausführungsbeispiel, der ganze Durchmesser der Spule
33 für die Änderung der Federspannung ausgenutzt werden.
[0076] Eine solche Lichtschrankenüberwachung kann auch dann Anwendung finden, wenn eine
Stützeinrichtung 8 vorgesehen ist, diese aber nicht separate Antriebs- und Stützhebel
aufweist.
[0077] Wenn eine Stützeinrichtung 8 vorgesehen ist mit separatem Antriebs- und Stützhebel
(80 und 81), so ist eine Schaltvorrichtung vorgesehen, die in der gezeigten Ausführung
als Schalter 85 ausgebildet ist. Falls gewünscht, kann an deren Stelle auch ein Schaltgestänge
vorgesehen sein, das eine Abkupplung des Antriebshebels 80 vom Motor 86 und seine
Fixierung (beispielsweise mit Hilfe einer Klinke) in seiner augenblicklichen Position
bewirkt. Auch können die Anschläge 82 und 83 wahlweise am Antriebshebel 80 oder am
Stützhebel 81 angeordnet oder auch auf beide Hebel aufgeteilt sein.
[0078] Die Stützeinrichtung 8 muß sich nicht an einem zusätzlichen Arm 35 des Spulenarmes
32 abstützen, sondern kann auch an diesem selber oder einer Verlängerung desselben
angreifen.
[0079] Auch die Ausbildung des dem Schwenkarm 50 zugeordneten elastischen Elementes kann
von der Abbildung abweichend sein. So ist es durchaus möglich, anstelle einer Feder
einen hydraulischen oder pneumatischen Kolben vorzusehen. Statt einer Zugfeder 7 kann
auch eine Druckfeder Anwendung finden. Figur 2 zeigt eine weitere Abwandlung der Vorrichtung,
bei welchem eine Torsionsfeder 70 vorgesehen ist, deren einer Schenkel 71 sich am
Schwenkarm 50 und deren anderer Schenkel 72 sich an einem die Achse 51 des Schwenkarmes
50 aufnehmenden Lager 54 abstützt. Wie Figur 2 zeigt, ist eine solche Ausführung besonders
kompakt.
[0080] Die Rolle 52 besitzt in der beschriebenen Ausführung einen Mantel 53 aus Weichgummi
oder einem anderen Material. Hierdurch wird eine Vergrößerung der Anlagefläche der
Rolle 52 auf der Spule 33 erreicht, da der Mantel 53 danach trachtet, dem auf ihn
einwirkenden Auflagedruck seitlich auszuweichen. Die Rolle 52 kann dabei trotz guter
Antriebsmitnahme sogar eine glatte Oberfläche aufweisen, so daß das auf der Spule
33 aufgewickelte Material schonend behandelt wird im Vergleich beispielsweise zu einer
ganz aus Metall bestehenden und am Umfang mit einer Riffelung oder dgl. versehenen
Rolle, die natürlich auch möglich ist.
[0081] Der Antrieb der verschiedenen Elemente - wie Saugrohr 20, Schwenkarm 50 und Antriebshebel
80 oder die angesprochenen, nicht gezeigten Elemente - kann auf verschiedene Weise
erfolgen, beispielsweise mit Hilfe von pneumatischen oder hydraulischen Kolben. Die
gezeigte Ausbildung mit einem einstellbaren Zwischengestänge 64,65,66,67,68 ist besonders
vorteilhaft, wenn der Motor 60 über die Nockenwelle 61 verschiedene Nockenscheiben
62 antreibt, beispielsweise für die Bewegung des Saugrohres 20 und/oder für das Verschwenken
des Hilfswalzenpaares 21 und/oder für das Abheben des Druckrollers von der angetriebenen
Walze des Abzugswalzenpaares 13. In diesem Fall ermöglicht das Zwischengestänge 64,
65, 66, 67, 68 auf eine besonders einfache Weise eine Anpassung der einzelnen Antriebe
an die Arbeitsbedingungen, insbesondere wenn hierbei möglichst gleiche Dimensionen
der Einzelteile dieses Zwischengestänges vorgesehen werden sollen.
[0082] Es ist ferner möglich, eine andere Richtung des Materialflusses vorzusehen, wobei
die Arbeitselemente in von der Zeichnung abweichender, entsprechend angepaßter Anordnung
vorzusehen sind.
1. Verfahren zum Anspinnen einer Offenend-Spinnvorrichtung, bei welchem der Faden
von einer Spule abgezogen, abgeschnitten und das Fadenende unter Bildung einer Fadenreserve
in das Fadenabzugsrohr eingeführt wird, wobei das Fadenende nicht in das Innere des
Spinnrotors reicht, und das Fadenende durch Auflösen der Fadenreserve zum Anspinnen
bis auf die Fasersammelfläche des Spinnrotors zurückgeliefert wird, von wo der wieder
angesponnene Faden abgezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Faden auf eine
solche Länge gebracht wird, daß das dem Fadenabzugsrohr unter Bildung der Fadenreserve
zugeführte Fadenende bis vor die Mündung des Fadenabzugsrohres reicht, und daß das
Fadenende aus dieser Stellung zum Einführen in die Spinnvorrichtung durch Rücklieferung
um eine bestimmte Wegstrecke in eine Bereitschaftsstellung innerhalb des Fadenabzugsrohres
gebracht wird, wobei diese Wegstrecke in Abhängigkeit vom Durchmesser der Fasersammelfläche
der Offenend-Spinnvorrichtung bestimmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abzug des wiederangesponnenen
Fadens in einem zeitlich bestimmbaren Abstand zum Auflösen der Fadenreserve beginnt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückliefe rung
in die Bereitschaftsstellung
durch erneute Rücklieferung von der Spule erfolgt.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Freigeben der Fadenreserve durch Abwerfen des Fadens erfolgt.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Faden nach Beendigung der Rücklieferung bis zum Einsetzen des normalen Spinnabzuges
in einer größeren Entfernung von der Offenend-Spinnvorrichtung als dieser Spinnabzug
Hilfsabzug unterworfen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsabzug unabhängig
vom Aufwinden des Fadens erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsabzug ausschließlich
durch die Spule erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Anpreßdruck zwischen
Spule und Spulenantrieb mit wachsendem Spulendurchmesser erhöht wird.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der Anlauf des Fadenabzuges bei einer geringeren in der Offenend-Spinnvorrichtung
wirksamen Fasermenge sanfter und bei einer größeren in der Offenend-Spinnvorrichtung
wirksamen Fasermenge stärker beschleunigt wird.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, zum Anspinnen einer
Offenend-Spinnvorrichtung, welche ein Abzugswalzenpaar mit einem Druckroller und einer
angetriebenen Walze aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Wiederanspinnen
der Druckroller des Abzugswalzenpaares von der angetriebenen Walze abgehoben, der
Faden nach dem Ablängen dem Abzugsrohr vorgelegt wird, so daß der Faden einen gekrümmten
Verlauf über die angetriebene Walze nimmt, und zum Einsetzen des normalen Spinnabzuges
wieder ausgesetzt wird, wenn die Spule die volle Spulgeschwindigkeit erreicht hat.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckroller von einer
Wartungsvorrichtung aus gesteuert wird, die längs einer Vielzahl von Offenend-Spinnstellen
verfahrbar ist.
12. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11 zum Anspinnen einer
Offenend-Spinnvorrichtung, welche ein Abzugswalzenpaar mit einem Druckroller und einer
angetriebenen Walze, einen Hauptantrieb für die Spule sowie ein Abwurforgan aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Druckroller des Abzugswalzenpaares von der angetriebenen
Walze abgehoben wird, daß ferner die Spule vom Hauptantrieb freigegeben wird, daß
anschließend der Faden bei gleichzeitiger Rückdrehung der Spule von dieser abgezogen,
über ein Abwurforgan geführt, auf eine definierte Länge gebracht, sodann das beschnittene
Fadenende vor die Mündung des Fadenabzugsrohres gebracht und dadurch zwischen die
angetriebene Walze und den Druckroller des Abzugswalzenpaares gelangt und anschließend
in die Bereitschaftsstellung im Fadenabzugsrohr zurückgeliefertwird, woraufhin das
Abwurforgan den Faden abwirft, der nun durch den in der Spinnvorrichtung herrschenden
Unterdruck auf die Fasersammelfläche geliefert wird, daß anschließend der neu gesponnene
Faden von der Fasersammelfläche mit zunehmender Geschwindigkeit abgezogen wird und
daß schließlich nach Erreichen der vollen Spulgeschwindigkeit die Spule auf den Hauptantrieb
abgesenkt und der Druckroller wieder auf die angetriebene Walze des Abzugswalzenpaares
aufgesetzt wird.
13. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 12, mit einem zwischen Spinnvorrichtung und Spule (33) angeordneten, den Faden
(3) umlenkenden Fadenabwurforgan (25), gekennzeichnet durch eine auf den Durchmesser
der Fasersammelfläche einstellbare Längenmeßvorrichtung für das Rückliefern des Fadenendes
in eine Bereitschaftsstellung innerhalb des Fadenabzugsrohres, so daß unabhängig vom
Durchmesser der Fasersammelfläche stets der gleiche Weg der Anspinnrücklieferung erzielt
wird.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch eine Hilfsabzugsvorrichtung
(33, 900), die in größerer Entfernung von der Offenend-Spinnvorrichtung (10,11) angeordnet
ist als das Abzugswalzenpaar (13).
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsabzugsvorrichtung
durch ein Hilfsabzugswalzenpaar (900) gebildet wird.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Abzugswalzenpaar
(13) und dem Hilfsabzugswalzenpaar (900) eine Fadenverbindungsvorrichtung (97) in
den Fadenlauf bringbar ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsabzugsvorrichtung
durch die Spule (33) und eine in beiden Drehrichtungen antreibbare Antriebsrolle (52)
gebildet wird.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Antriebsrolle
(52) in Anpassung an den in der Offenend-Spinnvorrichtung wirksamen Anlauf der Fasereinspeisung
einstellbar ist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsrolle
(52) einen aus einem weichen Material, vorzugsweise Weichgummi, bestehenden Mantel
(53) trägt.
20. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet,
daß der Antriebsrolle (52) eine Anpreßvorrichtung (7, 70) zugeordnet ist, durch welche
die Antriebsrolle (52) bei wachsendem Spulendurchmesser mit zunehmendem Anpreßdruck
gegen die Spule (33) gedrückt wird.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsrolle (52)
auf der der Spulwalze (31) abgewandten Seite gegen die Spule (33) gepreßt wird.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsrolle (52)
von einem Schwenkarm (50) getragen wird, auf den eine Torsionsfeder (70) einwirkt.
23. Vorrichtung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsrolle
(52) von einem Schwenkarm (50) getragen wird, dessen Antrieb eine drehbare Nockenscheibe
(62) sowie ein verstellbares Zwischengestänge (64, 65, 66, 67, 68) zwischen Nockenscheibe
(62) und Schwenkarm (50) aufweist.
24. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 13 bis 23, gekennzeichnet durch
ein Hubelement (40), das zwischen Spulwalze (31) und Spule (33) einschiebbar ist,
und eine auf die Spulenarme (32) zur Einwirkung bringbare Stützeinrichtung (8), die
nach Rückziehen des Hubelementes (40) einen stets gleichen Abstand (a) zwischen der
Umfangsfläche der Spule (33) und der Spulwalze (31) sichert.
25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützeinrichtung
(8) einen durch einen steuerbaren Antrieb (86) verschwenkbaren Antriebshebel (80)
sowie einen auf diesem angeordneten und zwischen zwei Endstellungen verschwenkbaren
Stützhebel (81) aufweist, der durch ein elastisches Element (84) in Richtung zur Spule
(33) beaufschlagt und dadurch in seine erste Endstellung (82) und bei Auflaufen auf
einen der beiden Spulenarme (32) in seine zweite Endstellung (83) bringbar ist, der
eine Schaltvorrichtung (85) zur Beendigung der Schwenkbewegung des Antriebshebels
(80) zugeordnet ist.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Endstellungen des
Stützhebels (81) durch zwei am Antriebshebel (80) angebrachte Anschläge (82, 83) festgelegt
werden.
27. Vorrichtung nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, daß der steuerbare
Antrieb für den Antriebshebel (80) als elektrischer Motor (86) und die Schaltvorrichtung
als ein auf dem Antriebshebel (80) angeordneter Schalter (85) ausgebildet sind, welcher
bei Betätigung die Stromzufuhr zum Motor (86) unterbricht.
28. Vorrichtung nach einem oder mehreren derAnsprüche 13 bis 27, gekennzeichnet durch
einen Druckroller, der von einer längs einer Veilzahl von Offenend-Spinnvorrichtungen
verfahrbaren Wartungsvorrichtung (2) aus von der angetriebenen Abzugswalze abhebbar
und auf die angetriebene Abzugswalze wieder aufsetzbar ist.
1. Method for joining a thread in an open-end spinning apparatus, in which the thread
is drawn off of a bobbin, is cut, and the thread end is brought, while forming a thread
reserve, into the thread draw-off tube, the thread end not extending into the interior
of the spinning rotor, and the thread end is delivered back by releasing the thread
reserve onto the fibre collecting surface of the spinning rotor, from where the newly
joined thread is drawn off, characterized in that, the thread is brought to a length
such that the thread end fed to the thread draw-off tube extends, while forming the
thread reserve, to the area in front of the mouth of the thread draw-off tube, and
that the thread end, from this position, for introduction into the spinning apparatus,
by a predetermined distance is brought into a readiness position inside the thread
draw-off tube, this distance being predetermined in dependence upon the diameter of
the fibre collecting surface of the open-end spinning apparatus.
2. Method according to claim 1, characterized in that the draw-off process of the
newly joined thread begins, with respect to the releasing of the thread reserve, at
a definable period of time.
3. Method according to claim 1 or 2, characterized in that the backdelivery into the
readiness position is realised by newly back-delivering from the bobbin.
4. Method according to one or more of claims 1 to 3, characterized in that releasing
of the thread reserve is realised by throwing-off the thread.
5. Method according to one or more of claims 1 to 4, characterized in that, after
termination of the thread backdelivery until the beginning of the normal spinning
draw-off process, the thread is subjected to an auxiliary draw-off process at a greater
distance from the open-end spinning apparatus that this spinning draw-off process.
6. Method according to claim 5, characterised in that the auxiliary draw-off process
occurs independently of the winding of the thread.
7. Method according to claim 5, characterized in that the auxiliary draw-off process
occurs exclusively by means of the bobbin.
8. Method according to claim 7, characterized in that the contact pressure between
bobbin and bobbin drive is increased as the bobbin diameter increases.
9. Method according to one or more of claims 5 to 8, characterized in that the running-up
of the thread draw-off is accelerated more softly when a smaller amount of fibres
is effective in the open-end spinning apparatus and more vigorously when a greater
amount of fibres is effective in the open-end spinning apparatus.
10. Method according to one or more of claims 1 to 9, for joining a thread in an open-end
spinning apparatus having a pair of draw-off rollers with a pressure roller and a
driven roller, characterized in that before joining the pressure roller of the pair
of draw-off rollers is lifted off of the driven roller, in that the thread after having
been cut to a defined length is presented to the draw-off tube so that the thread
has a curved path over the driven roller, and in that the pressure roller is again
brought to contact the driven roller for initiating the normal spinning draw-off process
when the bobbin has reached the full winding speed.
11. Method accoring to claim 10, characterized in that the pressure roller is controlled
by a servicing apparatus which may be moved along a plurality of open-end spinning
devices.
12. Method according to one or more of claims 1 to 11, for joining a thread in an
open-end spinning apparatus, having a pair of draw-off rollers with a pressure roller
and a driven roller, a main drive for the bobbin as well as a throw-off member, characterized
in that the pressure roller of the pair of draw-off roller is lifted off of the driven
roller, in that furtheron the bobbin is released by the main drive, in that thereafter
the thread by simultaneously back-rotating the bobbin is drawn off therefrom, guided
via a throw-off member, brought to a defined length, in that then the cut thread end
is brought into the area in front of the thread draw-off tube and thereby comes to
lie between the driven roller and the pressure roller of the pair of draw-off rollers
and is thereafter returned into the readiness position in the thread draw-off tube
whereupon the throw-off member throws off the thread which now is fed to the fibre
collecting surface by means of the underpressure existing in the spinning apparatus,
in that subsequently the newly spun thread is drawn off the fibre collecting surface
with increasing speed and in that finally, after the bobbin has reached the full winding
speed, the bobbin is lowered to contact the main drive and the pressure roller is
again put onto the driven roller of the pair of draw-off rollers.
13. Apparatus for performing the method as claimed in one or more of claims 1 to 12,
with a thread throw-off member (25) which is disposed between the spinning apparatus
and the bobbin (33) and beflects the thread (3), characterized by a length measuring
apparatus for returning the thread end into a readiness position within the thread
draw-off tube which apparatus is adjus- tabe to the diameter of the fibre collection
surface, so that independently upon the diameter of the fiber collecting surface always
the same length of the piecing back-delivery is obtained.
14. Apparatus according to claim 13, characterized by an auxiliary draw-off apparatus
(33, 900) being arranged at a greater distance from the open- end spinning apparatus
(10, 11) than the pair of draw-off rollers (13).
15. Apparatus according to claim 14, characterized in that the auxiliary draw-off
apparatus is formed by an auxiliary pair of draw-off rollers (900).
16. Apparatus according to claim 15, characterized in that a thread connection apparatus
(97) can be brought into the thread path between the pair of draw-off rollers (13)
and the auxiliary pair of draw-off rollers (900).
17. Apparatus according to claim 14, characterized in that the auxiliary draw-off
apparatus is formed by the bobbin (33) and a drive roll (52) which can be driven in
both directions of rotation.
18. Apparatus according to claim 17, characterized in that the drive of the drive
roll (52) can be set so as to be adapted to the running-up of the fibre infeed effective
in the openend spinning apparatus.
19. Apparatus according to claim 17 or 18, characterized in that the drive roll (52)
bears a casing (53) consisting of a soft material, preferably soft rubber.
20. Apparatus according to one or more of claims 17 to 19, characterized in that a
pressing apparatus (7, 70) is associated with the drive roll (52), by means of which
pressing apparatus the drive roll (52) is urged with increasing contact pressure against
the bobbin (33) as the bobbin diameter increases.
21. Apparatus according to claim 20, characterized in that the drive roll (52) is
pressed against the bobbin (33) on the side remote from the bobbin roller (31).
22. Apparatus according to claim 21, characterized in that the drive roll (52) is
borne by a pivot arm (50) which is acted upon by a torsion spring (70).
23. Apparatus according to claim 21 or 22, characterized in that the drive roll (52)
is borne by a pivot arm (50), the drive of which comprises a rotatable cam disc (62)
and an adjustable intermediate lever system (64, 65, 66, 67, 68) between the cam disc
(62) and the pivot arm (50).
24. Apparatus according to one or more of claims 13 to 23, characterized by a lifting
element (40), which can be inserted between the bobbin roller (31) and the bobbin
(33), and a support device (8) adapted to act upon the bobbin arms (32) and, after
the lifting element (40) has been withdrawn, ensures a distance (a) which is always
the same between the peripheral face of the bobbin (33) and the bobbin roller (31).
25. Apparatus according claim 24, characterized in that the support device (8) comprises
a drive lever (80), which can be pivoted by a conrollable drive (86), as well as a
support lever (81) which is disposed on the drive lever (80) and can be pivoted between
two end positions, is acted upon by a resilient element (84) in the direction of the
bobbin (33) and can thereby be brought into its first end position (82) and, when
running up on one of the two bobbin arms (32), can be brought into its second end
position (83), with which a switching apparatus (85) is associated for terminating
the pivoting movement of the drive lever (80).
26. Apparatus according claim 25, characterized in that the end positions of the support
lever (81) are determined by two stops (82, 83) mounted on the drive lever (80).
27. Apparatus according to claim 25 or 26, characterized in that the controllable
drive for the drive lever (80) is constructed as an electric motor (86) and the switching
apparatus is constructed as a swith (85) which is disposed on the drive lever (80)
and interrupts the current supply to the motor (86) when actuated.
28. Apparatus according to one or more of claims 13 to 27, characterized by a pressure
roller which is adapted to be lifted off of the driven draw-off roller and to be put
again onto the driven draw-off roller by a servicing apparatus (2) which may be moved
along a plurality of open-end spinning devices.
1. Procédé pour amorcer la filature d'un dispositif de filature à fibres libérées
ou y effectuer le raccordement du fil, procédé selon lequel on retire le fil d'une
bobine, on le sectionne et l'on introduit l'extrémité de fil, avec formation d'une
réserve de fil, dans le tube de retrait de fil, l'extrémité de fil ne parvenant pas
à l'intérieur du rotor de filature, et, par libération de la réserve de fil on livre
en retour l'extrémité de fil pour la rattache jusqu'à la surface de collecte des fibres
sur le rotor de filature, d'où le fil raccordé ou filé à nouveau est retirée, procédé
caractérisé en ce qu'on met le fil à une longueurtelle que l'extrémité de fil, acheminée
au tube de retrait de fil avec formation d'une réserve de fil, parvienne jusque devant
le débouché du tube de retrait de fil, et en ce que l'extrémité de fil est portée,
de cette position, pour l'introduction dans le dispositif de filature par livraison
en retour sur un trajet déterminé, à une position de mise à disposition à l'intérieur
du tube de retrait de fil, le trajet étant déterminé en fonction du diamètre de la
surface de collecte de fibres du dispositif de filature à fibres libérées.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le retrait du fil raccordé
ou filé à nouveau commence dans un intervalle de temps déterminable par rapport à
la libération de la réserve de fil.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la livraison en retour
à la position de disposition a eu lieu par un nouveau mouvement vers l'arrière de
la bobine.
4. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que
la libération de la réserve de fil a lieu par largage du fil.
5. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que,
après achèvement du mouvement vers l'arrière jusqu'à l'établissement de la tension
de retrait normal de filature, le fil est soumis à un retrait auxiliaire effectué
à une plus grande distance du dispositif de filature à fibres libérées que dans le
cas de ce retrait pendant la filatute normale.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le retrait auxiliaire a
lieu indépendamment de l'enroulement du fil.
7. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le retrait auxiliaire a
lieu exclusivement à l'aide de la bobine.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que la pression d'appui entre
la bobine et l'entraînement de la bobine augmente avec l'augmentation du diamètre
de la bobine.
9. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que
le début du retrait de fil est accéléré plus doucement, dans le cas d'une plus faible
quantité de fibres actives dans le dispositif de filature à fibres libérées et est
plus fortement accéléré dans le cas d'une plus grande quantité de fibres actives présentes
dans le dispositif de filature à fibres libérées.
10. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 9, pour l'amorçage de la
filature d'un dispositif de filature à fibres libérées ou le raccordement du fil,
le dispositif présentant une paire de cylindres délivreurs avec un rouleau presseur
et un cylindre mené,, procédé caractérisé en ce que, avant la reprise de la filature,
le rouleau presseur de la paire des cylindres délivreurs est soulevé du cylindre mené,
le fil, après sa mise à longueur, est placé devant le tube de retrait de sorte que
le fil prend une allure incurvée au-dessus du cylindre mené et, pour l'établissement
du retrait normal du produit filé, ce rouleau presseur est redescendu ou appliqué
à nouveau quand la bobine a atteint sa pleine vitesse de bobinage.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que le rouleau presseur est
commandé à partir d'un dispositif de surveillance qui peut se déplacer le long d'un
grand nombre d'unités de filatute à fibres libérées.
12. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 11 pour raccorder le fil
et amorcer la filature d'un dispositif à fibres libérées, lequel présente une paire
de cylindres délivreurs avec un rouleau presseur et un cylindre mené, un entrai- nement
principal de la bobine et un organe de largage, procédé caractérisé en ce que le rouleau
presseur de la paire des cylindres délivreurs est soulevé pour l'éloigner du cylindre
mené, en ce qu'en outre la bobine est libérée de l'entraînement principal, en ce qu'ensuite
le fil est retiré de la bobine cependant que celle-ci effectue simultanément une rotation
en sens inverse, le fil est conduit au-dessus d'un organe de largage, il est mis à
une longueur bien définie, puis l'extrémité de fil découpée est placée devant l'embouchure
du tube de retrait de fil et parvient ainsi entre le cylindre mené et le rouleau presseur
de la paire de cylindres délivreurs et est ensuite soumis à un mouvement vers l'arrière
qui le fait passer à la position de disposition dans le tube de retrait de fil, puis
l'organe de largage lance le fil qui est alors fourni, sous l'effet de la dépression
régnant dans le dispositif de filature, à la surface collectrice de fibres ; en ce
qu'ensuite le fil nouvellement filé est retiré à vitesse croissante de la surface
collectrice des fibres et en ce qu'enfin, après que la bobine ait atteint sa pleine
vitesse de bobinage, la bobine est abaissée sur l'entraînement principal et le rouleau
presseur est appliqué à nouveau sur le cylindre mené de la paire de cylindres délivreurs.
13. Dispositif pour la mise en oeuvre du procédé selon une ou plusieurs des revendications
1 à 12, ce dispositif comportant un organe (25) de dégagement de fil, monté entre
le dispositif de filature et une bobine (33), pour dévier le fil (3), dispositif caractérisé
en ce qu'il comporte un dispositif de mesure de longueur réglable au diamètre de la
surface collectrice de fibres pour le mouvement vers l'arrière (ou la livraison en
retour) de l'extrémité de fil à une position de mise à disposition, à l'intérieur
du tube de retrait de fil, de sorte que l'on obtient toujours le même trajet de livraison
en retour pour le raccordement, indépendamment du diamètre de la surface collectrice
de fibres.
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'il comporte un dispositif
(33, 900) de retrait auxiliaire qui est situé à une plus grande distance du dispositif
(10, 11) de filature à fibres libérées que la paire (13) de cylindres délivreurs.
15. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que le dispositif de retrait
auxiliaire est formé par une paire (900) de cylindres délivreurs auxiliaires.
16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce qu'un dispositif (97)
de liaison de fil peut être amené sur le trajet du fil entre la paire (13) de cylindres
délivreurs et la paire (900) de cylindres délivreurs auxiliaires.
17. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que le dispositif de retrait
auxiliaire est formé par la bobine (33) et un rouleau (52) d'entraînement pouvant
être lui-même entraîné en rotation dans deux directions.
18. Dispositif selon la revendication 17, caractérisé en ce que l'entraînement du
rouleau (52) d'entraînement est réglable pour correspondre au démarrage actif de l'alimentation
en fibres du dispositif de filature à fibres libérées.
19. Dispositif selon la revendication 17 ou 18, caractérisé en ce que le rouleau (52)
d'entraînement porte une enveloppe (53) consistant en un matériau mou, avantageusement
un caoutchouc mou.
20. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 17 à 19, caractérisé en ce
qu'au rouleau (52) d'entraînement est associé un dispositif presseur (7, 70) qui,
lorsque le diamètre de bobine augmente, presse avec une force de pression accrue le
rouleau (52) d'entraînement contre la bobine (33).
21. Dispositif selon la revendication 20, caractérisé en ce que le rouleau (52) d'entraînement
est pressé contre la bobine (33) du côté éloigné du cylindre (31) porte-bobine.
22. Dispositif selon la revendication 21, caractérisé en ce que le rouleau (52) d'entraînement
est porté par un bras (50) pivotant sur lequel agit un ressort (70) de torsion.
23. Dispositif selon la revendication 21 ou 22, caractérisé en ce que le rouleau (52)
d'entraînement est porté par un bras (50) pivotant, dont l'entrai- nement présente
un disque (62) rotatif à came, ainsi qu'une tringlerie (64, 65, 66, 67, 68) intermédiaire
réglable entre le disque (62) à came et le bras (50) pivotant.
24. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 13 à 23, caractérisé en ce
qu'il comporte un élément (40) de levée, insérable entre le cylindre (31) porte-bobine
et la bobine (33) et un dispositif (8) d'appui, pouvant être amené à agir sur les
bras (32) porte-bobine, et qui, après retour en arrière de l'élément (40) de levée,
garantit l'existence d'une distance (a) toujours égale entre la surface périphérique
de la bobine (33) et le cylindre (31) porte-bobine.
25. Dispositif selon la revendication 24, caractérisé en ce que le dispositif (8)
d'appui présente un levier (80) d'entraînement, qu'un organe (86) commandable d'entraînement
peut faire pivoter, ainsi qu'un levier (81) d'appui monté sur le levier (80) et pouvant
pivoter entre deux positions extrêmes, et qui, grâce à un élément élastique (84),
pousse en direction de la bobine (33) et peut ainsi être amené à sa première position
(82) extrême et, lorsqu'il monte sur l'un des deux bras (32) porte-bobine, peut être
amené à sa second position (83) extrême, position à laquelle est associé un dispositif
(85) commutateur pour arrêter le mouvement de pivotement du levier (80) d'entraînement.
26. Dispositif selon la revendication 25, caractérisé en ce que les positions extrêmes
du levier (81) d'appui sont fixées par deux butées (82, 83) montées ou réalisées sur
le levier (80) d'entraînement.
27. Dispositif selon la revendication 25 ou 26, caractérisé en ce que l'entraînement
commandable du levier (80) d'entraînement est réalisé sous forme d'un moteur (86)
électrique et en ce que le dispositif commutateur est réalisé sous forme d'un interrupteur
(85) monté sur le levier (80) d'entraînement et qui, lorsqu'il est actionné, arrête
l'alimentation en courant du moteur (86).
28. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 13 à 27, caractérisé en ce
qu'il comporte un rouleau presseur, qu'un dispositif (2) de surveillance, pouvant
se déplacer le long d'un grand nombre d'unités ou dispositifs de filature à fibres
libérées, fait soulever pour l'éloigner du cylindre délivreur entraîné et fait appliquer
à nouveau sur le cylindre délivreur entraîné.