[0001] Die Erfindung betrifft einen Hubzylinder für Magnetschienenbremsen, mit dem die
Magnetbremse abgesenkt bzw. angehoben wird.
[0002] Es hat sich gezeigt, dass es nicht genügt, den Betätigungszylinder für eine Magnetschienenbremse
unter Zwischenschaltung von elastischen Elementen sowohl am Fahrzeug als auch am Bremsmagnet
anzuordnen, wie es z.B. in DE-PS 21 43 076 oder in DE-PS 25 35 524 beschrieben worden
ist. Die Schwingungen des Bremsmagnets insbesondere in angehobener Position können
nicht vollständig mit diesen bekannten Anlenkungen beherrscht werden, was immer wieder
zu einer relativ schnellen Zerstörung nicht nur des Hubzylinder soudern auch der Aufhäugung
des Magnets an dem Hubzylinder führt. Lange Zeit war man der Meinung, dass diese Zerstörung
von dem Schmutz herrührt, der in der Praxis von einem insbesondere schnellfahrenden
Schienenfahrzeug aufgewirbelt wird. In DE-GM 83 10 943 wurde deshalb ein Dichtungsring
zwischen dem oberen Zylinderdeckel und einer Befestigungsplatte vorgeschlagen, mit
dem die aus dem Zylinder austretende Kolbenstange gegen äussere Einflüsse insbesondere
gegen schmirgelnden Staub geschützt werden sollte.
[0003] Es hat sich jedoch herausgestellt, dass diese bekannten Massnahmen nicht in der
Lage waren die Zerstörung des Kolbens bzw. der Kolbenstange am Austritt aus dem Zylinder
wesentlich zu vermindern.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten
Aufhängungen bzw. Betätigungszylinder zu vermeiden, jedoch deren Vorteil nicht preisgeben
zu müssen.
[0005] Die Lösung der Aufgabe besteht demgemäss darin, dass zwischen Zylinderdeckel und
Befestigungsflansch der Kolbenstange ein Dämpfungsring angeordnet ist, welcher ein
grösseres oder gleiches Dämpfungsvermögen besitzt als der in Anspruch genommene Lagerring
und der bzw. die Lagerringe die gleiche bzw. grössere Härte besitzen als der Dämpfungsring,
wobei der Dämpfungsring aus einem elastischen bzw. elastomeren Material besteht.
[0006] Vorteilhaft ist der Dämpfungsring mit einem quadratischen Querschnitt ausgerüstet.
[0007] Die Lagerringe können zweckmässig aus einzelnen Segmenten bestehen und vorgespannt
sein.
[0008] Vorzugsweise ist auf der dem Zylinderdeckel und/oder dem Befestigungsflansch zugewandten
Seite des Dämpfungsrings eine geteilte oder ungeteilte Auflage aus Metall, Kunststoff
o.ä. befestigt, beispielsweise aufvulkanisiert.
[0009] Der Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die Schwingungsdämpfung von der Aufhängung
des Betäütigungsylinders am Fahrzeug völlig ferngehalten wird und mit der Veränderung
der Materialeigenschaften des Dämpfungsrings den Anforderungen der Praxis angepasst
werden kann.
[0010] In den Zeichnungen sind bespielsweise Ausführungsformen der Erfindung dargestellt
und zwar zeigt:
Figur 1 einen Schnitt durch das fahrzeugseitige Ende eines Betätigungszylinders bzw.
Hubzylinders,
Figur 2 einen Schnitt durch einen Dämpfungsring mit Verstärkungsring aus Metall.
[0011] Nach Fig. 1 ist am unteren Ende des Betätigungszylinders oder Hubzylinders 11 der
Zylinderdeckel 12 angeordnet, durch den die Kolbenstange 13 nach aussen tritt. Am
Ende der Kolbenstange 13 ist der Befestigungsflansch 14 angeordnet, welcher mit seinem
ringförmigen Teil 14A, zwischen zwei Gummiringen 15 und 16 liegt. Diese Gummiringe
15 und 16 bilden das Lager für den ringförmigen Teil 14A des Befestigungsflanschs
14. Die beiden Lagerringe 15 und 16 werden mit der Mutter 17 zwischen den beiden Gegenlagern
18 auf die gewünschte Vorspannung gebracht. Der Befestigungs flansch 14 wird in bekannter
Weise mit dem Bremsmagnet verschraubt und der Zylinder wird mit seinem andern Ende
am Fahrzeug befestigt. Zwischen dem Zylinderdeckel 12 und dem Befestigungsflansch
14 ist ein Dämpfungsring 19 angeordnet, welcher am Zylinderdeckel 12 in bekannter
Weise befestigt ist, z.B. geklebt oder in der Ausführung nach Fig. 2 festgeschraubt.
[0012] Der Dämpfungsring 19 besitzt einen quadratischen Querschnitt und er besteht aus aus
einem elastomeren Material, welches ein grösserse Dämpfungsvermögen besitzt asl das
Material, aus dem die Lagerringe 15 und 16 bestehen. Ausserdem besitzt der Dämpfungsring
19 eine höhere Shore-Härte als die Lagerringe 15 und 16, beispielsweise eine um 2
% höhere Härte. Ist vorgesehen, dass die Lagerringe 15 und 16 aus unterschiedlichem
Material bestehen, so muss mindestens der Gegenlagerring 16 eine geringeres Dämpfungsvermögen
besitzen als der Dämpfungsring 19, damit er seine Aufgabe erfüllen kann.
[0013] Nach Fig. 2 trägt der Dämpfungsring 20 sowohl auf der dem Zylinderdeckel zugewandten
Seite eine Metallauflage 21 als auch auf der dem Befestigungsflansch zugewandten Seite
eine Metallauflage 22. Beide Auflagen 21 und 22 bestehen aus Eisen oder einem entsprechend
wirkenden Material und sind mit dem Ring 20 zu einer Einheit zusammenvulkanisiert.
Der eine Ring 21 steht dabei über die äussere Kontur 23 des Dämpfungsrings 20 vor
und zwar mindestens teilweise. In den überstehenden Teilen sind Bohrungen 24 zur Aufnahme
von Befestigungsschrauben vorgesehen.
[0014] Selbstverständlich kann der Dämpfungsring auch für die Zentrierung herangezogen
werden, indem auf dem Zylinderdeckel 12 oder dem Befestigungsflansch 14 ein umlaufender
Wulst angeordnet ist, wlecher dachartig angeordnete Zentrierflächen trägt, und der
Dämpfungsring entsprechende Ausnehmungen trägt oder in anderer Weise den Zentrierflächen
des Wulstes angepasst ist. Damit wird erreicht, dass sich beim Anlegen des Befestigungsflansches
an den Zylinderdeckel (wie in Fig.1 dargestellt) beim Anheben des Bremsmagnets der
Befestigungsflansch 14 im Verhältnis zum Zylinderdeckel 21 zentriert und die Führung
für die Kolbenstange 13 nicht zu stark durch die während der Fahrt auftretenden Schwingungen
beansprucht wird.
[0015] Die elastische Lagerung 14A, 15, 16 zwischen Befestigungsflansch und Zylinderdeckel
kann auch zusätzlich auf der anderen Seite des Zylinders 11 angeordnet sein.
1) Hubzylinder für Magnetschienenbremsen, mit dem die Magnetbremse abgesenkt bzw.
angehoben werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Zylinderdeckel (12) und
Befestigungsgflansch (14) der Kolbenstange (13) ein Dämpfungsring (19) aus einem elastischen
bzw. elastomeren Material angeordnet ist, welcher gleiches oder ein grösseres Dämpfungsvermögen
besitzt als der in Anspruch genommene Lagerring (15,16) und der bzw. die Lagerringe
(15,16) die gleiche bzw. grössere Härte besitzen als der Dämpfungsring (19).
2) Hubzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämpfungsring (19)
etwa quadratischen Querschnitt besitzt.
3) Hubzylinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerringe
(15,16) aus einzelnen Segmenten bestehen.
4) Hubzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
Lagerringe (15,16) vorgespannt sind.
5) Hubzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf
dem Zylinderdeckel (12) bzw. auf dem Befestigungsflansch (14) ein Wulst mit dachartig
angeordneten Zentrierflächen vorgesehen ist und dementsprechende Zentrierflächen
im Däpfungsring (19) vorgesehen sind.
6) Hubzylinder nach nach einem Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf
der dem Zylinderdeckel (12) und/oder dem Befestigungsflansch (14) zugewandten Seite
des Dämpfungsrings (19) eine geteilte oder ungeteilte Auflage aus Metall, Kunststoff
o.ä.befestigt, z.B. aufvulkanisiert ist.
7) Hubzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine
Auflage (21) oder (22) auf dem Dämpfungsring (19) über die Aussenkontur teilweise
übersteht und im überstehenden Teil Bohrungen (24) zur Befestigung angeordnet sind.