| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 274 640 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
13.03.1991 Patentblatt 1991/11 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.12.1987 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)5: E04F 19/04 |
|
| (54) |
Vorrichtung zur Ausbildung eines Anschlussüberganges zwischen zwei rechtwinklig aneinandergrenzenden
Flächen
Device for the execution of a transitional connection between two right-angled contiguous
surfaces
Dispositif pour l'exécution d'une connexion transitionnelle entre deux surfaces adjacentes
et orthogonales
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE CH DE ES FR GB IT LI LU NL SE |
| (30) |
Priorität: |
10.01.1987 DE 3700563
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
20.07.1988 Patentblatt 1988/29 |
| (73) |
Patentinhaber: Schlüter, Werner |
|
D-58644 Iserlohn (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Schlüter, Werner
D-58644 Iserlohn (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Schröter, Martin, Dipl.-Ing. |
|
Schröter & Haverkamp
Im Tückwinkel 22 58636 Iserlohn 58636 Iserlohn (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 201 083
|
DE-A- 3 503 396
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ausbildung eines Anschlußüberganges zwischen
zwei rechtwinklig aneinander angrenzenden Flächen, bei denen mindestens eine Fläche
mit starren Belägen versehen ist, insbesondere mit Keramikplatten, mit einem Winkelprofil
aus Kunststoff und einer daran in Verlängerung eines Schenkels des Winkelprofiles
angeformten, nach außen wirkenden weich eingestellten, federnd elastischen Dichtlippe.
[0002] Bekannt ist eine solche Vorrichtung zur Verwendung als Sockelleiste aus der Zeitschrift
"Boden Wand + Decke", 1966, Nr.6, Seite 519, bei der in Verlängerung eines aus einem
kunststoffummantelten Hartfaserkern bestehenden Schenkels in Verlängerung als Dichtlippe
eine federnd elastische Dichtlippe angeformt ist. Mit dieser Dichtlippe können Bodenunebenheiten
ausgeglichen werden.
[0003] Aus der DE-A-32 01 083 ist ebenfalls eine Abdeckvorrichtung für Wandfugen bekannt,
insbesondere für Sockelfugen in Nassräumen, bei der ein Winkelprofil vorgesehen ist,
das mit einem Schenkel an einer die Wandfuge begrenzenden Fläche befestigbar ist.
Der andere Schenkel ist lose in einer entsprechenden vertieften Ausnehmung an der
anderen Wandfläche eingepreßt. Am Befestigungsschenkel wird dabei eine elastische
Dichtleiste befestigt, die den anderen Schenkel überdeckt und federnd elastisch gegen
die andere Fläche wirkt. Zur Abdichtung des gesamten Überganges ist dabei zusätzlich
noch ein Dichtungsstreifen vorgesehen, der an dem befestigten Längsrand der Dichtleiste
angebracht wird.
[0004] Beide Abdeckvorrichtungen lassen sich nur außen auf den aneinander angrenzenden,
die Fuge bildenden Flächen anbringen, so daß die in der Regel hohlkehlenartige Dichtleiste
in voller, relativ großer Breite sichtbar ist.
[0005] Bekannt ist aber auch bereits aus der DE-A-35 03 396 eine dem gleichen Zweck dienende
Vorrichtung, die aus zwei in schiebender Verbindung miteinander stehenden Winkelprofilen
aus Kunststoff gebildet ist. Bei einer solchen Profilverbindung werden die jeweiligen
Befestigungsschenkel der einzelnen Winkelprofile in einer Klebeschicht unter den Keramikplatten
befestigt. Die schiebende Verbindung der beiden Winkelprofile ermöglicht den Ausgleich
auftretender Spannungen bzw. Ausdehnungen in den aneinandergrenzenden Flächen. Eine
solche Vorrichtung läßt sich jedoch nur dann einsetzen, wenn beide aneinander angrenzenden
Flächen mit starren Belägen versehen sind, unter denen die Befestigungsschenkel der
einzelnen Winkelprofile untergebracht werden können.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zur Ausbildung eines Anschlußüberganges
zwischen zwei rechtwinklig aneinandergrenzenden Flächen vorzuschlagen, bei denen eine
Fläche mit starren Belägen, insbesondere mit Keramikplatten, versehen ist, mit der
große Fugenver- änderungen bei ausreichender Abdichtung des Überganges überbrückt
werden können.
[0007] Gelöst wird die Erfindungsaufgabe mit einer Vorrichtung mit sämtlichen Merkmalen
des Anspruchs 1.
[0008] Eine solche erfindungsgemäße Vorrichtung läßt sich beispielsweise im Bereich des
Anschlußüberganges hinter den an einer Wand angeklebten Keramikplatten ohne wesentliche
Erhöhung der Klebeschicht unterbringen und wirkt mit der am anderen Schenkel angeformten
Dichtlippe federnd aufgrund Ihrer Eigenelastizität gegen den Boden oder in einem besonderen
Anwendungsfall gegen den Rand einer Badewanne. Es zeigt sich in der Praxis, daß wärme-
und schallisolierte Böden mit ihren Dämmstoffeinlagen sich häufig stark absenken,
insbesondere im Bereich einer Badewanne, so daß im Anschlußübergang an die angrenzende
Wandfläche hohe Schwankungen der Fugenbreite auszugleichen sind. Um dabei die sichere
Anlage der angeformten Dichtlippe an der entsprechenden angrenzenden Fläche, beispielsweise
des Bodens oder eines Badewannenrandes, zu gewährleisten, ist an dem Anlageschenkel
ein elastisches Klebeprofil angeordnet, so daß auf diese Weise die Dichtlippe immer
abdichtend gegen die entsprechende Fläche gepreßt ist. Die auftretenden unterschiedlichen
Dehnungen werden in der elastischen Dichtlippe aufgenommen.
[0009] Erleichtert wird das Einrichten einer solchen erfindungsgemäßen Vorrichtung durch
den an der Dichtlippe angeformten Anlageschenkel aus hart eingestelltem Kunststoff,
an dem am freien Ende der im Querschnitt etwa T-förmige Verbindungsschenkel angeformt
ist, der mit Bewegungsspiel lösbar in eine nutartige hinterschnittene Kammer am Schenkel
mit der Dichtlippe einrastbar ist. Nach der Montage verläuft der eingerastete Anlageschenkel
etwa parallel zum Schenkel mit der Dichtlippe. In dieser Form wird die erfindungsgemäße
Vorrichtung im Anschlußübergang an den entsprechenden Flächen eingesetzt und das Klebeprofil
angedrückt. Bei auftretenden Spannungen in Zugrichtung kann sich der Verbindungssteg
mit seinem Kopf vom entsprechenden Schenkel lösen, so daß ein solches einteiliges
Kunststoffprofil große Veränderungen den Anschlußfuge aufnehmen kann. Von besonderem
Vorteil ist die Einteiligkeit einer solchen erfindungsgemäßen Vorrichtung, die sich
in einfacher Weise montieren läßt.
[0010] In weiterer Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, entsprechend Anspruch 3
am Anlageschenkel einen zur Dichtlippe hin gerichteten Abstützsteg anzuformen. Auf
diese Weise ist es möglich, höheren Druck auszuüben, um das Klebeprofil am Anlageschenkel
am Untergrund aufzudrücken.
[0011] Anhand eines abgebildeten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung im folgenden näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in einer vergrößerten Schnittdarstellung eine einteilige Vorrichtung zur Ausbildung
eines Anschlußüberganges und
Fig. 2 eine Querschnittsdarstellung der Vorrichtung bei der Ausbildung des Anschlußüberganges
von einer gefliesten Wand zu einem Badewannenrand.
[0012] Wie Figur 2 zeigt, ist das insgesamt mit der Ziffer 1 bezeichnete Winkelprofil aus
Kunststoff im Anschlußübergang zwischen einer mit Keramikplatten 2 belegten Wand 3
und einem Wannenrand 6 eingesetzt. Zwischen der Wand 3 und dem Wannenrand 6 ist die
mit der Ziffer 5 bezeichnete Dämmstoffplatte vorgesehen.
[0013] Mit seinem Schenkel 11, in dem Durchbrechungen 111 vorgesehen sind, ist das Winkelprofil
1 in einer Klebeschicht 4 hinter der Keramikplatte 2 befestigt gehalten. Die angrenzenden
Keramikplatten 2 sitzen dabei auf dem zum Schenkel 11 senkrechten Schenkel 12 auf.
In Verlängerung des aus hartem Kunststoff ausgebildeten Schenkels 12 ist materialeinheitlich
eine weich eingestellte Dichtlippe 13 angeformt, die in der Einbausituation mit ihrem
Lippenende 131 abdichtend gegen den Wannenrand 6 wirkt.
[0014] Wie aus Figur 1 ersichtlich, ist die Dichtlippe 13 bei der Herstellung in geradliniger
Verbindung am Schenkel 12 angeformt. An ihrer nach außen gerichteten Seite ist etwa
im äußeren Drittel wiederum ein Anlageschenkel 14 aus hart eingestelltem Kunststoffmaterial
angeformt. Er ist in dieser Situation gegenüber der Dichtlippe schräg angestellt.
Der Anlageschenkel 14 weist an seinem freien Ende einen Verbindungssteg 15 aus wiederum
weich eingestelltem, elastischem Kunststoff auf mit einem im Querschnitt etwa T-förmigen
Kopf 151. Dieser Verbindungssteg 15 ist mit seinem Kopf 151 lösbar einrastbar in eine
am Schenkel 12 ausgebildete Kammer 16. Diese eingerastete Situation ist in Figur 1
gestrichelt dargestellt. Sie entspricht der Montagesituation in Figur 2. In dieser
Situation steht der Anlageschenkel 14 etwa parallel zum Schenkel 12. Die Dichtlippe
13 ist abgebogen und nach außen gerichtet. Der Kopf 151 ist sich nach außen verjüngend
ausgebildet, wodurch seine Einführung in den Einführungsschlitz 161 mit den nach innen
gegeneinander geneigt ausgebildeten Stirnflanken 162 erleichtert wird. In der Kammer
16 ist dieser Kopf 151 mit einem Bewegungsspiel ausrastbar gehalten.
[0015] An der Außenseite des Anlageschenkels 14 ist in der Nähe des Anbindungsbereiches
18 zur Dichtlippe 13 ein Klebeprofil 17 gehalten, welches mit einem abziehbaren Papierstreifen
überdeckt sein kann.
Zur Montage wird der Anlageschenkel 14 mit seinem Verbindungssteg 15 am Schenkel 12
verrastet. Bei entsprechendem Einbau wird der Anlageschenkel mit dem Klebestreifen
17, von dem gegebenenfalls der Papierstreifen abgezogen ist, auf dem Wannenrand 6
aufgedrückt. Um entsprechenden Druck aufbringen zu können, ist am Anlageschenkel 14
ein Abstützsteg 141 angeformt. Nach entsprechender Einrichtung kann der Anschlußübergang
mit den Keramikplatten 2 erfolgen, wobei der Schenkel 11 in der Klebeschicht 4 hinter
den Keramikplatten 2 unterzubringen ist. Bei entsprechendem Absenken des Wannenrandes
6 kann der Verbindungssteg 15 mit seinem Kopf 151 aus der Kammer 16 ausrasten. Dabei
bleibt die dichte Verbindung zwischen der Dichtlippe 13 bzw. deren Ende 131 an dem
Wannenrand 6 gewährleistet.
Es besteht ebenso die Möglichkeit, in entsprechender Weise die Verbindung zu einem
Boden auszubilden. Möglich ist jedoch auch der umgekehrte Einsatz des Winkelprofiles
1, wobei der Schenkel 1 unter den Keramikplatten eines Bodens angeordnet sein kann,
während die Dichtlippe 13 gegen die angrenzende Wand wirkt.
1. Vorrichtung zur Ausbildung eines Anschlußüberganges zwischen zwei rechtwinklig
aneinander angrenzenden Flächen, bei denen mindestens eine Fläche mit starren Belägen
versehen ist, insbesondere mit Keramikplatten, mit einem Winkelprofil aus Kunststoff
und einer daran in Verlängerung eines Schenkels des Winkelprofiles angeformten, nach
außen wirkenden, weich eingestellten, federnd elastischen Dichtlippe dadurch gekennzeichnet,
daß an der Außenseite der Dichtlippe (13) ein Anlageschenkel (14) aus hart eingestelltem
Kunststoff angeformt ist, an dessen Außenseite ein elastisches Klebeprofil (17) in
Längsrichtung des Winkelprofiles angeordnet ist, und am freien Ende des Anlageschenkels
(14) ein im Querschnitt etwa T-förmiger, zum Schenkel (12) mit der Dichtlippe (13)
gerichteter Verbindungssteg (15) aus weich eingestelltem Kunststoff angeformt ist,
der mit Bewegungsspiel lösbar in eine nutartige, hinterschnittene Kammer (16) am Schenkel
(12) mit der Dichtlippe (13) einrastbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der federnd elastische
Kopf (151) des Verbindungssteges (15) sich nach außen verjüngend ausgebildet ist und
daß Stirnflanken (162) des Einführungsschlitzes (161) in die Kammer (16) nach innen
gegeneinander geneigt ausgebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Anlageschenkel (14)
ein zur Dichtlippe (13) hin gerichteter Abstützsteg (141) angeformt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Klebeprofil (17) mit
einem abziehbaren Papierstreifen überdeckt ist.
1. Device for establishing a transitional connection between two right-angled contiguous
surfaces, wherein at least one surface is provided with rigid coverings, especially
ceramic tiles, the device comprising an edge rail formed from plastics material and
an elastically resilient sealing lip, which is moulded to fit on said edge rail as
an extension of a shank of the edge rail, the sealing lip acting outwardly and being
soft set, characterised in that a contact shank (14), formed from hard set plastics
material, is moulded to fit on the external surface of the sealing lip (13), a resilient
adhesive profile (17) being disposed on the external surface of said contact shank
and extending in a longitudinal direction of the edge rail, and a connection member
(15) formed from soft set plastics material, which has a substantially T-shaped cross-section
and is orientated towards the shank (12) with the sealing lip (13), is moulded to
fit on the free end of the contact shank (14) and is detachably engageable, with some
clearance of motion, in a groove-like, recessed chamber (16) in the shank (12) with
the sealing lip (13).
2. Device according to claim 1, characterised in that the elastically resilient head
(151) of the connection member (15) tapers outwardly, and front walls (162) of the
insert slot (161) leading into the chamber (16) are inwardly inclined towards one
another.
3. Device according to claim 1, characterised in that a supporting member (141), which
is orientated towards the sealing lip (13), is moulded to fit on the contact shank
(14).
4. Device according to claim 1, characterised in that the adhesive profile (17) is
covered with a removable strip of paper.
1. Dispositif pour effectuer un raccordement intermédiaire entre deux surfaces adjacentes
et orthogonales, selon lequel l'une au moins des surfaces est munie d'un revêtement
rigide en particulier de plaques de céramiques, et comportant une cornière en matière
plastique dont une branche se prolonge par une lèvre d'étanchéité élastique formant
ressort, ajustée de manière souple et agissant vers l'extérieur, caractérisé en ce
que, sur la face arrière de la lèvre d'étanchéité (13), est conformée une traverse
d'appui (14) en matière plastique dure sur la face externe de laquelle est disposé
un profilé adhésif élastique (17) dans le sens longitudinal de la cornière, l'extrémité
libre de la traverse d'appui (14) comportant une ailette de connexion (15) en matière
plastique souple, sensiblement en forme de T dans sa coupe, orientée vers la branche
(12) munie de sa lèvre d'étanchéité (13), ladite ailette pouvant s'enclencher, avec
liberté de mouvement, dans un logement (16) de type gorge, constituée par une découpe
au dos de la branche (12) avec sa lèvre d'étanchéité (13).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tête élastique faisant
ressort (151) de l'ailette (15). est effilée vers l'extérieur et en ce que les flancs
frontaux (162) de la gorge d'entrée (161) dans le logement (16) sont face à face inclinés
vers l'intérieur.
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la traverse d'appui
(14) comporte une arête de support (141) orienté dans la direction de la lèvre d'étanchéité
(13).
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le profilé adhésif (17)
est recouvert d'une bande de papier détachable.

