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EP 0 275 344 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.10.1991 Patentblatt 1991/42 |
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Anmeldetag: 19.02.1987 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: H01R 4/18 |
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Hilfsmittel und Verfahren zur Herstellung einer Pressverbindung bei sektorförmigen,
verdichteten Kabelleitern
Auxiliary means and process for producing a pressurized connexion of compressed sector-shaped
cable conductors
Moyens auxiliaires et procédé pour produire une connexion par pression de conducteurs
comprimés d'un câble à secteurs
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR GB LI LU NL SE |
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Priorität: |
25.11.1986 DE 3640292
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.07.1988 Patentblatt 1988/30 |
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Patentinhaber: Gustav Klauke GmbH & Co. |
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D-5630 Remscheid 1 (DE) |
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Erfinder: |
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- Weber, Udo
D-5632 Wermelskirchen (DE)
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Vertreter: Peerbooms, Rudolf, Dipl.-Phys. |
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Rieder & Partner
Anwaltskanzlei
Postfach 11 04 51 42304 Wuppertal 42304 Wuppertal (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 420 380 US-A- 2 622 314
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DE-A- 3 305 786 US-A- 3 955 044
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Hilfsmittel zum Runddrücken eines sektorförmigen, verdichteten
Leiters in Anpassung an den runden Leiteraufnahmekanal eines Norm-Preßverbinderstückes,
z. B. eines Kabelschuhs oder Stoßverbinders.
[0002] In der Praxis werden neben Kabeln mit Leitern aus jeweils einem Bündel runder Einzeldrähte
auch Kabel mit sogenannten verdichteten Leitern eingesetzt, bei denen die Einzeldrähte
einen etwa quadratischen oder sechseckigen Querschnitt aufweisen und in räumlich engster
Anordnung, z.B. in wabenförmiger Anordnung, zusammengepackt sind. Entsprechend weisen
Leiter mit runden Einzeldrähten und verdichtete Leiter bei gleichem elektrischem Leitungsquerschnitt
einen unterschiedlichen Außendurchmesser auf. Die zur Herstellung von Kabelanschlüssen
in der Preßverbindertechnik verwendeten Preßverbinderstücke sind jeweils auf die größeren
Außendurchmesser der Leiter mit runden Einzeldrähten abgestimmt und genormt, was aber
beim Einsatz von verdichteten Leitern zur Folge hat, daß die Preßverbinderstücke überstark
verformt werden müssen, wobei oft nur ein mangelhafter elektrischer Kontakt zwischen
Leiter und Preßverbinderstück zustande kommt. Darüber hinaus ist im allgemeinen die
mechanische Auszugsfestigkeit nicht ausreichend. Gesonderte, auf die Aüßenabmessungen
von verdichteten Leitern abgestimmte Preßverbinderstücke werden aber von der Praxis
abgelehnt, da die damit verbundene Typenvermehrung zu zusätzlichen Lagerhaltungskosten
führen würde. Zudem werden verdichtete Leiter insbesondere bei Dreileiter- oder Vierleiter-Sektorkabeln
eingesetzt, bei denen die Leiter einen kreissektorförmigen Querschnitt von 120° bzw.
90° aufweisen. Solche sektorförmigen Leiter sind aber wegen ihrer sperrigen Querschnittsform
nicht in die, ihrem elektrischen Leitungsquerschnitt entsprechenden, runden Norm-Preßverbinderstücke
einschiebbar. Bei sektorförmigen Leitern mit runden Einzeldrähten ist es bekannt,
die sektorförmigen Leiter mittels eines Runddrückwerkzeuges rund zu drücken, wonach
sie dann in das zugeordnete Preßverbinderstück eingeschoben werden können. Verdichtete,
sektorförmige Leiter lassen sich aber nicht in einem ausreichenden Maße runddrücken,
da sich die Einzeldrähte beim Runddrücken auseinanderspreizen, was aus einer Störung
des dichten Packungsgefüges der Einzeldrähte resultieren dürfte.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Einsatz von Norm-Preßverbinderstücken
auch für sektorförmige, verdichtete Leiter zu ermöglichen, wobei zugleich ein einwandfreier
elektrischer Kontakt und eine hohe mechanische Auszugsfestigkeit sichergestellt werden
sollen.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß eine auf das rundzudrückende Ende des
Leiters aufschiebbar, im Querschnitt ebenfalls sektorförmige Metallhülse vorgesehen,
deren Sektorwinkel 90° oder 120° beträgt. Durch diese, eine metallische Bandage darstellende
Metallhülse werden die Einzeldrähte des verdichteten Leiters beim Runddrücken in einem
solchen Maße zusammengehalten, daß die Einheit aus rundgedrücktem Leiter und rundgedrückter
metallischer Bandage auf nunmehr einen solchen Außendurchmesser verformt werden kann,
daß diese Einheit in ein zugeordnetes Norm-Preßverbinderstück eingesteckt werden kann.
Beim nachfolgenden Preßvorgang wird nunmehr einerseits das Preßverbinderstück großflächig
an die Metallhülse angepreßt und andrerseits die Metallhülse noch inniger auf den
verdichteten Leiter aufgeoreßt, wobei Material der Metallhülse in die randseitigen
Eckräume zwischen den Einzeldrähten des verdichteten Leiters gedrückt wird, so daß
insgesamt eine sehr innige metallische Verbindung zwischen dem verdichteten Leiter
und dem Preßverbinderstück hergestellt wird. Hierdurch werden sehr niedrige und vor
allen Dingen immer reproduzierbar gleiche elektrische Übergangswiderstände sowie eine
hohe mechanische Auszugsfestigkeit erreicht, so daß nunmehr auch bei dieser Art von
Preßverbindungen definitive Verhältnisse vorliegen.
[0005] Der Erfindung zufolge kann die Metallhülse, die vorzugsweise aus Kupfer besteht,
quer- und längsgerillt oder gelocht sein und eine Länge etwa gleich der Länge des
Aufnahmeteiles des Preßverbinderstückes aufweisen.
[0006] Die Erfindung ist ferner auf ein Arbeitsverfahren zur Herstellung einer Preßverbindung
zwischen einem Preßverbinderstück mit rohrförmigem, rundem Leiteraufnahmekanal und
einem sektorförmigen, verdichteten Leiter gerichtet, welcher vor Einstecken in den
Leiteraufnahmekanal des Preßverbinderstückes rundzudrücken ist. Das Verfahren ist
erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Runddrücken der verdichtete, sektorförmige
Leiter zunächst mit einer metallischen Bandage versehen wird, wobei als metallische
Bandage eine sektorförmige Metallhülse von 90° oder 120° Sektorwinkel verwendet werden
kann, die zusammen mit dem sektorförmigen Leiter rundgedrückt wird.
[0007] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert, in der zeigen:
- Fig. 1
- ein Hilfsmittel in Form einer im Querschnitt kreissektorförmigen Metallhülse mit 90°
Sektorwinkel,
- Fig. 2
- ein Hilfsmittel in Form einer im Querschnitt sektorförmigen Metallhülse mit einem
Sektorwinkel von 120°,
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch die Metallhülse nach Fig. 2, wobei zugleich strichpunktiert
ein von der Metallhülse umschlossener sektorförmiger, verdichteter Leiter dargestellt
ist,
- Fig. 4
- die Hülse und den verdichteten Leiter nach dem Runddrücken,
- Fig. 5
- einen Längsschnitt durch eine rundgedrückte Einheit aus Metallhülse und sektorförmigem
Leiter nach Fig. 4, wobei zugleich strichpunktiert ein die Einheit aufnehmender Preßverbinderkabelschuh
angedeutet ist, und
- Fig. 6
- ein weiteres Ausführungsbeispiel.
[0008] Die Fig. 1 und 2 zeigen zwei im Querschnitt sektorförmige Metallhülsen 1, 2. Die
Metallhülse 1 nach Fig. 1 weist einen Sektorwinkel von 90° auf und ist für einen Einsatz
bei Leitern eines Vierleiter-Sektorkabels bestimmt. Die Metallhülse 2 weist einen
Sektorwinkel von 120° auf und ist für den Einsatz bei Leitern eines Dreileiter-Sektorkabels
geeignet.
[0009] Die Hülse 2 wird, wie in Fig. 3 gezeigt, auf einen 120°-Sektorleiter 4 aufgeschoben,
wonach die Metallhülse 2 eine metallische Bandage für die Einzeldrähte 5 des Sektorleiters
4 beim nachfolgenden Runddrücken darstellt. Beim Runddrücken gelangt die Metallhülse
2 in den verformten Zustand gemäß Position 2ʹ in Fig. 4, in der sie bereits in innige
Berührung mit den Einzeldrähten 5 gepreßt ist, insgesamt aber eine zylindrische Außenform
erlangt hat, so daß die Einheit aus rundgedrückter Metallhülse 2ʹ und rundgedrücktem
Leiter 4ʹ nunmehr in den runden Aufnahmekanal 6 eines zugeordneten Preßverbinderstückes
7 einschiebbar ist, vgl. Fig. 5.
[0010] Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist die Metallhülse 2 mit Löchern 8 versehen,
um die Kontaktgabe und die mechanische Auszugsfestigkeit zu erhöhen. Alternativ kann,
wie in Fig. 6 gezeigt, die Metallhülse 9 auch mit Längsrillen 10 und Querrillen 11
versehen sein.
[0011] Bei allen Ausführungsformen besitzen die Metallhülsen 1, 2 und 9 eine Länge etwa
gleich der Länge des rohrförmigen Aufnahmeteils 6 eines genormten Preßverbinderstückes,
z. B. eines Kabelschuhs.
1. Hilfsmittel zum Runddrücken eines sektorförmigen, verdichteten Leiters (4) in Anpassung
an den runden Leiteraufnahmekanal (6) eines Norm-Preßverbinderstückes (7), z.B. eines
Kabelschuhs oder Stoßverbinders, gekennzeichnet durch eine auf das rundzudrückende
Ende des Leiters (4) aufschiebbare, im Querschnitt ebenfalls sektorförmige Metallhülse
(1, 2, 9).
2. Hilfsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallhülse (1, 2, 9)
einen kreissektorförmigen Querschnitt von 90° oder 120° Sektorwinkel aufweist.
3. Hilfsmittel nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallhülse
(1, 2, 9) quer- und längsgerillt oder gelocht ist.
4. Hilfsmittel nach den Ansprüchen 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der
Metallhülse (1, 2, 9) etwa gleich der Länge des Leiteraufnahmekanals (6) des Preßverbinderstückes
(7) ist.
5. Hilfsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallhülse
(1, 2, 9) aus Kupfer besteht.
6. Verfahren zur Herstellung einer Preßverbindung zwischen einem Preßverbinderstück (7)
mit rohrförmigem, rundem Leiteraufnahmekanal (6) und einem sektorförmigen, verdichteten
Leiter (4), welcher vor Einstecken in den Leiteraufnahmekanal (6) des Preßverbinderstückes
(7) rundzudrücken ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende des Leiters (4) vor dem
Runddrücken zunächst mit einer metallischen Bandage versehen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als metallische Bandage eine
auf den sektorförmigen Leiter (4) aufschiebbare, im Querschnitt etwa sektorförmige
Metallhülse (1, 2, 9) verwendet wird, die zusammen mit dem Leiter (4) rundgedrückt
wird.
1. Auxiliary device for compressing into circular form a sector-shaped, compressed conductor
(4) to fit the circular conductor-reception channel (6) of a standard compression
joint unit (7), for example of a cable lug or butt joint, characterised by a metal
casing (1,2,9), itself sector-shaped in cross-section, which can be pushed on to the
end of the conductor (4) which is to be rendered circular by compression.
2. Auxiliary device according to Claim 1, characterised in that the metal casing (1,2,9)
has a cross-section in the form of a sector of a circle with a sector angle of 90°
or 120°.
3. Auxiliary device according to Claims 1 or 2, characterised in that the metal casing
(1,2,9) has transverse and longitudinal corrugation or holes.
4. Auxiliary device according to Claims 2 or 3, characterised in that the length of the
metal casing (1,2,9) is roughly equal to that of the conductor-reception channel (6)
of the compression joint unit (7).
5. Auxiliary device according to one of Claims 1 to 4, characterised in that the metal
casing (1,2,9) is made of copper.
6. Process for producing a compression joint between a compression joint unit (7), with
a tubular, circular conductor-reception channel (6), and a sector-shaped compressed
conductor (4) which before insertion in the conductor-reception channel (6) of the
compression joint unit (7) has to be compressed into circular form, characterised
in that the end of the conductor (4), before being compressed into circular form,
is first covered with a metal bandage.
7. Process as in Claim 6, characterised in that for the metal bandage a metal casing
(1,2,9) is used, roughly sector-shaped in cross-section, which can be pushed on to
the sector-shaped conductor, the metal casing (1,2,9) being compressed into circular
form along with the conductor (4).
1. Accessoire pour rendre cylindrique par pression un conducteur (4) comprimé, en forme
de secteur, afin de l'adapter à un canal de réception de conducteur (6) d'une pièce
de liaison par pression (7) normalisée, par exemple une cosse de câble ou un organe
de liaison bout-à-bout, caractérisé par une douille métallique (1,2,9), enfichable
sur l'extrémité, à rendre cylindrique par pression, du conducteur (4), dont la section
transversale est également en forme de secteur.
2. Accessoire selon la revendication 1, caractérisé en ce que le douille métallique (1,2,9)
présente une section transversale en forme de secteur d'angle de secteur de 90° ou
120°.
3. Accessoire selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la douille métallique
(1,2,9) est rainurée transversalement ou longitudinalement, ou percée.
4. Accessoire selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la longueur de la
douille métallique (1,2,9) est à peu près égale à la longueur du canal de réception
de conducteur (6) de la pièce de liaison par pression (7).
5. Accessoire selon une la revendication 1 à 4, caractérisé en ce que la douille métallique
(1,2,9) est en cuivre.
6. Procédé de fabrication d'une liaison par pression, entre une pièce de liaison par
pression (7) dotée d'un canal de réception de conducteur (6) rond et tubulaire et
un conducteur (4), comprimé, en forme de secteur, qui doit être rendu cylindrique
par pression, avant enfichage dans le canal de réception de conducteur (6) de la pièce
de liaison par pression (7), caractérisé en ce que l'extrémité du conducteur (4) est
d'abord pourvue d'un bandage métallique, avant mise en forme cylindrique par pression.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'on utilise comme bandage
métallique une douille métallique (1,2,9) à section transversale à peu près en forme
de secteur, susceptible d'être enfichée sur le conducteur en forme de secteur (4),
qui est rendue cylindrique par une pression effectuée conjointement avec le conducteur
(4).
