[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines langgestreckten Bauwerkes,
wie Brückenüberbau, Unterwassertunnel od.dgl., das im Taktschiebeverfahren von der
Stelle eines Bauwerkendes aus in aneinander anschließenden Abschnitten hergestellt
und in Längsrichtung des Bauwerkes auf im Längsabstand voneinander angeordneten Stützungen
in seine Gebrauchslage geschoben wird.
[0002] Es ist bekannt, den Überbau einer mehrfeldrigen Spannbetonbrücke im Taktschiebeverfahren
herzustellen. Hierbei wird auf einem Fertigungsplatz, der hinter einem Brückenwiderlager
angeordnet ist, ein Überbauabschnitt nach dem anderen hergestellt und mit dem vorangehenden
Überbauabschnitt biegesteif verbunden. Der so teilweise fertiggestellte Überbau wird
dann über die vorher hergestellten Brückenpfeiler hinweg im Takt der Herstellung
der einzelnen Abschnitte in seine endgültige Lage geschoben.
[0003] Da beim Längsvorschieben im Überbau unterschiedlich große Biegemomente mit wechselnden
Vorzeichen auftreten, wird der Überbau jedenfalls für den Bauzustand seiner Längsverschiebung
auf ganzer Länge biegesteif ausgebildet. Für den Längsvorschub wird jedoch dann stets
eine geradlinige oder nach einem Kreisbogen gekrümmte Vorschubbahn benö tigt, d.h.
die Lagerstellen auf den Pfeilern müssen im Grundriß oder in der Gradiente auf einer
geraden Linie oder einem Kreisbogen liegen. Ist die Längsachse der Brücke im Grundriß
oder in der Gradiente nach einer von der Geraden oder dem Kreisbogen abweichenden
Kurve gekrümmt und weist sie beispielsweise nach einer Klothoide geformte Übergangsbögen
auf, kann es notwendig werden, die Pfeiler breiter auszuführen und mit seitlich verschiebbaren
Lagern zu versehen oder auf den Pfeilern für den Verschiebevorgang überhöhte Lager
anzuordnen und den Überbau im Endzustand auf die endgültigen Lager abzusenken. Durch
diese Maßnahmen wird die Längsverschiebung der Brücke sehr kompliziert und erfordert
eine Reihe zusätzlicher und unter Umständen sehr kostenintensiver Maßnahmen.
[0004] Es ist auch bereits bekannt, die Tunnelröhre eines Unterwassertunnels im Taktschiebeverfahren
herzustellen (DE-OS 33 38 652). Bei diesem bekannten Verfahren wird die Tunnelröhre
in aneinander anschließenden Abschnitten hergestellt, die im Endzustand eine Gelenkkette
bilden. Für den Bauzustand jedoch wird die Tunnelröhre durchgehend einstückig als
biegesteifer Stab ausgebildet, damit die Tunnelröhre über mehrere, im Längsabstand
voneinander angeordnete Führungsjoche hinweg im Wasser frei auskragend vorgeschoben
werden kann. Infolge der sehr hohen Biegesteifigkeit der Tunnelröhre führen schon
geringe Setzungen der Führungsjoche beim Vorschieben zu erheblichen Zwängungskräften
in der biegesteifen Tunnelröhre, die wesentlich höhere Schnittkräfte erzeugen können,
als sie in der Gebrauchslage des Tunnels auftreten.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und ein Verfahren zum
Herstellen eines langgestreckten Bauwerkes im Taktschiebeverfahren anzugeben, mit
dem es möglich ist, einerseits auch solche Bauwerke ohne temporäre Änderung ihrer
Stützungen durch Längsvorschub in ihre endgültige Lage zu bringen, die im Gebrauchszustand
nach einer von der Geraden oder einem Kreisbogen abweichenden Kurve gekrümmt sind,
und andererseits beim Längsvorschub Zwängungskräfte im Bauwerk zu vermeiden.
[0006] Diese Aufgabe wird mit der Erfindung dadurch gelöst, daß das Bauwerk mindestens für
den Bauzustand seiner Längsverschiebung als Träger mit Gelenken ausgebildet wird
und einen sich über mindestens die Länge des Abstandes zweier Stützungen erstreckenden,
biegesteifen Teil aufweist.
[0007] Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, daß sich das Bauwerk beim Vorschieben wechselnden
Krümmungen der Vorschubbahn anpassen kann, die durch die im Abstand voneinander angeordneten
Stützungen gebildet wird. Gleichwohl wird das langgestreckte Bauwerk beim Längsvorschub
durch den biegesteifen Teil stabilisiert, ohne daß das Bauwerk beim Vorschieben wesentlichen
Zwängungen unterworfen wird, da der biegesteife Teil stets nur auf zwei aufeinanderfolgenden
Stützungen aufliegt und zusammen mit den gelenkig angeschlossenen Teilen nach Art
eines Gerberträgers ein statisch bestimmtes System bildet. Der biegesteife Teil wird
zweckmäßigerweise am in Vorschubrichtung vorderen Ende des Bauwerkes angeordnet und
kann auch mit einem leichten Vorbauschnabel versehen sein, wie er üblicherweise beim
Taktschiebeverfahren am vorderen Ende des Bauwerkes befestigt wird. Dieser Vorbauschnabel
verlängert zwar den biegesteifen Teil des Bauwerkes, seine Steifigkeit ist aber im
Verhältnis zu diesem so gering, daß trotz zeitweise statisch unbestimmter Lagerung
beim Vorschieben im Bauwerk keine unerwünscht hohen Zwängungen auftreten.
[0008] Die an den biegesteifen Teil anschließenden, durch Gelenke verbundenen Bauwerkteile
können eine Länge haben, die dem Abstand der Stützungen entspricht, wobei der Abstand
aller Stützungen zweckmäßig gleich groß ist. Im Gebrauchszustand befinden sich dann
die Gelenkstellen über den Stützungen und es ist möglich, die Gelenke zu öffnen, so
daß dann die einzelnen Bauwerkabschnitte als frei aufliegende Träger jeweils ein
Überbaufeld überspannen, wie dies beispielsweise für Eisenbahnbrücken häufig gefordert
wird.
[0009] Nach der Erfindung ist es auch möglich, bei dem vorzuschiebenden Bauwerk über mehrere
Stützungen sich erstreckende, biegesteife Bauwerkteile und an diese durch Gelenke
angeschlossene Einhängeteile abwechseln zu lassen, deren Länge kleiner ist als der
Abstand der Stützungen.
[0010] Bei einem anderen Bauverfahren der eingangs näher erläuterten Art, bei dem für den
Gebrauchszustand etwa vorgesehene Gelenke im Bauwerk während der Längsverschiebung
durch Zusammenpressen der Bauwerkabschnitte oder Bauwerkteile im Gelenkbereich versteift
werden, wird nach der Erfindung so vorgegangen, daß die Bauwerkabschnitte bzw. Bauwerkteile
durch zusammendrückbare Elemente in den Gelenkbereichen gegeneinander abgestützt werden
und hierdurch mindestens während der Längsverschiebung in den Gelenkbereichen eine
gewisse Beweglichkeit und begrenzte Biegesteifigkeit haben.
[0011] Durch die Zwischenschaltung von vorzugsweise weich eingestellten Elastomerplatten
in den Gelenkfugen gelingt es, die Biegesteifigkeit des Bauwerkes herabzusetzen und
hierdurch die Zwängungskräfte zu vermindern, die beispielsweise bei Stützensenkungen
oder dann auftreten, wenn sich die Krümmung der Verschiebebahn ändert, auf der das
Bauwerk in seine Gebrauchslage geschoben wird.
[0012] Um eine elastische Abstützung im Gelenkbereich zu erreichen, werden in den Gelenkfugen
der Gelenke zwischen den Bauwerkabschnitten bzw. Bauwerkteilen zweckmäßig weich eingestellte
Elastomer-Lagerplatten, z.B. aus Neopren, angeordnet und die Bauwerkteile bzw. Bauwerkabschnitte
werden im Gelenkbereich, falls erforderlich, mit Spanngliedern zusammengespannt. Durch
Verändern der Spannung in den Spanngliedern kann die Biege steifigkeit in den Gelenkbereichen
beim Vorschieben des Bauwerkes nach Bedarf verändert werden. Hierdurch ist es möglich,
die Biegesteifigkeit des Bauwerkes an vielen Stellen innerhalb weiter Grenzen nach
Bedarf einzustellen und hierdurch die Momentenverteilung optimal zu beeinflussen.
[0013] Bei großen und massigen Bauwerken, wie Unterwassertunneln, die unter Auftrieb stehen
und beim Vorschieben über Führungsjoche geleitet werden, die in verhältnismäßig großem
Längsabstand voneinander angeordnet sind, kann es zweckmäßig sein, wenn im Bauwerk
auf die Länge des Abstandes zwischen zwei Stützungen jeweils mehrere elastische Gelenke,
zweckmäßig zwei bis vier Gelenke, vorgesehen werden. Man erreicht dann einerseits
eine genügend hohe Biegesteifigkeit, um die Tunnelröhre zielgenau durch das zu durchörternde
Gewässer vorschieben zu können, hat aber andererseits auch die Möglichkeit, das Bauwerk
auf vom Kreisbogen oder der Geraden abweichenden Gradienten vorzuschieben und Zwängungen
aus Bauungenauigkeiten und Setzungen wesentlich zu vermindern.
[0014] Die Anordnung von zusammendrückbaren Elementen ist nicht nur in den Gelenkfugen von
Koppelgelenken möglich, sondern auch in den Gelenken von Gerberträgern. Hierbei kann
der biegesteife Teil am vorderen Ende des Gerberträgers im Abstand der Stützungen
Gelenke aufweisen, die für den Bauzustand der Längsverschiebung vollständig versteift
werden. Es ist dann möglich, diese Gelenke nach dem Erreichen der Gebrauchslage in
Wirkung zu setzen, so daß das Bauwerk, beispielsweise eine Tunnelröhre, eine vollständige
Gelenkkette ergibt, deren einzelne Bauwerkabschnitte natürlich im Gelenkfugenbereich
gegeneinander abgedichtet werden müssen. Es ist auch möglich, im Gebrauchszustand
alle Gelenke, also auch die versteiften Gelenke in dem beim Vorfahren biegesteifen
Teil des Bauwerkes zu öffnen, wenn eine vollständige Reihe frei aufliegender Träger
erzeugt werden soll, die sich auf jeweils zwei Stützungen abstützen.
[0015] Nach der Erfindung ist es weiterhin möglich, bei den elastischen Gelenken oben und
unten unterschiedliche Spannkräfte zu erzeugen. Hierdurch kann erreicht werden, daß
sich die elastischen Gelenke gegenüber positiven und negativen Momenten verschieden
verhalten, d.h. bei Einwirkung von negativen Momenten eine größere Steifigkeit entfalten
als bei positiven Momenten oder umgekehrt. Die Moment-Winkelverdrehung-Beziehung
muß also nicht symmetrisch zum Nullpunkt sein. Durch die teilgelenkige Verbindung
der Bauwerkabschnitte oder Bauwerkteile kann das Verhältnis der Schnittgrößen aus
Last und Zwängungen optimal gesteuert werden.
[0016] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und den Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung an Beispielen
näher erläutert sind. Es zeigt:
Fig. 1 einen Unterwassertunnel, der nach einem Verfahren nach der Erfindung hergestellt
wird, im Bauzustand in einer Seitenansicht in schematischer Darstellungen,
Fig. 2 eines der offenen Gerbergelenke des Tunnels nach Fig. 1 im Längsschnitt in
vergrößertem Maßstab,
Fig. 3 eines der versteiften Gelenke der Tunnelröhre nach Fig. 1 in vergrößertem
Maßstab im Längsschnitt,
Fig. 4 ein elastisches Gelenk einer Tunnelröhre der in Fig. 1 dargestellten Art, die
beim Vorschieben aus einer durch elastische Gelenke verbundenen Gelenkkette besteht,
in vergrößertem Maßstab im Längsschnitt,
Fig. 5 und 6 als Gerberträger ausgebildete Überbauten von mehrfeldrigen Brücken bzw.
Tunneln im Bauzustand des Taktschiebens in schematischer Darstellung und
Fig. 7 und 8 Überbauten von Brücken bzw. Tunneln, deren Überbauabschnitte durch elastische
Gelenke nach der Erfindung verbunden sind, in den Fig. 5 und 6 entsprechenden Darstellungen.
[0017] Die folgenden Erläuterungen werden am Beispiel eines Tunnels gegeben; sie sind sinngemäß
aber auch für Überbauten von Brücken gültig.
[0018] In Fig. 1 ist mit 10 ein Unterwassertunnel bezeichnet, der einen Fluß 11 unterquert
und dessen Tunnelröhre 12 am linken Ufer 13 in aufeinanderfolgenden Abschnitten hergestellt
und im Taktschiebeverfahren durchs Wasser zum rechten Ufer 14 geschoben wird. Zu diesem
Zweck ist im Flußbett und in den anschließenden Uferbereichen 13 und 14 ein quer zum
Fluß 11 angeordneter Graben ausgehoben. Der Raum um den Tunnel herum wird nach dem
Einschieben der Tunnelröhre 12 wieder verfüllt, um die Tunnelröhre 12 im Gebrauchszustand
im Boden einzubetten und das ursprüngliche Gewässerprofil wieder herzustellen.
[0019] Am linken Ufer 13 des Flusses 11 befindet sich eine Vorpreßgrube 16, die gegenüber
dem Gewässergraben durch ein Dichtungsportal 17 abgeschlossen ist. Die Vorpreßgrube
16 dient als Fertigungsplatz zum Herstellen der einzelnen Bauwerkabschnitte 18 der
Tunnelröhre 12 und zum Ausschieben des fertiggestellten Teiles der Tunnelröhre 12
in den mit Wasser gefüllten Kanal, bis diese Tunnelröhre 12 das zweite Dichtungsportal
19 am rechten Ufer 14 erreicht. An dieses Dichtungsportal 19 schließt sich dann die
an Ort und Stelle errichtete Tunnelmündung 20 an, die nach dem vollständigen Herstellen
und Einschieben der Tunnelröhre auch am linken Ufer 13 gebaut wird und dort mit 21
bezeichnet ist.
[0020] Zwischen den Dichtungsportalen 17 und 19 sind auf der Kanalsohle 15 Stützungen 24,
25, 26, 27 und 28 angeordnet, welche untereinander und von den Dichtungsportalen
17 vorzugsweise alle den gleichen Längsabstand
l haben und mit Gleit- oder Rollenlagern 20 und nicht näher dargestellten seitlichen
Führungen für den Vorschub der Tunnelröhre 12 durchs Wasser versehen sind.
[0021] Die Tunnelröhre 12 ist an ihrem rechten, in Vorschubrichtung 22 vorderen Ende durch
eine Stirnplatte 31 wasserdicht verschlossen und wird in der Vorpreßgrube 16 in einzelnen,
aneinander anschließenden Abschnitten 18a, 18b, 18c, 18d, 18e, 18f, 18g, 18h, 18i,
18j, 18k, 18l usw. aus Stahlbeton aufeinanderfolgend hergestellt und jeweils nach
Fertigstellung und Erhärtung eines Abschnittes in Längsrichtung 22 durch das Dichtungsportal
17 in den Graben ausgeschoben, wobei die Tunnelröhre auf den Stützungen 23 bis 28
entlanggleitet und geführt wird, bis sie das gegenüberliegende Dichtungsportal 19
am rechten Ufer 14 erreicht.
[0022] Bei der Herstellung in der Vorpreßgrube 16 wird zwischen je zwei aufeinanderfolgenden
Bauwerkabschnitten 18 ein Gelenk 32 bzw. 33 vorgesehen. Die einzelnen Bauwerkabschnitte
18 haben bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel alle die gleiche Länge,
und diese Länge ist halb so groß wie der Längsabstand
l der Stützungen 23 bis 29. Für den in Fig. 1 dargestellten Bauzustand der Längsverschiebung
der Tunnelröhre 12 sind die Gelenke 32 zwischen den drei ersten Bauwerkabschnitten
18a, 18b und 18c versteift, während die Gelenke 33 zwischen den Bauwerkabschnitten
18c, 18d und 18e offen sind. Danach wechseln zwischen den folgenden Bauwerkabschnitten
18e bis 18l usw. jeweils zwei versteifte Gelenke 32 mit zwei aufeinanderfolgenden
offenen Gelenken 33 ab, so daß ein fortlaufender Gerberträger entsteht, dessen biegesteife
Bauwerkteile 35a, 35b und 35c von den Bauwerkabschnitten 18a, 18b, 18c bzw. 18e,
18f, 18g bzw. 18i, 18j, 18k und dessen Einhängeteile 36a, 36b und 36c von den Bauwerkabschnitten
18d bzw. 18h bzw. 18l gebildet werden.
[0023] Wenn im folgenden von "Gelenken" die Rede ist, werden hierunter nur vollkommen bewegliche
Gelenke oder begrenzt bewegliche Gelenke, d.h. elastische Gelenke verstanden, von
denen die elastischen Gelenke weiter unten noch näher erläutert werden. Die "versteiften"
Gelenke werden im folgenden stets als solche bezeichnet.
[0024] Von den vollkommen beweglichen Gelenken 33 ist in Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel
dargestellt, während Fig. 3 das Ausführungsbeispiel eines für den Bauzustand des
Vorschiebens versteiften Gelenkes 32 erkennen läßt. Beide Gelenke sind einfache Betongelenke,
die in den Seitenwandungen 37 und 38 der Tunnelröhre angeordnet sind. Hierzu haben
die Seitenwandungen 37 und 38 des Bauwerkabschnittes 18d eine im Längsschnitt rechteckige
Ausnehmung 39, in die ein entsprechender Vorsprung 40 in den Seitenwandungen 37 und
38 des benachbarten Bauwerkabschnittes 18c eingreift. Zwischen den einander gegenüberliegenden
horizontalen Flächen 41 und 42 bzw. 43 und 44 der Ausnehmungen 39 und der Vorsprünge
40 sind Elastomer-Lagerplatten 45, beispielsweise aus Neopren, angeordnet, die eine
Winkelverdrehung der Bauwerkabschnitte 18c und 18d im Gelenkbereich gestatten. Obgleich
die Gelenkfugen 46 zwischen den Bauwerkabschnitten 18c und 18d als offene Fugen dargestellt
sind, ist doch jedem Fachmann klar, daß diese Fugen so abgedichtet werden müssen,
daß sie zwar eine Winkelbewegung zwischen den Bauwerkabschnitten 18c und 18d gestatten,
aber einen Wassereintritt mit Sicherheit verhindern. Hierfür können an sich bekannte
Dichtungskonstruktionen eingesetzt werden, die jedoch nicht Gegenstand der vorliegenden
Erfindung sind und deshalb auch nicht dargestellt wurden.
[0025] Bei dem in Fig. 3 dargestellten versteiften Gelenk 32 greifen die Bauwerkabschnitte
18b und 18c ebenso wie bei dem offenen Gelenk 33 mit Vorsprung 40 und Ausnehmung 39
ineinander, und es sind auch zwischen den horizontalen Lagerflächen 41 und 42 bzw.
43 und 44 Elastomer-Lagerplatten 45 vorgesehen; die vertikalen Gelenkfugen 46 sind
jedoch nicht offen, sondern liegen, natürlich unter Zwischenschaltung eines nicht
näher dargestellten Dichtungsmittels, dicht aufeinander und werden durch obere Gelenkspannglieder
48 und untere Gelenkspannglieder 49 fest gegeneinandergepreßt, die im Bereich der
Tunnelfirstplatte 50 und der Tunnelsohlplatte 51 angeordnet und an dort vorgesehenen
Verstärkungen 52 verankert sind. Wenn die Tunnelröhre ihre Gebrauchslage erreicht
hat und die elastische Bettung für den Tunnel fertiggestellt ist werden diese Gelenkspannglieder
48 und 49 wieder gelöst und hierdurch die versteiften Gelenke 32 wieder in Wirkung
gesetzt, so daß alle aneinander anschließenden Bauwerkabschnitte 18a bis 18l usw.
eine durch wirksame Gelenke miteinander verbundene Gelenkkette bilden.
[0026] Bei der Herstellung der Tunnelröhre 12 wird zunächst der aus den Bauwerkabschnitten
18a, 18b und 18c bestehende biegesteife Bauwerkteil 35a aus dem Tunnelportal 17 frei
auskragend vorgeschoben, bis das vordere Ende 12a der Tunnelröhre 12 die erste Stützung
24 im Gewässergraben erreicht. Der biegesteife Bauwerkteil 35a behält dann beim weiteren
Vorschieben, bei dem er nacheinander die weiteren Stützungen 25, 26, 27, 28 und 29
erreicht, immer eine statisch bestimmte Lagerung und stabilisiert, zusammen mit dem
später folgenden, biegesteifen Bauwerkteil 35b, den durch die Gelenke 33 angeschlossenen
Einhängeteil 18d, wobei etwa auftretende ungleichmäßige Setzungen der Stützungen 24
bis 28 ohne Einfluß bleiben.
[0027] Bei einem anderen Verfahren nach der Erfindung wird die Tunnelröhre 12 nicht als
Gerberträger ausgebildet und in biegesteife Bauwerkteile 35a, 35b, 35c und mit diesen
gelenkigverbundene Einhängeteile 36a, 36b und 36c unterteilt, sondern alle Bauwerkabschnitte
18a bis 18l werden durch elastische Gelenke 60 (Fig. 4) derart miteinander verbunden,
daß sie mindestens während der Längsverschiebung eine begrenzte Biegesteifigkeit und
in den Gelenkbereichen eine gewisse Beweglichkeit haben. Hierbei ist die Grundausbildung
im wesentlichen die gleiche wie bei dem voll beweglichen Gelenk 33 und bei dem versteiften
Gelenk 32, d.h. auch bei dem elastischen Gelenk greift ein Vorsprung 24 in den Seitenwandungen
37 und 38 eines Bauwerkabschnittes, z.B. des Bauwerkabschnittes 18a, in eine Ausnehmung
39 des folgenden Bauwerkabschnittes, beispielsweise des Bauwerkabschnittes 18b, ein,
wobei wieder zwischen den horizontalen Flächen 41 und 42 bzw. 43 und 44 Elastomer-Lager
45 angeordnet sind, welche die Vertikalkräfte aufnehmen. In den vertikalen, offenen
Gelenkfugen 46 sind im Bereich der Tunnelfirstplatte 50 und der Tunnelsohlplatte 51
Lagerplatten 61 bzw. 62 aus einem weich eingestellten Elastomer angeordnet. Außerdem
sind obere Gelenkspannglieder 48 und untere Gelenkspannglieder 49 vorgesehen, mit
denen die Bau werkabschnitte 18a und 18b im Bereich der Firstplatte 40 und der Sohlplatte
51 zusammengespannt sind. Die Bauwerkabschnitte 18a und 18b stützen sich also im Bereich
ihrer oberen Firstplatte 50 und ihrer unteren Sohlplatte 51 über zusammendrückbare
Elemente 61 und 62 gegeneinander ab, wobei die Biegesteifigkeit im Gelenkbereich
durch Verändern der Spannung in den Gelenkspanngliedern 48 und 49 beim Vorschieben
des Bauwerks verändert und den Erfordernissen entsprechend eingestellt werden kann.
Hierbei können mit den oberen Gelenkspanngliedern 48 andere Spannkräfte erzeugt werden
als mit den unteren Gelenkspanngliedern 49, so daß die Biegesteifigkeit der Tunnelröhre
12 im Bereich des elastischen Gelenkes 60 bei Einwirkung von negativen Momenten anders
ist als bei positiven Momenten. Wird beispielsweise mit den oberen Gelenkspanngliedern
48 eine höhere Spannkraft erzeugt als mit den unteren Gelenkspanngliedern 49, hat
das Gelenk bei Einwirkung negativer Momente eine höhere Steifigkeit als bei Einwirkung
positiver Momente. Die Biegesteifigkeit im Gelenkbereich kann also nach Belieben
eingestellt werden, wobei es auch möglich ist, die Gelenkspannglieder 48 und 49 vollständig
zu lösen und die Elastomer-Platten 61 und 62 herauszunehmen, um ein vollständig bewegliches
Gelenk der in Fig. 2 gezeigten Art zu erhalten. In der Regel genügt es jedoch auch
für den Gebrauchszustand, die Gelenkspannglieder 48 und 49 vollständig wirkungslos
zu machen, um die gewünschte Gelenkwirkung im Gebrauchszustand zu erreichen. Andererseits
kann durch starkes Anspannen der Gelenkspannglieder die Gelenkwirung auch vollständig
aufgehoben werden.
[0028] Bei den elastischen Gelenken nach Fig. 4 werden die Spannglieder ohne Verbund eingelegt.
Durch entsprechende Wahl der Spanngliedlänge und der Fugenausbildung, z.B. Anordnung
der Elastomer-Lager, kann die Biegesteifigkeit in weiten Grenzen beeinflußt werden.
Die in den Gelenken nach Fig. 3 und 4 eingelegten oberen und unteren Spannglieder
brauchen nicht unbedingt vorgespannt zu werden.
[0029] Wenn die Tunnelröhre 12 nicht als Gerberträger mit einzelnen biegesteifen Bauwerkteilen,
sondern als Gelenkkette mit elastischen Gelenken ausgebildet wird, kann sie ebenso
wie ein Gerber träger zunächst frei auskragend aus dem Dichtungsportal 17 vorgeschoben
werden, wobei das Kragmoment einerseits durch entsprechend höhere Anspannung der oberen
Gelenkspannglieder aufgenommen und durch geschickte Wahl des Verhältnisses von Gewicht
zu Auftrieb der Tunnelröhre gering gehalten werden kann.
[0030] In den Fig. 5 bis 8 sind die bevorzugten statischen Systeme eines nach dem Verfahren
nach der Erfindung herzustellenden Bauwerkes gezeigt, die sowohl für Unterwassertunnel
als auch für den über mehrere Stützen durchlaufenden Überbau einer Brücke verwendet
werden können. Hierbei entspricht das statische System nach Fig. 6 etwa dem System
der in Fig. 1 dargestellten Tunnelröhre, wobei der am vorderen Ende 12a angeordnete
biegesteife Bauwerkteil 35a noch einen leichten Vorbauschnabel 54 aufweist, der am
vorderen Ende 12a des biegesteifen Bauwerkteiles befestigt ist und es gestattet,
den auskragenden Teil zu verlängern, ohne das Eigengewicht zu vergrößern. Ein solcher
Vorbauschnabel 54 wird üblicherweise bei Brückenüberbauten verwendet, die im Taktschiebeverfahren
hergestellt werden.
[0031] Die in Fig. 6 dargestellten Gelenke 33 sind offene Gelenke der in Fig. 2 dargestellten
Art und man erkennt aus Fig. 6, daß es sich hier um einen Gerberträger handelt, der
sich über jeweils zwei Stützungen 24 und 25 bzw. 27 und 28 erstreckende biegesteife
Bauwerkteile 35b und 35a und an diese durch Gelenke 33 angeschlossene Einhängeteile
36b und 36a aufweist.
[0032] In Fig. 5 besteht das Bauwerk, beispielsweise der Überbau 55 einer mehrfeldrigen
Brücke, aus mehreren Überbauabschnitten 56a bis 56f, deren Länge dem Abstand
l der Stützungen 23 bis 28 entspricht und die durch offene Gelenke 33 der in Fig. 2
dargestellten Art zu einer durchlaufenden Gelenkkette miteinander verbunden sind.
Lediglich das erste Gelenk zwischen den beiden in Vorschubrichtung 22 vorderen Überbauabschnitten
56a und 56b ist ein versteiftes Gelenk 32, so daß diese beiden Überbauabschnitte zusammen
mit ihrem Vorbauschnabel 54 als biegesteifer Bauwerkteil wirken, der in jeder Vorschubphase
auf zwei aufeinanderfolgenden Stützungen aufliegt und die ihm folgende Gelenkkette
der Überbauabschnitte 56c bis 56f im Bauzustand der Längsverschiebung stabilisiert.
Im Gebrauchszustand nimmt der Überbau dann eine Lage ein, in der jeder Überbauabschnitt
56 ein Brückenfeld überspannt und mit seinen beiden Enden auf zwei aufeinanderfolgenden
Stützungen aufliegt. Die offenen Gelenke 33 und das versteifte Gelenk 32 befinden
sich dann jeweils in der Mitte über einer der Stützungen 23 bis 29. Sie werden dann
alle vollständig geöffnet, so daß jeder Überbauabschnitt 56 im Gebrauchszustand als
frei aufliegender Träger auf zwei Stützen wirkt.
[0033] Bei dem in Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispiel, bei dem das herzustellende Bauwerk
hindern die Tunnelröhre eines Unterwassertunnels oder der Überbau 55 einer über mehrere
Felder durchlaufenden Brücke sein kann, haben alle Überbauabschnitte 56a, 56b, 56c,
56d und 56e wie bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel die Länge
l eines Überbaufeldes, die dem Abstand
l der Stützungen entspricht. Alle Überbauabschnitte 56a bis 56f sind durch Gelenke
miteinander verbunden. Diese Gelenke sind jedoch nicht teilweise offene Gelenke und
versteifte Gelenke wie bei dem Gerberträger nach Fig. 5, sondern sie sind alle elastische
Gelenke 60 der in Fig. 4 dargestellten Art. Diese elastischen Gelenke 60 können beim
Vorschieben des Überbaues in Längsrichtung 22 durch Verändern der Spannung in den
Gelenkspanngliedern 48 und 49 in ihrer Elastizität verändert werden, um die Biegesteifigkeit
der Gelenkkette im Gelenkbereich den wechselnden Beanspruchungen beim Vorschieben
anzupassen.
[0034] Bei dem in Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht der Tunnel 55 aus einer
Vielzahl von Bauabschnitten 56, die ebenso wie bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.
8 durch elastische Gelenke 60 miteinander verbunden sind. Die Länge der Bauabschnitte
56 ist jedoch kleiner als der Abstand
1 der Stützungen 23 bis 29.
[0035] Man erkennt, daß es mit allen vorgeschriebenen Ausführungsformen, und zwar sowohl
in Gerberträgeranordnung als auch in Gelenkkettenanordnung mit elastischen Gelenken,
möglich ist, Gradienten mit wechselnder Krümmung zu durchfahren, da sich der Stabzug
dank seiner Geienke unterschiedlichen Krümmungen anpassen kann. Ebenso sind natürlich
auch Zwängungen aus Setzungen vermieden. Das gleiche Prinzip kann auch angewendet
werden, wenn es gilt, ein langgestrecktes Bauwerk über im Abstand voneinander angeordnete
Stützungen vorzuschieben, die im Grundriß Punkte einer Kurve sind, deren Krümmung
sich ändert. In diesem Falle müssen die Gelenke natürlich anders ausgebildet werden,
um eine Winkelverdrehung um eine vertikale Achse zuzulassen.
[0036] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt, sondern es sind mehrere Änderungen und Ergänzungen möglich, ohne den
Rahmen der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise kann die Gelenkausbildung anders
sein und die Gelenke müssen auch nicht symmetrisch zur Nullinie angeordnet werden.
Ferner können die Längenverhältnisse der biegesteifen Teile und Einhängeteile der
Gerberträger je nach dem Abstand der Stützungen und der Querschnittsausbildung des
Bauwerkes anders gewählt werden und es ist auch möglich, die elastischen Gelenke im
Gebrauchszustand des Bauwerkes beizubehalten. Schließlich besteht auch die Möglichkeit,
in den biegesteifen Bauwerkteilen der für den Vorschub als Gerberträger ausgebildeten
Bauwerke elastische Gelenke vorzusehen, die nur soweit ver steift werden, daß die
Biegesteifigkeit ausreicht, um das Bauwerk vorzuschieben und die folgende Gelenkkette
ausreichend zu stabilisieren.
1. Verfahren zum Herstellen eines langgestreckten Bauwerkes, wie Brückenüberbau, Unterwassertunnel
od.dgl., das im Taktschiebeverfahren von der Stelle eines Bauwerkendes aus in aneinander
anschließenden Abschnitten hergestellt und in Längsrichtung des Bauwerkes auf im Längsabstand
voneinander angeordneten Stützungen in seine Gebrauchslage geschoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauwerk mindestens für den Bauzustand seiner Längsverschiebung als Träger
mit Gelenken ausgebildet wird und einen sich mindestens über die Länge des Abstandes
zweier Stützungen erstreckenden biegesteifen Teil aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der biegesteife Teil (35) an dem in Vorschubrichtung vorderen Ende des Bauwerkes
befindet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die an den biegesteifen Teil (35) anschließenden, durch Gelenke (33) verbundenen
Bauwerkteile (36 bzw. 56) eine Länge haben, die dem Abstand (l) der Stützungen (23 bis 29) entspricht.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei dem vorzuschiebenden Bauwerk (12 bzw. 55) über mehrere Stützungen (24, 25
bzw. 27, 28) sich erstreckende biegesteife Bauwerkteile (35a) und an diese durch Gelenke
(33) angeschlossene Einhängeteile (36) abwechseln, deren Länge kleiner ist als der
Abstand (l) der Stützungen (23 bis 29).
5. Verfahren zum Herstellen eines langgestreckten Bauwerkes, wie Brückenüberbau, Unterwassertunnel
od.dgl., das im Taktschiebeverfahren von der Stelle eines Bauwerkendes aus in aneinander
anschließenden Abschnitten hergestellt und in Längsrichtung des Bauwerkes auf im Längsabstand
voneinander angeordneten Stützungen in seine Gebrauchslage geschoben wird, insbesondere
nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß für den Gebrauchszustand etwa vorgesehene Fugen oder Gelenke im Bauwerk während
der Längsverschiebung durch Zusammenpressen der Bauwerkabschnitte oder Bauwerkteile
im Gelenkbereich teilweise versteift werden, wobei die Bauwerkabschnitte (18 bzw.
56) bzw. Bauwerkteile (35a, 35b) durch zusammendrückbare Elemente (61, 62 in den Gelenkbereichen
gegeneinander abgestützt werden und hierdurch mindestens während der Längsverschiebung
in den Gelenkbereichen eine gewisse Beweglichkeit und begrenzte Biegesteifigkeit
haben.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in den Gelenkfugen (46) der Gelenke (60) zwischen den Bauwerkabschnitten (18
bzw. 56) bzw. Bauwerkteilen (35a, 36a) Elastomer (61, 62) angeordnet wird und die
Bauwerkteile bzw. -abschnitte (18 bzw. 56) im Gelenkbereich mit oberen und unteren
Gelenkspanngliedern (48 bzw. 49) zusammengespannt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß beim Vorschieben des Bauwerkes durch Verändern der Spannung in den Gelenkspanngliedern
(48, 49) die Biegesteifigkeit in den Gelenkbereichen verändert wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in oberen Gelenkspanngliedern (48) andere Spannkräfte erzeugt werden als in
unteren Gelenkspanngliedern (49).
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß im Bauwerk auf die Länge des Abstandes (l) zwischen zwei Stützungen jeweils mehrere elastische Gelenke (60) vorgesehen werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der biegesteife Teil (35a bzw. 56a, 56b) am vorderen Ende (12a) des Gerberträgers
im Abstand (l) der Stützungen (23 bis 29) Gelenke (32) aufweist, die für den Bauzustand der Längsverschiebung
versteift werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß an dem in Vorschubrichtung vorderen Ende des Bauwerkes ein Vorbauschnabel (54)
befestigt wird, dessen Biegesteifigkeit wesentlich geringer ist als die des Bauwerkes.