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EP 0 276 410 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.05.1992 Patentblatt 1992/20 |
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Anmeldetag: 02.12.1987 |
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Munitionsvorratsbehälter
Ammunition magazine
Magazin de munitions
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
24.01.1987 DE 3702119
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.08.1988 Patentblatt 1988/31 |
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Patentinhaber: DORNIER GMBH |
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D-88004 Friedrichshafen (DE) |
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Erfinder: |
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- Kramer, Bernhard
D-7778 Markdorf (DE)
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Vertreter: Landsmann, Ralf, Dipl.-Ing. |
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Dornier GmbH
LHG 88039 Friedrichshafen 88039 Friedrichshafen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 2 349 454
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US-A- 2 375 437
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Munitionsvorratsbehälter nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Als Maschinenwaffen in Flugzeugen werden Bordkanonen oder Maschinengewehre verwendet.
Als Munition werden z. B. Patronen des Kalibers 27 mm verwendet, die zu ca. 150 Stück
aufgegurtet sind.
[0003] Aus der US 2,375,437 A ist ein Munitionsvorratsbehälter für gegurtete Munition für
Maschinenwaffen in Flugzeugen bekannt, der einen langgestreckten Kanal, dessen Breite
in etwa der Länge der Munition entspricht, dessen Höhe in etwa dem Durchmesser der
Munition entspricht, an dessen einem Ende ein Munitionszuführkanal der Waffe und/oder
der Einführkanal für die Munition liegt, und eine Ladevorrichtung zum Einziehen der
Munition am anderen Ende des Kanals aufweist. Diese Vorrichtung weist eine gebremste
und federbelastete Seilwinde auf, die die Munitionszuführung beim Schießen unterstützt.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, einen solchen Munitionsvorratsbehälter dahingehend
zu verbessern, daß er leichter und schneller nachfüllbar ist.
[0005] Diese Augabe wird erfindungsgemäß gelöst von einem Munitionsvorratsbehälter mit den
Merkmalen des Anspruchs 1.
[0006] Ausführungen der Erfindung sind Gegenstände von Unteransprüchen.
[0007] Die erfindungsgemäße Ausführung als langgestreckter Kanal erlaubt es, den Behälter
auch in dünnen Flügeln oder Flügelendbereichen unterzubringen (ein- bis dreilagig).
[0008] Ist der Behälter ein-, drei-, fünf- oder mehrlagig, jedoch stets eine ungerade Zahl
von Lagen vorhanden, so liegt die Ladevorrichtung auf der der Waffe gegenüberliegenden
Seite des Behälters. Ist eine gerade Anzahl von Lagen vorgesehen, so sind die Ladevorrichtung
und die Waffe an der gleichen Seite des Behälters angeordnet.
[0009] In einer Ausführungsform ist ein separater Antrieb vorgesehen, der die Munition beim
Schießen beschleunigt oder der die Munition beim Nachladen in den Behälter einzieht.
Dazu kann ein Boostermotor vorgesehen sein, der von der Hydraulik oder der Elektrik
des Flugzeugs gespeist wird.
[0010] Die Materialien für den Aufbau des Behälters sind frei wählbar. Möglich sind Kunststoffe,
Verbundwerstoffe oder Metalle, wie z.B. Bleche. Der Behälter kann ganz leicht bis
sehr stabil ausgeführt sein, wobei im letzteren Fall ein Mittragen des Behälters in
der Flugzeugzelle oder im Tragflügel möglich ist. In diesem Fall wird auf eine lösbare
Befestigung des Behälters in der tragenden Struktur geachtet, damit der Behälter für
Reparaturen ausgewechselt werden kann.
[0011] Die Ladevorrichtung enthält eine Seilwinde, deren Seil an einem Ende des Patronengurts
befestigt ist und sich beim Schießen automatisch abwickelt. Ist die Munition vollkommen
verschossen, befindet sich das Ende des Seils direkt neben der Waffe. Dort kann es
an einen neuen Patronengurt gehängt werden und durch eine von außen betätigte Vorrichtung
oder durch einen Motor den Patronengurt wieder in den Kanal einziehen.
Es ist eine Seilbremse vorgesehen, die Schwingungen des Seils oder ein unkontrolliertes
Ablaufen verhindern. Dies ist eine Seilwindenbremse, die aus einem federbelasteten
Hebel besteht, der die Seiltrommel bremst und an seinem Vorderende eine Rolle für
das Seil enthält. Über diese Rolle wird das Seil geführt. Wenn geschossen wird, das
heißt, wenn die Waffe sich automatisch nachlädt, wird das Seil gezogen und die Bremse
löst dadurch automatisch, so daß das Seil die Umlenkrolle und mit ihr den Bremshebel
von der Seiltrommel weghebt. Nach Beendigung des Schießens zieht die Federkraft den
Bremshebel wieder auf die Seiltrommel und stoppt diese.
[0012] Das Nachfüllen des Vorratsbehälters geschieht entweder mittels eines Elektro- oder
Hydraulikmotors oder aber mit einer Handkurbel, die bevorzugt von außen ansetzbar
ist. In diesem Fall ist in der Tragflüelhaut ein Durchlaß vorgesehen, in den die Handkurbel
zum Betätigen der Seilwinde einsetzbar ist.
[0013] Die Erfindung wird anhand von zwei Figuren näher beschrieben.
- Figuren 1 und 2
- zeigen eine Ansicht eines dreilagigen Munitionsvorratsbehälter in Flugrichtung und
in Draufsicht.
[0014] Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Munitionsvorratsbehälter in einem Flugzeug
1 von vorne gesehen. Der Behälter ist in einem dünnen Flügel, wie er für Überschallmaschinen
gebräuchlich ist, untergebracht. Die Bordkanone (Waffe 2) befindet sich in der Flugzeugzelle.
Zwischen ihr und dem Munitionsvorratsbehälter befindet sich der Munitionszuführkanal
3. Der langgestreckte Kanal 4 des Munitionsvorratsbehälters ist hier dreilagig ausgebildet
und besitzt an den Kehren Umlenkrollen 5, die ein leichtes Gleiten des Patronengurts
11 erlauben. Zum Einziehen des Patronengurts 11 ist das Ladeseil 6 vorgesehen, das
auf der Seilwinde 7 aufgewickelt ist. Die Seilwindenbremse besteht hier aus dem Hebel
8, dessen Bremselement durch die Zugfeder 12 auf die Seilwinde 7 gezogen wird und
diese dadurch bremst. Am Ende des Hebels 8 befindet sich eine Rolle, über die das
Ladeseil 6 geführt wird und die den Hebel beim Nachladen der Waffe 2 von der Seilwinde
7 wegzieht und das Seil damit freigibt.
[0015] Am gleichen Ende des Behälters, wie der Munitionszuführkanal 3, liegt der Nachladekanal
13, durch den neue Munition zugeführt werden kann.
Zum Nachfüllen des Munitionsvorratsbehälters ist in dieser Ausführung eine Handkurbel
(Bodengerät) vorgesehen, mit der von außen durch eine Öffnung in der Flugzeughaut
über ein Kegelradgetriebe 10 die Seilwinde 7 betätigt werden kann.
[0016] Figur 2 zeigt die Vorrichtung der Figur 1 in Draufsicht. Zu erkennen ist wieder die
gerade Ausführung des Kanals 4, wodurch der Munitonsvorratsbehälter auch in langen,
dünnen Flügeln unterzubringen ist.
1. Munitionsvorratsbehälter für gegurtete Munition für Maschinenwaffen in Flugzeugen
(
1), mit
- einem langgestreckten Kanal (4), dessen Breite in etwa der Länge der Munition entspricht, dessen Höhe in etwa dem
Durchmesser der Munition entspricht, an dessen einem Ende ein Munitionszuführkanal
(3) der Waffe (2) und/oder der Einführkanal für die Munition liegt,
- einer Ladevorrichtung zum Einziehen der Munition am anderen Ende des Kanals (4), dadurch gekennzeichnet, daß die Ladevorrichtung ein Ladeseil (6) oder Ladeband, das an einem Ende des Patronengurts befestigt ist, und eine Seilwinde
(7) umfasst und daß eine Seilwindenbremse vorgesehen ist, die aus einer federbelasteten
Schwinge (8) gebildet ist, an deren Ende eine Seilführungsrolle befestigt ist.
2. Munitionsvorratsbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (4) gerade ist.
3. Munitionsvorratsbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal (4) zwei-, drei- oder mehrlagig ist und in der oder in den Kehren Umkehrelemente vorgesehen
sind.
4. Munitionsvorratsbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er mit einem separaten Antrieb ausgerüstet ist.
5. Munitionsvorratsbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er tragend, aber für Reparaturzwecke ausbaubar, in die Struktur des Flugzeugs
(1), bevorzugt in einem Flügel, ein gebaut ist.
6. Munitionsvorratsbehälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ladevorrichtung von außen betätigbar ist.
1. Ammunition magazine for belted ammunition for automatic weapons in aircraft (1), having:
- an elongate channel (4) of which the width corresponds approximately to the length
of the ammunition and of which the height corresponds approximately to the diameter
of the ammunition, and at one end of which there is a channel (3) for delivering ammunition
to the weapon (2) and/or the insertion channel for the ammunition;
- a loading device for drawing in the ammunition at the other end of the channel (4),
characterised in that the loading device comprises a loading cable (6) or loading
band which is secured at one end of the cartridge belt, and a cable winch (7); and
in that a cable winch brake is provided which is formed from a spring-loaded rocker
(8) at the end of which there is secured a cable guide roller.
2. Ammunition magazine according to Claim 1, characterised in that the channel (4) is
straight.
3. Ammunition magazine according to either of the preceding claims, characterised in
that the channel (4) has two, three or a plurality of layers, and reversal components
are provided in the turns.
4. Ammunition magazine according to any one of the preceding claims, characterised in
that it is equipped with a separate drive.
5. Ammunition magazine according to any one of the preceding claims, characterised in
that it is built into the structure of the aircraft (1), preferably in a wing, such
that it is load-bearing but can be dismantled for repair purposes.
6. Ammunition magazine according to any one of the preceding claims, characterised in
that the loading device can be actuated from the exterior.
1. Magasin de munitions pour des munitions en bandes destinées à des armes automatiques
à bord d'avions (1), comprenant
- un canal allongé (4) dont la largeur correspond sensiblement à la longueur de la
munition, dont la hauteur correspond sensiblement au diamètre de la munition, à l'une
des extrémités duquel est situé un canal d'amenée de munitions (3) de l'arme (2) et/ou
un canal d'introduction pour la munition,
- un dispositif de chargement pour l'engagement des munitions à l'autre extrémité
du canal (4),
caractérisé en ce que le dispositif de chargement comprend un câble de chargement (6) ou une bande
de chargement sur qui est fixé sur l'une des extrémités de la bande de cartouches,
et un treuil (7), et qu'il est prévu un frein de treuil à câble constitué par une
bielle oscillante (8) commandée par ressort à l'extrémité de laquelle est fixé un
rouleau guide-câble.
2. Magasin de munitions selon la revendication 1, caractérisé en ce que le canal (4)
est rectiligne.
3. Magasin de munitions selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
que le canal (4) est à deux, trois couches ou plus et que des éléments de renversement
sont prévus dans les tournants.
4. Magasin de munitions selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
qu'il est équipé d'un mécanisme d'entraînement séparé.
5. Magasin de munitions selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
qu'il est monté de manière portante dans la structure de l'avion (1), de préférence
dans une aile, mais qu'il peut être démonté pour des travaux de réparation.
6. Magasin de munitions selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce
que le dispositif de chargement peut être actionné par l'extérieur.

