[0001] Die Erfindung betrifft ein Gerüst mit verbindungsvorrichtungen mit folgenden Merkmalen:
- vertikale Stiele;
- an den vertikalen Stielen sind in einem dem Raster des Gerüstsystems entsprechenden
Abstand ringförmige Lochscheiben befestigt;
- horizontal und/oder diagonal verlaufende langgestreckte Gerüstelemente sind an den
ringförmigen Lochscheiben mit Anschlußköpfen befestigt;
- die Anschlußköpfe greifen mit Schlitzen über die Lochscheiben;
- die Anschlußköpfe haben senkrecht übereinander liegende Keilöffnungen für durch die
Keilöffnungen und die Scheibenlöcher greifende Keile;
- die Keile liegen an den Außenumfangsflächen der Scheibenlöcher einerseits und an den
dem Stiel benachbarten Stützflächen der Keilöffnungen der Anschlußköpfe andererseits
an;
- die Heile sind mit unteren Verdickungen gegen Verlieren gesichert;
- die untere Keilöffnung ist breiter als der obere Endbereich der oberen Keilöffnung;
- die vertikalen Außenbegrenzungsflächen der Köpfe sind keilartig auf das Stiel- und
Scheibenzentrum zusammenlaufend gestaltet;
- die an den Stielen anliegenden Anlagestützflächen weisen eine Teilzylindergestalt
mit dem Radius der Stielaußenwand auf;
- die Anlagestützflächen haben eine größere Höhe als der Durchmesser oder die Höhe der
langgestreckten Gerüstelemente;
- die Anlagestützflächen haben zu den Keilöffnungen reichende Durchbrechungen;
- die Anschlußköpfe bestehen aus Stahlguß oder geschmiedetem Stahl;
- an langgestreckten Gerüstelementen befestigte Anschlußköpfe sind mit in deren Profil
eingreifenden Fortsätzen befestigt oder angeschweißt;
- die Fortsätze weisen Vertiefungen auf, in welche verformte Bereiche der sie übergreifenden
langgestreckten Metallprofile eingreifen oder sind von Durchgriffsmitteln, wie Schrauben,
Nieten oder dgl., gehalten;
- unter Winkeln angeschlossene Gerüstelemente weisen an ihren Enden flache Laschen auf,
die zylindrische Lagerbohrungen haben, durch welche Drehzapfen von fort satzlosen
Anschlußköpfen greifen.
[0002] Ein Gerüst mit den vorstehend genannten Merkmalen ist aus DE-PS 24 49 124 und entsprechenden
Benutzungen bekannt.
[0003] Solche Gerüste werden in der Regel mit Stielen aus Stahlrohren und mit langgestreckten
Gerüstelementen aus Stahlrohren oder sonstigen Profilteilen aus Stahl benutzt. In
Einzelfällen hat man auch schon Gerüste mit Rohren und/oder langgestreckten Gerüstelementen
aus Leichmetall, jedoch mit vielen anderen Honstruktionseinzelheiten benutzt. Dies
ist vor allem darauf zurückzuführen, daß bei den auftretenden Belastungen an den Anschlüssen
eines Modulgerüstes hohe Anforderungen bestehen, die mit Leichtmetallen nicht oder
nur schwer und nur in bestimmten Werkstoffkombinationen und Ausführungseinzelheiten
praktisch realisierbar sind.
[0004] So sind für Modulgerüste dieser Art praktisch nur Stahlkonstruktionen im Einsatz.
Diese haben jedoch für Transport, Aufstellung und Demontage den ganz beträchtlichen
Nachteil das hohen Gewichtes der einzelnen Elemente. Insbesondere im Innern verwendet
man Turm- oder Fahrgerüste, die beispielsweise bei Ausbauarbeiten, Reparaturen oder
zu Veranstaltungen für das erhöhte Aufstellen von Fernseh- oder Filmkameras benötigt
werden und die schnell aufgebaut, abgebaut und ggf. verschoben werden müssen. Ferner
benötigt man Gerüste, die in beengten Räumen sehr schnell und ohne Transporthilfsmittel
manuell aufgestellt werden müssen, beispielsweise durch die Mannlöcher in Kessel von
Kraftwerken einzubringende Gerüste oder in den Entstaubungs- und Entstickungsanlagen
von Kraftwerken bei Ausfall oder Verstopfung einzelner Düsen oder sonstiger Elemente
auf zustellende Gerüste mit Plattformen. Diese müssen in der Regel von wenigen Personen
sehr schnell durch Weiterreichen der einzelnen Elemente, unter Umständen in äußerst
beengten Platzverhältnissen aufgebaut und auch wieder abgebaut werden. Um z.B. den
Betriebsausfall nicht durch Gerüstbauzeiten zu verlängern, muß man dabei sehr schnell
arbeiten können.
[0005] Für solche, zumeist turmartige Gerüste unterschiedlicher Höhe besteht also ein besonderes
Bedürfnis nach Gerüstelementen, die bezüglich Gewicht und Tragfähigkeit sowie Ausgestaltung
der Verbindungselemente optimiert sind und wobei zur Verwendung von Leichtmetall dort,
wo es irgend möglich ist, ggf. auch nur kleine konstruktive Änderungen gegenüber Standardgerüsten
mit Stahlrohren vorzunehmen sind, damit die Gerüstelemente auch mit aus dem Modulsystem
mit Stahlteilen stammenden Bauteilen gemischt verwandt werden können. Trotzdem müssen
die auftretenden Kräfte an den Anschlußpunkten problemlos aufgenommen werden.
[0006] Demgemäß liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Gerüst der vorstehenden Art
zu schaffen, welches bezüglich Gewicht, Tragfähigkeit und Aufnahme, Abstützung und
Weiterleitung der Kräfte in den Verbindungsvorrichtungen optimierte Gestaltung aufweist.
[0007] Erfindungsgemäß sind folgende Merkmale vorgesehen:
- die Anschlußköpfe reduzieren sich von den äußeren Begrenzungen der Anlagestützflächen
allmählich auf die Durchmesser bzw. Höhen der langgestreckten Gerüstelemente;
- die äußeren Begrenzungen der Anlagestützflächen liegen in etwa gleichen vertikalen
Abständen von dem Anlagebereich des Keiles an der Keilanlagewand;
- die Fortsätz sind innen hohl mit kegelstumpfförmigen Wänden und mit bis zu den Schlitzen
laufenden Übergangsrundungen gestaltet;
- die oberen Keilöffnungswände sind als seitliche Halterippen für den Keil ausgebildet;
- die Seitenbereiche der keilartigen Anschlußköpfe haben flache Schenkel in der unmittelbaren
Nachbarschaft der Schlitze für die Lochscheiben;
- die über die Fortsätze greifenden, langgestreckten Gerüstelemente bestehen aus Leichtmetallprofil;
- die unter Winkeln angeschlossenen, diagonal verlaufenden Gerüstelemente bestehen aus
Leichtmetallprofilen und ihre flachen Laschenköpfe sind aus Stahlblech verformt oder
aus Stahlgußteilen oder Stahlschmiedeteilen gebildet, welche Fortsätze aufweisen,
die in die diagonal verlaufenden Gerustelemente eingreifen und darin durch in Vertiefungen
eingreifende verformte Bereiche gehalten sind.
[0008] Man verwendet also erfindungsgemäß eine Kombination von Leichtmetallgerüstteilen
mit Anschlußköpfen aus Stahl, wobei die Anschlußköpfe auf die Strukturen reduziert
sind, die für die innere Übertragung der Kräfte und eine sinnvolle Einleitung, Abstützung
und Übertragung der auftretenden Kräfte in die anderen Bauteile unbedingt notwendig
sind. Demgemäß macht man bei relativ langen Anlagestützflächen jedoch gemäß dem ersten
Teilmerkmal einen sinnvollen Übergang auf die Durchmesser oder Höhen der langgestreckten
Gerüstelemente, vor allem werden jedoch die äußeren Begrenzungen der Anlagestirnflächen
zur Mittelachse unterschiedlich gelegt, weil der von oben einzuschlagende Keil seinen
Angriffspunkt oder seine Angriffslinie oder seinen Angriffsbereich in der Lochscheibe
nicht in der Mitte,sondern nach oben versetzt liegen hat. Bei Gerüsten mit im Ganzen
aus Stahlteilen bestehenden Elementen war es nicht notwendig, so genau für die gleichmäßige
Krafteinleitung und Kraftverteilung zu sorgen, wie das erforderlich ist, wenn man
an Leichtmetallrohre Stahlköpfe angreifen läßt. Leichtmetallanschlußköpfe lassen sich
jedoch nicht mit vernünftigem Aufwand realisieren, weshalb die Erfindung nun eine
bezüglich mehrerer Einzelheiten optimierte Kombinationslösung aus Leichtmetall und
Stahl vorgesehen hat. Dadurch, daß die Fortsätze im Innern hohl mit kegelstupfförmigen
Wänden und im vorderen Bereich vorgesehenen Übergangsrundungen ausgestattet sind,
hat man bei möglichst geringer Wandstärke in den Bereichen, wo keine Höchstbelastung
auftritt, die entsprechende Gewichtsersparnis, jedoch in den Endbereichen der Rohre,
in denen die höchsten Übertragungskräfte vom Rohr oder dgl. auf den Anschlußkopf auftreten,
größere Wandstärken zur Verfügung, und kann im übrigen die Stahlteile gut entformen.
[0009] Die Gestaltung der Keilöffnungswände und des Bereiches, um den Schlitz gewährleistet
einerseits, daß der Keil leicht unverlierbar gehalten warden kann und daß die dort
benötigten Querschnitte für die Kraftübertragung vorhanden sind, andererseits auch
genügend Material in den unmittelbar den Lochscheiben benachbarten Bereichen für die
Sicherung gegen seitliches Abkippen vorhanden ist.
[0010] Während die Befestigung von Anschlußköpfen durch Aufpressen und Einpressen von Bereichen
in Vertiefungen aus der DE-PS 24 49 124 bekannt ist, wurde das jedoch in der Praxis
bei Stahl kaum angewandt, weil Schweißverbindungen sinnvoller sind. Für das Verbinden
von Leichtmetallrohren oder sonstigen Leichtmetall-Profilen mit Anschlußköpfen aus
Stahl eignet sich diese Verbindung jedoch besonders und ermöglicht eine gewichtssparende
sichere Verbindung zwischen den Bauteilen unterschiedlichen Materials.
[0011] Bei den ggf. vorzusehenden Diagonalelementen kann man entweder übliche aus Stahl
verwenden, weil nicht so viel Teile benutzt werden. Wünscht man jedoch auch dort Gewichtseinsparungen
so kann man Leichtmetallprofile mit entsprechenden Flachlaschenköpfen gemäß den weiteren
Merkmalen des Hauptanspruches vorsehen, die auch hier Gewichtsersparnis bei günstigen
Herstellungs- und Kraftüberleitungsbedingungen ermöglichen. Mit den so gestalteten
Köpfen und Leichtmetallrohren kann man gegenüber reinen Stahlkonstruktionen Gewichtseinsparungen
in der Größenordnung von 50 % erzielen, was für die vorgenannten Anwendungen und die
Entlastung des Montagepersonals recht bedeutend ist. Andererseits kann man die wohl
als günstigste Lösung anzusehende Gestaltung mit Lochscheiben und übergesteckten Anschlußköpfen
und Keilen verwenden, weil diese bei geringstem Materialaufwand beste Befestigungsbedingungen
mit wenigen leichten Teilen gestattet und dabei sichere Krafteinleitung von Kräften
unterschiedlichster Richtungen und ohne Gefahr des Lockerns der Keile und dgl. ermöglicht,
was bei sonstigen Anschlußgestaltungen mit Tassen, Doppeltassen oder in am Rohr angeschweißten
Laschen, in welche von oben Verbindungselemente und/oder Keile eingeführt werden,
nicht so gut realisierbar ist.
[0012] In diesem Sinne ist es auch von Wichtigkeit die Lochscheiben den Bedingungen des
Leichmetalls anzupassen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, daß - will man untereinander
austauschbarer Teile eines Modulsystems verwenden - die Abemssungen der schon vorhandenen
Gestaltungen dort, wo Anlageflächen oder Schlitze vorhanden sind, einzuhalten sind.
So kann man die Lochscheiben aus Leichtmetall, die an sich geringe Festigkeit haben,
nur an wenigen Stellen so ausgestalten, daß sie größere Kräfte zu übertragen gestatten.
Demgemäß sind auch Maßangaben für die Erfindung wichtig, weil die bisherigen Scheiben
und die zugeordneten Elemente so gestaltet waren, daß ein Scheibenaußendurchmesser
von 122 mm und eine Scheibendicke von 9 mm für eine Stahlscheibe sich als optimal
erwiesen. Ohne Veränderung der Schlitzgröße kann man jedoch unter Verringerung des
Spiels die Dicke der Lochscheiben nach der weiteren Ausgestaltung der Erfindung gemäß
Anspruch 2 mit 10 mm und den Außendurchmesser der Lochscheiben mit 124 mm vorsehen.
Bei Vergrößerung des Radius um nur 1 mm und Vergrößerung der Dicke um nur 1 mm erzielt
man trotzdem eine etwa 33%ige Vergrößerung der Tragfähigkeit an den kritischen Stellen
bezüglich der kombinierten Beanspruchung durch Abscheren und Biegung, und zwar an
besonders beanspruchten Bereichen zwischen der äußeren Lochecke und dem Außenumfang
und im Bereich der Mitte des äußeren Teilringsteges der großen Durchbrechungen der
Lochscheiben.
[0013] Da die langgestreckten Gerüstteile, insbesondere Horizontalriegel und dgl. aus Leichtmetall
bei einfachem Rohrquerschnitt in gewissen Bereichen keine ausreichende Biegefestigkeit
aufweisen, andererseits jedoch ein geschlossener Ringquerschnitt zum Befestigen der
Anschlußköpfe sinnvoll ist, schlägt eine weitere Ausgestaltung der Erfindung vor,
die als Rohre oder sonstwie mit Ringquerschnitt gestalteten langgestreckten Gerüstteile
mit entsprechenden Verstärkungen zumindest an der Unterseite, beispielsweise nach
Art eines T-Profiles oder eines Kasten-profiles auszugestalten. So hat man einerseits
die Möglichkeit, Standardverbindungen, beispielsweise mit Rundrohrquerschnitt zu wählen,
und andererseits jedoch die Biegefestigkeit beliebig zu vergrößeren und kann trotzdem
preiswert herstellbare Strangpreßprofile verwenden.
[0014] In der Regel wird man die anzuschließenden Plattformelemente mit großen Einhängeklauen
ausstatten, die über die Horizontalriegel greifen und die mit automatisch einfallenden
Sicherungselementen gestaltet sind. Wünscht man jedoch, mit kleinen, hakenartigen
Einhängeklauen ausgestattete Plattformelemente zu verwenden, so ist es zweckmäßig,
gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung auf den langgestreckten Gerüstelementen
beabstandete Schenkel nach Art der in derartigen Modulgerüsten sonst verwendeten U-Profile
vorzusehen, um die Standard-Einhängeklauen verwenden zu können. Besonders zweckmäßig
ist ein verstärktes, langgestrecktes Gerüstteil mit rohrartigem Ringquerschnitt und
nach unten ragendem T-Profil gemäß Anspruch 5, weil dieses leicht herstellbar ist
und klare statische Verhältnisse und übersichtliche Festigkeitsverhältnisse ergibt
und weil es außerdem die herkömmlichen großen Klauen mit Sicherungsfingern einzuhängen
gestattet. Weitere Einzelheiten, Ausgestaltungen, Merkmale und Vorteile der Erfindung
ergeben sich auch aus dem nachfolgenden, anhand der Zeichnungen abgehandelten Beschreibungsteil
sowie ggf. weiteren Anspruchsmerkmalen.
[0015] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend behandelt.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1
- Die in den Einzelheiten und den Verbindungen vereinfachte Schrägansicht eines Turmrollgerüstes;
- Fig. 2
- einen Horizontalschnitt durch einen Stiel mit Draufsicht auf eine Lochscheibe sowie
zwei Anschlußköpfe mit Keilen, wobei der eine teilweise und mit dem zugehörigen Rohr
geschnitten dargestellt ist;
- Fig. 3
- einen vergrößerten Vertikalteilschnitt längs der Linie 3-3 in Fig. 2;
- Fig. 4
- die Seitenansicht eines Horizontalriegels mit zwei Anschlußköpfen in kleinerem Maßstab;
- Fig. 5
- die Draufsicht auf den Horizontalriegel nach Fig. 4, jedoch ohne Keile;
- Fig. 6
- die Seitenansicht eines Anschlußkopfes, etwa im Maßstab 1‗1;
- Fig. 7
- die Draufsicht auf einen Anschlußkopf nach Fig. 6;
- Fig. 8
- einen Vertikalschnitt längs der Linie 8-8 in Fig. 7;
- Fig. 9
- einen Vertikalschnitt längs der Linie 9-9 in Fig. 6;
- Fig. 10
- eine Draufsicht auf eine Lochscheibe mit Schnitt durch den Stiel;
- Fig. 11
- einen Vertikalmittelschnitt durch die Lochscheibe nach Fig. 10 mit zugehörigem Rohrbereich;
- Fig. 12
- die Seitenansicht eines rohrartigen Gerüstelementes mit nach unten reichender T-förmiger
Verstärkung;
- Fig. 13
- die Draufsicht auf ein Gerüstelement nach Fig. 12, jedoch ohne Keile;
- Fig. 14
- einen Querschnitt längs der Linie 14-14 in Fig. 12 ohne Anschlußkopf und Keil;
- Fig. 15
- einen Querschnitt gemäß der Fig. 14 mit Darstellung von zwei Varianten;
- Fig. 16
- eine Seitenansicht einer Eckverbindung mit Diagonalenanschlüssen teilweise im Schnitt
durch die Vertikalmittelebene;
- Fig. 17
- die Seitenansicht eines Diagonalstabes;
- Fig. 18
- die Ansicht eines Laschenkopfes für einen Diagonalstab in größerem Maßstab;
- Fig. 19
- die Stirnansicht des Laschenkopfes nach Fig. 18;
- Fig. 20
- die Seitansicht eines Anschlußkopfes für den gelenkigen Anschluß der Diagonalstäbe.
[0017] Das Gerüst nach Fig. 1 hat vier Stiele 20. Sie sind zur Unterscheidung mit den Unternummern
20.1, 20.2, 20.3, 20.4 bezeichnet. Die Stiele 20 stützen sich auf höheneinstellbaren
Fußrollen 21 ab, die ebenfalls mit Unterscheidungsdezimalen bezeichnet sind. Die Stiele
können aus mehreren aufeinandersteckbaren Rohren bestehen und haben im geeigneten
Abstand 23 Lochscheiben 22, die in bekannter und aus den Zeichnungen ersichtlicher
Weise mit Durchbrechungen 24 versehen sind. Durch diese greifen die Keile 26 der Anschlußköpfe
25 der verschiedenen, an die Stiele 20 anzuschließenden Gerüstelemente 27. Dabei gibt
es bei diesem Ausführungsbeispiel Horizontalriegel 27.1 und Diagonalstäbe 27.2, die
Flächendiagonale oder Raumdiagonale mit geeigneter Länge sein können.
[0018] Gerüstböden 28 bilden, wie ersichtlich, die obere Plattform oder sind als Zwischenböden
für den Aufstieg mit Hilfe der Leitern 29 in herkömmlicher Weise vorgesehen. Sie haben
Klauen 28.1, die in üblicher Weise über die Horizontalriegel greifen und mit automatisch
darunter greifenden Sicherungsfingern versehen sind.
[0019] Die Stiele 20 bestehen aus Leichtmetall mit einer Wandstärke 31 von 4 mm und einem
Außendurchmesser 32 von 48,3 mm, also einem Radius 47 von ca. 24 mm, wie er für solche
Modulgerüste üblich ist und können somit auch mit Gerüstelementen, wie Anschlußkupplungen
und dgl. aus Standardgerüstsystemen benutzt werden.
[0020] Die Lochscheiben 22 bestehen aus Leichtmetall und sind in dem Modulsystem entsprechenden
Abständen 23 an den Rundrohren der Stiele 20 jeweils mit Hilfe der beiden Schweißnähte
33 festgeschweißt. Sie haben einen Außendurchmesser 34 von 124 mm und eine Dicke 35
von 10 mm. Der Abstand 42 der Keilanlagewand 36 vom Stiel- und Scheibenzentrum 37
beträgt 50 mm. Dieser ist dem Radius 39 der zylindrischen Keilanlagewandabschnitte
38 der größeren Durchbrechungen 24.2 für den Anschluß der Diagonalstäbe gleich. Gegenüber
herkömmlichen Lochscheiben sind der Radius um 1 mm und die Dicke um 1 mm vergrößert.
Das wirkt sich sowohl auf die der Scherbeanspruchung unterliegende Querschnittsfläche
im Bereich der Lochecken 41 als auch auf die vorwiegend der Biegebeanspruchung unterliegende
Fläche im Bereich der Mitte des Teilringsteges 43 der großen Durchbrechungen 24.2
der Lochscheiben 22 aus, so daß sich ingesamt eine Vergrößerung der möglichen Belastung
gegenüber einer Aluminiumscheibe mit den Standardabmessungen 122 mm Durchmesser und
9 mm Dicke von ca. 33 % ergibt. Die üblichen Toleranzen sind so groß, daß man, falls
es gewünscht wird, auf die etwas vergrößerte Scheibe herkömmliche Anschlußköpfe von
Stahlrohrgerüsten aufstecken und daran befestigen kann, ohne daß die Standardabmessungen
verlassen werden müßten, was für die weitere Ausgestaltung eines einmal im großen
Umfange eingeführten Modulsystems von großer Wichtigkeit ist, weshalb man auch lieber
andere Maßnahmen ergreift, als die Standardabmessungen zu ändern.
[0021] Die Anschlußköpfe 25 und 105 haben an sich im großen und ganzen gesehen Standardkonfiguration,
was auch erforderlich ist, um sie in einem Modulsystem verwenden zu können. Dabei
sind die Seitenbegrenzungen 46, wie aus den Fig. 2 und 7 ersichtlich, auf das Stiel-
und Scheibenzentrum 37 zulaufend keilartig gestaltet, so daß acht unmittelbar nebeneinander
liegende Anschlußmöglichkeiten gegeben sind. Die Anlagestützflächen 50 sind, wie aus
den Fig. 2 und 7 ersichtlich, mit dem Radius 47 der Außenwand des Stiels 20 von 24
mm konkav gewölbt und ihre Randbereiche 48 gehen mit Rundungen in die Seitenbegrenzungen
46 über, so daß es keine scharfkantigen Eindrückungen in die Rohrwand gibt, was inbesondere
für das weiche Leichtmetall-Material wichtig ist. Übliche Horizontalschlitze 49 mit
einer Höhe von 12 mm sind vorgesehen. Diese gehen mit großdimensionierten Eckrundungen
51 in die Anlagestützflächen 50 über. Durch den Schlitz 49 und die Rundungen 51 sind
die Anlagestützflächen 50 unterbrochen und auf zwei Anlagebereiche 50.1 und 50.2 aufgeteilt,
welche beiderseits der jeweiligen Lochscheibe 22 an dem jeweiligen Stiel 20 zur Anlage
kommen. Diese beiden Anlagebereiche 50.1 und 50.2 haben Durchbrechungen 52, die bis
zum von den Keilöffnungen 53.1 und 53.2 gebildeten Keilaufnahmeraum durchgehen, so
daß die Anlagestützflächen 50 auf das für die Abstützung der Kräfte notwendige Maß
von gewölbten RechteckRingflächen reduziert sind, bei denen die Lage der Resultierenden
der Kraftangriffsflächen durch die Pfeile 55.1 und 55.2 in etwa angeieutet ist.
[0022] Die Höhe der Anlagestirnflächenabschnitte ist - wie aus Fig. 8 ersichtlich - unterschiedlich.
Die äußere untere Begrenzung 56.1 liegt von der Horizontalmittelebene 57 des Schlitzes
49 um den Abstand 58.1 nach unten, während die äußere Begrenzung 56.2 um den Abstand
58.2 von der Horizontalmittelebene 57 nach oben entfernt liegt. Dabei beträgt das
Maß 58.1 vorzugsweise 30 mm und das Maß 58.2 vorzugsweise 36 mm, so daß sich eine
Gesamthöhe 58.3 von 66 mm ergibt, deren Mitte gegenüber der Horizontalmittelebene
57 um 3 mm nach oben versetzt ist, womit etwa gleiche Abstände 61 zum aus Fig. 3 ersichtlichen
Keilanlagebereich 60 resultieren, so daß die aufgebrachten Momente mit gleichen Hebelarmen
und damit mit etwa gleichen Abstützkräften auf das Rohr und den Anschlußkopf wirken.
Da die Belastungen einerseits unterschiedlich und andererseits wechselnd sind und
es sich nicht um einen Gelenkanschluß, jedoch auch nicht um einen starren Anschluß,
sondern um einen relativ elastischen, in mehreren Ebenen wirksamen Anschluß handelt,
in den auch die Vorspannkräfte eingehen, ist man bei der die Dimensionierung weitgehend
auf Erfahrung, Versuche und teilweise Modellrechnungen angewiesen, um optimale Gestaltungen
zu finden. Die vorgenannten Abmessungen werden diesen Bedürfnissen in hervorragender
Weise an einem Anschlußkopf 25 aus Stahlguß oder ggf. geschmiedetem Stahl für Stiele
aus Leichtmetallrohr gerecht.
[0023] Während der vordere Anlagebereich des Anschlußkopfes 25 eine langgestreckt, rechteckige
Gestalt aufweist, ist die hintere Anlagestirnfläche 63 zweckmäßig von einem Kreis
begrenzt, der dem Außendurchmesser der Rohre des Gerüstsystems entspricht, hier mit
dem Durchmesser von ca. 48 mm. Während die Seitenbegrenzungslinien 46 geradlinig keilförmig
bis zu der Anlagestirnfläche 63 verlaufen, sind die obere Begrenzungslinie 64.2 u.die
untere Begrenzungslinie 64.1 beim Ausführungsbeispiel leicht geschwungen gestaltet,
so daß sich der Kopf im allgemeinen allmählich auf den Durchmesser bzw. die Höhe des
anzuschließenden, langgestreckten Gerüstelementes reduziert. Die untere Begrenzungslinie
64.1 ist etwas konkav gewölbt. Die obere Begrenzungslinie 64.2 ist zur Aufnahme eines
parallel zum Rohr zu legenden, etwa geraden Keiles mit Verliersicherung etwas konvex
gewölbt.
[0024] Beiderseits des Schlitzes 49 sind nur noch flache Schenkel 65 stehengeblieben, wie
sie aus Fig. 9 ersichtlich sind. Diese verlaufen außen nach den Begrenzungslinien
46 und haben eine Dicke von beispielsweise etwa 5 mm. Sie dienen der Begrenzung des
Schlitzes 49 und der Sicherung des Anschlußkopfes gegen Verdrehen um die Mittelachse
57.1 der Kreisfläche 63.
[0025] Senkrecht zum Schlitz 49 erstrecken sich durch den Anschlußkopf 25 die Keilöffnungen
53, die bis zu den Halterippen 66 eine Breite 67 aufweisen, die etwas größer als die
Querausdehnung des Nietes 68 des Keiles 26 ist, so daß der Keil einwandfrei auf- und
abbewegt werden kann. Zwischen den Halterippen 66 hat die Keilöffnung 53.1 nur eine
Breite 69, die größer als die Dicke 71 des Keiles, jedoch geringer als die Länge des
Niets 68 ist, so daß dieser der Sicherung gegen Herausfallen dient, andererseits das
Hochziehen des Keiles über den Schlitz 49 gestattet, wobei das Ende 26.2 des Keiles,
wie aus Fig. 3 ersichtlich, mit einer Randausnehmung 72 versehen ist, um den Keil
für den Transport in etwa parallel zum Gerüstelement legen können. Dafür ist in der
Oberseite des Kopfes eine Aussparung 73 ausgebildet. Im Bereich der Halterippen 66
können außen noch kleine Wülste vor gesehen sein, die so gestaltet sind, daß ausreichende
Querschnitte für die Kraftübertragung vorhanden sind, jedoch keine überflüssigen,
das Gewicht erhöhenden Materialansammlungen. Dabei können Vertiefungen zwischen diesen
Wülsten und den Schenkeln 65 ausgebildet sein.
[0026] Die Köpfe für den Anschluß der Gerüstelemente sind sowohl für in Achsrichtung als
auch winklig anzuschliessende Gerüstelemente, bezüglich der vorher beschriebenen Teile
gleich.
[0027] Werden langgestreckte Gerüstelemente in Richtung der Achse 57.1 angeschlossen, so
sind an den Anschlußköpfen 25, wie aus den Fig. 3 bis 9 ersichtlich, einstückig angeformte
Fortsätze 75 vorgesehen, die außen eine im wesentlichen oder nahezu zylindrische Aufsteckfläche
76 aufweisen, auf die das hier beispielsweise zylindrische Rohr 77 eines Horizontalriegels
27 aufgesteckt wird.
[0028] Die Länge 78 der Fortsätze 75 richtet sich nach den aufzusteckenden Elementen. Die
Fortsätze 75 haben einen Innenhohlraum 79, der wie aus den Fig. 6 bis 8 ersichtlich,
etwas konisch mit zum vorderen Anschlußkopf sich verringerndem Durchmesser gestaltet
ist. Sein Endbereich 80 geht mit Teilkugelgestalt gemäß dem Radius 82 in den verstärkten
Übergangsbereich 81 des Anschlußkopfes über, wobei sich der Innenhohlraum 79 zum Schlitz
49 hin öffnet. So ist ein Übergangsbereich 81 mit ausreichendem Gesamtquerschnitt
für die Überleitung der Kräfte an der maximal belasteten Stelle geschaffen. Außerdem
hat man eine Gestaltung geschaffen, die - wie weiter unten behandelt wird - gleichartig
für den gelenkigen Anschluß von Diagonalstäben günstig ist und ansonsten gleiche Kopfgestalt
zuläßt. Quer durch die Fortsätze 75 erstrecken sich Befestigungsdurchbrechungen 83.
In diese werden bei der Fertigung - wie aus Fig. 2 ersichtlich - kalottenartige Verformungsbereiche
84 des aufgesteckten und aufgepreßten Rohres 77 zur Sicherung gegen Verdrehung und
gegen Abziehen hineingedrückt. So ist eine sichere Verbindung zwischen einem aus LeichtmetallStrangpreßprofil
bestehenden Rohr 77 und einem aus Stahlguß bestehenden Anschlußkopf 25 für einen dauerhaften
Gebrauch eines Gerüstes nach der Erfindung möglich und somit eine optimale Gestaltung
bei geringem Gewicht geschaffen, die die Überleitung und Abstützung der auftretenden
Kräfte bei geringstem Materialaufwand und höchst möglicher Sicherheit gewährleistet,
wobei auch den Bedingungen des günstigen Anschlußsystems mit den Lochscheiben und
durchgreifenden Keilen und beiderseits der Lochscheiben unmittelbar am Rohr abgestützten
Anschlußkonstruktionen Rechnung getragen ist, so daß für die langgestreckten Bauteile,
die das größte Materialvolumen aufweisen, Leichtmetall-Strangpreßteile verwendet werden
können, während an den hochbeanspruchten Stellen Stahlteile geringen Querschnitts
und damit geringen Volumens und damit geringen Gewichts unter Optimierung der Form
eingesetzt werden. Dabei ist berücksichtigt, daß dünne Scheiben wirtschaftlich nur
durch Schweißung auf den Rohren befestigt werden können und demgemäß LeichtmetallLochscheiben
zu verwenden sind, deren Abmessungen jedoch im Rahmen des Modulsystems so gewählt
wurden, daß sie den Belastungen für auch über 12 m hohen Turmgerüsten und dgl. gerecht
werden, wenn keine extrem hohen in der Praxis jedoch selten vorkommenden Gesamtgerüstbelastungen
gewünscht werden.
[0029] Die langgestreckten Gerüstelemente 27, insbesondere die Horizontalriegel, tragen,
bei der aus Fig. 1 vorgesehenen Konstruktion unmittelbar die Klauen 28.1 der Gerüstböden.
Dadurch werden auf sie beträchtliche Biegebeanspruchungen aufgebracht, die von einem
dünnwandigen Leichtmetallrohr unter Umständen nicht mehr mit Sicherheit auf Dauer
und bei leichten Überbelastungen aufgenommen werden können. Deshalb ist es zweckmäßig,
gemäß einer Variante nach den Fig. 12 bis 14 die mit vorzugsweise runden Rohren 77
gebildeten langgestreckten Gerüstelemente 90 mit insbesondere an der Unterseite vorgesehenen
Verstärkungen zu versehen. Dabei kann man gemäß den Fig. 12 bis 14 nach Art eines
umgekehrten T-Profiles einen Steg 91 und einen mittig angesetzten Flansch 92 als Untergurt
vorsehen, die an den Enden 93 beispielsweise unter 45° abgeschrägt ausgestaltet sind.
Die Gesamthöhe kann beispielsweise 110 mm betragen bei einer Schenkelbreite von etwa
42 mm und einem Rohraußendurchmesser von 42,3 mm und einer Rohrwandstärke von 2,8
mm. Bei solchen Rohrausbildungen können dann die Sicherungsfinger der Klauen 28.1
in dem Bereich unter der Horizontalmittelebene an das Rohr 77 angreifen, ohne durch
den Steg 91 behindert zu sein, so daß automatische Abhebesicherungen eingesetzt werden
können. Wünscht man gemäß Fig. 15 eine noch größere Verstärkung oder auch Verwindungssteifigkeit,
so kann man ein kastenartiges Verstärkungsprofil mit zwei Stegen 91.1, 91.2 - nur
gestrichelt angedeutet - und einem durchgehenden Untergurtflansch 92 vorsehen.
[0030] Wenn man Gerüstböden mit kleinen, in U-Profile üblicherweise eingehängten Klauen
verwenden möchte, so kann man entweder geeignet an die Anschlußköpfe 25 angesetzte
U-Profile mit entsprechenden Ausgestaltungen vorsehen. Eine zweckmäßige andere Form
sieht jedoch auf runden Rohren nach Fig. 15 oben aufgesetzte, entsprechend den Klauen
beabstandete Schenkel 93.1 und 93.2 geeigneter Höhe von etwa 40 mm und mit einem Abstand
von etwa 40 mm vor. Diese können mit der unteren Verstärkung kombiniert oder auch
allein vorgesehen sein.
[0031] Für den Anschluß von Diagonalstäben an die Lochscheiben 22 ist es üblich, Anschlußköpfe
mit Drehzapfen vorzusehen, die entsprechend den jeweiligen freien Möglichkeiten an
den Scheiben mit Keilen in üblicher Art befestigt werden und wobei die Diagonalstäbe
Laschen aufweisen. Solche grundsätzlich bekannten Verbindungen sind in erfindungsgemäßer
Ausgestaltung für eine Leichtmetall-Stahl-Konstruktion in den Fig. 16 bis 20 behandelt.
[0032] Dabei ist an einer Stütze 20 an der Lochscheibe 22 etwa der in Fig. 1 vorn rechts
gekennzeichneten Ecke 101, jedoch unter Auslassung der Horizontalriegel ein Anschluß
in Fig. 16 dargestellt. Anschlußköpfe 105, die im vorderen Teil, wie vorstehend erläutert,
gestaltet sind, sind mit Keilen 26 befestigt. Sie haben ebene, kreisförmige Endflächen
103 und in der Mittelachse 57/107 befestigte Drehzapfen 106. Ein Anlagekopf 106.1
des Drehzapfen 106 liegt in der Aufnahmevertiefung 105.1. Der Drehzapfen 106 durchgreift
die Öffnung 109 des Laschenkopfes 110 und ist mit einem Nietkopf oder einer Umbördelung
106.2 gesichert, wie es an sich bekannt ist.
[0033] Hier ist nun eine Gestaltung für den Laschenkopf 110 gewählt, die eine Ausbildung
aus einem Stahlrohr ermöglicht. Dabei ist der Laschenkopf 110 aus einem dünnwandigen
Stahlblechrohr verformt. Er hat einen Einsteckabschnitt 111, der eine zylindrische
Außenfläche 112 für das Aufstecken eines Leichtmetallrohres 117 besitzt. Darin sind
Durchbrechungen 113 ausgebildet, in denen das Rohr 117 genauso befestigt wird, wie
das Rohr 77 auf dem Fortsatz 75 mit Hilfe der Befestigungsdurchbrechungen 83. Der
vordere, freie Anschlußbereich 120 ist zu einer im wesentlichen, flachen Rechtecklasche
mit der Höhe 118 von etwa 15 mm verformt und hat eine mittlere Aufnahmevertiefung
119, die durch weiteres Eindrücken, wie aus den Fig. 18 u. 19 ersichtlich, gebildet
ist, wie es für Diagonalstabrohre aus Stahl an sich bekannt ist. In dieser Aufnahmevertiefung
119 liegt die Umbördelung 106.2. Der Schaft des Drehzapfens 106 ist in der Lagerbohrung
121 drehbar. So ist mit einer herkömmlichen Stahl-Anschluß-Kopf-Gestaltung und einem
aufgesteckten und durch Verformung befestigten Leichtmetallrohr eine ins System passende
Gestaltung für leichte Diagonalstäbe geschaffen, bei denen der Material und Gewicht
sparende Anschlußkopf verwendbar ist, wie er zuvor beschrieben wurde, so daß auch
die Diagonalstäbe insgesamt bei ausreichender Festigkeit wesentlich leichter sind
und damit den vorn genannten Bedürfnissen entsprechen.
[0034] Zusammengefaßt kann die Erfindung auch wie folgt beschrieben werden:
[0035] Die Gerüste haben Stiele (20) aus Leichtmetallrohr mit Lochscheiben (22). Anschlußköpfe
(25) sind mit ihren Schlitzen über die Lochscheiben (22) gesteckt und mit Keilen (26)
gesichert. Die Lochscheiben (22) bestehen aus Leichtmetall und sind mit Hilfe der
Schweißnähte (33) festgeschweißt. Die Anschlußköpfe (25) bestehen aus Stahlguß oder
geschmiedetem Stahl und sind auf die Strukturen reduziert, die für die Aufnahme, Überleitung
und Abstützung der Kräfte unbedingt notwendig sind. Die Anlagestützflächen haben Durchbrechungen
(52). Die Abstände (61) der Resultierenden vor dem Keilauflagebereich (60) sind gleich
bei unterschiedlichem Maß (58.1, 58.2) der äußeren Begrenzungen (56.1, 56.2) der Anschlußköpfe
(25). Für die Sicherung gegen Verlieren hat der Keil einen Niet (86) oder dgl., welcher
von nach oben gewölbten Halterippen (66) unter Berücksichtigung der Randausnehmung
(72) in etwa parallel zum Rohr (77) gelegt werden kann.
1. Gerüst mit Verbindungsvorrichtungen mit folgenden Merkmalen:
- vertikale Stiele (20);
- an den vertikalen Stielen sind in einem dem Raster des Gerüstsystems entsprechenden
Abstand (23)ringförmige Lochscheiben (22) befestigt;
- horizontal und/oder diagonal verlaufende langgestreckte Gerüstelemente (27,77) sind
an den ringförmigen Lochscheiben (22)mit Anschlußköpfen (25) befestigt;
- die Anschlußköpfe (25) greifen mit Schlitzen (49) über die Lochscheiben (22);
- die Anschlußköpfe (25) haben senkrecht übereinander liegende Keilöffnungen (53)
für durch die Keilöffnungen und die Scheibenlöcher (24) greifende Keile (26);
- die Keile (26)liegen an den Außenumfangsflächen der Scheibenlocher (24) einerseits
und an den dem Stiel benachbarten Stützflächen der Keilöffnungen (53)der Anschlußköpfe
(25) andererseits an;
- die Keile (26) mit unteren Verdickungen gegen Verlieren gesichert;
- die untere Keilöffnung ist breiter als der obere Endbereich der oberen Keilöffnung;
- die vertikalen Außenbegrenzungsflächen der Köpfe(25) sind keilartig auf das Stiel-
und Scheibenzentrum (37) zusammenlaufend gestaltet;
- die an den Stielen (20) anliegenden Anlagestützflächen (50) weisen eine Teilzylindergestalt
mit dem Radius der Stielaußenwand auf;
- die Anlagestützflächen (50) haben eine größere Höhe als der Durchmesser oder die
Höhe der langgestreckten Gerüstelement (27,77);
- die Anlagestützflächen(50)haben zu den Keilöffnungen(24) reichende Durchbrechungen
(52);
- die Anschlußköpfe (25)bestehen aus Stahlguß oder geschmiedetem Stahl;
- an langgestreckten Gerüstelementen (27) befestigte Anschlußköpfe (25)sind mit in
deren Profil eingreifenden Fortsätzen (75)befestigt oder angeschweißt;
- die Fortsätze (75)weisen Vertiefungen (83) auf in welche verformte Bereich (84)der
sie übergreifenden langgestreckten Metallprofile eingreifen oder sind von Durchgriffsmitteln,
wie Schrauben, Nieten oder dgl., gehalten;
- unter Winkeln angeschlossene Gerüstelemen (27,77) weisen an ihren Enden flache Laschen
auf, die zylindrische Lagerbohrungen(109)haben, durch welche Drehzapfen (106) von
fortsatzlosen Anschlußköpfen (105) greifen;
dadurch gekennzeichnet, daß folgende Merkmale vorgesehen sind:
- die Anschlußköpfe (25, 105) reduzieren sich von den äußeren Begrenzungen (56.1,
56.2) der Anlagestützflächen (50) allmählich auf die Durchmesser (63) bzw. Höhen der
langgestreckten Gerüstelemente (77);
- die äußeren Begrenzungen (56.1, 56,2) der Anlagestützflächen (50) liegen in etwa
gleichen vertikalen Abständen (61) von dem Anlagebereich (60) des Keiles an der Keilanlagewand
(36, 38);
- die Fortsätze (75) sind innen hohl (79) mit kegelstumpfförmigen Wänden und mit bis
zu den Schlitzen (49) laufenden Übergangsrundungen (81, 82) gestaltet;
- die oberen Keilöffnungswände sind als seitliche Halterippen (66) für den Keil (26)
ausgebildet;
- die Seitenbereiche der keilartigen Anschlußköpfe haben flache Schenkel (65) in der
unmittelbaren Nachbarschaft der Schlitze (49) für die Lochscheiben (22);
- die über die Fortsätze (75) greifenden, langgestreckten Gerüstelemente (27, 77)
bestehen aus Leichtmetallprofilen;
- die unter Winkeln angeschlossenen, diagonal verlaufenden Gerüstelemente (27.2) bestehen
aus Leichtmetallprofilen und ihre flachen Laschenköpfe (110) sind aus Stahlblech verformt
oder aus Stahlgußteilen oder Stahlschmiedeteilen gebildet, welche Fortsätze (Einsteckabschnitt
111) aufweisen, die in die diagonal verlaufenden Gerüstelemente (27.2; 117) eingreifen
und darin durch in Vertiefungen (113) eingreifende verformte Bereiche gehalten sind.
2. Gerüst nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Außendurchmesser (34) der Lochscheiben (22) 124 mm und die Dicke (35) der
Lochscheiben (22) 10 mm betragen.
3. Gerüst nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß langgestreckte Gerüstteile (77) einen geschlossenen Ringquerschnitt zum Einführen
und Befestigen der Fortsätze (75) der Anschlußköpfe (25) und nach unten ragend wenigstens
einen Steg (91; 91.1; 91.2) aufweisen, der in einen im wesentlichen horizontal verlaufenden
Flansch (92), Schenkel oder Untergurt übergeht.
4. Gerüst nach Anspruch 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet
daß auf geschlossenen, langgestreckten Gerüstelementen (77) in Längsrichtung verlaufende,
beabstandete Schenkel (93.1, 93.2) angeordnet sind, deren Abstand der Größe der Einhängeklauen
der Gerüstböden oder Plattformelemente entspricht.
5. Gerüst nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein langgestrecktes Gerüstelement (77) einen kreisförmigen Ringquerschnitt als
obergurt mit einem nach unten ragenden Steg (91) und einem horizontalen flachen Untergurt
(92) aufweist.
1. Scaffolding with connecting devices with the following characteristics:
- vertical struts (20);
- annular perforated discs (22) are attached to the vertical struts at a distance
(23) corresponding to the raster of the scaffolding system;
- horizontally and/or diagonally extending elongate scaffolding elements (27, 77)
are attached to the annular perforated discs (22) by connecting heads (25);
- the connecting heads (25) fit over the perforated discs (22) by means of slots (49);
- the connecting heads (25) have wedge apertures (53) vertically above one another
for wedges (26) which project through the wedge apertures and the disc perforations
(24);
- the wedges (26) abut on the one side against the external circumferential surfaces
of the disc perforations (24), and on the other side against the support surfaces
of the wedge apertures (53), which are adjacent to the struts;
- the wedges (26) are secured against loss by widening at the bottom;
- the lower wedge aperture is broader than the upper end region of the upper wedge
aperture;
- the vertical external limiting surfaces of the heads (25) are arranged to extend
wedge-like so as to meet in the bar- and disc centre (37);
- the abutment support surfaces (50), which rest against the struts (20), are of semi-cylindrical
shape with the radius of the outside surface of the strut;
- the abutment support surfaces (50) have a greater height than the diameter or the
width of the elongate scaffolding elements (27, 77);
- the abutment support surfaces (50) have passages (52) to the wedge apertures (24);
- the connecting heads (25) are made of cast iron or forged steel;
- connecting heads (25), which are attached to elongate scaffolding elements (27),
are attached or welded to extensions (75) which engage into their profile;
- the extensions (75) have recesses (83), into which engage deformed sections (84)
of the elongate metal profiles, which fit over same, or in which they are held by
means, such as bolts, rivets or the like, which extend therethrough;
- scaffolding elements (27, 77), connected at angles, have flat tongues at their ends,
which tongues have cylindrical mounting bores (109), through which extend pivot pins
(106) of extension-free connecting heads (105);
characterised in that the following features are provided:
- the connecting heads (25, 105) reduce gradually from the outer limits (56.1, 56.2)
of the abutment support surfaces (50) to the diameters (63) or widths respectively
of the elongate scaffolding elements (77);
- the outer limits (56.1, 56.2) of the abutment support surfaces (50) are positioned
at approximately the same vertical distances (61) from the abutment area (60) of the
wedge on the wedge-abutment surface (36, 38);
- the extensions (75) are designed to be hollow (79) with tapering walls and with
transitional roundness (81, 82) leading up to the slots (49);
- the upper wedge-aperture walls are designed to serve as lateral support ribs (66)
of the wedge (26);
- the lateral regions of the wedge-like connecting heads have flat shanks (65) in
the immediate vicinity of the slots (49) for the perforated discs (22);
- the elongate scaffolding elements (27, 77), which fit over the extensions (75),
are composed of light-alloy profiles;
- the scaffolding elements (27.2), which are connected at angles and extend diagonally,
are composed of light-alloy profiles, and their flat collar heads (110) are formed
of sheet metal or forged steel sections, which have extensions (slot-in section 111),
which engage into the diagonally extending scaffolding elements (27.2; 117) and which
are held therein by shaped sections, which engage into recesses (113).
2. Scaffolding according to claim 1, characterised in that the outside diameter (34)
of the perforated discs (22) is 124 mm, and the thickness (35) of the perforated discs
(22) is 10 mm.
3. Scaffolding according to claim 1, characterised in that the elongate scaffolding sections
(77) have a closed annular cross section for insertion and securing of the extensions
(75) of the connecting heads (25), and extending downward at least one web (91; 91.1;
91.2), which terminates in a substantially horizontally extending flange (92), shank
or lower chord.
4. Scaffolding according to claim 1 or 3, characterised in that spaced shanks (93.1,
93.2), which extend in the longitudinal direction, are arranged on closed, elongate
scaffolding elements (77), which shanks are spaced in dependence on the size of the
hook-in claws of the scaffolding floors or platform elements.
5. Scaffolding according to one of the claims 1 to 4, characterised in that an elongate
scaffolding element (77) has a circular cross-section as an upper chord with a downward
extending web (91) and a horizontal flat lower chord.
1. Echafaudage avec dispositifs de connexion offrant les caractéristiques suivantes:
- montants verticaux (20);
- montage sur les montants de verticaux de disques annulaires perforés (22) à intervalles
(23) correspondant à la trame du système d'échafaudage ;
- fixation d'éléments d'échafaudage longs (27, 77) disposés horizontalement et/ou
diagonalement dans les disques annulaires perforés (22) par des têtes de connexion
(25);
- têtes de connexion (25) s'engageant par des fentes (49) sur les disques perforés
(22);
- têtes de connexion (25) présentant des ouvertures de clavette (53) superposées pour
recevoir des clavettes (26) s'engageant dans les ouvertures de clavette et les trous
des disques (24);
- clavettes (26) reposant contre les surfaces périphériques extérieures des trous
des disques (24) d'une part et contre les surfaces d'appui des ouvertures de clavette
(53) des têtes de connexion (25) adjacentes aux montants d'autre part;
- clavettes (26) rendues imperdables par des épaississements dans la partie inférieure
;
- ouverture de clavette inférieure plus large que l'extrémité supérieure de l'ouverture
de clavette supérieure;
- surfaces extérieures délimitant verticalement les têtes de connexion (25) générées
par des droites se rejoignant au centre du montant vertical ou du disque perforé (37);
- surfaces d'appui (50) appliquées sur les montants présentant une forme partiellement
cylindrique générée par le rayon de la paroi extérieure du montant;
- surfaces d'appui (50) présentant une hauteur supérieure au diamètre ou à la hauteur
des éléments d'échafaudage longs (27, 77);
- surfaces d'appui (50) présentant des traversées (52) allant jusqu'aux ouvertures
de clavette (24);
- têtes de connexion (25) fabriquées en acier moulé ou en acier forgé ;
- têtes de connexion (25) des éléments d'échafaudage longs fixées ou soudées sur des
extensions d'emmanchement (75) s'engageant dans leur profil ;
- extensions d'emmanchement (75) présentant des creux (83) dans lesquels des parties
déformées (84) des profilés métalliques longs s'engagent ou sont maintenues par des
éléments traversants, comme des vis, des rivets, etc.;
- éléments d'échafaudage (27, 77) raccordés selon des angles présentant à leurs extrémités
des éclisses plates qui possèdent des paliers lisses cylindriques (109) dans lesquels
sont engagés des tourillons (106) des têtes de connexion (105) sans extension d'emmanchement
caractérisé par les éléments suivants:
- les têtes de connexion (25, 105), à partir des faces extérieures (56.1, 56.2) délimitant
la surface d'appui (50), s'amincissent progressivement pour atteindre le diamètre
(63) ou la hauteur des éléments d'échafaudage longs (77);
- les faces extérieures (56.1, 56.2) des surfaces d'appui (50) se trouvent à des distances
verticales (61) sensiblement égales de la zone d'appui (60) de la clavette sur la
paroi d'appui de la clavette (36, 38);
- les extensions d'emmanchement (75) sont creuses intérieurement (79) avec des parois
tronconiques et avec des congés arrondis de transition (81, 82) s'étendant jusqu'aux
fentes (49);
- les parois de l'ouverture de clavette supérieure prennent la forme d'ailettes latérales
de retenue (66) de la clavette (26);
- les zones latérales des têtes de connexion en forme de coin possèdent des ailes
plates (65) à proximité immédiate des fentes (49) recevant les disques perforés (22);
- les éléments d'échafaudage longs (27, 77) s'engageant à l'aide des extensions d'emmanchement
(75) sont fabriqués en profilé d'alliage léger;
- les éléments d'échafaudage (27.2) installés en diagonale et raccordés en formant
un angle sont constitués de profilés en alliage léger et leurs têtes d'éclissage plates
(110) sont formées en tôle d'acier ou sont des pièces d'acier moulé ou d'acier forgé
qui présentent des extensions d'emmanchement (zone d'emmanchement 111) qui s'engagent
dans les éléments d'échafaudage posés en diagonale (27.2,117) et y sont maintenues
par des zones déformées s'engageant dans des creux (113).
2. Echafaudage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le diamètre extérieur
(34) des disques perforés (22) est de 124 mm et l'épaisseur (35) des disques perforés
(22) de 10 mm.
3. Echafaudage selon la revendication l, caractérisé en ce que les éléments d'échafaudage
longs (77) possèdent une section annulaire close pour l'introduction et la fixation
des extensions d'emmanchement (75) des têtes de connexion (25) et portent en saillie
vers le bas au moins une âme (91; 91.1;91.2) qui se transforme en une bride (92),
une aile ou une membrure inférieure essentiellement horizontale.
4. Echafaudage selon la revendication 1 ou 3, caractérisé en ce que sont montés sur des
éléments d'échafaudage longs et fermés (77) des ailes (93.1, 93.2) disposées longitudinalement
à certains intervalles, dont l'écartement dépend de la taille des griffes de suspension
des platelages ou éléments de plates-formes.
5. Echafaudage selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'un élément
d'échafaudage long (77) présente une section annulaire circulaire comme membrure supérieure,
une âme (91) dirigée vers le bas et une membrure inférieure (92) plate et horizontale.