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EP 0 277 093 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.10.1990 Patentblatt 1990/42 |
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Anmeldetag: 11.01.1988 |
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Bewehrungsstahl, Verfahren zu dessen Herstellung und Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens
Reinforcing steel element, method of manufacture, and means therefor
Acier d'armature, procédé de fabrication, et dispositif pour la mise en oeuvre du
procédé
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FR GB IT NL |
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Priorität: |
30.01.1987 CH 338/87
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.08.1988 Patentblatt 1988/31 |
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Patentinhaber: |
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- von Moos Stahl AG
CH-6002 Luzern (CH)
- Pantex-Stahl AG
CH-6233 Büron/Luzern (CH)
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Erfinder: |
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- Die Erfinder haben auf ihre Nennung verzichtet
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Vertreter: Justitz-Wormser, Daisy P., Dipl.-Chem. et al |
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Isler & Pedrazzini AG,
Patentanwälte,
Postfach 6940 8023 Zürich 8023 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
AT-B- 318 207 US-A- 2 317 454
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DE-A- 2 406 872 US-A- 2 418 383
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Bewehrungsstahl gemäss dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1, ein Verfahren zu dessen Herstellung nach Patentanspruch 6 und eine
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 7.
[0002] Es wurden schon viele Versuche unternommen, um ein günstiges Verhältnis zwischen
der benötigten Festigkeit von Betonarmierungsstäben und dem Gewicht des Eisens zu
erhalten. Beispielsweise in der AT-B 318 207 ist angegeben, Bewehrungsstähle mit kreisförmigem
Querschnitt einstückig und unverwunden miteinander zu verbinden, so dass die von zwei
oder drei Kreisen begrenzten Querschnittsflächen in einer Breite die mindestens am
halben Durchmesser der Kreise entspricht miteinander in Verbindung stehen.
[0003] Obwohl damit in zwei oder drei Ebenen ein vergrössertes Widerstandsmoment erzielt
werden kann, wächst doch der Eisenquerschnitt und damit das Gewicht erheblich an.
[0004] Bei dieser bekannten Ausführungsform liegen die Stäbe direkt aneinander an, darüberhinaus
sind die Stäbe durch quer zu den Längsachsen angeordnete Stege miteinander verbunden.
Die Festigkeit lässt sich aber durch Stäbe, die im Abstand voneinander angeordnet
und durch eine in aichtung der Stablängsachse liegende Stegwand auf ihrer ganzen Länge
miteinander verbunden sind, wie sie aus der US-A 2 317 454 oder der US-A 2 418 383
bekannt sind, verbessern. Durch die im weiteren noch vorgesehenen Querrippen ergibt
sich ein relativ hoher Materialverbrauch. Auch die versetzt angeordneten Noppen beidseits
der Stegwand, wie im US-A 2 317 454 vorgesehen sind, bedeuten einen erhöhten Materialaufwand,
der für die Festigkeit nichts beitragen kann.
[0005] In der heutigen Zeit wird besonders grosser Wert auf günstige Ausnützung der Rohstoffe
gelegt, um bei sparsamstem Materialaufwand grösstmögliche Festigkeiten zu erhalten.
Dabei stellt auch die Fertigung einen nicht unwesentlichen Faktor dar, indem auch
hier ökonomische Aspekte eine grosse Rolle spielen.
[0006] Es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung einen Bewehrungsstab zu schaffen, bei dem
bei kleinerem Stahldurchmesser und damit geringerem Gewicht pro Meter Stablänge höhere
Widerstandsmomente erhalten werden.
[0007] Erfindungsgemäss wird dies mit einem Bewehrungsstab gemäss den Merkmalen im unabhängigen
Patentanspruch 1, ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Bewehrungsstabes ist
im Patentanspruch 6 und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist im Patentanspruch
7 definiert.
[0008] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Bewehrungsstab nach der Erfindung,
Fig. 2 einen Querschnitt durch eine Anordnung von zwei Bewehrungsstäben mit Stegarmierung,
Fig. 3 eine Seitenansicht auf die Anordnung nach Fig. 2, und
Fig. 4 einen Querschnitt durch eine Anordnung mit drei Bewehrungsstäben nach Fig.
1.
[0009] Der erfindungsgemässe Bewehrungsstab gemäss Fig. 1 besteht aus zwei parallelen Stahldrähten
1,2, die durch eine Stegwand 3 einstückig miteinander verbunden sind. Die Stegwand
3 weist durchgehende Löcher 4 auf, die vorzugsweise äquidistant angeordnet sind.
[0010] In einer beispielweisen Ausführungsform sind die Stahldrähte 1,2 kreisrund und haben
den gleichen Durchmesser d. Die beiden Drähte 1,2 sind um einen Abstand gleich d voneinander
distanziert und die Stegwand 3 hat eine Dicke von d/2, wie auch in Fig. 1 angegeben
ist.
[0011] Im Vergleich zu einem einfachen Draht aus Bewehrungsstahl mit einem Durchmesser von
4 cm, der ein Widerstandsmoment von 6,3 cm
3 und ein Metergewicht von 9,9 kg/m hat, hat ein Bewehrungsstab gemäss Fig. 1 bei einem
fünfmal grösseren Widerstandsmoment, nämlich 31,5 cm
3 nur einen Betrag von 3,03 cm für d und daher ein Metergewicht von 14,9 kg/m. Dieser
Vergleich zeigt, dass mit grösserem Widerstandsmoment eine Einsparung von etwa 50%
erzielt werden kann.
[0012] Besonders vorteilhafte Verwendungen sind somit Konstruktionen, bei denen eine hohe
Festigkeit verlangt ist. Solche Konstruktionen sind beispielsweise die Träger in Hohlraumbauten,
die nach dem Ausbrechen des Gesteins eingebaut werden und eine Stütze für das ausgebrochene
Gewölbe bilden, bis die Bewehrung mit Spritzbeton eingehüllt ist.
[0013] Ein Beispiel für eine Armierung senkrecht zu Bewehrungsstäben nach Fig. 1 ist in
den Fig. 2 und 3 dargestellt. Es werden zwei Bewehrungsstäbe 10,20 flach nebeneinander
angeordnet und zwischen diesen beiden Bewehrugnsstäben 10, 20 wird ein mäanderförmig
gebogener Draht 30 mit kleinerem Durchmesser als d eingeschweisst.
[0014] Eine weitere Variante ist in Fig. 4 dargestellt, bei der anstelle des mäanderförmigen
Drahtes 30 in Fig. 3 ein weiterer Bewehrungsstab 40 senkrecht auf die Ebene in der
die Stegwände 3 der beiden Bewehrungsstäbe 10,20 liegen, zwischen diesen angeschweisst
wird. Eine solche Anordnung könnte in gewissen Fällen direkt als Gurtträger verwendet
werden.
[0015] Eine weitere, nicht dargestellte Variante wäre auch denkbar, wenn der Bewehrungsstab
40 in Art von Fig. 3 oben an den mäanderförmigen Draht 30 angeschweisst würde. Dagegen
könnte es auch für gewisse Fälle von Vorteil sein, wenn am freien Bogenteil des mäanderförmigen
Drahtes 30 nur ein einfacher gerader Bewehrungsstab mit kreisförmigem Querschnitt
angeordnet wäre.
[0016] Für die Herstellung solcher Bewehrungsstäbe gemäss Fig. 1 werden die Löcher in der
Stegwand 3 gleichzeitig mit dem Warmwalzvorgang gestanzt. Diese Stanzung kann von
der einen Seite aus über einem Gegenhalter durchgeführt werden oder es können Walzen
mit sich gegenüberstehenden Nocken vorgesehen sein, um Vertiefungen einzuprägen, so
dass eine Membranwand bestehen bleibt, die dann anschliessend noch herausgeschlagen
werden kann. Das Herausschlagen geschieht jedoch in demselben Arbeitsgang wie das
Walzen.
1. Bewehrungsstab für tragende Bauteile, bestehend aus zwei parallel nebeneinanderliegenden
durch eine Stegwand miteinander verbundenen Rundstäben mit kreisförmigem Querschnitt
und mit diskreten Vertiefungen in der Stegwand, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen
durchgehende Löcher bilden.
2. Stab nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von den Rundstäben
gebildeten Drähte (1, 2) gleiche Durchmesser (d) haben, dass die Breite der Stegwand
(3) gleich gross wie der Durchmesser (d) der Drähte (1, 2) ist, und dass die Dicke
der Stegwand (3) halb so gross wie der Durchmesser (d) der Drähte (1, 2) ist.
3. Bewehrungselement mit dem Bewehrungsstab nach Patentanspruch 1 oder 2, gekennzeichnet
durch wenigstens zwei nebeneinander angeordnete Bewehrungsstäbe (10, 20) zwischen
denen eine senkrecht auf der durch die beiden Stegwände bestimmen Ebene stehende Stegarmierung
(30) angeordnet ist.
4. Element nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stegarmierung (30)
ein mäanderförmiger Runddraht ist, der an den beiden sich benachbarten Drähten der
Bewehrungsstäbe angeschweisst ist.
5. Element nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Stegarmierung ein
weiterer Bewehrungsstab (40) verwendet ist.
6. Verfahren zur Herstellung eines Bewehrungsstabes nach Patentanspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass gleichzeitig mit dem Walzvorgang Vertiefungen in die Stegwand
(3) eingepresst werden, und dass in demselben Arbeitsgang allfällige die Löcher (4)
verschliessende Membrane ausgestanzt werden.
7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass die Walzkaliber wenigstens auf der einen Seite des Rohdrates mit Nocken zum Einprägen
von Vertiefungen versehen sind.
1. A reinforcement rod for load-bearing members, comprising two parallel round rods,
which are connected to one another by a bridging wall, having a circular cross section
and discrete recesses form through holes.
2. A rod as claimed in claim 1, characterised in that the wires (1, 2) formed by the
round rods have the same diameter (d), the width of the bridging wall (3) is the same
as the diameter (d) of the wires (1, 2) and the thickness of the bridging wall (3)
is half the diameter (d) of the wires (1, 2).
3. A reinforcement element having the reinforcement rod as claimed in claim 1 or 2,
characterised by at least two adjacently disposed reinforcement in the bridging wall,
characterised in that the recesses rods (10, 20), between which a bridge reinforcement
(30) is disposed which stands perpendicularly on the plane determined by th two bridging
walls.
4. An element as claimed in claim 3, characterised in that the bridge reinforcement
(30) is a meander- shaped round wire which is welded to the two adjacent wires of
the reinforcement rods.
5. An element as claimed in claim 3, characterised in that a further reinforcement
rod (40) is used as the bridge reinforcement.
6. A method of manufacturing a reinforcement rod as claimed in claim 1, characterised
in that, at the same time as the rolling operation, recesses are pressed into the
bridging wall (3) and, in the same operation, any membranes closing off the holes
(4) are punched out.
7. A device for carrying out the method as claimed in claim 6, characterised in that
the roll sizing gaps are provided with cams, at least on one side of the raw wire,
for impressing recesses.
1. Barre d'armature pour éléments de construction porteurs, se composant de deux barres
rondes de section circulaire disposées parallèlement l'une à côté de l'autre et reliées
l'une à l'autre par une paroi d'entretoisement, avec des creux séparés dans la paroi
d'entretoisement, caractérisée en ce que les creux forment des trous traversants.
2. Barre selon la revendication 1, caractérisée en ce que les fils (1, 2) constituées
par les barres rondes ont le même diamètre (d), en ce que la largeur de la paroi d'entretroisement
(3) est égale au diamètre (d) des fils (1, 2) et en ce que l'épaisseur de la paroi
d'entretoisement (3) est égale à la moitié du diamètre (d) des fils (1, 2).
3. Elément d'armature comprenant la barre d'armature selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé par au moins deux barres d'armature (10, 20) disposées l'une à côté de
l'autre, entre lesquelles est disposée une armature d'entretoisement (30) s'étendant
perpendiculairement au plan défini par les deux parois d'entretoisement.
4. Elément selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'armature d'entretoisement
(30) est un fil rond formant des méandres, qui est soudé sur les deux fils voisins
des barres d'armature.
5. Elément selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'une autre barre d'armature
(40) est utilisée comme armature d'entretoisement.
6. Procédé de fabrication d'une barre d'armature selon la revendication 1, caractérisé
en ce que des creux sont imprimés dans la paroi d'entretoisement (3) en même temps
que le processus de laminage, et en ce que d'éventuelles membranes fermant les trous
(4) sont poinçonnées dans la même opération.
7. Dispositif pour l'exécution du procédé selon la revendication 7, caractérisé en
ce que les calibres de laminage sont munis, au moins d'un côté du fil brut, de saillies
pour l'impression de creux.

