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EP 0 277 577 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.10.1990 Patentblatt 1990/44 |
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Anmeldetag: 26.01.1988 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B22C 9/04 |
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Feingussschalenform für Aluminium bzw. dessen Legierungen
Investment casting mould for aluminium or its alloys
Moule de moulage de précision pour aluminium ou ses alliages
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE ES FR GB IT LI LU NL SE |
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Priorität: |
05.02.1987 DE 3703416
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.08.1988 Patentblatt 1988/32 |
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Patentinhaber: THYSSEN GUSS AG |
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45473 Mülheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Ballewski, Heinrich
D-4133 Neukirchen-Vluyn (DE)
- Behr, Friedrich, Dr.
D-4150 Krefeld (DE)
- Grossmann, Wolfgang
D-4230 Moers (DE)
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Vertreter: Jung, Hermann L., Dipl.-Chem. |
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Patentanwalt
Postfach 17 28 61287 Bad Homburg v.d.H. 61287 Bad Homburg v.d.H. (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 198 290
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US-A- 3 476 171
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- JOUORNAL OF THE INSTITUTE OF METALS, Band 80, 1951-1952, London, GB; J.A. REYNOLDS
et al.: "The nucleation of cast metals at the mould face"
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Feingußschalenform, vorzugsweise für untereutektische
Aluminiumlegierungen, bei der die rauhe Forminnenwand mit einem Salzgemisch mit reduzierenden
Eigenschaften beschichtet ist, wobei die Salzbeschichtungen aus einem Salz bzw. Salzgemisch
mit einer unterhalb der Abgusstemperatur liegenden Liquidustemperatur besteht, dessen
Kationen überwiegend aus denen der Alkali- und/oder Erdalkalimetalle und deren Anionen
überwiegend aus denen der Halogene bestehen.
[0002] Es ist ein Verfahren zur Verringerung der Dendritenarmabstände gemäß Oberbegriff
des Anspruchs 1 bekannt (DE-OS 3 512 118), bei dem die Verbesserung der technologischen
Eigenschaften der Gußteile mittels einer besonderen Salzmischung erhalten wird, indem
diese Salzmischung auf eine besonders rauhe Formschalen-Innenwand aufgebracht wird,
was der Keimung der Dendriten bei der Metallerstarrung förderlich ist, so dass kleinere
Dendritenarmabstände erhalten werden. Darüber hinaus ist aus dieser Schrift bekannt,
dass eine grosse Anzahl von keimwirksamen Substanzen in der Literatur beschrieben
sind.
[0003] Es ist ausserdem bekannt (J.A.Reynolds und C.R.Tottle, Journal of the Inst. of Metals,
Voi.8o, 1951-52, Seiten 93-98), dass pulverförmig auf die Gußform-Innenwand aufgebrachtes
Metall eine Kornverfeinerung des Gußstücks bewirken kann. Für den Werkstoff Aluminium
und Aluminium-Legierungen wurden Pulver aus Aluminium, Titan, Magnesium, Vanadium,
Thorium und Calciumdisilizid als kornverfeinernd gefunden, wobei die vorgenannte Reihe
abnehmende Wirkung zeigt. Die Wirkung von Metallpulver als keimaktiv auf die Ausbildung
der Dendritenarmabstände wurde bei Reynolds und Tottle jedoch nicht untersucht und
in dieser Literaturstelle nicht nahegelegt. Ausserdem erfolgten die gesamten Untersuchungen
unter Laborbedingungen an kalten Formen, so dass der Schutz der Metallpulver vor Oxydation
weder untersucht noch ein solcher Schutz in Betracht gezogen wurde.
[0004] Es ist ferner bekannt, dass untereutektische Aluminium-Legierungen, wie z.B. AISi7Mgo.6,
dann verbesserte Festigkeitswerte aufweisen, wenn gasarme und saubere Schmelzen verwendet
werden, was man am besten durch Abguß im Vakuum und/oder durch eine Spülgasbehandlung
im Grobvakuum und/oder Filtrierung der Schmelze erreicht. Impfungen der Schmelze mit
Hilfe von z.B. Strontium oder Antimon zur Erzielung einer kugeligen Einformung des
eutektischen Siliziums führen ebenfalls zu einer Verbesserung der technologischen
Werte.
[0005] Die Aufbringung von Metallfilmen auf unterschiedliche Materialien auch solche keramischer
Art, ist an sich bekannt. Metallfilme lassen sich z.B. nach den US-PS 3 462 288, DE-PS
1 621 227, US-PS 3 639 139, US-PS 3 705 051, US-PS 3 836 385 und DE-PS 2 635 798 aufbringen.
[0006] Da bisher kein Verfahren bekannt ist, mit dem man mit metallischer Beschichtung der
Formschale und deren Vorwärmung an Luft oder an Sauerstoff verunreinigtem Schutzgas
eine Keimung der Dendriten erzielen kann, liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, kleinere Dendritenarmabstände beim Abgiessen untereutektischer Aluminium-Legierungen
in vorgewärmte Feingußschalenformen einwandfrei und sicher einzustellen.
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, dass bei einer Feingussschalenform nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 die Metallbeschichtung zu mehr als 40 Atom% aus einem
oder mehreren Metallen aus der Reihe Al, Ti und/oder Erdalkalimetalle und/oder Legierungen,
Mischungen oder metallischen Verbindungen besteht.
[0008] Vorteilhaft wird das Beschichtungsmetall, gegebenenfalls in Form seiner Legierungen,
Mischungen oder Verbindungen, vor, nach oder gleichzeitig mit der Salzbeschichtung
auf die Forminnenwand aufgebracht.
[0009] Zweckmässig besteht das Beschichtungsmetall aus einer Aluminium-Legierung, die 0
bis 10 Gew% Magnesium enthält und/oder 0 bis 6 Gew% Silizium und/oder 0 bis 3000 ppm
Yttrium und/oder eine und/oder mehrere Seltene Erden und/oder Beryllium und/oder Wismut
und/oder Antimon enthält.
[0010] Der Vorteil der Erfindung ist nicht nur die Tatsache, dass man erheblich kleinere
Dendritenarmabstände und damit bessere technologische Werte des abgegossenen Formteils,
insbesondere bei untereutektischen Aluminium-Legierungen, erhält, sondern dass gleichzeitig
eine kugelige Einformung des Siliziums erhalten wird. Dies ist vor allem deswegen
wichtig, weil dadurch zusätzliche Veredelungsmassnahmen eingespart werden können.
[0011] Nach den eingangs genannten Schriften können Metallfilme nach den verschiedenen chemischen
oder physikalischen Verfahren auf die Forminnenwand aufgebracht werden. Es ist jedoch
wegen der einfacheren Handhabung vorteilhaft, Metallpulver und Salz bzw. Salzgemisch
in Form einer Aufschlämmung bzw. Lösung gleichzeitig durch Ein-und Ausgiessen auf
die Formschaleninnenwand aufzubringen.
[0012] Da Metallpulver bei der Vorwärmung der Formschale stärker zur Oxydation neigen als
Metallfilme, hat es sich als günstig herausgestellt, metallische Legierungen und/oder
Verbindungen bzw. Mischungen in Pulverform zu verwenden, die entweder bei der Vorwärmung
der Formschale nur eine besonders geringe Oxydation aufgrund ihrer Zusammensetzung
erfahren oder man verwendet Metalle, deren Oxydschicht in Gegenwart des Gußaluminiums
bei Abgußtemperatur durch einen Legierungspartner zerstört wird. Die Zerstörung des
Oxydfilms auf den Oberflächen erreicht man beispielsweise, indem man Aluminium-Hartlotpulver
mit Korngrössen von ca. 10 bis 50 11m verwendet. Übliche Hartlote enthalten z.B. als
reduzierend wirkenden Zusatz Beryllium mit etwa 50 ppm, manche zusätzlich Magnesium
mit ca. 1,5% und auch Wismut oder Antimon mit ca. 10 bis 100 ppm. Zur Dendritenkeimung
ist es dabei aber günstig, den Siliziumgehalt heute üblicher Hartlote zu senken oder
besser, ihn vollständig zu vermeiden. Als reduzierend auf den Oxydfilm der Metallpulver
wirken aber auch weitere Erdalkalimetalle, Yttrium und/oder Seltene Erden, z.B. Cer-Mischmetallzusätze,
als Legierungspartner des Aluminium-Hartlotpulvers.
[0013] Man wählt möglichst Legierungen, die sich wegen ihrer Härte auf einfache Weise mahlen
lassen und gleichzeitig keimaktiv sind. Bisher haben sich die folgenden metallischen
Verbindungen mit jeweils etwa 1:1 im Atomverhältnis bewährt: FeAI, FeTi, CaAl, CaSi,
TiNi, TiAg.
[0014] Es ist eine an sich bekannte zusätzliche Massnahme, diesen Verbindungen noch Sauerstoffgetter-Material
in geringen Mengen zuzusetzen, um herstellungsbedingten Sauerstoff im Innern des Materials
abzubinden. Besonders vorteilhaft ist es, die Pulver zusätzlich mit einem Edelmetall
zu legieren, oder die Pulver nach der Mahlung mit einem Edelmetall der Platingruppe
dünn zu beschichten, was preiswerter ist. Beispielsweise lassen sich auf TiNi-Pulver
durch Imprägnieren mit einer Palladiumsalzlösung und anschliessender chemischer oder
thermischer Reduzierung dünn mit Edelmetall beschichtete Bereiche der Pulveroberfläche
erzeugen, die auch nach Erhitzung der Formschale an Luft keinen Oxydfilm aufweisen.
Auf diese Weise wird eine besonders gute Benetzung des Keimpulvers durch das Gußaluminium
erzielt.
[0015] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den nachstehenden Beispielen beschrieben.
Beispiel 1
[0016] Die Innenseite einer Feingußformschale wird durch Ein- und Ausschütten und anschliessender
Trocknung mit einer Aufschlämmung beschichtet, welche aus 40 g NaCI, 20 g NaF, 20
g LiCI, 5 g Na
4Fe(CN)
6 und 20 g Metall in 1 I Wasser besteht.
[0017] Die Schale wird unter Schutzgas vorgewärmt, dann auf etwa 200
°C gebracht und im Vakuum mit der Aluminiumlegierung AISi7Mgo,6 von ca. 700
°C vergossen. Die durch das Salzgemisch verstärkte Keimwirksamkeit der verschiedenen
Metalle ergaben folgende Reihenfolge mit abnehmender Wirksamkeit :
Ti, Al, Mg, Zr, Sr, Hf, Ba, Be, Ca, Se, Nb, V, Ta, Fe, Ni, Co, Sb, Se, Te, Cu, Ag.
[0018] Die Aufbringung der Innenbeschichtung der Feingußformschale mittels einer Aufschlämmung
ergibt eine besonders einfache Ausführungsform der Erfindung.
[0019] Folgende Werte des abgegossenen Formstücks wurden erhalten. 0.2% Dehngrenze305 -
325 N/mm2 Zugfestigkeit365 - 380 N/mm2 Bruchdehnung A
59 - 12 %
Beispiel 2
[0020] Eine Aufbringung des Aluminiummetallfilms auf die Innenseite der Feingußformschale
und anschliessende Beschichtung der Metallschicht (die die Rauhigkeiten der Feingußformschale
abbildet) mit der getrockneten Salzschicht, ergibt einen besonders guten Schutz des
Aluminiummetallfilmes gegen Oxydation, was wiederum zu einer Verringerung des Dendritenarmabstandes
führt.
[0021] Ergibt folgende Werte 0.2% Dehngrenze300 - 310 N/mm2 Zugfestigkeit360 - 380 N/mm2
Bruchdehnung As9 - 11 %
Beispiel
[0022] Eine weitere Verbesserung der Abstände der Dendritenarme wurde durch Zusatz von Alkali-Titan-Hexafluorid
zum Salzgemisch erzielt, indem zu dem im Beispiel 1 definierten Salz zusätzlich 3
g K
2TiFe und 10 g feingemahlenes Aluminium der Zusammensetzung AI,Mg 1.5% Si 3%, Be 0.01%
zugefügt wurde.Nach üblicher Wärmebehandlung wurden an Zugproben mit 6 mm
0 folgende Werte erhalten. 0.2% Dehngrenze310 - 330 N/mm2 Zugfestigkeit360 - 380 N/mm2
Bruchdehnung As8 - 10 %
1. Feingußschalenform, vorzugsweise für untereutektische Aluminiumlegierungen, bei
der die rauhe Forminnenwand mit einem Salzgemisch mit reduzierenden Eigenschaften
beschichtet ist, wobei die Salzbeschichtung aus einem Salz bzw. Salzgemisch mit einer
unterhalb der Abgußtemperatur liegenden Liquidustemperatur besteht, dessen Kationen
überwiegend aus denen der Alkali und/oder Erdalkalimetalle und deren Anionen überwiegend
aus denen der Halogene bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallbeschichtung
zu mehr als 40 Atom% aus einem oder mehreren Metallen und/oder Legierungen, Mischungen
oder metallischen Verbindungen aus der Reihe Al, Ti und/oder der Erdalkalimetalle
besteht.
2. Feingußschalenform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsmetall,
gegebenenfalls in Form seiner Legierungen, Mischungen oder Verbindungen, vor, nach
oder gleichzeitig mit der Salzbeschichtung auf die Forminnenwand aufgebracht ist.
3. Feingußschalenform nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsmetall
aus einem an sich bekannten Hartlot für Aluminium besteht, dessen Si-Gehalt verringert
ist.
4. Feingußschalenform nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
ein Beschichtungsmetall verwendet wird, das bei Vorwärmung bis 300°C an Luft eine besonders dünne Oxydschicht ausbildet.
5. Feingußschalenform nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
das Beschichtungsmetall eine Komponente enthält, deren Reduktionsvermögen bei Abgußtemperatur
grösser ist als das des Aluminiums.
6. Feingußschalenform nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass das Beschichtungsmetall aus einer Aluminiumlegierung besteht, die 0 bis 10 Gew%
Magnesium enthält und/oder 0 bis 6 Gew% Silizium und/oder 0 bis 3000 ppm Yttrium und/oder
eine und/oder mehrere Seltene Erden und/oder Beryllium und/oder Wismut und/oder Antimon
enthält.
7. Feingußschalenform nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallbeschichtung
überwiegend aus TiNi und/oder TiAg und/oder CaAl und/oder FeAI und/oder CaSi und/oder
FeTi mit jeweils etwa 1 : 1 im Atomverhältnis besteht.
8. Feingußschalenform nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten
Metall-Legierungen mit Pd und/oder einem weiteren Edelmetall und/oder Yttrium und/oder
Seltene Erden bis zu 1 Gew% dotiert ist.
1. Precision-casting ceramic shell mould, preferably for hypoeutectic aluminium alloys,
in which the rough inner mould wall is coated with a salt mixture having reducing
properties, the salt coating consisting of a salt or salt mixture which has a liquidus
temperature below the casting temperature and whose cations consist predominantly
of those of the alkali metals and/or alkaline earth metals and whose anions predominantly
consist of those of the halogens, characterized in that the metal coating consists
to the extent of more than 40 atom% of one or more metals and/or alloys, mixtures
or metallic compounds from the group comprising AI, Ti and/or the alkaline earth metals.
2. Precision-casting ceramic shell mould according to Claim 1, characterized in that
the coating metal, if appropriate in the form of its alloys, mixtures or compounds,
is applied to the inner mould wall before, after or simultaneously with the salt coating.
3. Precision-casting ceramic shell mould according to Claim 1 or 2, characterized
in that the coating metal consists of a brazing solder known per se for aluminium,
whose Si content has been reduced.
4. Precision-casting ceramic shell mould according to one of Claims 1 to 3, characterized
in that a coating metal is used which forms a particularly thin oxide layer when preheated
in air up to 300°C.
5. Precision-casting ceramic shell mould according to one of Claims 1 to 4, characterized
in that the coating metal contains a component whose reducing power at the casting
temperature is greater than that of aluminium.
6. Precision-casting ceramic shell mould according to one of the preceding claims,
characterized in that the coating metal consists of an aluminium alloy which contains
0 to 10% by weight of magnesium and/or 0 to 6% by weight of silicon and/or 0 to 3,000
ppm of yttrium and/or one and/or more rare earths and/or beryllium and/or bismuth
and/or antimony.
7. Precision-casting ceramic shell mould according to Claim 4, characterized in that
the metal coating consists predominantly of TiNi and/or TiAg and/or CaAl and/or FeAI
and/or CaSi and/or FeTi each with an atomic ratio of about 1:1.
8. Precision-casting ceramic shell mould according to Claim 7, characterized in that
the said metal alloys have been doped with Pd and/or one further rare metal and/or
yttrium and/or rare earths up to 1% by weight.
1. Forme pour moulage fin, surtout pour des alliages aluminium hypo-eutectiques. La
paroi interne est enduite d'une couche saline à effet réducteur. Cette couche se compose
d'un sel (mélange salin) avec une température de liquéfaction inférieure à la température
de moulage. Les cations sont en majorité ceux des métaux alcalins et/ou alcalino-terreux.
Les anions sont en majorité ceux des halogènes, caractérisés par le fait que la couche
métal comporte plus de 40% d'atomes d'un ou de plusieurs métaux et/ou d'alliages,
de mélanges ou de liaisons métal des séries AI, Ti et/ou des métaux alcalino-terreux.
2. Forme pour moulage fin selon revendication 1, caractérisée par le fait que le métal
de surface, éventuellement sous forme d'alliages de mélanges ou de liaisons, est appliqué
sur la paroi interne de la forme, avant, après ou en même temps que l'enduction saline.
3. Forme pour moulage fin selon revendication 1 ou 2, caractérisée par le fait que
le métal de surface se compose d'un métal d'apport de brasage fort pour aluminium,
bien connu, à teneur en Si réduite.
4. Forme pour moulage fin selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée par le
fait qu'on utilise un métal de surface qui dégage une couche d'oxyde particulièrement
fine lors du préchauffage à l'air, allant jusqu'à 300°C.
5. Forme pour moulage fin selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée par le
fait que le métal de surface comporte un composant dont le pouvoir réducteur à la
température de moulage est supérieur à celui de l'aluminium.
6. Forme pour moulage fin selon l'une des revendications précédentes, caractérisée
par le fait que le métal de surface se compose d'un alliage aluminium qui contient
0 à 10% en poids de magnésium et/ou 0 à 6% en poids de silicium et/ou 0 à 3000 ppm
d'yttrium et/ou une et/ou plusieurs terres rares et/ou du béryllium et/ou du bismuth
et/ou de l'antimoine.
7. Forme pour moulage fin selon revendication 4, caractérisée par le fait que la couche
métal se compose en majorité de TiNi et/ou TiAg et/ou CaAl et/ou FeAl et/ou CaSi et/ou
FeTi avec dans chaque cas un rapport atomique de 1:1.
8. Forme pour moulage fin selon revendication 7, caractérisée par le fait que les
alliages métaux cités sont dotés de Pd et/ou d'un autre métal précieux et/ou d'yttrium
et/ou de terres rares avec 1% en poids au maximum.